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Kundenrezensionen

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am 14. Mai 2012
Hallo,

ich stöberte in einer Buchhandlung und fand das Buch von Kopp in der Abteilung "Buddhismus", schlug es auf und war ein wenig verwundert. Es ging nämlich nicht so arg über den Buddhismus, wie das Cover und der Titel es nahelegte. Der Untertitel "Psychotherapie und Selbsterfahrung" ist passender und ich möchte anhand des Inhalts erklären warum:
Der erste Teil mit dem sehr passenden Titel "Nimm keinem Menschen sein Lied" beschreibt eindrücklich, wie eine therapeutische Haltung sein kann und wovor man sich hüten sollte. Kopp beschreibt das Verhältnis von Therapeut und Klient, weist auf die Gefahren des "Guru-Status" hin und worum es gehen sollte, nämlich um "das Ich enthüllen". Wer mit den Lehren des Buddhismus vertraut ist, findet hier einiges wieder, der Buddhismus als "Religion" wird aber nicht in den Vordergrund geschoben.
Der zweite Teil, bestehend aus elf Geschichten, verbindet den Weg einer (gewünschten) geistigen Gesundung mit ganz unterschiedlichen philosophischen Ansätzen aus unterschiedlichen Zeiten und Richtungen. Dieser Teil besticht durch seine übergreifende Sicht der Dinge und legt nahe, dass in vielen Kulturen und ihren Erzählungen ganz ähnliche Gedanken und Weisheiten zu Hause sind.
Im dritten Teil lässt Kopp seine Therapieerfahrungen mit Straftätern einfließen. Jede der drei Geschichten gestattet einen Einblick in die gedankliche "Logik" und Entwicklung der Straftäter und den therapeutischen Verlauf. Auch methodisch betrachtet sind diese drei Geschichten nicht uninteressant.
Der vierte Teil entwickelt sich zum Höhepunkt des Buches. Kopp geht davon aus, dass jeder Mensch erst einmal von sich aus gut ist, "fähig, Wärme, Liebe und Verständnis zu geben" (Seite 180), aber eben oft genug ist er einer "eigenen Beschränktheit unterworfen in einer wechselvollen Welt, die ein Idiot sich ausgedacht hat" (ebenda). Nach Kopp macht es keinen Sinn, nach dem "Sinn des Lebens" zu fragen und zu forschen, da es ihn seiner Meinung nach nicht gibt. Das sieht er wiederum im Einklang mit dem Buddhismus, der sich dieser Art von Anhaftung des Geistes ebenfalls verwehrt. Man schlägt in seinem Leben hauptsächlich eine Schlacht in seinem eigenen Ich (181), so Kopp.
Die Lösung? Annehmen was kommt und, egal ob Freude oder Leid, und, wenn möglich, in Gemeinsamkeit mit anderen Menschen "er"leben und damit arbeiten (Beschränktheit aufheben, um "Böses" zu meiden).
Im Schlussteil bekommen Sie u. a. eine "Waschanleitung", mit der Sie gerne Ihre Gedanken vertikutieren können.
Das Buch überrascht. Kopp ist scharfsinnig, klar in seinen Gedanken und sehr präsent in seiner Schreibe. Man muss nicht alle Inhalte teilen, besser ist es, man nutzt es als Gedankenbuffet, von dem man sich bedienen kann. Mir hat es gefallen und mich zum Nachdenken im eigenen Tun angeregt.

Viele Grüße
Stephan Peters
Kommunikationsberater und Rhetoriktrainer
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am 17. November 2014
Ich habe dieses Buch vor Jahren entdeckt und nehme es immer wieder zur Hand, wenn ich meine Position überprüfe. Der Autor, durch Jahrzehnte psychologische Praxis umfassend mit den Ego-Problemen vertraut, weiß sehr genau, welche Fallen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis lauern. Ja, leider gehören Mentoren und spirituelle Begleiter dazu. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo sich Wege trennen, ja trennen müssen, soll spirituelle Begleitung nicht in Abhängigkeit und Unmündigkeit führen. Wo ein Stück des Weges sinnvoll zurück gelegt werden konnte, erfolgt der Abschied nach dem Prinzip sine ira et studio. In der Psychoanalyse Freuds erfolgt der Abschied meist durch Aktivitäten des Therapierten, der bemerkt, dass ihm die Therapie nicht mehr weiter zu helfen vermag. So das nicht geschieht, ist die andere Seite gezwungen, die Ablösung einzuleiten.
Die Frage allerdings, ob Hilfe überhaupt möglich ist, vermag auch Sheldon B. Kopp nicht zu beantworten.
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am 23. April 2013
Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich in der SF-Serie "Fringe" darauf gestoßen bin. Dort soll es das Lieblingsbuch der Hauptfigur Peter Bishop sein, und der wird als Mensch dargestellt, der einen unglaublichen Weitblick, große Bescheidenheit und Mut zur Initiative besitzt. Das hat mich neugierig gemacht.
Das Buch beschreibt einen Weg der Selbsterfahrung, der von dem Bedürfnis, geführt zu werden zu einem eigenständigen Weg führt. Letztlich gibt es im Buddhismus keine festgelegten Regeln, die für jeden gelten könnten. Wer seinen eigenen Weg sucht, wird eins mit sich selbst und erfährt, dass er auf diese Weise frei und reich wird. Nicht der historische Buddha ist es, der so eine Person führt, auch nicht seine Reden, sein Denken oder gar die Spiritualität seiner Mönche. Er kann vielleicht ein Vorbild darin sein, wie jemand mit denkbar ungünstigen Voraussetzungen doch zur Erleuchtung kommen kann. Doch es hat keinen Sinn, ihn nachahmen zu wollen. Triffst du Buddha unterwegs, töte ihn - für deine eigene Erleuchtung.
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am 23. August 2015
Dieses Buch begleitet mich schon mein ganzes Leben, gibt mir Einsichten und Hilfen. Immer wieder verschenk' ich es zu passenden Gelegenheiten, und immer wieder muss ich es neu kaufen.
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am 16. Dezember 2012
titelte die Erstausgabe des Buches. Diese symbolische Zuspitzung lässt sich als klare distanzierende Antwort zu den damals aller Ortens entstehenden schnell wachsenden sektenartigen Bewegungen verstehen. Sektenartige Gebilde mit Leitungseliten und einem zunehmenden wirtschaftlich, kulturellen Einfluss. Es ist bezeichnet für eine Kultur des Wegschweigens, das sich ein deutscher Verlag in der perzipierenden Einschätzung seiner Psychokundschaft mit dieser Deutlichkeit des Autors offenbar auch heute noch schwer tut.

Bhagwan der, in den 80'igern laut wahrnehmbar verbreitete, das "Hitler … vom Wesen her ein Hindu,..wie ein Heiliger" gewesen sei, wird zu einem Glied in der Kette von der Vermittlung mystischer und teilweiser braunen Inhalten bis hin zur extremen Autoritätsgläubigkeit. Auf derart geebneten Pfaden bewegen sich heute eher leise aber beständig " Szenen und Netzwerke" die teilweise aus den Bereichen der Anthroposophie, der Homöopathie und den psychosozialen Berufen stammen, in dem Bemühen um breite gesellschaftliche und persönliche Etablierung und Anerkennung. Will man den Äußerungen von Sektenbeauftragten glauben schenken, so wird die Verquickung dieser speziellen Weltsichten und sogenannter Heilungsmethodiken in Richtung einer gut dotierter krisenfesten Medizin- und Ausbildungstätigkeit vorangetrieben, flankiert von einer intensiven (Standes) Politik.

Leseempfehlungen:

Insofern hat dieses Buch an der Aktualität seiner Botschaften nichts eingebüßt. Auch das beispielgebende erzählende Lesevergnügen , stellt sich selbst beim mehrmaligen Lesen nach wie vor immer wieder neu ein. Neben einer abstrakten Sinnfrage steht eben auch die bodenständige Frage nach den Anforderungen und Pflichten im Hier und Heute. Dies macht das Buch insgesamt gesehen zu einer Bereicherung für den sinnsuchende Menschen und kann auch für jene Anhänger und Freunde der Psycho-Eso-Bewegungen erkenntnisfördern wirken, welche in der Psychotherapie so etwas wie eine fundamentalistisch zu lebende Universalreligion auf Krankenschein sehen wollen und dabei (insgeheim) die psychotherapeutische Wesenheiten JESUS- oder GOTTähnlich imaginieren.
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am 6. September 2014
gut fand ich die kritische auseinandersetzung mit dem buddhismus, der in seiner europäisierten form teilweise schwierig ist. die beschreibung des retreats fand ich ausgesprochen treffend...
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am 3. Mai 2012
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es ist leicht zu lesen und hat Tiefgang. Viele Erfahrungen kann ich nur bestätigen.
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