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5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert! Unbedingt lesen!, 4. Oktober 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: So voller Wut (Gebundene Ausgabe)
Nach einem Amoklauf kann man förmlich die Uhr danach stellen, wann die ersten Trittbrettfahrer mit Amoklauf-Drohungen in Aktion treten. Menschen voller Minderwertigkeitsgefühle und aufgestauter Wut werden plötzlich gewahr, wie einfach es sein kann, kurzzeitig von ihrer Umwelt wahrgenommen zu werden. Oder aber Menschen, die sich einen Jux machen wollen und sich durch die Berichterstattung über den Amoklauf oder andere Amokdrohungen inspiriert fühlen, Angst zu verbreiten. Auch naive Oberflächlichkeit, "Langeweile" und fehlende Reflektion darüber, was eine solche Tat nach sich zieht, können Motive sein. Trotzdem darf man mit gewisser Erleichterung feststellen, dass außer Verunsicherung, großer Besorgnis, empfindlicher Strafen, sowie sehr hoher Kosten, die auf den jeweiligen Trittbrettfahrer zukommen, eine solche unverantwortliche, dumme Tat in der Regel keine weiteren Folgen hat.

Im neuen Buch von Pete Smith "So voller Wut" führt eine solche Tat, ein "Scherz", wie sich im Nachhinein herausstellen wird, zwar nicht ursächlich, jedoch verstärkend zu weit furchtbareren Folgen. "Wenn schon die Ankündigung eines Amoklaufs ein derartiges Aufsehen erregt..." lässt Pete Smith im fiktiven Online-Tagebuch den späteren Amokläufer, der sich nach einem japanischen Samurai Ronin nennt, sagen, "..., wie groß wäre dann wohl der Ruhm jenes Kriegers, dessen Tat keiner öffentlichen Ankündigung bedarf...?"

Anhand der Chronologie eines nicht nur angekündigten Schul-Amoklaufs, lassen sich hier viele publizierte prototypische Faktoren identifizieren, die schließlich zur Umsetzung des schrecklichen Amoklaufs führen. Und in der Tat scheinen Menschen, die zu Amokläufern werden, oft ähnliche Vorlieben und Persönlichkeitsmerkmale miteinander zu vereinen.
Der verantwortungsvolle Klassenlehrer Kellerhoff an einer Frankfurter Schule ändert, nachdem sich die Drohung eines Amoklaufs als Scherz herausgestellt hatte, kurzfristig das ursprüngliche Unterrichtsthema und gibt seiner Klasse als Hausaufgabe auf, sich über die Motive eines Amoktäters Gedanken zu machen. Die Schüler zählen Merkmale wie Einzelgängertum, bürgerliche Herkunft, Intelligenz oder beispielsweise eine Vorliebe für Horrorvideos auf. Kellerhoff ermahnt später seine Schüler, wachsam zu sein und nicht weg zu schauen und endet mit dem Satz: "Oft kann den Betroffenen geholfen werden, bevor sie sich und andere ins Unglück stürzen."

Hier wird die Intention von Pete Smith deutlich. Er will keine reißerische Geschichte erzählen, sondern sensibilisieren für mehr Aufmerksamkeit zum einen und zum anderen - indem er uns durch das Online-Tagebuch des späteren Täters an dessen Gedankenwelt Anteil nehmen lässt - für die möglichen psychosozialen Ursachen einer solchen Amoktat. Es bleibt nur ein Versuch der Annäherung, eine Skizze, doch mehr kann und sollte es im Rahmen eines Jugendbuchs auch gar nicht sein.

Pete Smith lässt die Tat nicht aus. Ganz im Gegenteil. Er beschreibt sie so, wie wir sie aus den Nachrichten erahnen: brutal, blutig, voller ohnmächtiger Augenblicke und furchtbar traurig. Vielleicht wird ihm der eine oder andere diese Konsequenz vorwerfen, doch ist Pete Smith dafür nicht verantwortlich zu machen. Die Worte freilich sind seine eigenen: stark, sehr bildhaft, allerdings auch in keiner Weise überzogen. Die Konsequenz rüttelt auf und ermahnt uns Erwachsene, uns Jugendliche, genau hinzuschauen und rechtzeitig einzuschreiten, bevor wir wieder ohnmächtig nach dem "Warum" fragen müssen.

"So voller Wut" ist auch eine zarte jugendliche Liebesgeschichte zwischen Jasmin und Jamal, die schicksalhaft verwoben ist in die Tat des Amokläufers. Als Jasmin für ein Wochenende für ihren "Scherz" vom Richter als abschreckendes Beispiel ins Gefängnis nach Gelnhausen geschickt wird, leidet Jamal sehr heftig mit ihr. Die enge Verbundenheit zwischen den beiden bleibt dem späteren Amokläufer - der sich auch Jasmin verbunden fühlt - nicht verborgen, und räumt ihnen einen Platz in seiner verzweifelten und verwirrten Gedankenwelt ein.
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5.0 von 5 Sternen Ein echter Pageturner, 25. September 2010
Rezension bezieht sich auf: So voller Wut (Gebundene Ausgabe)
' ist der Roman 'So voller Wut' von Pete Smith.
Der Roman erzählt die Geschichte eines angekündigten Amoklaufs. Die Hauptprotagonisten sind der Frankfurter Gymnasiast Jamal und der Verfasser eines Online-Tagebuchs, 'Ronin'.

Jamal ist ein ganz normaler Junge, weder besonders beliebt noch unbeliebt. Seine Freundin Jasmin ist es dann, die, aus der Langeweile heraus, gemeinsam mit ihrer Freundin Thea eine Amok-Drohung verschickt. Panik bricht aus, Polizei und Rettungskräfte setzen sich in Bewegung und schließlich landen Jasmin und Thea vor Gericht, und während Jamal mit Jasmin mitleidet, die durch den Boulevard nur noch als Miss Amok bekannt ist, bemerkt niemand die Gefahr, die vom Ronin ausgeht. Denn während er im Internet mit allem und jedem gnadenlos abrechnet, nimmt in seinem Kopf ein Plan Gestalt an. Sieben Zeichen will er der Welt hinterlassen, um zu zeigen wer er war.

'So voller Wut' ist ein ungemein authentisches und eindringliches Werk, das vollkommen ohne reißerische Elemente auskommt. Mit ruhiger Sprache in angenehm kurzen Kapiteln erzählt Pete Smith die Geschichte Jamals und Jasmins, sowie des Ronins, die ihren Höhepunkt in seinem unglaublich intensiven Ende erreicht.

Die zwei Perspektiven des Romans sorgen dafür, dass der Leser einen Eindruck vom großen Ganzen bekommt und die Handlungen aller Figuren logisch nachvollziehen kann, ohne dass der Autor sich in unendlichen Gedankenmonologen ergehen muss.

'So voller Wut' ist eine Geschichte voller Emotionen, die es nicht zulässt, dass man sie aus der Hand legt, bevor man sie fertig gelesen hat. Ohne Zweifel reicht dieses Buch an ähnliche Romane mit der gleichen Thematik, wie Morton Rhues 'Ich knall euch ab' heran, übertrifft sie aus meiner Sicht sogar.

In zwei Worten: UNBEDINGT LESEN!
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5.0 von 5 Sternen Chronik eines Amoklaufs, 26. Oktober 2009
Von 
S. Leo (Solingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: So voller Wut (Gebundene Ausgabe)
Dem Jungen Jamal geht es gut. Er ist beliebt, hat nette Eltern und eine hübsche Freundin namens Jasmin. Jedoch bricht für ihn eine Welt zusammen, als Jasmin in das Jugendgefängnis muss, weil sie mit einer Freundin zusammen aus Spaß eine Amoklaufdrohung an alle Schulen in Frankfurt versendet hat. Plötzlich ist Jasmin das Hauptthema der Schule und der Medien. Manche sind empört über das, was sie getan hat und manche halten zu ihr wie zum Beispiel Jamal. Weil alle nur auf Jasmin fokussiert sind, bemerkt keiner die eigentliche Gefahr, die von dem Verfasser eines Online-Tagebuches ausgeht. Der Verfasser, der sich Ronin nennt, erzählt im Internet von seinem schlimmen Leben und erzählt, dass die Welt eines Tages alles bereuen wird. Und gerade Jasmin bringt ihn auf eine schlimme Idee. Und als er nun endlich bemerkt wird, ist es zu spät.

Zuerst dachte ich, das dies ein normales Buch über einen Amoklauf ist. Aber Pete Smith erzählt die Geschichte so realistisch und packend, dass ich gar nicht mehr von dem Buch weg gekommen bin. Nach dem großen Amoklauf in Winnenden machen sich viele Schulen Sorgen, ob ihnen so was auch passieren könnte. Pete Smith erzählt die Chronik eines Amoklaufes perfekt. Ich empfehle das Buch für Leser ab 13 Jahren und vergebe 5 Sterne.

Christopher K. (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de
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So voller Wut
So voller Wut von Pete Smith (Taschenbuch - 23. Februar 2012)
EUR 6,99
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