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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende Milieuschilderung am Beispiel eines namenlosen Mädchens
Auf knapp 200 Seiten entwirft Angelika Klüssendorf ein farbloses Milieu, in dem getrunken, geschlagen, randaliert, gelogen, gestohlen und betrogen wird. Hier atmet, kämpft und überlebt ein namenloses Mädchen. Ein Refugium aus Träumen, Vorstellungen, Ideen und Spielen konstruiert sie sich eingesperrt im schmutzigen, lichtfreien Rattenkeller, in...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2011 von e-wolf

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Wohlfühl-Roman
«Scheiße fliegt durch die Luft, streift die Äste einer Linde, trifft das Dach eines vorbeifahrenden Busses, landet auf dem Strohhut einer jungen Frau, klatscht auf den Bürgersteig». Ob schon im berühmten ersten Satz die ganze Geschichte steckt, wie Edgar Allan Poe als bedeutender Literaturtheoretiker des Neunzehnten Jahrhunderts konstatierte, sei...
Vor 12 Monaten von Borux veröffentlicht


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schwieriger Start ins Leben, 13. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Man fragt sich als Leser schon, wieviel Grausamkeit kann ein Mensch überhaupt ertragen. Umso mehr erschüttern einem Härte und Gewalt, wenn sie gegen Kinder gerichtet sind. Dieses Mädchen wird in ein erbarmungsloses Umfeld geboren, in dem es keine Liebe und Zuwendung erfährt, sondern von der eigenen Mutter drangsaliert, verstossen und gedemütigt wird. Auch der Vater, der zumeist abwesend ist, erweist sich nicht als wirkliche Stütze in seinem jungen Leben. Es lernt sehr schnell, dass die einzige Überlebensstrategie ist, sich zur Wehr zu setzen, zu fliehen oder mit gleicher Härte zurückzuschlagen. Mein Eindruck dieser Erzählung ist, dass es sich weniger um einen DDR-Gesellschaftsroman handelt, sondern ein Milieu beschreibt, dass in jeder anderen beliebigen Umgebung zu finden ist. Familiäre Verwahrlosung, soziale Armut und die Folgen von Alkoholismus und Gewalt hinterlassen Spuren, die die Autorin sehr stark zum Ausdruck bringt. Mit ihrer schnörkellosen, einfachen Sprache bringt sie die Problematiken klar auf den Punkt. Wohin das ausweglos erscheinende Leben des Mädchens führt, bleibt offen.

Ein erschütterndes Buch über ein Mädchen, dass trotz Tyrannei und Gewalttätigkeit im eigenen Elternhaus den Lebenswillen und Mut nicht verliert.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 18. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das ist der erste Roman, den ich von Angelika Klüssendorf gelesen habe - ich kannte bislang nur ihre Erzählungen.
Man kann sich diesem Buch nicht entziehen! Mit unglaublicher Präzision und Knappheit wird hier eine Welt geschildert, die man auf der Haut spüren kann, die man zu riechen und zu atmen anfängt, die einem das Herz zerreisst und die noch sehr lange nachhallt. Es tut wirklich weh, dieses Buch, und es ist ganz große Kunst - was für ein großartiges Stück Literatur!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte eines außergewöhnlichen Mädchens in der DDR, 14. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Angelika Klüssendorfs Roman "Das Mädchen" ist ein ganz starkes Stück Literatur, das von der spannenden Symbiose einer tragischen Geschichte und einer nüchternen, extrem zurückgenommenen und genauen Prosa lebt, die dem Text glücklicherweise jegliches Pathos entzieht.

Fast distanziert wird die in der DDR handelnde Geschichte des zu Beginn wahrscheinlich an die zehn Jahre alten Mädchens erzählt. Schon die ersten beeindruckenden Seiten zeigen, in welcher Hölle die Protagonistin lebt, wie stark und fast fatalistisch sie die Gewalt gegen sich und ihren Bruder zur Kenntnis nimmt, darunter leidet, aber akzeptiert, dass es halt so ist, wie es ist, weil es wahrscheinlich so sein muss...
Die Mutter neigt, je nach Alkoholpegel, prinzipiell zur eklatanten Gewaltbereitschaft. Dadurch ist natürlich ein sehr bestimmender Moment für ihre eigene Entwicklung zur jungen Erwachsenen gegeben. Von der Mutter und diversen Männern der Mutter gequält, abgestoßen, dann eine Zeit beim Vater, überall muss sie sich neu behaupten. Die Gefühle der scheinschwangeren neuen Frau des Vaters für sie empfindet sie, da ihr Gefühle für sie unbekannt und daher suspekt sind, als lästig. Letztendlich im Heim gelandet, muss sie sich auch hier gegenüber den MitschülerInnen behaupten. Nicht nur, dass niemand da ist, der dem Mädchen auch nur annähernd das bieten könnte, was man Liebe und Geborgenheit nennt, muss sie sich auch noch gegen die sozialistische Bürokratie quälen. Eine bürokratische Gesellschaftsordnung, in der für die Protagonistin, die eigentlich nur ein ganz normales Mädchen sein möchte, auch kein Platz vorgesehen ist.

Ein relativ kurzes, aber eindringliches Buch über ein starkes junges Mädchen, das sich gegen ihre direkte Umgebung und gegen den Staatsapparat wehren muss und dies auch auf beeindruckende Weise tut. Angelika Klüssendorfs glasklare, eindringliche und überzeugend glaubhafte Prosa machen diesen Text zu einem ganz starken Werk, das man nach nicht einmal 180 Seiten mitgenommen zur Seite legt.

Absolute Empfehlung.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen stark, stärker, am stärksten!, 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was für ein starkes Buch! Und was für ein starkes Mädchen. Denn leicht hat es dieses Mädchen nun wirklich nicht. Aber wie sie all das meistert: die sadistischen Ausfälle des tyrannischen Mutter, die Hilflosigkeiten des zarten Bruders, das grobe Unverständnis von Staatspolizei und DDR-Heimleitung, die gleichbleibende Ungerechtigkeit/Selbstgerechtigkeit der wechselnden Umgebung - das ist schon ein echter Knaller. Denn dieses Mädchen gibt nicht auf, die kriegt so leicht keiner unter. Mit Kraft und Halsstarrigkeit und Klugheit und Witz meistert sie ihr Heranwachsen und formt sich dabei - Schritt für Schritt - zu einer der interessantesten, vielschichtigsten Figuren, die die heutige Literatur zu bieten hat.
Angelika Klüssendorf erzählt knapp und präzise von diesem Stehaufmädchen. Da gibt es kein mitleidiges Schwärmen, kein Schwelgen, kein Wort zu viel. Ein sehr eigener Ton ist das, voller Kargheit, Humor und Lakonie. Und man staunt sich in diese Distanz hinein und frisst sich fest in den Seiten dieses Buches. Und will mehr und immer mehr wissen vom leben dieser wilden, willensstarken, praktisch veranlagten Person. Dass das Buch dann irgendwann (zu schnell!) zu Ende ist, lässt sich nur damit verschmerzen, dass hier (zum Glück) keine Debütantin schreibt, sondern eine Autorin, die mit Titeln wie "Amateure" oder "Alle leben so" schon ein paar andere Bücher vorgelegt hat. Und die hole ich mir jetzt.
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5.0 von 5 Sternen Tief beeindruckend., 26. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich möchte nicht wiederholen, was andere KommentatorInnen bereits sehr trefflich beschreiben. Deshalb nur ganz kurz: Faszinierend, stimmig und erschreckend zugleich wird dargestellt, wie das namenlose Mädchen vorerst nur weitergeben kann, was es selbst erlebt hat. Inwieweit Heilung möglich ist, bleibt offen. Der Stil ist durchgehalten in distanzierter Präsenzform ohne eine einzige wörtliche Rede. Ganz großes Kompliment.
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer schlimmen Kindheit, 15. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf erzählt von der schwierigen Jugend eines namenlosen Mädchens in der DDR der siebziger Jahren. Zu Beginn des Romans ist sie zwölf und lebt mir ihrem sechjährigen Bruder Alex unter ärmlichen Verhältnissen bei ihrer unberechenbaren, gewalttätigen Mutter, die die Kinder schlägt, einsperrt und vernachlässigt. Ihren Vater lernt sie gerade erst kennen: Ein Säufer, der die Mutter schon bald darauf erneut verlässt. Gelegentlich reißt sie aus, lebt mal bei ihrem Vater, dann im Heim, kehrt aber auch immer wieder zu ihrer Mutter und ihrem Bruder zurück.

Im Klappentext wird der Stil der Autorin beschrieben mit einer "klaren, knappen, präzisen Prosa, großer Lakonie und trockenem Humor". Dem kann ich größtenteils zustimmen, auch wenn ich den trockenen Humor, den ich sonst sehr schätze, hier nicht finden konnte. Die Lakonie ist dagegen sehr stark. Der Text wirkt gänzliche emotionslos, teilnahmslos und abgestumpft und passt damit sehr gut zu der Geschichte des Mädchens, die ihr schweres Schicksal meist ohne Gefühle hinnimmt und zu einer starken, aber auch fragwürdigen Persönlichkeit heranwächst. Sie vertraut niemandem wirklich, klaut und lügt und wird zum Schluss vom Opfer zur Täterin, die andere moppt und schikaniert.
So schlägt sie sich durchs Leben, nimmt sich was sie braucht und am Ende, mit 17, ist ihr die Befreiung aus ihrem alten Leben gelungen - doch die Perspektivlosigkeit bleibt.

Wer aber ansonsten fürchtet, hier einen klassischen DDR-Roman vor sich zu haben, und denkt "alles schon gelesen, alles schon gehört", der sei wenigstens zum Teil beruhigt. Neu oder innovativ wirkt die Geschichte wirklich nicht, aber die DDR taucht meiner Meinung nach nur am Rande auf, in sehr geringen Dosen, ohne bekannte Klischees breitzutreten. In erster Linie ist das hier keine DDR-Geschichte, sondern die Geschichte einer schweren Kindheit, die mit kleinen Änderungen überall und zu jeder Zeit passiert sein könnte, wenn nur genug Menschen die Augen verschließen.
Ganz frei von Klischees bleibt das Buch aber leider nicht. Bei mir persönlich löst die Verbildlichung von Befreiung durch fliegende Vögelchen jedenfalls höchsten ein Augenrollen als Ausdruck von Kitschigkeit und Ideenlosigkeit aus, aber sicher keine Begeisterungssprünge. Verzeihlich ist dies aber im Gesamtbild allemal.

Auch das Cover spricht mich - obwohl es zum Inhalt schon passend ist - so wenig an, wie es selten vorkommt. Beim einfachen Stöbern, ohne das Zutun der Buchpreis-Nominierungen, wäre ich auf dieses Buch wahrscheinlich nicht aufmerksam geworden.
Das wäre schade gewesen, denn gerade durch den abgestumpften Stil dieses Romans wird die Geschichte um so bedrückender und man hat noch lange, nachdem man die gerade einmal rund 180 Seiten zu Ende gelesen hat, etwas zum Nachdenken. Ich hätte also ein sehr lesenswertes Buch verpasst.
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5.0 von 5 Sternen bedrückende Kindheit, 4. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mich hat dieses Buch sehr bewegt. Ich habe in meiner Kindheit in der DDR ähnliches erlebt und hatte mitunter den Eindruck, jemand hat meine Biografie geschrieben.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfühlsam !, 22. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Vater trinkt und taucht nur sporadisch auf, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus, die Klassenkameraden meiden das Mädchen, der jüngere Bruder kapselt sich völlig ab. Und doch gibt es eine Kraft, die das Mädchen trägt. Der Traum vom kleinen Haus mit Garten auf dem Lande, Grimms Märchen. Und immer wieder Menschen, die ihr etwas bedeuten und die sie halten. Eines hat sie gelernt: Man muss sich holen, was man braucht. Auch wenn sie mehrfach beim Ladendiebstahl erwischt und schließlich ins Heim gesteckt wird, kann sie sich auch dort auf die neue Lage einstellen.
Eine überaus lesenswerte Charakterdarstellung einer Jugend in der DDR liefert Angelika Klüssendorf in ihrem knapp 200 Seiten-Roman. Dieser zeichnet sich durch eine knappe, warmherzig-authentische Erzählweise aus. Auch wenn äußerst widrige (Über-)Lebensumstände des Mädchens beschrieben werden, ist der Leser doch immer fasziniert, wie es daran nie zerbricht, sondern immer wieder aufsteht und neu anfängt.
Überaus einfühlsam gelingt es Klüssendorf auch, ein Bild der DDR zu zeichnen, in der man (trotz aller Beschränkungen) zurecht kommen konnte, in der es auch kurze Momente des Glücks gab.
Fazit:
Äußerst liebens- und lesenswerter literarischer Happen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Radikal und berührend, 31. Dezember 2011
Von 
Norma Schlecker - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenige Bücher haben mich im vergangenen Jahr so berührt wie dieses. Der Erzählton ist distanziert und wirkt eher sachlich und trotzdem oder gerade deshalb geht einem die Geschichte der Protagonistin ungeheuer nahe. Das 12-jährige Mädchen, dessen Name kein einziges Mal genannt wird, lebt gemeinsam mit dem jüngeren Bruder Alex und der völlig unberechenbaren Mutter in einer Plattenbauwohnung in der DDR. Der Vater ist alkoholkrank und kommt nur selten vorbei. Mal bleibt er eine Zeit lang, mal nimmt er seine Tochter sogar mit und sie lebt dann gemeinsam mit ihm und seiner neuen Lebensgefährtin an der Ostsee, wo der Vater während der Sommersaison arbeitet. Das Leben ist geprägt von Vernachlässigung und Schlägen, Willkür und Bosheiten der Mutter, die ihre Kinder zum Beispiel mal auf eine Chillischote beißen lässt, um sich an ihren Schmerzensschreien zu ergötzen. Die Jugendliche stumpft immer mehr ab, denn anders ist dieses Leben nicht zu ertragen. Dabei wäre sie so klug und auch in der Schule werden ihr zunächst außerordentliche geistige Fähigkeiten bescheinigt. Doch ihre Umwelt - vor allem die gewalttätige und launische Mutter, die ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegt - erstickt alle Neugierde auf die Welt im Keim. Bald findet auch das Mädchen Gefallen daran, den eigenen Bruder leiden zu sehen, sie fängt an zu klauen und ihr Lieblingsspiel ist es, blitzschnell vor einem herannahenden Auto über die Straße zu rennen und es gerade noch so zu schaffen nicht überfahren zu werden.
Als Leser erlebt man den zunehmenden Rückzug und Verfall der Jugendlichen. Sie lebt zunächst bei der Mutter, zwischenzeitlich beim Vater, schließlich wird sie wieder von der Mutter aufgenommen, die einen kleinen Jungen zur Welt bringt, der in der Protagonistin wieder einen Funken Hoffnung entzündet. Doch zu diesem Zeitpunkt ist es schon zu spät, denn in den Köpfen der Menschen existiert bereits ein bestimmtes Bild von ihr. In der Schule gilt sie mittlerweile als hoffnungsloser Fall und sie wird immer öfter bei Diebstählen erwischt. Unterstützung findet sie von keiner Seite. Als sie schließlich ins Heim kommt, scheint dies tatsächlich ein Ort zu sein, an dem die Atmosphäre viel menschlicher und wärmer ist als zuhause bei der Mutter. Doch auch hier findet das Mädchen natürlich kein Zuhause.
Der Leser begleitet das Mädchen bis zum Eintritt in die Welt der Erwachsenen. Sie macht eine Ausbildung, die ihr allerdings auch nichts bedeutet. Und so entfaltet sich vor unseren Augen das erschütternde Bild eines von Grund auf zerstörten Menschenlebens, das wohl nur noch schwer in andere Bahnen zu lenken ist.
Die kühle und schnörkellose Sprache macht aus dem Buch etwas besonderes, denn es scheint dem Leser die Möglichkeit der Identifikation zu verweigern - und gerade dieser Umstand macht betroffen. Hier wird klar: Es ist das namenlose Mädchen das leidet, aber bitte kein Mitleid, im Wegschauen seid ihr doch wahnsinnig gut!
Unbedingt lesen.
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4.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich aber lesenswert, 20. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Kindle Edition)
Schon krass. Eher als Bericht geschrieben. Es wird nicht auf Mitleid getrimmt. Wahrscheinlich Alltag im Jugendamt. Aber man kann es gut lesen, leicht verständlich und macht einem zwar Kopfschütteln aber nicht aggressiv.
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Das Mädchen: Roman
Das Mädchen: Roman von Angelika Klüssendorf (Taschenbuch - 14. Juni 2013)
EUR 8,99
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