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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch voller Wahrheit
Wir haben dieses Buch im Deutschunterricht gelesen und es hat mir sehr gut gefallen! Da es sich um ein Schulbuch handelte war ich anfangs etwas skeptisch, doch schon nach kurzer Zeit war ich vom Schreibstiel des Autors und der Art und Weise wie er seine philosophischen Gedanken und Weisheiten in menschlichen Beispielen darstellt begeistert. Ich musste mir bestimmte...
Veröffentlicht am 12. März 2002 von Claudia Richter

versus
42 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unerwartete Enttäuschung
Selten habe ich ein Buch zur Hand genommen, das mehr hymnische Beurteilungen erhalten hat; alle scheinen sich einig: ein poetisches Werk der Weltliteratur. Liebe, Politik und Philosophie vor dem Hintergrund des Prager Frühlings. Und doch ist es geschehen: Selten habe ich ein Buch in die Hand genommen, das mir so wenig gefallen hat. Warum?
Die Geschichte ist...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2004 von Mitternachtsleser


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch voller Wahrheit, 12. März 2002
Wir haben dieses Buch im Deutschunterricht gelesen und es hat mir sehr gut gefallen! Da es sich um ein Schulbuch handelte war ich anfangs etwas skeptisch, doch schon nach kurzer Zeit war ich vom Schreibstiel des Autors und der Art und Weise wie er seine philosophischen Gedanken und Weisheiten in menschlichen Beispielen darstellt begeistert. Ich musste mir bestimmte Sätze einfach anstreichen, in denen für mich soviel Wahrheit steckte. Ein Buch welches ich jedem empfehlen kann, der sich viele Gedanken über das Leben macht!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss es sein? Es muss sein!, 4. September 2009
Von 
HeikeG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
"Die Personen meines Romans sind meine eigenen Möglichkeiten, die sich nicht verwirklicht haben. Deshalb habe ich sie alle gleich gern, deshalb machen sie mir alle gleich Angst. Jede von ihnen hat eine Grenze überschritten, der ich selbst ausgewichen bin. Gerade diese unüberschrittene Grenze (die Grenze, jenseits derer mein Ich endet) zieht mich an. Erst dahinter beginnt das große Geheimnis, nach dem der Roman fragt. Ein Roman ist nicht die Beichte eines Autors, sondern die Erforschung dessen, was das menschliche Leben bedeutet in der Falle, zu der die Welt geworden ist."

Diese Worte entstammen keinem Interview mit Milan Kundera, sondern er hat sie selbst in seinen mittlerweile zum Kultbuch avancierten Roman "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" hineingeschrieben. Und deshalb nehmen in diesem wunderbaren Buch seine Protagonisten auch alle adäquate Plätze ein. Die wechselhafte Geschichte zweier ungleicher Liebespaare bildet den Rahmen.
Hinzu kommen Konflikte mit dem totalitären Regime in der Tschechoslowakei in den späten Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die Emigration in die Schweiz und die spätere Rückkehr nach Prag. Und immer wieder sind es philosophische Betrachtungen unseres Seins und der Tragweite unserer Handlungen oder auch Friedrich Nietzsches Idee von der ewigen Wiederkehr, die den Roman durchziehen. Nahezu auf jeder Seite erwarten den Leser kluge und nachdenkenswerte Zeilen: "Die Einzigartigkeit des menschlichen Ich liegt gerade in dem verborgen, was an ihm unvorstellbar ist." oder "Die Liebe beginnt in dem Moment, da eine Frau sich mit ihrem ersten Wort in unser poetisches Gedächtnis einprägt. (...) [Sie] steht jenseits von 'Es muss sein!' (...) [und] ist die Sehnsucht nach der verlorenen Hälfte von uns selbst."

"Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ist ein wunderschönes, geistreich und intelligent konstruiertes Buch, ein Spiel der Imagination, das viele Fragen aufwirft, aber keine fertigen Antworten vorsetzt. Diese kann sich der Leser ganz nach seinem Gusto selbst geben. Kunderas Gedankengänge, die Vielschichtigkeit seiner Themen, verleiten spielerisch beim Eintauchen in unterschiedliche Geschehnisse den Gang der Dinge unter verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Fazit:
Das Schwere und das Leichte, Licht und Dunkel, Liebe, Angst und Verlangen, Verrat und Untreue sowie die Unmöglichkeit privater Erfüllung in einer Lebenswelt, die menschliche Individualität zerstört, durchziehen als roter Faden diesen fast in Essayform geschriebenen Roman. Ein großartiges Buch, ein Meisterwerk des tschechischen Autors, der am 01. April 2009 80 Jahre alt geworden ist.

"Nicht die Notwendigkeit, sondern der Zufall ist voller Zauber" (aus "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins")
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach WUNDERSCHÖN!, 21. November 1999
Von Ein Kunde
Selten habe ich ein Buch so begeistert gelesen, so verschlungen wie „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins", zum einen fast Poesie, eine wunderschöne Sprache, die Raum für so viele eigene Gedanken läßt, zum anderen diese schöne, tragische, wunderbare Liebesgeschichte zwischen den beiden Tschechen Tomas und Teresa, die in den Wirren von Prager Frühling und Sowjetischer Armee in den Westen flüchten und deren Liebe immer wieder auf die Probe gestellt, unterbrochen wird bis sie letztendlich fast zerbricht um noch stärker zu werden. Das Buch hat zurecht in der ganzen Welt für Aufregung gesorgt denn es spricht völlig frei von Liebe und Sexualität ohne irgendwie peinlich zu wirken. Erstaunlich aber wahr, ich habe dieses Buch gerade nach 6 Jahren noch mal gelesen und ich finde es noch besser, weil so viel darin steckt, daß man das beim ersten Lesen gar nicht erkennen kann. Allein für die Sprache, die so poetisch und leicht übers Papier geflogen kommt hat dieses Buch fünf Sterne verdient, und dann noch die Geschichte! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophie der Liebe, 14. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman. (Taschenbuch)
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins - genauso gut könnte man von einer unerträglichen Leichtigkeit des Lesens reden.
Es handelt sich um ein phantastisches Buch, welches jeden gedankenversunkenen, philosophierenden und über die Liebe grübelnden Leser zwangsläufig fesseln muß. So läßt der Autor die Charaktere in einer derartigen Natürlichkeit handeln, daß man zum Schluß kommen möchte, sie existierten wirklich. Die Gedanken und Emotionen der zwei Pärchen (Teresa und Tomas, Sabina und Franz) werden hierbei in einer erschreckend tiefgründigen Art und Weise beleuchtet, so daß es dem Leser in dem Moment, in dem er sich ertappt sieht, selbst schmerzt - er sich gar als Teil der Geschichte wahrzunehmen versucht. Besonders interessant und verführend ist meiner Meinung nach die bruchstückhafte Komposition des gesamten Werkes, die sich wenig um die Zeit als vielmehr um die Personen schert. Diese erlaubt es dem Leser, sich länger und intensiver mit dem einen oder anderen Charakter zu befassen, bei ihm zu verweilen und ihn in seiner Rolle zu verstehen.
Abschließend denke ich, daß dem Leser faszinierende Einblicke in die Welt individueller Bedürfnisse und Befindlichkeiten gewährt und die sich daraus ergebenen Probleme in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen bloßgestellt werden.
Ein Roman für den Suchenden also.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielschichtig, 17. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman. (Taschenbuch)
Um über dieses Buch viel schreiben zu können müsste man schon ein komplette Wiedergabe des Inhalts ausbreiten. Der Roman ist derartig vielschichtig, dass man entweder alles erzählt oder eben nur einen Anriss des Inhalts wiedergibt.
Primär dürfte es hier um die individuellen Arten von Liebe und Liebesfähigkeit zu gehen. Tomas, ein geschiedener Chirurg, hat eigentlich keinen Drang mehr nach festen Bindungen und frönt daher der Promiskuität, ohne aber auch nur eine der Damen bei ihm übernachten zu lassen. Denn das wäre ja schon wieder zu viel Nähe. Doch eines Tages trifft er dann Teresa, mit der er eine dauerhafte Beziehung bis hin zur Hochzeit führt. Problem nur das Tomas auch dann nicht von seinen zahlreichen Bettgespielinnen ablassen kann. Und auch wenn bei Teresa übele Albträume auftreten, Tomas sich in gefährlichen politischen Konflikten wiederfindet und zwei Umzüge (Prag - Zürich - Prag)folgen und diese Faktoren somit in der beider Leben wichtige Rollen spielen, können sie doch der Liebe anscheinend den von allen erwarteten Todesstoß nicht versetzen. Ein zweites 'Paar', wenn man es denn so nennen kann, sind Sabine und Franz. Sie eine ehemalige "Freundin" von Tomas und in Liebesdingen ähnlich geschnitzt wie er. Franz ist Dozent an der Uni, der die Affäre mit Sabina gerne vertiefen würde. Doch leider läuft das nicht ganz gut wie bei Tomas und Teresa. Im Endeffekt zeigt Kundera an den beiden, wie es auch laufen kann, wenn solch verschiedenartigen Ansichten von Liebe hat.
Was für mich an diesem Buch aber vor allem Vergnügen bereitet hat ist die Vielschichtigkeit. Die oben grob angerissene Liebesgeschichte spielt zur Zeit des Prager Frühlings bzw.zur Zeit der einrückenden sowjetischen Panzer. Selbstverständlich spielt das eine große Rolle für die Lebensentwürfe jedes einzelnen Protagonisten. Und vor allem hat Milan Kundera dann auch die Möglichkeit seine Gedanken über Liebe, Politik, Erotik und Freiheit einzustreuen, die oft zu essayistischen Ergüssen werden, die sich über mehrere Seiten mit Philosophie und eben auch Politik auseinandersetzen. Das alles macht '"Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins"' zu einem Lesevergnügen, welches nicht nur oberflächlich über Liebe referiert, sondern auch intelektuellen Ansprüchen gerecht wird, da der Autor alle diese Stränge kunstvoll miteinander verwoben hat.
Einen Stern ziehe ich aber dennoch ab, da es mir manchmal als störend erschien, wenn der rote Faden wieder einmal aufgrund einer der oben genannten Essay unterbrochen wurde.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum zwei, drei, vier Mal lesen, 6. Oktober 2000
Rezension bezieht sich auf: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman. (Taschenbuch)
...denn bei einer einzigen Lektüre kann man unmöglich alle Aspekte erfassen, die es bietet! Es ist reinste Poesie, und doch befaßt es sich mit höchst ernsthaften Fragen. Fragen, über die man dann einfach selbst nachdenken MUSS. Über das Geschlecht des Autors mußte ich ebenfalls lange nachdenken - natürlich ist Kundera männlich, doch wie kann er sich nur so fantastisch in beide Hauptfiguren hineinversetzen, sowohl in Teresa als auch in Thomas? Wie kann er die männliche und die weibliche Gefühlswelt so glaubhaft beschreiben? Das Buch ist ein Rätsel... Ob ich es beim fünften Lesen lösen werde? Ich weiß es nicht. Aber wahrscheinlich würde es mir selbst dann noch ein sechstes Mal Freude machen. Ein Meisterwerk der Literatur dieses Jahrhunderts!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebesgeschichten in Zeiten des Kalten Krieges, 13. Januar 2012
Von 
Raumzeitreisender (Solsbury Hill) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman. (Taschenbuch)
"Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins", 1984 in Frankreich erschienen, führte dazu, dass der tschechische Autor Milan Kundera weltweit bekannt wurde. Bereits der Titel mit seinem Widerspruch in dem Begriff "unerträgliche Leichtigkeit" deutet daraufhin, dass es sich um einen philosophischen Roman handelt. Aber das ist nur eine Facette dieses Werkes. Auf der Handlungsebene geht es um Liebesbeziehungen vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Damit ist es gleichzeitig ein politischer bzw. gesellschaftskritischer Roman.

Die Verhältnisse sind geprägt von Liebe und Untreue, von Freiheit und Abhängigkeit, von Dominanz und Unterordnung und von Leichtigkeit und Schwere. Das erste Paar besteht aus dem Chirurgen Tomas und der Kellnerin Teresa und das zweite Paar aus der Malerin Sabina und dem Dozenten Franz. Aber auch Tomas und Sabina kennen sich näher. Das Beziehungsgeflecht ist vielfältig und die Wünsche und Vorstellungen unterschiedlich. Es ist ein anspruchsvoller Roman, in den man sich vertiefen und verlieren kann.

Kundera wechselt häufiger die Erzählebenen, mal befindet er sich dozierend auf einer Metaebene und mal mitten in der Geschichte. Der Aufbau ist nicht chronologisch, Retrospektiven sind eingeflochten, Träume spielen eine große Rolle, aber auch ein kleiner Hund namens Karenin. Der Kalte Krieg beeinflusst das Leben und drückt auf die Atmosphäre im Prag der 1960er und 1970er Jahre. Das Ende ist tragisch, trotzdem ist der Roman erfrischend anders und damit lesenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schönheit der Melancholie, 13. September 2010
Ich habe dieses Buch nun oft genug gelesen, um für mich entscheiden zu können, dass es für mich nichts besseres geben kann. Ich liebe diese Geschichte, aber nicht nur sie, sondern auch die Worte, die Kundera wählt, lassen mich jedes Mal wie in einem Traum zurück, nur dass dieser Traum nicht von dem geprägt scheint, was sich mir nicht wirklich erschließt, es ist pure Schönheit. Ich war immer angewidert von sexuellen Darstellungen, wie sie zum Beispiel von Günter Grass oder Bernhard Schlink kamen, hier hingegen fühle ich mich wohl.
Die, welche diesem Buch nur einen Stern in ihrer Rezension schenkten, kann ich nur eine fehlende Tiefe zuschreiben, womit ich niemanden beleidigen möchte, nur kann ich nicht nachvollziehen, was diese Menschen erwarteten, wenn sie dieses Buch erwarben.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten, 23. September 2004
Es ist wohl Kunderas bestes Buch und auch eines der besten Bücher über das Leben und die Liebe, das ich je gelesen habe. Das Buch beinhaltet die Geschichte der Liebe zwischen Tomas und Teresa und daneben immer wieder die Leben- bzw. Liebesbetrachtungen des Autors. Er mischt sich immer wieder in die Geschichte ein und nimmt Stellung, was sich jedoch nie störend auswirkt. Am besten finde ich die Stelle in der Kundera sagt, dass es unfair ist nur ein Leben zu haben, wir bräuchten zumindest zwei, eines zum Ausprobieren was das Beste für uns ist und eines um das Beste zu leben.
Zu den Charakteren denkt man zu Anfang, Teresa ist ein Naivchen und ein schwacher Charakter der keine Möglichkeit sieht die Konsequenzen aus Tomas`ständigem Fremdgehen zu ziehen. In Wahrheit aber - was man auch ziemlich schnell- ist sie in ihrer Liebe zu ihm gefangen und so stark alles was er ihr antut mehr oder weniger zu verkraften.
Tomas wirkt zunächst sehr unsympathisch aufgrund seiner Lebensweise, aber auch er ist ein Gefangener seiner Gewohnheiten und seiner - ja man kann schon fast sagen - Sexsucht.
Alles in allem ein fantastisches Buch, zum Weinen schön, tragisch v.a. zum Schluss, kurz einfach ein Meisterwerk der Literatur.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder!!, 9. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman. (Taschenbuch)
Selten habe ich ein Buch so begeistert gelesen, so verschlungen wie Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins", zum einen fast Poesie, eine wunderschöne Sprache, die Raum für so viele eigene Gedanken läßt, zum anderen diese schöne, tragische, wunderbare Liebesgeschichte zwischen den beiden Tschechen Tomas und Teresa, die in den Wirren von Prager Frühling und Sowjetischer Armee in den Westen flüchten und deren Liebe immer wieder auf die Probe gestellt, unterbrochen wird bis sie letztendlich fast zerbricht um noch stärker zu werden. Das Buch hat zurecht in der ganzen Welt für Aufregung gesorgt denn es spricht völlig frei von Liebe und Sexualität ohne irgendwie peinlich zu wirken. Erstaunlich aber wahr, ich habe dieses Buch gerade nach 6 Jahren noch mal gelesen und ich finde es noch besser, weil so viel darin steckt, daß man das beim ersten Lesen gar nicht erkennen kann. Allein für die Sprache, die so poetisch und leicht übers Papier geflogen kommt hat dieses Buch fünf Sterne verdient, und dann noch die Geschichte!

Dieses Buch hält, was der Einband verspricht: es befriedigt zugleich Leselust und höchste intellektuelle Ansprüche.

Der Autor bemächtigt sich eines faszinierenden Schreibstiles, in dem er viele, immer äußerst verständliche Sprünge macht, und gibt den Figuren des Romans eine extreme Tiefe und Menschlichkeit, läßt sie dabei trotz allem "nur" Romanfigur bleiben.

Ebenfalls beeindruckte mich die immerwährende Diskussion über so manche Sinnfrage im Leben. Noch nie wollte ich mir in einem Buch so oft eine Randnotiz machen, wie in diesem besonderen Buch. Fazit: mindestens nocheinmal lesen!
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Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman.
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman. von Milan Kundera (Taschenbuch - 1. April 1987)
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