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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer auf hoher See
Ich weiß nicht, ob ich je ein Buch über die Meuterei auf der Bounty gelesen hätte, wenn sich nicht gerade John Boyne der Geschichte angenommen hätte - ein Autor, den ich durch seine Bücher "Der Junge im gestreiften Pyjama" und "Das Haus zur besonderen Verwendung" sehr zu schätzen gelernt habe. So war ich auch auf "Der Schiffsjunge", sein...
Veröffentlicht am 20. Februar 2011 von Luna

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschung
Ich hatte mich auf dieses Buch sehr gefreut und bin doch ziemlich enttäuscht von dem, was ich da geboten bekam.

Worum geht es? Klar, um die Bounty und die Meuterei. Und um John Jacob Turnstile, der als Straßenjunge aufwächst und als Taschendieb und zukünftiger Stricher im Haus von Mr. Lewis lebt. Durch einen misslungenen Taschendiebstahl...
Veröffentlicht am 20. Juni 2012 von Latsi


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer auf hoher See, 20. Februar 2011
Ich weiß nicht, ob ich je ein Buch über die Meuterei auf der Bounty gelesen hätte, wenn sich nicht gerade John Boyne der Geschichte angenommen hätte - ein Autor, den ich durch seine Bücher "Der Junge im gestreiften Pyjama" und "Das Haus zur besonderen Verwendung" sehr zu schätzen gelernt habe. So war ich auch auf "Der Schiffsjunge", sein nunmehr 3. in Deutschland veröffentlichtes Buch, sehr gespannt.

Wir schreiben das Jahr 1787: Der 14jährige John Jacob Turnstile schlägt sich in den Straßen von Portsmouth als Taschendieb durch. Er wohnt im Haus eines gewissen Mr Lewis, der die missliche Lage heimatloser Jungen wie John gnadenlos auszunutzen weiß. Dieses Leben hat John zwar geprägt, dennoch ist kein verbitterter Charakter aus ihm geworden,eEr nimmt das Leben, wie es kommt. An einem Morgen kurz vor Weihnachten ändert sich dann jedoch alles: Turnstile wird bei einem Diebstahl erwischt und abgeführt. Doch er hat Glück im Unglück, denn der französische Gentleman, den er bestohlen hat, trägt ihm nichts nach, sondern ist ihm im Gegenteil sogar derartig wohlgesonnen, dass er mit dem Richter einen Handel schließt, der den Jungen vor einem Jahr Gefängnis bewahrt. Stattdessen kommt Turnstile auf Veranlassung seines Retters als Schiffsjunge an Bord der "Bounty" und sticht mit der Mannschaft unter Kapitän William Bligh in See. Diese Reise soll ein großes Abenteuer für ihn werden, an dessen Höhepunkt er bei der Meuterei mitten in der Südsee eine folgenschwere Entscheidung treffen muss.

Zu Beginn der Seereise passiert zeitweise eigentlich nicht wirklich viel. Dass das Buch trotzdem keine Sekunde langweilig wird, ist vor allem Boynes ungemein sympathischer Hauptfigur geschuldet. John Jacob Turnstile ist ein gewitztes Kerlchen, nie um eine Antwort verlegen und dabei doch eine ehrliche Haut. Aus seiner Sicht als Ich-Erzähler wird die Geschichte erzählt und dies geschieht auf eine recht kurzweilige Art und Weise, die dem Leser immer wieder ein Schmunzeln abringt. John Boyne gelingt es, seinen Protagonisten in herrlich humoristische Situationen zu bringen, zugleich scheut er aber auch die ernsteren Töne nicht, die besonders im Hinblick auf Turnstiles Vergangenheit immer mal wieder in den Fokus rücken.Und richtig spannend wird es dann natürlich ab dem Zeitpunkt der Meuterei ...aber ich will nicht zu viel verraten.

Alles in allem ein tolles Buch, das an die alten Abenteuer-Klassiker à la "Schatzinsel" oder "Robinson Crusoe" erinnert und sich vielleicht sogar durchaus daran messen kann. Einzig bin ich mir nicht sicher, ob ich "Der Schiffsjunge" in der heutigen Zeit unbedingt als "Jugendbuch ab 12" kategorisieren würde. Da haben sich die Trends und Interessen doch sehr verschoben. Sicher kann es Jugendliche ab 12 interessieren, ich würde es aber eher ab mindestens 14 empfehlen. Umso mehr denke ich, dass auch viele 'erwachsene' Leser ihre hellen Freude an dem Buch haben werden, die sich bitte von der Einordnung ins Jugendbuch-Genre keineswegs abschrecken lassen sollten.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wahre Geschichte der Meuterei auf der Bounty, 16. Februar 2011
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Jeder kennt die Geschichte der Meuterei auf der Bounty, weltberühmt die Geschichte um Kapitän Bligh der schon mit James Cook auf Reisen war und mit seiner Mannschaft in Richtung Kap der Guten Hoffnung segelte und von dort aus den Weg nach Tahiti einschlug um auf der Reise Pflanzen zu sammeln, ein handfestes wirtschaftliches Interesse der Krone stand dahinter, wollte man doch von einigen Importen unabhängig werden. Jeder kennt den verlauf in dem Fletcher Christian und ein Teil der Mannschaft Meuterei begingen, nachdem sie mehr als ein Jahr auf See waren und die Verschnaufpause für die Rückreise in der Südsee denkbar knapp ausfiel.

Was nun neu ist, ist der veränderte Blickwinkel, nachdem der Autor John Boyne Aufzeichnungen verarbeitet hatte die vom ehemaligen Schiffsjungen auf der Bounty stammen, hier wird die Geschichte aus einem völlig veränderten und sehr interessanten Blickwinkel neu aufgezeigt.

Ich war mehr als fasziniert, als ich die erste Stunde angehört hatte und freue mich auch über den gewählten Sprecher dieses Hörbuches, Florian Lukas, welcher es mit Leichtigkeit geschafft hat die Welt und die Sichtweise des Schiffsjungen der Bounty realistisch und glaubwürdig mit seiner Stimme zu transportieren.

Die Geschichte endet wie sie enden muss, natürlich gibt es die Meuterei und die Meuterer werden ausgesetzt, auf Pitcairn in der Südsee leben noch heute die Nachkommen unter Ihnen auch die Urenkelin Carol Christian von der ich einige sehr schöne Bilder habe die sie an Besucher verkauft.

Eine wunderbare Geschichte, wie gemacht auch um sie vorzulesen, falls man das Buch hat. Das Hörbuch hat aber in jedem Fall Suchtcharakter, denn es ist sowohl Abenteuer als auch Historiendrama und wird Jungen wie hoffentlich auch Mädchen wieder in den bann der Bounty schlagen. Dabei hoffe ich, dass Kinder heute die Bounty nicht nur als Schokoriegel mit Kokosfüllung identifizieren.

Ein außergewöhnlich gut gelungenes und sehr stimmiges Hörbuch das die Sichtweise eines 14jährigen Schiffsjungen der zwei Jahre auf der Bounty verbringt bestens herüber bringt und dabei mit seinen eigenen Eindrücken und zum Teil kritischen Meinungen nicht spart.

Sehr empfehlenswert!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschung, 20. Juni 2012
Ich hatte mich auf dieses Buch sehr gefreut und bin doch ziemlich enttäuscht von dem, was ich da geboten bekam.

Worum geht es? Klar, um die Bounty und die Meuterei. Und um John Jacob Turnstile, der als Straßenjunge aufwächst und als Taschendieb und zukünftiger Stricher im Haus von Mr. Lewis lebt. Durch einen misslungenen Taschendiebstahl gerät Turnstile vor Gericht und muss entweder ein Jahr ins Gefängnis oder zur See fahren - und zwar mit der Bounty. Er ist dort allerdings eben nicht Schiffsjunge, sondern persönlicher Bedienter des Kapitäns, und als solcher kommt er diesem recht nah, steht damit auf einer merkwürdigen Position zwischen Offizieren und Besatzung und wird im Laufe der Reise und der dramatischen Ereignisse erwachsen.

Soweit zum Inhalt. Das Buch ist spannend und lässt sich gut runterlesen - wenn man über all die kleinen Logikbrüche, Übersetzungsfehler und schlecht recherchierten Details wegsehen kann jedenfalls, die sich darin fröhlich tummeln. Ich konnte das nur schwer, und das hat mir die Lektüre ein wenig vergällt.
Der Autor nimmt sich teilweise doch einige Freiheiten mit der historischen Wahrheit heraus, verkürzt und verändert. Das ist an sich völlig in Ordnung, schließlich handelt es sich um einen Roman. Aber ich finde es (ganz besonders für ein Jugendbuch) doch wichtig und redlicher, wenn so etwas in einem Nachwort erwähnt wird. Wird es hier aber nicht.

Über die kleinen Unachtsamkeiten wie z.B. die ganz selbstverständliche Erwähnung von Walzer und Polka - im Jahr 1788 nichts, was man auf einem englischen Schiff beiläufig erwähnt hätte, weil diese Tänze damals noch neu und geradezu anstößig waren - hätte ich noch problemlos wohlwollend hinweggehen können, wenn nicht auch sonst offensichtlich schlampig und ohne Rücksicht auf Verluste und Logikbrüche aller Art geschrieben worden wäre. So wird u.a. an zwei Stellen vom Ich-Erzähler Turnstile über seine Herkunft berichtet und wie er in das Haus von Mr. Lewis geriet - und das sind zwei verschiedene Geschichten. Und wie erklärt sich die Tatsache, dass sich Turnstile, der nur zwei Abenteuergeschichten über China gelesen haben will in seinem Leben, von Anfang an ausgesprochen gewählt ausdrückt - Zitat: "Ich bin in Kontemplation versunken"? Oder überhaupt, dass er lesen und schreiben kann - mir ist nicht klar, wozu Mr. Lewis seinen Lustknaben das hätte beibringen sollen.

Ansonsten bleibt der Junge ziemlich blass, ist eigentlich nur dazu da, die Handlung möglichst genau mitzubekommen, weshalb er auch ständig an Türen lauscht und "zufällig" mitten hineingerät. Das wirkt dann ab einer gewissen Menge etwas gewollt.
Die anderen Charaktere sind teilweise recht flach: Christian ist ein intriganter Stutzer, Heywood ein gemeiner Mistkerl (wörtlich, Turnstile nennt ihn immer so), und daran ändert sich auch nichts.
Was mir recht gut gefallen hat, war allerdings die Darstellung Blighs, der zwar einerseits von Turnstile bewundert wird und sehr nett, klug und tapfer sein kann, andererseits aber auch an Stimmungsschwankungen und Wutausbrüchen leidet, die ihn ungerecht gegen seine Mannschaft werden lässt. Auch warum die Meuterei passiert, ist gut und ohne Schwarzweiß-Malerei dargestellt.

Insgesamt führten all die Logikbrüche und die schlechte Recherche aber doch dazu, dass ich das ansonsten wirklich spannende Buch nicht wirklich genießen konnte. Schade.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum gelungener Roman und Geschichtslehrstunde, 22. Juli 2011
Von 
¤nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Inhalt

Der vierzehnjährige John Jacob Turnstile, der unter der "Obhut" des
brutalen Mr Lewis in Portsmouth sein Leben als Taschendieb und Lustknabe
für reiche Herren fristet, wird bei einem Diebstahl erwischt und hat
die Wahl, entweder für 1 Jahr ins Gefängnis zu gehen oder als
persönlicher Diener des Kapitäns auf der Bounty zu arbeiten. Er
entscheidet sich für die Bounty und wird so zum Zeugen der berüchtigten
Reise nach Tahiti, von wo die Seeleute Früchte und Setzlinge des
Brotbaums mitbringen sollen. Das Schiff wird von Lieutenant William Bligh befehligt. Nach einer langen und teils recht stürmischen Reise gelangen
die Seeleute nach Tahiti, wo sie ein schönes Leben führen: viel
Freiheit, köstliche Nahrung und vor allem schöne, willige Frauen
versüßen ihnen das Leben.

Viele Mannschaftsmitglieder sind schließlich unwillig, Tahiti wieder zu
verlassen. Kurz nach der von Bligh durchgesetzten Abreise kommt es unter
der Leitung von Fletcher Christian
zur Meuterei. Bligh wird mit 18 loyalen Besatzungsmitgliedern, darunter
auch Turnstile, in einem Beiboot mit relativ wenig Proviant ausgesetzt.

Nun folgt eine 48-tägige Odyssee, geprägt von nagendem Hunger,
schrecklichem Durst und den gesundheitlichen Gefahren durch die
Witterung und durch unberechenbare Eingeborene auf den Inseln, die die
Ausgesetzten ansteuern, um ihren Proviant aufzustocken. Bligh gelingt
das Unmögliche, nur mit einem Kompass ausgerüstet, bringt er das Boot
nach Timor, von dort aus können die 13 Überlebenden nach England
zurückkehren.

Eigene Beurteilung

Die Handlung des Romans, die zum größten Teil zwischen 1787 und 1789
angesiedelt ist, wird vom Ich-Erzähler John Jacob Turnstile erzählt.
Turnstile ist die einzige fiktive Figur der Geschichte, alle anderen
Figuren segelten wirklich auf der Bounty. Hier kann man Weiteres über ihren Werdegang nachlesen.

John Boyne, der offensichtlich sehr gründlich recherchiert hat
(bibliographische Angaben hinten im Buch), zeichnet ein anderes Bild von
William Bligh als man es aus den Verfilmungen kennt, die ihn als
grausamen Befehlshaber darstellen, gegen den zu Recht aufbegehrt wurde.
Bligh war diszipliniert und äußerst pflichtbewusst, aber unter seinem
Kommando gab es wesentlich weniger Disziplinarmaßnahmen als auf anderen
Schiffen seiner Zeit. Auch in anderer Hinsicht war er fortschrittlich,
er führte drei Schichten ein, sodass die Matrosen längere Ruhepausen
hatten und er achtete besonders auf Hygiene und sorgte dafür, dass seine
Leute nicht an Skorbut erkrankten.

Dennoch wird er nicht als Heiliger dargestellt. Ab und zu ist er
cholerisch und trifft unkluge Entscheidungen. Sein Vorgehen, den
Matrosen auf Tahiti vorher in Aussicht gestellt Vergünstigungen zu
beschneiden, dürfte maßgeblich zu deren Unzufriedenheit beigetragen
haben.

Die Sprache des Romans ist humorvoll, der junge Turnstile ist zwar nicht
gebildet, hat aber ein Talent zum Erzählen und bietet viel Anlass zum
Schmunzeln. Am Anfang musste ich mich allerdings etwas in seinen Stil
einlesen.

Insgesamt ist das Buch in fünf Teile unterschiedlicher Länge
untergliedert, wobei der vierte Teil, der die 48 Tage im Beiboot
umfasst, die kein Seemannsgarn sind, sondern faktengetreu erzählt werden
(anhand von Blighs Logbuch), unglaublich fesselnd und erschütternd
sind. Auf zwei Seekarten vorne im Buch kann man den Weg der
Leidgeprüften verfolgen.
Dieses Buch möchte ich wärmstens weiterempfehlen, selten hat mich ein Roman so berührt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen John Jakob und die Meuterer, 20. Februar 2011
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Wußtest Ihr, dass der Fischer Verlag eine eigene "Abteilung" für Jugendbücher hat?
John Boyne ist der Autor des Buches, welches ich euch heute vorstellen möchte. Man kennt ihn ganz sicher vom Jungen mit dem gestreiften Pyjama. Heute hat er sich mit der Meuterei auf der Bounty beschäftigt und dazu ein äußerst spannendes und lesenswertes Buch für Jugendlich (und auch Erwachsene) geschrieben.

Inhalt:
=====

Die Meuterei auf der Bounty kennt sicher fast jeder von uns, nicht nur, aber auch von den zahlreichen filmischen Umsetzungen. Boyne hat sich mit dieser Thematik in einem Jugendbuch auseinander gesetzt.

Wir befinden uns im Jahr 1787 in Portsmouth. Der 14jährige John Jacob Turnstile ist ein gewiefter Taschendieb und auch anderen Gaunereien nicht abgeneigt, um es vorsichtig auszudrücken. Aber eines Tages kommt er nicht davon, er wird erwischt und kommt als Schiffsjunge auf die Bounty statt ins Gefängnis, was ist besser ???

Kapitän auf der Bounty ist Bligh. Sie segeln Richtung Südsee. Ihre Aufgabe ist es, auf Tahiti Setzlinge des Brotfruchtbaumes einzusammeln. Man weiß, wie die Geschichte weiter- und ausging.

Auf Grund der brutalen Strenge des Kapitäns bricht die wohl bekannteste Meuterei der Geschichte der Seefahrt aus. Auf dem umfangreichen Tatsachenmaterial der britischen Admiralität wurde das Thema aufgearbeitet.

Boyne erzählt die Meuterei und wie es dazu kam und alle anderen Geschehnisse auf der Sichtweise des Schiffsjungen John Jacob. Diese SIchtweise ist eine ganz andere, als man sie von der Meuterei und dem Klassiker von Charles B. Nordhoff und James N. Hall. Ist es Wahrheit oder Legende? Der Junge John hat im Kapitän einen Vaterersatz gefunden und sieht in ihm nicht den Tyrannen, den die Crew in ihm sieht. Was hat sich aus Sicht dieses Jungen tatsächlich zugetragen? Auf welcher Seite steht Turnstile, als die Meuterei beginnt?

Gliederung:
=========

1. Teil: Das Angebot
2. Teil: Die Reise
3. Teil: Die Insel
4. Teil: Das Boot
5. Teil: Die Rückkehr

Gestaltung:
=========

Auf der ersten Doppelseite, bevor das Buch losgeht, findet man eine Karte von der Reiseroute der Bounty. Die nächste Doppelseite zeigt eine Karte der Reiseroute des Beibootes der Bounty.

kurze Leseprobe:
==============

"Nein, Sir. Ich meine vielmehr, dass Mr Nelson eines nahen Tages in diese Hütte kommen und Euch mitteilen wird, der Otaheite-teil unserer Mission sei beendet. Und dann, Sir, werdet Ihr sehr wahrscheinlich Befehl geben, die Zelte abzubrechen, die Habseligkeiten einzupacken und aufs Schiff zurückzukehren."
"Dann heißt es Anker lichten udn Otaheite Lebewohl sagen", steuerte Mr Elphinstone wenig hilfreich bei.
Mr. Bligh nickte, und ein Lächeln lief über sein Gesicht. Er schaut zu mir, der ich den Eindruck zu erwecken suchte, als plättete ich emsig seine Uniform. ...

TIPP:
====

Wer sich für das Thema interessiert, dem lege ich diesen link ans Herz:

[...]

meine Meinung zum Buch:
=====================

Ich finde die Idee, diese bekannte Meuterei aus einem ganz anderen Blickwinkel und für Jugendlich zu schreiben, optimal.

Die Umsetzung ist exzellent geglückt. Ich habe es genossen dieses Buch - obwohl mehr als 600 Seiten - innerhalb weniger Tage zu lesen. Boyne schreibt total spannend und zu Herzen gehend.

Die Aufarbeitung der historischen Geschichte, ob wirklich passiert oder "nur" Legend sei dahingestellt, ist perfekt gelungen. Schön ist es sicher, wenn man im Vorfeld den Klassiker der Meuterei gelesen oder einen der Filme geschaut hat, dann fühlt man sich gleich heimisch auf der Bounty, aber dieses Buch ist eine abgeschlossene Geschichte und kann auch separat gelesen werden. Die handelnden Personen wurden vom Klassiker übernommen.

Das Verständnis ist optimal gegeben und der rote Faden, der sich durch die gelungene Handlung, die überhaupt nicht abstrakt, sondern sehr realistisch rüberkommt, zieht sich durch das gesamte Buch, welches von Beginn bis Ende spannend ist. Inhaltlich ist das Buch mit seiner Handlung für meine Begriffe sehr hochwertig. Immer wieder passieren Dinge, die den Leser an der Handlung festhalten, die man als Leser auch ohne Probleme nachvollziehen kann. Den Kapitän bekommt man in einer ganz anderen Form zu Gesicht, als Menschen und nicht nur als Tyrannen. Ich finde die Umsetzung bestens gelungen. Es ist ein Abenteuerroman von besonderer Güte entstanden, den es echt lohnt, gelesen zu haben.

Die Charaktere sind sehr bildhaft und auch die Geschehnisse werden perfekt beschrieben. Oft ist die wörtliche Rede verwendet worden, sodass man sich sehr intensiv in der Handlung wiederfindet.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was geschah "wirklich"?, 17. Februar 2011
Von 
CharO (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
- "Kapitän, Ihr seid der Kommandant des Schiffs, und ich werde eure Befehle natürlich befolgen", erwiderte er geschlagen. "Das werdet ihr allerdings", gab der Kapitän zurück, was mir ungehobelt vorkam, da Mr Fryer ihm höflich geantwortet hatte. Auch kam ich nicht umhin, die amüsierte Miene von Mr Christian zu bemerken, und wunderte mich darüber. -

John Jacob ist ein vierzehnjähriger Junge, der in Portsmouth lebt und sich seinen Lebensunterhalt mit kleinen Diebstählen sichert. Am Tag geht er auf die Suche nach potenziellen Opfern und entwendet ihnen die Geldbörse, wertvolle Taschentücher oder Taschenuhren. Seinen Verdienst muss er am Abend bei Mr Lewis abgeben, der ein Haus für Jungen unterhält, die keine Familie mehr haben oder von ihrer Familie verstoßen wurden. Der raffgierige und skrupellose Hausherr unterhält aber auch noch ein Bordell, in dem die Knaben ab einem bestimmten Alter arbeiten müssen. Da sie häufig schon in jungen Jahren zu Mr Lewis gekommen sind, hatte er ausreichend Zeit sie gefügig zu machen und ihnen zu vermitteln, dass sie dankbar sein sollten. John hat bisher auch noch nicht darüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre zu fliehen. Doch als eines Tages ein Diebstahl nicht wie geplant abläuft, verändert sich ganz ungewollt sein Leben.

Zunächst hatte er sich mit einem galanten Herren unterhalten, den er schon häufiger beim Kauf von Büchern beobachten konnte. Bisher traute er sich jedoch nicht ihn zu bestellen. Das sollte aber nun geschehen und zunächst war das Entwenden der Taschenuhr auch gelungen. Weit kam der Dieb allerdings nicht. Er wurde verhaftet und obwohl sich der Bestohlene, aufgrund von einer gewissen Sympathie, für Jacob einsetzte, brachten ihn die Polizisten vor ein Gericht. Da er dem Richter als Wiederholungstäter bekannt war, erhielt er eine Gefängnisstrafe von zwölf Monaten.
Der junge Jacob hätte am liebsten mit dem Weinen begonnen, wollte aber stark sein.
Da sich der bestohlene Mann bei dem Richter noch einmal für den Jungen eingesetzt hatte, erhielt er die Chance seine Haftstrafe gegen eine Arbeitsstelle auf einem Schiff einzutauschen. Allerdings würde er dann auf unbestimmte Zeit England verlassen. Er willigte trotzdem ein.

Der Auslauf der Bounty stand kurz bevor und der Kapitän hatte durch einen Unfall seinen Diener verloren. John sollte ihn ersetzen und wurde somit zu einem Begleiter von William Bligh, der den königlichen Auftrag erhielt, auf Tahiti Stecklinge des Brochtfruchtbaumes zu züchten. Anschließend sollte die Ladung zu den Antillen gebracht werden.
Der Rest der Geschichte ist bekannt. Oder doch nicht? Wie hat Jacob die Geschichte erlebt? Was hat er von den Meuterei-Plänen gewusst? Vielleicht war die Situation gar nicht so klar, wie sie uns heute erscheint?

John Boyne hat die gut recherchierten geschichtlichen Grundlagen mit einer Prise Fiktion gewürzt und eine spannende und unterhaltsame Geschichte kreiert. Jacobs Erzählung lässt die Ereignisse in einem ganz anderen Licht erscheinen, gibt aber auch den einzelnen Figuren ausreichend Raum, ums ich zu entfalten. Sie werden umfangreich charakterisiert und ihre Handlungen werden nachvollziehbar beschrieben. Dabei überschreitet der Erzähler aber nie seinen eigenen Handlungsrahmen. Er ist nicht allwissend, sondern nur eine Art Reporter und kann deshalb auch nur das berichten, was er gehört und gesehen hat. Seine Gedanken und Gefühle berichtet er zwar, scheint sie aber nicht zu nutzen, um die Geschichte zu verfärben. Sie stehen sozusagen außerhalb der eigentlichen Handlung.
Die Sprache ist dabei klar, verständlich und nicht zu kindlich. Für einen Jugendroman fand ich sie sehr angemessen.
Und das Ende ist einfach wunderbar!

Einzig zwei Aspekte habe ich negativ wahrgenommen. Erstens wird die Herkunft Jacobs zweimal unterschiedlich beschrieben. Und dabei kann es sich nicht um ein Stilmittel handeln, da er beide Male selbst und in keinem außergewöhnlichen Zusammenhang berichtet. Zweitens treten zum Ende hin einige Wiederholungen auf. Spätestens nach der dritten Nennung kennt man den Namen des toten Seemanns. Dieser muss nicht alle Nase lang wiederholt werden. Aber darüber konnte ich im Endeffekt hinwegsehen.

Fazit: Ein gelungener und spannender Jugendroman, der entgegen dem Trend ganz ohne Vampire und Zombies auskommt.
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4.0 von 5 Sternen Auf den Spuren einer Meuterei..., 20. Januar 2014
Von 
Das Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten. Die Meuterei auf der Bounty im Jahre 1789 hat schon viele Autoren Anregung für eigene Werke gegeben. John Boyne versucht die schicksalhafte Fahrt aus dem Blickwinkel von John Jacob Turnstile nachzuzeichnen. Der fiktive 14 jährige Turnstile gelangt durch Zufall auf die Bounty in die Position des Kapitändieners und wird Zeuge zahlreicher Begebenheiten, die sich zwischen 1787 und 1789 auf dem Schiff und später nach der Meuterei im Beiboot zugetragen haben sollen.

"Der Schiffsjunge" ist gut zu lesen und zieht den Leser schnell in den Bann einer Schiffsgeschichte, die auch heute noch viele Menschen fesselt. Allerdings fehlt aus meiner Sicht ein Nachwort, wo kurz auf die geschichtlich belegbaren Begebenheiten eingegangen wird. Für einen Leser, der sich nicht im Detail mit der Meuterei auf der Bounty auskennt, ist es schwer zwischen Fiktion und gesicherten Tatsachen zu unterscheiden. Daher finde ich den Untertitel "Die wahre Geschichte der Meuterei auf der Bounty" etwas unglücklich. Positiv anzumerken ist die Grafik über den Verlauf der Seereise, die eine sinnvolle Ergänzung zum Roman darstellt.

Insgesamt bewerte ich den Roman "Der Schiffsjunge" mit vier von fünf Sternen.
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3.0 von 5 Sternen Spannend aber mit Mängeln, 3. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zwar wird versucht, die Charaktere aus anderer Sicht zu beschreiben, doch bleibt vieles Stückwerk. Auf logische Zusammenhänge wird wenig Wert gelegt. So wird mit keinem Wort erwähnt, welche Gegenstände mit an Bord des Beiboots genommen wurden. Laut Ablauf der Meuterei gar keine. Und später taucht dann doch Logbuch, Rum und Speere auf. Aber ansonsten schön zu lesen.
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5.0 von 5 Sternen In einem Rutsch, 12. Juni 2013
Von 
Jochen Celler "Saltydog" (Mülheim/Ruhr Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das war seit langem endlich mal wieder ein Buch, das ich in einem Rutsch auslesen wollte, was aufgrund der Seitenzahl aber nicht möglich war. Kurzweilig, pfiffig, rundherum gelungen! Einfach lesen!
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5.0 von 5 Sternen sehr zufrieden, 23. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schiffsjunge: Die wahre Geschichte der Meuterei auf der Bounty (Taschenbuch)
Eins der besten Bücher die ich je gelesen habe. Trotz der hohen seitenzahl und zwei Kindern im Haushalt innerhalb von kürzester Zeit gelesen.
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Der Schiffsjunge: Die wahre Geschichte der Meuterei auf der Bounty
Der Schiffsjunge: Die wahre Geschichte der Meuterei auf der Bounty von John Boyne (Taschenbuch - 12. Dezember 2013)
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