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41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein stimmungsvoller Jugendroman
Über das Buch:
Die Originalausgabe des Buches "Der dunkle Wächter" von Carlos Ruiz Zafón erschien 1995 in Spanien. Der Fischerverlag bringt es nun zusammen mit zwei weiteren Jugendbüchern Zafóns in einer schönen, aufwendigen Aufmachung neu heraus. März 2010 ist der geplante Erscheinungstermin von "Der Fürst des Nebels" und...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2009 von Steffi

versus
39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein sehr früher Zafon - mit guten Ansätzen, aber...
Auch wenn einem die Erkenntnis von Seiten des Verlages nicht eben leicht gemacht wird: Dies ist ein sehr früher Roman von Carlos Ruiz Zafon, der mich zuletzt mit seinem grandiosen Das Spiel des Engels gebannt, begeistert und um den Schlaf gebracht hatte. "Der dunkle Wächter", das sei vorausgeschickt, ist noch weit davon entfernt, sich mit dem "Spiel des Engels"...
Veröffentlicht am 9. November 2009 von Leonard Lord Paine


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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein sehr früher Zafon - mit guten Ansätzen, aber..., 9. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn einem die Erkenntnis von Seiten des Verlages nicht eben leicht gemacht wird: Dies ist ein sehr früher Roman von Carlos Ruiz Zafon, der mich zuletzt mit seinem grandiosen Das Spiel des Engels gebannt, begeistert und um den Schlaf gebracht hatte. "Der dunkle Wächter", das sei vorausgeschickt, ist noch weit davon entfernt, sich mit dem "Spiel des Engels" messen zu können. Es ist eigentlich der dritte Band von Zafons Mitte der 90er Jahre entstandener und wohl nur lose verwobener "Nebel-Trilogie", die im Original mit Der Fürst des Nebels beginnt und mit Der Mitternachtspalast fortgeführt wurde. (Der Fischer-Verlag hat bzw. wird beide Titel im Laufe des Jahres 2010 veröffentlichen...) Warum der letzte Teil dieser Nebel-Trilogie der erste ist, der der darbenden deutschen Zafon-Anhängerschaft endlich anheimgegeben wurde, steht entweder in der Bibel oder bleibt bis auf Weiteres das Geheimnis des Verlags.

Aber wie dem auch sei: "Der dunkle Wächter" erzählt in oft schöner, teils aber auch übertriebener bis schiefer Sprache die Geschichte einer Familie, die, nach dem Tode des Vaters mittellos geworden, aus Paris in ein kleines Dorf an der See zieht, wo der Mutter eine neue Stellung angeboten wurde: Sie soll das gespenstische Anwesen Cravenmoore verwalten, in dem der grandiose Spielzeugerfinder Lazarus Jann residiert. Cravenmoore ist vollgestopft mit mechanischen Figuren, Mobiles und etwelchen anderen Spielzeugen, die auf die Besucher aber eher einschüchternd bis beängstigend wirken. Neben den Geschöpfen Janns lebt nur noch dessen bettlägerige Frau in dem schlossgleichen Herrenhaus, und - wenigstens tagsüber - die junge Köchin Hannah.
Die Tochter der Neuankömmlinge, Irene, verliebt sich bald in Hannahs Cousin Ismael und lässt sich auf einen kleinen Törn mit seinem Segelboot ein. Als sie auf der verwaisten Leuchtturminsel vor den Gestaden des Dörfchens Halt machen, fällt Irene das Tagebuch einer Toten in die Hände, das sie in seinen morbiden Bann zieht. Wenig später wird Hannah im Wald von Cravenmoore tot aufgefunden - doch was sie tötete bleibt unklar. Nur so viel steht fest: Ein unfassbarer Schrecken hat ihr Herz stillstehen lassen.
Irene und Ismael sind schockiert, doch sie machen sich auf, das Geheimnis zu lüften. Und ihr mehr als nur gefahrvoller Weg führt sie mitten ins Herz der Düsternis: nach Cravenmoore.

Die Figuren sind wunderbar, die Story ist gut durchdacht und aufgezogen, den Pro- bzw. Epilog des Buches bilden zwei Briefe, die so voll von wunderbarer Sehnsucht sind, dass diese fast körperlich spürbar wird, die Passagen der Annäherung der beiden Jugendlichen sind fast schon poetisch in ihrer bezaubernden Einfachheit, die Gruselpassagen sind überaus gelungen... fast mehr also, als man von einem Jugendbuch (denn das ist es) erwarten kann. Weshalb dann der Punktabzug?
Zum einen wegen der ärgerlichen Fehler, die sich allenthalben eingeschlichen haben (an einem Sommerabend scheint um 20 Uhr noch die Sonne, und es ist NICHT tiefschwarze Nacht; eben noch wirft der Mond ein silbernes Band übers Meer, keine zwei Sätze später taucht blutrot und siedend die Sonnenscheibe ins Meer; die Jugendlichen segeln morgens kurz nach Sonnenaufgang zu einer Lagune, in der sie kurz bleiben - und plötzlich ist es Abend. Diese Liste ließe sich fortsetzen...), zum anderen wegen der teils unerträglichen Schwurbeligkeit von Zafons damals noch nicht ganz ausgereifter Schreibe. Was hier mit teils dreifachen Adjektiven herumgeflattert wird, ließ mich unweigerlich an "Das Spiel des Engels" denken, wo Zafon Don Basilio sagen lässt, allzu verschwenderisch gebrauchte Adjektive und Adverbien seien etwas für Perverse und Leute mit Vitaminmangel. Vielleicht hätte Zafon damals ein paar Äpfel mehr essen sollen, vielleicht war auch der Lektor überarbeitet.
Der letzte Kritikpunkt geht an den deutschen Verlag Fischer: Die Seiten sind dicker als mancher Aquarellkarton (wirklich!) und so verschwenderisch bedruckt, dass zu vermuten steht, dass das Buch auch auf 250 Seiten mit der Hälfte an Umfang hätte gedruckt werden können. Und wäre das schlimm gewesen? Nein! Was haben Verlage heutzutage nur gegen etwas schmalere Bücher?

Dennoch - und hiermit möchte ich meine Rezension beschließen -: "Der dunkle Wächter" ist ein recht schöner Schmöker, der einem das Warten auf Neues von Zafon verkürzen kann, und den man an wenigen Tagen gelesen hat. Wer den Erbsenzählermodus auschaltet und keinen Zweiten "Schatten des Windes" erwartet, wird auch nicht über Gebühr enttäuscht werden.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schauerroman mit jugendlichen Helden, 29. Oktober 2009
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Bereits im Jahre 1995 erschien die Originalausgabe ("Septemberlichter") des vorliegenden Romans, doch erst nach dem großen Erfolgen des Autors ist dieses Werk auch in deutscher Sprache erhältlich. Leider hat der Herausgeber es versäumt, darauf aufmerksam zu machen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Die Erwartungen, die durch die Lektüre von "Der Schatten des Windes" oder auch "Das Spiel des Engels" geweckt wurden, können daher nicht erfüllt werden. Auch ist "Der dunkle Wächter" eher Fantasy-Roman als Thriller. In der Tradition der Schauerromane gruselt es hier ziemlich gepflegt.

Küste der Normandie, 1937: Die junge Witwe, Sabine Sauvelle, und ihre zwei Kinder Irene und Dorian versuchen an der Blauen Bucht ein neues Leben zu beginnen. Sabine ist sehr dankbar für das Stellenangebot, dass sie von dem geheimnisvollen Spielzeugfabrikanten, Lazarus Jann, erhalten hat. Lazarus hat sich zur Ruhe gesetzt und wohnt auf seinen Anwesen, Cravenmoore, dass mit vielen unheimlichen, mechanischen Figuren zugestopft ist. Obwohl die Neuankömmlinge ein eher mulmiges Gefühl haben, als sie den Spielzeugfab-rikanten das erste Mal besuchen, schließen sie bald eine vertraute Freundschaft mit Lazarus, der sie durch seine liebenswürdige, verbindliche Art sehr für sich einnimmt. Die junge Köchin des Hauses freut sich ebenfalls über die Ankunft der Sauvelles und versorgt sie sogleich mit dem neuesten Dorfklatsch. Allerdings macht sie auch kein Geheimnis daraus, dass es sie vor Cravenmoore ziemlich graust. Ihre schlimmsten Träume werden Wirklichkeit als sie schließlich dort übernachten muss und neugierig durch die Räume streift. Ein merkwürdiger Flakon birgt ein mörderisches Geheimnis und zum Schrecken aller wird das junge Mädchen zwei Tage später tot im angrenzenden Wald gefunden. Was hat Hannah so erschreckt, dass ihr Herz für immer still stand? Irene, die sich mit Ismael angefreundet hat, der seit dem Tod seiner Eltern bei der Familie Hannahs ein zweites Zuhause gefunden hat, versucht mit ihrem neuen Gefährten hinter das Geheimnis von Cravenmoore zu kommen. Ismael ist zwar ein sehr guter Segler, aber ob er wirklich dieses gefährliche Abenteuer bestehen und Irene dabei beschützen kann? Auch Dorian hat ein ungutes Gefühl. Schon bei der ersten Begegnung mit Lazarus hatte er dessen Schatten vermisst, was ihn sehr irritierte. Was verbirgt der Spielzeugmacher vor seinen Freunden?

Die Geschichte wirkt eher routiniert erzählt und ist ziemlich durchschaubar, dafür sind die Figuren lebendig und wirkungsvoll in Szene gesetzt. Die Symbol-Lastigkeit, die in "Das Spiel des Engels" wieder aufgegriffen wurde, ist auch hier feststellbar. Sogar der Figur Andrea Corelli werden hier die ersten Zeilen gewidmet. Ein gefährlicher Engel des Lichts spielt hier ein grausames Spiel.
Konträr zu der eher verspielten und sehr phantasievollen Haupthandlung, findet man am Anfang und am Ende des Buches jeweils einen Brief, der seltsam erwachsen klingt. Die Idee die imaginären Schatten des Bösen mit der Realität des Krieges zu verbinden, scheint zwar ein sinnvoller Einfall zu sein, wirkt aber durch den Stilbruch seltsam fehl am Platze.
Noch eine Anmerkung zu der vorliegenden Ausgabe: Es ist ein Unverschämtheit, wie hier Buchseiten geschunden werden! Die Schriftgröße ist übertrieben und der Seitenrand extra breit. Dies erhöht jedoch leider nicht den Lesegenuss.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Schmöker, leider nicht mehr, 29. Dezember 2009
Von 
dreamjastie (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Eine verarmte Familie zieht an die Küste der Normandie, wo ein Spielzeugfabrikant eine Haushälterin für sein labyrinthisches Schloss sucht. Doch scheint hier nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen: das Schloss ist bevölkert mit Automaten, die völlig willkürlich zum Leben erwachen, der Schlossherr hat keinen Schatten, und eines Tages wird die Köchin tot im Wald aufgefunden.

Der Roman, sehr großzügig auf 344 Seiten verteilt, hat ein Setting, das an Thriller-Atmosphäre nichts zu wünschen übrig lässt: ein undurchsichtiger Schlossherr nebst Gruselschloss, das in Teilen nicht betreten werden darf, ein Wald, ein Haus auf einer Klippe, eine Leuchtturminsel, auf der es spukt, und eine Fledermausgrotte, und mit Andreas Corelli taucht hier kurz eine Hauptfigur des "Spiel des Engels" auf. Dazu kommt das Seemannsgarn von alten Korsaren und dem Geist einer Ertrunkenen, das im Dorf erzählt wird.

Positiv zu vermerken bleibt, dass Zafon nie den Überblick über all die Schlingen verliert, die er im Laufe seiner Geschichte legt. Hat der Spielzeugfabrikant recht, der sagt, man solle nicht alles glauben, was man sehe, oder der junge Seemann Ismael, der nur glaubt, was er mit eigenen Augen sieht? Konträr dazu eine Liebesgeschichte, die vor dem Hintergrund der Haupthandlung besonders zart und anmutig erscheint.

Doch leider muss man sagen: dass dies ein Frühwerk ist, merkt man sehr deutlich. Wenn ich richtig gerechnet habe, war Zafon etwa dreißig, als er es veröffentlichte. Auch wenn es "nur" ein Jugendbuch sein soll, bleibt es weit hinter seinen Möglichkeiten und den späteren Romanen zurück. Literatur für Jugendliche sollte nie zweitklassig sein, ist es hier aber leider. Im Gegensatz zu vielen Rezensenten halte ich die Sprache des Romans für sehr blass und eher eines routinierten Groschenromans würdig. Die Meeresluft ist "salzgeschwängert", Korridore "endlos", und man strahlt "bis über beide Ohren", um einfach mal wahllos drei Beispiele herauszugreifen. Dazu Dialoge, die wahlweise banal oder gestelzt wirken. Hinzu kommt, dass die Auflösung des Romans schon lange vor dem Finale angekündigt wird, so dass es kaum Überraschungen gibt. Und dass der Herr über Herzen und Schatten auch noch mit dem aufziehenden 2. Weltkrieg in Beziehung gebracht wird, bläst den Roman auf eine Dimension, der er nicht gerecht wird.

"Der dunkle Wächter" liest sich an einem Abend weg, ein netter Schmöker, den man ungern zwischendurch weglegt. Leider aber nicht mehr.
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41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein stimmungsvoller Jugendroman, 4. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Über das Buch:
Die Originalausgabe des Buches "Der dunkle Wächter" von Carlos Ruiz Zafón erschien 1995 in Spanien. Der Fischerverlag bringt es nun zusammen mit zwei weiteren Jugendbüchern Zafóns in einer schönen, aufwendigen Aufmachung neu heraus. März 2010 ist der geplante Erscheinungstermin von "Der Fürst des Nebels" und September 2010 von "Der Mitternachtspalast".

Zum Inhalt:
Der Spielzeugfabrikant Lazarus Jann lebt auf dem geheimnisvollen Anwesen Cravenmoore an einer Küste in Frankreich. Simone Sauvelle hat gerade die Stelle als neue Haushälterin angetreten und ist dafür mit ihren beiden Kindern Irene und Dorian in die Nähe des Anwesens gezogen. Schon bald wird den dreien klar, dass Cravenmoore kein normaler Ort ist, sondern voller dunkler Schatten und Abgründe ist, die für die Sauvelles zur tödlichen Gefahr werden...

Meine Meinung:
"Der dunkle Wächter" versetzt den Leser gleich zu Beginn mit einem alten Brief eines Unbekannten an Irene in eine stimmige, gruselige Atmosphäre. Von wem stammt der Brief? Und was ist damals, im Jahre 1937, geschehen? Im weiteren Verlauf der Handlung gelingt es dem Autor perfekt diese Stimmung aufrechtzuerhalten und bis zum großen Finale sogar noch ein gutes Stück zu steigern. Die unheimlichen Automaten auf Cravenmoore zum Beispiel sind aber auch wie dazu geschaffen den Leser zu ängstigen und wohlige Schauer über den Rücken jagen zu lassen. Und auch alle anderen Schauplätze tragen zur Verstärkung dieser unheimlichen Stimmung bei. Hinzu kommt noch, dass wie in seinen anderen beiden Büchern "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" auch hier der Schreibstil einfach unglaublich ist: kraftvoll und poetisch, einfach einmalig!
So handelt es sich bei "Der dunkle Wächter" um einen großartige Spannungs-/Fantasyroman für Jugendliche ab 12 Jahren, der auf seinem hohen Sprachniveau auch Erwachsene bestens unterhält.

Über den Autor:
Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und lebt heute in Los Angeles. Schon seine Romane für Jugendliche waren sehr erfolgreich. Sein Bestseller "Der Schatten des Windes", ein Roman für Erwachsene, wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Alles nur geklaut, 21. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Hörbuch angetan und irgendwann ausgestellt. Abgesehen davon, dass mir das Ganze viel zu langatmig wurde und nach hinten raus nur noch gelangweilt hat, stört mich, wie schamlos sich der Autor bei anderen bedient hat. Der Film "Das Geisterschloss" ist kräftig vertreten. "Große Erwartungen" von Charles Dickens erkennt man ebenso wieder wie "Meister Zacharius" von Jules Verne. Und das sind nur die, die mir sofort aufgefallen sind. Wenn man die Geschichte genau unter die Lupe nimmt, findet sich bestimmt noch mehr. Leider hat Zafon das Ganze zu einer quälend dämlichen und - wie gesagt - langweiligen Geschichte kombiniert. Auf diese Art sind übrigens schon Verteidigungsminister aus dem Amt geflogen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Läßt das schriftstellerische Potential erahnen, 4. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Machen wir uns nichts vor, Zafón wäre ohne Schatten des Windes nicht annäherend so bekannt geworden. Und ob seinen früheren Werken eine vergleichbare Aufmerksamkeit zuteil geworden wäre, darf bezweifelt werden. "Der dunkle Wächter" schwimmt eindeutig in der Bugwelle der bekannteren Romane (Schatten des Windes & Spiel des Engels).

Mit dem dunklen Wächter hat Zafón ein kurzweiliges und leicht zu lesendens (Jugend-)Buch erschaffen. Man merkt dem Buch bereits die überdurchschnittliche Sprachbegabung der späteren und bekannteren Romane an. Der "Wächter" ist ein klares Statement: Wartet ab, von mir ist noch Großes zu erwarten!

Der Name Zafón ist aber nicht automatisch Garant für eine 5-Sterne-Wertung. Dem "Wächter" mangelt es ganz konkret an einem wichtigen Bestandteil: Dichte. Man liest sich schnell, zu schnell, durch die Geschehnisse, merkt Spannung aufkommen, erlebt tolle Umschreibungen, teilweise laienhaft eingefügt und immre beschleicht einen das Unbehagen, dass der Schriftsteller aus dem gerade Gelesenem eigentlich hätte noch mehr herausholen können.

Ich bin der Meinung, dass die Grundidee des Buches eine fantastische Grundlage für einen Grusel-(Jugend)-Roman liefert. Leider bin ich durch "Schatten des Windes" und "Spiel des Engels" mit einer sehr ausgeprägten und umfangreichen Erzählweise verwöhnt worden. Diese fehlt mir jetzt bei "Der dunkle Wächter".

Entsprechend auch meine Empfehlung: Um dieses Buch richtig schätzen zu können, muss der Leser Abstand von den "großen Romanen" nehmen. Es ist letztendlich ein frühes Werk...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schauriges Spielzeug, 29. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Nach dem frühen Tod von Armand Sauvelle,der seiner Familie einen Haufen Schulden hinterlässt, denkt Simone ,dass die schwarzen Tage vorbei sind,als sie einen Stelle bei dem Spielzeugmacher Lazarus Jann antritt,die gut bezahlt ist und ein schöne Haus mit ihren Kindern Irene und Dorian beziehen kann.
Doch sie ändert ihre Meinung,denn es geschiet ein brutaler Mord im Wald,der zu Cravenmoore,dem Anwesen von Lazarus,gehört.
Bald muss die ganze Familie um ihr Leben kämpfen,als ein "Schatten" in die Spielzeuge fährt,der sie zum Leben erweckt.

Durch die ganze Geschichte zieht sich eine solche Spannung,dass man immer weiterlesen möchte.
Man kann das Buch schön flüssig lesen,auch wenn es anfangs etwas zu sehr "Kinderbuch-mäßig" formuliert ist.
Es gibt ein Art offenes Ende im Bezug auf die Liebesgeschichte,da die zwei Liebenden durch einen Krieg getrennt werden und nur von dem Vorhaben sich wiederzutreffen die Rede ist.

Das Buch hat definitiv Lust auf mehr gemacht,weshalb ich gleich "Der Schatten des Windes" bestellt habe.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Auch Fantasie sollte plausibel sein, 29. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich ein wirklicher Fan von "Der Schatten des Windes" war, ich mich schon über "Das Spiel des Engels" geärgert habe, weil auch total an den Haaren herbei gezogen, wollte ich Senior Zafon noch eine Chance geben. Aber dieses frühe Werk stümperte ja noch mehr dahin. Lieblos und nicht nachvollziehbar wird da über eine Geschichte hinweg erzählt. Nichts entwickelt sich nachvollziehbar und stringent. Man ahnt, was der Schriftsteller erzählen möchte, welche Intention ihn antreibt. Aber seine Personen bleiben farblos und am Ende bleibt man mit der Frage zurück, warum habe ich diese wertvolle Lese-, ja Lebenszeit damit vergeudet. Auch für Jugendliche gibt es auf diesem Gebiet so viel Besseres. Schade.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Deprimierend., 11. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter: Roman (Taschenbuch)
Wie kann man bloß ein solches Buch nochmals veröffentlichen? Um noch möglichst viel von der Popularität von "Der Schatten des Windes" abzuschöpfen und ein paar Tausend Euros zusätzlich einzufahren? Selbst für einen mittelmäßigen Debütanten ist das ein unbefriedigender Einstieg.

Zitat aus einer 5-Sterne-Rezension: "So handelt es sich bei 'Der dunkle Wächter' um einen großartige[n] Spannungs-/Fantasyroman für Jugendliche ab 12 Jahren, der auf seinem hohen Sprachniveau auch Erwachsene bestens unterhält."

Ist das eine reine Gefälligkeits-Rezension oder ist das Satire? Vermutlich nicht. Dieser Sammlung von sprachlichen Unbeholfenheiten ein solches Attest auszustellen ist mir unbegreiflich. Mit Ach und Krach könnte ich ja noch die Attribute "spannend" oder "gute Unterhaltung" zähneknirschend akzeptieren aber nicht eine solch absurde Lobhudelei. Da fehlt mir jeglicher Anknüpfungspunkt. Schwarz bleibt schwarz und wird nicht weiß, bloß weil fünfzig oder noch mehr Leute das so sehen wollen.

Das Buch ist außergewöhnlich schlecht geschrieben – auch für ein Jugendbuch. Für mich ein Grund, auf Werke von Zafón in Zukunft zu verzichten. Sein letztes Werk war gut, doch wenn er, ohne rot zu werden, meint, seine frühen Ergüsse seien für ein Recycling auch heute noch gut genug, muß er diese Vorhaben künftig ohne meinen Obolus fortsetzen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenhaft, 25. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter (Gebundene Ausgabe)
Es ist mir völlig unverständlich, wie sich der Autor von "Der Schatten des Windes" dazu herablässt einen solchen Schund zu verfassen. Nicht nur der Plot ist vollkommen bescheuert - ein dunkler Schatten wird aus einem geschliffenen Flakon entlassen und wütet an der normannischen Küste - sondern auch die Sprache wimmelt nur so von Klischees und abgegriffenen Metaphern und Bildern. Die Liebesgeschichte ist ebenso platt und papieren wie die Seiten dieses Machwerks. Alles in allem rausgeschmissenes Geld und verschwendete Zeit. Ich rate allen Lesern ab, außer denen, die Groschenromane mögen.
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Der dunkle Wächter
Der dunkle Wächter von Carlos Ruiz Zafón (Gebundene Ausgabe - 23. November 2009)
EUR 17,95
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