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75 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte meiner Heimat
"Koennte mir ein von einem Auslander geschriebenes Buch ueber die Geschichte meiner heimat gefallen?" fragte ich mich, als ich "Maria Stuart" von Stefan Zweig zu lesen begann. Dann fand ich heraus, dass ich das Buch schnell zu Ende lesen musste.
Es gibt in der englischen Sprache viele Buecher ueber die unglueckliche Koeningin von Schottland und...
Veröffentlicht am 28. Mai 2002 von robindunham

versus
17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderbar zu lesender Roman - aber zu wenig objektiv
Zunächst muss ich subjektiv sagen: ich bin ein Bewunderer von Stefan Zweigs Werken. Seine Sprache ist bilderreich und ausdrucksvoll. Er schreibt packend und fesselnd. Dies gilt auch für die vorliegende, bereits 1935 erschienene Biographie über die schottische Königin Maria Stuart. Spannend wird der Lebens- und Leidensweg dieser so umstrittenen...
Veröffentlicht am 11. März 2006 von Bernhard Nowak


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75 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte meiner Heimat, 28. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuart (Taschenbuch)
"Koennte mir ein von einem Auslander geschriebenes Buch ueber die Geschichte meiner heimat gefallen?" fragte ich mich, als ich "Maria Stuart" von Stefan Zweig zu lesen begann. Dann fand ich heraus, dass ich das Buch schnell zu Ende lesen musste.
Es gibt in der englischen Sprache viele Buecher ueber die unglueckliche Koeningin von Schottland und waehrend meiner Schulzeit wie Andere fand ich ihr Leben besonders interessant. Aber tatsaechlich konzentrieren sich viele Schriftsteller auf Maria Stuart als eine romantische Figur und vergessen die Wirklichkeit. Deshalb beindruckt mich das Buch von Stefan Zweig sehr. Nachdem er Dokumnete ueber Maria Stuart in London recherchierte, stellte er in seinem Buch den wahren Charakter Marias mit ihren Vorteilen und Nachteilen dar. Darueber hinaus inzensierte die anderen wichtigen Charaktere wie zum Beispiel ihre Gegnerin, Koeningin Elizabeth die Erste; und John Knox, den calvinistischen schottischen Prediger. Der Schriftsteller macht die Zeit lebendig; die Gegenreformation nach dem ersten Erfolg Martin Luthers; das Wachstum Englands unter der Regierung von Elizabeth; die Armut Schottlands und die macht der Lords; und schliesslich die Frage des Erbfolgers von Elizabeth als Koenig Englands.
Das Leben Maria Stuarts besteht aus vier Teilen. Als Kind wohnte sie in Schottland vonm 1542 bis 1548. Danach war Frankreich ihre heimat und wahrscheinlich fand sie diese Jahre bei dem franzoesischen Hof der troubadore die gluecklichsten ihres Lebens. Die Zeit als Koeningin Schottlands von 1561 bis 1568 war sehr spannend und waehrend diese Jahre aenderte sich ihr Charakter stark. 1568 floh sie nach England und bis zu ihrer Hinrichtung im Jahr 1587 blieb sie in Gefaengnis.
Der Erzaehler zeigt den Lesern den vielfaeltigen Charakter Marias. Sie liebte zu tanzen, Gedichten zu lesen und war ehrlich und tapfer. Sie hatte immer freundlichschaften Beziehungen zu ihren Dienern und Dienerinnen. Maria blieb der katholischen Kirche teu, obwohl sie als junge Frau nicht so religioes war. Auf der anderen Seite konnte sie hartnaeckig sein, verstand nie die politische Situation in Shottland und glaubte an das Gott gegebene Recht einer Koenigin zu regieren. Der Unterschied zwischen den Charakteren Marias und Elizabeths bringt Stefan Zweig zum Ausdruck.
Die meisten Menschen wissen ueber Maria Stuarts Beziehungen zu Maennern. Zuerst kam die heirat mit Franz von Frankreich, der fruehzeitig starb. In Schottland sind die Beziehungen zu dem franzoesischen Dichter Pierre de Chastelard und zu dem Musiker und Sekretaer David Rizzio besonders schwer zu erklaeren. Ihre zweite Heirat zu Henry Darnley scheiterte, als si vermutlich zum ersten Mal in Bothwell verliebte.
Zum Schluss hat Stefan Zweig die Geschichte meiner Heimat klar darstellt.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Geschichte, 31. März 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuart (Taschenbuch)
"Maria Stuart" ist das zweite Buch von Stefan Zweig, das ich gelesen habe. Obwohl mein klarer Favorit immer noch "Marie Antoinette" ist, hat mir diese Biografie, die sich wieder mit der Lebensgeschichte einer tragischen Frauenfigur auseinandersetzt, ebenfalls sehr gut gefallen. Zweig versteht es ein Bild von Maria Stuart zu entwerfen, dass die Stuart Königin lebendiger als je zu vor erscheinen lässt. Ein faszinierender Roman, der einen Teil der Geschichte spannend aufbereitet und dem Leser die Möglichkeit gibt, Zeuge der Vergangenheit zu werden.
Zudem kann ich mich den aufgeführten Kritikpunkten nicht anschliessen. Beim Lesen dieses Buches empfand ich weder eine störende Frauenfeindlichkeit, noch kann man dem Autor ungerechtfertigte Parteilichkeit vorwerfen. Maria Stuart ist zwar klar der Sympathieträger dieses Romans, doch werden die Linien ihres Charakters nicht kritiklos gezeichnet. Sowohl ihre unangebrachte Lässigkeit als auch ihr Temperament, das sie zu vorschnellen Entscheidungen hinreißen lässt, werden zum Beispiel aufgezeigt.
Das Elisabeth und Maria Stuart neben Königinnen eben auch Frauen waren und diese Tatsache sowohl ihre Entscheidungen als auch ihre Gefühle beeinflusst hat, kann man meiner Meinung nicht abstreiten. Ich kann dabei, trotz Emanzipation, nichts Schlechtes finden. Ausserdem liefert Zweig auch viele andere Erklärungen für Entscheidungen und Eigenschaften dieser beiden Charaktere.
Des Weiteren besticht auch dieser Zweig Roman durch seine wunderbare und bildhafte Sprache, an der sich einige Autoren der heutigen Zeit ein Beispiel nehmen könnten. Aus diesem Gründen verleihe ich diesem Buch fünf Sterne.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historie literarisch aufgearbeitet, 12. Januar 2000
Von Ein Kunde
Mit "Maria Stuart" ist es Stefan Zweig gelungen, eine Mischung aus objektiver Darstellung historischer Tatsachen und eine spannende Erzählung über das Leben einer leidenschaftlichen, aber widersprüchlichen Frau vorzulegen. Im Gegensatz zu seinen vielen Vorgängern fällt Stefan Zweig kein eindeutiges Urteil über diese kluge, anziehende und vor allem stolze Königin. Es bleibt dem Leser überlassen, ob er Maria Stuart als Heilige oder als Hexe sieht oder statt diesen Schwarz-Weiß-Bildern Schattierungen zuläßt. Ist Maria Stuart wirklich die herrschsüchtige Frau, die an dem Mord ihres zweiten Gatten beteiligt war, oder die intelligente Gegenspielerin Elisabeth I.? Diese und viele Fragen mehr weckten in Stefan Zweig das Interesse, dem Mythos dieser Frau nachzugehen. Er beginnt zu forschen und das Ergebnis ist diese gelungene Biographie. Er zieht uns als verläßlicher Beobachter in den Bann Maria Stuarts. Wer mehr über diese leidenschaftliche Königin wissen will, sollte dieses Buch lesen. und sich selber ein Bild über die Geschichte machen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut recherchierter historischer Roman, 17. August 1999
Von Ein Kunde
Stefan Zweig ist einer der wenigen Schriftsteller,denen es gelingt,eine historisch korrekte Biographie zu schreiben,die umso interessanter zu lesen ist.So schafft er es auch in "Maria Stuart",einen leicht lesbaren,aber trotzdem die noetigen Fakten vermittelnden geschichtlichen Abriss zu entwerfen.Dabei laesst der Autor durchaus seine eigene Bewertung der Hauptpersonen einfliessen,er durchleuchtet sie psychologisch und interpretiert deren Aktionen,aber saemtliche Behauptungen und Einschaetzungen sind gut begruendet und belegt,meist durch Primaerquellen.Stefan Zweig bemueht sich,ein moeglichst genaues und lueckenloses Profil der Koenigin zu liefern,und das gelingt ihm durch die Betrachtung ihres Verhaeltnisses zu ihren Widersachern.Jede Aeusserung ueber die Hauptperson,jede Einschaetzung,jeder Interpretationsversuch ihrer Handelsweisen wird belegt durch die Korrespondenz Maria Stuarts mit ihrer groessten Widerstreiterin Elisabeth,durch ihr Verhaeltnis zu ihren Ehemaennern,durch ihre Reaktion auf ihr Todesurteil und letztlich auch durch ihre letzten Worte auf dem Schafott.Auf diese Weise gelingt Stefan Zweig ein genaues,bestens recherchiertes und interessant zu lesendes "Bildnis eines mittleren Charakters".Die Biographie ist kein Angriff auf die Frau als Koenigin,der Autor will nicht die Frau in der Politik denunzieren,er will ein moeglichst genaues Abbild der historischen Person Maria Stuart entwerfen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte hautnah, 30. Juli 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Stefan Zweig hat einmal mehr ein wunderbares psychologisches Profil entworfen. Mit prächtigen Farben, tiefgründig und spannend zugleich, erstellt er ein Bild von Maria Stuart, das lebensnah und unglaublich interessant ist. Selten wurde Geschichte so anschaulich, einfach und doch spannungsgeladen erzählt. Wer dieses Buch liest, bekommt einen tieferen Einblick in den Machtkampf zweier grundverschiedener Frauen: Maria Stuart von Schottland und Elisabeth I. von England. Politik, Machtspiele, Diplomatie, Intrigen, Cabale und Liebe, besser als jeder Roman, weil aus dem echten Leben gegriffen. Kein Autor hätte sich eine solche Geschichte ausdenken können. Zweig erklärt die Gefühls- und Gedankenwelt einer von der machtverliebten Politik vergessenen Frau, die immer wieder kämpfen muß - um ihre Krone, um ihre Ehre und um ihr nacktes Leben - und diese Kämpfe immer wieder auf dramatische Weise durch ihre eigenen Fehler verliert. Dabei bleibt Zweig zwar mitfühlend, aber auch sehr detailiert ohne parteiisch zu wirken. Dieses Buch liefert Hintergundwissen warum Katholiken und Anglikaner einander gegenüberstanden in Großbritannien und warum Schottland und England sich so verbissen bekämpften.
Zweig liefert einen wertvollen Einblick in das Seelenleben der britischen Nation im ausgehenden 16. Jahrhundert, erklärt wie und warum Religion die Fürstenhäuser Europas zu jener Zeit so furchtbar in Ränkespiele verwickelte und zeichnet einen wunderbaren zusammenhängenden Überblick über die Geschehnisse dieser Epoche.
Einmal mehr hat sich Zweig übertroffen und hat wahrscheinlich auch dazu beigetragen, daß diese beiden Königinnen die nicht miteinander und auch nicht gegeneinander existieren konnten, sich so kollektiv in das Gedächtnis der Welt eingeprägt haben.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ und fesselnd!, 21. August 2007
Stefan Zweig hat mit diesem Band auf eindrucksvolle Weise bewiesen, dass er mit seinem Geschichtsverständnis den Leser ohne Wenn und Aber zu fesseln vermag. Bildreich und wortmächtig breitet er die Lebensgeschichte zweier konkurrierender Frauen aus und lässt den Sog, den die Faszination einer vergangenen Epoche immer noch entfalten kann, in Gestalt von Maria Stuart und Elizabeth I. unwiderstehlich werden. Das schmale Format beeinträchtigt die sich entfaltende Spannung keineswegs, sondern gibt den Figuren ausreichend Raum, sich zu entwickeln und darzustellen. Neue Erkenntnisse vermittelt das Buch nicht, aber interessante persönliche Sichtweisen, welche die Lektüre allemal lesenswert machen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zerstörende Leidenschaft, 30. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuart (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Maria Stuart gehört laut Stefan Zweig zu "jenem sehr seltenen und erregenden Typus von Frauen, deren reale Erlebnisfähigkeit auf eine knappe Frist zusammengedrängt ist."
Ihre ersten 23 Jahre haben eine breite Zeitspanne in diesem Buch. Zwei Jahre dauert ihre leidenschaftliche Tragödie. Danach endlose Jahre der Leere. Ein Leben durch ein Übermaß an Leidenschaft zerstörend, vibrierend. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite. Wer Stefan Zweig gerne liest, wird hier in Maria Stuart den Psychologen aus Leidenschaft als historischen Erzähler, Meister der unterschiedlichen Charaktere finden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leseeindruck, 22. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuart (Taschenbuch)
Es ist immer wieder ein begeisterndes Erlebnis, Darstellungen, historische Rückblicke von Stefan Zweig zu lesen. Er verkörpert wie wenige andere Dichter und Schriftsteller seiner Generation und Zeit ein Höchstmaß an geistiger Bildung, vervollkommnete Persönlichkeit wird sichtbar durch die heute verloren gegangene Fähigkeit, größere Zusammenhänge nacherlebbar, fühlbar machen zu können. Er ist ein Gigant des feinen Ausdrucks und der präzisen Worte. Es ist eine Freude und seelisch gesund machende Erfahrung, dieses Buch zu lesen. Auch wenn mir in Zukunft sicher die Details des Inhalts verloren gehen werden, so bleibt doch eine starke unvergessliche Erinnerung an Maria Stuart als Frau, als Mensch, als Königin im Gedächtnis und darin erkenne ich den Wert dieser großartigen Literatur. Beeindruckend!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltliteratur, 31. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuart (Taschenbuch)
Maria Stuart wurde bereits am Tage ihrer Geburt von Häschern verfolgt und mit dem Leben bedroht, so dass sie von ihrer Mutter in Klöstern und Festungen bewacht und beschützt wurde. Sie ist ganz jung an Jahren aufgestiegen zur bewunderten Königin von Schottland, Königin von Frankreich und dem Anspruch auf den Königsthron von England. Später ist sie langsam und unaufhörlich gefallen zur verhassten, verstoßenen, gefangenen und schließlich zum Tode verurteilten Person. Über diese hochintelligente, strahlend schöne und stolze Frau gibt es Dramen, Opern, Gedichte und Überlieferungen, die weltbekannt sind.

Stefan Zweig hat unzählige Quellen und Originalbriefe gelesen, er hat recherchiert und Sekundärliteratur studiert, um diese Biographie der Maria Stuart zu erstellen. Entstanden ist dabei aber ein Roman, der so spannend und lebendig geschrieben ist, wie es weltweit nur ganz wenige Romane gibt. Ihm ist das Kunststück gelungen, dass er sich ganz eng an die historischen Fakten gehalten hat und trotzdem die handelnden Charaktere zu wirklichem Leben erweckt hat. Seine Sprache ist brillant. Sie ist klar, nicht schnörkellos, aber ohne kompliziert verschachtelte Sätze, wie man sie von anderen Autoren seiner Zeit kennt. Jedes Wort erscheint genauestens überlegt und gesetzt. Es gibt unzählige Sätze, die ich mir als Zitate eingeprägt habe. Der Roman ruft die unterschiedlichsten Gefühle hervor, wie Wut, Hass, Erleichterung, Verzweiflung, Freude, Genugtuung und viele mehr. Aber es ist ein Roman der niemals kalt lässt. Obwohl der Roman so flüssig leicht geschrieben ist, habe ich ihn ganz langsam gelesen und jede Seite genossen. Ich wollte nicht, dass das Buch endet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "...und die letzten Worte meines Lebens sollen die einer Königin von Schottland sein.", 27. September 2011
Stefan Zweig stellt Maria Stuart als leidenschaftliche, unbändige Frau der Extreme dar, für die Kompromisse nur selten akzeptabel waren. Demzufolge war ihr Schicksal irgendwo zwischen absolutem Triumph und völligem Niedergang vorbestimmt, zumal unter den gegebenen historischen Umständen.
Ihn interessiert dabei nicht so sehr ihre Funktion als Königin, vielmehr werden charakterliche Stärken und Schwächen hinterfragt. In erster Linie wird hierbei die kurze Zeit ihrer frühen Erwachsenenjahre beleuchtet, die sie in den Abgrund reißen.

Sprachlich und literarisch ist Stefan Zweig ein Genuss, der allerdings nicht selten eingeschränkt wird durch seine anmaßende Arroganz.
In der Einleitung wird darauf verwiesen, dass viele Teilaspekte aus dem Leben Maria Stuarts aufgrund widersprüchlicher Nachweise nicht objektiv nachvollzogen werden können und auf ewig im Dunklen verschwommen bleiben müssen. In seinen Ausführungen lässt Zweig solche Zweifel hingegen selten aufkommen. Zwar begründet er alle elementaren Entscheidungen, wie z.B. die Frage, ob die ominösen Kassettenbriefe als authentisch betrachtet werden können / müssen, ausführlich und nachvollziehbar. Nur selten erniedrigt er sich allerdings dazu, seine darauf basierenden charakterlichen Analysen mit einem Fragezeichen zu beenden. Nach knapp 400 Jahren geht Zweig mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit daran, historische Figuren lediglich anhand (zweifelhafter) Aufzeichnungen psychologisch zu begutachten.
Auch Elizabeth I., John Knox und weitere Persönlichkeiten der damaligen Zeit bleiben nicht von seinen ganz und gar nicht wertfreien Analysen und Mutmaßungen verschont.
Wer eine Maria-Stuart-Biographie im eigentlichen Sinne lesen möchte, sollte auf einen anderen Autor ausweichen. Stefan Zweig konzentriert sich in erster Linie auf die Psychologie hinter den Ereignissen und Charakteren, historische Fakten werden nebenbei abgehandelt. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, erleichtern die Zusammenhänge jedoch. Zweig's Stil ist gewöhnungsbedürftig und polarisierend, für manche unerreichbar, für andere unerträglich.
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Maria Stuart
Maria Stuart von Stefan Zweig (Taschenbuch - 2000)
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