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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfektes Milieuporträt
Ein beeindruckendes Buch eines Sterbenden, der mit messerscharfer Intelligenz die perfekte bürgerliche Fassadenwelt, in der er aufwuchs, analysiert. Es grenzt an ein Wunder, dass der Mensch, der sich hinter "Fritz Zorn" verbirgt, nach seiner Erziehung überhaupt in der Lage war, seine Lage zu erkennen und derart treffend zu beschreiben. Wer Menschen aus...
Am 15. April 2001 veröffentlicht

versus
45 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anklage eines Sterbenden
Ein Buch über einen neurotisch, unglücklichen Millionärssohn welcher in gutbürgerlichen Verhältnisssen in der Schweiz aufwächst. 30 Jahre lebt er völlig beziehungslos vor sich hin ist in jeder Hinsicht überangepaßt, nie in der Lage eine eigene Meinung zu vertreten. Vom fünfzehnten Lebensjahr an ist er depressiv ohne es...
Veröffentlicht am 20. Mai 2001 von E. Hahn


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfektes Milieuporträt, 15. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
Ein beeindruckendes Buch eines Sterbenden, der mit messerscharfer Intelligenz die perfekte bürgerliche Fassadenwelt, in der er aufwuchs, analysiert. Es grenzt an ein Wunder, dass der Mensch, der sich hinter "Fritz Zorn" verbirgt, nach seiner Erziehung überhaupt in der Lage war, seine Lage zu erkennen und derart treffend zu beschreiben. Wer Menschen aus dem Milieu kennt, das "Fritz Zorn" beschreibt, weiss, dass seine Kritik auch heute noch aktuell ist.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Messerstich, 7. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
Dies ist weder Literatur noch Autobiographie - es ist ein Messerstich (oder wie der Autor gesagt hätte, "der Stich der zertretenen Biene in den Fuß des Zerstampfers").

Hier beschreibt einer sein Sterben, der erst mit dem Sterben zu leben begann - und dies dokumentierte. Und er weiß, "woran er gestorben sein wird": An einer Erziehung, die das Lebendige, Kreative, "das Kreisen" im Kind zerstört und durch Anpassung, Verbiegung, Fassade - ersetzt.

Liest man dazu parallel bspweise Alice Millers "Das Drama des begabten Kindes" wird schnell klar, dass hier nicht von einem Einzelschicksal die Rede ist, sondern von einem System, einem gesellschaftlichen System, das uns alle tangiert: Die Zerstörung des lebendigen "Selbst" eines jeden - mehr oder weniger, denn: Nicht alle sterben daran wie der Autor, der wie er sagt, "zu viel Zerstörung abbekam". Ein Prozess, der sich wie ein Computervirus von Generation zu Generation selbst zu reproduzieren vermag.

Sollten wir tatsächlich, wie Bukowski sagt, "als Genies geboren werden" - wäre es ein schönes Ziel, nicht wenigstens "als Idioten zu sterben".

Ein wichtiger Text für heute - gerade heute, wo im Namen von Globalisierung und Wettbewerb die Menschen noch mehr dazu aufgefordert sind, ihre eigentlichen Bedürfnisse dem maschinenhaften Funktionieren unterzuordnen - egal, wie lebensfeindlich das sein mag: vom Menschen zur "human ressource". Nur vier Punkte, weil der Autor am Ende de facto redundant schreibt und daher die letzten beiden Kapitel nichts zum Vorigen hinzufügen - aber bis dahin: lesen und berühren lassen!
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45 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anklage eines Sterbenden, 20. Mai 2001
Von 
E. Hahn (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
Ein Buch über einen neurotisch, unglücklichen Millionärssohn welcher in gutbürgerlichen Verhältnisssen in der Schweiz aufwächst. 30 Jahre lebt er völlig beziehungslos vor sich hin ist in jeder Hinsicht überangepaßt, nie in der Lage eine eigene Meinung zu vertreten. Vom fünfzehnten Lebensjahr an ist er depressiv ohne es zu merken. Es geht ihm ja gut. Er promoviert ohne große Mühen in Romanistik und wird Lehrer für Latein und Spanisch. In seinem ganzen Leben hat er nie eine Frau berührt was er auf seine sexualfeindliche Erziehung zurückführt. Zwei Psychotherapien bricht er ohne Erfolg ab. Schließlich erkrankt er an einem malignen Lymphom - Krebs. Das Buch ist der Versuch seiner Verarbeitung und das herausschreiben des Hasses auf die Gesellschaft die ihn zu dem gemacht hat, was er jetzt ist. Für ihn ist der Krebs nur das Symptom seiner inneren Neurose. Eine dritte Psychoanalyse begleitet ihn 2 1/2 Jahre bis zu seinem Tode. Dem Buch merkt man sehr stark die psychoanalytischen Denkmodelle als auch die Lektüre der entsprechenden peripheren Literatur an. So zitiert er u.a. Reich, Freud, Mitscherlich, Satre. Auch von seinen Haßtyraden und Klagecharakter kann sich das Buch nicht so recht lösen. Es ist ein ständiges Leiden und sich selbst erniedrigen. (Wie Nietzsche schon sagte. Wer klagt, klagt an). Es ist in psychoanalytischer Hinsicht sehr ehrlich, aber auch besonders in den beiden letzten, kurzen Teilen sehr einseitig und redundant. Der Ich Charakter steht für meinen Geschmack etwas zu sehr im Vordergrund. So hat man ständig das Gefühl das der Autor sich von jeder Schuld freizumachen versucht und die ganze Gesellschaft besonders aber seine Eltern als Symbol schuldig spricht. Es scheint als ob er bis zum Schluß bezeihungslos geblieben ist.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschütternd, 11. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
"Doch ab einem gewissem Alter wirkt es lächerlich für ein ganzes verkorkster Leben, seine Eltern dafür verantwortlich zu machen. Fritz Zorn hat eine gewisse Fähigkeit nicht gelernt: Verzeihen zu können. Diesen negativen Aspekt hat er auch seinem Buch verliehen.".... das schrieb 1 rezensent.
aber wie soll man dem verzeihen, was einen tötet? es sind nicht nur die eltern, es ist die gesamte fehlentwicklung unserer gesellschaft, die dieser sterbende hier -weil es ihn buchstäblich TÖTET- zurecht anprangert. diesem buch kann man mit kleinlichen kritiken nicht beikommen. nie vorher oder nachher hat mich ein buch derart erschüttert. es prägt z.t. mein leben bis heute.
und das problem ist ja eben:gerade VERZEIHEN konnte er nicht lernen, ebensowenig wie lieben.
ich wünschte mir, "fritz zorn" könnte noch lesen, dass sein buch mir ungeheuer viel bedeutet und mir in meinem leben sehr geholfen hat.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das man nicht vergisst, 10. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
Diese Geschichte ist umso trauriger, als sie wahr ist. Es ist kein Geheimnis, dass der Autor seinen Krebs nicht besiegen kann. Letztlich macht dieses Buch aber nicht so sehr die Geschichte eines Leidensweges aus, von denen es sicher viele gibt. Der Autor ist überzeugt, dass er krank werden musste und erzählt seine freudlose Lebensgeschichte - und das inmitten von Wohlstand. Er schafft es nicht, eine Beziehung zu seinen Mitmenschen aufzubauen, hat auch nie eine Beziehung zu einer Frau. Und als er anfängt zu leben, ist er schon todkrank. Ironischerweise befreit ihn letztlich seine Krankheit. Ich habe das Buch in meiner Studienzeit gelesen und es hat mich sehr beeindruckt. Viele Bücher vergesse ich, meistens bekomme ich kaum noch den Inhalt zusammen - bei diesem Buch nicht. Es ist aber egal, wann man es liest; ich denke, es gibt einem immer einen Denkanstoß, so fundamental ist die Aussage.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragische Autobiographie des Autors, 5. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Mars (Gebundene Ausgabe)
Der Autor erzählt darin seinen Kampf gegen den Krebs, der ihn längst besiegt hat. Die ihm verbleibende Zeit nutzt er zum Revuepassieren seines Lebens, kämpft dabei immer noch gegen den Krebs, den er letztlich verliert. Das Buch erschien erst nach dem Tod des Autors, vom Co-Autor beendet. Ein trauriges, nachdenklich machendes Buch, welches sicherlich viele in gleicher Situation sehr ansprechend wird.
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5.0 von 5 Sternen super, 5. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
faszinierend.
schnôrkellos!
Das Buch ist sehr spannend. Tragisch und lehrreich. Bekommt man witklich Krebs, wenn man Alles in sich hinein frisst?
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundumschlag eines Todkranken, 5. Dezember 2008
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
Mars ist die wahre Geschichte eines jungen Menschen, der nach eigenem Bekunden an seinem Umfeld zugrunde geht. Als der depressive Lehrer Fritz Zorn erfährt, dass er Krebs hat, blickt er unerbittlich auf sein nicht gelebtes Leben zurück. Obwohl er aus Rücksicht auf seine Eltern ein Pseudonym verwendet, ist der Autor in seiner Abrechnung alles andere als schonungsvoll, auch nicht sich selbst gegenüber. Mit beißendem Sarkasmus konstatiert er sein eigenes Versagen. Die Schuld dafür nimmt er allerdings nicht auf sich: Die gibt er seinen Eltern und der herzlosen bürgerlichen Gesellschaft der Zürcher 'Goldküste'. Schließlich richtet er seinen verzweifelten Hass gegen Gott, der all das Leid duldet. Das streitbare Testament eines Todkranken sorgte 1977 für einiges Aufsehen. Zum Schlüsselbuch wurde es für die revoltierende Zürcher Jugend der 80er Jahre, die wohlbehütet aufgewachsen war, aber den Bruch mit einer Gesellschaft suchte, die sie als erstarrt und erstickend empfand.
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13 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfangs sehr fesselnd, 7. Dezember 2000
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
Ein wirklich außergewöhnliches Buch, aber leider war das nur der erste Eindruck. Das Traurige daran ist, dass sich die Haltung von Fritz Zorn nicht verändert. Aufgrund seiner schlimmen Krankheit, hatte er sehr viel Zeit über sein Leben nachzudenken. Die Bilanz sieht sehr traurig aus. Er schafft es nicht seinem Leben etwas Positives abzugewinnen. Schuld daran sind seine Eltern, die in der Hoffnung alles perfekt zu machen, alles falsch machten. Doch ab einem gewissem Alter wirkt es lächerlich für ein ganzes verkorkster Leben, seine Eltern dafür verantwortlich zu machen. Fritz Zorn hat eine gewisse Fähigkeit nicht gelernt: Verzeihen zu können. Diesen negativen Aspekt hat er auch seinem Buch verliehen.
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich, 9. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Mars: Roman (Taschenbuch)
..aber wahr. Ein erschütterndes Buch, über das schon soviel gutes gesagt wurde, daß ich mich einfach diesen Laudatoren anschließe.
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Mars: Roman
Mars: Roman von Fritz Zorn (Taschenbuch - 2. Juli 2012)
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