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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die blumige Sprache macht dieses Buch zum Meisterwerk!
Sierva Maria de Todos los Angeles - ein 12jähriges Mädchen mit wallendem kupferfarbenen Haar ist sogar ihren Eltern ein wenig unheimlich. Zu einer Zeit, wo Krankheit und Besessenheit noch eng miteinander in Verbindung gebracht wurden, gerät das außergewöhnliche Mädchen in die Hände der Inquisition. Ein Exorzismus schein dringend...
Am 7. Februar 2000 veröffentlicht

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich bin enttäuscht
Es ist mein erstes Buch von Marquez, und sein kunstvoller und poetischer Schreibstil gefällt mir sehr. Es liest sich hervorragend und flüssig, die tropische Atmosphäre wird wundervoll greifbar, aber die Geschichte ist völlig absurd und deprimierend. Alle wichtigen Charaktere sind eher Karikaturen ihrer selbst und geraten im Lauf der Handlung aus...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2009 von Sissinghurst


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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die blumige Sprache macht dieses Buch zum Meisterwerk!, 7. Februar 2000
Von Ein Kunde
Sierva Maria de Todos los Angeles - ein 12jähriges Mädchen mit wallendem kupferfarbenen Haar ist sogar ihren Eltern ein wenig unheimlich. Zu einer Zeit, wo Krankheit und Besessenheit noch eng miteinander in Verbindung gebracht wurden, gerät das außergewöhnliche Mädchen in die Hände der Inquisition. Ein Exorzismus schein dringend angebracht zu sein, um es von ihren Dämonen zu befreien. Und tatsächlich ist es von einem Dämon besessen - von der Liebe zu Pater Cayetano Delaura, der diese auch erwidert. Doch nicht einmal im Roman ist einer solch aussichtslosen Liebe dauerhaftes Glück gegönnt: Zu spät erkennt der Pater, daß nur ein endgülter Buch mit überholten Normen den beiden ein Leben miteinander ermöglichen hätte können. Durch die blumige Sprache schafft der Autor von der ersten Seite an eine Atmosphäre, derman nicht entkommt. Plötzlich findet man sich in Cartagena wieder, atmet die schwüle Luft Kolumbiens und verfolgt das Schicksal der Protagonisten mit unverhohlener Neugier.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geheimnisvoll. Verrückt. Und wahr., 3. September 2011
Das waren die drei Worte, mit denen ein Freund mir den Inhalt des Buches beschrieben hat, bevor er es mir lieh. Ich hatte bisher nur 'Hundred Years of Solitude' gelesen, und werde mich wohl immer an dieses Buch erinnern: Fünf Minuten nach der letzten Seite bin ich immer noch wie hypnotisiert dagelegen, am Strand in Barca, während die Sonne brannte und das gerade im Kopf Erlebte nachhallte.

Die abgrundtiefe Einsamkeit der Seele ist auch Thema dieses Buches, denke ich. Nachdem ich mich an die Namen der Charaktere gewöhnt hatte, bekam das Buch einen eigenen Drive. Die Persönlichkeiten, deren Werdegang, Aussehen und Gemüt der Autor wirklich faszinierend beschreibt, erschienen mir mit jeder Seite eindrucksvoller. Ganz besonders die mysteriöse, mächtige, sanfte, wütende Sierva Maria de Todos los Angeles! Die Geschichte selbst ist in der Tat deprimierend und verstörend. Wir erleben die Engstirnigkeit der Inquisition und die Blindheit der Exorzismen. Wir gewahren den festgefahrenen Pomp des klerikalen 'Heiligen Offiziums' und die dahinsiechende Dekadenz des fürstlichen Standes. Und wir begreifen im Laufe des Buches irgendwie, dass alle Beteiligten sowohl Täter als auch Opfer sind.

Des Autors Stil ist und bleibt eine Klasse für sich. Er stellt die Liebe zum anderen Geschlecht und die Ehrfurcht vor Gott auf eine unnachahmliche Art und Weise dar. Ich kenne kaum einen Autor neben Marquez, der mir die Szenerien des stetigen Verfalls und allgegenwärtigen Elends der Herrscherklassen ebenso eindrücklich vor Augen führt wie die zugrunde liegenden Maskeraden dieser Menschenpuppen und deren anklammerndes Verhalten, wenn sie an sich selbst und ihrer Welt verzweifeln. Wer das Buch liest, bekommt in jedem Fall einen Einblick in die Ursachen vermeidbaren Leids.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Südamerika vor 200 Jahren, 7. Januar 2003
Von Ein Kunde
Dies war mein erstes Buch von Gabriel Garcia Marquez und ich war beeindruckt. Eigentlich liebe ich mehr die puristische Literatur, aber der Kontext in dem dieser Roman abläuft macht eine Verwendung von (mir nicht geläufigen) Fremdworten unumgänglich.
Es handelt sich um keine Liebesgeschichte im Südamerika vor 200 Jahren, sondern um die Liebe schlechthin, wie sie damals empfunden und gelebt wurde - zwischen Sklaverei und Inquisition.
Obwohl sich die Handlung auf eine Ortschaft beschränkt erhält man doch einen imposanten Eindruck von der Gesellschaft und den sozialen Strukturen im damaligen Südamerika.
In frivolen und leicht delikaten Dialogen wird die dekadente Situation der Reichen und deren Sklaven geschildert über denen der grosse und gewaltige "Hammer" der korrupten und willkürlichen Kirche schwingt.
Die kleine und schwierige Liebe zwischen einem zum Exorzismus verurteilten Mädchen und einem Kirchenbibliothekar (sein Interesse an verbotener Lituratur und Dialoge mit einem atheistischen Arzt machen ihn verdächtig) wird auf eine harte Probe gestellt, die eigentlich zum Scheitern verurteilt ist ....
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines von Márquez' sprachgewaltigen Meisterwerken!, 4. Juni 2007
Márquez ist einfach der Meister der skurrilen Geschichten und Begebenheiten, der absurd-schönen Einfälle, der ganz eigenen, bis ins kleinste Detail ausgefeilten Charaktere, der atemberaubenden Stimmungen und vor allem: der bunt-wirren, bizarren Sprachgebilde.

Doch gilt auch hier wie bei den meisten Romanen von Márquez: Man muß seine Sprachgewaltigkeit lieben und verstehen, sonst werden einen seine Bücher schnell langweilen, wenn nicht überfordern.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wuchtig-Fesselnder Lesespaß pur, 29. Oktober 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Von der Liebe und anderen Dämonen: Roman (Fischer Taschenbibliothek) (Taschenbuch)
Spanien im ausgehenden 18. Jahrhundert: Sierva María de Todos los Angeles, die zwölfjährige Tochter des angesehenen Marqués de Casalduero, wird von einem tollwütigen Hund am Knöchel verletzt. Der Marqués sieht nur noch eine Chance, das Leben seiner Tochter zu retten: Pater Cayetano Delaura soll sie exorzieren. Doch der Pater verliebt sich unsterblich in die Zwölfjährige und das Unglück nimmt endgültig seinen Lauf...

Mit "Von der Liebe und anderen Dämonen" ist Gabriel García Márquez ein ganz großer Wurf gelungen. Der Roman funktioniert auf verschiedenen Ebenen, nämlich sowohl als historischer Roman, der die Zustände eines an korrupten Herrschern und den späten Folgen der Inquisition krankenden Spaniens beleuchtet, als auch als tragische Auslotung unterschiedlichster Spielarten der Liebe. Von Anfang an wird man in den Sog der Geschichte gezogen und wandelt atemlos auf unheimlich komplexen, traumhaft schön geschriebenen Pfaden bis hin zu dem wuchtigen Finale, das man zwar erwartet, das aber dank dem magisch-realistischen Stil doch sehr überzeugt.
"Von der Liebe und anderen Dämonen" ist ein herrliches Buch, das zwar in längst vergangenen Zeiten spielt, dessen Themen (Liebe, Wahnsinn, Eltern-Kind-Beziehung und Vernunft, um nur einige zu nennen) aber auch heute noch von immenser Brisanz sind. Unbedingt lesen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Marquez garantiert grosse Gefühle- sinnlich, tragisch, schön, 28. August 2000
Von Ein Kunde
Wie auch in "Hundert Jahre Einsamkeit" und in "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" beschreibt Marquez in "Von der Liebe und anderen Dämonen" grosse Gefühle. Seine Protagonisten verstricken sich in einem Netz aus Liebe, Moral und Verzweiflung. Aber anders als beispielsweise Rushdie verliert Marquez sich dabei nicht selbstgefällig in komplexen Satzgefügen, hinter denen sich der eigentliche Inhalt dem Leser oft nur mit Mühe erschliesst. Marquez bedient sich einer ausgesprochen bildhaften aber stets bodenständigen Sprache, und immer wieder ist da dieses herrlich ironische Augenzwinkern, das seinen Erzählungen diese mitreissende Lebendigkeit verleiht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Geschichte, aber kein Höhepunkt in Garcías Werk, 1. Juni 2007
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Von der Liebe und anderen Dämonen: Roman (Fischer Taschenbibliothek) (Taschenbuch)
Die Geschichte spielt Ende des 18.Jahrhunderts in Catagéna, Kolumbien. Die kleine Sierva wird von einem tollwütigen Hund gebissen, und in jener strenggläubigen Zeit wird das als Zeichen des Teufels angesehen. So bestellen die Eltern, die auch in vielerlei anderer Hinsicht sonderbar sind, neben dem Arzt gleich einen Exorzisten. Doch der junge Priester verliebt sich in sie und in der Folge startet eine konsequente Abwärtsspirale der Ereignisse, an dessen Ende die Hinrichtung der beiden steht.

Die Dramatik der Geschichte entsteht dadurch, dass Sierva - obwohl sie sich gar nicht infiziert hat und gesund ist - durch die rigiden Maßnahmen ihrer Umwelt, u.a. nach der Einlieferung in ein Kloster, in zunehmendem Wahnsinn genau die Symptome entwickelt, die der Tollwut zugeschrieben werden. Es ergibt sich eine Art selbst erfüllender Prophezeiung mit fatalen Konsequenzen.

Im Gegensatz zu amerikanischer Literatur schreiben die Südamerikaner generell langsamer, ruhiger, und auch blumiger. García Márquez hat auch diesen Roman in seinem beeindruckenden Stil geschrieben und die Geschichte liest sich sehr schön, allerdings fand ich z.B. die "Liebe in Zeiten der Cholera" noch beeindruckender.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 4. Mai 2006
Sierva Maria, ein 12-jähriges Mädchen wird von einem offensichtlich tollwütigen Hund gebissen, woraufhin ihr Vater sie ins Kloster bringt. Doch der Pater, der an ihr den Exorzismus durchführen soll, verliebt sich - trotz des gewaltigen Altersunterschiedes - leidenschaftlich in sie.

Der Schreibstiel lässt - abgesehen von ein paar leicht derben Ausdrucksweisen - nichts zu wünschen übrig. Auch die Handlung regt zum Nachdenken an. Obwohl das Ende vielleicht ein bisschen zu romantisch wirkt, ist das Buch absolut lesenswert.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so grandios wie sonst - aber immer noch gut!, 27. Februar 2003
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Das Buch ist wie ein schmackhaftes Getränk, das duchaus noch besser hätte schmecken können. Nach "100 Jahre Einsamkeit", der "Liebe in den Zeiten der Cholera" und "Der General in seinem Labyrinth" eine weitere Abschwächung der epischen Kraft auf allerdings immer noch hohem Niveau. Trotzdem: der Yoruba-Pater, der am Ende des Buches auftaucht und wieder verschwindet, gleicht einer Idee, die angefangen und nicht ausgeführt und dann doch im Buch gelassen wurde. Die Liebe zwischen dem Vikar und der 12jährigen erscheint ganz und gar unwahrscheinlich, auch das Thema Exzorzismus wird im Buch angesprochen, aber nicht behandelt. Das alles ist bedauerlich gerade für Garcia Marquez- Fans, zu denen auch ich gehöre. Wahrscheinlich hat Garcia Marquez, dieser Stilist von allerhöchsten Graden, seine Lesergemeinde so verwöhnt, das sie nun wie ich undankbar an diesem Buch herummeckert. Selbstverständlich werde ich auch weiterhin alles lesen, was der Nobelpreisträger schreibt - dieses Buch jedoch gleich einem kleinen hübschen Anbau - an einem langen Strandnachmittag zu erkunden - den ein Meisterarchitekt neben seinen Palästen errichtet hat.
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5.0 von 5 Sternen Perfekt, 5. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
S c h n e l l e u n d p r o b l e m l o s e A b w i c k l u n g!!! G e r n e w i e d e r !
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Von der Liebe und anderen Dämonen: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Von der Liebe und anderen Dämonen: Roman (Fischer Taschenbibliothek) von Gabriel García Márquez (Taschenbuch - 17. August 2006)
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