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am 24. März 2003
Inselgeschichten. Robinson Crusoe lässt grüßen. Aber nur auf den ersten Blick. Während Defoes Held jahrzehntelang unbeirrbar den entlegensten Außenposten der europäischen Zivilisation verkörpert und seine Weltanschauung dem geretteten Freitag erfolgreich überstülpt, entgleitet die dünne Kruste zivilisatorischer Verhaltensmuster und Wertvorstellungen den hier Gestrandeten schneller, als die äußeren Zeichen der Verwahrlosung erkennen lassen.
Dabei haben sie doch gerade noch mal Glück gehabt, als sie sich nach einem Flugzeugabsturz unverletzt auf einer allerdings unbewohnten Insel wiederfinden. Eine paradiesische Insel in strahlendem Sonnenschein, mit frischem Wasser und Früchten und Kokosnüssen im Überfluß. Sogar Wildschweine zum Jagen gibt es. Zwar finden sich unter den Überlebenden keine Erwachsenen, aber die 6 - 12jährigen Schuljungen erkennen auch so, was zu tun ist: Ein Signalfeuer an der höchsten Stelle der Insel unterhalten, Schutzhütten bauen und auf Rettung warten. Zu essen gibt's ja genug.
Bei der Wahl eines Anführers kommt es zur Kampfabstimmung. Erste Spannungen in der Gruppe werden sichtbar. Aber der gewählte Anführer versteht es, die Situation zu entschärfen, indem er dem Unterlegenen eine verantwortungsvolle Aufgabe überträgt: Die Leitung der Jagd. Wie hätte er auch ahnen können, daß er mit diesem versöhnlichen Entgegenkommen die Büchse der Pandora geöffnet hat?
Zunächst läuft alles recht gut, wenn sich auch fast unmerklich kleine Nachlässigkeiten einschleichen. Aber wozu soll man Hemd und Hose tragen, wenn es heiß ist und einen ohnehin kein Erwachsener sieht? Und warum sich mit dem anstrengenden Hüttenbau abmühen, wo doch schwimmen gehen viel mehr Spaß macht? Schwerwiegender ist da schon der Zwischenfall mit dem durch Unachtsamkeit außer Kontrolle geratenen Feuer, der ein Todesopfer fordert und im aufmerksamen Leser düstere Vorahnungen aufkeimen lässt. Eine Warnung, die nicht beachtet wird.
Zunehmend verzweifelt versucht der gewählte Anführer mit einigen Gleichgesinnten den fortschreitenden Zerfall der beschlossenen Ordnung aufzuhalten. Jedoch versteht es der Führer der Jäger, diese Bemühungen wirkungsvoll zu hintertreiben. Immer häufiger und immer heftiger geraten die beiden Konkurrenten aneinander, was den Rest der Gruppe destabilisiert und verunsichert.
Und dann ist da noch - die Nacht. Nachts zeigt die Insel ihr anderes Gesicht. Die Kinder hören unerklärliche Geräusche; einige sehen bedrohliche Schatten. Gibt es da etwas Unbekanntes auf der tagsüber so vertrauten Insel? Ein wildes Tier, ein Gespenst, ein Ungeheuer? Natürlich sind das alles Hirngespinste, aber kann man da wirklich sicher sein? Wie schützt man sich vor dieser unheimlichen, unsichtbaren Gefahr?
Mit fortschreitendem Realitätsverlust schwindet auch der Einfluß der durch den Anführer und seine wenigen Getreuen repräsentierten Vernunft auf das Geschehen. Sinnbildlich verlagert sich die Handlung vom sonnigen, übersichtlichen und hellen Strand ins bewaldete, diffuse Dunkel des Inselinneren. Die durch Jagderfolg gestärkte Gegenpartei bekämpft die irrationalen Ängste der Jungen mit archaischen Ritualen. Hier regiert die hemmungslose Jagdlust und bald nur noch einer, der Führer der Jagd, der sich zum Häuptling aufschwingt und bedingungslosen Gehorsam fordert. Der durch die Jagd entfachte Blutrausch eskaliert zu exzessiver Gewalt, die vor Mord nicht zurückschreckt und schließlich auch die eigene Lebensgrundlage zerstört.
Ungläubig blickt man am Ende auf den gigantischen Scherbenhaufen, dem diese in einfachen Worten erzählte Geschichte mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit zustrebt. Die schleichende Verwandlung ganz normaler Kinder in blutrünstige Bestien hinterlässt ein beklemmendes Gefühl. Ob sie am Ende doch noch gerettet werden? Das wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Aber was heißt schon Rettung. Sicher ist letztendlich nur eines: Die Gänsehaut der Leser.
P.S.: Und was hat es mit dem ‚Herrn der Fliegen' auf sich? In Goethes Faust ist ‚Fliegengott' eine Bezeichnung für den Teufel, das personifizierte Böse. Golding's Roman kommt ohne eine Teufelfigur aus. Hier trägt jeder etwas dämonisches in sich. Für den Herrn der Fliegen hat er ein ausdrucksstarkes Bild gefunden.
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am 8. November 2006
William Gerald Golding (1911-1993) erhielt 1983 den Nobelpreis der Literatur für sein literarisches Schaffen. Daneben steht der britiscche Booker-Prize als weitere qualitative Auszeichnung und schließlich der Ritterschag. Sir William Golding ist deutschen Lesern allerdings überwiegend und beinahe ausschließlich durch sein bekanntestes und mit Abstand erfolgreichstes Werk ein Begriff, dem Roman "The Lord of the Flies". Bedauerlicherweise ist dieser Text kanonisierter Bestandteil der Schulliteratur, so dass sich die gängige Meinung kaum aus Stimmen begeisterter Leser, sondern überdrüssiger Schüler generiert.

Das ist insofern bedauerlich, als dass dieser Roman mit seinen intertextuellen und moralphilosophischen Bezügen sich nur solchen Lesern in voller Gänze auftut, die über einen größeren Bildungsstand verfügen und die entsprechenden Passagen einordnen können.

Die Handlung ist eigentlich in wenigen Sätzen erzählt, wesentlich interessanter sind die moralischen, ethischen und politischen Fragen, die Golding aufwirft. Auf einem paradiesischen Eiland findet sich eine Gruppe von Schuljungen wieder, die einen Flugzeugabsurz überlebt hat. Ein Atomkrieg ist ausgebrochen, sie sollten evakuiert werden, sind nun jedoch auf sich allein gestellt und um eine Ordnung bemüht. Anfangs ist es die kindliche Abenteuerlust und der Erfahrungshunger, der jedoch bald in Gewalt umschlägt. Die Gruppe spaltet sich auf in das Lager um Ralph, der in demokratischer Art und Weise versucht, eine Ordnung zu erstellen und in das Lager um Jack, der demokratische Beschlüsse nicht akzeptiert, statt dessen Gewaltherrschaft und Totalitarismus verkörpert.

Der Titel referiert auf Satan, den Herrn der Fliegen, was die Bedeutung des hebräisch-griechischen Wortes Beelzebub ist. In der Tat lässt sich der zunächst paradiesische Ort, an dem sich die Jungen unfreiwillig einfinden, durchaus als Garten Eden bezeichnen, der später durch einen Sündenfall und das schließlich entfachte Buschfeuer im wahrsten Sinne des Wortes zur Hölle wird. Golding, der stark religiös geprägt war, exerzierte anhand seiner sechs- bis zwölfjährigen Schuljungen offensichtlich die Lehre von der Erbsünde durch: Das Böse ist eben in uns allen.

Daneben existiert die politische Lesart, die den krassen Gegensatz zwischen Diktatur und Demokratie aufzeigt. Die dritte Lesart kann im Sinne einer moral-anthropologischen Deutung erfolgen, indem sich die zunächst unschuldige, am Krieg nicht beteiligte Jugend, beseelt von einer schönen Utopie, durch ihr bloßes Menschsein selbst in den Abgrund manövriert.

Im Sinne moderner Literatur muss auch der hohe Symbolismus hervorgehoben werden, in dem die wahrgenommene Umwelt der Kinder bzw. Jugendlichen zur Phantasmagorie erhoben wird. Ganz zu schweigen vom intertextuellen Bezug zu Robert Michael Ballantynes überaus populärem Jugendbuch des 19. Jahrhunderts, "The Coral Island". Hier entwickelten gleichnamige Protagonisten - Ralph und Jack - übermenschliche Fähigkeiten und durchlebten eine positive Bildungsphase, während Golding sie ins Negative bzw. Dystopische führt.

Fazit: Es zeigt sich, dass Goldings Roman de facto voll von Denkanstößen und Konzepten unterschiedlichster Disziplinen ist und deswegen mit einigem Recht einen nicht gerade niedrigen Rang in der langen Liste der Weltliteratur behauptet. Dies lässt ihn fortleben, beispielsweise in der prämierten amerikanischen TV-Serie "Lost".
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Was passiert mit dem Menschen, wenn er fernab von Zivilisation, staatlicher Kontrolle und gesellschaftlichem Druck lebt? Ist er von Natur aus gut, ein edler Wilder"? Nein, meinte William Golding und malte diese Antwort in seinem berühmtesten Roman aufs Schrecklichste aus. In seiner zutiefst pessimistischen Weltsicht hat der Mensch eine schwarze Seele: Wenige Wochen in absoluter Freiheit genügen, und er lässt Jahrhunderte der verfeinerten Sitten, der Kultur, der Demokratie und des Rechts hinter sich, um in brutale Barbarei zu verfallen. Golding überspitzt seine These effektvoll, indem er unschuldige Kinder zu den Protagonisten seines Gesellschaftsexperiments macht. Im Elysium einer exotischen Insel entfesseln sie die Hölle auf Erden. Dem weltkriegserfahrenen englischen Schriftsteller ging es um nicht weniger als darum, die Tragik der menschlichen Natur in Worte zu fassen. So erklärte er 1984, ein Jahr nachdem er den Literaturnobelpreis bekommen hatte: Das Thema von Herr der Fliegen ist Trauer. Nichts als die schiere Trauer, Trauer, Trauer ."
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am 30. Januar 2012
Was sich anfänglich als Abenteuer, als große Freiheit anschickt endet in einer Katastrophe.

Eine Gruppe von Kindern (6-12 Jahre) landet unfreiwillig auf einer Insel, auf der sie, wie sicher herausstellt ganz auf sich allein gestellt sind. Die Kinder sehen darin ein Abenteuer, frei von den Zwängen und Regeln die sie von den Erwachsenen auferlegt bekommen. Die Älteren unter den Kindern einigen sich aber darauf, dass es gewisse Regeln geben muss. Es wird ein Anführer gewählt, Aufgaben werden verteilt und ein Plan für die Rettung wird geschmiedet. Doch die Abenteuerlust und der Spaß lässt viele der Kinder ihre Aufgaben vergessen und sie leben in den Tag. Essen in Form von Früchten gibt es genug auf der Insel. Und solang die Sonne scheint, es hell ist, ist die Insel ein wunderbarer Ort. Doch in der Nacht zeigt sich die Insel von einer anderen Seite. Eine unsichtbare Gefahr macht den Kindern Angst, etwas unfassbares nicht erklärbares.
Mit der Zeit verfällt die anfängliche Gemeinschaft immer mehr und es bilden sich zwei Lager. Die Abenteuerlust und der Spaß stehen gegen die Regeln und Zwänge die diese Regeln erzeugen. Die Situation eskaliert bis zum ersten Mord. Nun von aller Moral befreit ist es nicht mehr weit bis zum Wahnsinn, bis zum Sieg der Gewalt über die Vernunft und bis zum 2. Mord. Am Ende steht die völlige Apokalypse.
Und ob die Rettung am Ende wirklich eine Rettung ist?

Für mich ein wunderbares aber auch erschütterndes Buch, was man lesen sollte. Denn es zeigt, am Beispiel der Gruppe Kinder, wozu wir Menschen fähig sind, wenn wir auf all das verzichten müssen was unsere "Zivilisation" ausmacht, wenn wir aus unserem gewohnten Leben mit all seinen Regeln und Freiheiten herausgerissen werden und vor die Wahl gestellt werden, wie wir weiter machen wollen - absolute Freiheit ohne Zwänge in der es nur um Spaß geht, oder doch ein nicht zu enges Korsett mit Regeln und Aufgaben.
Ich stimme den Worten auf dem Buchdeckel zu - "Poesie und bittere Wahrheit sind selten so eins wie in diesem Buch."
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am 12. Januar 2009
Dieses Buch ist sehr spannend, vielschichtig und sehr gut geschrieben!
Ich habe mir die englische Ausgabe gekauft, da ich gerne Bücher im Original lese und ich muss zugeben, dass mir für die ganzen Djungel-Beschreibungen einige Vokabeln gefehlt haben. Nichtsdestotrotz habe ich es ganz ohne Wörterbuch gelesen und konnte es recht bald nicht mehr aus der Hand legen.
Das Alter der Protagonisten liegt maximal bei 12 Jahren. Bei der düsteren Atmosphäre und den menschlichen Abgründen, die beschrieben werden würde ich es jedoch definitiv nicht als Kinderbuch empfehlen.
Als Erwachsener hat man einen anderen Blick auf das Buch. Man kann sehr viel mehr erfassen, was in dem Text steckt.
Trotzdem wird es wahrscheinlich an Schulen gelesen, weil dort sehr viel interpretiert werden kann und es nicht sehr dick ist. Doch ich muss sagen, dass ich froh bin das Buch erst jetzt und freiwillig gelesen zu haben.
Sehr zu empfehlendes Buch besonders für Erwachsene!
Dieses Cover gefällt mir persönlich besser, als das der englischen Ausgabe:
 Lord of the Flies
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am 14. Juli 1999
"Herr der Fliegen" ist ein Klassiker, an dem zwei Verfilmungen, die eine mehr, die andere weniger, scheiterten. Das Buch ist eine Reise in das Innerste des Menschen und beleuchtet dessen Fähigkeit bzw. Unfähigkeit, ohne äußere Zwänge und fremde Authorität, mit anderen in einer Gemeinschaft zu leben. Anhand von auf einer einsamen Insel gestrandeten Kindern wird der Verfall von Sitten und Normen gezeigt. Obwohl es ihnen anders gelehrt wurde, schafft es ein Großteil dieser Gruppe von Kindern nicht, daß Animalische und Barbarische des Menschen hinter der Maske der Zivilisation zu verstecken. Was in dieser Rezension etwas seicht erscheint, wird in dem Buch meisterhaft in die Geschichte eingebunden. In einer sehr bildhaften Sprache beleuchtet William Golding das Schicksal der Kinder, ohne deren Verhalten zu beurteilen. Er schafft es, den Leser ständig darüber nachdenken zu lassen, wie er eine solche Situation meistern würde. Daß nur Kinder Handlungsträger dieses Buches sind, sollte nicht von einer zumindest genauso hohen Relevanz dieses Stoffes für Erwachsene ablenken. Ein mitreißendes Meisterwerk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 23. März 2001
Der Roman "Herr der Fliegen" handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die auf einer einsamen Insel infolge eines Flugzeugabsturzes gestrandet ist. Im Verlauf ihres Aufenthaltes leidet die Gemeinschaft immer stärker unter Spannungen zwischen den beiden rivalisierenden Jungen Ralph und Jack, die sich zu Führungspersönlichkeiten entwickeln; diese Entwicklung gipfelt in der Hetzjagd auf Ralph. Das unterschwellige Thema des Buches diskutiert die Frage, ob der Mensch eine gute oder böse Natur hat. Daher kommen auch nur Jugendlichen bzw. Kindern in dem Buch eine tragende Rolle zuteil; schließlich verkörpern sie noch am ehesten den von vielen Philosophen propagierten Naturzustand des Menschen. Der Ausgang des Romans macht deutlich, dass der Author William Golding den Menschen grundsätzlich als eine Bestie betrachtet. Um diese These zu untermauern, bettet er die Geschichte in den Kontext eines Krieges ein, höchstwahrscheinlich in Anspielung auf den 2.Weltkrieg. Somit reflektieren die Vorgänge auf der Insel in konzentrierter Weise die gesamte Welt.
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am 22. Dezember 2008
Herr der Fliegen
Das Buch von William Golding 'Herr der Fliegen' war das erste und wohl auch das erfolgreichste Buch in seiner Schriftstellerkariere. Es wurde 1963 und 1990 verfilmt. William Golding starb im Juni 1993.
Der Roman hat 229 Seiten auf denen man erfährt, wie die 6-12 jährigen Kinder ohne Erwachsene und ohne Einfluss von Hilfsmitteln ums überleben kämpfen. Seine Schreibweise ist einfallsreich und manchmal etwas alt, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass das Buch 1954 geschrieben wurde.
Aufgrund eines Atombombenangriffs stürzt das Flüchtlings-Flugzeug auf einer Menschen leeren Insel im Pazifik ab. Die 6-12 jährigen Kinder überleben das Unglück. Ralph und Piggy finden am Strand eine Muschel und rufen damit die überlebenden Kinder zusammen. Die Kinder bilden eine Gruppe dessen Anführer Ralph ist. Ralph lässt Jack und seine Chor Gruppe die Jagd über nehmen. Die anderen solle das Feuer auf dem Berg anfeuern. Die kleinen Kinder erschrecken als sie nachts ein 'Monster' entdecken, das aber nur ein Fallschirm eines Soldaten war. Die Gruppe teilt sich, der größere Teil ist bei Jack und der Rest bei Ralph. Als Simon eines Abends brutal von Jacks Gruppe getötet wird beginnt ein Krieg zwischen den beiden Gruppen. Der später zur Hetzjagd wird.
William Goldings Werk ist gut gelungen das Überleben auf der Insel ist realistisch dargestellt. Die Kinder wählen ihren Anführer und versuchen einfach nur gerettet zu werden. Außerdem wird die Insel später zur Hölle wie der Titel auch beschreibt (Beelzebub). An manchen Stellen im Buch ist man so gefesselt das man nicht mehr aufhören kann. Das Buch hat Ähnlichkeit mit der Serie 'Lost'.
Das Buch ist eine Empfehlung für alle 'Abendteurer'.
Dennis
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HALL OF FAMEam 17. Juni 2006
°

Den ’Herr der Fliegen’ von William Golding kennen einige wahrscheinlich noch aus der Schule. Generell ist das Buch aber für alle Altersgruppen geeignet. Selbst ohne allzu viel Phantasie kann man dem Buch einige Anspielungen auf gesellschaftliche Entwicklungen entnehmen, die teils recht unbequem sind.

Inhaltlich handelt es von einer Gruppe von Jugendlichen, die nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel stranden und sich organisieren müssen, um zu überleben. Die einen bauen Hütten und Signalfeuer (mit Anführer Ralph), die anderen sorgen mit ihrer Wildschweinjagd fürs Essen und bieten Schutz vor den unbekannten Wesen auf der Insel (mit Anführer Jack). Alles läuft gut, bis es Streitigkeiten um die Führerschaft gibt. Natürlich gibt’s Diskussionen darum, was die wichtigere Aufgabe ist und wem somit die Chef-Rolle naturgemäß zustehen würde. Im Streit trennen sich die Gruppen, und von Angst getrieben beginnen die Jäger ihre große Jagd auf das ’Untier’ der Insel. Damit nimmt die Tragödie nimmt ihren Lauf und erfährt gegen Schluß eine Wendung, die zum Nachdenken anregt.

Letzten Endes scheint mir ’Herr der Fliegen’ eine große Metapher auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen: die Entstehung von Macht- und Herrschaftsansprüchen, Rationalität versus skrupelloser Brutalität und einer Insel-Welt, von der keiner lebend fliehen kann und sich somit in irgendeiner Weise mit all diesen Spielarten auseinandersetzen muss. Unbedingt lesenswert!

~
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am 18. Mai 2003
Ich sollte dieses Buch eigentlich als Schullektüre lesen, hab es aber verschlungen und sehr gemocht. Interessant für mich war der Erzieherische Aspekt und die Entwicklung in diesem Roman. Ein Flugzeug stürzt ab und die einzigen Überlebenden auf der Südsee Insel sind Kinder. Schnell geht das Chaos Hand-in-Hand mit dem animalischen Trieb um die Insel und das Massaker ist perfekt!
Man sieht einmal mehr wo unsere Wurzeln liegen und das "Mensch sein" eine neue bedeutung findet!
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