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75 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi-Comedy
'Gleich hinter den Geranien lauert das Grauen.'
In dem Kurort mit Bindestrich geht es mal wieder so richtig rund. Schon erstaunlich, wie viel Kriminalität sich in einem so kleinen und vermeintlich idyllischen Ort sammeln kann!
Jennerwein soll einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, ohne dass jemand von dieser Suche erfährt. Kein leichtes...
Veröffentlicht am 23. Februar 2012 von Gospelsinger

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Strudel im Strudel
Zwei verschwundene BKA Beamten die in geheimer Mission das organisierte Verbrechen in Garmisch-Partenkirchen bekämpfen sollten. Ein Wilderer der auf offener Alm einen rechtschaffenen Jagdinspektor erschießt. Ein Abiturient, der von seiner Reise nach Marokko eine Münze mitbringt, für die sich auch gefährliche Personen interessieren. Ein...
Veröffentlicht am 29. April 2012 von R.E.R.


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75 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi-Comedy, 23. Februar 2012
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
'Gleich hinter den Geranien lauert das Grauen.'
In dem Kurort mit Bindestrich geht es mal wieder so richtig rund. Schon erstaunlich, wie viel Kriminalität sich in einem so kleinen und vermeintlich idyllischen Ort sammeln kann!
Jennerwein soll einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, ohne dass jemand von dieser Suche erfährt. Kein leichtes Unterfangen in einem kleinen Ort, an dem sich der Klatsch schneller verbreitet, als ein Ereignis passiert.
Dem geballten Einfallsreichtum seiner Mitarbeiter und einer List des bayerischen Generals Nepumuk von Dattelberger aus dem Jahre 1735 ist es zu verdanken, dass Jennerwein einen glaubwürdigen Scheinangriff erfindet, mittels dessen man die Ermittlungen tarnen kann. Offiziell wird nun also ein Wilderer gesucht; in Wirklichkeit wird dieser von einem Plattdeutsch sprechenden westfälischen Bayern verkörpert.
Und natürlich gestalten sich die Ermittlungen trotz oder wegen dieser Geschichte schwierig, denn Jennerwein bekommt es mit von der Außenwelt abgeschnittene Höhlen und geheimnisvollen Münzen zu tun. Daneben mischen noch die Mafia, Scharfschützen, Wilderer, und Schmuggler im Ruhestand mit, die Kommissar Jennerwein Probleme bereiten. Nein, beschaulich ist dieser Kurort wahrlich nicht.
So richtig ernst nehmen kann man die Krimihandlung nicht, dazu ist sie zu weit hergeholt. Aber die skurrilen Typen und absurden Situationen machen aus dem Buch eine ganz hervorragende Krimi-Comedy, die mir richtig Spaß gemacht hat. Das ist einfach witzig, strotzt vor guten Einfällen, ist gut zu lesen, und genau die richtige Lektüre, um nach einem miesen Tag die schlechte Laune loszuwerden. Wunderbar, diese Serie.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich abgedrehter Regionalkrimi, 6. November 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
Kommissar Jennerwein soll mit seinem Team in einem idyllischen alpenländischen Kurort mit Bindestrich zwei verschwundene BKA-Ermittler ausfindig machen. Da der Auftrag streng geheim gehalten werden muss, greift Jennerwein zu einer List und inszeniert einen Scheinangriff wie anno 1735 der bayerische General Nepomuk von Dattelberger. Der Mann einer Mitarbeiterin, ein plattdeutsch sprechender und in Westfalen lebender Bayer, verkörpert einen einheimischen Wilderer, der wegen Mordes an einem Staatsbeamten gesucht wird.

Diese Deckgeschichte verschafft Jennerwein und seinem Team die Gelegenheit, vermeintlich ungestört und unbeobachtet im Leben der Kurortbewohner herumzuschnüffeln. Unterstützt werden sie von den einheimischen Polzisten Ostler und Hölleisen sowie dem Polizeihund Fritz, der die beiden vermissten Männer aufspüren soll.

Nicht nur wegen der fingierten Handlung um den Wilderer gestalten sich die Ermittlungen schwierig. Ein vorbestraftes Bestatterehepaar mit Kontakten zur sizilianischen Mafia, einheimische Wilderer, Schmuggler, eine osteuropäische Gangsterbande und ein heimliches Liebespaar mischen kräftig mit. Erschwerend kommt hinzu, dass einer der vermissten BKA-Beamten ein besonderer Spezi von Jennerweins Chef Dr. Rosenberger ist.

"Oberwasser" ist der vierte Band einer Reihe des Kabarettisten Jörg Maurer um Kommissar Hubertus Jennerwein und sein Team. Die Handlung dieses Regionalkrimis verläuft noch um einiges kruder und abgedrehter als in obiger, nur unzureichender Inhaltsübersicht dargestellt werden kann. In kleinen Spielszenen taucht immer wieder der gesuchte Wilderer auf, eine Münze mit kryptischer Inschrift spielt eine undurchsichtige, aber tragende Rolle, eine osteuropäische Gaunerbande mit unfähigem Anführer durchkreuzt die Ermittlungen, ein Kanufahrer mit übersteigerten Ambitionen gerät in Lebensgefahr.

Bevölkert wird die Welt des Kurorts mit Bindestrich von skurrilen Typen wie dem Bestatterehepaar Ursel und Ignaz Grasegger mit der Vorliebe für deftiges Essen und den Kontakten zur sizilianischen Mafia, dem verhinderten Liebespaar Holzmayer Veronika (Apotheke) und Mühlriedl Rudi (Sägewerk), denen der Ehebruch einfach nicht gelingen will oder dem wortkargen Hartl Peter, der wegen der zentralen Lage seines Hofs ins Fadenkreuz der Ermittler gerät.

Fazit: Herrlich abgedrehter Regionalkrimi mit Kultcharakter. Unbedingt die Danksagung am Ende des Buches lesen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Dattelbergern, Schmalznudeln und Ratschkatln ..., 28. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
Wieder einmal ist ein idyllischer Kurort im Werdenfelser Land das Ziel krimineller Geschehnisse. Ein Wilderer, der einen Jäger erschießt und sich danach in Luft auflöst?! Ein klarer Fall für Kommissar Jennerwein und sein Team. Aber halt! Wieso konzentriert sich die komplette Mordkomission auf diesen eher unspektakulären Fall und wieso finden die Profis selbst nach tagelanger, intensiver Suche nicht den kleinsten Hinweis? Da muss doch etwas faul sein im Loisachtal. Tatsächlich hat General Dattelberger seine Finger im Spiel; der Wilderer ist nur eine Finte, die von der strenggeheimen Suche nach zwei vermissten BKA-Ermittlern ablenken soll. Kein einfaches Unterfangen für Jennerweins Team, das es mit unterschiedlichsten Herausforderungen zu tun bekommt.

Die Ermittlungen gestalten sich nicht nur polizeilich äußerst interessant; auch sprachlich ist jede einzelne Seite ein Genuss. Eine geballte Ladung Humor, gepaart mit vielen Wortwitzen und Anspielungen und einer Prise Zynismus. Typisch Jörg Maurer halt. Ob der Fall an sich dabei immer logisch und realitätsnah ist, ist eine andere Frage, über die man sich beim Lesen jedoch keine Gedanken macht. Zu gefesselt ist man von anderen Dingen. Die Spannung kommt zwar erst nach und nach auf, aber spätestens ab der Hälfte des Buches will man es gar nicht mehr aus der Hand legen! Anfangs sorgen die vielen verschiedenen Handlungsstränge (und teilweise auch die Sprache) noch für reichlich Verwirrung. Man muss sich, wie bei den ersten Büchern der Reihe, erst langsam eingewöhnen, bevor man es hemmungslos genießen kann.
Die Ermittler sind vielen Lesern bereits aus den vorherigen Büchern bekannt und inzwischen hat man schon eine gewisse Beziehung zu ihnen entwickelt. Jeder von ihnen ist ein Unikat, das man einfach lieb haben muss. Das gemeine Volk, sprich die nicht immer ganz unschuldigen, aber für die Region typischen und untypischen Kurortbewohner, verleihen der Handlung ihren ganz eigenen, besonderen Charme. Ob durch Schmalznudeln, die dorfeigenen Ratschkatln oder die Höllentalklamm, Lust diesem Örtchen mit dem Bindestrich einen Besuch abzustatten bekommt man beim Lesen allemal.

Alles in allem in würdiger vierter Teil einer grandiosen Regionalkrimi-Reihe, die man langsam, aber dafür umso heftiger zu lieben lernt und irgendwann nicht mehr Missen möchte. Hoffentlich gibt es bald Lesenachschub, ohne dass dabei irgendwas gedattelbergert wird! ;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Strudel im Strudel, 29. April 2012
Von 
R.E.R. "R.E.R." - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
Zwei verschwundene BKA Beamten die in geheimer Mission das organisierte Verbrechen in Garmisch-Partenkirchen bekämpfen sollten. Ein Wilderer der auf offener Alm einen rechtschaffenen Jagdinspektor erschießt. Ein Abiturient, der von seiner Reise nach Marokko eine Münze mitbringt, für die sich auch gefährliche Personen interessieren. Ein unterirdisches Versteck, das ein seit Jahrhunderten währendes Geheimnis birgt. Jörg Maurer zieht in seinem neuesten Alpenkrimi "Oberwasser" wieder sämtliche Register um den Leser zu unterhalten aber auch gründlich in die Irre zu führen. Zumindest am Anfang.

Kommissar Jennerwein ermittelt mit seinem bewährten Team bereits zum vierten Mal in der voralpenländischen Idylle. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum er und seine Mannschaft den heiklen und, absolut geheimen, Auftrag bekommen die zwei entführten BKA Beamten zu finden. Um ungestört vor Ort ermitteln zu können muss allerdings erst einmal ein Grund vorliegen. Den schaffen sich die findigen Ermittler kurzerhand selber und gehen bald auf doppelte Verbrecherjagd: eine echte und eine fingierte.

Jörg Maurer Krimis sind wie ulkige Lustspiele. Einfach, heiter, possenhaft und voller Witz. Mir persönlich ging die Gaudi diesmal zu weit, weil die Spannung darunter litt. Unter den vielen Handlungssträngen, Figuren und Nebenschauplätzen muss man sich mühsam den Weg des eigentlichen Verbrechens suchen. Das stört den Lesefluss und ermüdet. Maurer springt aus der Erzählperspektive in den direkten Dialog mit dem Leser. Setzt wie Theaterdialoge inszenierte Kurzkapitel und auch gerne schematische Schaubilder ein. Bei soviel Chaos hatte ich Mühe den roten Faden im Blick zu behalten. Allerdings mündet am Ende alles in einen spektakulären Showdown, der wirklich sehr dramatisch ist. Auch alle offenen Fragen werden geklärt. Durchhalten lohnt sich also.

Aber nur wenn man Lust hat, sich durch die Beschreibung diverser bajuwarischer Eigenheiten, Sitten und Gebräuche, kulinarischer Spezialitäten, regionaler Besonderheiten, geschichtliche Exkurse und sonstige Abwege zu lesen. Sonst sollte man von diesem Krimi, bzw. generell von dieser Reihe, eher die Finger lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solider Alpenkrimi, 26. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
In einem bayerischen Kurort mitten in den Alpen steht Kommissar Jennerwein vor einer schwierigen Aufgabe: Zwei BKA-Beamte sind bei streng vertraulichen Spezialermittlungen spurlos verschwunden. Jennerweins Job ist es nun, die vermissten BKA-Beamten aufzuspüren und die Hintergründe aufzudecken ' ohne dass der Kurort und seine neugierigen Bewohner auch nur das Geringste davon mitbekommen. Die Lösung: Man müsste etwas inszenieren, um von den eigentlichen Ermittlungen abzulenken '
'Oberwasser' ist mein erster Maurer-Krimi. Was mir gut gefallen hat, sind Jörg Maurers Sprachwitz und seine spitzfindigen Wortkreationen. Gegen Ende des Buches war ich allerdings ein bisschen genervt von teilweise übertriebenen Metaphern, die schon sehr schief klangen. Nicht so gut gefallen hat mir, dass Kommissar Hubertus Jennerwein für mich das ganze Buch hindurch sehr profilschwach geblieben ist. Gerade die Figur des Kommissars sollte dem Leser doch Ecken und Kanten bieten und ihn neugierig machen! Das hat mit Jennerwein bei mir leider nicht funktioniert. Meiner Meinung nach kommt die Geschichte auch eher schleppend in Gang und wird von zu vielen Nebensträngen durchbrochen. Richtig spannend wurde es für mich tatsächlich erst nach ca. 260 Seiten, schade eigentlich. Generell fand ich auch die Dialoge gegen Ende etwas übertrieben. Fazit: Kann man lesen, wenn man leicht unterhalten werden will; muss man aber nicht unbedingt gelesen haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jörg Maurer wird - scheinbar - ernsthaft, 20. März 2012
Von 
T. Jannusch "rumble-bee" (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
Der vierte Band einer Erfolgsreihe von Krimis, die im Jahrestakt erscheinen, und auch noch das humoristische Genre bedienen. Da hat man als Leser, auch als Maurer-Fan, schon seine Befürchtungen. Würde nicht der Witz langsam staubig werden? Würde der Autor überhaupt noch eine Handlung erfinden können, die verrückt genug ist, um Kommissar Jennerwein mitsamt seiner schrägen Truppe auf den Plan zu rufen?

Ich bin sehr erleichtert, diese Fragen eindeutig mit 'Ja' beantworten zu können. Dennoch muss ich sagen, dass Herr Maurer sein 'Rezept' schon ein wenig geändert hat. Das ist anders, aber nicht unbedingt schlechter als vorher.

Beinahe unglaublich scheint es, dass das Buch mit einem 'richtigen' Fall beginnt, der nicht einmal ein Mord ist! Zwei verdeckte Ermittler des BKA sind verschwunden, und Jennerwein soll sie ' möglichst unauffällig ' wieder aufspüren. In einem gut besuchten Bindestrich-Kurort hat das aber so seine Schwierigkeiten. Jennerwein greift daher zu einem ungewöhnlichen Mittel: er lässt sich ein Schein-Manöver einfallen, um die Bevölkerung abzulenken. Während nun in Bierstuben, Metzgereien und auf Zeitungsseiten fleißig über den angeblichen, entflohenen 'Wilderer' geratscht wird, streunt Jennerweins Truppe in der Gegend umher, um die Fährte der entwichenen Beamten aufzunehmen.

Ganz ungewöhnlich für Maurer ist dabei, dass es vier sehr klar von einander abgegrenzte Handlungsstränge gibt, die logisch (!) miteinander verzahnt werden: a) aus der Perspektive eines der Verschwundenen, b) Jennerweins skurrile Bemühungen, c) ein allzu neugieriger Kajak-Fahrer, und d) ein Gymnasiast auf numismatischen Abwegen. Doch alle vier Stränge führen letztlich zusammen. Die 'Verstrudelung' nimmt im Laufe des Buches immer mehr Fahrt auf, und es zeigt sich, dass wieder einmal keine einzige Episode 'nebensächlich' war. Alles endet in einem fulminanten Chaos in der 'Höllentalklamm', die ihrem Namen alle Ehre macht. Und selbstverständlich sitzt Jennerweins Truppe am Ende wieder im Bierzelt'

Nicht alle 'running gags' aus den früheren Bänden werden wieder aufgenommen. Nur in homöopathischen Dosen lässt Maurer Anklänge an die ersten Bände durchscheinen. Auch sprüht sein Witz-Feuerwerk deutlich zahmer als zuvor. Er lässt sich geradezu dazu herab, auch rein beschreibende Passagen einzufügen, die einen Absatz lang fast ohne Lacher auskommen. Das dient offenbar dem Hinzugewinn 'neuer' Leser, die auch wirklich einen Krimi erwarten.

Was er allerdings wirklich nicht lassen kann, ist die herzhafte Veralberung des Kurortes ' in diesem Band besonders durch das Auftauchen der Silhouette des Logos in allen möglichen ' und unmöglichen! ' Formen! Köstlich! Auch die Stammtischpolitik, und der renitente Gemeinderat Toni Harrigl, sind wieder am Werk. Etliche skurrile Nebenfiguren bevölkern den Roman, übervölkern ihn aber keineswegs. Und auch die alpenländische und sonstige Musik bekommt in manchen Szenen ihr Fett weg ' was verständlich ist, da Jörg Maurer auch als Musik-Kabarettist Berühmtheit erlangt hat.

Insgesamt würde ich sagen, dass ich mir um Jörg Maurer als Autor nun wirklich keine Sorgen mehr mache. Er reagiert auf Strömungen, und entwickelt sich weiter. Er probiert immer mal wieder Neues aus, und das macht die Reihe um Kommissar Jennerwein so lebendig ' wenngleich die Art von Humor sicherlich 'gemocht' werden muss. Von mir überzeugte vier von fünf Sternen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier hatte der Autor Oberwasser, 24. Januar 2013
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
Jörg Maurer – wer kennt diesen Autoren?

Er stammt aus Garmisch-Partenkirchen und studierte Germanistik, Anglistik, Theaterwissenschaften und Philosophie. Neben seiner Arbeit als Musikkabarettist ist er Autor. Er ist Leiter eines Münchner Theaters.

Föhnlage, Hochsaison und Niedertracht sind weitere seiner Bücher.

In meinem Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte – es hat den Titel Oberwasser – geht es gemeinsam mit dem Kommissar Jennerwein um einen heiklen Auftrag. Wir befinden uns in einem bayerischen Kurort. Ein wohl toter Mensch wird zur Höllentalklamm geschleppt.

Verschwunden ist ein BKA-Ermittler, den Jennerwein finden soll. Aber diese Suche muss heimlich bleiben. Niemand darf davon erfahren. Die anderen denken, er würde nach einem Wilderer suchen. Hier erfährt man einiges über alpenländische Legenden. Hier kommt auch eine Goldmünze ins Spiel, die von einem Münzsammler entdeckt wird. Auf dieser sind kryptische Zeichen zu finden. Dann ist da noch einer, der scharf zu schießen gedenkt.

Dieser Krimi hat es echt in sich, das wäre was, was ich mir verfilmt auch super vorstellen könnte. Die Handlung ist extrem dicht und ständig ist man unter Strom und Spannung, weil immer wieder etwas passiert. Ich mag ja regionale Krimi ganz besonders, und dieser hier „verrät“ sehr viel über Bayern und die Traditionen der Menschen in diesem Landstrich. Die Charaktere kommen sehr bildhaft rüber, werden detailliert beschrieben und sind für den Leser von Beginn an einleuchtend und verständlich vor dessen Augen.

Dieser Krimi ist der vierte vom Autor. Jeder hat aber eine separate Handlung.

Der Autor hat einen ganz eigenen sehr sympatischen – für einen bayerischen Regionalkrimi vollkommen geeigneten – spannenden Schreibstil mit viel Witz und Charme, dieses Buch liest sich innerhalb kürzester Zeit, und schon möchte man den nächsten Teil dieser Krimis lesen.

Oft wird die wörtliche Rede verwendet, die das Buch sehr authentisch macht und die Handlung real rüberkommen lässt.

Ich habe die gesamte kriminalistische Handlung mit den Szenen und auch Benennungen und Erklärungen der bayerischen und regionalen Traditionen sehr genossen. Man gewinnt die Charaktere gleich gern – die bösen natürlich nicht.

Bis zum Schluss wird die Spannung aufrecht erhalten und man kann das Buch nicht zur Seite legen. Man kann sogar mittels einiger Illustrationen (Rätsel) mit raten, was mal was anderes ist und den Leser noch mehr in die Handlung involviert. Jedes Kapitel beginnt mit den kurzen und auf den Punkt bringenden Erklärungen zu Ort usw.

Ich vergebe volle Punktzahl und sage: Suchtgefahr !!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
Zufällig bin ich über den 4. Fall von Kommissar Jennerwein und seinem Team gestolpert, denn irgendwie hatte ich den Erscheinungstermin später in Erinnerung... Mein Glück, dass das Buch jetzt schon zu haben war, so konnte ich die Zwangspause auf der Couch nutzen um im neusten Fall um das sympathische Ermittlerteam zu schmökern, mit zu ermitteln, und den Lokalkolorit zu genießen.
Zwei Beamte des BKA sind während eines Einsatzes verschwunden, und um diesen Einsatz nicht zu gefährden, müssen Kommissar Jennerwein und sein Team unauffällig und im geheimen ermitteln und agieren. Ein Fakefall muss her, um von den eigentlichen Ermittlungen abzulenken - nur was für ein Fall soll das sein? Er muss das Interesse der Öffentlichkeit erregen, die Sympathie auf Täterseite bringen damit die Bevölkerung bereitwilliger plaudert. So ist der Plan, und schließlich gelingt es den Beamten im Falle der verschwundenen Beamten der Wahrheit Stück für Stück näher zu kommen und diese schlussendlich ans Licht zu bringen.
Zugegeben, der Showdown am Schluss und die letztendliche Auflösung bargen nicht die große Überraschung, denn ich ahnte etwas...und diesmal richtig! Aber, Jörg Maurer hat auch beim 4. Teil seiner Ermittlerbande nicht nachgelassen, gekonnt erzählt er eine spannende Geschichte, welche nicht durch den Überraschungsmoment, als durch seine liebenswerten Charaktere, den wunderbaren Lokalkolorit und die einzigartige Darstellung der bayerischen Lebensart besticht. Der Roman macht einfach Spaß, unterhält gut und zeigt einem hier etwas über Reynoldsstrudel und deren Tücken, und übermittelt einfach bayerischen Charme, dem man auch als Franke verfällt.
Gute, solide Krimiunterhaltung mit gehörig Charme und Humor machen dieses Buch aus. Für Liebhaber des Regionalkrimis ein Muss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen vergnügliche Unterhaltung, 17. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Audio CD)
Der Autor spinnt die unterschiedlichsten Handlungsstränge und verwickelt sie so verzwickt miteinander, dass man hofft, die Fäden reißen nicht am Ende, sondern werden glücklich entwirrt. Das humorvolle Lokalkolorit und der Spaß des Autors beim Vorlesen machen das Zuhören zum Vergnügen. Wenn auch mache Passagen etwas überstrapaziert werden und "zu gspinnert" sind, ist Jörg Maurers Krimi lustig - lockere angenehme Unterhaltung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Krimikomödie, 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Oberwasser: Alpenkrimi (Taschenbuch)
In einem Kurort in Bayern verschwinden kurz nacheinander zwei BKA-Beamte, die dort mit geheimen Ermittlungen beschäftigt waren. Kommissar Jennerwein und sein Team sollen die Verschwundenen aufspüren - aber dass sie damit befasst sind, darf niemand erfahren, um die BKA-Mission nicht zu gefährden, und so muss schnell ein falsches Verbrechen her, dessen angebliche Aufklärung als Tarnung der tatsächlichen Nachforschungen dienen kann...

Man sieht: Schon die Ausgangssituation von Jörg Maurers "Oberwasser" bietet reichlich Potential für amüsante Verwicklungen, und dank mehrerer elegant verwobener Nebenhandlungsstränge, in denen unter anderem in außereheliche Affären verstrickte Ortsansässige, ein kajakbegeisterter Manager, ein von einer mysteriösen Münze faszinierter Abiturient und allerlei kleinkriminelles Gelichter mitmischen, ergibt sich eine herrlich absurde Geschichte, die einen bei allem Ernst der Ausgangslage fast auf jeder Seite schmunzeln oder gar laut auflachen lässt. Der Humor blitzt dabei auch noch in den kleinsten Details auf (sei es nun in Jennerweins Kindheitserinnerungen an Gespräche mit seiner Großmutter über den Teufel oder im starken Auftritt eines Eichhörnchens, das selbst einen gestandenen Ganoven das Fürchten lehren kann). Ganz nebenbei glänzt der Roman durch eine Fülle mit leichter Hand eingestreuter literarischer Anspielungen, und auch die sprachliche Gestaltung überzeugt voll und ganz.

Wer einen Heimatkrimi mit viel Humor oder ganz einfach nur eine lustige Lektüre sucht, kann hier nichts falschmachen!
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Oberwasser: Alpenkrimi
Oberwasser: Alpenkrimi von Jörg Maurer (Taschenbuch - 17. Februar 2012)
EUR 9,99
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