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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Halt!
Wer nur das Cover betrachtet, könnte voreilig auf eine russische, melancholische Liebesgeschichte tippen. Aber weit gefehlt!

Beim Autor handelt es sich um einen ziemlich bekannten Sachbuchautor, der Vielerlei über russische und sowjetische Geschichte veröffentlicht hat. Der in London lebende Montefiore hat in Cambridge studiert und arbeitet mit...
Vor 12 Monaten von Christian Döring veröffentlicht

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wolf im Schafspelz
Das Buch besteht aus drei gleich großen Teilen, die in den Jahren 1916, 1939 und 1994 spielen. Das sind wohl die Zeiten, die den Aufstieg der Bolschewiken, deren quasi Blütezeit und den Untergang spiegeln sollen. Das Buch enthält Kernpunkte aus Geschichte, Politik, Literatur, gar der Mentalität, einen bunter Mix aus allem. Der Autor ist ein...
Vor 3 Monaten von Wedma veröffentlicht


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Halt!, 22. Dezember 2013
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Saschenka: Roman (Taschenbuch)
Wer nur das Cover betrachtet, könnte voreilig auf eine russische, melancholische Liebesgeschichte tippen. Aber weit gefehlt!

Beim Autor handelt es sich um einen ziemlich bekannten Sachbuchautor, der Vielerlei über russische und sowjetische Geschichte veröffentlicht hat. Der in London lebende Montefiore hat in Cambridge studiert und arbeitet mit seinem vorliegenden Roman auch ein Stück weit eigene Familiengeschichte auf.

Dieser beeindruckende Roman schafft es sehr schnell "Saschenka" zu einer Person werden zu lassen, die dem Leser sehr nahe kommt. 1916 beginnt die Geschichte. Sie ist detailverliebt geschrieben, so farbig, dass quasi beim Lesen ein innerer Film bei mir mitläuft. "Saschenka" wir mitten in die revolutionären Ideen von Plechanow, Engels, Lassalles, Marx und Lenin hineingezogen.

Montefiore benutzt seine Protagonistin um seinem Leser Russlands und die Geschichte der Sowjetunion des gesamten 20. Jahrhunderts nahe zu bringen. Keine Angst vor Politik oder Geschichte! Gleichzeitig mit der für einen breiten Leserkreis erzählte Historie eines Landes, hat der Autor um eben diese Geschichte das Leben Einzelner beschrieben. Dies ist ihm so gut gelungen, dass sich hier wohl zwei Lesergruppen begegnen werden.

Sehr zu empfehlen!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Russische Geschichte eindrucksvoll an Hand einer fiktiven Fam.-geschichte erzählt ..., 15. Januar 2014
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Saschenka: Roman (Taschenbuch)
Saschenka – bei diesem Buch hat mich erst einmal das Cover dazu bewogen, es in die Hand zu nehmen.

Über Simon Montefiore
Simon Montefiores Vorfahren flüchteten Anfang des zwanzigsten Jahrhundert aus dem zaristischen Russland. Daher rührt das lebenslange Interesse des Autors an dem Land. Geboren 1965, studierte er Geschichte an der Universität Cambridge. Seine Sachbücher erschienen unter dem Namen Simon Sebag Montefiore und wurden auf der Stelle zu Bestsellern. Bei FISCHER Taschenbuch sind folgende Titel lieferbar: ›Katharina die Große und Fürst Potemkin: Eine kaiserliche Affäre‹ (Band 18275), ›Stalin – Am Hof des Roten Zaren‹ (Band 17251), ›Der junge Stalin‹ (Band 17390) und ›Jerusalem. Die Biographie‹ (Band 17631). Simon Montefiore erhielt zahlreiche renommierte Preise und Auszeichnungen. ›Saschenka‹ ist sein erster Roman. Seine Bücher wurden in über fünfunddreißig Sprachen übersetzt. Simon Montefiore ist Mitglied der Royal Society of Literature. Er lebt mit seiner Frau, der Romanautorin Santa Montefiore, und ihren beiden Kindern in London.
Quelle: [...]

Dieser Roman zeigt in drei Zeitebenen die Geschichte einer Familie und einer besonderen Frau. Es ist eine Familiensaga und doch auch viel mehr. Es ist ein Roman einer Zeit.

St. Petersburg im Jahr 1916 … Aufruhr herrscht im damaligen Russland. Eine englische Gouvernante wartet auf ihr Mündel. Schneesturm und Kälte herrschen vor. Saschenka kommt aus dem Institut, vor dem nicht nur ihre Gourvernante wartet, sondern auch die Geheimpolizei, die sie sogleich festnimmt. Was hat das zu bedeuten ???

Soweit ich recherchiert habe, ist die Geschichte um Saschenka nicht auf Tatsachen beruhend – dennoch sind real historische Elemente in die fiktive Handlung eingebunden. Die handelnden Personen sind am Schluss des Buches aufgelistet, hier kann man auch sehen, welche Personen aus der Geschichte in die Handlung eingebunden wurden, die wirklich gelebt haben.

Saschenka war am Smolny Institut – ihr Vater – ein Industrieller mit Namen Baron Samuil Moisejewitsch Zeitlin und ihre Mutter, die eine Anhängerin Rasputins ist, sind ihre Familie. Verschwörung ist es, die den Leser gefangen nimmt, wie kommt Saschenka – eine 16jährige junge Frau in diese Verschwörung und warum und wie hängt alles zusammen. Man muss am Ball bleiben, weil alles so spannend und aufeinander abgestimmt geschrieben ist.

So oder ähnlich hätte es damals wirklich passieren können, ist es vielleicht auch passiert. Die Geschichte gibt ein Stück Zeitgeschichte Russlands wider und stellt diese innerhalb einer Familiengeschichte in drei Generationen dar. Atemberaubend und faszinierend fand ich das Lesevergnügen.

Das Geschriebene geht unter die Haut und man nimmt den Roman mit, auch, wenn man ihn beiseite gelegt hat. Anhand von Saschenka sozusagen, dieser fiktiven Person, erzählt der Autor, der eigentlich Sachbücher schreibt, hier seinen ersten Roman vorlegt, die Geschichte Russlands.

Geschichte so zu erleben ist wirklich angenehm, daher vergebe ich auch absolute Leseempfehlung für Leser, die historische Romane mögen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Roman, den man nicht so schnell vergisst!, 21. Dezember 2013
Von 
miraculum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saschenka (Kindle Edition)
Da ich sehr gern historische Romane lese und mich aufgrund von "Dr. Schiwago" auch für die Historie in Russland interessiere, habe ich mir "Saschenka" auf meinen Kindle geladen.

Der Einstieg ins Buch verlief etwas holprig, so dass ich schon dachte, einen Fehlgriff getätigt zu haben. Das Buch ist in drei Teile gegliedert und erzählt die Geschichte von Saschenka und ihrer Familie über drei Generationen hinweg.

Der erste Teil spielt noch in der Zarenzeit in Sankt Petersburg und beschreibt das Leben der oberen Zehntausend, der Fürsten und Privilegierten. Aber schon in dieser Zeit beginnt sich Widerstand zu regen, die Anfänge der russischen Revolution sind greifbar und Saschenka, eigentlich aus bürgerlichem Elternhaus, mischt sich unter die Revolutionäre. Wie gesagt, dieser Teil hatte auch interessante Stellen, war aber insgesamt etwas langatmig. Erst im zweiten Teil des Buches habe ich verstanden, dass diese Vorgeschichte noch eine wichtige Rolle spielen sollte.

Der zweite Teil des Buches spielt in der Stalinzeit und war für mich der spannenste Teil. Spätestens hier konnte ich das Buch nicht mehr weglegen und habe bis in die Nacht hinein gelesen. Das Familienleben von Saschenka, ihrem Mann, den beiden wunderbaren Kindern und auch ihrem Geliebten hat mich tief berührt. Die ausführliche und eingehende Beschreibung des Terrors zur stalinistischen Zeit in allen Details bildete hierzu einen extremen Kontrast. Dieser Teil hat mich tief erschüttert, weil ich mir den Terror in diesem Ausmaß nicht hätte vorstellen können. Ich hätte die Geschichte gern in diesem zweiten Teil bis zum Ende verfolgt.

Aber es blieb einiges offen, was sich erst im dritten Teil, der 1994 spielt, auflöste. Im dritten Teil wird eine Historikerin beauftragt, die Familiengeschichte zu erforschen. Noch weiß sie nicht, dass auch sie ein Teil der Geschichte ist. Die Beschreibungen dieser Zeit waren nicht mehr ganz so spannend für mich, da es sich ja um jüngste Geschichte handelt, aber auch hier las ich in jeder freien Minute, da es mich zur Auflösung drängte. Die Auflösung war dann fast nicht auszuhalten, so sehr hat sie mich berührt.

Im Nachhinein ist dies ein Buch, das ich nicht so schnell vergessen werde. Es hat mich tief erschüttert und berührt. Wer sich für russische Geschichte etwas interessiert, sollte es in jedem Fall lesen. Ich empfehle es gern weiter.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wolf im Schafspelz, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saschenka: Roman (Taschenbuch)
Das Buch besteht aus drei gleich großen Teilen, die in den Jahren 1916, 1939 und 1994 spielen. Das sind wohl die Zeiten, die den Aufstieg der Bolschewiken, deren quasi Blütezeit und den Untergang spiegeln sollen. Das Buch enthält Kernpunkte aus Geschichte, Politik, Literatur, gar der Mentalität, einen bunter Mix aus allem. Der Autor ist ein Historiker, seine Kenntnisse breitet er vor dem Leser detailgetreu aus. Wer also sich für die Zustände im ehemaligen Russland interessiert, z.B. für die Arbeit der NKWD mit deren Foltermethoden, oder für die Lebensumstände der Reichen kurz vor der Abdankung von Nikolaus II, oder die Besonderheiten der Arbeit in den Archiven in den neunziger Jahren, oder im Allgemeinen, wie das Leben damals so war, für denjenigen ist es eine Fundgrube. Die Darstellung entspricht größtenteils den Tatsachen.

Die Leserinnen, die dieses Buch als eins aus dem Pool der Familiengeschichten a lá Kate Morton, Katherine Webb oder Lucinda Riley sehen, diese werden höchstwahrscheinlich enttäuscht sein. Dafür ist es zu voll von den Dingen aus der Abteilung Politische Geschichte und dazu noch zu dürftig geschrieben.

Der Autor ist eher damit beschäftigt, die Bilder, die historischen Umstände der damaligen Zeit vor dem Betrachter auszubreiten. Dabei lässt er keine Gelegenheit aus, um den Leser zu belehren, die geschilderten Gegebenheiten sogleich zu kommentieren, als ob er gar nicht zulassen möchte, dass der Leser zu seiner eigenen Meinung gelangt. Der Autor muss den Leser stets im Griff haben und ihm prompt seine Meinung aufzudrängen. Nur so wie der Autor es für angebracht hält, hat der Leser die Geschichte zu sehen, darüber zu denken und ja nicht anders. Die Handlung stockt immer wieder.

Der Schreibstil verrät einen Anfänger: Fast kein Fettnäpfchen wurde ausgelassen. Daher ist es weiter nicht verwunderlich, dass manche Rezensenten vor mir den Anfang als holprig beschrieben haben. Ich würde sagen, der Stil ist miserabel und zwar bis zum Schluss. Durch die ersten 125 Seiten musste ich mich regelrecht durchquälen. Und erst nach einem Fünftel des Buches fühlt sich der Autor in der Lage (sehr „geschickt“, muss ich gestehen), dem Leser zumindest einen Faden zu liefern, einen Hauch von Love Story, weshalb man das Lesen fortsetzen sollte.

Die Figuren sind im Allgemeinen gut ausgearbeitet, bloß der Autor lässt manche Nebenfiguren Dialoge führen, die sie sonst nicht geführt hätten, da die Situation ja bekannt sein dürfte. Zudem waren es die Themen, über die man normalerweise lieber nicht sprach. Aber der Autor benutzt seine Figuren ganz ungezwungen in der Tradition von Seifenopern, um die Informationen wenig umständlich für sich an den Leser zu bringen, e.g. die Schilderung der politischen Verhältnisse in Russland im Jahr 1939 auf den Seiten 258-259. Auch dadurch wirken die Figuren unglaubwürdig und der Autor selbst stümperhaft.

Unglaubwürdig waren für mich auch die Hauptpersonen Saschenka und Katinka (richtigerweise sollte sie Katenka heißen) im ersten und im dritten Teil. Beide sind junge Mädchen: Saschenka erst 16, Katenka höchstens 22, aber sie legen so eine persönliche Reife an den Tag, als wären sie bereits lebenserfahrene Frauen.
Katenka, beschrieben als ein Mädchen aus der Provinz, gerade mal nach drei Jahren Studium, aber mit dem Diplom in der Tasche (einen Hochschulabschluss bekam man in Russland in den Zeiten nach min. 5 Jahren Studiums und zwar landesweit) bereitet sich zu ihrer Dissertation vor. Dieses Mädchen also agiert in der Hauptstadt souverän wie eine Agentin 007 und klärt ganz schnell die Dinge, die lange Jahre ein großes Geheimnis waren.
Und Saschenka, eine erfahrene Bolschewikin, die die Spitzel im Jahr 1916 so leicht identifizieren und um den kleinen Finger wickeln konnte, wurde im Jahr 1939 so nachlässig, dass sie nicht daran gedacht haben soll, dass das Hotelzimmer, das offiziell ihrer Zeitschrift zur Verfügung stand, evtl. beobachtet werden könnte. Abhörpraktiken waren damals gang und gäbe. Auch als eine liebende Mutter, wie sie beschrieben ist, hätte sie daran denken müssen. Sie wusste, was auf dem Spiel stand. Der Autor hätte zumindest besser begründen sollen, weshalb es nicht der Fall war. So wie es dasteht, ist es in meinen Augen unglaubwürdig.

Die Schilderung der historischen Persönlichkeiten wie Stalin, Berija, etc. erscheint mir dagegen angemessen und glaubhaft. Aber gut, dort musste der Autor nicht viel erfinden, schlicht gut recherchieren. Und das kann er.

Dagegen das Schreiben ist offensichtlich weniger seine Stärke. Er findet es schwierig, den richtigen Ton treffen und das richtige Maß der Dinge zu finden, z.B. bei den Schilderungen der Mutterliebe von Saschenka, auch alles, was mit den kleinen Kindern zu tun hat, ist zu überzeichnet in rosarote Töne getaucht, zuckersüß und tränenreich.

Die Hauptaussage des Romans fand ich ebenfalls recht enttäuschend. Bis zum Schluss habe ich gehofft, dass der ganze Unfug doch eine gute Wendung findet, aber nein, der Autor hielt es für nötig, statt auf einer positiveren Note das Ganze abzuschließen, mit einer ganz grausigen Foltermethode als Überraschung zum Schluss aufzutrumpfen. Diese Art des Tötens war übrigens nicht unbedingt NKWD-spezifisch. Diese haben auch die Nazis später verwendet, z.B. bei Zoja Kosmodem‘janskaja . Bei Wiki sollte ein Bericht darüber zu finden sein, wer Näheres erfahren möchte.

Nach der letzten Seite drängten sich die Fragen auf: wozu das Ganze bitte? Was wollte der Autor mit all seinen detailreichen Schilderungen, insb. Der NKWD Arbeit und der Folter, erreichen? Eine nette Unterhaltung ist es bestimmt nicht. Wozu sollte es dann dienen? Was wollte er sagen oder beweisen? Soll da etwa die Prämisse „Liebe führt ins Verderben“ (in bestimmten Zeiten unter den bestimmten Umständen) bewiesen werden? Sie stimmt übrigens auch für Romeo und Julia. Oder war es dem Autor eher ein Anliegen mit dem gehobenen Finger in Richtung Osten zu zeigen und lebhaft vor den Augen der Leser die Szenen zu schildern, die beweisen sollten, wie grausam die doch seien? Die Erscheinungsdaten sind für diese Vermutung recht aussagekräftig. Die Originalausgabe erschien in 2008. Angespannte politische Atmosphäre im Kaukasus insgesamt. Russland führte im Sommer einen Blitzkrieg mit Georgien. Das Land kommt im Roman auch vor, gar nicht mal so kurz, auch adäquat dargelegt. Die deutsche Ausgabe erschien im Dezember 2013, kurz vor der Winterolympia in Sochi. Ein Schuft, wer dabei etwas Böses denkt.
Jedenfalls, wenn es dem so ist, es hätte ruhig jemand sein können, der zumindest schreiben kann. Der Autor schafft es nicht, aus all seinem historischen Wissen, einen wirklich spannenden Roman zu erschaffen, der einen richtig packt und den man flüssig und gerne liest.

Kurz zusammengefasst: einen Stern Abzug für den schlechten Schreibstil, einen Stern Abzug für die schriftstellerische Stümperei. Wobei, der Autor hat durchaus seine hellen Momente: manche tiefschürfende Gedanken, gute Beobachtungen, mache treffende Formulierungen. Und einen Stern Abzug für die Idee, bzw. die Prämisse dieses Werkes. Es verbleiben zwei Sterne. Ich wünschte, es wäre anders.

Ein Wolf im Schafspelz ist es insofern, dass der Titel und das Umschlagsfoto eher einen Frauenroman vorgaukeln. Der Klappentext besitzt so gut wie keine Aussagekraft, so dass die potentiellen Leser sich kein adäquates Bild von dem Buch verschaffen können. In Wirklichkeit ist es viel mehr ein Werk aus der Abteilung politische Geschichte Russlands in den Jahren 1916, 1939, 1994 mehr schlecht als recht literarisch aufbereitet.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbedingt lesen, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Saschenka: Roman (Taschenbuch)
Saschenka ist eins der erschütterndsten und spannendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Teil 1 des Buches beginnt im Jahr 1916 in St. Petersburg. Saschenka wird vor dem Smolny-Institut für höhere Töchter von ihrer Gouvernante Lala erwartet und sobald sie aus dem Gebäude kommt verhaftet. Auf Grund der Beschreibung denkt man, dass es sich nur um einen Irrtum handeln kann und Saschenka ein wohlerzogenes junges Mädchen ist. Es gelingt Montefiore wunderbar, den Leser lange bei dem Glauben zu lassen. Ein sehr eigenwilliger Einstieg, aber gut gelungen. Die 3 Teile des Buches zeichnen den Lebensweg von Saschenka, ihren Angehörigen und Freunden auf. Man lernt sehr viel über die damalige Zeit 1916, 1939 und 1994, ohne es als eine Lektion in Geschichte zu erleben. Die Handlungen und Schauplätze sind sehr gut beschrieben und man merkt, dass der Schriftsteller, (selbst Historiker) gut über die Geschichte Bescheid weiß. Dies ist ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat. Es ist so spannend und faszinierend geschrieben, dass man es nicht aus der Hand legen mag. Nach dem Lesen habe ich eine längere Pause machen müssen, um wieder zur Ruhe zu kommen. Ein absolut gelungener Roman, den ich jedem unbedingt zum Lesen empfehlen möchte.
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5.0 von 5 Sternen Russland-Roman, 22. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saschenka (Kindle Edition)
interessant und sehr spannend geschrieben.Endlich mal Geschichtsinformationen über die Stalin-Zeit, von der man ja sehr wenig weiss, da es immer verschwiegen wurde in der ehemaligen DDR
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen viel russische Geschichte, 10. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saschenka (Kindle Edition)
Saschenkas Geschichte spiegelt die politische Geschichte Rußlands, für mich ziemlich realisitisch wieder. Der Sturz des Zaren, die Übernahme der Macht durch die Bolschewiki und nicht zu Letzt die Stalinzeit werden eindrucksvoll in die fiktive Geschichte des Buches mit einbezogen. Saschenka eine überzeugte Bolschewikin wird durch einen fast unbedeutenden Fehler in den Strudel der damaligen Zeit gezogen und besiegelt damit ihr eigenes Schicksal.
Großartiger Autor und großartige Geschichte.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesevergnügen der besonderen Art, 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Saschenka: Roman (Taschenbuch)
Die russische Geschichte steht wieder auf und man ist froh zu dieser Zeit nicht in Russland gelebt zu haben .Ein Roman über eine
ungewöhnliche Frau in einer schweren Zeit in Russland . Farbenprächtig wird das bewegende Leben geschildert .
Spannung auf höchsten Niveau . Nicht ganz so leicht sich die ganzen Figuren mit Namen zu merken aber dafür gibt es ja Hilfe im
Buch bei " Dramatis Personae ". Macht Lust auf mehr russ. Geschichte .Auch die Liebe kommt nicht zu kurz .
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen!, 19. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Saschenka: Roman (Taschenbuch)
Ich kann das Buch nur empfehlen. Das Buch erzählt eine interessante, sehr spannende Geschichte und wie im Vorübergehen lernt man auch noch etwas über russische Mentalität und Geschichte - und zwar aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Zeiten erzählt.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte einer russischen Frau im politischen Wirrwarr zwischen Zar und Stalin, 9. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saschenka (Kindle Edition)
sehr interessantes Buch, vor allem wenn man an der russischen Geschichte interessiert ist. Trotz der schwierigen Namen und politischen Begriffe, gut zu lesen!
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Saschenka: Roman
Saschenka: Roman von Simon Montefiore (Taschenbuch - 5. Dezember 2013)
EUR 10,99
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