MSS_ss16 Hier klicken Sport & Outdoor muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More madamet HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket GC FS16

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen47
3,6 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Wer wie ich sehnsüchtig auf neues Lesefutter aus der Feder von Herrn Zafón wartet, wird sich wohl auch "Der Fürst des Parnass" als kleines Zwischenschmankerl zulegen. Ob sich das wirklich lohnt (noch dazu für den Preis), sei mal dahin gestellt. Für das kleine Büchlein, das eher an ein großbedrucktes Heft erinnert, braucht man keine halbe Stunde, um es zu lesen - und wenn es das nicht schon vorher beim Lesen tat, so wird sich unweigerlich direkt nach dem Zuklappen des Buches Enttäuschung beim Leser einstellen.
Die Geschichte, die hier rasch erzählt wird, spielt im 16./17. Jahrhundert und legt erste Grundsteine für die später folgenden Geschichten rund um Sempere & Co. Gleichzeitig erzählt und vor allem erklärt "Der Fürst des Parnass" überhaupt nichts. Es gibt dem Leser keine tieferen Hintergrundinformationen, keine Erklärungen, nichts. Einfach einige - wie gewohnt - nett ausgefeilte Sätze von Carlos Ruiz Zafón, die zwar leichte Erinnerungen an seine tollen Romane wach werden lassen, gleichzeitig aber bei Weitem nicht ausreichen, um zufrieden zu stellen. Zumindest ich bin nicht zufrieden.
0Kommentar|25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Der Fürst des Parnass" erfüllt (mindestens) drei Funktionen: Es ist ein Roman über den großen spanischen Schriftsteller Miguel de Cervantes Saavedra, gleichzeitig ein wichtiger Schlüssel zum "Friedhof der Vergessenen Bücher" und zu guter Letzt eine Lektion hinsichtlich der Versuchung Eitelkeit. Wer die Barcelona-Romane kennt, kommt an diesem kleinen Büchlein nicht vorbei; als eigenständiges Werk ist es nicht gedacht. Nach Aussage des Autors ist es ein Zusatz, eine Art Geschenk an die Leser.

Carlos Ruiz Zafón nutzt seine Fantasie, um Lücken im Lebenslauf von Miguel de Cervantes Saavedra, dem Autor des Don Quijote, zu schließen. Er integriert diese Figur in seine Barcelona-Trilogie und verarbeitet literarisch die Tatsache, dass Miguel de Cervantes Saavedra erst in späteren Jahren seines Lebens Erfolg hatte.

Der Roman spielt in Barcelona und ergänzt die Barcelona-Romane. Manche Geheimnisse werden gelüftet, andere Rätsel bleiben im Nebel verborgen. Es ist ein Merkmal großer Literatur, dass die Erzählungen sich auf verschiedenen Ebenen bewegen und Interpretationen zulassen. Diesem Anspruch wird "Der Fürst des Parnass" gerecht. Bei der Struktur der Barcelona-Romane, einer Mischung aus Mystik, Fantasie, Historie und Abenteuer, erwarte ich keine einfache Lösung. Es werden auch im vierten Band Geheimnisse bestehen bleiben.

Alles im Leben hat seinen Preis. Der Fürst der Finsternis ist ein Verführer. "Sie [Cervantes] werden ein Meisterwerk schreiben, doch um das zu tun, werden Sie verlieren, was Sie am meisten lieben." (55) Aber wir haben Wahlfreiheit und so hat Corelli recht. "Die Wahl lag immer bei Ihnen, mein Freund [Cervantes]. Und Sie wissen es." (76) Parallelen zu dem imposanten Film "Im Auftrag des Teufels" mit Al Pacino und Keano Reeves drängen sich auf. Es geht um die Verführung des Menschen.

Die Geschichte bewegt sich auf verschiedenen Erzählebenen. Bezüge zur Literatur sind erkennbar. Aufschlussreich in diesem Sinne ist z.B. die Rede von Sancho am Grab von Cervantes. (80) Hier wird deutlich, dass Sancho den Fürst der Finsternis, ähnlich wie Sancho, der Stallmeister von Don Quijote, seinen Herrn, durchschaut hat.

Das Buch ist dünn und die Schrift groß. Der dürftige Umfang ändert aber nichts an der Qualität des vielschichtigen Inhalts. Auch entspricht der Inhalt der im Klappentext beschriebenen Zielsetzung. Es stellt sich eher die Frage, ob zentrale Themen wie "Der Friedhof der Vergessenen Bücher" und "Andreas Corelli" auf so wenigen Seiten abgehandelt werden sollten. Antworten wird vermutlich der zu erwartende (dicke) vierte Band liefern. "Der Fürst des Parnass" ist Pflichtlektüre für die Kenner der Barcelona-Romane. Wer diese Reihe kennen lernen möchte, sollte nicht mit diesem Buch starten.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 24. August 2014
Diese Erzählung ist als Geschenk an die Fans gedacht
In ›Der Fürst des Parnass‹ erzählt Zafon, wie alles begann, wie im prachtvollen Barcelona des 16. Jahrhunderts ein passionierter Buchdrucker namens Sempere auf einen glücklosen jungen Dichter trifft – er heißt Cervantes und wird eines Tages den ›Don Quijote‹ schaffen –, wie ein geheimnisvoller Verleger mit Engel am Revers die Bühne betritt und sich ein unscheinbarer Gottesacker zum sagenumwobenen Friedhof der Vergessenen Bücher wandelt. Eine Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Wahnsinn und unsterblicher Liebe, eine Hommage an eine verwunschene Stadt am Meer und an die universelle Magie der Bücher.
Zafòn versteht es meisterlich, eine Atmosphäre und Spannung zu erzeugen, deren sich kaum ein Leser entziehen kann. Man klebt förmlich am Text. Zafóns Sprache ist unverkennbar: bilderreiche Beschreibungen, eine Wortvielfalt die ihresgleichen sucht.
„Der Fürst des Parnass“ ist kein fünfter Roman. „Nur“ eine Erzählung, die nicht die Komplexität der Romane Zafons erreichen kann.
Für alle, die seine Barcelona-Trilogie Das Spiel des Engels, Der Schatten des Windes, Der Gefangene des Himmels gelesen haben und zu schätzen wissen ist diese Erzählung eine gelungene Ergänzung. Für alle die die genannten Romane noch nicht kennen, vielleicht ein Anstoß sie zu lesen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. März 2014
Ich habe die Bücher der Schatten des Windes und das Spiel des Engels von Zafón regelrecht verschlungen. Deshalb tut es mir auch in der Seele weh, dass Zafón die Entstehung des Friedhofs der Vergessenen Bücher auf lächerlichen 75 Seiten abhandelt. Hinzukommt, dass die Schrift sehr groß ist und die Seiten nur zu 3/4 bedruckt sind. Unambitioniert und lieblos reihen sich Wiederholungen aus seinen Büchern aneinander - auch die Übersetzung erscheint teilweise holprig. Nach der Gefangene des Himmels nun noch ein Zafón Enttäuschung.
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 2. Juni 2014
Bisher hatte ich noch nichts von Carlos Ruiz Zafón gelesen und ob ich das nach dieser kleinen Erzählung ändern werde, weiß ich nicht. Ein Friedhof der vergessenen Bücher? Wäre vielleicht ganz interessant, aber in diesem Büchlein wird so viel orakelt und angedeutet, dass man wenig damit anfangen kann. Vielleicht muss man die anderen Bücher vorher gelesen haben, um das alles zu verstehen, aber mir war die Sprache einfach zu düster, zu sehr auf alt getrimmt, zu schwülstig und schwer, so wirklich Lust auf mehr macht das leider nicht.

Die Story ist im Grunde die des unglücklichen Cervantes, der so gern ein toller Schriftsteller wäre, sich aber schwer tut und die ihm gebotene Hilfe oft und gern als Knüppel zwischen den Beinen empfindet. Noch dazu ist er in die schöne Francesca verliebt, die jedoch mit einem alten, reichen Mann vermählt wurde und bei diesem gefangengehalten wird. Also sammelt Cervantes all seinen Mut zusammen, befreit Francesca und flieht mit ihr nach Barcelona, wo er endlich erfolgreich sein möchte und mit ihr glücklich ...

Es gibt eine Geschichte in der Geschichte und darin wieder eine Geschichte. Es gibt Elemente, die um reale Personen kleine Mysterien weben. Es gibt Liebe, es gibt Hass, es gibt Glück, es gibt Leid. Das alles auf weniger als 90 Seiten.

Nett zu lesen, aber auch nicht schlimm, wenn man es nicht kennt ....
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. April 2016
Carlos Ruiz Zafon schreibt einfach unheimlich packend. Man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Wie immer einfach unschlagbar gut geschrieben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juli 2014
nach der Gefangene des Himmels etc hatte Ich echt mehr Erwartet...schlecht investierte 5€... Hoffe sein nächstes Buch ist wieder besser
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Januar 2015
Interessantes Puzzleteil der Geschichte um den Friedhof der vergessenen Bücher, wenn auch ein sehr kleines.
Es spielt Anfang des 17. Jahrhunderts, zu der Zeit als erstmals ein Sempere den Begriff "Friedhof der vergessenen Bücher" benutzen wird. Sehr interessant zu lesen, wenn man die Barcelona-Romane kennt.
Einen Stern Abzug gibt es nur, weil ich mir inhaltlich noch etwas mehr Bezug zur Familie Sempere und dem Friedhof der vergessenen Bücher gewünscht hätte. 80 Seiten sind sowieso schon wenig Platz für eine Erzählung, aber wenn dann noch zu viel um das herumgeschrieben wird, was man eigentlich erfahren will, ist das sehr schade.
Trotzdem: Für Fans der Barcelona-Reihe lohnt sich der Fürst des Parnass auf jeden Fall! Ein paar interessante Details gibt es nämlich durchaus in dieser Erzählung.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2015
Das Buch hat mir sehr gefallen. Natürlich nicht so sehr wie, Der Schatten des Windes, jedoch sehr empfehlenswert. Ein Muss für alle Carlos Fans!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Diese Erzählung ist als Geschenk an die Fans gedacht, nicht als fünfter Roman. Das sollte man berücksichtigen, weil sonst die Enttäuschung vorprogrammiert ist. Denn „Der Fürst des Parnass“ erstreckt sich über weniger als 100 ausgesprochen locker beschriebene Seiten, erreicht damit natürlich nicht die Komplexität der Romane Zafons und verlässt sich obendrein allzu sehr auf die vier bestehenden Romane. Mehr noch: auch wenn die Geschichte mit Versatzstücken der Romane (Friedhof der vergessenen Bücher, Corelli, Sempere) spielt, bereichert es die Romanwelt Zafons nur wenig, so dass nur der bedingungslose Fan sie unbedingt lesen muss. Ich stelle mir vor, dass die Erzählung bei alleiniger Lektüre (ohne das Wissen um die Romane) sehr unbefriedigend wäre.
Zafon hat sich die Teile in der Biografie von Spaniens Nationaldichter Cervantes ausgesucht, die im Dunkeln liegen und deshalb Raum für Spekulation geben. Daraus spinnt er eine kleine mystische und mysteriöse Geschichte. Ich hatte gehofft, dass „Der Fürst des Parnass“ eine Erklärung versucht, wie „Don Quichote“ entstanden sein könnte, aber abgesehen davon, dass ein Sancho auftritt, ist dem nicht so. Mehr noch, kaum ein Handlungsmotiv ist greifbar – warum Cervantes flieht, ist nur deshalb klar, weil man die Personen aus Zafons Romanen kennt bzw. wiedererkennt. Aber bedeutet die Bekanntschaft, dass sie sich nun nicht mehr beweisen müssen? Ich denke: nein. Und auch die neu eingeführten Personen haben wenig Kontur, obwohl dafür durchaus Platz gewesen wäre. Francesca beispielsweise, Cervantes’ Muse, ist als Figur blass und nicht ausgearbeitet. Es ist ohnehin eine Schwäche Zafons, dass er Frauenfiguren nicht glaubhaft bzw. nur schablonenhaft gestalten kann (als Mutter, Hure oder Heilige).
Was bleibt auf der Habenseite? Schöne Sätze, durchaus. Doch stelle ich fest, dass Zafons Schreibstil von Mal zu Mal barocker wird. Adjektive, Adjektive, Adjektive. Wo sich im „Schatten des Windes“ alles aus sich selbst erklärte, wird in dieser Geschichte (und nicht nur hier) nur behauptet und nicht illustriert.
Unterm Strich kann sich der Fan freuen, dass Zafon uns hier den Beginn des Friedhofs der vergessenen Bücher schenkt – mehr als ein Anfang ist es aber nicht. Wie alles andere wird auch dieser Anfang lediglich angedeutet.

© Steffen Roye
11 Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen