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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echter Hemingway
Ein wundervoller Roman im puren Hemingway-Stil. Alle Themen der Werke von Hemingway finden sich hier "Wem die Stunde schlägt" wieder! Dem Leser wird vorgeführt, wie man einem unausweichlichen Tod freiwillig entgegentritt, man erkennt den starken Willen, der Schicksale beeinflussen kann, das unbedingte Pflichtbewusstsein, das immer wieder in seinen Romanen eine...
Vor 24 Monaten von Jouvancourt veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen "Freudenspender"-Übersetzung?
Wenn das die Übersetzung von der Bindestrich-Dame aus den Fifties ist, besser die Hände weg. (Hat man deshalb den Namen weggelassen?).
Auf die Neu-Übersetzung warten, von Werner Schmitz.
Veröffentlicht am 30. Mai 2013 von Jeeves


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echter Hemingway, 11. Juni 2013
Von 
Jouvancourt (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Gebundene Ausgabe)
Ein wundervoller Roman im puren Hemingway-Stil. Alle Themen der Werke von Hemingway finden sich hier "Wem die Stunde schlägt" wieder! Dem Leser wird vorgeführt, wie man einem unausweichlichen Tod freiwillig entgegentritt, man erkennt den starken Willen, der Schicksale beeinflussen kann, das unbedingte Pflichtbewusstsein, das immer wieder in seinen Romanen eine dominierende Stellung innehat. Noch mehr als in allen anderen seinen Romanen stellt Hemingway gerade hier die Frage nach dem Sinn des Lebens!

Die Geschichte, die sich vor dem Hintergrund des spanischen Bürgerkrieges abspielt, ist spannend und leidenschaftlich. Die Beschreibung des Krieges unter Brüdern ist ohne jegliche Zugeständisse an die Republikaner oder an die Franco-Anhänger. Die zentrale Romanfigur ist der echten Natur Hemingways sehr ähnlich. Um ihn herum sind komplexe und liebenswerte Protagonisten angesiedelt, so wie die charismatische und idealistische Pilar. Ein tiefschürfender, hochspannender Roman.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraft und Klarheit, 10. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Broschiert)
Die Spannung in diesem Roman entsteht nicht nur durch den Spani-schen Bürgerkrieg und das Sprengen einer Brücke, sondern wesent-lich durch das Auftreten starker Charaktere. Hemingway schildert mit beeindruckender Kraft und Klarheit; Passagen in diesem Roman sind von solchem erzählerischen Charme, der begeistert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tod und Teufel im spanischen Bürgerkrieg, 25. Februar 2010
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt: Roman (Taschenbuch)
Obgleich gewollt karg ist Hemingway in fast all seinen späteren Werken ein epischer Erzähler (mit spät meine ich alles ab In einem andern Land. Es wird oft gesagt, seine Short-Storys seien besser als seine Romane. Ich habe in meiner Rezension zu Der alte Mann und das Meer bereits versucht das Phänomen Hemingway, wie ich es begreife und erlebt habe, zu schildern.

Wem die Stunde schlägt ist ein dickes Buch, ein tiefes Buch und gleichzeitig ein schweres und unglaublich leicht, wenn man es zu Ende gelesen hat. Gut, damit kann jetzt keiner etwas anfangen - vielleicht so: Wem die Stunde schlägt ist ein Buch wie ein ganz bestimmter Sommertag in Ihrem eigenen Leben: vielleicht haben sie keine großen Erwartungen gehabt, weil er auch eher mäßig anging, auch waren sie etwas müde, die ganze Zeit und irgendwie war alles auch sehr melancholisch gefärbt an diesem Tag und besonders dann am Abend. Aber im Nachhinein können sie diesen Tag nicht vergessen; vieles steigt wieder daraus hervor, viele undefinierbare Gefühle, Ideen und Gesichter; er ist auf seine eigene Art magisch geworden.
Manchmal verblasst diese Magie, wenn man genauer hinsieht und ihn in einen Kontext setzt. Aber er bleibt eine Art ideelle Freude. So ist "Wem die Stunde schlägt" - ein Epos mit Ecken und Kanten, Kargheit und tiefer Triste, großen Gesten und voller unnützem Pathos. Aber eben auch voller nachträglicher Kraft.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Liebe und der Krieg, 13. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Taschenbuch)
'Wem die Stunde schlägt' bietet tiefe Einsichten in die Weltanschauung Hemingways. Sein Hauptdarsteller erlebt die Fülle des Lebens und die verschiedenen Gesichter der Menschen, besonders in kritischen Situtationen, in kürzester Zeit. Von Selbstzweifeln hin- und hergerissen versucht Robert Jordan sich ständig einen Überblick über die Situation zu schaffen in der er sich befindet. Er erkennt, dass es keine exakte Trennlinie zwischen gut und böse gibt, bleibt aber dennoch Idealist. Das schöne an der Geschichte ist, das er niemals resigniert und ein Art inneren Frieden findet. Ein schöner Klassiker, der viele Fragen aufwirft und nebenbei noch, vielleicht nicht ganz genau, Storys vom Spanischen Bürgerkrieg erzählt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Meisterwerk, 8. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Broschiert)
Von Anfang an hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Unglaublich, wie es dem Autor gelingt, die Personen so genau - mit all ihren Fehlern aber auch positiven Eigenschaften - zu zeichnen, daß eine solche Atmosphäre entsteht, die bis zur letzten Seite anhält.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wem die Stunde schlägt (Hörspiel), 10. Juni 2011
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt: Hörspiel (Audio CD)
Erster Eindruck: In den Wirren des Krieges

Spanischer Bürgerkrieg: Der amerikanische Sprengstoffexperte Robert Jordan wurde beauftragt, eine Brücke zu sprengen und muss dafür mit Guerilla-Kämpfern einige Tage zusammen verbringen. Doch schnell keimen Verdachtsmomente gegen ihn auf, und auch seine Liebe zu Maria macht seine Sache nicht einfacher...

Für seinen Roman 'Wem die Stunde schlägt' hat sich Ernest Hemingway von seinem eigenen Leben inspirieren lassen, auch er war am spanischen Bürgerkrieg beteiligt. Er spricht jedoch für keine Partei und lässt auch die meisten geschichtlichen Zusammenhänge heraus, sondern konzentriert sich auf die Figuren und ihr Schicksal. 1948 wurde das Werk vom Südwestfunk als Hörspiel bearbeitet, der Audioverlag hat es nun zusammen mit anderen Hemingway-Hörspielen aus den Archiven geholt und neu veröffentlicht. Besonders interessant ist hier die Erzählweise gelungen, die zwischen verschiedenen Erzählpersepktiven hin- und herwechselt, so umfassende Einblicke in unterschiedliche Bereiche ermöglicht. Zudem wird eine einfache Sprache verwendet, die die Figuren umso glaubwürdiger wirken lässt. Der Verlauf ist dabei kurzweilig und spannend, was sich vorrangig aus dem geplanten Anschlag und den Schwierigkeiten bis dorthin ergibt. Zwischen Gewalt und Tod entstehen jedoch noch ganz andere Gefühle, wie die Liebe zu Maria. Dieser kontrastreiche Stil ist es, was 'Wem die Stunde schlägt' so interessant macht, zu einem Roman (und Hörspiel) von Format, das sich auch über 60 Jahre nach seiner Produktion messen lassen kann.

Alois Garg schafft es, den Charakter von Robert umfassend einzufangen und mit feinen Nuancen in seiner Stimme auszubauen ' eine sehr gute Leistung, die der Vorlage Hemingways gerecht wird. Gardy Granass spricht die Maria, ihre angenehme Stimme weist hier viele Facetten auf. Alexander Gölling ist in der ebenfalls sehr bedeutenden Rolle des Pablo zu hören, auch er kann mit seinem prägnanten Ausdruck eine realistische und glaubwürdige Figur erschaffen. Weitere Sprecher sind unter anderem Walter Kiesler, Rudolf Bechmann und Günter Begere.

Insbesondere bei der akustischen Gestaltung des Hörspiels hört man ihm sein Alter an. Die Musik klingt in der heutigen Zeit recht nostalgisch, kann mit unterschiedlichen Wirkungen aber passende und glaubhafte Szenarien schaffen. Der Einsatz von Geräuschen ist hier eher untergeordnet, an einigen Stellen helfen sie jedoch dem Verständnis weiter.

Die komplette CD-Box wurde einheitlich gestaltet, als Titelbild gibt es erneut eine schlichte Fotografie, die nicht auf den ersten Blick mit der Handlung in Einklang zu bringen ist. Überzeugend ist auch hier die strukturelle Gestaltung und insbesondere der informative Text im Booklet, der einige interessante Details für den wissenshungrigen Hörer bereit hält.

Fazit: Auch dieses Hörspiel aus der Box überzeugt mit seiner detaillierten Charakterbeschreibung und der kontrastreichen Handlung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frage nie, wem die Glocke schlägt..., 26. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt: Roman (Taschenbuch)
...dieses Zitat von John Donne, aus einer längst vergangenen Zeit, liegt dem Romantitel zu Grunde. Im Blick der heutigen Zeit kann man Ernest Hemingway einiges in die Schuhe schieben, gar keine Frage. War sein Handeln in den Fünfziger und Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts noch eine reale Heldensage, die einen mutigen, schier unzerstörbaren, kampferprobten Tausendsassa in den Mittelpunkt aller "Hem-Geschichten" packte, so sieht das heute völlig anders aus. Da wird Hemingway schon mal eine gewisse "Freude am Krieg" unterstellt und über seine Psyche, seine Labilität und sein Privatleben wissen wir einiges mehr als damals. Es gab keinen Kriegsschauplatz auf der Erde, den Hemingway nicht aufgesucht hätte. Und nur zu schauen und zu berichten, das war nie sein Ding gewesen. Hemingway mischte sich ein, am besten noch mit der Waffe in der Hand. Ob allerdings all die heroischen Taten, die man ihm nachsagte, auch stimmten...wer weiß das schon. Da sind sich selbst Hemingway Biografen nicht immer einig.

Im Roman verarbeitet Hemingway seine Erlebnisse im Spanischen Bürgerkrieg. Natürlich war Hem auf Seiten der Franco-Gegner, wo sonst? Seine Art von Geschichten konnte ihn nur auf die Contraposition zu den Faschisten stellen. Authentischer als in -Wem die Stunde schlägt- zeigt uns Hemingway den Krieg in Spanien in seiner Erzählung -Vier Stories aus dem Spanischen Bürgerkrieg-.

In -Wem die Stunde schlägt- schickt Hemingway seinen Helden Robert Jordan, einen Spanischdozenten aus den USA in den Widerstand der Linken. Jordan stößt zu einer Gruppe von Rebellen, die von Pablo angeführt wird. Pablos Frau Pilar, der Kämpfer El Sordo und der naive Anselmo gehören ebenso zum Kommando wie die junge Maria. Die hat ihre eigene Geschichte, die direkt mit der Unterdrückung durch Francos Garden zusammenhängt. Die Gruppe soll eine Brücke sprengen. Ein Auftrag, der für den Ausgang des Krieges völlig unwichtig ist, für die Gruppe jedoch zur elementaren Daseinsberechtigung in diesem Krieg wird. Jordan steckt mittendrin in diesem Kampf und er soll der entscheidende Faktor werden, von dem das Wohl und Wehe der Gruppe abhängt...

Man kann über Hemingways reales Leben denken, was man will, aber der Mann konnte schreiben. -Wem die Stunde schlägt- ist sicher nicht sein bester Roman, aber er ist noch immer um Klassen besser als das, was manch anderer "großer Schreiber" zu Papier gebracht hat. Vergleicht man den Roman allerdings mit Hemingways -Der alte Mann und das Meer- oder -Fiesta- dann weist -Wem die Stunde schlägt- schon ein paar Längen auf, die für den Mann aus Key West eigentlich nicht charakteristich sind. Zudem ist -Wem die Stunde schlägt- Hemingways einziger Roman, den ich persönlich(bitte nehmen sie mir das nicht übel) nicht so gut gelungen finde, wie die Verfilmung des Stoffs. Was Ingrid Bergman und Gary Cooper da unter Sam Woods Regiearbeit zeigten, war die pure Essenz aus Hemingways Roman in perfekter Umsetzung.

Mein Tip ist also folgender: Lesen sie den Roman über die Liebe zwischen Maria und Robert in den Wirren eines unerbittlichen Krieges zwischen Brüdern und Söldnern. Machen sie sich ihr Bild. Danach besorgen sie sich den Film und genießen die Darstellung Gary Coopers und Ingrid Bergamns von Hemingways Geschichte. Es gibt ganz sicher viele Möglichkeiten, sich schlechter unterhalten zu lassen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielseitig, sehr spannend und sehr tiefgründig!, 27. Januar 2001
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt: Roman (Taschenbuch)
Dieser sehr spannende Roman Hemingways ist uneingeschränkt jedem Leser zu empfehlen, da er auf vielfältige Weise den Leser erfreut. Zum einen die historischen Bezüge zum spanischen Bürgerkrieg, die jedem Spanien-Freund interessante Einblicke in diese Zeit bringen, zum anderen die genaue Darstellung der einzelnen Charaktäre, die Hemingway brilliant zeichnet. Die Handlung hat einiges an Dramatik zu bieten und der Leser wünscht das ganze Buch über, der "Held" der Geschichte möge in seinem Bemühen gewinnen! Zum anderen aber bietet der Roman eine romantische Liebesgeschichte. Fazit: Unbedingt lesenswert und zeitlos gute Literatur! Wer kann, sollte sich dieses Vergnügen auf Englisch gönnen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Recht ein Klassiker, 29. Mai 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt: Roman (Taschenbuch)
Eines der berühmtesten Werke Hemingways ist das hier vorliegende "Wem die Stunde schlägt". Es spielt im Spanischen Bürgerkrieg und umfasst lediglich vier Tage, in denen sich der Amerikaner Robert Jordan auf seinen Auftrag, eine Brücke in die Luft zu sprengen, vorbereitet.

Er begegnet derweilen spanischen Kämpfern unterschiedlicher Natur. Pablo, bisher Anführer der Guerillatruppe entpuppt sich als labile Persönlichkeit, auf die sich die Gruppe nicht verlassen kann. Dessen Gefährtin Pilar hingegen ist völlig überzeugt von der "Sache". Obwohl sie bereits von den Schrecken des Bürgerkrieges in lebhaften Bilder zu berichten weiss, ist sie standhaft.

Robert Jordan selbst ist ein pflichtbewußter Mensch. Er hält sich an seine Befehle und versucht sich nicht beeinflussen zu lassen. Doch diese Haltung wird erschwert durch die aufkeimende Liebe zu Maria, einem mehrfach vergewaltigten Republikaner-Mädchen. Zweifel kommen in Jordan auf. Die Vorstellung, nur diese wenigen Tage mit Maria zu haben und wahrscheinlich bei dem Angriff ums Leben zu kommen, läßt ihn wanken.

Am Ende jedoch siegt sein Pflichtgefühl. Der Angriff und die Sprengung der Brücke gelingen, aber zu einem hohem Preis.

Zu recht ist dieses Buch ein Klassiker der Weltliteratur, so ist es doch übertragbar in jede aktuelle Kriegshandlung. Sind nicht alle Soldaten gefangen zwischen dem Pflichtgefühl und der Überzeugung, auf der richtigen Seite zu stehen und den immer wiederkehrenden Zweifeln, das Richtige zu tun? Ist eine militärische Auseinandersetzung wirklich der richtige Weg, um seine Ideale durchzusetzen?

Mit einfachen, aber sehr berührenden Bildern schafft es Hemingway ohne erhobenen Zeigefinger die Unmenschlichkeit des Krieges aufzuzeigen und die Figuren für sich sprechen zu lassen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Franco vor der Tür, 9. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt: Roman (Taschenbuch)
Aus heutiger Sicht weht einem der Roman mit einem Hauch Sozialromantik entgegen, bei dem die Guten eindeutig auf der eine Seite ausmachen sind, die Schlechten die Fratze des Verbrechers trifft und die Liebe an den schlechten Zeiten leidet. Hemingway verarbeitet in ihm seine Erfahrungen und die Berichte anderer aus dem spanischen Bürgerkrieg. Eine Brücke soll zerstört, der Nachschub abgeschnitten, der Kontakt zu einer Guerillaeinheit aufgenommen werden. All das ist ausgezeichnet beschrieben, die Hintergründe bestens recherchiert und trotzdem erscheint einem vielleicht wegen der Liebesgeschichte zwischen Maria und Jordan alles vor den Sittengemälden schrecklicher Verbrechen weichgespült. Das Genre hat sich seitdem weiter entwickelt. Heutzutage würde ein Autor weniger die Liebe in die Mittelpunkt rücken, sich vielmehr ausführlich der Schilderung des Gemetzels widmen, die Sprengkraft beschreiben, das Technische ausführen, es gebe keine Helden mehr, sondern nur Verlierer und alle hätten sich irgendwie schuldig gemacht. Vier Tage bleiben. Vier Tage, in denen die Zerrissenheit der Guerillaeinheit den Plan fast vereiteln läßt. Die einen sind dafür, die anderen dagegen, aber der Amerikaner richtet es. Wem die Stunde schlägt, ergeht es, wie vielen Romanen, die in ihrer Zeit Aufsehen erregt haben. Mit gehörigem Abstand wieder gelesen, fallen die Schwachpunkte stärker ins Gewicht. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Hemingway ein ausgezeichneter Autor war, der schwer mit seinen Worten und seiner Geschichte gerungen hat. Dass der Roman überlebt hat, liegt nicht nur an der faszinierenden Vita des Autors, sondern an der Geschichte selbst.
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Wem die Stunde schlägt: Roman
Wem die Stunde schlägt: Roman von Ernest Hemingway (Taschenbuch - 1. September 1961)
EUR 9,95
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