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39
4,3 von 5 Sternen
Das Mädchen: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. September 2013
Grausam, schockierend, schaurig, ekelerregend, nachhaltig, intensiv, authentisch, heiter, lesenswert. "Das Mädchen" ist eine Lektüre, die man trotz seiner mit 183 Seiten sehr kurzen Erscheinung nicht vergessen wird. Ein wichtiges Buch!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2011
Angelika Klüssendorfs Roman "Das Mädchen" ist ein ganz starkes Stück Literatur, das von der spannenden Symbiose einer tragischen Geschichte und einer nüchternen, extrem zurückgenommenen und genauen Prosa lebt, die dem Text glücklicherweise jegliches Pathos entzieht.

Fast distanziert wird die in der DDR handelnde Geschichte des zu Beginn wahrscheinlich an die zehn Jahre alten Mädchens erzählt. Schon die ersten beeindruckenden Seiten zeigen, in welcher Hölle die Protagonistin lebt, wie stark und fast fatalistisch sie die Gewalt gegen sich und ihren Bruder zur Kenntnis nimmt, darunter leidet, aber akzeptiert, dass es halt so ist, wie es ist, weil es wahrscheinlich so sein muss...
Die Mutter neigt, je nach Alkoholpegel, prinzipiell zur eklatanten Gewaltbereitschaft. Dadurch ist natürlich ein sehr bestimmender Moment für ihre eigene Entwicklung zur jungen Erwachsenen gegeben. Von der Mutter und diversen Männern der Mutter gequält, abgestoßen, dann eine Zeit beim Vater, überall muss sie sich neu behaupten. Die Gefühle der scheinschwangeren neuen Frau des Vaters für sie empfindet sie, da ihr Gefühle für sie unbekannt und daher suspekt sind, als lästig. Letztendlich im Heim gelandet, muss sie sich auch hier gegenüber den MitschülerInnen behaupten. Nicht nur, dass niemand da ist, der dem Mädchen auch nur annähernd das bieten könnte, was man Liebe und Geborgenheit nennt, muss sie sich auch noch gegen die sozialistische Bürokratie quälen. Eine bürokratische Gesellschaftsordnung, in der für die Protagonistin, die eigentlich nur ein ganz normales Mädchen sein möchte, auch kein Platz vorgesehen ist.

Ein relativ kurzes, aber eindringliches Buch über ein starkes junges Mädchen, das sich gegen ihre direkte Umgebung und gegen den Staatsapparat wehren muss und dies auch auf beeindruckende Weise tut. Angelika Klüssendorfs glasklare, eindringliche und überzeugend glaubhafte Prosa machen diesen Text zu einem ganz starken Werk, das man nach nicht einmal 180 Seiten mitgenommen zur Seite legt.

Absolute Empfehlung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Januar 2012
Schonungslos direkt, ohne Umschweife knapp und präzise erzählt erleben wir das Ende der Kindheit und die Jugendzeit eines namenlosen Mädchens, das in, wie es heute beschönigend heißt, prekären Verhältnissen lebt. In der Vorwendezeit in der das Buch spielt hätte man wohl schlicht von einem asozialen Elternhaus gesprochen. Das 12 jährige Mädchen und ihr 6 jähriger Bruder wachsen bei der Mutter auf. Den Vater kennen die Kinder zunächst nicht, lediglich wechselnde Männerbekanntschaften leben vorübergehend im Haushalt. Die Kinder sind den Launen der Mutter ausgeliefert, die keine Gelegenheit auslässt die Kinder spüren zu lassen das sie unerwünscht sind. Eingesperrt werden und Prügel gehören zum Alltag. Ein Alltag zwischen, Ablehnung, Strafe, blankem Hass, Lieblosigkeit, Pflichten die eigentlich Erwachsene zu verrichten haben, kompletter Vernachlässigung, Hunger, die Liste ließe sich noch um einiges verlängern.
Die Kinder müssen sauber machen, Bier aus der Kneipe besorgen und sind dabei den willkürlichen Wutausbrüchen der Mutter ausgesetzt. Der Bruder leidet besonders unter den Erniedrigungen. Die Mutter macht sich beispielsweise einen Spaß daraus, den schlafenden Jungen nachts als Gespenst verkleidet zu erschrecken. Längst hat er Tics entwickelt und zeigt äußerliche Anzeichen seiner seelischen Not. In den kurzen Momenten in denen die Mutter zugänglich ist tut der Kleine alles um ihre Liebe und Zuneigung gewinnen. Das Mädchen weiß es längst besser. Sie traut diesen Momenten nicht mehr. Sie weiß, dass die Stimmung jederzeit kippen kann.
Sie sucht Aufmerksamkeit und Anerkennung bei Mitschülern und man spürt in diesen Szenen ihre Sehnsucht dazugehören zu wollen, gemocht zu werden.
Das Mädchen liebt Geschichten: Märchen und später den Grafen von Monte Christo. Im Keller eingesperrt werden ist für sie sogar eine Befreiung, dort kann sie in einer alten Ausgabe von Brehms Tierleben lesen und ist für sich.
Die Verhältnisse zu Hause werden immer schlimmer, bei einigen Schilderungen muss man geradezu von Terror sprechen, und nach einer Zeit die sie tatsächlich mit ihrem Vater und dessen Freundin verbringt, lebt sie wieder bei Mutter und Bruder bis sie schließlich im Heim landet. Wie schon in der Schule ist sie auch dort zunächst eine Außenseiterin, durchschaut aber sehr genau was um sie vorgeht und wie sie sich ihren Platz in dieser Gemeinschaft erobern kann.
Die Schilderung dieser sich unter schwierigsten Umständen entwickelnden Persönlichkeit, ihre Nöte aber auch die Möglichkeiten die sie findet ihre Wünsche und Ziele dennoch zu erreichen ist außerordentlich gelungen. Bei allem Mitleid und auch der Wut die man beim Lesen empfindet, ist man bis zum Schluss gefesselt. In jeder Hinsicht überzeugende, glasklare und -harte Prosa die nachvollziehbar macht wie die Persönlichkeit des Mädchens sich formt. Gut sieht es für die seelisch verletzte, orientierungslose 17 jährige nicht aus als das Buch endet. Aber alles Andere wäre verlogen gewesen.
Großartiges, uneingeschränkt zu empfehlendes Buch!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenige Bücher haben mich im vergangenen Jahr so berührt wie dieses. Der Erzählton ist distanziert und wirkt eher sachlich und trotzdem oder gerade deshalb geht einem die Geschichte der Protagonistin ungeheuer nahe. Das 12-jährige Mädchen, dessen Name kein einziges Mal genannt wird, lebt gemeinsam mit dem jüngeren Bruder Alex und der völlig unberechenbaren Mutter in einer Plattenbauwohnung in der DDR. Der Vater ist alkoholkrank und kommt nur selten vorbei. Mal bleibt er eine Zeit lang, mal nimmt er seine Tochter sogar mit und sie lebt dann gemeinsam mit ihm und seiner neuen Lebensgefährtin an der Ostsee, wo der Vater während der Sommersaison arbeitet. Das Leben ist geprägt von Vernachlässigung und Schlägen, Willkür und Bosheiten der Mutter, die ihre Kinder zum Beispiel mal auf eine Chillischote beißen lässt, um sich an ihren Schmerzensschreien zu ergötzen. Die Jugendliche stumpft immer mehr ab, denn anders ist dieses Leben nicht zu ertragen. Dabei wäre sie so klug und auch in der Schule werden ihr zunächst außerordentliche geistige Fähigkeiten bescheinigt. Doch ihre Umwelt - vor allem die gewalttätige und launische Mutter, die ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegt - erstickt alle Neugierde auf die Welt im Keim. Bald findet auch das Mädchen Gefallen daran, den eigenen Bruder leiden zu sehen, sie fängt an zu klauen und ihr Lieblingsspiel ist es, blitzschnell vor einem herannahenden Auto über die Straße zu rennen und es gerade noch so zu schaffen nicht überfahren zu werden.
Als Leser erlebt man den zunehmenden Rückzug und Verfall der Jugendlichen. Sie lebt zunächst bei der Mutter, zwischenzeitlich beim Vater, schließlich wird sie wieder von der Mutter aufgenommen, die einen kleinen Jungen zur Welt bringt, der in der Protagonistin wieder einen Funken Hoffnung entzündet. Doch zu diesem Zeitpunkt ist es schon zu spät, denn in den Köpfen der Menschen existiert bereits ein bestimmtes Bild von ihr. In der Schule gilt sie mittlerweile als hoffnungsloser Fall und sie wird immer öfter bei Diebstählen erwischt. Unterstützung findet sie von keiner Seite. Als sie schließlich ins Heim kommt, scheint dies tatsächlich ein Ort zu sein, an dem die Atmosphäre viel menschlicher und wärmer ist als zuhause bei der Mutter. Doch auch hier findet das Mädchen natürlich kein Zuhause.
Der Leser begleitet das Mädchen bis zum Eintritt in die Welt der Erwachsenen. Sie macht eine Ausbildung, die ihr allerdings auch nichts bedeutet. Und so entfaltet sich vor unseren Augen das erschütternde Bild eines von Grund auf zerstörten Menschenlebens, das wohl nur noch schwer in andere Bahnen zu lenken ist.
Die kühle und schnörkellose Sprache macht aus dem Buch etwas besonderes, denn es scheint dem Leser die Möglichkeit der Identifikation zu verweigern - und gerade dieser Umstand macht betroffen. Hier wird klar: Es ist das namenlose Mädchen das leidet, aber bitte kein Mitleid, im Wegschauen seid ihr doch wahnsinnig gut!
Unbedingt lesen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2011
Das ist der erste Roman, den ich von Angelika Klüssendorf gelesen habe - ich kannte bislang nur ihre Erzählungen.
Man kann sich diesem Buch nicht entziehen! Mit unglaublicher Präzision und Knappheit wird hier eine Welt geschildert, die man auf der Haut spüren kann, die man zu riechen und zu atmen anfängt, die einem das Herz zerreisst und die noch sehr lange nachhallt. Es tut wirklich weh, dieses Buch, und es ist ganz große Kunst - was für ein großartiges Stück Literatur!
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am 27. November 2014
Die Autorin beschreibt in dem sehr gut, die Geschichte eines Mädchens was es nicht einfach in ihrer Kindheit hat, ohne die Taten in irgendwie zu werten.

Zur Geschichte:

Es geht um ein Mädchen, was zu Anfang des Buches 12 Jahre ist. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in der DDR. Die Familienverhältnisse sind schlecht, sie wird ohne Grund geschlagen und muss sich eigentlich immer um ihren Bruder kümmern. Als sie mit ihrem Vater und dessen neuer Freundin schließlich an die Ostsee zieht, scheint ein besserer Lebensabschnitt anzustehen, aber kurz darauf findet sie sich im Heim wieder.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2012
Der Vater trinkt und taucht nur sporadisch auf, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus, die Klassenkameraden meiden das Mädchen, der jüngere Bruder kapselt sich völlig ab. Und doch gibt es eine Kraft, die das Mädchen trägt. Der Traum vom kleinen Haus mit Garten auf dem Lande, Grimms Märchen. Und immer wieder Menschen, die ihr etwas bedeuten und die sie halten. Eines hat sie gelernt: Man muss sich holen, was man braucht. Auch wenn sie mehrfach beim Ladendiebstahl erwischt und schließlich ins Heim gesteckt wird, kann sie sich auch dort auf die neue Lage einstellen.
Eine überaus lesenswerte Charakterdarstellung einer Jugend in der DDR liefert Angelika Klüssendorf in ihrem knapp 200 Seiten-Roman. Dieser zeichnet sich durch eine knappe, warmherzig-authentische Erzählweise aus. Auch wenn äußerst widrige (Über-)Lebensumstände des Mädchens beschrieben werden, ist der Leser doch immer fasziniert, wie es daran nie zerbricht, sondern immer wieder aufsteht und neu anfängt.
Überaus einfühlsam gelingt es Klüssendorf auch, ein Bild der DDR zu zeichnen, in der man (trotz aller Beschränkungen) zurecht kommen konnte, in der es auch kurze Momente des Glücks gab.
Fazit:
Äußerst liebens- und lesenswerter literarischer Happen!
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am 14. April 2015
Anfänglich wollte ich das Buch gar nicht durchlesen, da mir die Geschichte zu vorhersehbar erschien.

Mir hat an dem Buch dann doch sehr gefallen, wie einfach das Mädchen die Herzen der Mitbewohner erobert und so wesentlich dazu beiträgt, eine Gemeinschaft entstehen zu lassen.
Die Schwere der Einzelschicksale wird für mein Empfinden zu seicht und zu einfach lösbar beschrieben.
Die Idee den Zusammenhalt in einem Mietshaus zu erhöhen, Vertrauen aufzubauen und sich gegenseitig zu unterstützen, gefällt mir sehr gut.
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf erzählt von der schwierigen Jugend eines namenlosen Mädchens in der DDR der siebziger Jahren. Zu Beginn des Romans ist sie zwölf und lebt mir ihrem sechjährigen Bruder Alex unter ärmlichen Verhältnissen bei ihrer unberechenbaren, gewalttätigen Mutter, die die Kinder schlägt, einsperrt und vernachlässigt. Ihren Vater lernt sie gerade erst kennen: Ein Säufer, der die Mutter schon bald darauf erneut verlässt. Gelegentlich reißt sie aus, lebt mal bei ihrem Vater, dann im Heim, kehrt aber auch immer wieder zu ihrer Mutter und ihrem Bruder zurück.

Im Klappentext wird der Stil der Autorin beschrieben mit einer "klaren, knappen, präzisen Prosa, großer Lakonie und trockenem Humor". Dem kann ich größtenteils zustimmen, auch wenn ich den trockenen Humor, den ich sonst sehr schätze, hier nicht finden konnte. Die Lakonie ist dagegen sehr stark. Der Text wirkt gänzliche emotionslos, teilnahmslos und abgestumpft und passt damit sehr gut zu der Geschichte des Mädchens, die ihr schweres Schicksal meist ohne Gefühle hinnimmt und zu einer starken, aber auch fragwürdigen Persönlichkeit heranwächst. Sie vertraut niemandem wirklich, klaut und lügt und wird zum Schluss vom Opfer zur Täterin, die andere moppt und schikaniert.
So schlägt sie sich durchs Leben, nimmt sich was sie braucht und am Ende, mit 17, ist ihr die Befreiung aus ihrem alten Leben gelungen - doch die Perspektivlosigkeit bleibt.

Wer aber ansonsten fürchtet, hier einen klassischen DDR-Roman vor sich zu haben, und denkt "alles schon gelesen, alles schon gehört", der sei wenigstens zum Teil beruhigt. Neu oder innovativ wirkt die Geschichte wirklich nicht, aber die DDR taucht meiner Meinung nach nur am Rande auf, in sehr geringen Dosen, ohne bekannte Klischees breitzutreten. In erster Linie ist das hier keine DDR-Geschichte, sondern die Geschichte einer schweren Kindheit, die mit kleinen Änderungen überall und zu jeder Zeit passiert sein könnte, wenn nur genug Menschen die Augen verschließen.
Ganz frei von Klischees bleibt das Buch aber leider nicht. Bei mir persönlich löst die Verbildlichung von Befreiung durch fliegende Vögelchen jedenfalls höchsten ein Augenrollen als Ausdruck von Kitschigkeit und Ideenlosigkeit aus, aber sicher keine Begeisterungssprünge. Verzeihlich ist dies aber im Gesamtbild allemal.

Auch das Cover spricht mich - obwohl es zum Inhalt schon passend ist - so wenig an, wie es selten vorkommt. Beim einfachen Stöbern, ohne das Zutun der Buchpreis-Nominierungen, wäre ich auf dieses Buch wahrscheinlich nicht aufmerksam geworden.
Das wäre schade gewesen, denn gerade durch den abgestumpften Stil dieses Romans wird die Geschichte um so bedrückender und man hat noch lange, nachdem man die gerade einmal rund 180 Seiten zu Ende gelesen hat, etwas zum Nachdenken. Ich hätte also ein sehr lesenswertes Buch verpasst.
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am 26. August 2014
Ich möchte nicht wiederholen, was andere KommentatorInnen bereits sehr trefflich beschreiben. Deshalb nur ganz kurz: Faszinierend, stimmig und erschreckend zugleich wird dargestellt, wie das namenlose Mädchen vorerst nur weitergeben kann, was es selbst erlebt hat. Inwieweit Heilung möglich ist, bleibt offen. Der Stil ist durchgehalten in distanzierter Präsenzform ohne eine einzige wörtliche Rede. Ganz großes Kompliment.
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