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108 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu der Schönen neuen Welt
Inhalt:
Im Jahr 632 nach Ford leben die Menschen - vor Geburt in fünf Kasten von Alphas bis Epsilons eingeteilt - in einer vollkommen technologisierten Welt. Natürliche Geburten gibt es nicht mehr. Die genormten Menschen werden in Flaschen gezüchtet und später nicht entbunden, sondern entkorkt.
In dieser schönen neuen Welt ist jeder...
Veröffentlicht am 18. April 2005 von Michael Kern

versus
137 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Altbackene Übersetzung
Was an dieser Ausgabe sehr stört, ist die inzwischen viel zu altbackene Übersetzung. Sie stammt ursprünglich aus dem Jahr 1932. Aus dem Vorwort von 1932: „Da die Handlung dieses utopischen Romans nicht an den Ort gebunden ist, erschien es dem Übersetzer ratsam, sie vom englischen auf deutschen Boden zu verpflanzen".
Die Übersetzung...
Am 21. April 2005 veröffentlicht


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unvergessliches Leseerlebnis, 28. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Schöne neue Welt - die Menschheit in 600 Jahren. Kinder gebären ist eine "Sünde", menschlicher Nachwuchs wird stattdessen "entkorkt", das bedeutet, ein Kind ist reif, fertig und wird vom Fließband genommen und genormt. Je nach Kastenordnung wird den Kindern durch die Schlafschule eingenormt, was sie zu lieben und zu hassen haben, was sie wollen und denken müssen. Eine erschreckende Vorstellung. In der schönen neuen Welt gibt es keine Religion, keine Literatur, keine Bildung. Die Menschen wissen und können alles was sie wissen und können müssen. Sie sind ja genormt und in Kasten aufgeteilt. Die Welt scheint perfekt zu funktionieren. Alles Negative ist ausgerottet. Allen geht es gut. Bis auf einige wenige, die krampfhaft versuchen, auszubrechen, wissen jedoch selber nicht, woraus. Huxley ist mit "Schöne neue Welt" ein Roman gelungen, mit dem es an Eindrucksstärke wenige Andere aufnehmen können.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen mal eine andere Übersetzung!, 24. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Aldous Huxley, bekannt als früher Mann der psychedelischen Experimente mit Meskalin und anderen 'Entheogenen', beschreibt hier eine spannende und zugleich furchteinflössende Zukunftsvision. Menschen werden nichtmehr natürliuch geboren sondern in Genlabors gezüchtet etc. An Brisanz in der jetzigen Zeit nicht zu übertreffen! Eines meiner Lieblingsbücher, allerdings hat der Übersetzer sein Werk wohl diesmal mal zu ernst genommen... Als Leser der englischen Originalversion fiel mir spontan auf, dass die verwendeten Orte in diesem Buch verändert wurden. Es gab damals eine deutsche Version, welche wesentlich originalgetreuer war, als diese! Leider habe ich das alte Buch verliehen (...) und bis jetzt nie zurückerhalten. Schade- denn die Version des Fischer-Verlages kann ich nicht empfehlen...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zur schönen neuen Welt, 18. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Inhalt:
Im Jahr 632 nach Ford leben die Menschen - vor Geburt in fünf Kasten von Alphas bis Epsilons eingeteilt - in einer vollkommen technologisierten Welt. Natürliche Geburten gibt es nicht mehr. Die genormten Menschen werden in Flaschen gezüchtet und später nicht entbunden, sondern entkorkt.
In dieser schönen neuen Welt ist jeder glücklich. Alle Lebensabläufe sind so konzipiert, dass es kein Leid, keine Sorgen und Gefahren mehr gibt. Die Ehe und Monogamie ist abgeschafft, ja gar verpönt. Und taucht doch mal ein Problem auf, so gibt es, Ford sei Dank, Soma - die Droge, die die Menschen von der Wirklichkeit beurlaubt.
Als Sigmund mit Lenina einen Urlaub in der „Wildnis" - wie die wenigen Reservate außerhalb der Zivilisation genannt werden - antritt, und dabei Filine und ihren Sohn Michel kennenlernt, möchte er die beiden Wilden mit in seine technologisierte Welt nehmen. Ein Wunsch, der zum Eklat führt.
Meine Meinung:
Aldous Huxleys Schöne neue Welt wurde 1932 erstmals veröffentlicht. Und genau hierin liegt für mich der eigentliche Schrecken dieser Zukunftsvision. Denn so utopisch, wie sie bei der Entstehung noch war, ist sie lange nicht mehr. Das erkannte der 1963 verstorbene Aldous Huxley bereits in seinem Essayband „Dreißig Jahre danach". Er schreibt darin: sozialer und technischer Fortschritt und verfeinerte Methoden der psychologischen Manipulation lassen erwarten, dass diese grausige Voraussage sich in einem Bruchteil der veranschlagten Zeitspanne verwirklichen werde.
Sicher wäre Huxley weniger erstaunt, als ich als Leser , wie nah wir im Anfang des 21. Jahrhunderts bereits an seine schönen neuen Welt heranreichen: Sorgen werden in Alkohol ertränkt, Glück mit Drogen vermeintlich künstlich erzeugt. Der Tod wird tabuisiert, das Altern passt nicht in unser Schönheitsbild und wird als etwas schlechtes angesehen. Genormtes Äußeres ist vielerseits gewünscht, was nicht passt, wird passend gemacht - in Form von Schönheits-OPs. Von Genmanipulationen und dem Klonen abgesehen, sind Retortenbabys keine Sensation mehr, sondern eine Alternative zur natürlichen Schwangerschaft.
Wann wird der erste „Wilde" schreien, wie Michel in Huxleys Schreckensszenario, dass er keine Bequemlichkeit braucht, sondern Gott, Poesie und Gefahren, sowie Freiheit, Tugend und Sünde? Eben alles, was uns zu Individuen und lebendig macht. Alles, was uns von Maschinen unterscheidet. Willen und Gefühle, Geist und Seele.
Wenn es so weiter geht, sind wir einst alle unter totaler Kontrolle, wie es in Huxleys Welt der Fall ist. Alles ist vorherbestimmt; die soziale Schicht, das Aussehen, der Lebensablauf. Selbst unsere intimsten und geheimsten Gefühle, bis sie schließlich abgestumpft und verkümmert sind, werden fremdbestimmt sein. Schon heute braucht es für viele einen Bungeesprung, um den Kick noch fühlen zu können. Und bei Schmerzen oder auch nur Langeweile, greift man einfach zu Drogen. Das Leben selbst scheint nicht mehr lebenswert. Es muss rund um die Uhr etwas geboten werden, damit wir noch spüren, dass wir lebendig sind. So wird es uns vielerorts vorgegaukelt, z. B. in den Medien - man denke nur an die Werbung.
In Aldous Huxleys Geschichte ist Ford - ja, Henry Ford - zu einem Gott avanciert. Die Menschen huldigen dem technischen Fortschritt, wie ihnen von höchster Stelle vorgegeben. Anzweifeln ist kaum mehr möglich, da die Menschheit so geschickt manipuliert und mit genormtem Glück, in Form der Droge Soma, ruhig gehalten wird.
Eine sterile Welt, in der alles perfekt, und damit kalt, leb- und lieblos ist. Somit muss ich gestehen, dass mein Aufenthalt in Aldous Huxleys viel diskutierter schönen neuen Welt nicht sehr angenehm war. Es ist keine Geschichte zum Wohlfühlen. Die Figuren empfand ich als stumpf und mit keiner hätte ich gern mehr zu tun. Das hat Huxley gut gemacht! Denn solch eine Welt, mit solchen Bewohnern, erwartet uns, wenn wir uns nicht auf ein einfacheres und eventuell unperfekteres Leben besinnen.
Fazit: In Zeiten von „Dschungelcamp" und anderen TV-Serien wird eine Zukunftsschilderung wie sie hier vorliegt wichtiger denn je. Wer schafft es eigentlich, dass so viele Menschen sich Sendungen dieser Art ansehen? Künstlich geschaffene, kalkulierbare Gefahren und Risiken - brauchen wir das? Und: haben wir nichts besseres zu tun?
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das neue einheitliche Programm von SPD und CDU, 11. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Was mich erschüttert ist nicht so sehr die Gesellschaft, die beschrieben wird:
- Menschen werden "entkorkt", nicht geboren.
- Die Charaktereigenschaften und Fähigkeiten der Menschen werden gentechnisch - am Bedarf orientiert - vorherbestimmt.
- Es herrschen Konsumterror und Vergnügungszwang.
- Alle sind "gut drauf"; miteinander schlafen ist eine Frage der Höflichkeit.
- Kranke und Sterbende werden isoliert.
Was mich erschüttert, ist, zu bemerken, wie weit wir auf dem Weg in die Huxley-Gesellschaft schon vorangekommen sind!
Was mich erschüttert, ist mit welcher Dreistigkeit die Regierenden der sogenannten zivilisierten Welt diese Gesellschaft zu schaffen suchen!
Was mich erschüttert, sind die Dummheit die Gleichgültigkeit, mit denen die angeblich mündigen Bürger in den angeblichen Demokratien ihren Führern eben dorthin folgen!
Es ist nicht das Buch, das den Horror auslöst, sondern die Wirklichkeit.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Soma für alle!, 16. Juni 2007
Von 
Lars Kellermann (Neuenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Die Selbstverständlichkeit mit der heute Retorten-”Popstars”-Mugge unter Bedienung erwünschter Klischees konsumiert wird, virtuelle Parallelwelten gedeihen und multinationale Medienkonzerne den Meinungsgleichstrom modulieren, lassen bei der literarischen Verarbeitung von Schlafwahrheiten, Duftorgeln und Fühlkino ein ungutes Gefühl in der Magengegend zurück. Die sexuelle Befreiung entspricht einer unemotionalen, oberflächlichen Beliebigkeit; Kunst wurde ebenso wie Elternschaft auf dem Altar der Produktivität geopfert. Individualismus ist asozial, es lebe der Epsilon-Bokanowsky-Klon.

Doch alle sind glücklich… zumindest im Rahmen ihrer aufgenormten Perspektive

-

Gemeinschaftlichkeit, Einheitlichkeit, Beständigkeit!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstklassiges Buch, aber diese Übersetzung..., 30. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gerade fertig gelesen und ich muss feststellen, dass A. Huxley mit seiner Vorstellung der Zukunft doch viel näher an der Realität ist, als uns allen lieb sein kann. Man enteckt immer wieder Parallelen zur heutigen Welt, in der auch alles immer mehr darauf fixiert ist, die Menschen glücklich zu machen, zu entspannen und ihnen das Denken / die Leidenschaft wegzunehmen.
Das einzige, was den durchaus erstklassigen Gesamteindruck doch stark mindert, ist, dass der Übersetzer sich "die kleine Freiheit" genommen hat, die gesamte Handlung von London nach Berlin zu verlegen und die Namen zu ändern... schade eigentlich - das wäre nicht nötig gewesen und irritiert (vor allem in der Unterhaltung mit anderen, die das Original gelesen haben) - deshalb hier nur 3 Sterne
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung, 30. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
- ziemlich schwache Übersetzung ins Deutsche,
Orte werden geändert (aus London wird Berlin) etc.,
- Grammatik teilweise katastrophal, sodass Sätze ihren Sinn verlieren

Fazit:

Die schlechte Übersetzung, die teilweise keinen Sinn ergibt, hat mir persönlich erschwert der Geschichte zu folgen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thesen bestätigt, 24. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Man hat dieses Buch sicherlich mit einigem Unglauben gelesen. Jetzt jedoch zeigt die moderne Forschung, dass all dieses möglich ist. Prof. Dr. Jens Förster hat in seinem Buch "Kleine Einführung in das Schubladendenken" gezeigt, dass Beeinflussungmethoden existieren, die subtil und erfolgreich sind. Das Einblitzen von Wörtern in der Werbung, die ständige Wiederholung von Unwahrheiten in den Printmedien und die Indoktrinierung durch Lehrpersonal schaffen Vorurteile und Vorstellungen in uns, gegen die wir uns kaum wehren können.
Da laufen einem Schauer über den Rücken.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt auch eine andere, bessere deutsche Übersetzung!, 28. Januar 2008
Von 
Armin Schulze (Halle, Sachen-Anhalt Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Zur Geschichte brauch ich nichts zu sagen. die ist super!

Ich habe mich nur gewundert, warum sich hier viele über die deutsche Übersetzung ärgern, denn die deutsche Fassung die ich gelesen habe spielte definitiv in London!
Jetzt hab ich mal recherchiert; das war eine von Eva Walch! Wenn man bei Amazon sucht findet man auch die Ausgabe mit der angesprochenen Übersetzung, nur eben leider von 1988 und daher vergriffen. Also mal im Online-Antiquariat nachschaun! Ich hatte Glück, meine Uni-Bibliothek hat eine Ausgabe von 1978 mit der "richtigen" deutschen Übersetzung.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein dystopischer und prophetischer Klassiker, 22. Dezember 2006
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Wie kam eigentlich Aldous Huxley dazu, seinen Roman "Brave New World" zu nennen? - das ist so eine Preisfrage für Literaturwissenschaftler. Die Antwort darauf findet sich im vermutlich letzten Drama Shakespeares, "The Tempest" (dt. "Der Sturm"). Da ist es Miranda, die Tochter Prosperos, die - nach Erlebnissen von Intrigen und einem gerade noch vereitelten Mord - der scheinbaren Happy-End-Stimmung des Stücks folgende Verse ausspricht: "O brave new world, that has such people in't!"
Freilich ist das im Kontext des Dramas ziemlich zynisch und ähnlich zynisch sieht auch Aldous Huxley seine Welt.

Die Handlung spielt in einer fernen, aber bezifferbaren Zukunft, dem Jahre A.F. 632, also 632 Jahre nach der Geburt des Automobilmagnaten Henry Ford. Dem Leser offenbart sich eine perfekt organisierte Wohlstandsgesellschaft, voller biologisch und psychologisch konditionierter Arbeitsdrohnen. Wohlstand ist in dieser Welt - Marx lässt grüßen - tatsächlich für alle da, hingegen scheinen alle Krankheiten der Menschheit überwunden und ausgerottet. Der Preis für das synthetische Glück in Form der Droge Soma ist die Aufgabe von Individualität, Religion, Phantasie und Kunst. Auch um die Liebe sieht es düster aus, denn Promiskuität ist Teil des Alltagslebens in dieser schönen neuen Welt.
Eine der Figuren, Bernhard Marx, passt in dieses Gefüge nicht so recht hinein. Er gehört aufgrund seiner Intelligenz zwar der Alpha-Plus-Kaste an, aber sein äußeres Erscheinungsbild stigmatisiert ihn zum Außenseiter. Außerdem mag sich sein Gemüt nicht mit dem oberflächlichen Sexleben zufrieden geben, wie es auch keine Satisfaktion in der Droge Soma findet.
Im Gegensatz dazu steht Lenina Crowne, die pneumatische, also attraktive, perfekt konditionierte Frau. Gemeinsam besuchen sie ein Indianerreservat, wo sie auf John treffen, einem "noble Savage", der äußerlich zwar barbarisch erscheint, doch über ein hohes Maß an Bildung verfügt. Denn die zum verbotenen Kanon gehörenden Werke Shakespeares kennt John in- und auswendig; das Wertesystem hat er verinnerlicht.

John verliebt sich in Lenina - und lernt die schöne neue Welt nun wirklich kennen. Die Oberflächenstruktur des Romans ist relativ gut durchschaubar, was ihn für Sekundarstufenlektüre prädestiniert. Was den Roman wesentlich interessanter macht, sind die im Verborgenen liegenden Denkanstöße, angefangen bei den kleinen Wortspielen um sprechende Namen bis hin zu den wirklich großen Themen um Ethik und Wissenschaft.

Aldous Leonard Huxley entstammt der berühmten britischen Huxley-Familie, Thomas Henry Huxley war sein Großvater. Huxleys Werk steht in der Tradition der Romane H.G. Wells', also meist dystopische Zukunftsromane, die Fragen um Ethik, Technik, Fortschritt und menschliche Werte ausloten. Dass Huxley hier ein dramatisch überzeugendes, prophetisches und in mancher Hinsicht durchaus aktuelles Werk gelungen ist, darf als unbestrittene Tatsache angesehen werden. Und gerade das macht den Roman so faszinierend.
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Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft von Aldous Huxley (Taschenbuch - 1. Februar 1953)
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