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Kundenrezensionen

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am 9. Juli 2003
Nur 100 mager bedruckte Seiten, aber die Geschichte eines jüdisches Jungen und seines Freundes Monsieur Ibrahim, Kramladenbesitzer im jüdischen Viertel von Paris, liefert - Freude. Weil sie so gut und stringent erzählt ist. Weil die Parabel, obwohl sie schnell zu durchschauen ist, so schöne Haken zwischen Verzweiflung und Freude schlägt. Weil sie vom Lächeln handelt und von der Toleranz zwischen den Religionen, von Straßenstrich und Diebstahl, von Tagen am Meer und dem Tanz mit Sufi-Mönchen.
"Ibrahim und die Blumen des Koran" gehört zu den Büchern, die man nur einmal lesen muss: Sie brennt sich ins Gedächtnis, auf ganz sanfte Art, und steht dort für all jene Tage zur Verfügung, an denen man die Welt widerwärtig findet . Als Heilmittel gegen schwarzen Frust.
Kindisch? Mag sein, aber dann ist auch "Der kleine Prinz" von Saint-Exupery kindisch, und das will doch wohl niemand behaupten ...
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am 13. August 2006
Ja, manchmal verhält sich Moses etwas unkonventionell. Er versucht erwachsen zu sein, seine Probleme als Erwachsener zu verabeiten. Er geht zu den Dirnen, verdrängt seine Mutter und diesen ominösen Bruder Popol, von dem in schwärmerischen Worten der Vater erzählt, ist ein kleiner Finanzier, auch wenn er dafür Monsieur Ibrahim beklauen muß...doch eigentlich ist er nur ein kleiner Junge, der sich allein fühlt und sich eine Familie wünscht. Die findet er in Monsieur Ibrahim. Lebensweisheiten und eine ihm ungekannte Leichtigkeit entspringen aus diesem "Araber" in der Rue Bleu. Moses findet das Glücklichsein wieder. Und als sich der Vater umbringt, adoptiert der Araber den jüdischen Jungen und irgendwie ist diese seltsame Konstellation (gerade heute)das Letzte, an die beide denken. Sie lieben sich einfach.

Es ist ein nettes Buch, keine großartige Literatur (auch wenn man manchmal zwischen den Zeilen erstaunliches entdeckt), aber ein leichtes Buch, das man einfach gelesen haben sollte. Schließlich sind schwere Schinken nicht unbedingt ein Markenzeichen für Klassiker.

Lassen sie sich einfach mal von so einem kleinen Büchlein wie diesem hier betören!
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am 16. Februar 2004
Kam gestern aus Paris zurück und las auf der Reise dieses Buch im Original. In einem Rutsch, was für mich selbst bei dünnen Büchern ungewöhnlich ist.
Mit "nicht blumig" will ich sagen, dass Schmitt es mit diesem Büchlein schafft, eine wunderbare Geschichte auf gar nicht vielen Seiten zu erzählen, die von tiefgreifendem und philosophischem Inhalt ist, und das auf eine Art, die Gott sei Dank weit von dem Gesülze eines Coelho-Alchimisten (Pseudo-Weisheiten mit dem Holzhammer) entfernt ist.
Die Sprache ist einfach, geradlinig, aber dennoch poetisch. Es gibt auch einige wirklich komische Stellen und vieles, was zum Nachdenken anregt.
Dass es im Buch entgegen dem Titel kaum um den Koran selbst als vielmehr um allgemeine Ethik bzw. Weisheit geht, ist doch gerade in der heutigen Zeit der Diskussionen um Islam, Fundamentalismus und Extremismus erfrischend, da man sieht, dass nicht jeder, der den Koran gut kennt, gleichzeitig ein Bösewicht ist.
Ein Buch, das nachdenklich, traurig, aber auch hoffnungsvoll und wohltuend zugleich ist.
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am 4. Januar 2004
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Normalerweise schreibe ich ja keine Rezensionen, ohne vorher fürs Thema einige Hintergrundinfos recherchiert zu haben, doch hier folgt im Affekt nun die sprichwörtliche Ausnahme von der Regel.
Gerade bin ich aus der Badewanne gestiegen, in der ich mir in der letzten Stunde diesen kleinen Geheimtip hier zu Gemüte geführt habe, und ich muss wirklich zugeben, mich danach selten innerlich und äußerlich wärmer gefühlt zu haben. Die Geschichte vom kleinen Momo und seiner Freundschaft zu einem arabischen Kolonialwarenverkäufer enthielt trotz seiner Kürze genügend Anregungen, um mich übers eigene Selbst nachdenken zu lassen. Das Gefühl hat mir Spaß gemacht, die Welt für einen kurzen Moment durch die Augen des kleinen Hauptprotagonisten und die seines Menthors so klar zu sehen, wie ich mir das im realen Leben eigentlich 24 Stunden am Tag wünsche. Das manch einer das Buch als undifferenzierte Werbung für den Koran sehen mag, ist vielleicht verständlich, doch ich bin der Meinung, dass die Weisheiten darin alles andere als glaubensbezogen sind. Vielmehr handelt es sich um die Dinge, nach denen wir uns im Leben doch eigentlich alle sehnen und die dementsprechend auch in jeder anderen Weltreligion verankert sein dürften. Obwohl ich weder philosophische, existenzialistische noch esoterische Bücher lese, hat mir diese kleine warmherzige Geschichte hier mal wieder echt gut getan. Darum möchte ich "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" auch vor allem Leuten wie mir empfehlen, die normalerweise anderer Literatur zugetan sind, aber dennoch etwas Denkstoff und Herzwärme gebrauchen können. Gerade jetzt zur kalten Jahreszeit. :-)
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am 30. Dezember 2002
Eine wunderbar leichte, heitere und liebenswerte Erzählung ist die Geschichte von Monsieur Ibrahim und seinem Ziehsohn Moses. In allen Lebenslagen weiß Monsieur Ibrahim Rat für den einsamen , sich selbst überlassenen Sohn eines schwermütigen Rechtsanwalts: ob es ums Klauen, um die Liebe oder um das Fahren ohne Führerschein geht.Nicht Araber und nicht Jude sein ist hier das Thema über alle Vorurteile hinweg ,sondern ganz eigene Kriterien gelten für das Dasein dieser beiden Hauptprotagonisten.
Das Buch liest sich unbeschwert, so wie die ganze Geschichte eine gewisse Leichtigkeit des Seins erkennen läßt; gleichwohl sind die übermittelten Lebensweisheiten nicht oberflächlich oder gar unernst.
Ich habe das Buch schnell und gerne gelesen und kann es sehr empfehlen!
Claudine Borries
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am 3. Juni 2003
Es ist mal ein ganz anderes Buch. Man könnte es zwar "zwischendurch, mal auf die Schnelle" lesen, da es nur 100 Seiten hat, aber man sollte sich schon mit diesem Buch befassen.
Momo der kleine jüdische Junge wurde kurz nach der Geburt von seiner Mutter verlassen und lebt seitdem mit seinem absolut pessimistischen und ruhigen Vater zusammen. Er ist für den Haushalt zuständig und kümmert sich um alles. Mit der Zeit beginnt er sich mit dem "Araber" Monsenieur Ibrahim anzufreunden. Es entstehen kurze aber prägnante Gespräche zwischen den beiden über Religion, Menschen etc. Die Geschichte ist einfach zu lesen und regt sehr zum nachdenken an. Es ist schon auf gewisse Weise ein philosophisches Buch. Elke Heidenreich hat in ihrer Sendung dieses Buch empfohlen und ich bin froh, das ich es gelesen habe. Der Preis ist zwar ziemlich hoch, er lohnt sich aber !!!!!!! Das muss man wirklich gelesen haben. Und man kann es auch getrost nochmal lesen. Sehr gut !!!! Freue mich schon auf das zweite Buch dieses Autors, welches im August erscheint !
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am 19. Oktober 2015
Ich habe mir das Buch zugelegt, weil es seinerzeit von Elke Heidenreich empfohlen wurde ... und ich habe es nicht bereut! Es präsentiert sich eine einfache Geschichte mit einfachen Menschen, in der letztlich aber viel mehr steckt, als man so auf den ersten Blick wahrnimmt ..
Es ist, als würde man dem Erzähler gegenübersitzen, mit ihm Tee trinken und seiner Erzählung lauschen ...
Ein bezauberndes Büchlein, das ich mit Sicherheit noch öfter in die Hand nehmen und lesen werde!
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am 23. August 2007
Dieses Hör-Buch ist ein kurzes, aber dafür exzellentes!

Worum geht es? Der erste Teil ist eher traurig. Momo lebt mit seinem Vater, einem humorlosen, hochneurotischen, grauen Rechtsanwalt ohne Lebensfreude alleine zusammen. Die Mutter hat sich vor Jahren von ihrem Mann getrennt. Momo kocht jeden Tag für den Vater und kauft im Laden von M. Ibrahim ein. Nebenbei wird ab und zu das Bordell besucht und der Junge mit der körperlichen Liebe vertraut gemacht. Lange Zeit glaubt Momo, M. Ibrahim merkt seine kleinen Diebstähle im Laden nicht, mit denen er seine erotischen Abenteuer finanziert, aber dann spricht ihn M. Ibrahim an und es entwickelt sich zunächst ein Frage/Antwort Spiel, dann Zutrauen und schließlich Freundschaft. M. Ibrahim erteilt Momo Unterricht in allgemeiner Lebenshilfe und gibt wertvolle Hinweise, wie man einfacher mit seinen Mitmenschen klarkommt, dabei beruft er sich oft auf seinen Koran. Als der Rechtsanwalt arbeitslos wird und schließlich Momo verlässt, ist M. Ibrahim seine einzige Stütze. Der Vater begeht Selbstmord und M. Ibrahim zögert nicht, Momo zu adoptieren. Der geschickte Umgang mit den Behörden ist wiederum ein Beispiel für die Lebenserfahrung von M. Ibrahim.
Nun, im zweiten Teil fängt die Sonne an in Momos Leben zu strahlen. Momo und M. Ibrahim sind glücklich und für Momo ist es das erste Mal, sich geliebt fühlen zu dürfen. Sie kaufen sich ein Auto und entdecken die Welt neu. Letztendlich machen sie sich auf den Weg zu M. Ibrahims Geburtsort. Dort angekommen, verstirbt M. Ibrahim, aber er hat seine Lebensziele erreicht und scheidet als glücklicher Mensch.
Im dritten Teil, kehrt Momo zurück und fängt an, ebenfalls ein Lebensmittelgeschäft zu betrieben. Dabei strahlt er die Gelassenheit, Weltoffenheit und Weitsicht seines Lehrers aus und wird selbst zu einer Art Ibrahim. Ob auch er seinen Momo finden wird?

Fazit : Eine sehr schöne Geschichte, die man nicht vergisst. Gesamturteil: besonders empfehlenswert!
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am 24. Juli 2015
Für mich ist diese Erzählung ein einziges Lächeln, das tief aus der Seele kommt. Die Weisheit eines durch und durch positiven alten Mannes und seine Liebe zu dem Jungen, der viel zu früh Verantwortung tragen muß geht weit über die Verständigung verschiedener Religionen hinaus.
Es ist Menschlichkeit in ihrer schönsten und reifsten Form.
Ein tief empfundener Dank dem Autor!
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TOP 500 REZENSENTam 28. März 2014
"Ungefähr zu dieser Zeit lernte ich Monsieur Ibrahim kennen. Monsieur Ibrahim war schon immer alt."

Man würde bei diesem Buch eigentlich nicht von einer Geschichte reden. Zu viel ausgespart und nicht verdeutlicht, manches ist zu rasant und sprengt die Idee einer konsequenten Erzählung, anderes kommt einem vielleicht etwas seltsam vor, weil es ohne wirkliche Vorbereitung oder Herleitung geschieht. Wer ein Werk filigraner Erzählkunst sucht, der ist dann mit diesem Buch auch eher weniger gut beraten.

Doch jedes Werk sollte im Zuge seiner Möglichkeiten, seiner Augenblicke des Gewahrwerdens von Schönheit beurteilt werden.

"Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" hat viel von einem Märchen. Es ist voller kleiner Lebensweisheiten und die kommen unvermittelt, kristallisieren sich nicht heraus, sondern werden direkt an den Leser gebracht. Auch die Struktur der Geschichte, die einfach ihrem Fluss nachgeht, um zu erzählen, was sie erzählen will, ohne sich dabei an die ungeschriebenen Regeln der präzisen Darstellung oder eine Art von Konzept zu halten, erschafft einen Raum, leicht und von Ahnungen mehr durchwirkt als durch Fakten, der dem eines Märchens sehr ähnlich sind. Zuletzt ist da auch noch die sehr einfache, immer wieder kleine Kapriolen und Witze schlagende Sprache.

"M'sieur Ibrahim, wenn ich sage, dass Lächeln nur was für reiche Leute ist, dann will ich damit sagen, dass es nur was für glückliche Leute ist."

Sätze, die einem direkt in Fleisch und Blut übergehen; kleine Wunder, die einfach festgestellt werden. Um dieses Buch als etwas Schönes wahrzunehmen, muss man sich vielleicht vergegenwärtigen, dass es im Kern alle wichtigen Elemente einer schönen Geschichte enthält, all die Andeutungen von Lebendigkeit im Dasein, sich aber weigert sie weiter auszubauen, über die bloße Erwähnung hinaus. Das kann man beanstanden, gerade wenn man anderes gewohnt ist. Oder man freut sich über ursprüngliche, völlig unkomplizierte dieser Erzählung, in dem jedem Leser mit eigenen Gefühlen und Gedanken viel Platz eingeräumt wird.

Thomas Mann schrieb einmal über das kleine Buch "Squirrel" von Petzold, seine Lektüre sei so erfrischend gewesen "es hat mich über Tage hinweg glücklich gemacht." Das kann mal wohl, trotz Kürze und einer eher schwirrenden, den vertieften Lektüre, auch über dieses kleine Büchlein sagen. Es ist ein kleines Juwel, nichts besonderes, aber immer noch hell strahlend in jedem Sonnenlicht, dass aus unseren Augen auf seine Seiten fällt.

"Schau mal, Momo, die Brücken, die Seine liebt sie, wie ein Frau, die in ihre Armbänder vernarrt ist."
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