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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ansich sehr gut, aber voller Fehler
Ich möchte mich den vorigen Rezensierenden anschließen und auf die doch sehr große Menge an Schreibfehlern hinweisen. Wenn es einen nicht stört, dann ist es kein Problem; aber ich empfinde so etwas doch als sehr störend.
Und nicht nur Rechtschreibfehler: ich erinnere mich an eine Stelle, in der auf einmal das Tagebuch "gewechselt" hat (der...
Veröffentlicht am 4. Mai 2010 von Lennart Meinhardt

versus
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas enttäuscht von dieser Ausgabe...
Zum Inhalt möchte ich eigentlich nichts sagen, denn dieser sollte allseits bekannt sein. Ginge es nur darum, hätte ich auch sicher 5 Sterne vergeben, da die Geschichte um den Grafen wirklich faszinierend und sehr gut geschrieben ist.

Die schlechte Bewertung bezieht sich allein auf die Ausgabe von Fischer. Ich stimme meinem Vorredner zu, von der Haptik...
Veröffentlicht am 23. April 2009 von supersic


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ansich sehr gut, aber voller Fehler, 4. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Ich möchte mich den vorigen Rezensierenden anschließen und auf die doch sehr große Menge an Schreibfehlern hinweisen. Wenn es einen nicht stört, dann ist es kein Problem; aber ich empfinde so etwas doch als sehr störend.
Und nicht nur Rechtschreibfehler: ich erinnere mich an eine Stelle, in der auf einmal das Tagebuch "gewechselt" hat (der Absatz begann mit "Tagebuch von Mina Harker" und plötzlich wurde in der dritten Person über Mina geschrieben, aus der Sicht ihres Ehemannes). An die Stelle erinnere ich mich nicht mehr.

Von der Geschichte her ist das Buch natürlich unschlagbar gut.

So wurden aus den sicherlich verdienten 5 Sternen aufgrund des Fehleranteils doch nur 4.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas enttäuscht von dieser Ausgabe..., 23. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Zum Inhalt möchte ich eigentlich nichts sagen, denn dieser sollte allseits bekannt sein. Ginge es nur darum, hätte ich auch sicher 5 Sterne vergeben, da die Geschichte um den Grafen wirklich faszinierend und sehr gut geschrieben ist.

Die schlechte Bewertung bezieht sich allein auf die Ausgabe von Fischer. Ich stimme meinem Vorredner zu, von der Haptik her wirklich ein Genuss, aber von einem renommierten Verlag erwarte ich, dass ich auf 100 Seiten keine 10 Schreib- bzw. Tippfehler finde. Klar, das t liegt neben dem r, aber ständig 'mit' statt 'mir' zu lesen und umgekehrt, kenne ich von E-Mails meiner Bekannten, empfinde ich in einem Buch in diesem Ausmaße dann aber als recht störend. Vielleicht ist es auch gewollt und mir blieb der Sinn verborgen, man weiß ja nie.

Eine Kaufempfehlung spreche ich trotzdem aus, wie schon erwähnt überzeugen Inhalt und Aufmachung, was in Anbetracht des Preises auch über die Fehler hinwegtröstet.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Buch ist Top - Diese Ausgabe hingegen ein Flop, 8. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Jonathan Harker wird nach Transsylvanien beordert, um dort auf Schloß Dracula mit dem gleichnamigen Grafen ein Immobiliengeschäft abzuwickeln, das ein Haus in London betrifft. Nach langer Zeit, die er ohne Nachricht fern geblieben ist, beginnt sich seine Frau langsam zu Sorgen. Aber auch ihre beste Freundin Lucy macht bei ihr in Whitby seit einiger Zeit Probleme und wirkt erschreckend blass, kraftlos und oftmals müde, von den merkwürdigen Träumen, die sie quälen, und den punktförmigen Narben auf ihrem Hals ganz zu Schweigen. Erst nachdem Dr. Seward, ein Arzt, der Lucy behandelt, seinen alten Professor van Helsing zu Rate zieht, kommt die langsam anwachsende Gruppe dem Monster auf die Schliche, das in Harkers altem Bekanntenkreis wütet. Ein gefährlicher und packender Kampf gegen die Zeit beginnt...

Bram Stokers Klassiker mit Biss - im wahrsten Sinne des Wortes - wurde 1897 veröffentlicht und stellt heute immer noch eines der bedeutendsten Werke des Horror-Genres dar. Zu der Zeit waren weder Geschichten über die mystischen Vampire neu, andere Autoren haben schon viel früher über diese Geschöpfe geschrieben, noch war Stoker ein außerordentlich guter Schriftsteller, was ihn jedoch nicht davon abgehalten hat, aus seinen Mitteln und einer überragenden Idee das Beste zu machen. Nach seiner Begegnung mit Armin Vambery, der ihm von zahlreichen Legenden rund um Vlad "Tepes" Draculea erzählte, stellte der Autor genauste Recherchen über die im Buch erwähnten Ortschaften, Ländereien und sogar Zugfahrpläne an, um eine möglichst überzeugende und realitätsnahe Handlung zu erschaffen. Was man Stoker außerdem zugute halten muss, ist, dass er, für die damalige Zeit gesehen, die Geschichte extrem fesselnd geschrieben hat. Höhepunkte sind wohl die ersten 100 Seiten, in denen die hoffnungslose, nervenzerfetzende und bedrückende Lage von Jonathan Harker allein auf Schloß Dracula, nur in Gesellschaft von dem Monster und anderen herumstreifenden Geschöpfen der Nacht, dargestellt wird, und die letzten hundert Seiten, die eine extrem spannende Verfolgungsjagd beschreiben, zwei Passagen, die man zu den Sternstunden der modernen Unterhaltungs-Literatur zählen kann.

Erwähnt werden sollte noch die Erzählweise, welche die Handlung nur durch Tagebuchaufzeichnungen, Briefverkehr und Ähnlichem vorantreibt. Dadurch erhält man immer nur Einblicke in die Sichtweise einer bestimmten Person, wodurch viele Charaktere nochmal deutlich an Tiefe gewinnen, während man selbst einigen Protagonisten schon etwas voraus ist.

Abzüge gibt es lediglich für die (wiedermal) versaute Ausgabe des Fischer-Verlages. Der Umschlag ist zwar schlicht, aber durchaus ansprechend, dennoch machen sich alle parr Seiten Rechtschreibfehler nicht gut, und das trotz der 3. Auflage. An einer Stelle hat Mina von sich selbst sogar in der 3. Person geschrieben, was wohl nicht der damaligen Norm entsprochen haben dürfte, sondern einfach der schlampigen Umsetzung zuzuschreiben ist. Dass die alte Rechtschreibung verwendet wird, ist da noch das kleinste Übel. Besser also das Buch von einem anderen Verlag erwerben!

Für Leute, die eine Schwäche für Vampir- bzw. Horrorgeschichten oder Klassiker haben, führt definitiv kein Weg an der Lektüre des Buches vorbei, aber auch alle anderen interessierten Leser erwartet eine hochspannende und unkonventionell erzählte Geschichte, die sie in das Europa gegen Ende des 19. Jahrhunderts versetzt. Wahrlich ein Klassiker, der seinen Status absolut verdient hat.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Story super, aber die Schreibfehler!!!, 12. August 2009
Von 
M. Stanja (Meiningen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Mich persönlich interessiert das Fazit einer Rezension, weshalb diese atypischer Weise damit beginnt.
Wen meine Meinung weiter interessiert, der sollte nach dem Fazit weiter lesen.

Fazit: Wen Schreib-/Tippfehler und Verwechselungen der Hauptfiguren nicht stören und wer sich für das Phänomen der Vampire interessiert, der sollte diesen Roman unbedingt lesen.

Bram Stoker der Begründer des Vampir-Genres hat sich mit diesem Buch ein Denkmal gesetzt und wird durch dieses Meisterwerk hoffentlich ewig in den Köpfen der Menschen herumgeistern.
Die Story ist allseits bekannt, wurde immer wieder aufgegriffen und ist dennoch stets fesselnd. Es gibt die verschiedensten Interpretationen dieser Handlung, aber es geht doch nichts über das Original.

Ad rem:
Nach den ersten hundert Seiten sieht sich der aufmerksame Leser dazu genötigt, zu der Erkenntnis zu gelangen, dass der Autor sein dramaturgisches Pulver schon verschossen hat, da in der Folge die Erzählung so vorhersehbar ist, wie das Amen in der Kirche.

Das Ende und somit der Tod des Grafen wurden, meiner Meinung nach, lieblos als Pflichtpunkt niedergeschrieben und birgt keinen großen spannenden Kampf. (Dieser sollte anscheinend durch die endlos erscheinende Jagd kompensiert werden.)

Die Charaktere sind zum Einen aufmerksame Kombinatoriker und setzen die einzelnen Bausteine vorbildlich zusammen. Zum Anderen aber begriffsstutzig, da sie die Zeichen trotz ihres angehäuften Wissens nicht erkennen und dadurch halb blind in ihr Verderben stolpern.
Freundschaft, Loyalität, Liebe und Treue scheinen Abraham Stoker sehr wichtig gewesen zu sein, da in diesem Buch ständig davon die Rede ist und dadurch eine düstere Stimmung gar nicht aufkommen mag.
Gut, dass es den Verrückten Renfield in der Irrenanstalt gibt, um irgendwie losgelöst und scheinbar nicht im Zusammenhang mit der Handlung stehend, dem Leser ein kleines Rätsel aufgibt und durch seinen wundervollen Tod die Stimmung in die richtige Richtung laufen lässt.

Das alles ist nicht wirklich störend, wenn man sich für das Thema an sich interessiert und einfach mal das Urgestein lesen will.
ABER (wie auch schon ein anderer in seiner Rezension bemerkt hat) es sind die Schreibfehler und das Verwechseln von Hauptfiguren, die dem Leser eine unheimliche Kraft kosten, sich zu überwinden weiter zu lesen.

Abschließend bleibt mir nur noch übrig zu hoffen, dass meine Rezension frei von grammatikalischen und orthografischen Fehlern ist und, dass diese dem Rezensions-Leser eine Hilfe war.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Graf lässt bitten!, 29. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Da haben wir ihn, den wohl berühmtesten Vampirroman. Und auch die Klassiker-Edition von Fischer kommt nicht drumherum. Zu Recht, wie ich finde, denn auch nach mehr als 110 Jahren hat der Roman wohl nur wenig an Kraft verloren, immer noch zieht es den Leser hinein. Zuerst, und das ist auch sogleich meines Erachtens nach der beste Teil in dem Buch, direkt in des Grafen Schloss in Transsilvanien. Hier ist 4 Kapitel lang der junge Anwalt Harker sein, naja, "Gast". Erst freiwilliger, dann eher unfreiwilliger Natur. Hier gelingt es Stoker sehr gut eine gruselige, fast klaustrophobische Grundstimmung beizubehalten. Eine merkwürdige Reaktion auf Knoblauch, das anscheinende Fehlen eines Spiegelbildes, das Auftauchen dreier Frauen (Fiktion oder Realität?), die Harker wortwörtlich an den Kragen wollen, Räume, die besser nicht betreten werden sollen oder das wirklich unorthodoxe Verlassen des Schlosses seitens Draculas lassen einem zwar nicht das Blut in den Adern gefrieren (was dabei bemerkt, bei Dracula wohl gar nicht so schlecht wäre!), aber zumindest wird es dadurch einem Gruselklassiker gerecht. Später dann, als Graf Dracula sich in Whitby aufhält und kaum noch persönlich in dem Roman auftaucht, wird natürlich dieser subtile, unterschwellige Grusel beibehalten, doch leider kommen auch einige Längen hinzu. Viel wird sich dann mit der Eindämmung der Gefahr und Gesprächen darüber beschäftigt und man fragt sich, warum der so intelligente Van Helsing nichts sagt und nicht reagiert. Hier hätten wir einen kleinen Kritikpunkt. Gut wiederrum aber, dass "Dracula" aus Tagebucheintragungen und Briefen der Protagonisten besteht, da hat man aber immer das Gefühl unmittelbar dabei zu sein, da es etwas realistischer anmutet. Dafür und für die Atmosphäre, die verbreitet wird gebe ich gern 5 Sterne. Kommen wir nun aber zu weiteren negativen Kritikpunkten: Leider ist Bram Stoker kein sehr guter Erzähler gewesen. Es fehlt den Figuren einfach an Tiefe, was sich dadurch bemerkbar macht, dass sämtliche Aufzeichnungen, in den oben erwähnten Formen, sich so sehr gleichen, dass damit den Schreibern jegliche Individualität abgeht. Würde kein Name drüber stehen, könnte es auch immer nur eine Person sein, die berichtet. Desweiteren erschien mir die Idee alle Aufzeichnungen von jedem lesen zu lassen, nur damit keine Missverständnisse auftreten, als sehr gewollt. Auch mochte ich die ständige gegenseitige Beweihräucherung der Charaktere nicht. Andauernd ist von "so treuen und tapferen Männern" die Rede, jeder lobt permanent jeden und ab einem bestimmten Punkt im Roman wird Mina Harker fast pausenlos als die absolute Überfrau dargestellt. Das nervt! Ich dachte manchmal Charles Dickens hätte seine Finger im Spiel. Also an dieser Stelle nichts gegen den großen Dickens, aber bei ihm waren die guten Menschen auch immer durch und durch gut und bei jedem Wiedersehen gab es Tränen. Naja, und dann hätten wir noch das Ende, was nicht schlecht ist, aber auch nicht ganz meinem Geschmack entspricht. Auch hier dauert die Jagd auf Dracula länger als alles andere.
Klingt jetzt alles vielleicht negativer als die Bewertung mit 4 Sternen rechtfertigen mag, aber, ich wiederhole mich, das Buch hat eine düstere Grundstimmung und viele Szene, die mir wirklich gut gefallen haben. Und auch die Ausgabe von Fischer ist, trotz einiger Tippfehler, wieder recht gut gelungen. Hübsch anzusehen (und auch zu fühlen, wie ja schon mehrfach geschrieben wurde), mit einem zwar durchwachsenem Nachwort, dafür aber in der Erstübersetzung, die den Klassikerstatus nochmal unterstreicht. Aber das ist natürlich Geschmacksache.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unübertroffen, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Eigentlich gibt es zu einem Klassiker wie diesem nicht viel zu sagen.
Doch durch die neuerdings zahlreichen modernen Alternativen möchte ich doch ein Plädoyer für diesen Roman verfassen:

Bram Stoker schrieb den Roman zu einer Zeit, als das gedruckt Wort noch das Medium überhaupt war. Die ersten Versuche Stummfilme darzustellen wurden gerade unternommen, aber waren noch sehr abenteuerlich. An Radio oder sogar Fernsehen war noch lange nicht zu denken. Die Welt insgesamt war noch stark entschleunigt; die Geschwindigkeit von Zügen schien schon atemberaubend.
Heute muss sich diesr Roman gegen ein Überangebot an Filme, Fernsehprogrammen udn vor allem auch an Vampirromanen durchsetzen.
Und wie ich finde kann "Dracula" dies gut. Obwohl man aus einem hohen Angebot an Alternativen schließen sollte, dass ein Anreiz besteht hohe Qualität zu liefern findet man diese in aktuellen Romanen nicht in dem Maße wie noch in Bram Storkers.
Ungeachtet des ungleich viel höheren Aufwands, zu Zeiten Bram Stokers, sich über Gegebenheiten anderer Kulturkreise zu informieren schafft dieser es sehr anschaulich Osteuropa und die Route Jonathan Harkers realitätsgetreu darzustellen. Wo man heute zwei Suchbegriffe in Google eingibt und 10 Minuten ließt um Informationen über andere Länder zu gewinnen, war man zu Storkers Zeiten darauf angewissen Dinge erzählt zu bekommen oder eine Bibliothek aufzusuchen, was für viele Leser aber auch Autoren aktueller Romane offensichtlich undenkbar erscheint.

Beachtlich der Erzählweise, die Stoker wählte kommt man nicht umhin, zugeben zu müssen, dass diese wesentlich innovativer ist, als jene, welche die meisten modernen Autoren wählen.
Es bedarf keiner großen Phantasie eine reine "Ich" - Erzählung zu schreiben. Dies macht einiges einfach: Man kann Gefühle und Veränderung in der Wahrnehmung des Protagonisten sehr einfach darstellen und sehr einfach einen runden, dynamischen Charakter erschaffen, mit dem sich der Leser zwangsläufig identifizieren muss. Es wird schlicht und einfach ins Blaue hinein erzählt.
Stoker wählte ebenfalls die "ich"-Erzählweise. Allerdings schrieb er in Form von Tagebucheinträgen. Dabei geht der implizit verfassende Protagonist jedoch nicht davon aus, dass der eigentliche Leser(also der Mensch, der das buch in der Hand hält) den Eintrag liest, sondern entweder ein anderer Charakter oder er selbst zu einem späteren Zeitpunk (wie John Harker davon ausgeht, dass Mina sein Tagebuch lesen wird). Dabei ändern sich die Bezugs- bwz. Adressatpersonen im Laufe der Geschichte. Dabei muss sich zwangsläufig auch der Schreibstil des Verfassers und die die Auswahl des Inhalts ändern.
Dazu kommen noch Briefe mit unterschiedlichen Autoren und Bezugspersonen. Wichtig ist es auch zu beachten, dass es nicht nur darauf ankommt, wer schreibt sondern auch an wen. Dies zeigt die Schwierigkeit dem einzelnen Charakter eine eigene, runde Persönlichkeit und einen eigenen Schriftstil zu verleiehen.

Dies Alles zu beachten scheint kompliziert, umso größer ist Stokers Leistung.

Damit hat Bram Stoker eine Sammlung von Berichten über eine fitkive Geschichte geschaffen, die sehr realistisch von verschiedenen Autoren zu sein scheint, Kulturelle Fakten und Bräuche beinhaltet und schon allein durch die oben genannte Problemtatik mit vielen sich wechselnden Charakteren und impliziten Ansprechpartner ihrer Schriften um ein wesentliches Lesenswerter ist als der überwiegende Großteil der modernen (Vampir-) Literatur.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!, 13. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Eigentlich bin ich ja so gar kein Vampirfan.
Entsprechend hatte ich auch keine Erwartungen an das Buch, das mich dann von der ersten Seite an fesselte! Geschrieben in Tagebuchnotizen von unterschiedlichen Schreibern, bekommt der Leser ein Rundumbild, das anfangs den anderen Schreibern verborgen ist, bis diese sich irgendwann zusammenschließen. Die Perspektivenwechsel führen dazu, dass das Buch nie langatmig wird, zumal vor allem herauragende Ereignisse festgehalten wurden, man also von einer spannenden Szene in die andere rutscht und, obwohl man den Ausgang des Buches ja kennt, man es nicht erwarten kann, den weiteren Verlauf zu erfahren.
Zusätzlich gewinnt das Buch meiner Meinung nach auch durch das fast vollständige Fehlen der sexuellen Klischees und der literweise bluttriefenden Szenen.
Manch aktueller Thrillerautor kann sich von Mr. Stoker eine gehörige Seite abschneiden: eines der spannendsten Bücher, das ich in den letzten Monaten gelesen habe und definitiv allen zu empfehlen, die Spannung lieben, selbst wenn man Vampiren sonst nicht viel abgewinnen kann.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein weiteres Mitglied der wunderschönen Fischer Klassik-Reihe, 21. Oktober 2008
Von 
LucyWeston (Deekelsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Das klingt jetzt ein bißchen arg nach Werbung, aber dies Bücher muß man wirklich in der Hand gehabt haben. Die sind nicht nur ein optisches, sondern auch ein haptisches Ereignis. Sehr gediegen!

Und nicht einmal an einer Klassiker-Reihe geht der Vampir-Boom spurlos vorbei. Her mit dem Urvater der Vampire - Auftritt Graf Dracula!

Dieses alte Schätzchen hat schon eine ganze Reihe von Jahren auf dem Buckel; erschienen ist es ursprünglich 1897. Das sollte man wissen, bevor man es liest. Es ist kein stilistischer Meilenstein der Literaturgeschichte. Es ist auch bei weitem nicht so sexy, wie die letzten paar Verfilmungen vermuten lassen. Aber was ist es dann?

Es ist ein ziemlich clever konstruierter (wenn auch nicht überragend geschriebener) Abenteuer- bzw. Gruselroman. Die Form des Briefromans versetzt den Leser in die Lage, den Protagonisten fast immer ein Stückchen voraus zu sein. Und irgendwie ist das auch lustig, wie ebendiese Protagonisten sich immer wieder rechtfertigen, warum sie nun ihren aktuellen Teil der Geschichte in Brief-, Tagebuch-, oder Phonographenaufzeichnung festhalten. Da zeigt sich auch gleich, daß Bram Stoker nicht wirklich ein begnadeter Autor war ("nur" jemand mit einer begnadeten, wahrhaft unsterblichen Idee): Die Form macht den Roman mitunter sehr langsam, statisch.
Nichtsdestotrotz leidet der Leser mit, wenn die arme Lucy dahinsiecht. Und natürlich ist man entsetzt, wenn sie sich später auf dem Friedhof und anderswo an kleine Kinder heranmacht. Und keiner kann sich wohl der Faszination entziehen, die der Szene entspringt, als Dracula Mina sein Blut einflößt - da ist der gute alte Dracula das, wofür die Vampire einst erfunden wurden: der personifizierte Sex.
Das war der Teil für die Mädels.
Für die Jungs gibt's gleich am Anfang die heijeijei Grafengespielinnen. die müssen am Ende leider ziemlich abrupt dran glauben.

Das Ende ist aus heutiger Sicht nicht sonderlich berauschend - mit soviel nahezu religöser Inbrunst kann man heute nicht mehr allzuviel anfangen.
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5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert !!, 25. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Der Inhalt ist einsame Spitze, und da er ja allseits bekannt sein dürfte, werde ich auch nichts weiter dazu schreiben.

Ich habe die Kommentare zu dem Artikel gelesen und muss meine Vorredner berichtigen.
Das Buch ist eine ORIGINAL-ÜBERSETZUNG.
Soll heißen: Die Geschichte wird in Tagebuch-, Brief-, Telegramm und (Zeitungs-)Artikel-form erzählt, die die Sprech-, und Schreibweise der damaligen (bzw. zu Bram Stokers) Zeit, also des Ende des 18. Jahrhunderts, getreu wieder gibt.
Über das Thema fehlende Kommas und Rechtschreibfehler brauchen wir da nicht diskutieren, denn das man die heutige Rechtschreibung mit der damaligen nicht vergleichen darf, dürfte jedem klar sein.

Es ist teilweise ein wenig schwer zu lesen, aber nach den ersten 10-20 Seiten hat man sich als geübter Leser recht gut reingefunden und kann das Buch zügig durchlesen.
Auch dem ungeübten Leser kann ich das Buch nur empfehlen, wenn man erstmal in den Lesefluss gekommen ist, ist die Geschichte sehr mitreißend und spannend.

Ich habe damals Abends angefangen, dieses Buch zu lesen, und nach den ersten Seiten musste ich mein Fenster im Schlafzimmer schließen, da ich wirklich Angst hatte, das ein Vampir reingeflattert kommt. ;)

Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen.

Viel Spaß damit !!

Edit: Ich besitze die 5. Auflage dieses Buches, habe jetzt etwas über 250 Seiten gelesen und keinen Rechtschreibfehler gefunden. Liegt wohl daran, das sich Fischer Klassik die Kritik zu Herzen genommen hat.
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5.0 von 5 Sternen Klassiker, 30. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Tolles Buch zum lesen bei Regen und Gewitter. Am besten im Winter :) Und zum Gruseln natürlich. Viel Spass beim Lesen
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Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik)
Dracula: Ein Vampyr-Roman (Fischer Klassik) von Bram Stoker (Taschenbuch - 1. September 2008)
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