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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Zugang zur Thematik
Würde man mich nach einer guten Einstiegsliteratur zum Thema Nationalsozialismus und Hitler fragen, ich würde an erster Stelle " Anmerkungen zu Hitler " von Sebastian Haffner nennen.
Die prägnaten Thesen des Textes weisen den Autor als ausgezeichneten Analytiker und Kenner der Materie aus und es gelingt ihm schon beinahe beiläufig, mit den...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2002 von Norbert Rügen

versus
27 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Z.T. erfrischende Positionen,z.T. zweifelhaft
Daß Haffner gelegentlich der Rechten zugeordnet wird, läßt sich anhand dieses Buches oberflächlich häufig rechtfertigen. Wenn er behauptet, der Nationalsozialismus sei deutlich vom Faschismus abzugrenzen, oder von Leistungen Hitlers spricht, begibt er sich zweifellos auf gefährliches Terrain. Sieht man solche Sätze aber im...
Am 9. Februar 1999 veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 25. Juli 2004
Von 
C. Holst (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
In sieben Kapiteln beschreibt Haffner in gedrängtem, nüchternem Stil Aspekte rund um die Person Hitler. Seine Ausführungen sind ausgesprochen instruktiv und als besonders bemerkenswert muss gelten, dass er das Thema Hitler ganz ohne politisch korrekte Betroffenheit und ohne die wohlfeile Klugheit des Nachgeborenen bearbeitet.
Auch wenn es hier und da hilfreich sein kann, etwas Hintergrundwissen über die Ereignisse zu haben, da Haffner jeweils gleich zum Kern der Dinge vorstößt, ist das Buch auch als thematische Einführung sehr geeignet. Haffner gelingt zugleich eine tiefschürfende Analyse der Person Hitler, die Aufstieg und Untergang des Diktators sinnfällig macht, und in deren Rahmen er zu allerlei aufschlussreichen und schockierenden Schlussfolgerungen kommt.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knapp und auf den Punkt, 26. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler (Gebundene Ausgabe)
Sebastian Haffner ist einer großen zeitgenössischen Historiker gewesen. In seinem Buch "Anmerkungen zu Hitler" beweist er seine eigene Größe in dem Metier. Aufgeteilt in sieben eigenständige Kapitel mit den Titeln "Leben", "Leistungen", "Erfolge", "Irrtümer", "Fehler", "Verbrechen" und "Verrat" ist das Werk mittlerweile zu einem der Standardbücher zu Hitler geworden. Und das nicht zu Unrecht. Haffner versteht es, auf seine eigene Weise ein Bild von Hitler zu zeichnen. Und zwar aufgeteilt nach den Kapiteln. Er widmet sich so dem Diktator in Bereichen und nicht im Ganzen. Klar strukturiert geht er an das einzelne Kapitel heran und erläutert in sachlicher Weise. Haffner versucht, zu verstehen und zu erklären. Dabei will er aber Hitler nie rechtfertigen. Das läge ihm fern. Nein, vielmehr wird durch seine sachliche Art der Mensch und die Zeiten wieder lebendig. Und das alles gelingt Haffner auf wenigen Seiten. Sicherlich braucht es auch die großen Biographien wie die von Fest oder neuerdings Kershaw, aber Haffners Anmerkungen bringen zentrale Aspekte auf den Punkt und wirken damit als knappe Betrachtung Hitlers. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als "nur" Anmerkungen, 4. Juni 2006
Von 
Andreas Reich (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
Auch gut 30 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen stellen Sebastian Haffners "Anmerkungen" eine gelungene Einführung zum Thema Hitler dar. In sieben verschiedenen, nach Aspekten im Wirken Hitlers gegliederten Kapiteln untersucht der Autor das Wechselspiel zwischen biographischen Eigentümlichkeiten des Diktators und der politischen Entwicklung. Dass dabei bestimmte Passagen auch auf zeitgenössische Rezipienten höchst provokativ wirkten, erschließt sich unter Berücksichtigung auf die Zeit des ersten Erscheinens dieses Werkes: In gewissem Sinne haben Haffners Thesen Eingang in das heutige Verständnis dieser Epoche gefunden und erscheinen daher vom gegenwärtigen Standpunkt aus etwas weniger provokativ und spektakulär.

Kapitel Eins - "Leben" - wirft einen Blick auf den Werdegang Hitlers, sein Erleben des ersten Weltkriegs und der Revolution von 1918, die für seine späteren Entscheidungen prägend werden sollte, und untersucht die seltsam anmutende innerliche Ereignislosigkeit, die für das Leben des späteren Diktators so charakteristisch war. Ein Vergleich mit anderen Führerfiguren des 20. Jh. demonstriert die Unterschiede in sowohl Denken, Selbstwahrnehmung, Beziehungen zu anderen Menschen als auch der spezifischen politischen Ideologie, die eine Gleichsetzung fragwürdig erscheinen lassen. Das Kapitel "Leistungen" stellt in den Augen vieler den wohl provokativsten Abschnitt des Buches dar, erweckt er doch, bei oberflächlicher Betrachtung, den Anschein des Versuchs einer stückweiten Rehabilitation Hitlers. Worauf es Haffner allerdings ankommt, ist zu zeigen, dass es gerade das Verhältnis zwischen Leistungen (z.B. die Beseitigung der Arbeitslosigkeit, wenngleich um den Preis einer freien Wirtschaft oder etwaiger Ansprüche der Arbeitnehmer) und dem "dosierten Schrecken" polizeistaatlicher Willkür war, der Hitlers politische Gegner und Kritiker zu Beginn seiner Herrschaft an sich selbst zweifeln lies. Kapitel Drei hingegen behandelt die Erfolge über andere. Haffners zentrale Frage lautet hier, weshalb die unflexible, stetig gleichbleibende Politik zu unterschiedlichen Zeitpunkten so verschiedenartige Resultate hervorrief. Eine Erklärung findet er in der Situation der Opponenten, mit denen es Hitler zu tun hatte: Nicht die Initiative des Diktators war demnach das ausschlaggebende Moment seines Erfolges, sondern der mal erstarkende, mal nachlassende Widerstand seiner Gegner. Hitler war kein Revolutionär. Er verstand es nur blendend, etwas bereits im Fallen Begriffenen - wie die Bestimmungen des Versailler Abkommens, die Weimarer Republik oder in letzter Konsequenz Deutschland 1945/46 selbst - den Todesstoß zu versetzen.

Bilden die ersten drei Kapitel eine thematische Einheit, die sich mit dem Aufstieg Hitlers beschäftigen, so widmet sich der Autor im folgenden dem Weg in die Katastrophe. "Irrtümer" behandelt das schon in sich widersprüchliche Weltbild Hitlers, das bereits zu frühen Zeiten, als an eine politische Karriere nicht zu denken war, die Basis für seine Rassenideologie und seinen mörderischen Judenhass legte. "Fehler" führt diese Überlegungen in ihrer politischen Konsequenz weiter. Hitler war ein Mann der Extreme, des "alles oder nichts", in dessen Denken die Möglichkeit einer Kompromisslösung nicht existierte. Dass auch seine Kriegspolitik von diesem Denken bestimmt war und ihn zu skandalösen Fehleinschätzungen verführte, erklärt seinen unvermeidlichen Niedergang. Doch nicht allein seine Unfähigkeit, sich als Friedenspolitiker und Reichsorganisator zu behaupten, bilden die Grundlage für den Terror, der vom Naziregime ausging: Zweifellos war Hitler auch ein Massenmörder, der seine Chance nutze, so wie er sie sich leisten konnte. So möchte Haffner unter "Verbrechen" auch weniger die im Krieg begangenen Gräuel verstanden wissen, die auf allen Seiten vorkamen, sondern vor allem den millionenfachen Mord an Juden, Zigeunern, Homosexuellen, Intellektuellen und Systemgegnern, die mit dem eigentlichen Kriegsgeschehen in keinerlei Zusammenhang standen. Die Kritik, der Autor würde hier für eine Entkriminalisierung der im Krieg begangener Gräueltaten einstehen, trifft allerdings nicht den Punkt: Zutreffend ist, dass Haffner Kriege als unvermeidliche Erscheinung im Konflikt zwischen Staaten betrachtet, solange es keine den Nationen übergeordnete Instanz gibt, die auf Grund ihrer allgemeinen Billigung und Durchsetzungskraft die Kriege verhindern könnte.

Das letzte Kapitel "Verrat" beschäftigt schließlich sich mit dem Versuch Hitlers, nach dem Scheitern seiner Eroberungs- und Vernichtungspläne wenigstens noch die vollständige Eliminierung des deutschen Volks, von dem er sich in seinem falsch verstandenen Heroismus und dem Kampf bis zum bitteren Ende im Stich gelassen sah, herbeizuführen und es den Grundmöglichkeiten seines Weiterlebens zu berauben. Mit dieser Maßnahme sorgte er für eine schnellere Abkehr der Deutschen von ihm und seiner Politik, als das den Befreiern wohl je möglich gewesen wäre. Die abschließend aufgeworfene Frage, weshalb der Nationalsozialismus sich gerade in Deutschland zu einer derartigen menschlichen Katastrophe entwickeln konnte, möchte Haffner nicht mit einer besonderen Affinität der Deutschen zu faschistischem und judenfeindlichem Gedankengut verstanden wissen: Gerade Deutschland galt bis zur Machtergreifung 1933 als ein Platz, an dem es sich als Jude relativ gut leben lies. Seine Antwort, die ein Augenmerk auf die politische Vormachtstellung Deutschlands in Europa und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu der Zeit lenkt, als Hitler sich entschloss, seine Pläne hier zu verwirklichen, kann gleichzeitig als Warnung verstanden werden: Die hier begangenen Verbrechen sind keine notwendig singuläre Erscheinung, die vor der Gefahr einer Wiederholung an anderer Stelle sicher wäre. Die aus der Geschichte zu ziehende Lehre ist Wachsamkeit nach allen Seiten.

Die mediale Präsenz der Auseinandersetzungen mit der Thematik verleiten zu der Vorstellung, man wäre über die Zeit des Nationalsozialismus bestens informiert. Um so überraschender ist, dass das vorliegende Werk durchaus neue Sichtweisen bietet. Die Feststellung, es gäbe zu Hitler noch wesentlich mehr zu sagen, ist richtig, als Kritik jedoch ungeeignet, es sei denn man hielte die Formulierung "Anmerkungen" für eine bloße Bescheidenheitsfloskel. Haffner legt vielmehr Gewicht darauf, bestimmte Strukturen sichtbar zu machen; Fußnoten und Quellverweise sucht man hier vergeblich. Die sozialwissenschaftliche Wende in der Geschichtswissenschaft hatte die Bedeutung der gesellschaftlichen Zustände gegenüber der Entscheidung von Einzelpersonen herausgestellt. Die "Anmerkungen zu Hitler" demonstrieren perfekt durch die direkte Verknüpfung von Biographie und politischen Folgen, dass es trotz allem die Entscheidungen einzelner seien können, die historisch tiefgreifende Veränderungen bewirken. Die Struktur des deutschen Nationalsozialismus wird nur verständlich, wenn er in Beziehung zur Biographie seines Führers gesetzt wird.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle Leserschichten ein Gewinn, 10. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
Haffners Anmerkungen ist sicher eins der besten Bücher über Hitler. Dabei bietet es dem laienhaften Leser ein umfassendes Bild von Hitler und schafft es mit einer unverschämten Kürze dies plausibler zu gestalten, als so mancher dicker Wälzer. Aber auch für denjenigen, der sozussagen seine Hausaufgaben erledigt hat, kann durch Haffners schlaglichtartiger Betrachtung (7 themenbezogene Kapitel, z.B.Leben, Leistungen, Verbrechen) dieses Buch einen großen Gewinn darstellen. Man verzeiht Haffner manche kleine Ungenauigkeit, da seine Analyse so umwerfend niedergelegt ist und es nur einen Gewinn sein kann sich mit dieser auseinanderzusetzen. Jeder dicke Schinken über Hitler, der dieses kleine Werk nicht in seinem Literaturverzeichnis aufgeführt hat, hat definitiv einen Fehler gemacht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreißig Jahre lang ein obskurer Versager..., 1. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
...und am Ende der Mann, um den sich die ganze Weltpolitik dreht. Wie reimt sich das zusammen?
Sebastian Haffner geht genau dieser Frage nach, indem er Hitlers Aufstieg von seiner gescheiterten Biographie her beleuchtet. Vorbildlich ist dabei v.a. Haffners Klarheit von Sprache und Argumentation, so dass sein Buch nachvollziehbar wirkt und zugleich kein fertiges Bild, sondern "Anmerkungen", also Thesen hergibt, über die man nachdenken, diskutieren, streiten kann. Ein Buch also, das eine Auseinandersetzung unbedingt lohnt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ, interessant, übersichtlich, spannend - so sollte ein Geschichtsbuch sein, 31. Januar 2008
Von 
Bibliotheksband #1832 (Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
In nicht mal 200 Seiten beschreibt Haffner den Aufstieg und Niedergang Hitlers. Dabei lässt der Autor es nicht aus, einen Blick auf Hitlers Persönlichkeit zu werfen. Neben geschichtlichen und politischen Daten und Ereignissen bekommt der Leser so den Eindruck, die wohl prägendste Person des 20. Jahrhunderts von Nahem zu betrachten.

Den Leistungen Hitlers wurde ein eigenes Kapitel gewidmet. Haffner formuliert jedoch treffend: "Leistung ist ein neutraler Begriff. Leistungen können entweder gut oder schlecht sein, nicht aber gut oder böse."
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr ist nicht notwendig, 19. Mai 2002
Vieles gibt es, dass man lesen kann, über Hitler, sein Leben, seinen Aufstieg, seinen Fall, seine Verbechen. Nicht selten sind es sehr umfangreiche Werke, alle mit dem Ziel verfasst, die gerade uns deutsche immer noch sehr beunruhigende Frage zu beantworten, wie das alles geschehen konnte. Man kann alle diese Werke lesen. Man kann.
Im Vergleich kommen Haffners Anmerkungen eher bescheiden daher, was denn Umfang angeht. Doch hier ist ein Buch, das man gelesen haben muss. Und sehr wahrscheinlich kommt man nach der Lektüre dieser brillant geschrieben Essays über das Wirken und Versagen des A.H., über seine Verbechen, seine Leistungen und schliesslich seinem Verrat an den Deutschen, zu dem Schluss, dass das was man da gelesen hat die Fragen beantwortet, die jene geschichtliche Epoche seiner und den folgenden Generationen stellt.Kurz, klar und prägnant.
Haffners Anmerkungen zu Hitler - mehr ist nicht notwendig.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tremendous and outrageous novel, 17. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Defying Hitler: A Memoir (Taschenbuch)
Haffner`s style to create a literary atmosphere - more precisely said: his way of putting historical events, which seem to be for us today - at first sight - so unreal, abstract and far away, into a novel plot is unique. As a reader it is an authentic experience to be a witness of Haffner`s book describing how he - as a young private German man - came into contact with the establishment of Nazi- tyranny. While reading this book you develop a feeling for what was really going on in those days in Germany. Things were much more complicated, ambivalent and paradoxical than we often want to realize. Haffner`s merit is not merely to explain the complex events which happened between 1914 and 1933; in explaining them he points out that they are and were comprehensible - you only had to open your senses. The decisive point is: Many people - 1933 and today - are not willing to do so. The cliches concerning Hitler and the Third Reich - they may have altered: but a cliche always remains a cliche whatever its content may be. Cliches just do not fit.
Haffner sweeps them aside in a funny, artistic and gorgous way - full of humour, spirit and smooth humanity. This book will not only broaden your horizon; it will also broaden your character.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz und pointiert, 5. Dezember 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
In der Kürze liegt die Würze: Man muss nicht 1000 Seiten schreiben, um sich inhaltsschwer mit Hitler auseinanderzusetzen. Sebastian Haffner gelingt dies in seinen "Anmerkungen" auf weniger als 200 Seiten in einer Weise, die fast an Essays denken lässt: In 7 Kapiteln beleuchtet und analysiert er die Person Hitlers unter den Gesichtspunkten Leben, Leistungen, Erfolge, Irrtümer, Fehler, Verbrechen, Verrat.

Nicht zu unrecht bildet die Reihenfolge dieser Kapitel exakt Aufstieg und Fall des Diktators ab. Hitler war ein obskurer Sonderling, katapultierte sich aus der Bedeutungslosigkeit für kurze Zeit ins Rampenlicht der Weltgeschichte, war so lange erfolgreich wie seine Gegner schwach waren, um schließlich umgekehrt in gleicher Weise wieder von der Bühne zu verschwinden und im Hinterhof der Reichskanzlei verscharrt zu werden, ein furchtbares Erbe hinterlassend.

Haffner gelingen bei diesen Betrachtungen eine Fülle von treffenden Analysen, ungewohnten Sichtweisen und provokanten aber durch und durch logischen Schlussfolgerungen, die er sprachlich virtuos zu Papier zu bringen vermag.

Das Büchlein ist eine dringende Empfehlung für jeden, der sich über Schulwissen und Guido Knopp-Sendungen hinaus mit Hitler auseinandersetzen möchte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schlaueste, was es über Hitler zu lesen gibt, 13. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
Die "Anmerkungen" lese ich nun schon zum drittenmal, sie sind es einfach wert. Haffner stellt Hypothesen auf, die alles andere als Hirngespinste sind. Überzeugend baut er seine Theorien über Ziele und Denkweisen des "großen Diktators" auf und hat den Mut auch über die durchaus beeindruckenden Leistungen Hitlers zu schreiben. Damit liefert er mehr als jeder andere Autor eine überzeugende Antwort zu der immer wieder aufgeworfenen Frage, warum die Deutschen diesem Mann so bedingungslos gefolgt sind (jedenfalls eine Zeit lang). Lobend sei auch die leicht verständliche "Schreibe" Haffners erwähnt, mit der er sich -nicht nur in diesem Werk- von den Arbeiten der meisten Profi-Historiker abhebt.
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Anmerkungen zu Hitler.
Anmerkungen zu Hitler. von Sebastian Haffner (Taschenbuch - 1. März 1981)
EUR 7,95
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