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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Menschliches aus einem ruppigen Landstrich
Danke, Siegfried Lenz!
Es gibt wenige Bücher, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben, dieser Band von Kurzgeschichten ist ein solches. Da fährt eine Kutsche mit einer toten Frau spazieren, während es sich die Kutscher im Wirtshaus wohlergehen lassen, da möchte eine Reisende im Wirtshaus ein Bad nehmen, wobei der die Zinkwanne besetzende...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2002 von Seidler Till

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Vorlese-Schmunzelgeschichten
sind diese zwanzig kleinen Anekdoten über das Leben und die Menschen in dem fiktiven masurischen Dorf Suleyken. Aber so ein wenig zu betulich kommen sie einem auf die Dauer doch daher, diese Geschichten aus der "guten alten Zeit", die eigentlich keine Pointe haben. Ähnlich: die maghrebinischen Gechichten von Gregor von Rezzori. Bei denen habe ich mich aber...
Veröffentlicht am 15. Mai 2011 von Tom Kadi


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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Menschliches aus einem ruppigen Landstrich, 27. Oktober 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: So zärtlich war Suleyken: Masurische Geschichten (Sondereinband)
Danke, Siegfried Lenz!
Es gibt wenige Bücher, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben, dieser Band von Kurzgeschichten ist ein solches. Da fährt eine Kutsche mit einer toten Frau spazieren, während es sich die Kutscher im Wirtshaus wohlergehen lassen, da möchte eine Reisende im Wirtshaus ein Bad nehmen, wobei der die Zinkwanne besetzende debile Opa des Wirtes lediglich ein Stück zur Seite rutschen will (die Dame empfindet das als unakzeptabel), da wird ein Mann im Garten seines Hauses beigesetzt und der auf seinem Grabe sprossende Apfelbaum schlägt wütend gegen die Scheiben, wenn seine Witwe einen Liebhaber zu Gast hat und allen voran steht die fabelhafte Erzählung des Leseteufels Hamilkar Schaß, der sich nicht einmal durch herannahende Banditen von seiner Lektüre ablenken lässt. Herrlich! All diese naiv- einfachen Erzählungen sind geschrieben in einer klobigen gleichsam heiteren Sprache mit augenzwinkerndem Unterton von tiefer Lebensbejahung. Die Geschichten sind so kurz, daß man sie in wenigen Minuten bewältigen kann, andererseits laden sie zu wiederholter Lektüre ein. Ein Buch für Leute mit Humor und Sinn für Individualismus, Fans von Stefan Raab, sei an dieser Stelle gewarnt, werden diesen kleinen Schatz jedoch in die Ecke pfeffern. Wer allerdings Sehnsucht verspürt zumindest nach Schilderungen einer Welt, in der das Leben einfach ist, liegt mit diesem Band absolut richtig. Wie schön muß Masuren gewesen sein.....
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebenswerte Schrulligkeiten, 6. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Büchern von Siegfried Lenz haftet etwas schwer Verdauliches an. Meist denkt man dann an "Deutschstunde" und greift - insbesondere als jüngerer Leser - vorsichtshalber zu Büchern anderer Autoren. Doch besteht dann die Gefahr eines der unterhaltsamsten und vergnüglichsten Bücher zu versäumen, das je von einem deutschen Schriftsteller veröffentlicht wurde: "So zärtlich war Suleyken". Die masurischen Geschichten - das sind nicht nur Erzählungen, die einem die schrullige Art und verqueren Denkweisen der Bewohner dieses landschaftlich so schönen polnischen Landstrichs näherbringen, sondern die vielmehr durch den einmaligen, mit nichts zu vergleichenden Stil Siegfried Lenz' bestechen. Wenn Lenz wörtliche Rede schreibt, dann meint man, die beschriebenen Personen wirklich sprechen zu hören; man kann die Liebe des Autors zu seiner Heimat und zu den Menschen spüren. Und das gelingt auf so liebenswerte, spielerische und unterhaltsame Weise nur wenigen wie Siegfried Lenz. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch immer ein Lesegenuss, 27. Januar 2005
Von 
Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Kinder, wie die Zeit vergeht!" möchte man ausrufen, wenn man sich das Jahr der Erstauflage dieses Buches von Siegfried Lenz anschaut: 1955! Und noch immer ist es ein Genuss, dieses Buch, das eine Liebeserklärung an die masurische Heimat des Dichters ist, zu lesen - auch wenn es Suleyken und die darin lebenden Menschen so nie gegeben hat.
Man lacht über Hamilkar Schaß, den Großvater des Ich-Erzählers, der durch seine Ausdauer die Poggenwiese für Suleyken rettet; über den edlen Kneck von Knecken, dem man 2 Männer, die in einer Kuhhaut mit Geweih stecken, als 28-Ender vorführt; über all diese Typen, die da Ludwig Karnickel, Adolf Abromeit, Alec Puch und wie auch immer heißen.
Es ist gut, dass es diese Geschichten wieder - im Rahmen der BILD-Bestseller-Bibliothek - in einer wohlfeilen Ausgabe gibt. Also: kaufen, lesen, lachen - nach dieser Lektüre ist man sicher gesünder als vorher!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Charmante Geschichten mit enormem Suchtfaktor, 6. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: So zärtlich war Suleyken: Masurische Geschichten (Sondereinband)
Ich kenne wenige Bücher, die mir so zuverlässig die Laune aufbessern wie Siegfried Lenz' Erzählungen über ein imaginäres und doch alles andere als abstraktes Suleyken. Diese Erzählungen bekommt man erzählt aus der Sicht eines seiner wunderbar skurrilen Bewohner, dessen ganz dezenten und doch deutlichen ostpreußischen Akzent man beim Selberlesen fast zu hören glaubt. Naiv und weise zugleich ist das alles, liebenswürdig und gewitzt, ohne jemals zur billigen Karikatur zu verkommen. Es enthält nicht nur in jeder einzelnen Erzählung mehr verschmitzten langlebigen Charme als allzu vieles allzu Hochgejubeltes, das enthält noch viel mehr: nämlich seine ganz eigene, unverwechselbare Weisheit. Das Beste dabei: Suleyken ist nicht nur zärtlich, sondern auch freigiebig. Wer immer eine oder mehrere (beziehungsweise sowieso alle) dieser Erzählungen liest, egal ob zum ersten oder zum elftausendvierhundertdreiundachtzigsten Mal, dem gibt es großzügig ab von seinem Humor- und Weisheits-Vorrätchen. Und diese Vorrätchen sind nicht kaputtzukriegen.
Wenn das Großväterchen Hamilkar Schaß die Freuden des Lesens für sich entdeckt hat und mit dieser neu erworbenen Kunst eine verruchte Räuberbande in die Flucht schlägt, oder wenn er geduldig seine Verhandlungsgegner schier in den Wahnsinn treibt mit dem Beet für seine Zwiebelchen; wenn die Suleyker Gesellschaft einer Zirkusvorstellung ganz neue Seiten abgewinnt; oder wenn das ganze Dorf geschlossen nach Oletzko fährt, um einen der ihren beim Kauf eines Kilochens Nägel nicht alleine zu lassen in der Fremde... Wenn die Brüder Urmoneit mit dem lebenden wie mit dem toten Tantchen Arafa in allerlei Bredouillen geraten; wenn der Gastwirt Karnickel alle Hände voll zu tun hat aus nachvollziehbaren Gründen; wenn eine Kleinbahn begeistert eingeweiht wird von der Bevölkerung... Wenn ein prachtvoller achtundzwanzigendiger Hirsch (er hat sogar einen Namen, nämlich pani pronz, also "Herr Stolz") den leidenschaftlichen Großwildjäger Kneck von Knecken an den eigenen Sinnen zu zweifeln lehrt aufgrund seiner exzentrischen Eigenschaften; oder wenn der kleine Schuster Karl Kuckuck mit Trichterbrust sich nicht nur seiner bemerkenswerten Garderobe entledigt, sondern auch erstaunliche Schwimmkünste entwickelt, undundund oderoderoder... dann kann man sich nicht entscheiden, welche der zwanzig Geschichten nun die allerschönste ist.
Die einzelnen Geschichten sind kurz, man liest sie eigentlich in wenigen Minuten. Das heißt: Man k ö n n t e sie eigentlich in wenigen Minuten lesen. Aber man liest sie immer wieder, schön langsam, bis man sie auswendig kann, und danach erstrecht. Liebenswürdiger, charmanter Humor. Wunderbar wohltuend nach all den Möchtegern-Witzen, die einem ungefragt um die Ohren gehauen werden. Oder, um es mit den Worten der herzensguten Amanda Popp zu sagen: "Barmherzigkeit, rein zum Dammlichwerden!"
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heitere Erkundungen der masurischen Seele, 22. Juni 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: So zärtlich war Suleyken: Masurische Geschichten (Sondereinband)
Was sich - ausgehend vom Titel - zunächst nach einer Liebesgeschichte anhört, entpuppt sich schnell als Hommage an die Heimat des Autors. Beginnend mit dem Großvater des Ich-Erzählers, der gerade lesen gelernt hat und deshalb dem Krieg leider eine Absage erteilen muss, begleitet der Leser das Völkchen rund um Suleyken (in Anlehnung an Lyck/Elk, Ostpreußen) bei ihren täglichen Mühen, Freuden, Zwistigkeiten und Abenteuern. Besonders in Erinnerung bleiben u.a. die Episoden von der neu erbauten Kleinbahn, von der Fahrt nach Oletzko ("der Mangel an einem Kilochen Nägel", S. 75) und vom Impfen der Großfamilie. "Gottes Segen, er ruhte mild über Jadwiga Plocks Häuschen, denn selbst nachdem sie Witwe geworden war, hatte sie nicht aufgehört, gesunden, etwa zehnpfündigen Kindern das Leben zu schenken, und zwar mit wunderbarer Regelmäßigkeit" (S. 86).
Auch in sprachlicher Hinsicht haben die Erzählungen einiges zu bieten, unterstreichen die für uns mitunter ungewohnte Syntax und die Ausdrucksweise der Bewohner doch deren Eigentümlichkeit und tragen zugleich in nicht unerheblichem Maße zum humorvollen Charakter der Dialoge bei.
Während der Lektüre musste ich nicht nur oft laut lachen, ich verspürte auch den Drang, die urkomischen Begebenheiten laut vorzulesen, damit jeder in den Genuss kommen könnte. Ich beschränke mich jedoch darauf, das Buch allen ans Herz zu legen, die Gefallen an authentischer, unprätentiöser Literatur finden.
Mit einem Augenzwinkern gelingt Siegfried Lenz eine liebevolle Beschreibung von Land und Leuten - eigenwillig, klug und gerade dadurch so sympathisch, genau wie das Buch. In gewisser Weise handelt es sich also doch um eine Liebesgeschichte. Unbedingt lesen!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön!, 10. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: So zärtlich war Suleyken (Broschiert)
Siegfried Lenz hat hier ein wunderschönes Lesebuch geschaffen. Er erzählt zwanzig masurische Geschichten. Und dies tut er auf eine Art und Weise, daß man dieses kleine Buch einfach lieben muß. Suleyken ist ein kleines Dorf in Masuren, der Heimat von Siegfried Lenz. Und das Buch läßt deutlich erkennen, wie sehr er diese Heimat liebt. In wundervoller Detailverliebtheit schildert er das Leben in diesem Dorf. Er zeichnet liebevolle Bilder von den Charakteren der einzelnen Dorfbewohner und von dem, was für diese Menschen wichtig ist. Und diese Dorfbewohner scheinen es wert zu sein, sie kennenzulernen. Dabei bringt sein souveräner, geistvoller Humor den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln oder gar dazu lauthals zu lachen! Ein wirklich heiteres Lesevergnügen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suleyken ist nicht nur zärtlich, sondern auch unsterblich, 17. Dezember 2011
Ich kenne wenige Bücher, die mir so zuverlässig die Laune aufbessern wie Siegfried Lenz' Erzählungen über ein imaginäres und doch alles andere als abstraktes Suleyken. Diese Erzählungen bekommt man erzählt aus der Sicht eines seiner wunderbar skurrilen Bewohner, dessen ganz dezenten und doch deutlichen ostpreußischen Akzent man beim Selberlesen fast zu hören glaubt. Naiv und weise zugleich ist das alles, liebenswürdig und gewitzt, ohne jemals zur billigen Karikatur zu verkommen. Es enthält nicht nur in jeder einzelnen Erzählung mehr verschmitzten langlebigen Charme als allzu vieles allzu Hochgejubeltes, das enthält noch viel mehr: nämlich seine ganz eigene, unverwechselbare Weisheit. Das Beste dabei: Suleyken ist nicht nur zärtlich, sondern auch freigiebig. Wer immer eine oder mehrere (beziehungsweise sowieso alle) dieser Erzählungen liest, egal ob zum ersten oder zum elftausendvierhundertdreiundachtzigsten Mal, dem gibt es großzügig ab von seinem Humor- und Weisheits-Vorrätchen. Und diese Vorrätchen sind nicht kaputtzukriegen.
Wenn das Großväterchen Hamilkar Schaß die Freuden des Lesens für sich entdeckt hat und mit dieser neu erworbenen Kunst eine verruchte Räuberbande in die Flucht schlägt, oder wenn er geduldig seine Verhandlungsgegner schier in den Wahnsinn treibt mit dem Beet für seine Zwiebelchen; wenn die Suleyker Gesellschaft einer Zirkusvorstellung ganz neue Seiten abgewinnt; oder wenn das ganze Dorf geschlossen nach Oletzko fährt, um einen der ihren beim Kauf eines Kilochens Nägel nicht alleine zu lassen in der Fremde... Wenn die Brüder Urmoneit mit dem lebenden wie mit dem toten Tantchen Arafa in allerlei Bredouillen geraten; wenn der Gastwirt Karnickel alle Hände voll zu tun hat aus nachvollziehbaren Gründen; wenn eine Kleinbahn begeistert eingeweiht wird von der Bevölkerung... Wenn ein prachtvoller achtundzwanzigendiger Hirsch (er hat sogar einen Namen, nämlich pani pronz, also "Herr Stolz") den leidenschaftlichen Großwildjäger Kneck von Knecken an den eigenen Sinnen zu zweifeln lehrt aufgrund seiner exzentrischen Eigenschaften; oder wenn der kleine Schuster Karl Kuckuck mit Trichterbrust sich nicht nur seiner bemerkenswerten Garderobe entledigt, sondern auch erstaunliche Schwimmkünste entwickelt, undundund oderoderoder... dann kann man sich nicht entscheiden, welche der zwanzig Geschichten nun die allerschönste ist.
Die einzelnen Geschichten sind kurz, man liest sie eigentlich in wenigen Minuten. Das heißt: Man k ö n n t e sie eigentlich in wenigen Minuten lesen. Aber man liest sie immer wieder, schön langsam, bis man sie auswendig kann, und danach erstrecht. Liebenswürdiger, charmanter Humor. Wunderbar wohltuend nach all den Möchtegern-Witzen, die einem ungefragt um die Ohren gehauen werden. Oder, um es mit den Worten der herzensguten Amanda Popp zu sagen: "Barmherzigkeit, rein zum Dammlichwerden!"
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein literarisches Panorama vom Wiederaufleben masurischer Lebensart in unvergesslichen Bildern, 2. September 2008
Rezension bezieht sich auf: So zärtlich war Suleyken: Masurische Geschichten (Sondereinband)
Siegfried Lenz gehört zu den ganz großen Erzählern der deutschen Nachkriegsliteratur. Aber nicht nur sein Buch "Deutschstunde" oder "Heimatmuseum" gehören zu seinen ganz großen und wichtigsten Werken, die den Leser in seine alte, deutsche Heimat Masuren in ausgezeichneten sprachlichen Bildern entführen, sondern ganz besonders dieses eine, kleine, fast unscheinbare Werk "So zärtlich war Suleyken", in dem er die Landschaft und Menschen dieses früheren deutschen Ostens wieder auferstehen lässt, sie in der direkten Rede in ihrer Mundart zum Leben erweckt und ihre kautzige und schrullig-verquere Denkungs- und Lebensart noch einmal auferstehen lässt.

Siegfried Lenz ist gerade mit diesem Buch kurzer Erzählungen ein unvergessliches Panorama seiner alten Heimat Ostpreußen gelungen, das längst Teil der Weltliteratur geworden ist, einer viele Jahrhunderte währenden Kultur, die längst verschollen scheint. Lenz gebührt daher für dieses Buch größter Dank und Anerkennung. Denn er gehört für mich mit dieser eher der Seitenzahl nach dünn geratenen, aber dennoch überaus gelungenen literarischen Kostbarkeit zu den ganz großen der deutschen und der Weltliteratur. Dieses Buch muss man gelesen haben!

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Liebeserklärung an Masuren, 14. November 2007
Rezension bezieht sich auf: So zärtlich war Suleyken: Masurische Geschichten (Sondereinband)
Siegfried Lenz ist in Masuren, dem Schauplatz der 20 Erzählungen dieses Buches, aufgewachsen, so dass ihm die "masurische Seele" der Bevölkerung vertraut ist. Die Geschichten sind augenzwinkernde Liebeserklärungen an seine Heimat, eine Huldigung an die Menschen von Masuren.
Die Protagonisten dieser Erzählungen sind kleine Handwerker, Fischer, Bauern, Holzarbeiter..., die ruhig, geduldig und zufrieden ihre Tage im abgelegenen Dorf Suleyken verbringen. Sie leben bodenständig, wehren sich hartnäckig gegen alle Neuerungen, wollen von jeglichen Veränderungen in ihrem Leben verschont bleiben.
Sie wirken dadurch etwas schwerfällig oder sogar dümmlich und doch besitzen sie eine "unterschwellige Intelligenz", die Aussenstehenden rätselhaft und unbegreiflich erscheinen mag und die sich jeder Beurteilung nach gebräuchlichen Massstäben entzieht.
Diese Menschen haben eine Seele, zu deren Eigenarten "Bauernschläue" und Tücke gehören, tapsige Zärtlichkeiten und eine rührende Geduld.
Das Dörfchen Suleyken gibt es in Wirklichkeit in Masuren nicht, der Name ist vom Autor frei erfunden. Die Geschichten sind insgesamt ein wenig übertrieben - und zwar in der Weise, dass das besonders Eigenartige hervorgehoben wird, und dadurch das besonders Charakteristische dieser Menschen zum Vorschein kommt.
Das Buch ist sehr amüsant geschrieben, so dass man beim Lesen immer etwas schmunzeln muss.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade, dass es so schnell zu Ende ging..., 9. Februar 2004
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: So zärtlich war Suleyken (Audio CD)
Siegfried Lenz hat mit seinen liebenswerten Erzählungen dem fiktiven Ort Suleyken in Masuren mit seinen Bewohnern und ihren Schnurren ein Denkmal geschaffen, ein Lesevergnügen allerersten Ranges.
Siegfried Lenz liest die Geschichten auch selbst, und er gibt ihnen mit seiner masurischen Mundart ein unvergleichliches Lokalkolorit, einfach wunderbar.
Sehr zu empfehlen!
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So zärtlich war Suleyken: Masurische Geschichten
So zärtlich war Suleyken: Masurische Geschichten von Siegfried Lenz (Sondereinband - 20. Juni 2012)
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