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Kundenrezensionen

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am 30. August 2002
Canettis Blendung ist ein ungeheuer umfangreiches, begeisternd starkes Buch. Die Auswahl der Charaktere ist von so tiefgreifender Präzision, Vielfalt und Fantasie - mir fällt momentan keine Parallele ein! Es geht um Verstrickungen, um Herrschaft und Ethik (die vielleicht nicht vorhanden ist), um soziale und persönliche Zwänge. Unheheuer geistesbetont: Die Dinge spielen sich irgendwie - obwohl sie doch in der realen Welt zu sein scheinen - in einer fantastischen, idealisierten Welt ab - die Charaktere sind so stark überzeichnet, dass das Lesen sogleich Freude bereitet, aber auch stets zum Nachdenken anregt.
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am 26. März 2013
Ich komme immer wieder, anders als bei anderen Büchern, auf dieses Werk von Canetti zurück. Anfangs war ich nicht sonderlich begeistert von der Blendung, es gab stellen zu denen ich mich förmlich zwingen musste sie zu lesen. Im Nachhinein jedoch finde ich das Buch klasse und absolut lesenswert. Die Surrealistische Aura die hier überall aufgebaut wird, ist einmalig. Es ist ein Werk das für mich unterschätzt bleibt, vermutlich ist es erst in Zukunft für ein größeres Publikum zugänglicher. Ich würde Canetti niemals an dieser Aufgabe solch ein Werk zu erschaffen, gescheitert sehen. Meine absolute Empfehlung für ein unkonventionelles Buch!
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am 22. Oktober 2000
DIE BLENDUNG (1935) von Elias Canetti schildert dramatisch wie in einer kopflosen Welt die unabwendbare Selbstzerstörung eines Gelehrten und Bücherwurmes erfolgt. Die phantastischen Begebenheiten in diesem Roman sind meisterhaft beschrieben. Der Hauptheld Kien scheitert nicht nur an der durchschnittlichen Gewöhnlichkeit seiner Umwelt, sondern auch an seinem Menschenbild.
Canetti zeigt in diesem Werk auch, was passiert, wenn man sich einigelt in eine Traumwelt und den Verstand verlieren kann, wenn der Blick für die noch so triste Realität verloren geht.
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Elias Canettis literarisches Hauptwerk Die Blendung erzählt von einem Bibliomanen, den seine Liebe zu Büchern in den Wahnsinn treibt. Der Roman liest sich als ausgedehnte Metapher für eine übersteigerte Intellektualität ohne jeden Bezug zur Wirklichkeit. Zugleich führt der Autor seine eigene Belesenheit vor: Von Kant bis Nietzsche, von Weininger bis Freud hat er die halbe Ideengeschichte seiner Zeit verarbeitet. Das verleiht der Blendung bei allem Mord und Totschlag, der auch stattfindet, etwas Schablonenhaftes. Die Figuren erscheinen wie auf dem Reißbrett entworfen, die Handlung wie im Labor erzeugt. In monotonen Gedankenströmen sinnieren die einsamen, in ihrer Verblendung gefangenen Individuen über die Schlechtigkeit der Welt. Aus fast jeder Seite dieses monströsen Romans spricht geballter Menschen- und insbesondere Frauenhass. Gewiss: Canettis Erstling, der ihm den Nobelpreis für Literatur einbrachte, ist eine satirische Überzeichnung und lebt von seiner grotesken Komik. Auf der langen Strecke von über 500 Seiten ist das mitunter allerdings schwer verdauliche Kost.
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am 22. August 2002
Elias Canetti ist Nobelpreisträger. Es mag daran liegen, daß er intellektuell ungezählte Klassen über mir spielt, aber ich gestehe: ich finde das Buch nervtötend und langweilig. Keine der Personen, die im Buch auftreten (zumindest bis zu der Stelle, bis zu der ich durchgehalten habe), verhält sich realistisch oder drückt sich auch nur annähernd realistisch aus. Jede Figur trägt ihr eigenes Päckchen an Verrücktheit mit sich herum, jede Person ist egoistisch und habgierig. Ich komme daher zu dem Schluß, daß Canetti den "ganz normalen Wahnsinn", der uns alle umgibt, zum Thema seines Buches machen wollte. Die Art und Weise, wie er es tut, strengt mich aber zu sehr an, und ich kann dem Buch weder Lehren entziehen noch Unterhaltung daraus gewinnen. Deswegen habe ich aufgegeben und es nicht zu Ende gelesen. Vielleicht bin ich ja einfach zu dumm für dieses Buch....?
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am 27. Januar 2005
Diese Rezesion bezieht sich auf das Hörspiel. Ich glaube, dass das Hörspiel mit 3 CDs ziemlich gut den im Buch enthaltenen Inhalt wiedergibt, wie es meiner Meinung nach im einem Hörspiel der Fall sein sollte. Die Chraktere begeistern durch Ihre Verrückt- und Bosheiten. Sicherlich gehört Canetti zu den ganz großen Literaten und dieses Hörspiel steht seinem Buch "Die Blendung" in nichts nach. Wer an dem Inhalt interessiert ist, und sich gerne Hörspiel anhört. "Üch bitte darum" (würde die Haushälterin sagen). Wer allerdings ein Hörspiel zur Unterhaltung sucht und nicht unbedingt anstrengende Kost konsumieren will, der sollte sich nicht die fast 200 Minuten komprimiertes Unwohlsein antun. So habe ich mich auf jeden Fall gefühlt, als ich das Hörspiel angehört habe. Die penetrante Dummheit und Dreistheit der Charaktere ist spätestens ab der 2ten von 3 CDs nervend. Lassen sie mich die Zeilen mit eine Persiflage aus dem Stück schliessen, deren Inhalt sich natürlich leider nur für Eingweihte auftut: "Üch bin der Rezensent, Sie der Käufer, der Käufer muss entscheiden".
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am 3. August 2005
Einfühlsam wird beschrieben, wie eine isolierte Person die Realität aus den Augen verliert. Die zum Teil düstere Stimmung wird sehr gut an den Leser vermittelt, wobei diese Stimmung mir das Lesen erschwerte. Das Buch ist genial geschrieben, da die gespürte Nähe zum Wahnsinn packend und mitreißend ist. Da sich viele Menschen in unserer Zeit in Cyber-Welten zurück ziehen, gewinnt das hier vorgestellte Werk an Relevanz. Allerdings war mir die Stimmung des Buches zuwider, und entspricht nicht meinem Geschmack.
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am 16. Februar 2003
ich finde es ist ein unglaublich schönes buch . noch nie hat mcih ein Buch und seine Figuren so fasziniert wie die Blendung.es ist unglaublich wichtig für mich geworden und wird auch immer wichtiger. ich liebe die sprache. therese belustigt mich . für alle, die andere sachen mögen
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am 18. Juni 2003
Der fulminante Roman Canettis, 1931 vollendet und 1935 erschienen (um bald darauf wieder von der Bildfläche zu verschwinden), war das lohnende Thema meiner Magisterarbeit. In einer Analyse grotesker Elemente des Romans zeigte sich, dass im Ausloten des Unauslotbaren, im Prozess der (fortdauernden) Sinnsuche durch den Rezipienten Wirkung und Aussage von „Die Blendung" liegen. Hieraus ergibt sich seine Kritik; der Roman lässt an den Harmonisierungstendenzen der Kulturordnung zweifeln. Dieses Zweifeln trifft den Leser unmittelbar in der prozessualen Lektüre. Solange diese Zweifel bestehen, solange „Die Blendung" sich gegen jede Vereinnahmung wehrt, so lange bleiben ihr groteskes Potential und damit ihre groteske Wirkung bestehen.
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am 30. Juli 2007
Mein Gott, bin ich zu ungebildet, um dieses Buch zu begreifen, oder woran liegt es, dass ich, die normalerweise 1000-Seiten-Wälzer mit Hingabe verschlingt, mich durch diesen Roman hindurchkämpfen musste bis zur letzten Seite, um am Ende ratlos dazustehen und mich zu fragen: "Worum geht es?" Gleichwertige Fragen wären z.B. auch "Was hat mir dieses Buch zu sagen?", "Worin besteht der literarische Wert dieses Romans?" oder "Warum hat Elias Canetti einen Nobelpreis bekommen?". Die letzte Frage kann ich beantworten und damit erklärt sich auch meine vorübergehende Hilflosigkeit. Tatsache ist, Elias Canetti hat den Nobelpreis bekommen, weil er ebenjenes Buch geschrieben hat. Autoren, die Nobelpreise erhalten, schreiben keine Unterhaltungsromane, nein, ihre Werke darf man nicht hinterfragen, denn sie sind ungemein tiefsinnig und philosophisch, man liest Sekundärliteratur, um sie zu erfassen, doch das wird man nie, denn was sich in den Köpfen von Literaturnobelpreisträgern abspielt, kann der Normalsterbliche nicht verstehen. J.K. Rowling wird nie den Literaturnobelpreis bekommen, das ist klar, trotzdem hat mir "Harry Potter" mehr gegeben als "Die Blendung". Vielleicht nehme ich dieses Buch in 10 Jahren nochmal zur Hand, wenn ich älter und hoffentlich auch weiser bin.
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