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am 9. März 2004
Ich habe Arthur Millers "Hexenjagd" im Theater gesehen und bin stark beeindruckt. Miller hat einen historischen Stoff aus den Pioniertagen der amerikanischen Geschichte neu geformt. Die Kleinstadt Salem lebt in einer streng hierarichisch-puritanischen Gesellschaftsordnung, überwacht von Moralgesetzen, von Tabu- und Verhaltenszwängen. Eines Tages wird die Nichte des sehr bigotten Pfarrers von Salem, die im Haushalt des Bauern John Proctor, eines gewissenhaften und ehrlichen Mannes arbeitete, von dessen Frau entlassen, weil sie ihren Mann beim Ehebruch mit dieser Nichte, Abigail Williams, erwischt hatte. Doch die Nichte ist äußerst verschlagen: sie klagt ihre Rivalin der Hexerei an und entfacht eine derartige Atmosphäre an Hass und Fanatismus, dass das Unheil seinen Lauf nimmt: von ihrem bigotten Onkel angeklagt, verurteilt das Gericht unter dem stellvertretenden Gouverneur Danforth, einem üblen Inquisitor vom Typ Freislers oder Wyschinskis, der Henkerjuristen Hitlers und Stalins, seine Gegner zum Tode. Doch John Proctor trägt noch am Schluss einen entscheidenden Sieg davon: er weigert sich, sein mündliches Schuldgeständnis zu unterschreiben und sich dadurch sein Leben zu retten: lieber stirbt er und bewahrt so seine Würde.
Ein außerordentlich beeindruckendes politisches Stück vor dem Hintergrund der McCarthy-Ära in den USA in den 1950-ger Jahren, aber sicherlich ohne die oben genannten Schauprozesse unter Hitler und Stalin nicht denkbar. Jede Form von Intoleranz und Hass wird verurteilt - es wird aber auch gezeigt, wie leicht es ist, angeblich edle Zwecke (hier Anklage der Hexerei zur angeblichen Verteidigung des reinen Glaubens) für niedere Motive (Hass, Eifersucht, Rachsucht)vorzutäuschen.
Ich habe das Theaterstück gesehen und frage mich: wann endlich gibt es Toleranz? Wann endlich lernen die Menschen, dass durch Bigotterie und Aberglaube die menschlichen Werte des Miteinanders zerstört und ein Klima der Angst, der Furcht und des Hasses geschaffen wird, welches der ideale Nährboden für Diktaturen ist, die ihre unbequemen Gegenspieler zu Feinden der Menschheit etc. erklären und damit ausschalten? Ein Lehrstück über die Verführbarkeit des Menschen - immer wieder aktuell. Unbedingt lesenswert. Vergleichbar ist: "Eine Messe in der Stadt Arras" von Andrzej Sczypiorski.
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am 1. Januar 2005
Ungeheure Sachen halten in Salem Einzug. Der Teufel treibt sein Unwesen und verführt jeden, Mann, Frauen und Kinder. Gestützt auf der Behauptung von zwölf Mädchen werden die berühmten Salemer Hexenprozesse eröffnet und enden mit vielen Todesurteilen, auch ohne Beweise. Nur der Aberglaube und der Hass eines Mädchens auf ihre Rivalin reichen aus, um Menschen gegen ihre Würde und gegen menschliche Vorstellungskraft zu diffamieren.
Arthur Miller ist nicht erst seit „Death of a Salesman" ein Begriff für amerikanische Literatur gegen Unrecht und Hass auf der Welt. In diesem Bühnenwerk verurteilt der Autor stark das puritanisch - hierarische Gesellschaftssystem, weist aber auch auf Missstände in der amerikanischen Geschichte hin (McCarthy Ära, 1950er Jahre). Der Leser muss sich immer wieder bei diesem Werk fragen, inwiefern Toleranz und Offenheit für neues und unbekanntes auch in der heutigen Welt vorhanden sind. Ich beantworte diese Frage mit einem klarem Nein. In „Hexenjagd" wird der Hass auf Andersartige zur Zielscheibe allem Bösen; Konflikte dieser Art hatten und haben wir auch in Großteilen der heutigen Welt. (Israel => Palästina)
Daher ist sein Werk als zeitlos einzuordnen.
Meiner Ansicht nach gehört dieses Werk zu einem der wichtigsten zu lesenden Werke. Sicherlich wirft dieses Werk mehr Fragen nach dem Aberglauben und auch nach den Zusammenhängen zwischen Zeit und Geschehen auf; diese Frage ist nicht relevant, schließlich wollte Arthur Miller ein zeitloses Werk schreiben und keine historische Abhandlung. In zwei Akten wird das Geschehen zusammengefasst und man verschlingt es regelrecht, weil Miller sich sehr auf Spannungselemente versteht. Ich habe für dieses Stück eine Nacht gebraucht und bin immer noch sehr begeistert.
Ich empfehle jedem das Bühnenstück zu lesen oder zumindest sich der filmischen Darstellung zu widmen. 1996 erschienen, mit Winona Ryder und Daniel Day - Lewis in den Hauptrollen.
Als Fazit bleibt zu sagen: Lesen!
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am 22. Februar 2000
Hexenjagd? Als ich erfuhr, daß unsere Theatergruppe dieses Stück spielen sollte war ich entsetzt, da ich glaubte, man könne es kaum noch an Langatmigkeit überbieten.Doch weit gefehlt. Die Charaktere wirken sehr echt und handeln sehr natürlich, was wohl ein wichtiger Grund für den Erfolg des Buches ist. Ich werde Rebecca Nurse spielen, daher beschäftige ich mich nun fast täglich mit dieser Figur. Für mich ist sie die eigentliche Heldin des Stückes, denn erst sie ist es, die John Proctor dazu bringt, seinen eigenen Weg zu gehen. Ich denke, jeder sollte "Hexenjagd" mindestens einmal gesehen oder gelesen haben, denn jeder wird sich, wenn auch unfreiwillig, in diesem Stück wiederfinden.
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am 25. Juli 2003
Das Buch "Hexenjagd" von Arthur Miller ist echt gut geschrieben und man will kaum aufhören zu lesen. Die Spannung zieht sich bis zum Schluss durch das und hinterläßt einen guten Eindruck auf den Leser. Abigail und Proctor und der Rest der Truppe sind plausibel gestaltete Figuren und die Dialoge sind auch prima. Jetzt müsste man nur noch den Film sehen!!
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am 15. Februar 2001
Ich habe das Buch ganz unvoreingenommen gelesen und muss zugeben, dass ich schwer beeindruckt bin. "Hexenjagd" ist nicht nur ein spannendes und mitreissendes Drama sondern auch eine Spiegelung verschiedener gesellschaftlicher und politischer Systeme auf der ganzen Welt. Beeindruckend!
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am 18. Januar 2014
Arthur Miller beschreibt in diesem Theaterstück die unglaublichen Begebenheiten von Salem im Jahr 1692.

Neid, Hass und gegenseitige Missgunst führten in Salem dazu, dass Männer und Frauen vom Gericht wegen Hexerei beschuldigt und verurteilt wurden. Bezeugt wurden diese Missetaten von jungen Frauen, fast noch Kindern, die als unschuldige und reine Seelen galten.
Trotz der offensichtlich falschen Anschuldigungen endeten viele als Hexen oder Hexer am Galgen, was Salem bis heute traurige Berühmtheit einbrachte.

Arthur Miller hat die damaligen Ereignisse kompakt zusammengefasst und auf wenige, tragende Charaktere reduziert. Besonders die hinterhältige Abigail als Anführerin der reinen Seelen fand ich gut dargestellt, denn nicht nur die negative Seite ihrer Person dominiert sondern auch das Unrecht, das ihr einst widerfahren und sie dahin geführt hat, wird nicht außer Acht gelassen.

Es ist eben ein Theaterstück und war für mich relativ mühsam zu lesen. Für jene, die sich für die entsetzlichen Ereignisse von Salem interessieren, ist es allerdings uneingeschränkt empfehlenswert.

(c) NiWa
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am 31. Januar 2011
Hexenjagd ist nicht umsonst auf allen Bühnen der Welt zuhause. Miller's Stück über Moral, Verführung und Verführbarkeit bietet neben Dramatik und Spannung eine treffende Sprache und universelle Übertragbarkeit.
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am 26. Januar 2012
Der Autor nimmt den Leser mit auf die Jagd nach Hexerei, um die Menschen von dem Bösen zu erlösen und dem Teufelswerk ein Ende zu setzen. Doch wer ist die "wahre" Hexe? Es bleibt bis zum Schluss spannend.
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am 30. Oktober 1999
Wie schnell die Vertreter der Wahrheit, die immer unangenehme Seiten hat, ins Abseits geraten können und wie viel verlockender die drammatisch in Szene gesetzte Show der Verführer ist, wohin sie führt, das zeigt die Geschichte einer Verfolgung, die ihr Fundament eben im Fundamentalismus hat und schnell zur absoluten Hysterie wird. Die Personen gehen unter die Haut und bleiben dort lange festgehakt. Alle, auch die bösesten Charaktere, verständlich, nachvollziehbar und gerade darum so unheimlich. Ein grosses, moralisches Werk im besten Sinn des Wortes.
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am 28. März 2015
Sehr gutes Buch und extrem fesselnd geschrieben. Ich hatte es in weniger als 2 Tagen durch. Und das mit Unterbrechungen. Zum Inhalt halte ich nich zurück, damit es spannend bleibt. Auch wenn der Vorgang in der Vergangenheit spielt, ist er doch aktuell wie eh und je. Irgendeiner wird warum auch immer als "anders" angesehen und schon beginnt eine Hexenjagd, wie jetzt mit dem Co - Piloten der Gernanwings
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