Kundenrezensionen


3 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leichte, aber interessante Kost.
Aufgrund der wenigen echten Fakten die über Pontius Pilatus bekannt sind, stützt sich der Autor stark auf Indizien und Wahrscheinlichkeiten, wenn es darum geht vom Werdegang dieses wohl berühmtesten römischen Statthalters, sowie von seiner Beteiligung am Jesus-Prozess, zu erzählen. Das Buch ist übrigens kein Roman, es enthält allerdings...
Veröffentlicht am 11. Juni 2012 von Hiltibold

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pontius Pilatus
Interessant geschriebenes Buch über die Person Pontius Pilatus, wobei einige Passagen nicht immer der Geschichte entsprechen sondern auf Spekulationen des Autors beruhen. Dennoch gut und interessant geschrieben. Zeigt ein ganz anderes Bild des Pilatus, als das, was man üblicherweise so kennt.
Vor 18 Monaten von Carlo Marcon veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leichte, aber interessante Kost., 11. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pontius Pilatus: Römer, Ritter, Richter (Taschenbuch)
Aufgrund der wenigen echten Fakten die über Pontius Pilatus bekannt sind, stützt sich der Autor stark auf Indizien und Wahrscheinlichkeiten, wenn es darum geht vom Werdegang dieses wohl berühmtesten römischen Statthalters, sowie von seiner Beteiligung am Jesus-Prozess, zu erzählen. Das Buch ist übrigens kein Roman, es enthält allerdings einige längere 'romanhafte' Passagen.

Es wird auch die politische Situation und gesellschaftliche Umgebung beschrieben, in der Pilatus sein Amt ausübte. Und die war, wie man rasch feststellen wird, keine besonders angenehme. Hier, in Judäa, ein von einer Priesterkaste beherrschtes, frömmelndes Volk, das sich an Ausländern, Säkularen, und den Angehörigen anderer Glaubensrichtungen reibt. Dort, in Rom, ein amtsmüder Kaiser, der seine beinahe allmächtige rechte Hand im Staat, mit der Pilatus berufs- bzw. karrierebeding möglicherweise in engerem Kontakt stand, hat hinrichten lassen.

Manch einem wird die zur Lückenfüllung herangezogene Dichtung des Autors zu weit gehen. Und zugegebenermaßen gab es zwei bis drei Momente beim Lesen des Buchs, wo ich nicht sofort wusste, lässt er hier nun Fakten sprechen, oder eher die Fantasie. In Summe ist der Inhalt des Buchs aber durchaus stimmig bzw. logisch. Quellenkritik wird ebenfalls berücksichtigt und nichts unkommentiert übernommen.

Mein Fazit: Ein interessantes und leicht verständlich geschriebenes Buch, für das der Leser keine große Vorkenntnis in Sachen Bibel oder römischer Politik benötigt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Pontius bis Pilatus, 6. März 2012
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Pontius Pilatus: Römer, Ritter, Richter (Taschenbuch)
"Jesus? Jesus, der Nazarener? Nie gehört."
(Aus le Procurateur de Judée, Anatole France 1892)

In seiner allerersten Auflage war "Pontius Pilatus. Römer, Ritter, Richter" bereits im Jahre 1989 im Münchner Piper Verlag erschienen. Bis 1999 wurde das Sachbuch des promovierten Althistorikers Ralf-Peter Märtin wiederholt aufgelegt. Der in Frankfurt am Main ansässige Fischer Taschenbuch Verlag hat für seine Neuausgabe im März 2012 zwar das ursprüngliche Format als Taschenbuch (19,0 x 12,5 cm) beibehalten, sich jedoch für ein anderes Cover entschieden. Geändert hat sich auch die Anzahl der Seiten, die - um 30 weitere - auf nunmehr 175 angestiegen ist.

Von Historikern wurde und wird oftmals darauf hingewiesen, dass der Ablauf des Prozesses gegen Jesus, wie er in den kanonischen Evangelien geschildert wird, sich keinesfalls auch tatsächlich ereignet haben kann. Demnach hätte der beschriebene Prozess vor dem Sanhedrin weder den jüdische Rechtsvorschriften entsprochen, noch gab es eine entsprechende Amnestieregel zu Pessach, nach der Pilatus das Volk entscheiden ließ, ob Jesus oder Barabbas freizulassen sei. Wahrhaft grotesk sind jedoch die Darstellungen wonach der römische Statthalter, der Vertreter des Kaisers, das jüdische Volk mit "Ecce-homo-Rufen" um Gnade für den Delinquenten gebeten habe und sich mittels der Handwaschung (einem jüdischen Ritual!) zu exkulpieren versuchte.

Die zum Ende des 1. Jahrhunderts entstandenen Evangelien (griech.: eu-angelion=frohe Botschaft) dienen nicht der Geschichtsschreibung, sondern dem Glaubensbekenntnis. Darüber hinaus wurden sie tendenziös verfasst. Während einerseits ein wohlwollender Statthalter den römischen Staat - aus dem die römisch-katholische Kirche hervorgehen sollte - verkörpert, fordern andererseits jüdische Intelligenzija und jüdischer Mob unisono die Kreuzigung (eine römische Strafe!). Damit wurde eine verheerende Saat gelegt , die in zahllosen Pogromen und u. a. auch im Antisemitismus Martin Luthers aufgehen sollte. Aber auch die mit Scharfsinn verfolgten Versuche, die Alleinschuld am Tode Jesu den Römern zuzuweisen, hat sich aufgrund der dürftigen historischen Quellenlage als nicht beweisfähig erwiesen. Märtin stellt daher folgerichtig fest, dass die Frage nach dem/den Schuldigen überholt und überflüssig ist.

Während Märtin im ersten Kapitel aufgrund der spärlichen Quellenlage und er damaligen Gegebenheiten den historischen "Römer und Ritter" charakterisiert und seinen möglichen Lebensweg nachzeichnet, unternimmt er im zweiten Kapitel den Versuch anhand einer logischen Synopse der vier kanonischen Evangelien das unhistorische Psychogramm des "Richters" zu erstellen.

Weder Jahr, Ort seiner Geburt noch seine militärische Laufbahn sind bekannt, lediglich seine Ernennung zum fünften Präfekten der römischen Provinz Judäa im Jahre 26 lassen darauf schließen, dass er dem römischen "equester ordo" (Ritterstand) angehörte. Seine Abberufung erfolgte zehn Jahre später, nachdem er einen Aufstand der Samaritaner an am heiligen Berg Garizim hatte niederschlagen lassen, wobei auch deren "Taheb" (Messias) getötet wurde. Alle drei "historischen" Quellen die mehr über Pontius Pilatus (zum Teil auch über Christus) zu berichten wissen, haben einem eher dubiosen Ruf. Im Einzelnen: Die "Annales - 15, 44" weisen mit der Titulierung "Procurator" einen anachronistischen Fehler auf, der an einer Autorenschaft des Senators und Historikers Publius Cornelius Tacitus zweifeln lassen. Auch das sogenannte "Testimonium Flavianum" wurde nachträglich von einem christlichen Redakteur in die Jüdischen Altertümer (Abschnitt: Buch XVIII 3,3) des Flavius Josephus eingefügt. Philos von Alexandrien, bzw. einem seiner nachfolgenden Redakteure ging es vielmehr alleine darum, eine letztendlich gegen die erklärten Absichten des Kaiserhauses gerichtete, unheilige Allianz von Antijudaismus und Intrigantentum als abschreckendes Lehrstück aufzuzeigen.

Den Verfassern der Evangelien diente Pontius Pilatus als Projektionsfläche der alles überragenden Persönlichkeit ihres Gottessohnes. Nebenbei erschufen sie hierdurch auch eine zeitlos aktuelle Figur: Einen Menschen, dem die Ereignisse außer Kontrolle geraten, der dann allzu spontan reagiert, mühsam improvisiert, es mit einem System von Aushilfen versucht, letztendlich jedoch, verstrickt in seine selbstgeschaffenen Abhängigkeiten, scheitern muss. Dennoch oder gerade deshalb hat dieser psychologisch Überforderte sogar im Credo einer Weltreligion Aufnahme gefunden.

In "von Pontius bis Pilatus", dem dritten Teil seines Buches führt uns Märtin auf eine historisch-archäologische Spur des Präfekten, deren einziges echtes historisches Artefakt der 1961 im Hafen des antiken Cäsarea gefundene "Pilatus-Steins", während z. B. die "Heilige Treppe" (Rom) oder der "Pilatus-See" und "Pilatus-Berg" (CH, Kanton Luzern) zu Glaubensdingen gehören.

Neben einem guten Dutzend schwarzweißer Abbildungen, bietet ein Anhang mit einer Zeittafel, einem Lageplan Jerusalems und jeweils einer Karte Palästinas und des östlichen römisches Reiches im 1. Jahrhundert sowie zwei Stammbäumen, einer Synopsis aller vier kanonischen Evangelien (!) und ein Quellenverzeichnis den Abschluss eines Standardwerkes, das jedem zu empfehlen ist, der an einer historischen Hinterfragung der neutestamentlichen Überlieferung interessiert ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pontius Pilatus, 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pontius Pilatus: Römer, Ritter, Richter (Taschenbuch)
Interessant geschriebenes Buch über die Person Pontius Pilatus, wobei einige Passagen nicht immer der Geschichte entsprechen sondern auf Spekulationen des Autors beruhen. Dennoch gut und interessant geschrieben. Zeigt ein ganz anderes Bild des Pilatus, als das, was man üblicherweise so kennt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Pontius Pilatus: Römer, Ritter, Richter
Pontius Pilatus: Römer, Ritter, Richter von Ralf-Peter Märtin (Taschenbuch - 2. März 2012)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen