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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Optimaler Einstieg A. Schmidts Werk
Die beiden in diesem Buch enthaltenen Kurzgeschichten bilden einen optimalen Einstieg in das nicht leicht zu verstehende Werk Arno Schmidts. "Leviathan" spielt in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs in Berlin. In die dramatische Handlung (Versuch, eine Lokomotive wieder in Gang zu bekommen, um aus der zerstörten Stadt zu fliehen) sind...
Am 29. Dezember 1999 veröffentlicht

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nonsense
… für literarische Masochisten, ein Teil aus einer anderen Welt und anderen Zeit, die Sprache und Denke von Schmidt ist eine Zumutung, gut, das Buch ist relativ dünn, man kommt auch bei konzentriertem Lesen relativ schnell durch, aber man frägt sich schon, was dieser Mann zu erzählen hat, ich rate davon ab.
Vor 1 Monat von Michael Schulz veröffentlicht


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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Optimaler Einstieg A. Schmidts Werk, 29. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Leviathan und Schwarze Spiegel (Sondereinband)
Die beiden in diesem Buch enthaltenen Kurzgeschichten bilden einen optimalen Einstieg in das nicht leicht zu verstehende Werk Arno Schmidts. "Leviathan" spielt in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs in Berlin. In die dramatische Handlung (Versuch, eine Lokomotive wieder in Gang zu bekommen, um aus der zerstörten Stadt zu fliehen) sind existenzphilosophische Betrachtungen eingebettet (unter anderem erklärt Schmidt hier das Prinzip des gekrümmten Raumes!). "Schwarze Spiegel" spielt in einer Zeit nach dem dritten Weltkrieg. Im Vordergrund dieser Geschichte steht der Versuch, in einer menschenleeren Umwelt zu überleben. Arno Schmidts ohnehin in seinen Werken erkennbare Neigung zum Einzelgängertum erfährt hier einen Höhepunkt. Man sollte sich beim Lesen dieses Buches nicht von der Sprache und der eigenwilligen Zeichensetzung abschrecken lassen. Vieles wird einige Seiten später klarer. Schmidts Bücher sind intellektuelle Hochgenüsse, aber - und das macht den Mann so sympathisch - er bleibt immer mit beiden Füßen auf dem Boden der Tatsachen. Und er hat eine eigene Meinung, die er auch äußert, was man nicht von allen Schriftstellern behaupten kann.
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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atheist? - Allerdings! - Und Kosmologe noch dazu, 9. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Leviathan und Schwarze Spiegel (Sondereinband)
Eine eigenartige Gesellschaft, die sich da gegen Kriegsende auf dem Zug zusammengefunden. Soldaten, einer davon verwundet, eine Hure, schlesische Bauern auf der Flucht, ein Pfarrer, zwei Hitlerjungs mit einem Stapel Panzerfäuste, ein fieberkrankes Kind, eine junge Frau, ein Postmeister, Anfang 70.
Darunter ein Unteroffizier, dem Gestellungsbefehl nach Ravensbrück folgend: Des Ich-Erzähler Arno Schmidts Alter ego Gedrängte, expressive Sprache: ein Markenzeichen Arno Schmidts, und wer die obigen drei Absätze zu kompliziert fand, wird seiner Erzählung "Leviathan oder die Beste der Welten" wenig abgewinnen können. Auf 31 Seiten verknüpfte der Autor 1949 eigene Erlebnisse mit einer (im wesentlichen: physikalisch korrekten) Erklärung der modernen Kosmologie, fängt die Kriegsende-Atmosphäre ein, liefert Gesellschafts- und Religionskritik, findet neue Worte für erotisches Angezogensein, betreibt Theodizee, hakt nebenher ein gutes Dutzend prominenter Gelehrter und Dichter ab und liefert mit der Leviathans-Mythologie eine bildgewaltige eigene Welterklärungs-Metapher ab.
Und, wie gesagt, er braucht dazu nur 31 Seiten.
Arno Schmidt, "die bessere Hälfte der deutschen Nachkriegsliteratur" (Hermann L. Gremliza), wurde 1914 in Hamburg-Hamm geboren. 1928 nach Schlesien umgezogen, machte er ein paar Kilometer weiter in Görlitz 1933 Abitur. Zunächst arbeitete er als kaufmännischer Angestellter, 1940 wurde er Soldat - Unteroffizier bei der Artillerie. Nach britischer Kriegsgefangenschaft begann er 1947 ein Leben als freier Schriftsteller in Cordingen. 1958 zog er nach Bargfeld bei Celle, wo er ein produktives Eigenbrödler-Dasein führte. 1979 starb er im Celler Allgemeinen Krankenhaus.
Unter Schmidts Werken ist der "Leviathan" eines der zugänglichsten. Interpunktion und Satzbau sind zwar etwas eigenwillig, die Zahl der Anspielungen, Wortakrobatereien und gelehrten Querverweise ist groß, und komplexe Probleme wie Raumkrümmung und die Expansion des Universums werden reichlich knapp abgehandelt. Doch auch wer nicht jede Doppelbödigkeit versteht und nicht mit jedem angerissenen Thema und Autoren vertraut ist, kann der Geschichte folgen und die Erzählung mit Gewinn lesen.
Arno Schmidt behandelt in seinen frühen Werken, zu denen neben dem "Leviathan" auch "Brand's Haide" und "Die Umsiedler" zählen, öfters das Thema Kriegsende und Nachkriegszeit. Nicht ohne Ironie nimmt er dabei immer wieder jene Jammerhaltung der Vertriebenen und ihrer In-Empfang-Nehmer aufs Korn, die vollauf mit dem Beklagen des letztlich selbstverschuldeten Elends beschäftigt sind.
Als Einstieg in ein Gesamtwerk, das versammelte Nachkriegs-Hochliteratur-Bestsellerschaft und deutsche Schulzwangslektüren ziemlich blaß aussehen läßt, ist Schmidts "Leviathan" genauso hervorragend wie als in jeder Hinsicht eigenständige Erzählung.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Arno Schmidt zum Kennenlernen, 10. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Leviathan und Schwarze Spiegel (Sondereinband)
....zumindest dürfte immerhin "Schwarze Spiegel" eines der wenigen Stücke Arno Schmidts sein, das selbst der unvorbereitete Leser auf Anhieb kapiert. Mit "Leviathan" hatte ich beim ersten Mal noch so meine Schwierigkeiten - aber genau das macht eben den Reiz von Arno Schmidt aus: Auch wenn man beim ersten Lesen keinen blassen Schimmer hat, worum es überhaupt geht, und viele Anspielungen am Leser vorbeigehen, ist Schmidts Prosa doch so reich an Humor, Wortspielen und boshafte Seitenhieben, dass man seine Bücher immer wieder aus dem Regal nehmen kann, und doch etwas neues entdeckt.
Diese beiden Novellen bieten einen idealen Vorgeschmack auf das, was einen mit Arno Schmidt erwartet, und sind auch eine gute Vorbereitung auf kompliziertere Werke.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig - Klassiker von einem zu Unrecht vergessenen Autor, 1. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Leviathan und Schwarze Spiegel (Sondereinband)
"Leviathan" hat mich als Jugendlichen enorm geprägt - ich hatte das Buch von meinem Vater erhalten, nachdem ich ihn wiederholt auf seine Erlebnisse im WK2 angesprochen hatte, er jedoch nicht antworten konnte (Kriegstrauma: Mit 17 von der HJ in die Wehrmacht versetzt. Panischer Hass auf alles, was sich in Uniform wichtig fühlt. Us.) Man muss sich schon ein wenig auf den Schmidtschen Schreibstil einlassen, der hier jedoch noch nicht sehr stark ausgeprägt ist - ein beeindruckender Kurzroman über einen Fluchtversuch zu Kriegsende, unter Leuten, die nichts mehr besitzen als die Fetzen, in die sie sich hüllen, umgeben von pfeifenden Kugeln und mörderischen Endsieg-Phantasten ... ein realistisches, beklemmendes, atemberaubendes Buch.

"Schwarze Spiegel" erscheint mir dafür heute als Vorwegnahme der ach so coolen post-nuke-Fantasy, ob Wasteland (C64) oder Fallout (aktuelle Systeme) ... nur gibt es hier keine Zivilisation mehr, der Überlebende stapft mit Fahrradanhänger, Gasmaske und Geigerzähler durch die Reste von Deutschland nach dem Atomkrieg ... und verflucht Gott und die Welt, dass es so weit kommen konnte. Hier ist der Schmidtsche Schreibstil schon ausgeprägter, ich fand den Roman aber auch als Jugendlicher lesbar und fesselnd, im Unterschied zu manch anderem Schmidt-Werk.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das deutsche "Quiet Earth", 26. Dezember 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leviathan und Schwarze Spiegel (Sondereinband)
2 Geschichten, 2 mal meine Empfehlung mit voller Sternzahl.
Wer den Film "Quiet Earth - das letzte Experiment" aus den 80er Jahren gesehen hat, der sollte sich fast schämen, wenn er Arno Schmidt's "Schwarzer Spiegel" nicht kennt.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nonsense, 1. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leviathan und Schwarze Spiegel (Sondereinband)
… für literarische Masochisten, ein Teil aus einer anderen Welt und anderen Zeit, die Sprache und Denke von Schmidt ist eine Zumutung, gut, das Buch ist relativ dünn, man kommt auch bei konzentriertem Lesen relativ schnell durch, aber man frägt sich schon, was dieser Mann zu erzählen hat, ich rate davon ab.
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1 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alte Schule für die Schule/Uni, 12. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Leviathan und Schwarze Spiegel (Sondereinband)
Für das Seminar in der Uni interessant zu analysieren, für mich privat jedoch problematisch und eine zu "schwere Kost", um sich beim Lesen wohlzufühlen!
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Leviathan und Schwarze Spiegel
Leviathan und Schwarze Spiegel von Arno Schmidt (Sondereinband - 1. Oktober 1987)
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