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Kundenrezensionen

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4,1 von 5 Sternen
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am 6. Februar 2013
Das Buch knackt so einige interessante Worthülsen . Ich bereue nicht, es gelesen zu haben.
Teilweise erfährt der Leser etwas über Wortherkunft und eigentliche Bedeutung. Im Besonderen stehen aber berufliche Wortverdreher, also unsere Politiker, am Pranger.

Enttäuscht war ich von der Aufmachung im Lexikon-Stil, die den Lesefluss doch sehr ausbremst. Eine thematische Gliederung wäre besser gewesen, vielleicht auch mit dem ein oder anderen Beispiel aus dem politischen Alltag.

Zudem wird die Bedeutung der sprachlichen Ebene an manschen Stellen aufgebauscht. Beispielsweise wird in der Politik das Wort "Krieg" in der Regel schlicht aus juristischen Gründen vermieden - weil es falsch wäre und/oder weil der (Angriffs)Krieg in Deutschland verfassungsrechtlich verboten ist.

Abgesehen davon schwingen viele politische Meinungen der Autoren selbst mit. Was aber nicht weiter stört, im Gegenteil. Die sind nämlich überwiegend interessant und diskussionswürdig.

Fazit: Ein gutes Buch mit leichten Schwächen in Aufbau und Inhalt. Lesen lohnt sich aber trotzdem (noch).
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ganz zu schweigen vom WC-Center und einer Exzellenzinitiative? Jeder der noch einigermaßen bei Trost ist, erkennt es sofort: es ist rhetorischer Unfug! Besserenfalls sind es inhaltsleere Worthülsen, meist aufgepumpte Banalitäten, denen mittels Klangfülle der Anstrich von substanziell nicht vorhandener Wichtigkeit und Dringlichkeit oder überhaupt Notwendigkeit verliehen werden soll, schlimmstenfalls aber (und das leider viel zu häufig) sind es schlichtweg dreiste Täuschungsmanöver - man könnte auch sagen Lügen -, die nach dem Show-Prinzip eines jeden Illusionisten eine Wirklichkeit inszenieren sollen, die gar nicht existiert und umschwurbelt zu verbergen suchen, was gesagt werden sollte. Oder kurz, diese Begriffe sind einfach Quatsch, krachender Blödsinn.

Ich habe oben wahllos drei Begriffe dem Buch entnommen (das WC-Center habe ich zu verantworten), auf 230 Seiten finden sich hunderte Wörter, die mindestens missbraucht, meist eigens konstruiert wurden, um eine nicht ganz so hübsche Wahrheit milder klingen zu lassen, oder zweifelhafte Interessen leichter mehrheitsfähig zu machen. Krieg will schließlich niemand, einen Stabilisierungseinsatz können sich viele schon eher vorstellen, erst recht wenn die zivilen Opfer (also Getötete oder Verletzte) nur als Kollateralschaden an unserem Gewissen vorbeihuschen.

Bei allen Begriffen bei denen das Autorenduo Biermann/Haase bei der Decodierung konsequent etymologisch vorgeht, ist das Buch eine humorvoll unterhaltende Lektüre, dazu sprachlich sensationell. Nicht nur wie sie inhaltlich die Hohlwörter und Antiphrasen zerlegen und ihren Schöpfern um die Ohren hauen, sondern auch wie sprachlich versiert sie es tun, macht das Ganze äußerst lesenswert.

Dass sie bei einigen Begriffen übers Ziel hinausschießen und etwas pedantisch Wörter der Sprachlüge bezichtigen, die es nun wahrlich nicht verdient haben, ist verzeihlich, denn es handelt sich ja um keine trockene wissenschaftliche Arbeit, das Buch ist natürlich auch Polemik. Ich glaube z.B. nicht, dass sich irgendwer ernstlich an den Bezeichnungen >Arbeitgeber und Arbeitnehmer< stört oder darin einen vorsätzlichen Verschleierungsversuch unehrenhafter Motive sieht.

Weniger leicht verzeihlich ist, dass sie bei einigen (insgesamt zu vielen, gefühlt 20%) Begriffen sehr politisch, ideologisch vorgehen. Das gehört nicht in ein solches Buch, was den Missbrauch von Wörtern oder rhetorischen Wendungen aufdecken will. Immerhin - das muss der Fairness halber erwähnt werden - wird in der Autorenvorstellung auf der zweiten Seite darauf hingewiesen, dass Martin Haase bekennender Pirat ist. Das verstößt nicht gegen demokratische Regeln und ist vollkommen okay. Nur leider merkt man es einigen Texten im Buch sehr stark an - und das ist nicht okay. Denn wenn in einem Buch, das weit überwiegend Begriffe zerlegt, die schlicht nur sprachliche Katastrophen sind, völlig unabhängig, wer welches Ziel mit ihrem Gebrauch verfolgt, plötzlich einige Passagen eingestreut sind, deren Kritik ideologischen Vorgaben folgt, dann machen die Autoren letztlich genau das gleiche, wie die von ihnen Kritisierten: Sie versuchen die beim Leser durch den von ihnen erzeugten Wortnebel verursachte schlechte Sicht zu nutzen, um ein paar Inhalte ungesehen über die Straße zu bringen. Man könnte es auch Manipulationsversuch nennen. Mache ich aber nicht, weil ich keinen Vorsatz unterstelle, sondern vermutlich wohl nur der innere Pirat mit dem Autoren durchging.

Absolution erteilt und deswegen auch nur einen Stern Abzug. Denn alles in allem ist "Sprachlügen" ein wunderbarer Kehrbesen für all den herumliegenden Wortmüll. Nun müssen wir nur noch alle viel konsequenter widersprechen oder einfach laut auflachen, wenn uns derartige Wortunglücke begegnen und so die Schöpfer und ihre Schergen bloßstellen, sonst hört das nie auf. Jobcenter ist, abgesehen davon, dass es ein irreführender Begriff ist, auch noch amtlicher weise falsch geschrieben. Im Englischen schriebe man es nämlich Job Center.

Und ein WC-Center? Ist das das ultimative Zentrum aller Toiletten? Oder soll mir die trendig schicke Bezeichnung suggerieren, dass im Gegensatz zu einem normalen Klosett, in einem WC-Center der Stuhlgang zum Event wird? Mit psychologisch geschultem, motivierendem Coach am Eingang, sanfter, die Sinne entspannender musikalischer Untermalung des ehemals stillen Örtchens, einem Leuchtkugel-Feuerwerk bei erfolgreichem Geschäftsabschluss und einer jungen Dame, die mir am Ausgang mit lasziven Blick ein "Du warst dufte" hinterher haucht?
Für ein potentielles "Sprachlügen II" existiert durchaus noch genug Material, zumal es wuchert.
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Reicht es für ein Buch, eine gute Idee so lange zu durchzudeklinieren, bis sie so gut wie tot ist. Kai Biermann hat hier ein Lexikon der von Politik, Wirtschaft, Marketing und Medien missbrauchten Begriffe und Neusprech-Kombinationen zusammengestellt. Nach wenigen Seiten kennt man das Prinzip - und je weiter man im Buch voran kommt, desto weniger ist man überrascht oder gar fasziniert. Schade.
Ein guter Tipp: unbedingt das letzte Kapitel lesen, das macht Spaß, wenn die Sprache von Wulff, Merkel, Guttenberg & Co. intelligent und witzig interpretiert wird. Mehr davon hätte dem Buch gut getan.
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am 30. Juni 2013
Dieses Buch sollte täglich vor und nach den Nachrichten gelesen werden!
Einfach übersichtlich, nicht zu viel und nicht zu wenig!
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am 16. Dezember 2012
Natürlich klingt thermische Abfallbehandlung besser als Müllverbrennung, das klingt nicht nur weniger schmutzig, nein, das Ganze bekommt auch noch einen sachlich, wissenschaftlichen Hauch. "Alternativlos" ist bei Frau Merkel fast alles, vom Atomausstieg bis zu Bankenrettungspaketen. Auch an dieses Unwort des Jahres 2011 haben wir uns schon gewöhnt. Hochaktuell, wie sich schon Friedrich Engels über das irreführende Wort "Arbeitgeber" geäußert hat. "Atomruine", das klingt doch nach einem hübschen Ausflugsziel fürs Wochenende. Können Sie mit dem Wort "Bedarfsträger" wirklich etwas anfangen? Wissen Sie, was sich hinter der "Bierdeckelsteuer" oder dem "Lackmustest" eigentlich verbirgt? "Gelenkte Demokratie", ist das nicht ein Widerspruch in sich? Was können "Mautbrücken" eigentlich wirklich und warum heißen sie dann nicht anders? Wenn es "unschuldige Opfer" gibt, gibt es dann auch schuldige Opfer?

Die beiden Autoren (ein Professor für Linguistik und ein Psychologe ) decken auf, warum bestimmt Wörter in öffentlichen Debatten, besonders in politischen, verwendet oder gar erfunden werden um zu verschleiern, Konflikte zu entschärfen, irrezuführen, zu beruhigen.
"Was jemand willentlich verbergen will, sei es vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag" - diese Worte von Victor Klemperer sind dem Buch vorangestellt.

Die Autoren öffnen uns die Augen oder besser die Ohren. Ich ahne, dass ich es immer mal wieder zur Hand nehmen werde, wenn Worte fallen wie Protestwähler, Schuldenbremse, Sparpaket - also Worte, die sich schon so in unserem Alltag eingeschlichen haben, dass es Wert ist, sie zu hinterfragen. Ich empfehle dieses Buch allen, die sich durch bewußt eingesetzte Worthülsen und Unworte nicht manipulieren lassen wollen.
Zu Recht ist dieses Buch mit dem Grimme Online Award 2011 ausgezeichnet worden.
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am 20. April 2013
Wer Theorie über ein Sprache erwartet ist hier fehl am Platz. Das Buch ist eine Sammlung von Begriffe die von der Politik erfunden wurde um Macht zu schaffen. Es liest sich flüssig und ist unterhaltsam geschrieben. Gewonnen habe ich aus dem Buch das Nachdenken über Begriffe, ich glaube es schult ein wenig darin nicht auf solche Wörter hereinzufallen und sich ihnen bewusst zu werden.

Mich würde interessieren ob der Autor bemerkt, dass er ebenfalls sehr polemisch Sprache missbraucht um seine Blickrichtung zu reproduzieren. Was mich allerdings nicht gestört hat. ;)
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am 20. Januar 2013
Wenn man bisher gern davon ausgegangen ist, dass viele Politiker nur einfach mit der Komplexität der von ihnen zu verantwortenden Entscheidungen überfordert sind, wird man nun eines Besseren belehrt: Lügen, Schönfärben, Verdrehen gehört offensichtlich heute zum Handwerkszeug öffentlich tätiger Politiker, Manager und "Gesellschafts-Gestalter" jeder Art.

Hat sich bisher bei öffentlichen Verlautbarungen aller Art immer ein diffuses Unbehagen beim Hörer/Leser breit gemacht, erfährt man hier "die wahre Geschichte" und weiß dann warum. In diesem Lexikon findet sich die Klarstellung vieler aktuell benutzter Begriffe, die alphabetisch aufgelistet sind. Sie werden linguistisch analysiert und mit viel Humor auseinander genommen, so dass das eigentlich ernste Thema vergnüglich zu lesen ist.

Einmal mehr wird deutlich, wie sehr wir alle für dumm verkauft werden und dass viele für die Bürger Tätige eben nicht im Sinne der Bürger tätig sind, obwohl diese ihre Arbeitgeber sind!
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am 3. Juni 2013
„Wortlügen“ zielt darauf ab, die Muttersprache zu pflegen. Es verdeutlicht, wie schnell wir alle dazu neigen, kampf- und kommentarlos journalistische und politische Wortschöpfungen incl. deren Sinndeutung zu übernehmen. Ein Muss für jeden kritischen Zeitgenossen.
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am 18. Dezember 2012
Endlich gibt es die aufschlussreichen und amüsanten Sprachanalysen von Martin Haase und Kai Biermann in Buchform!
Aufgebaut wie ein Wörterbuch laden die kleinen Artikel immer wieder zum schmökern und nachschlagen ein.
Die Autoren nehmen kein Blatt vor den Mund und entlarfen die Worthülsen als das was sie sind.
Dabei bleiben sie immer gut lesbar und für den Laien verständlich.
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am 4. Februar 2013
Der Autor lässt nichts aus und öffnet dem Leser durchaus die Augen für viele Defizite unserer Gesellschaft.

Zwischen lautem Lachen und stillem Weinen ist dieses Buch wirklich wunderschön
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