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5.0 von 5 Sternen Der Autor ist nun nicht unbedingt Michael Moore - auch wenn ...
... es doch eventuell manchmal so aussehen mag.
Nachdem Josh Bazell, studierter Literat und Doktor, mit seinem Erstling "Schneller als der Tod", im Original "Beat the Reaper" völlig neue Massstäbe für eine mehr als nur einfach spannende Thriller-Lektuere setzte, geht Leser/in natürlich mit einer gesteigerten Erwartungshaltung an das...
Veröffentlicht am 23. November 2011 von Jai yen

versus
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas langatmiger Nachfolger
Ich muss gestehen, dass ich "Schneller als der Tod" innerhalb weniger Tage mit großer Spannung gelesen habe. Super cool.

Jetzt bin ich offen gesagt etwas enttäuscht. Teilweise ist dieser Roman eine Art politische Lehrstunde, ohne das man diese
bestellt, bzw. gekauft hat. Auch stören aus meiner Sicht die vielen Fussnoten. Die tollen Dialoge...
Veröffentlicht am 15. Januar 2012 von housemeister71


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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas langatmiger Nachfolger, 15. Januar 2012
Ich muss gestehen, dass ich "Schneller als der Tod" innerhalb weniger Tage mit großer Spannung gelesen habe. Super cool.

Jetzt bin ich offen gesagt etwas enttäuscht. Teilweise ist dieser Roman eine Art politische Lehrstunde, ohne das man diese
bestellt, bzw. gekauft hat. Auch stören aus meiner Sicht die vielen Fussnoten. Die tollen Dialoge des Erstlings werden nur
bedingt aufgegriffen oder überhaupt annähernd erreicht. Generell hat man den Eindruck, dass der Autor entweder schnell
einen weiteren Roman auf den Markt bringen wollte oder aber die Übersetzung (inkl. 2 wechselnder Übersetzer) teilweise
nicht richtig funktioniert hat. Der Eindruck verfestigt sich bei dem Plot an sich, der komplett an den Haaren herbeigezogen
erscheint und wenige Elemente enthält, die an das Flair von "Schneller als der Tod" erinnern.

Manchmal ist weniger mehr und etwas mehr Zeit bei der Umsetzung eines neuen Romans (inkl. der dazugehörigen Story)
durchaus angebracht. Man muss ja schließlich nicht jedes Jahr einen Roman herausbringen!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da ist einer aber tief gefallen..., 30. März 2012
In Ansätzen nett geschrieben, nie das Niveau von "Schneller als der Tod" erreichend und ab der zweiten Hälfte mit der Lizenz zum Langweilen, wer immer sie Bazell gegeben hat. Zwar gibt es wie im Vorgänger geniale Fußnoten (z.B. "Mafia und Loveboat" oder "Was sind Spandrels?") und als kleiner Höhepunkt eine "Gibt es Gott" - Diskussion, doch irgendwann fragt sich doch selbst der geneigstetse Leser, was soll das Ganze? Warum verschwendet einer sein Talent an eine abstruse Loch Ness-Story und was für ein Roman soll das hier bitteschön werden? Und dann kommt am Schluß als Zugabe noch ein umfangreicher Anhang inclusive über 40 Seiten an Quelleninformation, auch die ausgestattet mit zum Teil ganzseitigen Fußnoten. Alles ganz interessant und schön zu sehen, dass hier einer umfassend recherchiert hat - doch das gibt am Ende nur ein paar Fleißpunkte, eine gute Story wäre wirklich die bessere Option gewesen.
So bleibt für all die, die den Erstling noch nicht gelesen haben, eine sensationelle Alternative und für alle anderen nur die Hoffnung, dass das Bazell beim nächsten Roman wieder zum alten Niveau zurückfindet.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwache Fortsetzung, 9. Februar 2012
Nachdem ich den Vorgänger 'Schneller als der Tod' quasi in einem Zug verschlungen habe, habe ich mir jetzt auch den Nachfolger 'Einmal durch die Hölle und zurück' zugelegt und mich direkt ins Lesevergnügen gestürzt. Dabei wurde jedoch schon nach den ersten Seiten klar, dass das Buch nicht an die Genialität seines Vorgängers anknüpfen kann.

Zunächst zum Inhalt:
Mittelpunkt der Geschichte ist wieder Dr. Peter Brown, ein Arzt und Ex-Mafiosi, der in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde und als Mediziner versucht, seine früheren Taten einigermaßen wieder gut zu machen. War Dr. Brown im ersten Band noch am Manhattan Catholic tätig, tritt er jetzt als Dr. Lionel Azimuth auf und arbeitet auf einem Kreuzfahrtschiff. Die Geschichte kommt in Gang, als er einen Brief von dem mysteriösen Milliardär Rec Bill erhält und daraufhin den Auftrag, an einer Expedition teilzunehmen, um ein Seeungeheuer zu finden. Begleitet wird er dabei von der äußerst attraktiven Paläontologin Dr. Violet Hurst.

Vom Aufbau her wurden glücklicherweise die vielen Details des Vorgängers beibehalten:
1.) Die kleinen Sensenmänner am Ende jedes Kapitels wurden von einer Seeschlange (Anspielung auf Loch Ness) abgelöst
2.) Die Fußnoten, zum Teil mit medizinischen Informationen oder einfach nur mit witzigen Kommentaren, diesmal leider auch mit teilweise extrem langen Fußnoten, die einfach zuviel unnütze Informationen enthalten und den Lesefluss mehr stören als dass sie einen Mehrwert haben
3.) Medizinische Details fließen geschickt in die Story ein (leider viel weniger als beim Vorgänger)

Kritik:
Hat es Bazell noch im ersten Bann geschafft, den Leser von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen, ist dies im Nachfolger leider nicht mehr der Fall. Bis zur Mitte des Buches plättschert die Handlung so langsam vor sich hin -' von der rasannten, spannenden und urkomischen Erzählweise im Vorgänger ist leider nicht mehr viel zu finden.
Bazell schafft es mit 'Einmal durch die Hölle und zurück' leider nicht, an sein grandioses Erstlingswerk anzuknüpfen. Auch wer er einen Mafia-Thriller erwartet, dürfte enttäuscht werden.
Warum jedoch ausgerechnet Sarah Palin eine Gastrolle im Roman bekommen hat, hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen.
Noch eine Randnotiz: Dass Bazell viel recherchiert hat, beweist der ca. 50-seitige Anhang. Doch leider vermag auch die umfangreiche Recherche nicht, das Buch auf eine Stufe mit dem Vorgänger zu stellen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oh, nee..., 16. Januar 2012
Und diesmal bleibe ich hart! Einen Stern für die Mühe an Herrn Bazell, Papier vollgeschrieben zu haben und vier Sterne Abzug dafür, dass er mich gelangweilt und dafür viel Papier vollgeschrieben hat. Nach "Schneller als der Tod" hat er es nicht geschafft, das Niveau auch nur ansatzweise zu halten. Der Einstieg in die Story ist okay - dann verfasert es sich bis zur Unkenntlich- und Bedeutungslosigkeit. Er schafft es nicht, dass man irgendeiner Figur folgen will. Und ob da jetzt was im See schwimmt oder nicht, ist eigentlich piepegal. Die Einbindung seiner Backstory aus "Schneller als der Tod" hätte ihm seine Lektorin um die Ohren hauen sollen. Das funzt gar nicht. Und dann gibt es am Ende ein großes Fragezeichen: Was bitte sollte das denn? Besonders geärgert hat mich der ewig lange Anhang -nun gut, das ist wie mit dem Fernseher, kann man anmachen oder auslassen, Anhänge kann man lesen oder auch nicht. Ich fragte mich nur: Wozu sollte ich das lesen? Weil noch Druckbögen übrig waren? Um zu kapieren, wie wahnsinng recherchiert worden ist? Dass z.B.: Sarah Palin drin vorkommt, aber gar nicht gemeint ist? Häh? Oder wie? Oder was? Es weht einen unsympathisch an. Man spürt die Absicht und ist verstimmt. Der Untertitel wird auch für den Leser Programm: Einmal durch die Lesehölle und zurück.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Autor ist nun nicht unbedingt Michael Moore - auch wenn ..., 23. November 2011
Von 
... es doch eventuell manchmal so aussehen mag.
Nachdem Josh Bazell, studierter Literat und Doktor, mit seinem Erstling "Schneller als der Tod", im Original "Beat the Reaper" völlig neue Massstäbe für eine mehr als nur einfach spannende Thriller-Lektuere setzte, geht Leser/in natürlich mit einer gesteigerten Erwartungshaltung an das Folgebuch.
Denn... Fussnoten - noch dazu wissenschaftlich exakte oder einfach nur beissend und voller Ironie und Situationskomik - wo gab es DAS schon einmal?!?

Nun, man könnte sagen, dass er auch mit diesem Werk neue Regeln in der sogenannten Unterhaltungs-Literatur (und nicht nur!) einführt.
Denn... wer sich hier NUR einen Mafia-/Killer-/Verfolgungs-Thriller erwartet, wird zumindest zum Teil ziemlich enttäuscht sein.
Wer sich jedoch auf beissende Gesellschaftskritik an den U.S. of America und nicht nur, gut gemixt mit den absonderlichsten Charakteren, der bestens beworbenen Jagd auf ein Monster im Stile von Nessie - William genannt, Meth-Köchen und -Dealern, auch ein paar Mafiosis, und des plötzlichen Auftauchens der sehr wohl umstrittenen Politikerin Amerikas einlassen mag, ist hier bestens bedient.
Der Autor mischt gekonnt die Frage nach dem Point-of-No-Return in der Klimapolitik - im Anhang superb und bestens insider-informiert von unserer Heldin Violet Hurst erklärt, mit den gtösseren und kleineren Problemen unseres Helden - einst Pietro Brwna, Mafia-Auftragskiller, jetzt Dr. Lionel Azimuth, der uns ebenfalls mit einem Anhang voller beissendster Kommentare beglückt...
Und der, wie immer halt, auf der Flucht vor der Mafia ist, deren Boss ihn für den Tod seines Sohnes dahingemetzelt sehen will!

Und so begibt sich denn Pietro/Lionel im Auftrag des Informatik-Milliardärs Rec Bill (sic!) zusammen mit der wohl mehr als leicht beziehungsgestörten Paläonthologin Violet in das Land der Tausend Seen von Minnesota, um ein Monster zu jagen.
Nein - diesmal seht IH sicher keinen Serienkiller, oder Massenvergewaltiger oder "Kinderfreund" - nein, nein, ein "echtes" Monster, von den Einheimischen liebevoll mit dem Namen William bedacht und jetzt natürlich als "Bill" beworben.
Denn die Leute in der Umgebung des White Lake haben Geld dringend nötig.
Was liegt da näher, als zu einer froehlichen Jagdrunde auf das liebe Tierchen einzuladen?
Eine Jagdrunde, die allerdings auf Waffen, GPS, Video-und Foto-Kameras verzichten muss, soll ... Nun gut, DAS werden wir ja noch sehen.
Alle zahlen einen Haufen Mäuse ein, sogar ein/e prominente/r und sachkundige/r Schiedsrichter/in wird zum Zwecke der Ueberwachung und des Richtens eingeflogen. WER? Lest und staunt!
Auf die Handlung wurde bereits ausreichend eingegangen.
Am überraschenden Ende sitzt Leser/in mit offenem Munde da. Auf so etwas muss einer erst einmal kommen!!
So beschränke ich mich auf den eigentlichen Sinn des Ganzen.

Theorie: Wenn es bald kein Erdöl nicht mehr geben sollte - ich weiss, doppelte Verneinung - WAS DANN? Geben dann wirklich so um die 6 Milliarden Menschen aus verschiedensten Gründen ihre Löffel ab?
Und - wer sucht denn dann die Abzukratzenden aus??
Keiner - Jeder - Gott???
Also - warum - in Gottes Namen - arbeiten die schon Super-Reichen immer noch an ihrem Vorhaben, den Planeten komplett zu demontieren? Haben sie mit all ihren Mäusen eventuell wirklich einen in Reserve im Keller oder Speicher oder wo auch immer? Leben sie eventuell schon garnicht mehr zusammen mit uns Normal-Sterblichen?
Ja - "In Gottes Namen" - denn darum geht es, unter anderem.
Lassen wir's, wie's ist - einer wird's schon richten!!
Und wenn ein Republikanischer Präsidentschafts-Kandidat WIRKLICH das durchführen will, was er ja schon einmal als Governeur von Texas so fleissig proklamierte?
Ich zitiere Autor und Buch hier einmal sehr frei: >>>... zum Beispiel damals, mit ihm (sic!) als Governeur bei einer Dürre drei Tage des "Gebets um Regen im Staate Texas" ausgerufen wurden? Oder einfach DAS verwirklichen, was ihm ja am liebsten wäre, wie er auf die Frage, ob er so etwas auch als Präsident zu tun gedenke, antwortete: Zitat Anfang: >>> "Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir GOTT alles überlassen, dass wir sagen: "Gott - DU musst das alles jetzt für uns in Ordnung bringen!!!">>> Zitate Ende,

So, Freunde - DAS verdaut erst einmal!
Und dies ist nur EINE der Perlen der Weisheit, die der Autor da - hoffentlich vor uns faasungslose Leserinnen und Leser wirft.

Fazit: Dieses Buch sollte eigentlich jede/r lesen, die/der noch ein Fitzelchen Interesse aufbringt für Mutter Erde, Gaia, Mother Earth oder wie wir den äusserst komplexen Organismus, auf dem wir ALLE nun einmal leben, nennen wollen.
Jede/r, der noch ein wenig Ueberlebenswillen in sich spürt, wird dieses Buch nicht zurückweisen oder abkanzeln oder gar als irre Parodie abtun.
Nein, es verdient, auf jede Art und Weise bekannt gemacht zu werden!
Es bietet in äusserst unterhaltsamen und ausgefeiltem Stil einen tiefen Einblick in die Psyche von Politikern, Erdöl-Magnaten, Reichen und Schönen(?) unserer Welt, und noch anderem lustigen Völkchen...
Leute, die die Einsicht und Nächstenliebe in der Grösse einer Erdnuss zu haben scheinen,
Und zu Denen gehoeren WIR doch sicher einmal nicht, oder???
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit..., 30. August 2013
Von 
B. Robert (aus Salzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Einmal durch die Hölle und zurück: Roman (Taschenbuch)
Der längst verstorbene Kunstkritiker Ludwig Hevesi möge mir die Entlehnung seines Zitates verzeihen.
Ich habe mir die meisten Kritiken hier durchgelesen - mitsamt Aussagen wie "ein paar Actionszenen gab's ja, aber sonst war's schwach..." usw. - und mich dennoch entschlossen, das Buch zu kaufen (Nachdem ich "Schneller als der Tod" verschlungen hatte).
Und ich muss gestehen, ich hab mich wieder königlich amüsiert!
Es wieder in der gewohnt zynischen Ich-Form gehalten und mit jeder Menge schwarzem Humor gespickt, sofern man diesen zu verstehen vermag.
Eine Krönung ist der Auftritt Sarah Palin's, mehr sei nicht verraten!
Warum sich manche an der Story an sich stoßen, verstehe ich nicht, Bazell erklärt es ausführlich genug im Anhang am Ende des Buches! Lesen sollte man den halt.
Ausserdem steht es jedem Künstler frei, jene Geschichten zu schreiben, die in seinem Kopf geboren wurden.

Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann dass das Buch viel zu schnell zu Ende war.
Lässt aber auf baldige Fortsetzung hoffen.

Fazit: Wer schräge und richtig gut formulierte Geschichten mag, statt sinnloser Action: lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Raus aus dem Wasser!!, 30. Juli 2013
Von 
St. S. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Der arme Peter Brown alias Pietro Brwna. Der Arzt, welche jahrelang als Auftragskiller für die Mafia arbeitete um dann relativ unsanft auszusteigen und seither von ihr verfolgt zu werden, fand sich gegen Ende von Schneller als der Tod: Roman in einem Becken voller Haifische wieder und seitdem eine gewise Distanz zum Element Wasser pflegt.

Ironie des Schicksals, zumindest des Schicksals von Peter Brown, dass er nun auf Kreuzfahrtschiffen als Arzt verdient. Daher kam ihm das Angebot eines Bekannten nicht so Unrecht: Ein Unternehmer lobt eine Expedition aus, um ein Monster in einem nordamerikanischem See zu finden, dem schon einige Menschen zum Opfer gefallen sind. Dazu wird der Bekannte von Peter eingeladen. Jener möchte aber nicht selbst teilnehmen, sondern schickt stattdessen die offenherzige und überaus attraktive Paläontologin (wie sollte es auch anders sein) und als Aufpasser Peter hin.

Die beiden machen sich gleichsam eines Ermittlerpaars auf die Suche nach dem Monster und stöbern etwas Staub in den langweiligen Kleinstädten im Norden der USA auf, sind auf Kanus auf misteriösen Seen unterwegs, fallen ins Wasser und haben Panik, weil irgendwas da ist, bändeln vielleicht etwas an und so weiter...

Kein Inhalt der einem unbedingt vom Hocker reißt. Das besonders lesenswerte ist, dass Peter durch und durch sexisitsch und (wohl auch menschlich) verdorben ist (obwohl eigentlich ist er ein guter Kerl) und den Leser in schönster Ich-Perspektive an seinen Gedanken teilhaben lässt.

Eine weitere Besonderheit ist, dass etliches mit Fußnoten versehen ist. So gelangt trotz der stringenten Ich-Perspektive auch Hintergrundwissen an den Leser, so mancher witzige Kommentar und Annekdote.

Dass zwischendurch auch Sarah Pallin einen Auftritt hat und ihre politische und geistige Haltung in der Geschichte Niederschlag findet ist amüsant, riecht es doch etwas nach Michael Moore.

Mir hat das Buch und die Geschichte, wohl als einer der wenigen, besser gefallen als der erste Teil. Der soziophobe, verdorbene aber im Grunde herzensgute Peter ist eine Hauptfigur zum gern haben. Das habe ich besser nur in Der Simulant: Roman gelesen.

Was stört sind die zu vielen Fußnoten am Ende: Nicht nur, dass dadurch der Umfang des Buches dadurch wesentlich relativiert wird, es interessiert mich auch einfach die poltische, ökologische und sonstwas Hintergrundgeschichte nicht so sonders. Die medizinischen und handlungstragenden Kommentare waren noch echt witzig, das was hier (lediglich) am Ende dem Leser abverlangt wird ist ungefähr so spannend wie eine Soziologiehausarbeit.

Und genau das führt auch zu dem Punkt Abzug. Ist die Geschichte noch trotz aller Vorhersehbarkeit kurios und unterhaltsam, nervt das Michael Moore typische “Amerika ist böse”Stupid White Men: Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush mitsamt aller Fußnoten und Belege am Ende. Das habe ich einfach übersprungen, so dass ich eine angenehme Sommerlektüre hatte (auch wenn das Schwimmen im Badesee dann von einem mulmigen Gefühl begleitet wurde).

Ein Wort zum eBook: Die Fußnoten funktionieren auch im Kindle gut. Dort hat man sogar den Vorteil, dass, wenn man sie nicht anklickt, man sie nicht sieht. Im Gegensatz zum Buch ist das Geklicke angenehmer als das Blättern.

4 Sterne
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch mit Charme, 3. Januar 2012
Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich eigentlich keine Thriller lese und ich somit auch den ersten Teil nicht gelesen habe. Ich fand es auch nicht zwingend notwendig, den ersten Teil zu kennen. Aber die Leseprobe hat mich begeistert.

Inhalt: Ein sehr reicher Mann, namens Rec Bill, engagiert Dr. Lionell Azimuth, um seine angestellte Paläontolgin, Violet Hurst, auf einer Resise zu begleiten, in der sie prüfen sollen, ob es tatsächlich etwas gibt, das im White Lake wohnt und Menschen tötet.

Ich muss sagen, dass ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, dass der Inhalt eine solche Wendung nimmt, da ich weder durch die Leseprobe, noch durch den Klappentext darauf schließen konnte. Und schon war mein Interesse geweckt und ich wollte unbedingt wissen, was es mit dem vermeidlichen Monster auf sich hat und habe die ganze Zeit gehofft, dass es wirklich etwas in diesem See gibt - ich wurde nicht enttäuscht ;)

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr schnell und man muss nicht lange warten, bis es spannend wird. Während des ganzen Plots wird es nur gelegentlich langatmig, wenn es z.B. um die Vergangenheit von Reggie oder Teng geht, aber das waren nur wenige Seiten.

Während die beiden Protagonisten auf der Suche nach der Wahrheit sind, begegnen sie einigen interessanten Personen und geraten in komische Situationen, die mir gelegentlich nicht ganz schlüssig erschienen. So verhielt es sich auch, als das Rätsel um das Monster aufgelöst wurde. Ganz nach dem Motto "Wir wollten nur wissen, ob und was dort sein Unwesen treibt, jetzt wissen wir es und tschüß!". Dabei hätte mich gerade die Lösung des Problems interessiert.

Am Ende erfährt man auch, welche Motivation Rec Bill hatte, die beiden auf diese Reise zu schicken und der Grund hat mich überhaupt nicht überzeugt, er erschien mir geradezu albern und unreif.

Protagonisten: Sowohl Lionell als auch Violet sind mir unheimlich sympathisch. Wer hier allerdings eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht. Man merkt zwar, dass etwas zwischen den beiden ist, was wohl in erster Linie sexueller Natur ist, es kommt aber zu keinerlei beziehungsähnlichen Zuständen. Trotzdem ergänzen die beiden sich perfekt: er ist reserviert, klug und sarkastisch, um nur einige Charaktereigenschaften zu nennen. Ein typischer Mann, den man gerne in seiner Gesellschaft hätte. Ich musste das eine oder andere Mal herzhaft lachen und das ist mit Sicherheit einer der Gründe, warum mir dieses Buch so gut gefiel. Sie hingegen ist nicht minder klug, zeigt Schwächen, bei denen man sich gut mit ihr identifizieren kann und hat genug Leidenschaft für beide zusammen - in Bezug auf zwischenmenschliche Dinge und was ihren Beruf angeht. Auch die restlichen Personen, die erwähnt wurden, waren gut ausgearbeitet, wirkten gegen Lionell jedoch eher uninteressant, was allerdings nicht schlimm ist.

Stil: Ich weiß gar nicht so Recht, wo ich da anfangen soll, weil gerade der Stil dieses Buch so besonders macht. Die kurzen, klaren, geradezu künstlerischen Sätze hauchten den Protagonisten und der ganzen Geschichte Leben ein. Häufig sind die Sätze, schroff, ehrlich und direkt, was mich sehr gut unterhalten hat. Dies trug auch dazu bei, dass die Dialoge und Monologe "echt" wirkten und sehr realitätsnah waren (nicht nach dem Prinzip: "Hallo, liebe Violet, wie geht es dir heute?" - "Prima und dir, mein lieber Freund?" - ich hoffe, es ist irgendwie verständlich, was ich meine :D)

Auch die Erklärungen in der Fußzeile waren ein stilistisch gekonnter Griff des Autors. Sie wirken wie Randnotizen von Lionell, die er ständig in seinem Kopf mit sich herum trägt, um sich selbst davon zu überzeugen, dass er genau weiß, was er da tut. Mich als Leser hat er damit nicht nur belehrt, sondern auch amüsiert.

Fazit: Wer keinen typischen Thriller erwartet, ist hier genau richtig. Man sollte sich bewusst sein, dass es nicht unbedingt die Geschichte ist, die dieses Buch so lesenswert macht. Es gab so viele Zitate, die ich hier gerne alle anführen würde, aber dann wäre es unsinnig, das Buch noch zu lesen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite durch den Charme des Buches gefesselt und ich finde es sehr schade, dass es nur so wenige Seiten hatte.

Jemand, der Intelligenz und Witz an einem Buch schätzt, sollte einen Platz im Bücherregal reservieren und sich ganz darauf einlassen - ich bereue es nicht.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was ist das denn für eine Fortsetzung???, 18. Januar 2012
Von 
Jens (Dresden, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
"Schneller als der Tod" war packend, sarkastisch, schmutzig, mit genialen Dialogen und natürlich bis zur letzten Minute spannend. Die Story war mit der parallelen Erzählung von Vergangenheit als Killer und dem Alltag als Arzt war in sich schlüssig und trieb die Handlung voran.

Mit dem Christoph Maria Herbst war auch der perfekte Sprecher im Boot! Das war einfach 5 Sterne Unterhaltung!!!

Wie kommt man auf die Idee einen ehemaligen Mafiakiller und jetzigen Schiffsarzt, ein "Seeungeheuer" irgendwo in der US Provinz suchen zu lassen, dann noch Sarah Palin in eine Nebenrolle zu packen und die Zuhörer ständig mit nervenden Fußnoten zu quälen? Die Frage ist ernst gemeint!

Und wer ist überhaupt der Sprecher Steffen Kaminski - ein Milchbubi?

Da ist nix mehr mit Mafia, Gewalt, Sarkasmus und unverblümten Sexphantasien - jetzt ist es eine grotige Anglergeschichte, die in einer Mischung aus Weißer Hai und Jurassic Park nervig dahin köchelt.

Interessant ist auch dass die Produktbeschreibung nicht einmal annähernd den eigentlichen Inhalt der Story wiedergibt und einem eher völlig im Dunkeln lässt was, dass man die eben gekaufte Fortsetzung nicht als solche wahrnehmen sollte. Denn die ist eher Groschenheft-Niveau.

Das Peter jetzt Schiffsarzt ist, könnte man auch problemlos verschweigen ohne das die Story darunter leiden würde. Gleiches trifft eigentlich auch auf seine Mafiavergangeheit zu. Und müsste Peter jetzt nicht irgendwie auch etwas humpeln?

Jeder der jetzt noch Interesse an Josh Bazell haben sollte, dem empfehle ich einfach nochmal "schneller als der Tod" zu hören oder auf eine Fortsetzung zu warten die es wert ist als solche bezeichnet zu werden.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich weiß nicht, was es sein soll - aber es ist genial, 17. November 2011
Von 
Lesezeichen "S.D." (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich denke, das Problem vieler Leser mit dem aktuellen Thriller von Josh Bazell ist, dass er aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen Fortsetzungsroman von "Schneller als der Tod" handelt, die Erwartung geweckt hat, in genau dem gleichen Stil geschrieben zu sein. Weil diese Erwartung wird nur sehr eingeschränkt befriedigt und so kommt es zu einer Menge Irritationen beim Leser, die sich dann - wie man bei vielen Vorrezensenten rauslesen kann - vor allem an der Rolle von Sarah Palin auftut.

Vielleicht ist es sinnvoller, "Einmal durch die Hölle und zurück" (by the way mal wieder eine ziemlich krude deutsche Veränderung des Originaltitel "Wild thing"), als vollkommen eigenständiges Werk zu betrachten und das Erstlingswerk Bazell's mal zu ignorieren. Was dann bleibt, ist ein ziemlich spannender und witziger Thriller mit einem sehr zynischen Protagonisten, der als Arzt mit Killervergangenheit das Rätsel um ein vermeintliches Urzeitungeheuer, das schon einige Menschen getötet hat, zu lösen versucht. Und gleichzeitig ist der Roman voll mit teils verdeckter, teils aber gnadenlos direkter Kritik an der aktuellen politischen Situation der Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und dem seltsamen Mystikhype in der Gesellschaft andererseits.

Im Mittelpunkt der tragenden Story steht der aus "Schneller als der Tod" bereits bekannte ehemalige Mafiakiller Pietro Brwna, der als Lionel Asimuth immer noch als Arzt arbeitet und sich auf einem Kreuzfahrtschiff verdingt. Hier erreicht ihn die Bitte seines "Mentors", für einen Multimillionär als Mitglied einer dubiosen Expedition im White Lake, einem einsamen See irgendwo im Nirgendwo Amerikas, nach einem blutrünstigen Seeungeheuer zu suchen. Dabei bekommt er die äußerst attraktive, allerdings offensichtlich beziehungsgeschädigte Paläontologin Violet Hurst bei Seite gestellt. Da es für die Expeditionsteilnehmer um viel Geld geht, das sie zahlen müssen, wenn das Ungeheuer gefunden ist, engagiert der Expeditionsveranstalter als neutrale Schiedsrichterin ausgerechnet die Tea-Party-Politikerin Sarah Palin.

Und mit Sarah Palin's Auftritt teilt sich die Story und neben der weiter fortschreitenden Haupthandlung entwickelt Bazell eine beißende Satire auf die politischen Strömungen in den USA im Allgemeinen sowie die Tea-Party-Bewegung und deren teils krudes politisches, teils aber auch skurril inhaltliches Programm im Besonderen. Und wie er die Senatorin Alaskas agieren lässt, ist schon bitterböse, gnadenlos komisch und gleichzeitig aber auch durchaus tiefgründig - vor allem aber ziemlich gut recherchiert. Gleichwohl ist für mich nachvollziehbar, dass dies einige Leser deutlich irritiert hat, weil sie eben einen klassischen Thriller à la "Schneller als der Tod" erwartet haben. Und Josh Bazell macht aus seiner eigenen politischen Haltung auch keinen Hehl, was sicherlich auch polarisiert.

Ich persönlich mag den Stil Bazell's und auch sein Stilmittel der Fußnoten, in denen er seinen Protagonisten quasi aus dem "off" teils ernst, meist zynisch-humorvoll die Geschehnisse kommentieren lässt. Auch hat mich der ungewöhnlich lange Nachspann nicht gestört, sondern ich habe höchst interessiert verfolgt, auf welch vielfältigen Quellen die Realbezüge in Josh Bazell's "Einmal durch die Hölle und zurück" fußen.

Für mich sind beide Romane von Josh Bazell einfach erfrischend anders im Thrillergenre und daher gebe ich auch für "Einmal durch die Hölle und zurück" 5 Sterne. Mir hats ausgesprochen gut gefallen.
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Einmal durch die Hölle und zurück: Roman
Einmal durch die Hölle und zurück: Roman von Josh Bazell (Taschenbuch - 13. Dezember 2012)
EUR 9,99
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