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77 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft...
Der Roman von Hans Castorp, der nur mal so zu Besuch auf dem Zauberberg, einem Lungensanatorium, landet und dort nicht mehr wegkommt. Denn, so wird schnell klar, der Zauberberg hat seine eigenen Gesetze und seine eigene Zeit. Thomas Mann beschreibt messerscharf die kleineren und größeren Marotten der Menschen. Ob es eine Armhaltung oder ein Charakterzug ist,...
Am 15. Januar 2001 veröffentlicht

versus
1.0 von 5 Sternen Formatierungsfehler
Es tauchen immer wieder Formatierungsfehler auf wie z. B. {151} mitten im Text aber auch innerhalb von einzelnen Wörtern auf. Das sieht dann so aus: "ele{148}gantesten toskanischen Prosa...." das stört natürlich breim Lesen.
Vor 11 Stunden von Guenther Brunner veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Sprache voller Witz, die nicht journalistisch ist, 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg (Chinesisch) (Taschenbuch)
Mal ehrlich: Ich wäre disqualifiziert, ein Werk wie "Zauberberg" zu kommentieren, hätte man das Fertiglesen vorausgesetzt. Letzten Sommer fing ich mit dem Buch an. Heute bin ich immer noch nur da, wo Hans Castorp Settembrini zum ersten Mal traf. Ich bin etwa erleichtert, dass ich nicht die Einizige bin, die Leseblockade hat. Darum schäme ich mich aber nicht. Ich habe auch (woanders) gelesen, dass lange Sätze und komplexe Syntax die Konzentrationsspanne eines Normallesers leicht strapazieren, d.h. die eines durchschnittlich geschulten Lesenden ohne besondere Motivation wie z. B. Vorliebe in einem bestimmten Genre. Aufgrund dieser Tatsache bevorzugen heutige Autoren wie Journalisten oder Creative Writers meistens eine prägnante, transluzente Sprache. Und ihre Leser werden mit Fantasie oder Handlung allein belohnt. Ich würde in dieser Hinsicht auch zu den Geistern gehören, die sehr gerne Harry Potter lesen und dabei viel Spaß haben. ;oP

Ich war aber recht schockiert, wenn ich manche Kommentare las vonwegen dem unversöhnlichen Widerspruch "Schöngeistigkeit" und "Langatmigkeit/Langeweile". Ich finde es absurd, den persönlichen Genuss an einer Leseart zu messen, die offensichtlich Anderen eigen ist (und nicht Einem selbst). Ich habe Deutsch als Fremdsprache studiert. Ich habe mich aber nicht während meines Studiums, sondern erst danach, mit deutschprachigen Klassikern angefreundet, die damals auf der Liste unserer Pflichtlektüre standen. Was für eine Qual und unheimliche Verschwendung, wenn man Meisterwerke lesen muss, ohne wirklich Zeit für sie zu haben, weil man nach so und so vielen Wochenstunden eine Klausur zu bestehen und noch tausende Wörter nachzuschlagen hat! Nun bin ich älter geworden und lese endlich mal nur für mich selbst. Ich schlage einen Thomas-Mann-Band auf, wenn ich Lust darauf habe, und klappt ihn zu, wenn mein Hirn nicht mehr will. Und jedes Mal ist das ein Erlebnis, das so intensiv ist, dass ich mich innerhalb einer oder zwei Stunden fühle wie nach dem ganzen Tag Sport. Danach beginnt bei mir eine Art Verarbeitungsinterval, wo ich mich von anderen "leichteren" Autoren unterhalten lasse, bis ich eines Tages in irgendeiner alltäglicher Situation plötzlich irgendeine Thomas-Mann-Szene vor meinem geistigen Auge sehe, wie z. B. auf einer Zugfahrt, und glaube diese Szene endlich mal begriffen zu haben, und ertappe mich dabei, nach einigen Seiten mehr von Thomas Mann zu sehnen. Erst dann greife ich die Geschichte dort auf, wo ich aufgehört habe. Ich habe bei ihm ständig eine Schokoladen-Phasen ähnliche Erfahrung: Zu viel auf ein Mal wäre eine Überforderung.

Oh ja, ich finde es ganz und gar legitim, mehrere, verschiedene Lesebedürfnisse zu haben, und dass man selbst bestimmen soll, wie und wann man was liest. Es ist nämlich der Privileg alphabetischer Leser gegenüber den Schriftstellern. Es ist nur modern ausgedrückt eine Sache von Timing der Rezeption. Thomas Mann schrieb wohl nicht, damit man ihn in einem Atemzug liest, um sein Buch endgültig beiseite zu legen. Ich finde ihn auch eher kokett in der Sprache als in den geschilderten Ereignissen, jedoch zu schwierig oben darauf, dass man ihm nur flüchtige Aufmerksamkeit gönnt. Laut Christine, eine Thomas-Mann-fanatische Freundin von mir, hatte der gewissenhafte Schriftsteller damals so gut wie zwei Seiten pro Tag geschafft. Und er war auf einem künstlerischen Niveau, der als fast unerreichbar gilt. Daher klingt es für mich total berechtigt, mehrere Anläufe zu gebrauchen, bis einen endlich mal das Eureka-Gefühl umwirft.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der zerrissene Mund, 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg (Gebundene Ausgabe)
Der Zauberberg ist Thomas Manns bester Roman und enthält alles, was man über die Zeit, vor allem die Zeit, Liebe und Tod, Krankheit, Medizin, Religion, Atheismus, Charaktere, Gefühle, die Psyche, Angst, Hoffnung, bodenlose Dummheit und Stolz wissen muß. Ist Trivialliteratur das, von dem man nichts lernt, dann ist der Zauberberg das, aus dem man von fast allem etwas erfährt, damit deren exakter Gegenpol. Souverän geschrieben, klassisch und ruhig im Ton, markiert der Zauberberg für viele das Ende des großen, traditionellen Romans und faßt den Stand der Diskussionen seiner Zeit zusammen. Nicht so überfrachtet und barock wie Joseph und seine Brüder, nicht ganz so dramatisch und hoffnungslos traurig gehalten wie die Buddenbrooks, ist der Zauberberg der ideale Beginn für Mann-Neulinge. Ein Roman, den man immer wieder neu und mit Begeisterung ohne auszulernen lesen kann. Mein Lieblingsbild steht, Beschreibung eines Patientenmundes - einst ein starker Mann, nun kurz vor dem Ende - als Titel dieser bescheidenen Rezension. Wer lesen kann, der lese den Zauberberg.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Nachdenken und Lachen, 25. Januar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
ja, was mir immer wieder auffält, dass die Klassiker der dt. Literatur
nur als solche angesehen werden können, da sie eine gewisse Ernsthaftigkeit und Tragik in sich bergen. Ich habe den Zauberberg zuerst alleine gelesen und war wie selbstverständlich von der Sprache Manns, die eine Komposition zu nennen würdig ist, in den Bann geschlagen. Ich erzählte einem Freund von dem Buch und wollte ihm eine kleine Kostprobe geben, und las ihm einen Auszug vor. Und da geschah es. Im Akt des Vorlesens entfaltet sich der humoreske Charakter vornehmlich Hans Castorps in ungehanter Weise. Seit dem lesen wir uns abwechselnd aus dem Zauberberg vor und kommen immer wieder über die köstlichen Beschreibungen des komischen Verhaltens und auch Formulierungsweisen der Insassen des Sanatoriums Berghof, ins herzhafte Lachen. Und dieses Buch komisch zu finden zeigt nicht, dass man es nicht verstanden hätte. Denn
dass es zum größten Teil aus tiefschürfender Materie besteht ist ebenso erbaulich und immer wieder komisch, wenn Hans Castorp von solcherlei Klugheit bezaubert ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Junger Mann entfremdet sich, 4. Oktober 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg (Gebundene Ausgabe)
weil er eine neue, interessante Welt findet bei Denen da oben. Nicht nur der ehrenfeste Vetter Joachim Ziemßen, der dem halbmilitärischen Sanatoriumsbetrieb sklavisch folgt, hält ihn da oben fest, bis er die Zigarren der Marke Maria Mancini" nicht mehr von zuhause kommen lässt, sondern sich am Ort einen Stumpen namens Rütlischwur" beschafft. Nein-Nein, denn da ist noch die reizende, schmiegsame, Türen schmetternde Clawdia Chauchat, mit der ihm eine Liebesnacht verbindet, am 29. Februar, die ihm aber dennoch entgleitet. Da sind der fortschrittlich-demokratische Settembrini und sein Gegenspieler, der jüdische Jesuit Naphta, denen Castorp interessiert zuhört, bis er entdeckt, dass sie um ihn buhlen und das ihr Antrieb ist. Da ist der Chefarzt Hofrat Behrens, der angesichts der vielen Toten und der Aussichtslosigkeit seines Tuns mit Experimenten herumwerkt, sich auch mit Stumpen tröstet und als Maler dilettiert. Da sind die Conférences Dr. Krokowskis, der sich um die moderne Psychologie kümmert und immer mehr abdriftet und da sind die häufigen Zusammenkünfte im Speisesaal, die Gespräche bei Tisch und zwischen ihnen. Aber das alles lässt Hans Castorp, zufälliger, frisch gebackener Ingenieur, regelmässig hinter sich, auch wenn er dem Sanatorium zunehmend entwächst und sich in Davos tummelt, vor allem, als Settembrini auszieht und dort Quartier nimmt. Er lässt es hinter sich, um auf den bequemen Liegen, die auf dem Balkon, Loge genannt, stehen, der Liegekur nachzukommen und das Fieber zu messen wie Vetter Joachim, mit dem Thermometer, der ihm die Oberschwester von Mylendonk in einer witzigen Szene verkauft hat.

Nachdem ich an den Joseph-Romanen früh gescheitert war, war ich happy, den Zauberberg" höchst unterhaltsam zu empfinden, auch wenn Vollmann anderer Ansicht ist. Manns interne Bezüge, wo z.b. die kirgisischen Augen des Mitschüler Hippe im östlichen Gesicht Clawdias wieder auftauchen, sind witzig. Das gilt auch oft für den vorherrschenden Ton, der nicht selten die Satire streift. Es ist auch spannend und die Farbigkeit der Figuren ist blendend. Bis weit hinten im Buch lernen wir neue Figuren kennen, Figuren, die es auch hier hoch getrieben hat, in den leicht hedonistischen Betrieb im Berghof, in dem die Kranken am Abgrund leben. Andere leben extern, zum Beispiel Karen Karstedt, die Castorp karitativ betreut, mit der er und Joachim den Waldfriedhof besuchen, wo sie bald auch liegen wird, die arme, die sie indessen erstmals ernsthaft ins Dorf führte, auf die Eisbahn, wo das Kurorchester spielte, im eleganten Holzgebäude, das anfangs der Neunziger des letzten Jahrhunderts traurigerweise in Flammen aufgegangen ist.

Das schöne Hochtal von Davos, gesäumt von sonnenreflektierenden Bergen, wo sich die bleiche, hustende, kränkliche Sanatoriumswelt mit der Welt der Fünfsternhotels und den gesunden, braungebrannten Skisportlern mischt, wo blasierter Geldadel in edlem Tuch neben Skifahrern an der Bar steht, die noch die Skischuhe an den Füssen tragen - meine Beobachtung - dieses schöne Hochtal wird von Thomas Mann genau und poetisch beschrieben, die Wetter-und Lichtwechsel, der Nebel, die Kuhglocken, der kurze Sommer und der lange Winter, in dem die da oben in der Loge in pelzgefütterten Säcken der Kälte trotzen. Ich bin Jahrgang 53 und habe das noch gesehen, als Knirps, der am bitterkalten Schattenhang gegenüber skifahren lernte.

Nur das Gramofon-Kapitel weit hinten erschien mit als Hänger. Aber es ist ein Buch, das ich nochmals lesen werde, was bisher nie vorgekommen ist. Dann erschliesst sich vielleicht auch dieses.

Ein grosser Roman in jedem Sinn!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Entspanntheit, 11. April 2000
Hat man sich einmal an dieses Buch getraut, eröffnet sich einem eine neue Welt. Der Zauberberg handelt von dem jungen Hans Castorp, der kurz seinen Cousine in einem (Davos) Luftkurort besuchen möchte. Der Kurze Aufenthalt wird länger und länger und mit der Länge des Aufenhalts verschwindet die Zeit und das Alltägliche Leben. Hans Castorp endeckt sich neu, trifft geistreiche Diskussionenspartner in den Schweizer Höhen und der Leser entschwindet mit Ihm in einen ruhigen Zustand. Keine Angst vor dem Namen Zauberberg. Das Buch ist ein langer Genuß.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eins der zehn besten deutschsprachigen Bücher, 12. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
Der Zauberberg spielt vor genau hundert Jahren. Hans Castorp geht im August 1907 auf Besuch ins Davoser Sanatorium Berghof. Er will dort drei Wochen bleiben, aber die Welt da oben gefällt ihm so gut, dass er erst im August 1914 anlässlich des Großen Krieges wieder von seinem Zauberberg herunter muss.

Sieben Jahre bleibt er oben, sieben Jahre dauert auch die Ausbildung bei den Jesuiten. Castorp trifft dort oben in den Schweizer Bergen aber nicht nur einen Jesuiten, sondern auch einen Freimaurer, einen mittelalterlich und monarchisch anmutenden Kaffeebaron, eine Femme Fatale aus Kazachstan, einen Militär, einen mephistolischen Arzt, eine ungebildete Neureiche, einen masochistisch veranlagten Typen namens Wehsal und noch viele andere Leute, die alle für bestimmte Geistesströmungen der damaligen Zeit standen. Thomas Mann hat mit dem Zauberberg einen unterhaltsamen Bildungsroman vorgelegt. Der Leser weiß nach den knapp Tausend Seiten über die Geistesinhalte der Welt Bescheid. Weil diese Geistesinhalte auch heute und morgen noch gelten, wird dieses Buch auch noch in hundert Jahren aktuell sein, wenn auch die Sprache des Zauberbergs heute leider schon ziemlich antiquiert wirkt und morgen vielleicht gar nicht mehr verstanden werden kann.

Schockierend für heutige Leser ist der große Wandel, der sich in hundert Jahren vollzogen hat. Man spürt direkt den Sittenverfall, der sich in dieser relativ kurzen Zeit bei uns ereignet haben muss, warum auch immer. Thomas Mann ist erst 1955 gestorben, aber seine Texte wirken wie aus einer sehr fernen, sehr schönen, aber leider untergegangenen Welt.

Es gibt schlechte Bücher und gute Bücher. Und dann gibt es noch ein paar echte Meisterwerke. Der Zauberberg ist ein solches Meisterwerk. Mit Sicherheit gehört es zu den zehn besten Büchern, die jemals in deutscher Sprache geschrieben worden sind.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufforderung zur politisch-weltanschaulichen Selbstprüfung mit Neigung zu Liebe und Liberalismus, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
Thomas Manns Roman "Der Zauberberg" erscheint zunächst als Bildungsroman im klassischen Sinn, doch entpuppt er sich im Laufe der Handlung immer mehr als eine Aufforderung des Autors an seine Zeitgenossen, ihre politisch-weltanschaulichen Ansichten zu überprüfen.

Inhalt

Hauptperson ist der junge Hans Castorp, der einen jugendlich-unreifen "Herrn Jedermann" aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg repräsentiert. Unverkennbar sind Züge Kaiser Wilhelms II. eingearbeitet. Gewisse nekrophile Züge aufgrund von Naivität und Nostalgie sind ebenfalls vorhanden. Dieser Hans Castorp reist zu Besuch in ein Tuberkulose-Sanatorium nach Davos, bleibt dann aber wegen vermeintlicher Krankheit volle sieben Jahre dort.

Hans Castorp durchläuft in diesen sieben Jahren nur wenige eindeutige Entwicklungsschritte seiner Persönlichkeit; in der ersten Hälfte des Buches dominiert die Begegnung mit Madame Chauchat, der Hans Castorp als erster Frau in seinem Leben seine Liebe gesteht. Er entwickelt Eigeninitiative und besucht Sterbende. In der zweiten Hälfte des Werkes geht er unerlaubterweise Skifahren und findet in dem berühmten Schneetraum für sich die Formel, dass der Tod zum Leben gehört, und Leben und Liebe über den Tod zu stellen sind. Diese Entscheidung wird im Rahmen einer Séance noch einmal deutlich erneuert und bekräftigt. Schließlich übt Hans Castorp eine gewisse Autorität auf die übrigen Bewohner des Sanatoriums aus.

In der Hauptsache werden im Laufe der Handlung verschiedene Charaktere vorgestellt, die als Lehrer und Vorbilder Einfluss auf die Hauptperson auszuüben versuchen. Dabei handelt es sich zunächst um den klassischen Liberalen Settembrini, der Rationalität, Demokratie, Marktwirtschaft und einen etwas naiven Fortschrittsglauben vertritt, und um Naphta, einen zum Katholizismus konvertierten Juden, der als Jesuit und Fortschrittsskeptiker die geschlossenen Weltbilder der Religion oder des Kommunismus lobt. Es ist recht interessant zu lesen, wie Naphta die Positionen Settembrinis geschickt zu unterlaufen versucht. Man könnte Naphta auch als einen Vertreter des Absoluten, Settembrini als einen Vertreter des Relativen sehen - deren Standpunkte bei tieferem Denken vielleicht zusammen fallen würden. Man könnte sie grob als konservativ vs. progressiv sehen (sofern man den Kommunismus nicht als progressiv in die Rechnung nimmt), oder als "links" gegen "rechts" (wobei sehr die Frage wäre, wer von beiden hier eigentlich was wäre!). Das ungewöhnliche Duell der beiden am Ende des Buches bringt deren Positionen in ungeahnter Weise auf die Spitze.

Als gelungene Überrasschung präsentiert Thomas Mann als dritten Charakter Mynheer Peeperkorn, der überhaupt keinen rational fassbaren Standpunkt vertritt, sondern ganz aus seinem Gefühl heraus lebt. Er nimmt alle Menschen um ihn herum durch sein Charisma für sich ein, redet aber praktisch ohne Inhalt und Zusammenhang. Er ist ist einerseits ganz Gentleman, andererseits übt er auch unausgesprochenen Zwang auf die ihm ergebene Gesellschaft aus, unter anderem auch durch seine Freigiebigkeit. Und er hat keine Hemmungen gegen inhumane Gefühlsregungen. Das Gespräch von Settembrini und Naphta verstummt in seiner Gegenwart - sie denken, aber er lenkt, und kümmert sich nicht um Gründe, Argumente und Bedenken. In moderner Sprache ist Mynheer Peeperkorn gut in der inhaltsleeren, einwickelnden Sprache der "Sozialen Kompetenz". Und in der Tat: Er ist ein erfolgreicher Manager. Auch seine Freundin, Madame Chauchat, ist anti-rational: Sie mag Settembrini nicht. Was die Persönlichkeit anbetrifft, kann Hans Castorp von Mynheer Peeperkorn zwar eine Menge lernen, aber wo Mynheer Peeperkorn ist, da leiden die beiden alten Freunde von Hans Castorp, Settembrini und Naphta.

Hans Castorp entscheidet sich weder für noch gegen eine der drei Positionen, sondern zeigt sich allen drei gegenüber offen, ohne sich vereinnahmen zu lassen. Am Ende des Romans findet er in dem Lied "Am Brunnen vor dem Tore" sein Credo beschlossen: Leben und Tod gehören zusammen, das Leben steht über dem Tod. Dann entschwindet Hans Castorp in den Wirren des Ersten Weltkrieges, und der Leser bleibt mit der Frage zurück, was der Roman ihm sagen will, ähnlich dem Stück "Der gute Mensch von Sezuan" von Bertolt Brecht, an dessen Ende das Publikum aufgefordert wird, sich selbst eine Lösung für die gezeigten Probleme zu suchen.

Aussage

Es gibt genügend Fingerzeige und Tendenzen, die die Aussage des Romans erschließen. Ganz offensichtlich will Thomas Mann mit diesem Roman (1924) eine Mitteilung an die deutsche Gesellschaft nach dem ersten Weltkrieg machen, die in der Person von Hans Castorp repräsentiert wird. Thomas Mann verlangt, dass die Untertanen von einst erwachsen werden, dass sie in ihrer Persönlichkeit reifen. Er zeigt, dass in dem Widerstreit der verschiedenen politisch-weltanschaulichen Richtungen ein Wert an sich liegt, und dass es eine Gefahr ist, dass ein Mynheer Peeperkorn kommen könnte, der diesen nützlichen Streit beendet und offene Rationalität durch zwingendes Gefühl ersetzt: Ein Tyrann, der weder Rechts noch Links ist, dem sich die Deutschen unterwerfen. Was Naphta und Settembrini anbetrifft, neigt Thomas Mann ganz eindeutig eher zu Settembrini, denn dieser wird wesentlich sympathischer gezeichnet. Er ist nicht auf kalte Weise rational, sondern hat ganz offensichtlich auch ein gutes Herz. Er wird als erster eingeführt, er hat nie aufgehört, an Hans Castorp zu glauben, und er ist der einzige der drei Charaktere, der am Ende noch lebt und Hans Castorp ins Leben verabschiedet.

Literarisches

Der Zauberberg liest sich wesentlich flüssiger als Buddenbrooks, und es ist eindeutig das bedeutendere Werk Thomas Manns. Angeblich hat Thomas Mann den Nobelpreis in Wahrheit für den Zauberberg erhalten, und nur wegen des Einspruchs eines Jury-Mitgliedes verlieh man den Preis offiziell für den Buddenbrooks.

Thomas Mann hat dieses Werk ursprünglich als Kurzgeschichte geplant, und wie man es von vielen Kurzgeschichten her kennt, hat jedes Wort eine Bedeutung, und alles steht mit allem in einem symbolischen Zusammenhang. Weil diese Kurzgeschichte nun aber 1000 Seiten umfasst, ist die Zahl der Anspielungen schier unausschöpflich. Man wird vermutlich auch bei einem dritten und vierten Lesen nicht alles entschlüsseln können. Es gibt viele Anspielungen auf Goethes Faust. Aber auch auf die Völker Europas und ihre Charaktere und Besonderheiten. Die Rolle der Musik. Oder der Gegensatz von Bergwelt und Flachland (nicht zufällig kommt Mynheer Peeperkorn aus dem flachesten aller Flachländer). Jede Kleinigkeit bekommt in diesem Roman eine symbolische Bedeutung, selbst so unbedeutende Dinge wie die Betätigung eines Lichtschalters oder die Wahl des Picknickplatzes. Es ist wirklich unglaublich.

Bemerkenswert sind die immer wiederkehrenden Betrachtungen zum Thema Zeit. Thomas Mann experimentiert literarisch mit verschiedenen Zeiterfahrungen und Zeitbetrachtungen, und nimmt den Leser in diese mit hinein.

Nationalsozialismus

In bezug auf den späteren Nationalsozialismus eröffnet das Werk eine völlig neue Sicht, und man kann sagen, dass es für das Jahr 1924 ein wahrhaft prophetisches Werk ist. Hitler sitzt 1924 gerade im Gefängnis und schreibt an "Mein Kampf"; von seinem späteren Format ist praktisch noch nichts zu sehen. Hitler wird natürlich in der Person von Mynheer Peeperkorn vorausgesehen. Im Lichte von Thomas Manns Zauberberg wird klar: Alle Interpretationsversuche, Hitler politisch nach Kategorien wie "rechts" oder "links" interpretieren zu wollen, müssen fehlschlagen. Wie Mynheer Peeperkorn war Hitler nämlich weder-noch, sondern lebte hauptsächlich anti-rational aus seinem Gefühl heraus. Aus dem vermeintlichen Gefühl seines vermuteten "arischen Blutes" heraus, könnte man sagen. Hitler sah den Vorzug der "arischen Rasse" nicht so sehr in einer höheren Intelligenz (wie viele heute fälschlich meinen!), sondern vor allem in dem "richtigen" Gefühl bzw. Charakter: "Arier" sind mutig, treu, ehrlich usw., während Slaven, Juden usw. feige, treulos und Hitlers Meinung nach vielleicht gerade wegen ihrer Intelligenz (!) "verschlagen" seien. Intelligenz-Tests waren für Hitler "jüdische Tests", ihn interessierte Intelligenz, Rationalität und Bildung nicht nur nicht, er lehnte sie ab!

In einem bekannten Zitat Hitlers kommt die Nähe von Hitler und Peeperkorn besonders zum Ausdruck: "Meine Pädagogik ist hart. Das Schwache muß weggehämmert werden. In meinen Ordensburgen wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich. ... Es darf nichts Schwaches und Zärtliches an ihr sein. Das freie, herrliche Raubtier muß erst wieder aus ihren Augen blitzen. Stark und schön will ich meine Jugend. ... Ich will eine athletische Jugend. Das ist das Erste und Wichtigste. So merze ich die Tausende von Jahren der menschlichen Domestikation aus. So habe ich das reine, edle Material der Natur vor mir. ...
Ich will keine intellektuelle Erziehung. Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend. Am liebsten ließe ich sie nur das lernen, was sie ihrem Spieltriebe folgend sich freiwillig aneignen. ... Sie sollen mir in den schwierigsten Proben die Todesfurcht besiegen lernen." - Für Hitler zählt der Trieb, das Gefühl, das Leben aus dem Gefühl, das richtige Gefühl, und in keiner Weise Wissen, Intelligenz, Rationalität, Intellektualität, Bildung. Und so wie Hitler das "herrliche Raubtier" sehen will, so möchte auch Mynheer Peeperkorn im Zauberberg gerne sehen, wie ein herrlicher Adler seine Krallen in ein Beutetier schlägt, wie es seiner Natur entspricht.

Mithilfe des Zauberberges erkennt man nun klarer: Es ist kein Zufall, dass es niemals eine ausformulierte Ideologie des Nationalsozialismus gab. Es kann auch gar keine geben. Vielmehr versprach Hitler wie Mynheer Peeperkorn allen alles, "rechts" wie "links" wurden gleichermaßen bedient, was schon der Name "Nationalsozialismus" andeutet. Zudem wurde mit sozialen Gaben nicht gespart, wie wir heute wissen, woran auch Peeperkorn es nicht fehlen ließ. Das Chaos in der NS-Regierung rührte nicht nur von verqueren Charakteren und Machtkalkül her, sondern auch ganz einfach daher, dass es von Anfang an keinen Plan gab, was "Nationalsozialismus" eigentlich sein sollte, so dass jeder darin etwas anderes erblickte. Selbst der Plan zur Ermordung der Juden existierte zum Zeitpunkt der Machtergreifung noch nicht, sondern entwickelte sich erst im Laufe der folgenden Jahre. Die Ermordung der Juden kann zudem nur sehr begrenzt rational erklärt werden; es handelt sich vielmehr ganz offensichtlich um eine irrationale Entscheidung, wie so vieles am Nationalsozialismus. Ein anderes Beispiel: Bis heute debattiert man, ob Hitler an Gott glaubte oder nicht, weil widersprüchliche Aussagen dazu von ihm existieren. Man kommt der Wahrheit näher, wenn man begreift, dass Hitler kein rational wohlgeordnetes Weltbild hatte, sondern es jeweils aus dem Gefühl heraus entschied, was er gerade glaubte.

Im Lichte von Thomas Manns Zauberberg ist es ein Grundirrtum, den Nationalsozialismus mit dem Links-Rechts-Schema erklären zu wollen, und es ist ein noch größerer Irrtum, den Nationalsozialismus einseitig der "rechten" (oder auch der "linken") Seite zuschlagen zu wollen. Der Nationalsozialismus im Lichte von Thomas Manns Zauberberg ist nicht diese oder jene erfolgreiche oder irrige Variante von Zivilisation, wie man es von "rechts" und "links" sagen könnte, er ist vielmehr der Bruch mit der Zivilisation selbst: Der Streit von Settembrini und Naphta kommt zum schweigen unter der Wucht von Mynheer Peeperkorn. Auch das Wort "Wucht", das für die Propaganda von Goebbels eine zentrale Rolle spielte, wird bei Thomas Mann mehrfach im Zusammenhang mit Mynheer Peeperkorn verwendet. Die Voraussicht auf die kommende Gefahr, die Thomas Mann hier 1924 zeigte, ist in der Tat erstaunlich. Interessant allerdings auch, dass das Buch das Kommende nicht verhindern konnte, obwohl es rechtzeitig Aufmerksamkeit bei vielen fand. Die süße Versuchung durch das Gefühl scheint oft stärker zu sein als die Rationalität, wie der Roman selbst sagt.

Man beachte: Die Exzesse des real existierenden Kommunismus können nicht damit entschuldigt werden, dass sie "rationaler" als die Verbrechen des Nationalsozialismus gewesen wären. Die Irrationalität lauert hier nur an einer anderen Stelle, in einer anderen Weise. Mordtaten sind stets irrational und ein Zivilisationsbruch, sonst wären es keine Mordtaten. In der Aufteilung von politischen Positionen auf die Charaktere überzeugt Thomas Mann gerade dann nicht ganz, wenn man an den Kommunismus denkt. Weil Thomas Mann ein Dichter und kein Philosoph war, ist mit solchen Schwächen zu rechnen. Hier gilt das Wort Goethes: Literatur kann begleiten, nicht jedoch leiten.

Gegen heutigen Unsinn

Leider sind die genannten Einsichten über den Nationalsozialismus heute verschüttet. Der Nationalsozialismus gilt zur Zeit einseitig als rechtsradikale Ideologie. Die "linken" Aspekte des Nationalsozialismus werden oft bewusst "übersehen" oder heruntergespielt. Die Interpretation der damaligen Ereignisse wird heute höchst simpel betrieben, wie wenn "die" Deutschen oder "die" Konservativen damals Hitler gewählt hätten, und das mit dem erklärten Ziel, die Juden zu ermorden - was für ein Unsinn! Zudem ist heute ein Leben "aus dem Gefühl heraus" durchaus in Mode, Rationalität gilt heute gerne als "kalt" - viele wissen gar nicht, wie nahe sie mit dieser Haltung an Hitler sind. Manche sehen heute in Naphta eine Vorwarnung vor Hitler, doch das ist großer Unsinn.

Unsinn ist es auch, den Zauberberg mit dem Wissen von heute interpretieren zu wollen. Dass gegen Ende des Buches ein Antisemit auftaucht, bedeutet nicht, dass Thomas Mann gerade dies als große Gefahr erkannt hätte; es ist nur eine der Gefahren im Jahr 1924. Dass Thomas Mann in der Beschreibung von Naphta gewisse Vorurteile gegenüber Juden aufgreift, bedeutet nicht, dass Thomas Mann Antisemit gewesen wäre; vor dem Nationalsozialismus bedeutete das Aufgreifen eines Vorurteiles gegenüber Juden etwas anderes als danach. Es ist bedauerlich, dass heute viele solche Zusammenhänge nicht erkennen können oder erkennen wollen. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus ist heute von großer Simplizität geprägt, die von politisch interessierter Seite betrieben und ausgeschlachtet wird. Gerade zur Durchbrechung dieser Simplizität kann der Zauberberg einen Beitrag leisten.

Im Zauberberg liegt zudem ein Werk aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus vor, das den Deutschen einen besseren Weg aufzeigt, einen Weg, den Deutschland hätte gehen sollen, aber nicht gegangen ist. Wer die Zukunft Deutschlands nicht primitiv und einzig auf die Negation des Nationalsozialismus aufbauen möchte, sondern nach konstruktiven Werten sucht, die vor dem Nationalsozialismus da waren aber durch diesen verschüttet wurden, der wird hier fündig werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwere Kost, 17. Januar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg (Gebundene Ausgabe)
Es dauert lange, bis man den Weg in den "Zauberberg" findet. Dann aber wird man für die Mühe belohnt. Dranbleiben ist aber schwer, angesichts des Umfangs des Buchs.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epochales Meisterwerk über Krankheit und Tod, 23. Dezember 2011
Von 
Jens Neumann (Stadthagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
Zugegeben: Ich habe mehrmals mit dem Gedanken gespielt, den "Zauberberg" vorzeitig zu verlassen und mich vorerst weniger anstrengender Literatur zu widmen. Warum habe ich dennoch nicht aufgehört?
Einerseits liegt dies an der nicht zu unterschätzenden Sogwirkung, die von diesem Roman ausgeht. Die außerordentlich präzisen Beschreibungen des Sanatoriums, dessen Patienten, den Alltag - man fühlt sich innerhalb kürzester Zeit "zuhause" und begleitet Hans Castorp gebannt durch seine "Abenteuer" auf dem Zauberberg. Sicherlich enthält der Roman auch Passagen (Diskussionen Settembrini Vs. Naphta), welche sich mitunter sehr in die Länge ziehen, aber auch das ist durchaus zu bewältigen. ;).

Weiterhin llag für mich die Faszination in der wirklich herausragenden (!) sprachlichen Qualität dieses Romans. Es liest sich einfach so wunderbar; von der Satzlänge über die Wortwahl und dem generellen Grundton passt hier wirklich alles!

Sicherlich muss man sich für den Zauberberg Zeit nehmen und mitunter auch Geduld haben. Jedoch ist der Roman insgesamt eine Erfahrung, welche ich jedem engagiertem Leser nur empfehlen kann. :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thomas Mann : Der Zauberberg, 4. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg (Audio CD)
Über Den Zauberberg von Thomas Mann muss man nicht viele Worte verlieren. Der volle Reiz dieses Buches erschließt sich aber erst durch die Lesung von Gert Westphal. Die Zeichnung der einzelnen Charaktere wird konsequent durchgehalten und man erlebt die meisterhafte Ironie, die nie verletzt aber die Konturen schärfer heraus hebt besser als man sie durch das Lesen erfahren würde. Man kann allen die Thomas Mann kennenlernen wollen nur die Hörbücher von Gert Westphal empfehlen. Für mich waren und sind sie ein herrliche Erfahrung.
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Der Zauberberg. Roman.
Der Zauberberg. Roman. von Thomas Mann (Taschenbuch - 1. April 1991)
EUR 12,95
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