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108 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu der Schönen neuen Welt
Inhalt:
Im Jahr 632 nach Ford leben die Menschen - vor Geburt in fünf Kasten von Alphas bis Epsilons eingeteilt - in einer vollkommen technologisierten Welt. Natürliche Geburten gibt es nicht mehr. Die genormten Menschen werden in Flaschen gezüchtet und später nicht entbunden, sondern entkorkt.
In dieser schönen neuen Welt ist jeder...
Veröffentlicht am 18. April 2005 von Michael Kern

versus
137 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Altbackene Übersetzung
Was an dieser Ausgabe sehr stört, ist die inzwischen viel zu altbackene Übersetzung. Sie stammt ursprünglich aus dem Jahr 1932. Aus dem Vorwort von 1932: „Da die Handlung dieses utopischen Romans nicht an den Ort gebunden ist, erschien es dem Übersetzer ratsam, sie vom englischen auf deutschen Boden zu verpflanzen".
Die Übersetzung...
Am 21. April 2005 veröffentlicht


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen mal eine andere Übersetzung!, 24. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Aldous Huxley, bekannt als früher Mann der psychedelischen Experimente mit Meskalin und anderen 'Entheogenen', beschreibt hier eine spannende und zugleich furchteinflössende Zukunftsvision. Menschen werden nichtmehr natürliuch geboren sondern in Genlabors gezüchtet etc. An Brisanz in der jetzigen Zeit nicht zu übertreffen! Eines meiner Lieblingsbücher, allerdings hat der Übersetzer sein Werk wohl diesmal mal zu ernst genommen... Als Leser der englischen Originalversion fiel mir spontan auf, dass die verwendeten Orte in diesem Buch verändert wurden. Es gab damals eine deutsche Version, welche wesentlich originalgetreuer war, als diese! Leider habe ich das alte Buch verliehen (...) und bis jetzt nie zurückerhalten. Schade- denn die Version des Fischer-Verlages kann ich nicht empfehlen...
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhalt verfälscht, 3. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Irre ich mich oder ist es tatsächlich so, dass der Inhalt der deutschen ausgabe stark verfälscht ist?
so meine ich mcih zu errinnern, dass der Protagonist dieses buches kein Produktionsfehler, sondern vielmehr ein menschliches kind ist- und dass es beide formen der "produktion" gibt- nur dass "normal" gezeugte menschen weniger wert sind als die "perfekten".

ebenso ist die namensänderung ein graus in meinen augen- mMn sollte man hier zum englischen originaltext greifen- der zweifelsohne besser ist.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unvergessliches Leseerlebnis, 28. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Schöne neue Welt - die Menschheit in 600 Jahren. Kinder gebären ist eine "Sünde", menschlicher Nachwuchs wird stattdessen "entkorkt", das bedeutet, ein Kind ist reif, fertig und wird vom Fließband genommen und genormt. Je nach Kastenordnung wird den Kindern durch die Schlafschule eingenormt, was sie zu lieben und zu hassen haben, was sie wollen und denken müssen. Eine erschreckende Vorstellung. In der schönen neuen Welt gibt es keine Religion, keine Literatur, keine Bildung. Die Menschen wissen und können alles was sie wissen und können müssen. Sie sind ja genormt und in Kasten aufgeteilt. Die Welt scheint perfekt zu funktionieren. Alles Negative ist ausgerottet. Allen geht es gut. Bis auf einige wenige, die krampfhaft versuchen, auszubrechen, wissen jedoch selber nicht, woraus. Huxley ist mit "Schöne neue Welt" ein Roman gelungen, mit dem es an Eindrucksstärke wenige Andere aufnehmen können.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das neue einheitliche Programm von SPD und CDU, 11. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Was mich erschüttert ist nicht so sehr die Gesellschaft, die beschrieben wird:
- Menschen werden "entkorkt", nicht geboren.
- Die Charaktereigenschaften und Fähigkeiten der Menschen werden gentechnisch - am Bedarf orientiert - vorherbestimmt.
- Es herrschen Konsumterror und Vergnügungszwang.
- Alle sind "gut drauf"; miteinander schlafen ist eine Frage der Höflichkeit.
- Kranke und Sterbende werden isoliert.
Was mich erschüttert, ist, zu bemerken, wie weit wir auf dem Weg in die Huxley-Gesellschaft schon vorangekommen sind!
Was mich erschüttert, ist mit welcher Dreistigkeit die Regierenden der sogenannten zivilisierten Welt diese Gesellschaft zu schaffen suchen!
Was mich erschüttert, sind die Dummheit die Gleichgültigkeit, mit denen die angeblich mündigen Bürger in den angeblichen Demokratien ihren Führern eben dorthin folgen!
Es ist nicht das Buch, das den Horror auslöst, sondern die Wirklichkeit.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Utopische Visionen mit realem Ausgang?, 23. Februar 2010
Von jeher hat es den Menschen interessiert, wie zukuenftige Gesellschaften organisiert und strukturiert sein koennten, um ein paradisiesesches Zusammenleben der Menschen ohne Krankheiten, Gewalt und Kriege zu gewaehrleisten. Aldous Huxley hat bereits in den 30-ziger Jahren des zurueckliegenden Jahrhunderts seine Vision dieser Gesellschaft entworfen. In seiner schoenen neuen Welt ist alles genormt und fuer Inividualitaet kein Raum. Krankheiten haben sich ueberlebt und Agression ist nicht mehr erkennbar, doch auch andere Formen von Gefuehlen sind nicht mehr bekannt. Die Fortpflanzung geschieht fast maschinell, Sexualitaet wird ausgelebt ohne Gefuehle, derer die Menschen auch in anderer Hinsicht beraubt sind. Die Menschen sind genormt, ihre Wuensche identisch, das Denken auf ewige Jugend und Behaglichkeit reduziert. Ist das ein Leben? Reizvoll sicherlich der Gedanke, ohne Gewalt und Agression Leben zu koennen, erregend fuer einige die Vorstellung, Sexualitaet ohne Verantwortung leben zu koennen. Aber wozu ueberhaupt leben, wenn alles vorhersehbar ist und das Dasein keine Ueberraschungen mehr bereithaelt? Individualitaet aufgegeben wird zugunsten einer Normung, der sich niemand mehr entziehen kann und die zu Eintoenigkeit fuehrt. Eine gelungene Vision von Huxley, die wuenschenwerte Elemente eines friedfertigen Zusammenlebens aufzeigt und gleichzeitig ihre Gefahren verdeutlicht. Unwillkuerlich kommt dem Leser der Gedanke, das die Summe aller Uebel immer gleich ist. Fortschritt auf der einen Seite fuehrt zwangsweise zu Rueckschritten in anderen Bereichen. Und das es in unseren Gesellschaften durchaus erkennbare Tendenzen gibt, die von Huxley vor mehr als 70 Jahren bereits beschrieben wurden. Lesenswerte Gedanken, die zum Nachdenken anregen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne neue Welt???, 12. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Schöne neue Welt" ist eine atemberaubende Zukunftsvision von Aldous Huxley.
Der britische Schriftsteller (1894-1963) erschuf bereits in den 30er Jahren ein erschreckendes Bild der nächsten Generationen in ferner Zukunft.

Hier werden die Menschen von Geburt an genormt, nein, bereits vor der Geburt. Denn eine normale Geburt findet gar nicht statt. Es gibt keinen Vater, keine Mutter, keine Familie. Die Befruchtung findet auf künstlichem Wege außerhalb menschlicher Körper in Flaschen" statt. Die Kinder werden nicht geboren, sie werden entkorkt". Und bereits vorher werden sie auf die bestehende Zivilisation getrimmt. Alphas, Betas, Gammas, Deltas, etc. lauten die Kasten in denen die Menschen eingebürgert werden. Durch psychische und physische Beeinflussung von kleinst an werden die Kinder in Ihr zukünftiges Dasein eingepasst / eingezwängt. Sämtliche Krankheiten und Leidenschaften sind ausgemerzt; es herrscht die freie Liebe, nein, von Liebe ist nicht die Rede, freie Triebe; die Droge Soma" hilft über psychische Unpässlichkeiten hinweg; der Mensch stirbt in einem vorbestimmten Alter (gesund und jung erhalten) unter Einfluss der Drogen ohne Leid, Kummer und Schmerz.
In diese durch und durch strukturierte Gesellschaft platzt Der Wilde". Ein Sohn von Filine, einer genormten Frau, die aus Versehen im Wildnis-Reservat verloren ging und dort, bereits schwanger von einem Zivilisierten (trotz aller befolgten Verhütungsanweisungen) bei den Indianern weiterlebte und unter den Wilden Ihr Kind auf natürlich Weise gebar und aufzog.
Als weißer Außenseiter nicht zu den Wilden gehörend sehnt er sich nach der schönen neuen Welt, die seine Mutter ihm in den schillerndsten Farben schildert. Durch Zufall kann er nun gemeinsam mit seiner Mutter die Wüste verlassen. Doch kann er, der Wilde, der durch Lektüre von Shakespeare lesen und schreiben lernte, sich diese Welt Othellos, Romeos, Edmunds zu eigen machte, und sich in eine der zivilisierten Frauen verliebt, kann er sich schließlich in diese genormte Welt fügen? Oder vermag er diese vermeintlich perfekte Gesellschaft aus Ihrer ewig glücklichen Lethargie reißen?

Huxley schafft es beinahe, den Leser von seiner genormten Welt zu überzeugen. Schwerlich entzieht man sich dem Reiz des ewigen Glücks, der immerwährenden Gesundheit, der schönen neuen Welt.

Eine erschreckende Vision der Zukunft, die zwar noch fern scheint, die sich aber in Ihren Anfängen bereits abzeichnet. Der Wunsch nach ewiger Jugend, der Schönheitswahn und die Selbstverständlichkeit der Schönheitsoperationen, der Wunsch und die Wichtigkeit von Luxus, Behaglichkeit, Beständigkeit. Die Angst vor allem Fremden, Neuen und Unerwarteten, die Abneigung gegen das Alter und die Alten, die Angst vor dem Tod. Eine ferne Zukunft?

Wer kann, sollte Schöne neue Welt" wohl in der Originalausgabe auf Englisch lesen. In vielen anderen Rezensionen wird auf die schlechte Übersetzung des Fischer-Verlags hingewiesen. Da ich das Buch nur auf Deutsch gelesen habe kann ich mir hierzu kein Urteil erlauben. Aber ich finde es unangebracht vom Übersetzer, einfach Namen und Handlungsorte nach Belieben zu ändern. Dieses Recht sollte sich kein Übersetzer heraus nehmen.

Nichtsdestotrotz wird uns hier ein außergewöhnlicher Blick in eine mögliche Zukunft gewährt, die detailgetreuer kaum geschildert werden kann. Und die uns diese Vision dadurch besonders real erscheinen lässt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein dystopischer und prophetischer Klassiker, 22. Dezember 2006
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Wie kam eigentlich Aldous Huxley dazu, seinen Roman "Brave New World" zu nennen? - das ist so eine Preisfrage für Literaturwissenschaftler. Die Antwort darauf findet sich im vermutlich letzten Drama Shakespeares, "The Tempest" (dt. "Der Sturm"). Da ist es Miranda, die Tochter Prosperos, die - nach Erlebnissen von Intrigen und einem gerade noch vereitelten Mord - der scheinbaren Happy-End-Stimmung des Stücks folgende Verse ausspricht: "O brave new world, that has such people in't!"
Freilich ist das im Kontext des Dramas ziemlich zynisch und ähnlich zynisch sieht auch Aldous Huxley seine Welt.

Die Handlung spielt in einer fernen, aber bezifferbaren Zukunft, dem Jahre A.F. 632, also 632 Jahre nach der Geburt des Automobilmagnaten Henry Ford. Dem Leser offenbart sich eine perfekt organisierte Wohlstandsgesellschaft, voller biologisch und psychologisch konditionierter Arbeitsdrohnen. Wohlstand ist in dieser Welt - Marx lässt grüßen - tatsächlich für alle da, hingegen scheinen alle Krankheiten der Menschheit überwunden und ausgerottet. Der Preis für das synthetische Glück in Form der Droge Soma ist die Aufgabe von Individualität, Religion, Phantasie und Kunst. Auch um die Liebe sieht es düster aus, denn Promiskuität ist Teil des Alltagslebens in dieser schönen neuen Welt.
Eine der Figuren, Bernhard Marx, passt in dieses Gefüge nicht so recht hinein. Er gehört aufgrund seiner Intelligenz zwar der Alpha-Plus-Kaste an, aber sein äußeres Erscheinungsbild stigmatisiert ihn zum Außenseiter. Außerdem mag sich sein Gemüt nicht mit dem oberflächlichen Sexleben zufrieden geben, wie es auch keine Satisfaktion in der Droge Soma findet.
Im Gegensatz dazu steht Lenina Crowne, die pneumatische, also attraktive, perfekt konditionierte Frau. Gemeinsam besuchen sie ein Indianerreservat, wo sie auf John treffen, einem "noble Savage", der äußerlich zwar barbarisch erscheint, doch über ein hohes Maß an Bildung verfügt. Denn die zum verbotenen Kanon gehörenden Werke Shakespeares kennt John in- und auswendig; das Wertesystem hat er verinnerlicht.

John verliebt sich in Lenina - und lernt die schöne neue Welt nun wirklich kennen. Die Oberflächenstruktur des Romans ist relativ gut durchschaubar, was ihn für Sekundarstufenlektüre prädestiniert. Was den Roman wesentlich interessanter macht, sind die im Verborgenen liegenden Denkanstöße, angefangen bei den kleinen Wortspielen um sprechende Namen bis hin zu den wirklich großen Themen um Ethik und Wissenschaft.

Aldous Leonard Huxley entstammt der berühmten britischen Huxley-Familie, Thomas Henry Huxley war sein Großvater. Huxleys Werk steht in der Tradition der Romane H.G. Wells', also meist dystopische Zukunftsromane, die Fragen um Ethik, Technik, Fortschritt und menschliche Werte ausloten. Dass Huxley hier ein dramatisch überzeugendes, prophetisches und in mancher Hinsicht durchaus aktuelles Werk gelungen ist, darf als unbestrittene Tatsache angesehen werden. Und gerade das macht den Roman so faszinierend.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Soma für alle!, 16. Juni 2007
Von 
Lars Kellermann (Neuenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Die Selbstverständlichkeit mit der heute Retorten-”Popstars”-Mugge unter Bedienung erwünschter Klischees konsumiert wird, virtuelle Parallelwelten gedeihen und multinationale Medienkonzerne den Meinungsgleichstrom modulieren, lassen bei der literarischen Verarbeitung von Schlafwahrheiten, Duftorgeln und Fühlkino ein ungutes Gefühl in der Magengegend zurück. Die sexuelle Befreiung entspricht einer unemotionalen, oberflächlichen Beliebigkeit; Kunst wurde ebenso wie Elternschaft auf dem Altar der Produktivität geopfert. Individualismus ist asozial, es lebe der Epsilon-Bokanowsky-Klon.

Doch alle sind glücklich… zumindest im Rahmen ihrer aufgenormten Perspektive

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Gemeinschaftlichkeit, Einheitlichkeit, Beständigkeit!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Schreckensvision - oder gerade nicht?, 6. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Das faszinierende an 'Schöne neue Welt' ist, daß es sich eben nicht um eine reine Horrorvision handelt - wenn dies so wäre, ließe sich das Werk einfach durchlesen und als 'durchgeknallt' beiseite legen. Aber das ist es nicht - so erschreckend das Beschriebene klingt, es übt eine seltsame Faszination aus, es regt zur Frage an, was wir in unserer Welt, in dieser Gesellschaft lieber hätten, die freie Selbstbestimmtheit, auch mit all ihren Nachteilen für das Individuum, oder die Gleichschaltung, die Funktion als Glied in der Masse, ohne aus dieser ausbrechen zu können, mit den Vorteilen der leid- und sorgenlosen Unverantwortlichkeit für das eigene Sein. Oder vielleicht ein Mittelding? So einfach ist diese Frage nicht zu beantworten - und das sollte sie auch nicht - , wenn man sich ernsthaft mit ihr beschäftigt und sie nicht mit Tabuisierungen zukleistert.
Dieses Werk ist brilliant und scheinbar zeitlos - wir bewegen uns immer mehr in die Richtung der von Huxley beschriebenen Gesellschaft. Ein Muss - schade, daß es viel zu oft in der Schule gelesen wird, in einer Entwicklungsstufe, in der es nur in den seltensten Fällen wirklich verstanden und verarbeitet wird.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thesen bestätigt, 24. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Man hat dieses Buch sicherlich mit einigem Unglauben gelesen. Jetzt jedoch zeigt die moderne Forschung, dass all dieses möglich ist. Prof. Dr. Jens Förster hat in seinem Buch "Kleine Einführung in das Schubladendenken" gezeigt, dass Beeinflussungmethoden existieren, die subtil und erfolgreich sind. Das Einblitzen von Wörtern in der Werbung, die ständige Wiederholung von Unwahrheiten in den Printmedien und die Indoktrinierung durch Lehrpersonal schaffen Vorurteile und Vorstellungen in uns, gegen die wir uns kaum wehren können.
Da laufen einem Schauer über den Rücken.
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Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft von Aldous Huxley (Taschenbuch - 1. Februar 1953)
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