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108 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu der Schönen neuen Welt
Inhalt:
Im Jahr 632 nach Ford leben die Menschen - vor Geburt in fünf Kasten von Alphas bis Epsilons eingeteilt - in einer vollkommen technologisierten Welt. Natürliche Geburten gibt es nicht mehr. Die genormten Menschen werden in Flaschen gezüchtet und später nicht entbunden, sondern entkorkt.
In dieser schönen neuen Welt ist jeder...
Veröffentlicht am 18. April 2005 von Michael Kern

versus
135 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Altbackene Übersetzung
Was an dieser Ausgabe sehr stört, ist die inzwischen viel zu altbackene Übersetzung. Sie stammt ursprünglich aus dem Jahr 1932. Aus dem Vorwort von 1932: „Da die Handlung dieses utopischen Romans nicht an den Ort gebunden ist, erschien es dem Übersetzer ratsam, sie vom englischen auf deutschen Boden zu verpflanzen".
Die Übersetzung...
Am 21. April 2005 veröffentlicht


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108 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu der Schönen neuen Welt, 18. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Inhalt:
Im Jahr 632 nach Ford leben die Menschen - vor Geburt in fünf Kasten von Alphas bis Epsilons eingeteilt - in einer vollkommen technologisierten Welt. Natürliche Geburten gibt es nicht mehr. Die genormten Menschen werden in Flaschen gezüchtet und später nicht entbunden, sondern entkorkt.
In dieser schönen neuen Welt ist jeder glücklich. Alle Lebensabläufe sind so konzipiert, dass es kein Leid, keine Sorgen und Gefahren mehr gibt. Die Ehe und Monogamie ist abgeschafft, ja gar verpönt. Und taucht doch mal ein Problem auf, so gibt es, Ford sei Dank, Soma - die Droge, die die Menschen von der Wirklichkeit beurlaubt.
Als Sigmund mit Lenina einen Urlaub in der „Wildnis" - wie die wenigen Reservate außerhalb der Zivilisation genannt werden - antritt, und dabei Filine und ihren Sohn Michel kennenlernt, möchte er die beiden Wilden mit in seine technologisierte Welt nehmen. Ein Wunsch, der zum Eklat führt.
Meine Meinung:
Aldous Huxleys Schöne neue Welt wurde 1932 erstmals veröffentlicht. Und genau hierin liegt für mich der eigentliche Schrecken dieser Zukunftsvision. Denn so utopisch, wie sie bei der Entstehung noch war, ist sie lange nicht mehr. Das erkannte der 1963 verstorbene Aldous Huxley bereits in seinem Essayband „Dreißig Jahre danach". Er schreibt darin: sozialer und technischer Fortschritt und verfeinerte Methoden der psychologischen Manipulation lassen erwarten, dass diese grausige Voraussage sich in einem Bruchteil der veranschlagten Zeitspanne verwirklichen werde.
Sicher wäre Huxley weniger erstaunt, als ich als Leser , wie nah wir im Anfang des 21. Jahrhunderts bereits an seine schönen neuen Welt heranreichen: Sorgen werden in Alkohol ertränkt, Glück mit Drogen vermeintlich künstlich erzeugt. Der Tod wird tabuisiert, das Altern passt nicht in unser Schönheitsbild und wird als etwas schlechtes angesehen. Genormtes Äußeres ist vielerseits gewünscht, was nicht passt, wird passend gemacht - in Form von Schönheits-OPs. Von Genmanipulationen und dem Klonen abgesehen, sind Retortenbabys keine Sensation mehr, sondern eine Alternative zur natürlichen Schwangerschaft.
Wann wird der erste „Wilde" schreien, wie Michel in Huxleys Schreckensszenario, dass er keine Bequemlichkeit braucht, sondern Gott, Poesie und Gefahren, sowie Freiheit, Tugend und Sünde? Eben alles, was uns zu Individuen und lebendig macht. Alles, was uns von Maschinen unterscheidet. Willen und Gefühle, Geist und Seele.
Wenn es so weiter geht, sind wir einst alle unter totaler Kontrolle, wie es in Huxleys Welt der Fall ist. Alles ist vorherbestimmt; die soziale Schicht, das Aussehen, der Lebensablauf. Selbst unsere intimsten und geheimsten Gefühle, bis sie schließlich abgestumpft und verkümmert sind, werden fremdbestimmt sein. Schon heute braucht es für viele einen Bungeesprung, um den Kick noch fühlen zu können. Und bei Schmerzen oder auch nur Langeweile, greift man einfach zu Drogen. Das Leben selbst scheint nicht mehr lebenswert. Es muss rund um die Uhr etwas geboten werden, damit wir noch spüren, dass wir lebendig sind. So wird es uns vielerorts vorgegaukelt, z. B. in den Medien - man denke nur an die Werbung.
In Aldous Huxleys Geschichte ist Ford - ja, Henry Ford - zu einem Gott avanciert. Die Menschen huldigen dem technischen Fortschritt, wie ihnen von höchster Stelle vorgegeben. Anzweifeln ist kaum mehr möglich, da die Menschheit so geschickt manipuliert und mit genormtem Glück, in Form der Droge Soma, ruhig gehalten wird.
Eine sterile Welt, in der alles perfekt, und damit kalt, leb- und lieblos ist. Somit muss ich gestehen, dass mein Aufenthalt in Aldous Huxleys viel diskutierter schönen neuen Welt nicht sehr angenehm war. Es ist keine Geschichte zum Wohlfühlen. Die Figuren empfand ich als stumpf und mit keiner hätte ich gern mehr zu tun. Das hat Huxley gut gemacht! Denn solch eine Welt, mit solchen Bewohnern, erwartet uns, wenn wir uns nicht auf ein einfacheres und eventuell unperfekteres Leben besinnen.
Fazit:
In Zeiten von „Dschungelcamp" und anderen TV-Serien wird eine Zukunftsschilderung wie sie hier vorliegt wichtiger denn je. Wer schafft es eigentlich, dass so viele Menschen sich Sendungen dieser Art ansehen? Künstlich geschaffene, kalkulierbare Gefahren und Risiken - brauchen wir das? Und: haben wir nichts besseres zu tun?
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frappierende Zukunftsaussichten?!, 7. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt (Broschiert)
Huxley beschreibt in diesem Meisterwerk der Literaturgeschichte die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten dieses Romans John und Lenina. Da sie aber aus zwei völlig verschiedenen Weltbildern stammen, Lenina als perfektes Mitglied der „schönen neuen Welt", John als ursprünglicher „Naturmensch" ist eine eigentliche Liebesbeziehung unmöglich. Huxley erwähnt in diesem Werk Gegebenheiten in seinem fiktiven Staat, die zu seinen eigenen Lebzeiten vielleicht angedacht aber für unmöglich gehalten wurden. Die Bewohner der schönen neuen Welt werden alle mittels künstlicher Befruchtung produziert, als Lustbefriedigung gibt es eine tägliche Ration der Glücksdroge und diese emotionslosen Wesen arbeiten wie in einem Ameisenstaat, jeder entsprechend seiner ihm zugedachten Funktion. Dieses perfekte Zusammenspiel wird von einer geistigen Elite überwacht und Individuen, die es schaffen ein wenig über ihren eigenen Tellerrand zu blicken, werden gnadenlos ausgemerzt, um die Machtposition der Herrschenden zu festigen. Die künstliche Befruchtung ist wie auch die mögliche tägliche Drogeneinnahme keine Utopie mehr sondern eine reale Möglichkeit. Auch das alles beeinflussende Propagandaministerium ist in unserer vernetzten, multimedialen Welt keine fiktive Vorstellung. Insofern ist der Roman von Huxley aktueller denn je und als Lektüre jedem zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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135 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Altbackene Übersetzung, 21. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Was an dieser Ausgabe sehr stört, ist die inzwischen viel zu altbackene Übersetzung. Sie stammt ursprünglich aus dem Jahr 1932. Aus dem Vorwort von 1932: „Da die Handlung dieses utopischen Romans nicht an den Ort gebunden ist, erschien es dem Übersetzer ratsam, sie vom englischen auf deutschen Boden zu verpflanzen".
Die Übersetzung wurde im Jahr 1949 von Herbert E. Herlitschka noch einmal durchgesehen. Auch damals wurde sprachlich noch kräftig ent-anglisiert. Die in jenen Jahren synchronisierten Spielfilme sind bevölkert von in heutigen Zeiten nur mehr kurios wirkenden „Herrn Millers" und „Fräulein Browns".
Ein solches Übersetzungs-Verfahren ist heutzutage bei Weltliteratur, auch bei „nicht ortsgebundener", nicht mehr zeitgemäß, sondern eine Verfälschung und Entstellung des Originals. Derjenige Leser, der mit dem englischen Original vertraut ist, empfindet die „Verpflanzung" als befremdlich bis störend, und der, der es nicht ist, bekommt einen falschen Eindruck vom Original, das nun einmal nicht in Berlin beginnt, sondern im „CENTRAL LONDON HATCHERY AND CONDITIONING CENTRE". Der „BUND", der „Brut- und Norm-Direktor von Berlin", heißt im Original „D. H. C. for Central London", was ganz andere Assoziationen hervorruft (außerdem „für", nicht „von"!).
Auch andere, nur auf den ersten Blick unwesentlich erscheinende Details wurden damals vom Übersetzer verändert. Beispielsweise heißt es im Original: „ ... and the students underlined the words in their little notebooks", in dieser Übersetzung aber: „und die Studentlein unterstrichen das Wort in ihrem Heftchen." Von „Studentlein", was im Deutschen leicht geringschätzig klingt, ist im Originaltext aber überhaupt nicht die Rede, nur wertfrei von „students".
Vom Erwerb dieser vor 70 Jahren entstandenen Übersetzung wird daher jedem abgeraten, der dieses Buch noch nicht kennt. Wer den Originaltext lesen kann, sollte sich lieber das Original anschaffen.
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stillstand oder Fortschritt, 9. Juni 2006
Von 
Michael Kahnt (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Schöne neue Welt. Was ist das eigentlich?

Hat die Zivilisation hier ihren höchsten Stand erreicht? Oder ist es in Wirklichkeit Stillstand?

Die Vorstellung einer Welt, in der sich alle alles teilen, in der es keine Krankheit, keine Gewalt, keinen Neid gibt ist doch schön. Nur der Weg dahin nicht. Normung. Schlafunterricht. Entkorkung. Aber das eine kann es ohne das andere nicht geben.

Und mitten in diese schöne neue Welt aus Gemeinsamkeit, Einheitlichkeit, Beständigkeit bricht ein Wilder. Doch was kann er tun. Scheitern.

Ein fantastisches Buch. Ein Buch über ein totalitäres System als Utopie. Und das soll es bleiben. Es funktioniert nicht. Denn jedes genormte Mitglied einer Bokanowskygruppe ist ein eigenes Individuum mit eigenem Denken und eigenem Fühlen. Sie entwickeln sich verschieden. Trotz Normung. Oder man müsste ihre Gedanken kontrollieren.

Ein Buch das mir in tiefer Erinnerung bleibt. Ein Buch zum Nachdenken. Ein fantastisches Buch.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Realer kann Weltliteratur nicht sein!, 13. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Huxley beschreibt in seinem Roman das Leben einer futuristischen Gesellschaft, die offenbar sämtliche Leiden der menschlichen Natur bereits überwunden hat, wodurch weder Alter, Krankheit, noch Konfrontation mit Sterben und Tod existieren. Stattdessen ist die gesamte Zivilistion streng hierarchisch in Klassen unterteilt, die unter der Obhut des Staates entweder zur neuen Elite des Landes herangezogen werden, oder als geistig willenlose Arbeitssklaven ihr Dasein (unhinterfragt!) fristen.
Erschreckend ist hierbei, dass Huxley in seinem Roman bereits einige Elemente unserer heutigen Wissenschaft, mehr als 80 Jahre zuvor, exakt prognostizierte. Auch wenn in unserer heutigen Gesellschaft noch Familienstrukturen bestehen, verdeutlicht Schöne neue Welt, dass wir uns momentan an einem Wendepunkt befinden, bei dem der Wert als menschliches Individuum angesichts wachsender Rationalisierung und Technologisierung zunehmend abnimmt, und wir uns somit schon bald mit der Frage befassen müssen, wie weit wir noch von Huxleys ehemaliger Utopie entfernt sind!
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71 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Großartiger Roman, miserable Übersetzung, 3. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Der Roman von Huxley ist ohne Zweifel eines der genialsten und wertvollsten literarischen Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. Die 'Übersetzung" dieses Romans ins Deutsche durch H.E. Herlitschka hingegen eine abscheuliche und mutwillige Eigendichtung des Übersetzers, die denjenigen, der den Originaltext kennt, beleidigt und empört. In dieser Übersetzung werden nicht nur Namen in eigensinniger Weise geändert (das wäre nicht das Schlimmste!), sondern einfach Sachen unterschlagen und im Sinne des verklemmten Deutschland der Vor-68er weggebügelt. Es fehlen ganze Passagen und wichtige Einzelheiten.
Dass der Fischerverlag trotzdem weiterhin das Buch von Huxley in der Übersetzung Herlitschkas verkauft und immer wieder neu auflegt, zeigt nur, wie ignorant bzw. sachunkundig die Verlagsmanager sind. Jedem, der dieses Buch in dieser sogenannten Übersetzung kaufen will, rate ich davon ab.
Das Problem ist allerdings, dass es neben dieser Übersetzung nur noch eine andere Übersetzung, und zwar von Eva Walch, gibt, die zwar bei weitem gewissenhafter und getreuer ist, die aber heute leider vergriffen und zudem an einigen wichtigen Stellen nicht viel besser als die Übersetzung von Herlitschka ist.
Das in Reklam aufgelegte englische Original ist zwar insofern besser, als man wenigstens den Originaltext vor sich hat, aber die Vokabelerläuterungen auf jeder Seite sind oft entweder nicht wirklich brauchbar oder stellenweise sogar irreführend. Kaufen Sie das Buch in der englischen Originalfassung, auch wenn sie schwerer zu lesen ist, aber es lohnt sich, und die Originalsprache Huxleys ist superb!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Super Buch. Grottige Übersetzung., 5. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Ich habe das Buch in meiner Schulzeit kennengelernt. Zum Glück im Englischunterricht. Denn die deutsche Übersetzung ist in jeder Hinsicht mißglückt. Nicht nur, dass der Übersetzer sich wohl der altbackendsten Sprache bedient hat, die wohl seit der Sturm und Drangzeit aufzutreiben war. Nein, die Geschichte wird auch noch von London nach Berlin-Dahlem (soweit ich mich erinnere) verlegt, mitsamt stupider Namensänderungen... Huxley ist selbstredend großartig und der Inhalt des Buches auch noch heute durchaus von Belang. Nur rate ich jeden halbwegs Englisch Sprechenden, das Buch im Original zu lesen! Unbedingt!
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81 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorsicht vor der Übersetzung von Herlitschka!!, 10. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Über das Buch brauche ich nicht viele Worte verlieren - es ist genial und nicht nur für die Science-Fiction-Literatur ein Meilenstein gewesen.

Die Übersetzung von Herberth E. Herlitschka ist aber jedenfalls ein Graus. Da ich in der Schule das Glück hatte, im Englischunterricht das Original "Brave New World" zu lesen und mir neulich die deutsche Übersetzung in die Hände fiel, war ich schon "etwas" geschockt.

Nicht nur, dass viele Stellen im Buch nicht korrekt Übersetzt sind oder moralisch etwas angeschliffen wurden - H.E.H. hat die Handlung kurzerhand von London nach Berlin verlagert und schreibt dann auch noch Stolz in seinem "Vorwort des Übersetzers", dass es doch keinen Unterschied mache wo die Handlung letztlich spiele. Und - naja - Namen sind eh nur Namen und so hat er kurzerhand aus einem "Foster" einen "Päppler" gemacht, aus einem Bernard wird Sigmund etc. etc.

Und ich sage dazu: es macht einen Unterschied. Selbst wenn es nur eine Kleinigkeit sein möge - ich finde solche Änderungen in Übersetzungen dem Autor gegenüber respektlos. Ach, was erinnert mich das an den "neuen" Herr-der-Ringe-Übersetzer Wolfgang Krege, der vollkommen unverständlicher Weise versucht hat, ein Buch, das fiktive, altertümliche Mythologien beschreibt und eine epische Saga längst vergangener Tage darstellt und vollkommen passend in leicht antiquiertem Englisch geschrieben ist in ein Deutsch der 90er Jahre zu pressen.

Ein guter Übersetzer gerät niemals ins Rampenlicht oder in die Kontroverse - er bleibt unsichtbar.

Also, das Buch ist super - am besten im Original lesen. Wirkliche Buchkenner lassen allerdings die Finger von der H.E.H.-Übersetzung.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Leser!, 20. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt (Broschiert)
Es ist trotz seines Alters eines der aktuellsten Bücher die es gibt. Dem Leser werden überdeutlich die ethischen Bedenken von Genmanipulation und Klassendenken vor Augen geführt. Gleichzeitig macht uns Huxley auf die zunehmende (geistige) Degeneration der Gesellschaft aufmerksam. Leider ist die Übersetzung des Fischer-Verlages (Herlitzschka) eine mittlere Katastrophe. Wem es möglich ist sollte sich die Übersetzung von Eva Walch zu Gemüte führen, sie bringt den Stil des originalen Buches wesentlich authentischer rüber.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhalt verfälscht, 3. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft (Taschenbuch)
Irre ich mich oder ist es tatsächlich so, dass der Inhalt der deutschen ausgabe stark verfälscht ist?
so meine ich mcih zu errinnern, dass der Protagonist dieses buches kein Produktionsfehler, sondern vielmehr ein menschliches kind ist- und dass es beide formen der "produktion" gibt- nur dass "normal" gezeugte menschen weniger wert sind als die "perfekten".

ebenso ist die namensänderung ein graus in meinen augen- mMn sollte man hier zum englischen originaltext greifen- der zweifelsohne besser ist.
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Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft
Schöne neue Welt: Ein Roman der Zukunft von Aldous Huxley (Taschenbuch - 1. Februar 1953)
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