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4.0 von 5 Sternen Minderwertigkeitsgefühl und Machtstreben
Das Buch ist ein Standardwerk eines der drei Väter der Tiefenpsychologie, Alfred Adler (1870-1837). Für ihn war der Mensch v. a. ein Gemeinschaftswesen; primär als solches zu interpretieren und anzusprechen. Demzufolge ist psychische Gesundheit für Adler auch gleichbedeutend mit Gemeinschaftsfähigkeit. Das Soziale ist das Lebenselement des...
Veröffentlicht am 25. April 2012 von FMA

versus
17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einführung in die Individualpsychologie
Das Buch ist eine Einführung in die Individualpsychologie, geschrieben vom Begründer derselben.
In der Erstauflage 1920 erschienen, ist es, was die Sprache betrifft etwas antiquiert und nicht nur deshalb an manchen Stellen gar nicht so leicht verständlich, wenn man nicht mit der Terminologie der Individualpsychologie schon ein bisschen vertraut ist:...
Am 23. Oktober 2002 veröffentlicht


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4.0 von 5 Sternen Minderwertigkeitsgefühl und Machtstreben, 25. April 2012
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Praxis und Theorie der Individualpsychologie (Broschiert)
Das Buch ist ein Standardwerk eines der drei Väter der Tiefenpsychologie, Alfred Adler (1870-1837). Für ihn war der Mensch v. a. ein Gemeinschaftswesen; primär als solches zu interpretieren und anzusprechen. Demzufolge ist psychische Gesundheit für Adler auch gleichbedeutend mit Gemeinschaftsfähigkeit. Das Soziale ist das Lebenselement des Menschen, nur in der sozialen Einbettung kommt er zu sich, kann sich entwickeln und entfalten. Alles Tun bekommt seinen Sinn nur von der Gemeinschaft her; hat Wert nur dann, wenn es für diese wertvoll ist.

Ursprünglich ist so auch jeder Mensch konstruktiv auf das Miteinander ausgerichtet. Störungen ergeben sich dadurch, dass Menschen andere Menschen verzerrt wahrnehmen und sich entsprechend verhalten. Wer beispielsweise sehr leistungsorientiert erzogen ist, meint, dass Menschen ihn grundsätzlich nur dann lieben könnten, wenn er sich in besonderer Weise verhält bzw. mit seinem Verhalten sehr hohen Ansprüchen genügt. Die Wertschätzung der anderen ist ihm ständig fragil, die Angst vor Liebesentzug, vor dem Verlassenwerden stets unterschwellig - bewusst oder unbewusst - präsent.

Was sich einem so geprägten Menschen hier anbietet, ist die Machtausübung über andere, durch welche er versucht, deren Zuwendung und Wertschätzung zu erzwingen bzw. sich diese zu sichern. Hierbei denkt Adler nicht unbedingt an das Erstreben einer offensichtlichen Machtposition, in welcher Form und auf welcher Ebene auch immer. Dies ist nur eine Spielart der Suche nach Dominanz, freilich eine historisch oft hoch bedeutsame. Im Alltag sind die Formen der Machtausübung jedoch oft viel subtiler und defensiver. Eine funktionelle Herzstörung kann den Versuch, darstellen, das gesamte familiäre Umfeld, das nun zur Rücksichtnahme, Entlastung, Fürsorge dem Kranken" gegenüber verpflichtet ist, den eigenen Wünschen entsprechend zu manipulieren.

Jeder Mensch hat Adlers Auffassung nach eine Art Grundprogramm, das sich aus elementaren Überzeugungen in Bezug auf die eigene Person, die Mitmenschen oder Typen derselben, das Miteinander, das Leben insgesamt firmiert. Dieses Programm bestimmt seinen Lebensstil. All sein Tun und Lassen wird dieser Logik entsprechen. Bei dem seelisch kranken Menschen entspricht dies wie bereits dargestellt dem Grundkonflikt Minderwertigkeitsgefühl - Macht. Auch hinter der Perversion, wie in gewisser Weise hinter der Sexualität überhaupt, steht Machtausübung. Dies nicht gesehen zu haben, wirft Adler Freud vor. Das Bedürfnis nach Macht ist für ihn ursprünglicher als der Sexualtrieb.

Da das Tun und Lassen des Menschen stets etwas bezwecken will, ist zudem für Adler das Seelenleben vom Prinzip der Finalität bestimmt und nicht - wie Freund meinte - von Kausalzusammenhängen. Der Trieb als solcher ist blind, menschliches Handeln hat jedoch immer einen Sinnkern; lässt sich nicht ohne die Entdeckung desselben verstehen. Dies ergibt sich aus der Zielgerichtetheit aller Lebensäußerungen. Das menschliche Leben hat Aufgabencharakter, ist mehr als Triebmanagement innerhalb vorgegebener kultureller Rahmensetzungen.

Heilung des seelisch Kranken ist von daher immer auch ein Stück Aufklärung in Bezug auf die Basics des Daseins. Darüber hinaus gilt es das Lebenskonzept bzw. die dieses bestimmenden Fehlwahrnehmungen bzw. -einschätzungen zu entschlüsseln. Damit ist dann die Grundvoraussetzung für die Entwicklung von echter Gemeinschaftsfähigkeit gegeben, die es nun kontinuierlich zu entwickeln und auszubauen gilt.

Adler soll Depressiven oftmals den Rat bzw. Auftrag erteilt haben, jeden Tag einem Menschen eine wirkliche Freude zu machen, ohne sich dabei als Freudenspender zu outen. Freilich wusste auch Adler von endogenen Depressionen, die auf diese Weise nicht zu greifen waren. Dennoch stellte er fest, dass mancher Kranke infolge dieser Therapie bereits innerhalb von 14 Tagen geheilt war.
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17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einführung in die Individualpsychologie, 23. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Praxis und Theorie der Individualpsychologie (Broschiert)
Das Buch ist eine Einführung in die Individualpsychologie, geschrieben vom Begründer derselben.
In der Erstauflage 1920 erschienen, ist es, was die Sprache betrifft etwas antiquiert und nicht nur deshalb an manchen Stellen gar nicht so leicht verständlich, wenn man nicht mit der Terminologie der Individualpsychologie schon ein bisschen vertraut ist: Minderwertigkeitsgefühl (von Adler geprägter Begriff), Organminderwertigkeit, Kompensation, männlicher Protest, Lebensziel, Gemeinschaftsgefühl,...
Eine kurze Definition der Individualpsychologie, wie Adler sie in diesem Buch darstellt:
Der Mensch ist in seinem ganzen Bestreben auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet, meist ein Ziel der Überlegenheit. Dieses Ziel ist begründet in der Kindheit jedes einzelnen, denn "dem Kinde haftet während seiner ganzen Entwicklung ein Gefühl der Minderwertigkeit in seinem Verhältnis zu den Eltern, Geschwistern und zur Welt an." (Die andern sind gross, ich bin klein; die schaffen an, ich muss gehorchen; wenn mich die nicht mehr liebhaben, dann bin ich verloren: ich bin abhängig)
"Wenn ich das Ziel einer seelischen Bewegung oder eines Lebensplanes erkannt habe, dann muss ich von allen Teilbewegungen erwarten, dass sie mit dem Ziel und mit dem Lebensplan übereinstimmen."
Adlers Ansatz ist insofern sympathisch, als für mich einerseits die Idee des Lebenszieles nachvollziehbar scheint und andererseits der Autor davon ausgeht, dass Menschsein immer auch heisst, sich in manchen Situationen minderwertig zu fühlen. -Und das kennen wir doch alle, oder?
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Praxis und Theorie der Individualpsychologie
Praxis und Theorie der Individualpsychologie von Alfred Adler (Broschiert - 1. April 1974)
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