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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Maulbeerbaum von Utta Danella
Der Maulbeerbaum stand einstmals im Hof eines alten Hauses in der Stadt Breslau. Dieses Haus gehörte dem Buchhändler Matthias Wolff. Hier befand sich sein Geschäft. Der Krieg vernichtete alles. Und trennte die Familie. Die jüngere Tochter Charlott lebt jetzt im Westen. Ihr Mann, Werner Fabian, ist ein reicher Unternehmer geworden, verwöhnt vom...
Veröffentlicht am 8. Juli 2006 von Julia Umnik

versus
3.0 von 5 Sternen Der Maulbeerbaum
War einigermassen!

Habe keine Lust mehr zu schreiben. Amazone nimmt sich einfach zuviel heraus.
Es ist meine Entscheidung, was und wieviel ich schreibe.
Vor 1 Monat von E. Luerig veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Maulbeerbaum von Utta Danella, 8. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Maulbeerbaum. (Taschenbuch)
Der Maulbeerbaum stand einstmals im Hof eines alten Hauses in der Stadt Breslau. Dieses Haus gehörte dem Buchhändler Matthias Wolff. Hier befand sich sein Geschäft. Der Krieg vernichtete alles. Und trennte die Familie. Die jüngere Tochter Charlott lebt jetzt im Westen. Ihr Mann, Werner Fabian, ist ein reicher Unternehmer geworden, verwöhnt vom Schicksal - und von den Frauen. Da kommt Matthias Wolff mit seiner älteren Tochter Ricarda aus der DDR in den Westen. Er will Charlott und seine Enkelkinder sehen. Doch das Wiedersehen reißt alte Wunden auf. Denn Charlott hatte einst ihrer Schwester den geliebten Mann genommen, den Mann, mit dem sie jetzt unglücklich verheiratet ist. Werner Fabian wirbt erneut um seine Jugendliebe. Es ist schwer für Ricarda, die richtige Entscheidung zu treffen. Kann sie den Hass besiegen, die Liebe wieder finden? Wird sie den rechten Gebrauch machen von der Freiheit, die ihr geschenkt wurde? Das ist die große Aufgabe, vor die sie gestellt wird: Kraft und Mut zu haben, um den Weg zu wählen, der ihrem Leben Erfüllung und ihr eine glückliche Zukunft bringen wird. Utta Danella die beliebte Bestseller-Autorin!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manns Märchen, 14. Juni 2006
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Königliche Hoheit: Roman (Broschiert)
Ein ganzes Reich erwartet die Geburt des zweitgeborenen Prinzen Klaus Heinrich. Und die Freude soll groß werden. Der liebenswürdige und weltoffene Prinz ist zwar mit einer verkümmerten Hand zur Welt gekommen, das hindert ihn allerdings nicht, sich unters Volk zu mischen, ein Ohr für die Belange der kleine Bürger zu öffnen und sich mit einem gewöhnlichen Lehrer anzufreunden. Als die Güter des Reiches langsam zur Neige gehen, taucht unvermutet der reiche Amerikaner Spoelmann zur Kur auf und bringt seine Tochter Imma mit. Von der ersten Begegnung an bemüht sich Klaus Heinrich um ihre Aufmerksamkeit. Und wird er auch niemals König werden, dieses Amt wird sein kränklicher Bruder und Erstgeborener kleiden, soll er doch sein Glück finden.

Wunderschön märchenhaft und herzlich erzählt - die böse Königin" ist lediglich etwas gleichgültig und nur mit sich beschäftigt, der König mächtig, die Prinzessin verliebt in ihren Gatten und der reiche Spoelmann doch sehr großzügig.

Das perfekte Gegenstück der Vorkriegszeit zu Tonio Kröger!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach gute Unterhaltung, 30. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Königliche Hoheit (Audio CD)
Auf der Rückseite der CD-Box hat der Verlag das entstellte Zitat: "'Ein Prinz, ein Milliardär, ein Chauffeur, ein Rassehund, ein romantischer Hülfslehrer und eine Prinzessin besonderer Art treten auf [']. Mir selbst erscheint das Ganze zuweilen so neu und schön, dass ich in mich hineinlache" abgedruckt und den letzten Teilsatz unterschlagen, der so lautet "' und zuweilen so läppisch, dass ich mich auf die Chaiselongue setze und zu sterben glaube.' Als Ganzes gibt das Zitat von Thomas Mann einen guten Eindruck vom Buch. Es ist die Geschichte einer verarmten Provinzmonarchie zur Wilhelminischen Zeit, die durch die Heirat mit einer stinkreichen amerikanischen Industriellenfamilie aus ihren finanziellen Nöten befreit wird. Bis glücklich geheiratet wird, kommt es zu den üblichen Mißverständnissen, wenn zwei so unterschiedlichen Kulturen aufeinander treffen.

Wie sich leicht erahnen läßt, eignet sich der Stoff wunderbar für ein Hörspiel und wurde auch ganz großartig umgesetzt. Es ist allerdings ein Hörspiel aus den 50er Jahren, daß Theater fürs Radio ähnlicher ist als den modernen Hörspielen, die zusätzlich noch mit allerlei Audioeffekten aufwarten. Alles in allem sehr gute Unterhaltung für zwei oder drei verregnete Sonntage.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Königliches Vergnügen, 2. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Königliche Hoheit: Roman (Broschiert)
Im Spannungsfeld zwischen Märchen und Satire, Gesellschaftsroman und Zeitanalyse gelegen erzählt der Roman den Lebensweg des Prinzen Klaus Heinrich von seiner Geburt bis zu seiner Hochzeit. Der Rahmen der Handlung als auch das Leben des Prinzen sind übersichtlich: Herz des Landes, dessen formelles Oberhaupt des Prinzen Vater und später dessen Bruder sind, ist eine beschauliche Kleinstadt, die die kleinstaatliche Mentalität des Volks symbolisiert. Das Land steckt in zunehmenden Finanzschwierigkeiten, reich ist es nur an Traditionsbewusstsein, dem die königlichen Hohheiten zu dienen haben. Diesem höchsten Dienst sind jedoch der Prinz und sein Bruder nur mit der Hilfe ihrer Entourage gewachsen. Diese erhält sie als Reine und Feine in gebührlicher Distanz zum Volk.

Mit dem Einzug des Milliardärs Poelmann in eines der fürstlichen Schlösser ändert sich das Leben des Prinzen: Er verliebt sich in dessen Tochter Imma. Diese ist, auf ihre Art, ebenfalls eine Hoheit: Durch Geld und Herkunft aus der amerikanischen Gesellschaft ausgeschlossen, lebt sie in zynischer Distanz zu ihrer Umwelt. Aus der Spannung zwischen ihrem Zynismus und des Prinzen herrschaftlicher Simplizität entsteht der reizvolle Kampf der beiden umeinander.

Thomas Mann behandelt die Figuren seines Romans schematisch, mitunter fast karrikaturhaft. Jede Figur erhält ihr bestimmtes Motiv, durch das sie kenntlich gemacht wird. Überhaupt spielt die (manchmal wörtliche) Wiederholung von Motiven eine wichtige Rolle in der Konstruktion des Romans, sie sind zusammen mit den Generalthemen wie z.B. die Finanzlage des Landes eine Art Cantus Firmus, der die Beständigkeit der Dinge stets hörbar mitklingen lässt.

Der vorliegende Roman ist sicher einer der vergnüglichsten Thomas Manns. Er zeigt, wie gut er auch das Mittel des Humors beherrscht. Ich habe das Buch mit grösstem Genuss gelesen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse !, 19. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Königliche Hoheit. 13 CDs. Roman (Audio CD)
Die Geschichte an sich ist nicht besonders spektakulaer - man muss sich deshalb ein wenig durch die ersten 2 CDs hoeren. Aber Gert Westphal versteht es perfekt, durch Stimmwechsel, Betonung, allgemein durch die Art seines Vortragens einem das hoefische Leben am Hause des Grossherzogs Johann Albrecht fast real in der Rolle eines Hofbeobachters erleben zu lassen. Es ist besser als Theater oder Fernsehen. Neben den Buddenbrocks (auch als Lesung von Gert Westphal) ist "Koengliche Hoheit" fuer mich das zweit beste Hoerbuch. Gert Westphal ist, insbesondere bei den Manns, unuebertroffen der beste Leser. Die ansonsten manchmal langwierigen und zaehen Abhandlungen von Thomas Mann bringt er spielerisch und leicht zum Zuhoerer. Langwierigen und bis aufs kleinste Detail eingehende Beschreibungen von Landschaften, Haeusern und Personen sind ploetzlich leicht und vermitteln einem ein klares Bild des Beschriebenen. Er versteht Thomas Manns Ironie eine besondere Note durch die Art seines Vortages zu geben. Die Aufnahme geht ueber 13 CDs: Ideal fuer laengere Autofahrten. Hat man sich ersteinmal durch die ersten 2 CDs gehoert, hofft man nur noch, dass der Stau auf der A5 in dem man gerade Steckt, sich nicht gar so schnell aufloesen wird. Denn ansonsten ist's doch etwas peinlich, wenn man bei der Ankunft stundenlang im Auto vor dem Haus sitzen bleibt, nur weil man nicht mitten in der Geschichte aufhoeren will und kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In bester Danella-Manier - aber diesmal ein Krimi!, 28. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Mond im See (Taschenbuch)
Ein junger Schweizer der vor der nicht erfüllten Liebe nach Indien geflohen ist kehr nach vielen Jahren nach Hause zurück.
Zuerst scheint alles wieder so zu sein wie es war, er verliebt sich wieder in seine Jugendliebe.
Doch der Schein trügt, es ist eben nicht mehr so wie es 10 Jahre zuvor war. Die Frau die er für den Inbegriff der Weiblichkeit und Anbetungswürdigkeit gehalten hat stellt sich als hübsche, bloße Fassade heraus, er entdeckt daß ihm ein kleiner Kranker Bub wichtiger ist als der Schein einer großen Liebe und dazwischen geschieht ein Mord und ein weiteres Verbrechen...
Schön und auch spannendzu lesen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein romantisches Buch, 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Königliche Hoheit: Roman (Broschiert)
Wer Thomas Mann liebt, wird auch dieses Buch lieben, obwohl es erstaunlicherweise ein Buch ist, in dem nicht er sich nicht wie sonst so oft mit Verfall und Tragödie, sowie krankhaften Charakteren auseinandersetzt, sondern eine viel heiterere sowie romantischere Atmosphäre schafft. Die Beschreibungen bis ins kleinste Detail machen seinen Schreibstil aus und erzeugen die gewünschte Darstellung der auftretenden Charaktere.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 6 Sterne!!!, 23. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Maulbeerbaum (Gebundene Ausgabe)
Ich mochte diesen Roman sehr und auch "Niemandsland". Aber die mit Abstand besten Danella Romane sind und bleiben fuer mich "Alle Sterne vom Himmel", "Stella Termogen" und "Vergiss, wenn Du leben willst". Unbedingt lesen!!!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein leider zu wenig bekanntes Buch, 9. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Königliche Hoheit: Roman (Broschiert)
Mann erzählt hier die Geschichte einer kleinen Residenz vor dem Ersten Weltkrieg, vom lebensfreudigen Prinzen Klaus Heinrich, der sich in der zeremoniell wie wirtschaftlich starren Welt seines Hofes plötzlich mit der so gänzlich anderen, der Sicht der Dinge des amerikanischen Milliardärs Nathan Spoelmann und seiner Tochter Imma konfrontiert sieht.Ein wunderbares, leider zu wenig bekanntes Buch. Schade.... Möchte hiermit darauf aufmerksam machen....
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lustig, ironisch, nachdenklich machend, 24. Juli 2006
Von 
K. Doerfler (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Königliche Hoheit: Roman (Broschiert)
Thomas Mann beschreibt Kindheit und Jugend eines Jungen, der als Sohn des Großherzogs aufwächst und von Geburt an als etwas Besonderes behandelt wird, als "Feiner und Reiner".

Als Kind stöbert er im Schloss nach unbekannten Gängen, Räumen und Gegenständen, versucht auch Einblick zu gewinnen in das wahre Leben einfacher Menschen, aber nur ganz zögerlich und sehr sehr selten. Die wenigen Begegnungen mit dem "wahren Leben" beeindrucken und prägen ihn daher ganz besonders. Er hat keine Freunde außer seiner Schwester und einem Lehrer, die ihn daher besonders stark beeinflussen. Er widmet sein ganzes Dasein seinem "hohen Beruf", der darin besteht, zu repräsentieren und sich scheinbar für alles mögliche zu interessieren. Aber nur scheinbar, ohne wirkliche Empathie.

Schließlich, er ist nun schon 26, lernt er die Milliardärstochter Imma kennen. Für die interessiert er sich wirklich, nicht nur scheinbar. Er versucht verzweifelt, ihr Vertrauen zu gewinnen.

In der broschierten Fassung von Fischer Taschenbücher, die ich gelesen habe, verrät der Klappentext (bzw. Rückseite und erste Seite des Buches) schon viel mehr von der Handlung. Vor allem den Schluss. Es ist zwar immer noch "nett" zu lesen, wie es denn zum Finale kommt, aber dieser Klappentext ist doch eigentlich eine Frechheit und stiehlt dem Leser einiges an Spannung. Ich empfehle: Zukleben, rausreißen, oder eine andere Ausgabe kaufen.

Es ist für den Leser wirklich amüsant, die Welt aus den Augen eines so seltsamen Jünglings zu sehen. Und manchmal macht es auch richtig nachdenklich, wenn man sich überlegt, dass "die da oben" wirklich, auch heute noch, ein ganz verzerrtes Bild von der Wirklichkeit haben, zwangsläufig haben müssen, weil die Menschen sich ihnen gegenüber ganz anders verhalten als untereinander.

Thomas Mann bringt viele Parallelen zum wirklichen Leben in dem Roman unter. Z. B. hat der Held der Geschichte eine verkrüppelte linke Hand, genau wie Kaiser Wilhelm II, der zu der Zeit (der Roman entstand zwischen 1905 und 1909) "zufällig" gerade an der Macht war. Die wirtschaftlichen Probleme des Großherzogtums Anfang des 20. Jahrhunderts waren sicher auch nicht ganz an den Haaren herbeigezogen. Besonders die Sache mit der hoffnungslosen Verschuldung des Staates. Die Namen der Handelnden sind z. T. sehr sprechend, z. B. "Dr. Überbein" für den häßlichen Lehrer aus schlechten Verhältnissen. Viele gängige Adelsnamen tauchen auch auf, z. B. Schulenburg. Somit wirkt die Geschichte teilweise realistisch, teilweise auch wie eine Parodie auf tatsächliche Verhältnisse. Es ist bestimmt auch etwas Autobiografisches von Thomas Mann in dem Roman zu finden, denn als er das Buch schrieb, war er frisch verheiratet mit einer jungen Dame aus besten Verhältnissen. Um die hatte er lange werben müssen, und so ein bisschen abgehoben von der Wirklichkeit war er sicher auch, als Künstler, der von den Zinsen des Vermögens seines Vaters lebte.

Ein paar märchenhafte Elemente wurden in dieser Geschichte auch verbacken, wie es sich für eine Lebens- und Liebesgeschichte aus der Sphäre des Hochadels gehört. Die Weissagung einer alten Zigeunerin erfüllt sich, und vor dem alten Schloss wächst ein Rosenstrauch, der nach Moder stinkt und beim Anbruch besserer Zeiten wieder duften soll. Dieser Prophezeiung hilft der junge Prinz nach, indem er den Strauch einfach in eine günstigere Umgebung verpflanzen lässt. Das märchenhafte Element ist somit - schwuppdiwupp - ironisch gebrochen, und der Leser erfährt tatsächlich nie, ob der Strauch wirklich duften wird.

Weiterhin treten auf: ein grieskrämiger Milliardär, ein hypernervöser Collie, rassige Pferde, eine geistesgestörte Gräfin, die sich gerne als Frau Meyer anreden lässt, bestechliche Lakeien, ein guter Arzt, schleimige Untertanen und eine kaltherzige Mutter, die mal eine Schönheit war. Thomas Mann hat mit beiden Händen hineingegriffen ins volle Tier. und Menschenleben.

Wie die Geschichte warum ausgeht, werde ich nicht verraten. Lesen Sie sie, wenn Sie wissen möchten, wie es ausgeht, wenn Sie die schönen langen Sätze von Thomas Mann lieben und sich freuen, einen Roman von ihm in die Hände zu bekommen, der etwas bietet, was bei seinen Werken selten ist: ein beinahe vollkommenes Happy End.

Ups, jetzt habe ich es doch verraten.

PS: Ein Stern Abzug für manche langatmigen Passagen und für die Hopplahopp-Konstruktion des Endes, das man doch noch etwas raffinierter und weniger problemlos hätte gestalten können.
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Königliche Hoheit: Roman
Königliche Hoheit: Roman von Thomas Mann (Broschiert - 10. Juni 2008)
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