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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Koryphäe und Sabbler
Günter de Bruyn, Buridans Esel, 1968
Ein schmales, schön lesbares, gut strukturiertes Buch, höchst konzentriert komponiert :
Es geht um Karl Erp, Bibliotheksleiter, verheiratet mit der still ergebenen Elisabeth, 2 Kinder im Schulalter, um 40, der sich in die neue Praktikantin Fräulein Broder verliebt (attraktiv, energisch, geistig...
Veröffentlicht am 4. November 2007 von Diethelm Thom

versus
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2.0 von 5 Sternen Treffender Titel
Das Buch liest sich schleppend. Ich hatte mir von Günter de Bruyn mehr versprochen. Ich kann diese Lektüre nicht empfehlen.
Vor 20 Monaten von Wera Villain veröffentlicht


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Koryphäe und Sabbler, 4. November 2007
Von 
Diethelm Thom - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Buridans Esel: Roman (Taschenbuch)
Günter de Bruyn, Buridans Esel, 1968
Ein schmales, schön lesbares, gut strukturiertes Buch, höchst konzentriert komponiert :
Es geht um Karl Erp, Bibliotheksleiter, verheiratet mit der still ergebenen Elisabeth, 2 Kinder im Schulalter, um 40, der sich in die neue Praktikantin Fräulein Broder verliebt (attraktiv, energisch, geistig interessiert und selbstbewusst), sie nach einigen Schwierigkeiten für sich gewinnt, zu ihr in die verkommene Mietskaserne ins Proletenmilieu zieht, nach einiger Zeit aber seine Bequemlichkeit vermisst und zu Elisabeth zurückkehrt, die inzwischen einen eigenen Beruf angenommen hat und ihn eher sehr zögernd, um der Kinder willen, wieder in ihre Villa auf großem Grundstück hineinlässt, die ihr die Eltern überlassen hatten.
Das Buch vermittelt in Form und Inhalt ein dichtes Bild von der damaligen DDR: Erp, der insgesamt sich wie Buridans Esel verhält, sich also zwischen zwei Bündeln Heu nicht entscheiden kann und so verhungert", ist insgesamt ein schäbiger, narzisstischer Sabbler, erscheint aber in seiner Gesellschaft relativ normal: Er wird als Chef und Koryphäe geschätzt und respektiert, seine Machtstellung erinnert heute an die der Bonzen. Seiner Frau gegenüber verhält er sich wie ein wehleidiger Pascha. Seine Kollegen kritisieren ihn zwar, wie das in der sozialistischen Gesellschaft üblich war, gerade auch in seinem privaten Verhalten, das ja deutlich ins Berufsleben hineinwirkt, aber sie tasten ihn nicht wirklich an. So bekommt er am Ende keine Abstrafung, sondern einen attraktiveren Posten im Ministerium angeboten. Seine Selbstgefälligkeit und Verantwortungslosigkeit seiner Familie gegenüber erscheinen im gesamten Roman relativ normal, wie akzeptiertes Verhalten, wenngleich der Erzähler auch deutliche Worte der Kritik für ihn findet.
Auffällig die Erzählhaltung. Der Autor ,der auch (aber erst 1975) eine Biografie über Jean Paul geschrieben hat, steht hier ganz unter dem Einfluss dieses Romantikers. Er schreibt in der 3.Person Singular, als auktorialer Erzähler, der oft witzig-geistreich wie Jean Paul ins rankenreiche, ausschweifende Fabulieren gerät und virtuos immer wieder in die personale Erzählform hineingleitet und so insgesamt auch die Distanz zum Sujet herstellt (mit der Ausnahme des Kapitels, in dem die erste Liebesnacht mit Fräulein Broder sehr emphatisch geschildert wird). Außerdem erinnert der Stil häufig an Fontane. Dieses Erzählverhalten wirkt einerseits durchaus amüsant, andererseits aber auch etwas obsolet-biedermeierlich und vermittelt insfoern auch im Stil den Geist der damaligen Stimmung in der DDR: Es ging durchaus besinnlich, betulich, provinziell, familiär unter den Menschen zu, was jetzt aber bei de Bruyn in einen Gegensatz zu der Schäbigkeit des Protagonisten und seines Verhaltens gerät. Insofern will mir dieser Stil auch schon für 1968 als zu uneinheitlich und überholt erscheinen. Vielleicht erklärt das die Tatsache, dass es um de Bruyn relativ still geworden ist, indem er nämlich nicht mehr wirklich einen authentischen Ausdruck für die Lebensverhältnisse in seiner Zeit fand.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfühlsam erzählte Dreiecksgeschichte..., 11. Januar 2008
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Buridans Esel: Roman (Taschenbuch)
Die einfühlsam erzählte Geschichte eines Bibliotheksleiters wird erzählt, der sich wie Buridans Esel nicht entscheiden kann: soll er in einer als abgelebt und langweilig empfundenen Ehe mit seiner Frau Elisabeth bleiben, oder soll er der Verliebtheit der neuen Kollegin Broder (interessanterweise erfährt der Leser nie ihren Vornamen) gegenüber Raum geben, was aber im Endeffekt bedeuten würde, mit ihr Berlin zu verlassen. Erp ist aber inzwischen im Hinterhaus-Alltag und einigen Streitpunkten mit Frau Broder klargeworden, daß er mit dieser anspruchsvollen Frau seine Bequemlichkeit einbüßen würde, und so kehrt er reumütig zur verlassenen Frau zurück, die ihn zwar noch aufnimmt, aber inzwischen ebenfalls an Selbstbewußtsein gewonnen hat und ihn aus dem gemeinsamen Schlafzimmer weist. Elisabeth und Frau Broder sind charakterlich standfester gezeichnet als dieser unentschlossene Erp. Sehr Lesenswert. (11.01.08)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fein seziert und philosophisch zubereitet..., 20. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Buridans Esel: Roman (Taschenbuch)
Dieser Esel ist ein abstraktes Geschöpf sophistischer Philosophie!
Das arme Tier kann sich, genau zwischen zwei völlig gleiche Heubündel gestellt, für keines entscheiden und verhungert schließlich.
Kollege Erp hingegen, Hauptfigur dieses Romans ist dank der Erzählkunst des Autos ein sehr konkreter Mensch - ein Mann zwischen zwei Frauen.
Zwischer seiner sanften, aber allzu passiven Ehefrau und der gescheiten jungen Praktikantin Broder. Ein klassisches Dreiecksverhältnis ergäbe sich, wäre Erp der dritte, feste Punkt in diesem System, aber er ist es nicht.
Aus dem Konflikt, in dem die übrigen Beteiligten reifen, neue menschliche Qualitäten gewinnen, stiehlt er sich unter Verlust von viel äußerem Schein davon. Der Autor berichtet hier mit viel ironischer Distanz. Er seziert mit scharfer Klinge und es ist eine große Freude, diesen raschen, eleganten Schnitten beiwohnen zu können!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für beide Geschlechter ..., 28. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Buridans Esel: Roman (Taschenbuch)
Er ist Bibliothekar in Berlin. Sie eins ist seine Ehefrau, Mutter seiner zwei Kinder und zu Hause, weil Er sich Familienleben schon immer so vorgestellt hat. Sie zwei ist zwanzig Jahre jünger als Er, gerade in der Hauptstadt eingetroffen und dabei, ein Praktikum in der Bibliothek zu absolvieren, in der auch Er arbeitet. Und eines morgens weiß Er, daß etwas anders ist: mit einem Lächeln im Gesicht wacht er auf …
Doch was nun? Was anfangen mit Haus, Garten, Auto, Frau und Kindern, mit all dem eingeschlafenen Glück? Ein Neuanfang? Und die Moral?
So überlegt Er sich – im Gegensatz zu dem Esel des französischen Philosophen Buridan, der zwischen zwei Heuhaufen verhungert ist, weil er sich nicht für einen entscheiden konnte – erstmal von beiden Heuhaufen zu kosten. Mit Option. Zwischenzeitlich kämpft Er mit schmuddeligen Berliner Mietshäusern, skurrilen Nachbarn, liebgewonnenen Gewohnheiten, den lieben Kollegen und einer neuen Situation. Zu Hilfe kommt Ihm dabei, daß Er so aufrichtig unehrlich zu sich selber sein kann.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Treffender Titel, 8. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Buridans Esel: Roman (Taschenbuch)
Das Buch liest sich schleppend. Ich hatte mir von Günter de Bruyn mehr versprochen. Ich kann diese Lektüre nicht empfehlen.
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Buridans Esel: Roman
Buridans Esel: Roman von Günter de Bruyn (Taschenbuch - 22. September 2006)
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