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Kundenrezensionen

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am 29. Dezember 2002
Im vergangenen Jahr jährte sich zum 60. Mal der Todestag Stefan Zweigs, der sich in Brasilien - aus Verzweiflung über den Zweiten Weltkrieg und die Verbrechen des Nationalsozialismus - das Leben genommen hat. Seine hervorragenden Biographien, Essays und Erzählungen liegen daher vollständig vor. Besonders fasziniert hat mich - schon als Kind - immer wieder die Biographie des Polizeiministers Napoleons, Joseph Fouche. Gezeichnet wird hier meisterhaft das Portrait eines politischen Opportunisten ersten Ranges. Joseph Fouche, Sohn von Kaufleuten, wird Priesterlehrer (ohne das Gelübde zu leisten), schließt sich dann der Revolution an. Er votiert - nach langem Zögern - als Abgeordneter der Nationalversammlung für den Tod des abgesetzten Ludwigs XVI. und erlangt traurige Berühmtheit als Henker von Lyon und Plünderer der Kirchen. Doch als sich der Wind wendet, sagt er sich ohne Skrupel von seinen früheren Überzeugungen los. Faszinierend beschrieben seine Auseinandersetzung mit Robespierre, dem führenden Politiker der französischen Revolution, zu dessen Sturz er entscheidend beiträgt. Er dient sowohl dem Direktorium als auch dem aufsteigenden Napoleon als Polizeiminister. Meisterhaft in seinem psychologischen Falkenblick beschreibt Zweig die wechselseitige Abhängigkeit, die Hass-Liebe zwischen dem heißblütigen impulsiven Napoleon und dem "seelischen Kaltblüter" Fouche - der von Napoleon zwar mehrfach abgesetzt wird, jedoch in Krisen wieder auftaucht. 1808, während des Krieges gegen Spanien, verbünden sich die beiden Feinde Talleyrand und Fouche (die sich charakterlich sehr ähnlich sind) kurzzeitig gegen Napoleon - was diesen mehr erschreckt als verlorene Schlachten. Zunächst erweist sich Napoleon als der Stärkere, Fouche wird mehrfach ins politische Exil verschickt. Doch am Ende ist es Fouche, der - wie bei Robespierre - die Verschwörung gegen Napoleon organisiert und seinen Sturz herbeiführt - und Ludwig XVIII. zur Macht verhilft. Dies ist sein entscheidener Fehler, wie Zweig hervorragend schildert - denn die neue königliche Regierung brauchte zwar das politische Genie Fouches zur Erringung und Festigung der Macht - doch insbesondere die Herzogin von Angouleme, die Tochter Ludwigs XVI. erzwingt seinen endgültigen Sturz und bitter sind seine letzten Tage in Linz und Triest - denn so wie Fouche alle seine Mitstreiter verraten hat, so hält auch keiner mehr zu ihm, als er endgültig nicht mehr gebraucht wird und einsam und verbittert am 26. Dezember 1820 stirbt.
Dieses meisterhafte Portrait dieses genialen, aber sehr skrupellosen Politikers stammt bereits aus dem Jahre 1929. Wie sehr die Psyche dieses Mannes "aktuell" war, ist daran belegt, dass Stalin seinen Geheimdienstchef Jagoda 1937 entließ, nachdem Zweigs Biographie in Rußland erschienen war. Jagoda hatte erstaunliche Ähnlichkeit mit Fouche, so Robert Payne in seiner Stalin-Biographie und die Äußerung Napoleons auf Elba: "Ich habe nur einen Verräter gekannt - Fouche" - dürfte den misstrauischen Stalin bewogen haben, Jagoda - neben anderen Gründen - als Geheimdienstchef abzusetzen. Dies zeigt, welche "Auswirkungen" eine Biographie haben kann. Auch heute dürfte dieser Politikertyp nicht ausgestorben sein - allgemein wird beklagt, dass Macht und Prinzipienlosigkeit bei handelnden Politikern nach wie vor stark anzutreffen ist. Diese können sich bestätigt fühlen durch die Biographie ihres politischen Lehrmeisters - und sollten doch zugleich durch sein Schicksal gewarnt sein; Prinzipienlosigkeit zahlt sich letztlich eben doch nicht aus. Dies verdeutlicht zu haben, darin liegt das Verdienst des Meisters Stefan Zweig. Wer sich für historische Biographien interessiert, dem sei zu sagen: unbedingt lesen !!!!
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am 21. September 2002
In diesem Buch über Joseph Fouché erfährt man nicht nur vieles aus dem ereignisreichen Leben des Mannes, der als Radikaler in der Zeit der Revolution als Peiniger von Lyon unzählige Menschen hinrichtete und später als sehr reicher Polizeiminister auf Seiten Napoleons und König Ludwig XVIII seine ehemalige Gesinnung vergessen liess, sondern auch viel über Politik und wie Entscheidungen oft zustande kommen. Da zeigt Zweig warum sich der mächtige Weltherrscher Napoleon und der einflussreiche Intrigant Fouché fast gleichstark gegenüberstehen. Warum Fouché unter so verschiedenen Herrschern wie Robespierre und Napoleon dienen konnte und sie doch beide politisch überlebte. Denn er schlägt sich rechtzeitig auf die Seite des Stärkeren.
Zweigs Verdienst ist es in diesem Buch diese von der Geschichte, die sich an symbolträchtigen Ereignissen orientiert, oft vernachlässigten Entscheidungsmomente nachzuzeichnen. Dabei gelingt es ihm mit seiner lebendigen und treffenden Sprache den Leser sowohl inhaltlich als auch emotional zu überzeugen. Man fühlt geradezu wie Fouché sich zwischen den Fronten bewegt, den Augenblick abpassend dem Stärkeren opportunistisch zu dienen. So ist man gespannt, wie es ihm dieses Mal wieder gelingt seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und den des Anderen an seine Stelle zu drücken; für letzteres hat er freilich Mittelsmänner damit seine Hand rein bleibt.
Zweig lässt uns die Strenge des unnahbaren Robespierres, den Machthunger des siegesgewissen Napoleons und die Gier nach Einfluss des kühlen Mannes Fouché spüren. Dieses Buch bringt uns Geschichte durch die handelnden Menschen nahe und regt so an in einem Geschichtsbuch auch noch einmal die Ereignisse nachzuschlagen.
Dieses Buch zu lesen ist also ein Gewinn, nicht nur an Interesse für Geschichte und Politik sondern auch an biographischer Literatur und daher von mir zu empfehlen.
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am 11. Juli 2004
Joseph Fouché war das erste Buch von Stefan Zweig, das ich las. Anfangs war ich etwas skeptisch - ich erwartete eine trockene und schwer verständliche Wiedergabe des Lebens Joseph Fouchés, wie man es in Geschichtsbüchern in der Schule liest. Doch zu keinem Zeitpunkt ist dieses Buch trocken oder unverständlich. Stefan Zweig baut zu den richtigen Momenten Spannung ein und beschreibt Menschen und Persönlichkeiten wie kein anderer. Er hat dafür gesorgt, dass ich den Namen Joseph Fouché nicht mehr vergessen werde.
Stefan Zweigs literarischer Stil übertrifft den der meisten hoch gelobten deutschen Schriftstellern (z.B. Thomas Mann). Er schreibt klar und präzise und fesselt den Leser mit seiner Gabe, Worte lebendig zu machen.
Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen - es ist ein unvergessliches Leseerlebnis!
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am 4. März 2007
Stefan Zweig legt 1929 mit der Biografie von Joseph Fouche die Geschichte eines ansonsten weitgehend Unbekannten vor. Zwar taucht Fouche zwangsläufig immer wieder im Zusammenhang mit der Zeit der französischen Revolution auf - aber dies meist sehr nebulös und mit Klischees behaftet.

Stefan Zweig bleuchtet in diesem wahrhaften Meisterwerk Leben, Psyche und historisches Umfeld des Joseph Fouche - in einer herausragenden Art und Weise.

Er beleuchtet alle Lebensstationen Fouches: Priesterlehrer und Emporkömmling zu Beginn der großen Revolution, Kirchenplünderer und einer der ersten Kommunisten der Geschichte, Henker hunderter Menschen als Verwalter von Lyon, federführender Gegenspieler Robespierres, Polizeiminister unter dem Direktorium, dem Konsulat, unter Kaiser Napoleon und auch unter König Ludwig XVIII.

Fouche wäre als einer der wohl größten Opportunisten und Verräter der Geschichte allein schon interessant.

Die gewohnt großartige Herangehensweise von Stefan Zweig macht dieses Buch noch umso lesenswerter.

Er versteht es alle Aspekte von Fouches diffiziler Persönlichkeit auszuleuchten und gleichzeitig das unglaublich spannende Umfeld der französischen Revolution und der napoleonischen Ära leicht verständlich in den Zusammenhängen darzustellen.

Meines Erachtens ein weiteres, absolut empfehlenswertes Buch Stefan Zweigs für alle geschichtlich Interessierten - fundierte psychologische Analysen historischer Personen inklusive.
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am 8. Juli 2005
Mit seinen Biographien war es Stefan Zweigs Anliegen, Geschichte näherzubringen. Er folgt dabei den Zeitgeist und fühlt den Menschen psychologisch auf den Zahn; Quellen werden nicht herangezogen. So bekommt diese Biographie den Stil eines Romans - und Stefan Zweig kann Romane schreiben.
Der Charakter Fouches hat Zweig fasziniert und im selben Moment erschreckt, das spürt man auf jeder Seite, und so nimmt Zweig den Leser mit auf eine Reise, die vor der Französischen Revolution beginnt und nach ihr endet. Zweig bringt viele Gedanken knapp auf den Punkt: Welche Wege stehen jemandem offen; aus welchem Grund trifft wer welche Entscheidungen. Aus welcher Situation heraus hat sich was entwickelt. Mit "Magellan" ist "Fouche" die beste Biographie Zweigs.
Die historische Genauigkeit kann ich nicht beurteilen, aber allein die Sprache wäre es schon Wert, das Buch zu kaufen: Ein glasklares, schönes Deutsch, wie es Journalisten und Schriftstellern der Gegenwart maximal eine Seite durchhalten.
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am 23. Februar 2008
Wahrlich, das Buch ist spannender als alle Kriminalgeschichten zusammen. Im Besonderen der Abschnitt der französischen Revolution, der von Stefan Zweig als Duell zwischen Robespierre und Fouché beschrieben wird. Meisterhaft!
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am 9. Juli 2004
Seit meiner Jugend gehört "Josef Fouché" von Stefan Zweig zu meinen Lieblingsbüchern. Zum einen ist Zweigs Fouché-Biographie eine psychologische und spannende Meistererzählung, zum anderen lässt sie einen an der wechselvollen Geschichte der französischen Revolution und der napoleonischen Zeit teilnehmen. Mittendrin und immer rechtzeitig die Seite wechselnd der listige und skrupellose Opportunist Josef Fouché. Sein Denken, Handeln und Intrigieren mitzuerleben, macht die Faszination dieses Buches aus. Und - Fouché ist kein geschichtlicher Einzelfall! Wir begegnen seinen kleinen und großen Nachfolgern überall. Schon daher lohnt es sich, sich mit dem Psychogramm Josef Fouchés auseinander zu setzen.
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Joseph Fouché (1759-1820) war die „graue Eminenz“ der französischen Republik und des nachfolgenden Kaiserreichs. Als Polizeiminister in mehreren Regierungen, meist stand er im Dunkeln und immer abwartend. Bis heute ist er das Paradebeispiel des Opportunisten, der vom Revolutionär bis hin zum Royalisten die gesamte Klaviatur der Politik beherrschte. Er besaß die genialische Fähigkeit, die politische Bühne um sich herum zu durchschauen und zu beherrschen und dennoch im Hintergrund zu bleiben, sich ständig zu wandeln wie ein Chamäleon.

Stefan Zweig zeigte in seinem „Bildnis eines politischen Menschen“ eindrucksvoll, wie sich Joseph Fouché vom radikalen Vertreter des revolutionären Terrors zum Polizeiminister Napoleons, dessen Geheimpolizei ganz Europa mit einem Spitzelsystem überwachte, wandelte und das mit Scharfblick, eiskalter Unberechenbarkeit und eindringendem Verstand. Sein „Joseph Fouché“ ist eine beeindruckende Studie, die beweist, dass die wirklichen Akteure im Hintergrund die Strippen ziehen.

Stefan Zweig verfügte dabei über profunde Kenntnisse zur französischen Geschichte und es gelang ihm darüber hinaus, den menschlichen und seelischen Verwicklungen seines Protagonisten nachzuspüren. „Joseph Fouché“, 1929 erschienen, war seine erste Romanbiographie, in der ihm neben der beklemmenden Darstellung des Intriganten auch ein eindrucksvolles Panorama der Epoche zur 18./19. Jahrhundertwende gelungen.

Im Audioverlag (in der erfolgreichen Reihe „Große Werke. Große Stimmen“) ist nun eine ungekürzte Lesung (Gesamtlaufzeit immerhin 9 h und 49 min) erschienen. Es ist eine Produktion des SDR (heute SWR) aus dem Jahre 1982. Die Lesung stammt von dem bereits 1991 verstorbenen „Theatermenschen“ und Regisseur Hans Lietzau, dem es wunderbar gelang, den zwiespältigen Charakter des „Chamäleons“ Fouché hörbar zu machen. Die mp3-CD ist in 189 Tracks (durchschnittliche Spieldauer 3 bis 4 Minuten), sodass jederzeit eine Unterbrechung und ein Wiedereinstieg möglich sind. Nach zahlreichen anderen Stefan-Zweig-Hörbüchern (vor allem „Sternstunden der Menschheit“) liegt nun auch sein „Joseph Fouché“ als vollständige Lesung vor … und das sicherlich nicht nur zur Freude aller Stefan-Zweig-Fans.
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am 26. Januar 2014
Mit der Französischen Revolution von 1789 verbinden wir schillernde Persönlichkeiten wie Marat und Robespierre; Fouché dagegen, der nicht durch Auftritte und Reden glänzte, kennt man kaum. Dabei war dieser Mann nicht etwa ein unbedeutender Hinterbänkler, kein Stimmvieh des revolutionären Konvents. Er war vielmehr ein begnadeter Strippenzieher, ein Organisator im Hintergrund, ein Spürhund, der jeden politischen Wetterwechsel schon weit vor seinem Ausbruch witterte. Auf einen praktischen Geist seines Formats konnten die Jakobiner so wenig verzichten wie deren Opposition, seine konspirativen Talente brauchte ein Napoléon ebenso wie Ludwig XVIII. Fouché diente ihnen allen und nutzte dabei nur sich.

Zweig nannte seine Biographie „Bildnis eines politischen Menschen“, wohl wissend, dass er mit Fouché dem Typus des gewissenlosen, intriganten und eigennützigen Politikers ein Denkmal setzte. Fouché ist eine reale historische Gestalt, an der aber nur stellvertretend Struktur und Mechanismus politischer Machtausübung verdeutlicht werden. Es wird dabei augenfällig, dass zur Charakterlosigkeit des einzelnen Subjekts die objektiven Umstände hinzutreten müssen, um einem solchen politischen Chamäleon Gelegenheit zur Entfaltung zu geben. Ohne die Wirren der Revolution, ohne das Kräftemessen von Bürgertum und Restauration hätte Fouché nie so erfolgreich seine Machtspiele betreiben können.

In Zweigs Biographien sind Personen der Geschichte plastisch als Menschen ihrer Zeit dargestellt. Auf der Grundlage eines umfangreichen Quellenstudiums wird ein Lebenslauf für den Leser in das Zeitgeschehen eingebettet und anhand des einzelnen Schicksals das Wesen der jeweiligen Epoche verdeutlicht. Hinzu kommen Zweigs genialer Gebrauch der deutschen Sprache und sein außerordentliches Geschick, sich in die Gedankengänge seiner Helden hineinzufühlen, ihre Seelen auszuloten und ihren inneren Antrieb damit aufzuklären. Seine Porträts von historischen Persönlichkeiten werden damit zu Psychogrammen des Zeitgeists. Zweig ist niemals nur Geschichtsschreiber, er ist ein virtuoser Interpret der Geschichte.
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am 24. April 2009
Das sagt Napoléon Bonaparte immer wieder zu seinem Polizeiminister Joseph Fouché und jedes Mal erhält er die gleiche kühle Antwort von seinem unerschütterlichen, kaltblütigen Minister: "Ich bin nicht dieser Meinung Eurer Majestät." In diesem atemberaubend spannenden Buch beschreibt Stefan Zweig den Aufstieg und Fall dieses "politischen Menschen", dessen Spitzel-Methoden von Staatssicherheitsdiensten und Verfassungsschützern nahtlos bis in unsere Zeit übernommen wurden:

"Unendlicher Irrweg durch das Labyrinth eines Vierteljahrhunderts: vom kleinen, blassen Kaufmannssohn zum tristen, tonsurierten Priesterlehrer, dann empor zum Volkstribunen und Prokonsul, schließlich zum Herzog von Otranto, Diener eines Kaisers, und nun endlich niemandes Diener mehr, Alleingebieter in Frankreich. Die Intrige hat triumphiert über die Idee, das Geschick über das Genie. Eine Generation Unsterblicher rings um ihn ist zur Tiefe gestürzt. Mirabeau tot, Marat ermordet, Robespierre, Desmoulins, Danton guillotiniert, sein Mitkonsul Collot verbannt auf die Fieberinsel von Guayana, Lafayette erledigt, alle, alle dahin und verschwunden, seine Kameraden aus der Revolution."

Das Buch, eher ein Pyschogramm als eine Biografie, ist fesselnd und macht Appetit auf die Französische Revolution und die Napoléonische Epoche.
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