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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 8. März 2012
Noah, ein achtjähriger Junge, beschließt eines Morgens von zu Hause wegzulaufen. Von einem Dorf zum nächsten ziehend, entdeckt er einen Spielzeugladen, der voller Magie und Zauber steckt. Der Ladenbesitzer ist ein Spielzeugmacher, der eine interessante Lebensgeschichte zu erzählen hat. Es geht um Mut, Abenteuer, Schuldgefühle und gebrochene Versprechen. In seinem Spielzeugladen voll von Marionetten bekommt Noah einen Einblick in eine lang vergangene glorreiche, spannende und aber auch traurige Zeit. Er tritt in eine Welt voller Wunder ein und gewährt nach und nach dem Spielzeugmacher auch Zugang zu seinen eigenen Gefühlen, die ihn veranlasst haben, sein Zuhause zu verlassen.

Dieses Buch ist wie ein langsam und gemächlich dahin plätschernder Fluss voll von Lebensweisheiten. Es ist kein reißender und spannungsgeladener Fluss. Das Buch kann auch über mehrere Tage zur Seite gelegt werden, um die Geschehnisse und neue Erkenntnisse zu verarbeiten.

Es nimmt einen mit auf eine Reise der Vergänglichkeit des Lebens. Es geht um Reue, falsche Entscheidungen, daraus resultierende Konsequenzen und dem Erwachsenwerden. Nach und nach eröffnen sich weitere Abzweigungen und man erkennt den tieferen Sinn der Geschichte. Das Ende stimmte mich nachdenklich und machte mich traurig. Es ist ein rührendes Märchen mit vielen philosophischen Einsprengseln. Ein fast vergangenes Leben wird einem jungen Leben gegenübergestellt und durch den Trost des Erzählens und Zuhörens wird dem jungen Leben eine positive Wendung verabreicht, symbolisiert durch die endgültige Erschaffung Pinocchios. John Boyne, dem Autor des Bestsellers "Der Junge im gestreiften Pyjama" gelingt es den Lauf der Zeit, auch verdeutlicht durch die Laufschuhe des Spielzeugmachers, in den Fokus zu rücken und die damit verbundenen Entscheidungen rückblickend zu reflektieren bzw. im Falle Noahs rechtzeitig zu überdenken.

Das Buch stimmt einen nachdenklich, ist lehrreich und gnadenlos ehrlich!
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am 8. März 2012
Der kleine Noah bricht am frühen Morgen auf, sein Elternhaus zurücklassend, um Abenteuer zu erleben. Mehrere Dörfer durchschreitend und fantastische Dinge erlebend, steht er plötzlich vor einem Baum, der ihn auf wundersame Weise fasziniert. Gleich hinter dem Baum wächst ein krummes und schiefes Häuschen aus dem Boden, das gefüllt ist mit wunderschönen und lebendig farbenfrohem Holzspielzeug. Der alte Mann, der dort wohnt, weiß Noah von merkwürdigen Dingen zu berichten, die sein Leben prägten. Gleichsam sind es Geschichten, die Noah darauf aufmerksam machen, welcher Weg für ihn der Richtige ist.

"Der Junge mit dem Herz aus Holz" ist ein wunderschön leicht erzähltes Märchen über einen Jungen, der eine schwere Last zu tragen hat und auf der Flucht vor seiner Angst ist. Dank des Spielzeugmachers lernt er, was wirklich wichtig ist im Leben, und dass auch bedrückende Momente dank der Erinnerung zu wunderschönen Gewächsen erblühen können. Noah lernt durch sein Abenteuer die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und den Mut aufzubringen, sich schwierigen Situationen zu stellen, und ihnen trotz Angst ins Auge zu blicken.

Das, was Noah lernt, kann auch jeder andere noch lernen. Deswegen schmückt dieser kleine Schatz auch gut die Bibliothek eines Erwachsenen. Das besondere an solchen Geschichten ist doch, dass sie kluge Gedanken enthalten und die schaden auch den Großen nicht.
Ein absolut empfehlenswertes Buch!
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am 17. April 2012
Noah Barleywater glaubt, in seinem Leben bisher noch nichts geleistet zu haben - ganz im Gegensatz zu seinem besten Freund, der immerhin schonmal der Queen die Hand schütteln durfte! Daher läuft er eines Tages von zu Hause davon, um endlich auch Abenteuer zu erleben. Auf seiner Reise begegnet er allerlei seltsamen Gestalten und gelangt letztendlich zu einem Spielzeugladen, dessen Inhaber, ein alter Mann, all seine Spielzeuge nur aus Holz herstellt. Der alter Mann lädt Noah ein, ein bisschen bei ihm zu verweilen, mit ihm zu essen und sich einige seiner Geschichten anzuhören. Diese Geschichten handeln von genau solchen Abenteuern, wie Noah sie selbst gerne erlebe würde, aber auch von gebrochenen Versprechen. Noah beginnt sich zu fragen, ob der Weg, den er gewählt hat, wirklich der richtige ist und erzählt dem alten Mann Geschichten aus seinem eigenen Leben, nichtsahnend, wer der Alter wirklich ist.

"Der Junge mit dem Herz aus Holz" ist eine jener Geschichten, die unser eigenes Leben verändern können, wenn wir es nur zulassen. Was sich anfangs wie ein leichtes Jugendbuch über einen kleinen Jungen, der auszieht, um den Mut zu finden, liest, entwickelt sich schnell zu einer berührenden und ergreifenden Geschichte über einen Achtjährigen, der viel zu jung ist für die Last, die er zu tragen hat. Die Geschichten des alten Mannes dienen Noah als Wegweiser und zeigen ihm, dass Flucht oft nicht die richtige Lösung ist, um mit Problemen umzugehen.

Der Schreibstil ist metaphorisch, bildgewaltig und einfach nur wunderschön. Da die Geschichte größtenteils aus Noahs Sicht geschrieben ist, schreibt auch John Boyne eher kindlich und naive. Die ganze Geschichte kann nur der Hand eines Menschen entspringen, der im Geiste selbst jung geblieben ist, denn es ereignen sich viele Dinge auf Noahs Reise, die an ein Märchen oder eine Fabel erinnern. Sprechende Tiere, sich bewegende Gegenstände, unglaubliche Geschichten... Man muss sich wirklich auf diese Geschichte, die der Fantasie eines Kindes zu entspringen scheint, einlassen, um die wahre Bedeutung all dieser seltsamen Begebenheiten zu verstehen. Ich für meinen Teil fand gerade diese märchenhaften Elemente ganz zauberhaft. Sie verleihen dem Buch einen kindlichen Charme und machen Noahs Geschichte nur noch authentischer.

Wer jetzt glaubt, das Buch diene der reinen Unterhaltung oder sei nur für Kinder geeignet, der fehlt hier gewaltig. "Der Junge mit dem Herz aus Holz" steckt voller Lebensweisheiten, Erfahrungen, von denen jeder lernen kann und Themen, die sicherlich auch Erwachsene ansprechen. Noah erfährt, was es heißt, erwachsen zu werden. Er lernt, dass sein Handeln Konsequenzen nach sich zieht, mit denen er leben muss. Er erfährt, was es heißt, Entscheidungen zu treffen, die sein ganzen weiteres Leben bestimmen werden. All diese Themen werden ganz wunderbar aufgearbeitet, sodass der Leser sich nicht belehrt fühlt, sich aber dennoch fragt, wie all das auf sein eigenes Leben übertragbar ist. Meiner Meinung nach kann jeder von diesem Buch lernen, ob jung oder alt, denn die in "Der Junge mit dem Herz aus Holz" aufgearbeiteten Themen betreffen uns alle!

Ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass der Roman mich tief bewegt und auch ein wenig aufgerüttelt hat, denn die menschliche Vergänglichkeit kommt darin ziemlich gut zur Geltung. Man weiß nicht, wie viel Zeit einem auf dieser Erde noch bleibt und die, die man noch hat, sollte man gebührend nutzen! Die Tatsache, dass John Boyne einige ernste Themen, die sicherlich nicht leicht aufzuarbeiten sind, mit einem kindlichen Schriebstil und im Stil eines Märchens niederschreibt, macht den Charme des Romans aus. So wird ihm die Trockenheit und das Traurige ein Stück weit genommen und der Leser wird unaufdringliche dazu aufgefordert, sich einige Dinge bewusst zu machen und das eigene Leben - wenn auch nur ein bisschen - zum Positiveren zu verändern.

Ich kann "Der Junge mit dem Herz aus Holz" Lesern jeden Alters empfehlen. Sei es ein Kind, dass lernen muss, mit Verlusten umzugehen und Trost in den Geschichten finden wird, oder ein Jugendlicher / Erwachsener, der aus den Lebensweisheiten Boynes Schlüsse für sein eigenes Leben ziehen will. Ich glaube, dass dieser Roman jeden verzaubern und zum Umdenken anregen kann!
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am 3. Mai 2012
Der achtjährige Noah läuft aus Verzweiflung von zu Hause weg, weil ein bevorstehendes Ereignis ihm Angst und Kummer bereitet. Er macht sich auf den Weg und trifft bereits nach kurzer Zeit auf einen alten Spielzeugladen, mit dessen Besitzer, einem alten Mann, er sofort Freundschaft schliesst. Die beiden erzählen sich einen Tag lang gegenseitig Geschichten aus ihrem Leben, den eigenen Träumen, Hoffnungen und Erinnerungen.

Ein schönes, märchenhaftes Buch, auf welches man sich als erwachsener Leser zuerst einlassen muss, dann aber eintauchen kann in eine kindliche, nicht unbeschwerte aber doch hoffnungsfrohe Welt, die einem die Augen und vor allem das Herz öffnet.
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am 21. Mai 2012
Eines Morgens läuft Noah von zu Hause fort. Ein einsamer Waldweg führt ihn zu einem Spielzeugladen voller Zauber und Magie. Hier lernt Noah einen sehr ungewöhnlichen Spielzeugmacher kennen. Der alte Mann hat viel zu erzählen. In seiner Geschichte geht es um Abenteuer, Wunder und gebrochene Versprechen. So nimmt er Noah mit auf eine Reise. Eine Reise, die Noahs Leben verändern wird. Und die auch unser Leben verändern könnte.

John Boyne erzählt die Geschichte von Noah, einem Jungen, der ausreißt, um Abenteuer zu erleben. Denn wenn jemand mal Noah nach seiner Meinung fragen würde, würde er sagen, er habe in seinen acht Lebensjahren einfach viel zu wenig erlebt und deswegen laufe er davon. Sein bester Kumpel, zum Beispiel, der habe sogar schon der Queen die Hand geschüttelt, während Noah selbst gerade einmal behaupten kann, vierzehn Bücher durchgelesen und eine Bronze-Medaille beim 500-Meter-Lauf gewonnen zu haben.

Auf seinem Weg trifft Noah auf einen ganz besonderen Spielzeugmacher, der ihm von seinem turbulentem Leben erzählt, er war nämlich der beste Läufer der Welt bevor er die Werkstatt und den Laden seines Vaters übernommen hat. Doch der alte Mann spricht auch von begangenen Fehlern, von Pfaden, die er besser nicht eingeschlagen hätte und von Entscheidungen, die er erst getroffen hat, als es bereits zu spät war. Mit seinen Erzählungen lehrt er Noah, dass es wichtig ist, nicht vor den eigenen Ängsten davonzulaufen, sondern schwierige Situationen als positive Herausforderung zu verstehen.

Der Junge mit dem Herz aus Holz' ist ein fantastisches Märchen voller Lebensweisheiten. Dem Autor ist es gelungen, jedes Wort an die richtige Stelle zu setzen und keinen Satz zu viel zu schreiben. Besonders am Ende merkt man, dass die Handlung zu keiner Zeit willkürlich verläuft und jede einzelne Seite mit Bedacht gefüllt wurde. Obwohl sich der sehr einfache Schreibstil eher an Kinder und Jugendliche richtet, liegt der Schatz, den ebenso Erwachsene zu entdecken vermögen, zwischen den Zeilen. Das Buch trumpft nicht mit einem komplexen Plot, denn es gilt vielmehr schlaue Gedanken aufzusaugen, darüber nachzudenken und etwas für sich mitzunehmen.

Mit diesem kleinen Wunderwerk hat John Boyne mir einmal mehr bewiesen, dass er es versteht, mich mit seinen Worten zu bewegen. Daher möchte ich das wirklich wundervolle, zauberhafte Märchen besonders dann ans Herz legen, wenn es das Leben mal wieder nicht so gut mit einem meint. Denn um neuen Mut zu schöpfen ist es genau die richtige Lektüre.
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am 13. April 2012
Noah Barleywater ist acht, als er von zu Hause fortläuft. Er gelangt in ein Dorf, in dem ein ungewöhnlicher Spielzeugladen steht: Alles ist dort aus Holz, und die Spielzeuge scheinen sogar zu leben! Der Spielzeugmacher ist ein alter Mann, und er scheint ebenso wie Noah ein Geheimnis zu haben. Die beiden kommen sich näher. Nach und nach erzählt jeder dem anderen, was ihm auf dem Herzen liegt. Und das ist ganz schön viel: Noah will nicht wahrhaben, dass seine Mutter bald sterben wird - und der Spielzeugmacher war früher jemand ganz anderes ...

Fantastisch, kindlich, originell und liebevoll erzählt Boyne die Geschichte eines Jungen, der sich mit dem baldigen Tod seiner Mutter auseinandersetzen muss. Er verwebt sie mit der Geschichte eines alten Mannes, der eine Entscheidung aus seiner Jugend bereut. Und der in Wirklichkeit eine in der Kinderliteratur wohlbekannte Figur ist ... Ein wunderbares, herzerwärmendes Buch, dem ich viele kleine und große Leser wünsche!
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TOP 500 REZENSENTam 24. September 2013
"Der Junge mit dem Herz aus Holz" ist eine märchenhafte Parabel aus der Feder des Bestsellerautors John Boyne, die gleichermaßen für jüngeres und älteres Lesepublikum geeignet ist, denn die Aussage, die dieses Buch trifft ist allgemeingültig, egal, wie alt der Leser dieses Buches ist. Genaugenommen werden ältere Leser vielleicht sogar mehr zwischen den Zeilen lesen können und sich sowohl in die Lage des "Jungen mit dem Herz aus Holz" als auch in Noah Barleywater, der Junge, der von Zuhause wegläuft, hineinversetzen können, wohingegen für jüngere Leser eindeutig Noah mehr Identifikationspotential bietet.

'"Eine Marionette kann reisen und Abenteuer erleben, und sie wird dabei keinen Tag älter. Ein Junge..., ein richtiger Junge... er wird alt, und schließlich liegt nichts mehr vor ihm, nur noch der Tod." Er schwieg einen Augenblick. Als er aufblickte, musterte Noah ihn ganz besorgt. "Du darfst niemals den Wunsch haben, etwas anderes zu sein als das, was du bist", sagte der alte Mann leise. "Vergiss das nie. Du sollst nicht mehr haben wollen als das, was dir gegeben wurde. Es könnte der größte Fehler deines Lebens sein."' (S.202f)

Zu Beginn konnte mich John Boyne nicht völlig mit seiner märchenhaften Geschichte packen, die wie es der deutsche Titel bereits erahnen lässt, Anleihen an dem Klassiker "Pinocchio" nimmt. In den ersten Kapiteln läuft Noah von seinem Zuhause und seinen Eltern weg, warum, wird der Leser erst sehr viel später erfahren. Er erlebt merkwürdige Dinge und diese nehmen ihren Fortlauf, als er in den alten Holzspielzeugladen eines alten, etwas verschroben und seltsamen wirkenden Mannes kommt: eben jener, der den Jungen mit dem Herz aus Holz verkörpert. Der alte Mann möchte - genau wie der Leser - erfahren, wieso Noah eigentlich von Zuhause weggelaufen ist, denn Noah erzählt nur Positives von seinem Heim und seinen Eltern. Um das Geheimnis aus dem Jungen herauszukitzeln, erzählt ihm der Mann seine eigene Geschichte. Wie er als Junge sehr lange von Zuhause weg war und dabei fast ein Versprechen gebrochen hätte, welches er seinem Vater gegeben hat. Ab diesem Punkt hatte mich John Boyne: Die Erinnerungen des alten Mannes lesen sich interessanter und kurzweiliger als die merkwürdigen Erlebnisse, die Noah auf dem Weg bis zu seinem Spielzeugladen widerfahren sind, zudem ahnt der Leser nach und nach worin das Geheimnis gründet, weshalb Noah ausgerückt ist und erwartet den Zeitpunkt, wann Noah sich dies endlich selbst - und seinem Gesprächspartner - eingesteht.
Nicht nur Noah merkt, wie tröstlich es ist sein Leid mit jemandem zu teilen, auch der Leser liest das aus der Geschichte heraus. Und so kann der alte Mann dem Jungen zwar nicht helfen, als dieser im letztendlich sein Geheimnis verrät, aber Noah fühlt sich dennoch getröstet und gestärkt, so dass er der geheimnisvollen Sache endlich ins Auge sehen kann, vor der er Reißaus genommen hat. Ob der alte Mann auch noch seinen Trost findet? Das ist eine andere Geschichte, die sich erst Jahre später klären wird...

Auch wenn es bei der "Der Junge mit dem Herz aus Holz" ein paar Kapitel länger dauerte, bis es mich so begeistern konnte wie die anderen Bücher, die ich bislang von John Boyne gelesen habe, so empfehle ich es dennoch gerne weiter, da es mit der zauberhaften Aufmachung allein schon die Aufmerksamkeit des Lesers verdient: es ist das erste Werk Boynes, welches von Oliver Jeffers illustriert wurde und neben den zwar simplen, aber so treffend den Text aufnehmenden Illustrationen ist auch die wechselnde Schriftfarbe ein Eyecatcher. Nachdem die Geschichte, die sich in der Gegenwart zwischen Noah und dem alten Mann abspielt in schwarz gedruckt ist, werden die Rückblicke in die Kindheit des Spielzeugmachers in blauer Farbe erzählt.

Die Lehren, die man aus den Kindheitserlebnissen des Jungen mit dem Herz aus Holz ziehen kann, werden vielleicht nicht jedem offensichtlich sein, man muss auch zwischen den Zeilen lesen und für das junge Lesepublikum ab 10 Jahren ist hier vielleicht das eine oder andere zu märchenhaft verpackt, aber eine Sache sollte nach Lektüre der Geschichte jedem klar sein: Gespräche helfen und können Schmerzen und Probleme lindern. Darüber sollten sich sowohl Betroffene als auch Außenstehende bewusst sein.
-> Dir kann niemand helfen, wenn du deine Sorgen in deinem Innersten verschließt.
-> Du kannst jemandem helfen, allein dadurch, dass du ihm ein offenes Ohr leihst und eine Schulter zum Anlehnen zur Verfügung stellst.
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am 23. Juni 2012
In einem Satz:
Eine zauberhafte Geschichte, mit einer tiefen Bedeutung, die bei jedem Leser einen langen Nachklang hinterlassen sollte.

Inhalt:
Noah Barleywater läuft von zu Hause weg. Wohin, weiß er selbst nicht genau und so läuft er von einem Dorf zum nächsten, bis er in einem alten Spielzeugladen auf einen alten Mann trifft, der Tag und Nacht mit dem Schnitzen von Holzspielzeug beschäftigt ist. Der alte Mann hat viel zu erzählen und so bleibt Noah bei ihm und hört sich die Geschichte seines Lebens an und erzählt einen Teil der seinen. Doch die beiden Geschichten haben mehr miteinander gemeinsam, als Noah anfangs ahnt ...

Meine Meinung:
Es ist schwer, eine Inhaltsangabe und auch eine Meinung zu "Der Junge mit dem Herz aus Holz" zu schreiben, ohne zu viel zu verraten und ich möchte niemanden die Erfahrung nehmen, so unwissend an dieses Buch heranzugehen, wie ich es tat. Nach dem Klappentext erwartete ich eine realistische Geschichte, die im Hier und Jetzt spielt und sich mit den Problemen eines 8-jährigen Jungen auseinandersetzt, der von zu Hause wegläuft. Das Buch hat allerdings eine deutlich fantastischere Note, als angenommen, geht eher ins Märchenhafte über aber verliert dabei doch nie den Bezug zur Realität. Das Wort "merkwürdig" würde es ganz gut beschreiben, wenn es nicht so einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen würde, denn den hat es nicht verdient. "Der Junge mit dem Herz aus Holz" ist eine durch und durch zauberhafte Geschichte, die den Leser immer wieder verblüfft und zwischen Lachen und Weinen schwanken lässt.

Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Geschichte wirklich um Noah dreht, oder ob nicht der alte Mann den Mittelpunkt darstellt. Vielleicht stützen sich die beiden Figuren aber auch gegenseitig, denn die Geschichte des Einen könnte nicht ohne die des Anderen erzählt werden. Und so schließt man auch beide mit ihren Schicksalen ins Herz und möchte ihnen am liebsten einen Teil ihrer Last abnehmen. Obwohl die Geschichte Raum für wahre Sturzbäche an Tränen gehabt hätte, umgeht es John Boyne geschickt, wirklich auf die Tränendrüse zu drücken und hinterlässt am Ende nicht ein Gefühl der Schwermut, sondern der Hoffnung.

Der Roman ist für Kinder und Jugendliche gedacht und ich kann ihn ebenso empfehlen. Darüber hinaus glaube ich aber, dass gerade Erwachsene, die sich noch für märchenhafte Geschichten begeistern können, vieles aus diesem Buch mitnehmen können. Es gehört zu der seltenen Sorte Buch, das eine Botschaft birgt, die ich aber an dieser Stelle nicht verraten werde. Sie ist auch für junge Leser leicht zu entdecken und es ist jedem nur zu wünschen, dass er sie nach dem Lesen im Kopf behält - immer griffbereit, gleich über dem Ohr, so wie Noah es tut.
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am 19. April 2012
Ein Märchen von einem, der auszog, den Mut zu finden.
Noah läuft von Zuhause weg um Abenteuer zu erleben, oder um etwas zu entfliehen. Nach dem er bereits in den ersten zwei Dörfern seltsame Dinge erlebt, bringt ihn ein einsamer Waldweg zu einem ganz besonderen Spielzeugladen. Darin befinden sich fast nur Marionetten - und ein alter Spielzeugmacher, der Noah viel zu erzählen hat. In seinen Geschichten geht es um Abenteuer, Wunder und gebrochene Versprechen. So nimmt er Noah mit auf eine Reise. Und wenn wir uns darauf einlassen, wird der alte Mann auch uns mit auf die Reise nehmen - und wer weiß, vielleicht lernen wir etwas für's Leben.

Der Junge mit dem Herz aus Holz - eines der wunderschönsten Märchen für Erwachsene, welches ich je gelesen habe. Jedes einzelne Wort darin scheint vergoldet. Man beginnt mit dem Lesen und verschwindet direkt in Noahs Welt. Die Welt eines kleinen Jungen, die nicht so heil ist, wie man sie ihm wünschen würde. Und die doch so voller Liebe ist, dass man ihn beneiden könnte.
Ein Märchen ohne erhobenen Zeigefinger. Ein Märchen, das uns den Sinn zeigt. Den Sinn in vielen Dingen. Das Buch enthält sehr viele versteckte Botschaften und es lohnt sich wirklich für jeden, sein Fazit selbst daraus zu ziehen.

Noah ist ein wirklich liebenswerter kleiner Junge und auch der alte Spielzeugmacher hat es mir angetan. Es sind Charaktere, besonders der alte Mann, die man im Gedächtnis behalten wird. An deren Worte man denken wird, wenn es einen mal wieder runterzieht und man den Mut verliert oder das Vertrauen in sich selbst. Dieses Buch halt goldene Zeilen, das kann niemand verleugnen und ich hoffe sehr, dass es unter die Menschen gerät.

John Boyne ist ein erstklassiger Autor und seine Geschichten gehen immer ans Herz. Mit seinen Worten verzaubert er und man spürt, dass er die Geschichten, die er schreibt, auch lebt. Man spürt einfach, wie wohl der Autor sich gefühlt haben musste, als er vor dem Manuskript saß, und wie viele Stunden Arbeit und wie viel Leidenschaft darin steckt. Solche Autoren haben meinen vollen Respekt.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem Buch.
Genießt es und lasst euch in eine andere Welt entführen.
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am 3. April 2012
John Boyne kannte ich auch schon vor "Der Junge mit dem Herz aus Holz". Und das von dem wohl sehr bekannten Buch "Der Junge im gestreiften Pyjama, welches im Jahre 2008 sogar verfilmt wurde und dieses hatte mich damals sowohl mit dem Inhalt, als auch mit der Art, berührt und überzeugt. Nun hielt ich "Der Junge mit dem Herz aus Holz" in den Händen und war schon ganz gespannt.

Noah ist acht Jahre alt und wohnt bei seinen Eltern. Während sein Schulfreund bereits der Königin begegnet war und mit ihr sprechen konnte, hat Noah das Gefühl, dass er nur wenig in seinem Leben erlebt hat und überlegt, was er denn schon alles erreicht hat. Folgende Punkte sind dabei heraus gekommen:

1. Ich habe vierzehn Bücher von vorne bis hinten durch gelesen.
2. Ich habe beim Sportfest letztes Jahr beim 500 m-Lauf die Bronzemedaille gewonnen und hätte sogar Silber bekommen, wenn Tommy O' Neil nicht einen Frühstart hingelegt hätte.
3. Ich weiß wie die Hauptstadt von Portugal heißt. (Sie heißt Lissabon.)
4. Ich bin zwar eher klein für mein Alter, aber ich bin der siebtklügste Junge in meiner Klasse.
5. Ich bin sehr gut in Rechtschreibung.

Mit diesem Ergebnis ist er nun wirklich unzufrieden und sowieso ist er in seinem Leben momentan mit einigen Dingen etwas unglücklich. Und so entschließt sich Noah eines Morgens, noch bevor die Sonne aufgeht, seine Familie zu verlassen und in die große Welt zu laufen, um Abenteuer zu erleben.
Und unterwegs erlebt er so einiges Unglaubliches und als er schließlich so von einem Dorf ins nächste schlendert, landet er in einem der Dörfer vor einem Spielzeugladen. Dort trifft Noah auf einen alten Mann, welchem der Spielzeugladen gehört und welcher noch immer sein Spielzeug aus Holz schnitzt. Der alte Mann erzählt Noah einige unglaubliche Geschichten aus seinem Leben, macht ihm Dinge deutlich, die er vorher nicht gewusst hat und zeigt ihm, dass man auch falsche Entscheidungen im Leben trifft, man aber immer eine Chance hat, seine Entscheidungen zu überdenken. Er erklärt Noah, und auch dem Leser, die Welt und am Ende wird einem deutlich, dass es Zuhause doch immer am Schönsten ist.

John Boyne's "Der Junge mit dem Herz aus Holt" ist so unglaublich vielfältig und mit Liebe zum Detail geschrieben, dass ich das gar nicht in Worte fassen kann. Die Charaktere sind wahnsinnig liebevoll gestaltet und durchdacht und ich als Leser konnte sie im Verlauf der Geschichte wirklich gut ins Herz schließen.
Ich empfinde dieses Buch sehr ungewöhnlich und obwohl John Boyne immer mit einer gewissen kindlichen Unschuld und Simplizität schreibt und er sehr oft über die merkwürdigsten Dinge, wie sprechende Äpfel und laufende Türen, schreibt, kann man unglaublich viel zwischen den Zeilen lesen. John Boyne versteckt in seinem Buch eine Menge Weisheiten und jeder Leser kann dieser auf seine eigene Weise verstehen und interpretieren.

"Der Junge mit dem Herz aus Holz" stellt eine wunderbare Fabel über Mut, Freundschaft und Familie, aber auch den Umgang mit Trauer und schlechten Ereignissen dar und es hat mir ganz deutlich gezeigt, dass man auch schlechten Zeiten etwas Gutes abgewinnen kann und dass jede Vergangenheit einen Menschen prägt und zu dem macht, was er heute ist. Diese Geschichte hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht und neben den Weisheiten, welche das Buch bietet, ergibt sich dem Leser auch eine ganz wunderbare Unterhaltung durch Noahs kleine, große Abenteuer.
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