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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kurz - aber unvergesslich
"Die Schachnovelle" von Stefan Zweig hat mich gleich mehrfach begeistert.
Zum einen ist die Erzählweise von Zweig interessant, eine Geschichte in einer Geschichte, das ist hervorragend gemacht. Zum anderen ist es natürlich das Thema selbst, das einem unter die Haut geht. Man kann sich garnicht vorstellen, wie groß die Strafe für einen...
Am 21. Mai 2003 veröffentlicht

versus
19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schlampig editiert
Vorneweg: Meine Kritik bezieht sich nicht auf das Werk Stefan Zweigs. Die Schachnovelle ist ein ungemein spannendes, packendes und hervorragend geschriebenes Werk.
Was ich kritisiere, ist die stellenweise schlampige und stümperhafte Umsetzung des Buches ins E-book. Es strotzt nur so von Scan-Fehlern, die zum Teil so offensichtlich sind, dass sie, hätte vor...
Vor 17 Monaten von ckcologne veröffentlicht


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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kurz - aber unvergesslich, 21. Mai 2003
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Taschenbuch)
"Die Schachnovelle" von Stefan Zweig hat mich gleich mehrfach begeistert.
Zum einen ist die Erzählweise von Zweig interessant, eine Geschichte in einer Geschichte, das ist hervorragend gemacht. Zum anderen ist es natürlich das Thema selbst, das einem unter die Haut geht. Man kann sich garnicht vorstellen, wie groß die Strafe für einen Menschen ist, dem "nichts weiter" angetan wird, als ihn vollkommen von der Außenwelt zu isolieren. Darum geht es und auch darum, was der menschliche Geist dann für "Kopfstände" macht und wie sehr solch ein Erlebnis das ganze Leben eines Menschen verändert, ja ruiniert! Ausgezeichnet beschrieben, wirklich sehr zu empfehlen!!! Und um Längen besser als der Film, in dem viele Szenen aus dem Buch, sogar Figuren, garnicht auftauchen!!! Also, lieber lesen als glotzen!
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch mit auf die einsame Insel? Dieses!!!, 21. Januar 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Gebundene Ausgabe)
Das ist mein Lieblingsbuch. Ich habe es bestimmt schon zehnmal gelesen und bekomme trotzdem nie genug davon. Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn Sie den gleichnamigen Film kennen, der die großartige Geschichte nur streift und an keiner Stelle die Qualität des Buches erreicht (wie es ja meistens ist, wenn Bücher verfilmt werden). Die Protagonisten in dieser Geschichte sind Schachspieler, daher der Titel. Selbst wenn Sie nichts vom Schach verstehen, werden Sie dieses Buch mögen, wenn Sie sich auch nur marginal mit dem königlichen Spiel befasst haben, werden Sie es LIEBEN! Die Geschichte ist so dicht und geradlinig erzählt, daß an absolut keiner Stelle Langeweile aufkommt, die Personen so hervorragend gezeichnet, daß man nach der Lektüre versucht ist, im Lexikon nachzuschlagen, ob sie nicht tatsächlich existierten! Das Buch ist vom Umfang her ideal für ein Wochenende, nicht zu kurz und nicht zu lang. Die Geschichte hat keinen Durchhänger, der Autor hat an keiner Stelle versucht, Zeit und Seiten zu schinden oder den Leser mit irgendwelchen unnötigen Hintergrundinformationen zu langweilen. Selten hat man einen solchen geraden und verständlichen und trotzdem so dichten und vielschichtigen Schreibstil gesehen. Vermutlich werden Sie es in einem Zug auslesen, denn die Geschichte wird Sie fesseln, sobald Sie sich nach der ersten Seite eingelesen haben, wenn Sie dennoch eine Lesepause einlegen sollten, wird die Geschichte Sie verfolgen, bis Sie weiterlesen. Egal, auf was Sie verzichten müssten, verzichten Sie und kaufen Sie dieses Buch! Wenn ich auf eine einsame Insel müßte und ein Buch mitnehmen dürfte, dann wäre es die Schachnovelle. Das wird auch Ihre Meinung sein.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein literarisches Konzentrat!, 26. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Gebundene Ausgabe)
Stefan Zweigs weltberühmte "Schachnovelle" möchte ich mit Nachdruck allen Eltern und Lehrern empfehlen, deren Kinder (Schüler) dem Jugendbuch allmählich entwachsen und die für sie einen leicht lesbaren Einstieg in die Weltliteratur suchen. Dieses schmale Buch ist bis heute von einer Sogkraft, die auch auf Jugendliche unmittelbar wirkt. So "merken" sie unter Umständen gar nicht, dass sie gerade ein "echtes Stück Literatur" verschlungen haben...
Bei mir hat das vor mehr als dreißig Jahren so funktioniert und auch bei meiner Tochter hatte das Buch wieder den gleichen, durchschlagenden Erfolg!

Der Inhalt ist wohl den meisten bekannt: Die Schachnovelle erzählt von einer Schifffahrt, auf der sich der amtierende und bis dahin ungeschlagene Schachweltmeister und ein Emigrant eine Partie auf Augenhöhe liefern. Währenddessen erzählt Dr. B. von seinen Erlebnissen und wie er das Schachspiel perfektioniert hat. Inhaftiert und gefoltert mit Isolation und Dunkelhaft, gelingt es ihm, während eines Verhörs ein Buch mit Schachregeln an sich zu nehmen. Dieses Büchlein wird zur Rettung, denn nun kann er die Partien des Buches im Geiste nachvollziehen...

Stefan Zweig bedient sich in seiner weltberühmten Novelle eines literarischen Musters, das immer wieder funktioniert: Zwei Menschen, einander vorher unbekannt, fassen Vertrauen zu einander und nutzen gerade die Fremdheit zu einer Lebensbeichte. Aber beileibe ist das nicht immer so gut wie bei Stefan Zweig, dessen Schachnovelle bis heute unerreicht geblieben ist. Ihm gelingt nicht nur ein Zwiegespräch, das sich dem Leser auf ewig einbrennt. Auch wie er die Wirkung der Haft und seine Errettung schildert, ist nicht nur grandios, sondern auch bis zum heutigen Tag zutiefst nachvollziehbar!

Mit dieser soeben erschienenen fest gebundenen Taschenbuchausgabe führt der Fischer Verlag eine sehr schöne Reihe fort, in der Erzählungen berühmter Dichter in bibliophiler Ausführung zu einem sehr fairen Preis angeboten werden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Subtilität psychologischer Unterdrückung, 27. Januar 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Gebundene Ausgabe)
Sicher ist diese Novelle, die trotz ihrer Einzelbindung nicht zum Buch wird, ein erzählerisches Meisterwerk des Stefan Zweig. Sicher ist es derart fesselnd, daß es in einem Zug gelesen wird. Faszinierend sind in der Tat die Protagonisten gezeichnet. Psychologisch ins kleinste Detail der Seelenzustand verdeutlicht, ohne dabei trocken oder langweilig zu wirken.Im Gegenteil! Der Urtrieb der Menschen, die Neugierde, wird auf das stärkste gereizt, weiterzulesen, mehr zu erfahren über das Leben des labilen Protagonisten.
Wer dieses "Buch" allerdings nur als geniale Literatur für lange Tage auf der Insel sieht, der verdrängt die Tiefe Bedeutung, die Stefan Zweig hier gekonnt metaphorisch dem Leser vorlegt. Die grundlegende "Message", die Stefan Zweig dem Leser nahelegen will ist die der unglaublichen Brutalität der Nazis.
Er, ein überzeugter Pazifist, wurde durch die destruktive Art dieser deutschen Zeit besonders getroffen. Insbesondere sein Traum vom vereinten Europa - den wir nun zu vollenden suchen!- wurde duch die abfällige Politik dieses immer noch nachlebenden Deutschland vergiftet.
Die Schachnovelle, sein letztes Werk bevor er 1942 freiwillig aus dem Leben schied, daher eine "Quittung" an das Deutschland, das sein Leben so stark beeinflußt hat, so stark in die Melancholie getrieben hat. Die Metapher des stratgischen Schachspiels wird hier verwendet, um die brutal berechnende Art der Nazis zu abstrahieren. Jeder Zug im politischen Irrsinn jener Zeit dient nur dem Ziel, jenem "Endziel" der alleinigen Macht. Ebenso hat das Schachspiel ein Endziel, das Schach des Gegners. In ebenso zermürbender Gewalt wie ein überlegener Schachmeister einen begabten Amateur Zug um Zug um den Siegeswillen bringt, bringen die Nazis jenen vergewaltigten Protagonisten geschickt um Verstand und Wille.
Wie ein Schachspieler angestrengt Zug um Zug nach seiner Chance sucht, Zug um Zug seine Unterlegenheit verdeutlicht sieht, sucht der gemarterte Protagonist, den Opressor zu verstehen, zu hintergehen. Ebenso aber wie der begabte Amateur sieht er sich hilflos gegenüber, sieht sich Zug um Zug zerknetet in der Mühle der unbezwinglichen Übermacht. Der Gegner, die Nazis, verstehen das Spiel besser als er und treiben den unfruchtbar ehrgeizigen in den Wahnsinn.
Die Schachnovelle, jene biographische Begründung des Selbstmordes von Stefan Zweig, zählt auch meiner Meinung nach zu dem überragendsten literarischen Werk, das spannende Erzählkunst mit hinterlegter künstlerischer Botschaft vereint.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialität, wie man sie sich doch nicht wünscht, 31. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Gebundene Ausgabe)
Wer sich schon einmal etwas länger mit dem Schachspielen beschäftigt hat, dem werden einige Curiositäten an diesem Spiel aufgefallen sein. Zum einen ist es egal, wie gut, oder wie schlecht man im Vergleich zu seinem Gegner spielt, man hat immer wieder aufs neue die Chance zu gewinnen, genauso, wie auch die Gefahr besteht, zu verlieren, obwohl der Gegner vielleicht strategisch unterlegen ist. Es kommt beim Schachspielen auf viele Qualitäten der Spieler an. Die wichtigste ist wohl, sich auf seinen Gegner einzustellen. Genau diese Qualität fehlt den beiden Hauptdarstellern in dieser Novelle. Auf faszinierende Art und Weise beschreibt Stefan Zweig, wie zwei sehr heterogene Menschen auf unterschiedlichem Weg zum Schachspielen kommen. Beide erlernen dieses Spiel aus einer eher zufälligen Situation und treiben es fast bis zur Perfektion. Als Leser wird man vom Fanatismus der Schachspieler und von den Möglichkeiten dieses "alten" Spieles mehr als nur gefesselt. Es kommt immer wieder zu Steigerungen, wo sie schon fast nicht mehr möglich sind. Die Leistungen die die beiden Spieler vollbringen sind geradzu unmenschlich, aber aus ihrer Geschichte heraus verständlich. Im Finale geht es wohl kaum noch ums Schachspielen, sondern um einen Kampf zwischen Genialität und Ehrgeiz.
Dieses Buch ist sehr nervenaufreibend und unheimlich spannend. Der schachspielende Leser beginnt automatisch mitzufieber. Der nichtspielende Leser entwickelt zwangsweise den Wunsch, dieses Spiel zu erlernen, um später festzustellen, wie treffend der Autor die Gefühle seiner Romanfiguren beschrieben hat.
Aber in dieser kurzen Novelle geht es nicht nur um Schach. Der Autor zeigt auch, wie grausam der Krieg sein kann, zu welchen "weichen" Foltermethoden die Menschen fähig sind und welche Leistungen das menschliche Gehirn vollbringt, wenn es, um sich zu retten, auf eine einzig Sache konzentriert. Dieses Buch ist keine Empfehlung, sondern ein "Muß". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Geschichte nicht nur für Schachfreunde, 14. Mai 2003
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Gebundene Ausgabe)
In diesem Klassiker von 1943 erzählt Stefan Zweig von einer interessanten Begegnung auf einer Dampferfahrt von New York nach Buenos Aires. Wie die Passagiere erfahren, ist der amtierende Schach-Weltmeister Czentovic an Bord, den sie schließlich aus Spaß zu einer Partie herausfordern. Nach einigen verlorenen Spielen erhalten sie überraschend wertvolle Hinweise von dem zurückhaltenden Passagier Dr.B.: obwohl er anscheinend seit 26 Jahren kein Schachbrett angefasst hat, macht er aus der sicheren Niederlage ein Remis gegen den Weltmeister! Später erzählt er von seiner traurigen Gefangenschaft in den Händen der Gestapo, die ihn durch Isolierhaft psychologisch brechen wollten. Monatelang war seine einzige Beschäftigung das gedankliche Schachspiel gegen sich selbst...
Mit 95 Seiten ist die Schachnovelle fast noch eine Kurzgeschichte. Es geht um eine an Verrücktheit grenzende Form des Schachspielens. Insbesondere für Schachfreunde ist es wunderschön zu lesen, wie Dr.B. nur durch das Schach die psychologische Folter der Gefangenschaft überstehen konnte und sich selbst zur Perfektion trainiert hat. Das zunehmend höhere Spielniveau und der mentale Kampf gegen sich selbst haben aber schließlich zu einer ausgewachsenen Schizophrenie geführt. Dieser Weg und das Finale gegen den Weltmeister am Ende sind faszinierend beschrieben - und bis zuletzt spannend. Das Buch ist so kurz und so mitreißend, dass man sich unbedingt den einen Nachmittag dazu nehmen sollte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Wahnsinn und Genie, 21. Januar 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Gebundene Ausgabe)
Stefan Zweigs Schachnovelle ist eines der bekanntesten Werke der deutschsprachigen Literatur und auch eines der wohl komplexesten Bücher welches in den breiten Bereich der Beletristik fällt. Zweigs Klassiker wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers vorgetragen, der auf einer Überseefahrt Zeuge eines Schachduells zwischen zwei Personen wird, die kaum unterschiedlicher sein können. Die eine Person ist die einzigartige Verkörperung eines Anti-Genies, des Schachweltmeister Mirko Czentovic, der im Grunde kaum mehr als ein ungebildeter Flegel ist, dessen einziges Talent in seinem meisterhaften Schachspiel liegt.

Die andere Person ist Dr. B, das genaue Gegenstück zum eigentümlichen Schachmeister, ein Intellektueller der von den Nationalsozialisten im Verlauf eines besonderen Folterprogrammes für Intellektuelle in ein fast vollkommen leeres Zimmer gesperrt wurde, um dort durch den Entzug jeglicher geistiger Beschäftigungsmöglichkeiten Geständnisse von ihm zu erpressen. Jedoch gelangt er in den Besitze eines einzigen Buches, über Schachpartien großer Meister, das er zunächst auswendig lernt und dessen Spiele er nachher eins zu eins nachspielt. In diesem Wahn gelingt es ihm schließlich seiner Hölle zu entkommen und so ist er an Bord dieses Schiffes gekommen. Um herauszufinden ob sein Tun damals bereits ein Akt des Wahnsinns war, willigt er schließlich ein eine Partie gegen den Schachmeister zu spielen.

Verglichen mit anderen Büchern ist die Schachnovelle etwas kürzer gehalten, doch der Spielraum der Geschichte reicht aus, um alle Aspekte der beiden Charaktere genügend zur Geltung zu bringen. Dieses Buch gehört ausnahmslos zur anspruchsvolleren Literatur und ich möchte es vor allem Jenen empfehlen, die sich für diese interessieren.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schachspiel als Ueberlebenskampf, 8. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Gebundene Ausgabe)
Die "Schachnovelle" von Stefan Zweig erzaehlt die Geschichte eines oesterreichischen Anwalts, der von der Gestapo zu Verhoerzwecken festgehalten wird. Um seinen Willen zu brechen, wird er in Einzelhaft gesperrt; die Isolierung uebersteht er nur, weil er ein heimlich hineingeschmuggeltes Schachbuch studiert, deren Partien er zunaechst mithilfe von kleinen Figuren aus Brotteig, spaeter nur noch im Kopf nachspielt und schliesslich mit einem Hoechstmass an seelischer Belastung gegen sich selber antritt. Die Geschichte, obwohl eindeutig mit politischen Implikationen gespickt, stellt jedoch auch zugleich den fesselnden Ueberlebenskampf eines Menschen vor, der, koerperlich unversehrt, versucht, geistig nicht zu verhungern. Hat man erst einmal angefangen zu lesen, faellt es schwer, wieder aufzuhoeren; so glaubwuerdig und mitreissend gelingt es dem Autor, das Innenleben der Figur zu beschreiben. Im Gegensatz zu ihr steht der in der Rahmenhandlung auftauchende Schachweltmeister Czentovic, der, seelisch abgestumpft und primitiv, nur durch blosses maschinelles Spielen ueberzeugt. Nicht zuletzt aus diesen beiden unterschiedlichen Charakteren, die am Ende der Novelle noch einmal gegeneinander antreten, ergibt sich die anhaltende Spannung; zudem kann diese Finale darueber hinaus auch als Kmapf zwischen maschineller Tumbheit und der sensiblen Humanitaet der Hauptfigur gelesen werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 'wahnsinnig' stark aufgebautes meisterwerk!, 20. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Taschenbuch)
da der plot x-mal beschrieben ist, dazu kein wort mehr...was für mich nicht hoch genug gelobt werden kann, ist der aufbau von zweigs meisterwerk: die novelle beginnt als reisebericht des Ich-erzählers, dem zufällig bekannt wird, dass sich der verschlossene, arrogante schachweltmeister czentovic an bord seines passagierschiffes befindet. mehrere seiten lang schreibt zweig über die biographie des genies und wie die schiffsgesellschaft versucht, ein duell mit diesem zu erkaufen. erst ab mitte des buches tritt die eigentliche hauptfigur auf, der kränkliche doktor b., der mitten in die partie und somit in die geschichte hereinplatzt. in einem monolog, der ein gutes drittel der novelle ausmacht, erzählt der doktor dem ich-erzähler, warum er so verstört reagiert, als die schiffsgesellschaft ihn auffordert, gegen czentovic anzutreten. schliesslich lässt er sich dennoch überreden, und in einer zum zerreissen gespannten atmosphäre - zweig macht sie 'hörbar'! - zwingt er den meister nieder. als dieser ihn zur revanche auffordert, verfällt der doktor seinem niedergerungen geglaubten wahnsinn...

noch was zur sprache, die zweig spricht: ich habe selten so kunstvoll gedrechselte und mit fremdwörtern nicht grade geizende sätze gelesen, die dennoch so zu fesseln vermögen und sowohl das innenleben der figuren als auch das äußerliche geschehen so anschaulich vermitteln...

GROßARTIG!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Erzählweise, 17. Dezember 2014
Von 
Felix-ine - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schachnovelle (Kindle Edition)
"Darf Schach ein Spiel genannt werden? Ist es nicht eine Wissenschaft und eine Kunst? Das einzige Spiel, das allen Völkern und allen Zeiten gehört und die Sinne schärfen und die Seele spannen lässt."

Der einfältige und ungebildete einundzwanzigjährige Analphabet Mirko Czentovic aus dem Banat hat sie alle besiegt. Er verfügt über außergewöhnliche autodidaktische Fähigkeiten des Schachspiels und hat Genies wie Aljechin, Capablanca, Tartakower, Lasker und Bogoljubow bei Schachturnieren geschlagen. Seine Welt besteht nur aus einem 8 x 8 Spielbrett und 64 Feldern und je 16 weißen und schwarzen Figuren und mehr nicht.

Die Kenntnisse der Spielregeln, des Mattsetzens, der Kombinationen mit ihren Motiven, den strategischen Spielaufbau und die Eröffnungstricke, die Schwäche f7, das alles und mehr bringt sich der Vermögensverwalter des österreichischen Adels und Klerus Dr. B. 1938 während einer unbarmherzigen Isolationshaft und endlosen Verhören durch die Nationalsozialisten in Österreich als Überlebenstraining anhand eines kleinen und heimlich an sich genommenen Schachbuches bei. Tag und Nacht geht er in Gedanken diverse Schachpartien durch und spielt gegen sich selbst und durchlebt eine Persönlichkeitsspaltung.

Die Spielregeln, Figuren und Anfangsstellung, Schlagen en passant, Rochade, Schach und Matt, Gewinn einer Partie, Remis, Fesselung und Ablenkung, Doppelangriff und Hinlenkung bestimmen das Spiel. Unterbrechung und Räumung, gedankliche Umsetzung der Italienischen oder Spanischen Partie? Oder doch die Sizilianische oder das Damengambit? Es kann auch die Englische Partie oder die Königsindische sein.

Auf einer zwölf Tage dauernden Reise von New York nach Buenos Aires wird der mitreisende Schachweltmeister Mirco Czentovic auf dem Passagierschiff überredet, sich auf ein Spiel mit einigen Passagieren einzulassen. Dabei lässt er sich auf ein Match mit dem bis dahin kaum in Erscheinung tretenden Mitreisenden Dr. B. ein, der den Nazischergen entfliehen konnte. Zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere treffen zusammen und das Spiel entwickelt sich für beide Personen unerwartet. Für Dr. B. bedeutet es tiefgreifende Erinnerungen seiner Inhaftierung. Er steigert sich in ein Fieberspiel hinein und befindet sich inmitten der damaligen Zelle.

Es ist eine mitreißende Novelle, die der Schriftsteller Stefan Zweig wie immer mit einer sagenhaften und beeindruckenden Sprachgewalt verfasst hat.
"Er hat eine markante Schreibweise, die behutsam psychologische Deutungen mit fesselnder Erzählkraft und brillianter Stilistik zu verbinden weiß."
Die Schachnovelle hat mich mitgerissen und gedanklich war ich bei den im Buch aufgeführten Partien dabei.
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Schachnovelle
Schachnovelle von Stefan Zweig (Taschenbuch - 1. April 1974)
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