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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Annäherung an einen Klassiker
Mit diesem Roman, der Ransmayr internationale Beachtung einbrachte, ist dem Autoren eine faszinierend komplexe Auseinandersetzung mit dem Werk "Metamorphosen" des römischen Dichters Ovid gelungen. Wie in seinem späteren Werk verschlingt Ransmayr geschickt Realität und Fiktion miteinander, so dass das Ergebnis gleichzeitig plausibel wie...
Am 6. September 1999 veröffentlicht

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte und Moderne phantasievoll vereint
Geschichte und Neuzeit vereinigen sich anspruchsvoll und geschickt in der "Letzten Welt". Sowohl Elemente aus Ovids "Metamorphosen", als auch Geschehnisse aus dem 20. Jahrhundert, wie z.B. der 2. Weltkrieg werden verarbeitet.Die Lektüre ist ohne Zweifel anspruchsvoll, da viele Zeitsprünge und Einschübe die fortlaufende Handlung...
Am 14. März 2001 veröffentlicht


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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Annäherung an einen Klassiker, 6. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
Mit diesem Roman, der Ransmayr internationale Beachtung einbrachte, ist dem Autoren eine faszinierend komplexe Auseinandersetzung mit dem Werk "Metamorphosen" des römischen Dichters Ovid gelungen. Wie in seinem späteren Werk verschlingt Ransmayr geschickt Realität und Fiktion miteinander, so dass das Ergebnis gleichzeitig plausibel wie phantastisch erscheint.
In "Die letzte Welt" lässt der Autor den Römer Cotta nach Tomi reisen, um dort nach Spuren des dorthin verbannten Ovid zu suchen. Ihn selbst findet er nicht, dafür gerät er aber zunehmend in die Welt des Ovid selbst. Er trifft Figuren aus dessen "Metamorphosen" und entfernt sich immer mehr von der Realität, während er tiefer und tiefer in die künstliche Welt Ovids eintaucht.
Wie in den anderen Werken Ransmayrs fasziniert auch hier die Sprache, die den düsteren Grundton der Erzählung hervorragend vermittelt und bereits allein den Leser zu fesseln weiß. Die Beschreibung der trostlosen Landschaften um Tomi, der unwirtlichen Gegebenheiten und der verschrobenen Einwohner des Örtchens am Ende der Welt ist einzigartig und würde in einer anderen Formulierung viel verlieren.
Sehr hilfreich ist auch das angehängte ovidische Repertoire, das den mit Ovids Werk nicht vertrauten Leser in dessen Geschichten und Figuren einführt und die Vermischung der Geschichten Ransmayrs und Ovids erst deutlich macht. Somit dient "Die letzte Welt" auch als Lehrbuch, welches die Bedeutung von Ovids Werk im alten Rom veranschaulicht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Spuren Ovids, 14. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
Ransmayrs Roman ist in inhaltlicher und stilistischer Hinsicht ein Meisterwerk- ein moderner Klassiker. Der römische Staatsbürger Cotta begibt sich auf die Reise an den Verbannungsort des Dichters Ovid Tomis (Konstanza) am schwarzen Meer. Er will dem Gerücht nachgehen, dass Ovid in seinem Exil gestorben sei.
In der düsteren, trostlosen Hafenstadt fern von der Hauptstadt Rom begegnet Cotta auf seiner Suche nach Ovid vielen Personen und Orten, die den Geist und die Anwesenheit des Dichters aufleben lassen, z. B. die taubstumme Weberin Arachne, deren Wandteppiche die Geschichten aus Ovids Werk „Metamorphoses" erzählen.
Alles in Tomi ist in einem Übergangszustand, einem Zustand der Verwandlung: Die Jahreszeiten verwandeln die Stadt von einer Eiswüste in eine trockene und heiße Stadt, der wandernde Schuppenfleck auf Echos Gestalt, die Filme, die vom fahrenden Cyparis in der Stadt gezeigt werden- alles Begegnungen mit den in den 250 Geschichten der Metamorphosen von Ovid erzählten Verwandlungen.
Ransmayr löst dies stilistisch meisterhaft, indem er die handelnden Personen nach antiken Helden benennt und sich an jene Charaktere anlehnt. So verwebt er die Mythologie der Metamorphosen mit der Realität in Tomi und schafft eine zauberhafte zwischen Mythos und Wirklichkeit schwebende Welt, die immer wieder die Begegnung mit dem Dichter Ovid bereithält.
Auch beim dritten Lesedurchgang noch Entdeckungen neuer Raffinessen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte und Moderne phantasievoll vereint, 14. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
Geschichte und Neuzeit vereinigen sich anspruchsvoll und geschickt in der "Letzten Welt". Sowohl Elemente aus Ovids "Metamorphosen", als auch Geschehnisse aus dem 20. Jahrhundert, wie z.B. der 2. Weltkrieg werden verarbeitet.Die Lektüre ist ohne Zweifel anspruchsvoll, da viele Zeitsprünge und Einschübe die fortlaufende Handlung unterbrechen. An einigen Stellen wird das Lesen langatmig, da kurze Zeitabschnitte sehr ausführlich thematisiert werden. Die "Letzte Welt" basiert auf Ovids "Metamorphosen", die immerwieder im Verlauf der Handlung aufgegriffen und dem Stil von Ransmayr angepasst werden. Dennoch sind Vorkenntnisse nicht unbedingt erforderlich, da das Werk in sich schlüssig ist. Vernunft, Gleichgültigkeit und Phantasie werden gekonnt gegenübergestellt und auch der Leser sollte einiges an Vorstellungsvermögen mitbringen, denn nicht alles ist rational erklärbar. Für eingefleischte Leser ist dieses Werk auf jeden Fall interessant und empfehlenswert.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dicht und verschwommen, 19. März 2000
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
führt Christoph Ransmayr seine Leser in eine Welt, die sich in der Vielgestaltigkeit und phantasievollen Farbigkeit ganz am inspirierenden Vorbild orientiert. Ganz bestimmt, leicht fällt die Lektüre nicht, aber gleichwohl wie man dieses Buch beurteilt, regt es doch so sehr an oder auf, das weit über normale Gleichgültigkeit zu faszinieren weiß.
Als Beispiel hierfür möchte ich noch anmerken, daß es mir und meinen damaligen Mitschülern schon bei der ersten Begegnung mit dem Werk dieses Schriftstellers, als wir im Deutschunterricht "Die Schrecken des Eises und der Finsternis" lasen, ähnlich erging. Obwohl unter 26 Schülern nur zwei das Buch rundweg begeistert aufnehmen konnten und mehr als die Hälfte die Lektüre als "schrecklich" empfand, beschäftigten sich alle sehr intensiv und kontovers mit Ransmayr. Gerade die Mitschüler, die mit dem Stil und dem Inhalt ihre Schwierigkeiten hatten, wie etwa mit der bei oberflächlicher Beschäftigung spannungslos erscheinenden Handlung oder der Menge an eigener Phantasie die das Lesen noch erfordert, konnten durch die unwissenschaftliche und unkonventionelle Diskussion, die sich daraus ergab, die entscheidenden Hinweise finden, die der ganzen Klasse einen tiefen Zugang zu einem so spröden Werk ermöglichten. In dreizehn Jahren Schule habe ich so etwas bei keinem anderen Autor erlebt.
Doppelt gelesen hält wohl besser.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandiose Erzählwelt, die sich in keine Kategorie einordnen lässt, 20. März 2007
Lange habe ich überlegt, ob und was ich zu diesem Buch sagen könnte, das für mich - wertfrei verstanden - völlig unvergleichlich ist.

Im sanften, poetischen Ton eines Märchenerzählers konstruiert Ransmayr eine Parallelwelt, die irgendwo zwischen römischer Antike und moderner Industriestadt in Endzeitstimmung ("Die eiserne Stadt") angesiedelt ist und auch sonst zwischen den Zeiten liegt: Zwar wird Naso (Ovid) erst seit Kurzem vermisst, was aufs alte Rom verweist, dennoch spielen aber Dinge des modernen Lebens wie Megaphone, Telefone und Filmprojektoren eine Rolle.

So, wie die Stadt sich im luftleeren bzw. zeitlosen Raum befindet, so sind auch sämtliche Personen irgendwo zwischen den klassischen Ovid'schen Helden und Romanfiguren angesiedelt.

Mein Tipp: Wenn man mit der griechischen Mythologie nur wenig vertraut ist sollte man unbedingt zuerst das Nachwort ("Ovid'sches Repertoire") lesen, da es die Anleihen aus der Mythologie erklärt.

Sowohl die Stadt als auch die Personen selbst verwandeln sich im Laufe der Erzählung noch immer weiter, sofern sie im Fluss der extremen Jahreszeiten nicht einfach verschwinden. Damit folgt Ransmayr inhaltlich Ovids Metamorphosen, imitiert also den sagenhaften Römer.

Immer mehr dominiert zum Ende hin die Natur die Stadt, während die Personen von ihrer ganz eigenen Vergangenheit (meist frei nach Ovid) eingeholt werden. Zum Schluss selbst möchte ich hier nichts verraten, außer dass er dem Motiv des Wandels und der Verwandlung treu bleibt.

Wer diese Wandlungen und Mischungen aus zwei Perspektiven jetzt komplex oder verwirrend findet, der liegt genau richtig. Allerdings bereitet Ransmayrs fast traumverlorener Tonfall ein sehr sinnliches Lesevergnügen und verführt genauso wie die Anspielungen auf Ovids Werk und das alte Rom immer aufs Neue zum Weiterlesen, wenn auch nur selten Spannung im konventionellen Sinn aufkommt.

Wirklich empfehlen kann ich dieses Buch allen, die beim Lesen auch an Sprache und Stil selbst viel Freude haben oder Liebhabern der antiken Mythologie. Für Fans konventioneller Romane könnte dieses Werk schwer verdaulich sein. Einzigartig ist es aber in jedem Fall.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein traumhaftes Buch!!!, 5. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
"Die letzte Welt" ist ein Roman, der völlig aus der Zeit herausgerissen scheint. Nicht nur
einmal war ich über meine Gedanken erstaunt, die mir ein antikes Bild zeigten, welches aber
beispielsweise durch den Auftritt eines Filmvorführers mit den neuesten Hollywood-
Heldenfilmen zunichte gemacht wurde. Diese zeitlose Vermischung von äußeren Umständen
bestimmter Zeitalter ist wirklich sehr gelungen. Auch die Sprache ist eine ganz besondere.
Obwohl es ein Prosa-Roman ist, habe ich mich einige Male dabei erwischt, wie ich still
anfing beim Lesen zu intonieren - gerade als ob ich ein Gedicht lesen würde.
Christoph Ransmayr beschreibt phantasievoll, teilweise aber auch wunderbar verworren,
eine Welt, die so eigentlich nicht existieren kann, zugleich jedoch zu einem sehr realen Gedankenbild
wird.
Mich persönlich hat dieser Roman aus den oben genannten gründen sehr angesprochen,
zudem ist er wunderbar für Personen geeignet, die an der Primärgeschichte interessiert
sind. So ist z.B. Cotta eine aus Ovids "Briefen aus dem Exil" historisch belegte Figur. Das
zentrale Thema der Unendlichkeit, das sich in der Auflösung der Literatur zu einer gelebten
Realität zeigt, führt zu einigen kuriosen Gedankengängen.
Christoph Ransmayr wagt sich an Figuren der griechischen Mythologie sowie deren Eigenschaften
und Probleme heran und gibt ihnen einen Platz in einem zwar fiktiven, aber dennoch
durchaus realen Ort in unserer Zeit. Die vorherige Beschäftigung mit eben dieser Mythologie
halte ich für sehr sinnvoll, da meiner Meinung nach ansonsten zu leicht etwas über
den Sinn des dargestellten Wesens und Agierens der Figur verloren geht. Das Buch hat
jedoch auch einen kleinen Anhang über die wahren Figuren Ovids, den ich unbedingt zuerst
lesen würde. Vielleicht stellt dieser Roman sogar den Beginn einer neuen Leidenschaft dar.
Ich wünsche diesem Buch einen Leser, der viel Phantasie hat, der ein Träumer und bereit
ist, sich in der letzten Welt zu verlieren.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ransmayr - keine leichte Kost, 14. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
Fiktion und Realität kunstvol vermischt von dem österreichischen Autoren Christoph Ransmayr. Die Geschichte um den verbannten Ovid und den fiktiven Cotta, der sich aufmacht um den römischen Dichter und Denker zu finden und dessen Geheimnis und das der "Metamorphosen" zu lüften. Zunächst scheint sich dieses Buch sehr spannend und überzeugend zu entwickeln, doch im Laufe der Zeit werden die Verhältnisse verworrener und sind immer schwerer zu durchschauen. Dennoch ist es bewundernswert wie Ransmayr Fiktion mit Geschichte verbindet, er besitzt die Fähigkeit beide Komponenten so zu verstricken, daß eine harmonische Komposition entsteht. Das eigentliche Leseerlebnis liegt, unserer Meinung nach, in der sprachlichen Finesse Ransmayrs, wie sie sich selten einem Leser darbietet. Das Ende, in dem sich Cotta als ein Teil der "Metamorphosen" Ovids wiederfindet, mag zwar ein Gestaltungsmittel der postmodernen Literatur sein, erscheint uns nicht schlüssig und entspricht nicht unseren an das Buch gestellten Leseerwartungen. Abschließnd bleibt zu sagen, daß Ransmayr sicherlich ein literarisch wertvolles Werk verfasst hat, dies aber nicht unbedingt den Lesegeschmack der breiten Masse anspricht.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Verwandlung findet im Leser statt, 19. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
Als Freund der antiken Mythologie und von Ovid war ich bei der ersten Lektüre dieses Buchs vor allem von der Idee an sich und der Sprache des Autors begeistert. Fünf Sterne hätte ich wohl bereits damals gegeben, schon allein weil ich mich in meinem Ego als "Gebildeter" gestärkt fühlte. Sicherlich ist der Erfolg dieser schweren Kost unter anderem darauf zurückzuführen, daß wohl viele Leser ähnlich empfanden. Worauf die Handlung aber abzielte, blieb mir jedoch verborgen. Den "Sinn" konnte ich nicht wirklich entdecken. Abgesehen davon, daß auch die Geschichten der "metamorphoses" außer dem Motto, daß sich alles verwandelt, keine "Aussage" in einem modernen Sinn haben, wie die gesamten Mythen der Antike sinnfrei sind und nur erzählt werden wollen, erfährt man die Kraft und die Menschlichkeit des Romans erst nach mehrmaligem Lesen über Jahre hinweg. Man sieht in den einzelnen Abschnitten Geschichten, die das Leben schrieb, identifiziert sich mit Cotta oder auch nicht und kommt noch immer nicht zu einem endgültigen Schluß. Damit würde sich ja die Ovidsche Maxime von der ewigen Verwandlung selbst ad absurdum führen. Eines steht aber doch fest: Christoph Ransmayr hat nicht bloß einige Verwandlungssagen aus heutiger Sicht erzählt, sondern er ist selbst in die Rolle eines antiken Erzählers geschlüpft und bietet dem Leser so eine unbekannte Perspektive.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sprachliches Meisterwerk!, 14. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Welt: Roman (Taschenbuch)
Eine faszinierend gewobener Roman, der mit Raum und Zeit, Fikton und Geschichte spielt, mit sprachlicher Raffinesse einzigartig umgesetzt! Ransmayr hat unermüdlich neue Ideen, kein poetisches Bild wiederholt sich; die Szenen werden lebendig und greifbar. Gleichzeitg ist das Werk auch ungeheuer spannend aufgebaut.

Allerdings sollte man sehr aufmerksam lesen, mit Konzentration, denn um einfache Lektüre handelt es sich wirklich nicht. Auch ein bescheidenes humanistisches Grundwissen um die die Sagen und Mythen der Antike sind von großem Vorteil. Selbst wer nur mittelmäßig vertraut mit diesem Wissen ist sollte nochmals nachrecherchieren um die Zusammenhänge und Hintergründe besser zu verstehen. Denn der Autor bevölkert seine Geschichte mit den Sagengestalten, allerdings in freien Interpretationen. Alles dreht sich in Ovids Werk "Metamorphosen" um Verwandlungen, so auch bei Ransmayr. Es gibt keine Lösungen, die Menschen und die Erde selbst befindet sich im ewigen Wandel.

Fazit: ein zutiefst philosophisches, tiefgründiges Buch, das man ruhig mehr als einmal lesen kann und die Freude daran nicht verlieren wird. Herausragende Literatur, zurecht gerühmt!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ideen und Werke sind unsterblich, 11. September 2008
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Die Letzte Welt (Audio CD)
Gedanken und Ideen sind unsterblich, auch wenn man den Denkenden oder den Ideengeber verbannt oder der Stadt verweist. Dies weiß auch der römische Dichter Ovid, als man ihn an die Schwarzmeerküste verbannt, ebenso wie den anderen Protagonisten des Hörbuches, Naso - ebenfalls verbannt aus der ewigen Stadt. Christoph Ransmayr beschreibt in einem weiten Bogen das hier und jetzt, das gestern und die Zukunft anhand von Schicksalen, das eine unvergesslich in die Geschichte der Menschheit geschrieben, das andere unbedeutend und doch mit den gleichen Vorzeichen. DIE LETZTE WELT - ein Ort der Trostlosigkeit, des Verfalls und des Todes.

Tomi am Schwarzen Meer, ein krasser Gegensatz zum großen und prächtigen Rom und doch der Ort der Handlung einer Geschichte über 2000 Jahre - ein Ort der Verbannung und der Tristesse.

Die Gassen der eisernen Stadt (Tomi), sind wie der Vorhof zur Hölle, eine depressive Decke umhüllt alle Bewohner - Eis oder Sturm wie auch Regen scheinen beständig Gast zu sein.

Christoph Ransmayr liest sein Werk selbst, sehr kühl und reserviert, ganz dem Text verbunden, denn hier trägt niemand Glacè Handschuhe.

DIE LETZTE WELT - niemand möchte dort sein - ein Ort der Verbannung für Reiche wie für Mächtige des Wortes, Tomi ein Ort am Ende der Welt.

Empfehlenswert!
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Die letzte Welt: Roman
Die letzte Welt: Roman von Christoph Ransmayr (Taschenbuch - 1. April 1991)
EUR 9,95
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