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Kundenrezensionen

8
4,3 von 5 Sternen
Tonio Kröger / Mario und der Zauberer. Ein tragisches Reiseerlebnis.
Format: TaschenbuchÄndern
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Siehe sie an, die guten Schüler und die von solider Mittelmäßigkeit. Sie finden die Lehrer nicht komisch, sie machen keine Verse und denken nur Dinge, die man eben denkt und die man laut aussprechen kann. Wie ordentlich und einverstanden mit allem und jedermann sie sich fühlen müssen! Das muss gut sein... Was aber ist mit mir, und wie wird dies alles ablaufen?"

Tonio Kröger spürt schon in frühster Jugend, dass er anders ist. Während andere Reiten, liest er den Don Carlos; während das Mädchen, dass er bewundert und liebt, ihn nicht einmal bemerkt, beachtet ihn nur ein scheues Mauerblümchen. Er will seine Berufung und spürt seinen Willen zur Kunst, doch sehnt er sich mehr und immer danach, dass all das von ihm abfallen möge. Die Sehnsucht, dass er nicht erkalte mit seinem Blick an der Betrachtung, sondern sich wärmen könne mit seinem Körper am Leben.

"Wie würdevoll und unberührbar Herrn Knaaks Augen blickten! Sie sahen nicht in die Dinge hinein, bis dorthin, wo sie kompliziert und traurig werden; sie wussten nichts, als das sie braun und schön seien."

Es gibt eine Anekdote, nach der einst ein junger Mann nach der Lesung zu Thomas Mann kam und sagte: "Das Wesentliche, was sie geschrieben haben, ist der Tonio Kröger - wissen sie das?!" Und Thomas Mann soll nur genickt haben.

Der Tonio Kröger gehört für mich zu den wunderbarsten Erzählungen, die je geschrieben wurden. So einfach, erzählend schön und stimmig wurde selten über das Wesen des Künstlers und über das seelische Verlangen des Menschen geschrieben. Es finden sich so viele wahre Sätze in diesem kleinen Buch ("Die Kunst ist kein Beruf, sondern ein Fluch"), so viele schöne Stellen, so viele einfache, plastische Atmosphären. Das kleine Stück, das ich Tonio Kröger schon einige Male begleitet hab, ist mir immer wieder neu und doch stets unvergessen.
Denn spätestens wenn Tonio bemerkt, "dass die Kenntnis der Seele allein unfehlbar trübsinnig machen würde, wenn nicht die Vergnügungen des Ausdrucks uns wach und munter hielten", muss jeder wahre Künstler doch eigentlich anfangen, mit Tränen in den Augen oder lächelnden Lippen zu nicken.
Und wenn er wunderbar offen preisgiebt: "Ich liebe das Leben [...] das Leben, wie es als ewiger Gegensatz dem Geiste und der Kunst gegenübersteht", kann man lange darüber nachsinnen.

Der ewige Zwist zwischen Künstlertum, und der Liebe zum Leben und dem, was man nicht erklären kann, weil es einfach da ist, ein Teil vom Leben an sich - nie ist dies so schön und fein dargestellt worden, wie in dieser Novelle, die mit einem der wunderbarsten Schlusstakte der deutschen Literatur endet.
Dies Buch ist wundervoll. "Sehnsucht ist darin und schwermütiger Neid und ein klein wenig Verachtung und eine ganz keusche Seligkeit."

P.S.: Mario und der Zauberer, auch in diesem Buch enthalten, empfand ich selbst als schön erzähltes Kunst-/Kabinettstück; nach dem wunderbaren Erlebnis des Tonio Kröger, war sie mir etwas zu konstruiert, doch nichtsdestotrotz wie immer brillant erzählt. Eine sonst sehr gute Rezension zu dieser Geschichte (allerdings nicht von mir) findet sich hier: http://www.amazon.de/product-reviews/3596293200/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending#RFNZ2LRNMRN1M
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. August 2005
Tonio Kröger; eine Erzählung über den ewigen Konflikt, die ewige Zerrissenheit des (wahren) Künstlers - des verirrten Bürgers - zwischen künstlerischem und bürgerlichem Sein - geschrieben von einem solchen für solche und all die, denen daran gelegen ist, den Künstler - der Künstlerbegriff Manns ist weit gefasst - besser zu verstehen.
Insbesondere der große Monolog des Tonio Kröger und dessen Brief an die Freundin Lisaweta wird den, der Künstler ist, tief berühren, ja mehr noch, er wird sich voller Erstaunen gespiegelt finden - und spätestens jetzt innig empfinden und wissen: Ich bin nicht allein und es ist gut so, wie ich bin.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Oktober 2013
Es macht einfach Freude diese Bücher zu lesen. Anspruchsvoll - aber angenehm. :) Die Bücher lassen einen nicht mehr los.
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am 22. Januar 2013
Diese Novelle liest sich gut und ich hatte sie an einem Abend durch. Allerdings ist es eine Geschichte, die einem zum Nachdenken veranlasst. Der tragische Ausgang hebt nicht gerade die Stimmung.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. August 2013
Benötigte das Buch für schulische Zwecke. Leider entsprach das Buch nicht dem Buch auf dem Avantar-Cover. Erscheinungsjahr 1998... mal sehen was der Lehrer dazu sagt!
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11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2002
nachdem ich mich anfangs ziemlich durch das buch quälen musste (besonders durch das 4. kapitel) hatte ich nicht besonders viel lust das buch ein zweites mal zu lesen, was jedoch notwendig war um eine klausur darüber schreiben zu können. ich muß sagen, dass mir nach dem zweiten durchlesen und nachdenken über bestimmte handlungsweisen tonios einige dinge klarer erschienen und ich konnte mich ein kleines stück weit in die "gefühls"welt tonios hineinversetzen. jedoch kann ich teilweise bzw. die meiste zeit die handlungen und überlegungen des protagonisten keinesfalls nachvollziehen. es erfordert oft eine große vorstellungskraft um sich in das denken tonios hineinzuversetzen, da ich nicht der typ bin, der großartig anhebt, wenn ich etwas gut kann und mich über normale bürger stelle. genau darum geht das buch: um das verhältnis von tonio zu den "blonden und blauäugigen" (also bürgern) und das verhältnis zu künstlern. tonio, der selbst verse schreibt, erkennt schon früh, dass er anders als seine mitschüler ist und sich nicht so recht einordnen kann. diese situation zieht sich durch sein gesamtes leben. mit mitte 30 hat er seine größte identitätskrise, er zweifelt an sich und und sagt am schluß zudem: "ich bin erledigt". in dieser zeit zieht er am meisten über die normal-sterblichen her, beneidet sie jedoch gleichermaßen. ebenso ist er völlig gefühlskalt, denn seiner meinung nach darf ein künstler nichts fühlen, sonst arbeitet er schlecht. aufgrund seiner verzweiflung unternimmt er eine intuitive reise an den ort seiner kindheit bzw. nach dänemark, wo er sich über einiges klar wird. in ihm kommen alte gefühle auf und er erfährt zum ersten mal, dass gefühle schön sind und keinesfalls abstoßend. als resultat erkennt er, dass es falsch ist, verächtlich auf nicht-künstler herab zu blicken. nun kann er sich selbst akzeptieren und beschließt jetzt, mit gefühlen, noch bessere bücher zu schreiben. aus einer gefühlskalten, ärmlichen "gestalt" ist ein fühlender und lebens-liebender mann geworden.
ein buch, dass man vielleicht zum ersten mal nicht versteht, dass aber auf jeden falls lesenswert ist, wenn man sich mit "identität" auseinandersetzen will.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2013
Ich habe dieses Buch gekauft da es mir von einem Bekannten empfohlen wurde.
Gebraucht aber in Ordnung. Vielen Dank dafür
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1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2009
Ich bin ganz zufrieden mit dem erworbenen Produkt Tonio Kröger, wobei es ein bisschen unschön war, dass ich nur eine ältere Ausgbe zugeschickt bekam, was aber weiter kein Problem ist.
Alles in Allem bin ich sehr zufrieden und würde diesen Artikel noch einmal erwerben!
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