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Kundenrezensionen

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am 11. September 2003
Dieses Büchlein ist in einer äusserst asketisch, knappen, farblosen Sprache verfasst. Auch die Geschichte, eigentlich die Lebensgeschichte dieser Frau (Kathrin), wirkt reduziert, so stark, dass man dieses Buch gerne zu Ende gelesen hat.
Was einem das Buch vor allem aufzeigt ist die unaufhaltsame Vergänglichkeit, nicht nur des Lebens auch der Träume. Es zeigt einem das Leben als Fluss, den man weder steuern, noch aufhalten kann. Die skelettartige Ausdrucksweise lässt auch das Leben abmagern bis aufs Skelett, dem Aufwachsen, dem Arbeiten, dem Heiraten und dem Sterben,...
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am 12. November 2001
Wenn Sie immer schon einmal nach Norwegen fahren wollten, Ihnen aber das Geld fehlt, dann lesen Sie doch Peter Stamms kurzen Roman "Ungefähre Landschaft" - ich jedenfalls, der ich auch noch nie dort gewesen bin, konnte mich beim Lesen des Gedankens nicht erwehren, daß Norwegen eben so und nicht anders sein muß: »Die Grenzen lagen unter dem Schnee, der Schnee verband alles, die Dunkelheit deckte alles zu. Die wirklichen Grenzen lagen zwischen Tag und Nacht, zwischen Winter und Sommer, zwischen den Menschen.«
Ungefähre Landschaft erzählt die Geschichte der jungen Mutter und Zollbeamtin Katherine, die in einem gottverlassenen Hafenort im nördlichen Norwegen lebt. Ihre zweite Ehe scheitert, als sie herausfindet, daß ihr Mann sie schon immer nach Strich und Faden belogen hat: seine Vergangenheit, seine Reisen, seine Abenteuer sind nichts als Erfindungen. Jetzt - endlich! - möchte man als Leser ausrufen, der sich nur schwer vorstellen kann, achtundzwangig Jahre seines Lebens in einem solchen Kaff zu verbringen - fällt Katherine die (Schnee-)Decke auf den Kopf. Sie läßt »das Kind« (die einzige Charakterisierung, die Stamm in Bezug auf Katherines Nachwuchs verwendet) bei ihrem Mann und ihrer Mutter zurück und erkundet in einer reichlich planlosen Odyssee per Schiff und Eisenbahn Europa, bis hinunter nach Paris. Das erste Mal in ihrem Leben befindet sie sich südlich des Polarkreises. »Alles, hatte sie gedacht, würde anders sein, jenseits des Polarkreises. [...] Doch diese Welt war nicht viel anders als jene zu Hause. Größer war alles, lauter, die Häuser waren höher, mehr Menschen waren unterwegs, mehr Autos auf den Straßen. Aber sie hatte kaum etwas gesehen, was sie nicht auch schon zu Hause gesehen hatte oder in Tromsø.«
Obwohl der Roman in der dritten Person erzählt wird, sehen die Lesenden die Welt doch mit Katherines Augen (hinter denen sich natürlich Stamms Augen verbergen). Seltsam lethargisch ist dieser Blick. Er fängt Wesentliches ein, ohne es explizit als bedeutsam zu kennzeichnen. Stamm schreibt einen knappen, an einigen Stellen fast naiv wirkenden Stil. Exakt kalkuliertes Understatement, ein wenig unterkühlt, wie die Landschaft und die Charaktere - aber das, was die skizzierende Feder Stamms im Kopf des Lesers enstehen läßt, ist eine Szenerie, die einem vor Schönheit und Stimmigkeit ein ums andere Mal den Atem stocken läßt. Gerade die Armut an plakativen Reizen läßt das Profunde aufleben - der Stil Stamms ist wie eine Öffnung, durch die der Geist einströmen kann, wie eine Atempause, in der plötzlich, ohne daß es sich angedeutet hätte, die Welt zu leuchten beginnt. Nur jemand, der imstande ist, einen ähnlich präzisen, entschlackten Stil zu schreiben, kann wohl ermessen, wie schwer erarbeitet diese »schwebende Leichtigkeit« (Verlagstext) ist.
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am 12. April 2013
Auf dem Buchrücken kann man einen sehr zutreffenden Satz des Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki zu diesem Buch von Peter Stamm lesen: "Ich bin überzeugt, daß wir es mit einem ganz wichtigen und großen Talent der deutschsprachigen Literatur zu tun haben."
Es ist zwar ein recht kurzer Roman (nur 187 Seiten), aber die autentische, gefühlsstarke und mitreissende Geschichte hat mehr Aussagekraft als so manch "dicker Schmöker" eines namhaften deutschen Autors. Sehr schnell wird man von den Erlebnissen und Erfahrungen einer jungen norwegischen Zöllnerin namens Kathrine in Bann gezogen. Die Dialoge sind lebendig, glaubwürdig und mit Tiefgang. Ein sehr schönes Buch mit einfacher aber fesselnder Sprache. Mit manchen Erlebnissen wird sich der Leser / die Leserin identifizieren können.
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TOP 500 REZENSENTam 6. September 2010
Der Schweizer Autor Peter Stamm, entschied sich vor rund zwanzig Jahren gegen seine Tätigkeit als Buchhalter und für eine Arbeit als freier Autor und Journalist. Seine Romane sind literarische Kleinods, psychologisch ausgefeilt und sprachlich reduziert auf das Nötigste. Seine Erzählweise ist distanziert zu Handlung und Personen, auch wenn Beziehungen und Liebe stets im Mittelpunkt stehen.

"Ungefähre Landschaft" dreht sich um Kathrine, eine junge Norwegerin, deren Leben nach zwei Ehen und mit einem Kind, das nicht an ihr und sie nicht an ihm hängt, an einem Wendepunkt steht. Sie beschließt das enge, dunkle Dorf im Norden Norwegens zu verlassen und bricht zu einer Reise mit Schiff und Zug auf, die sie in "wunderbare, bunte Welten" südlich des Polarkreises führen soll "voll seltsamer Tiere und Menschen wie in den Büchern von Jules Verne". So richtig gelingt ihr die Flucht nicht. Ebenso wenig wie der Versuch, zu ihr vorher unbekannten und bekannten Menschen Beziehungen aufzubauen. So kehrt sie, die die Dunkelheit nicht mag und dennoch besser zur Polarnacht passt als zum hellen Tag, in ihr Dorf zurück, zu "meinen Freunden, meiner Mutter und meinem Kind" und zieht Bilanz: "Kathrine zählte. Helge, Thomas, Christian, Morten. Dreitausend Kronen auf dem Konto, ein paar Bücher, ein paar Kleider, ein paar Küchenmaschinen. Ein Laptop. Ein Kind."

Peter Stamms Prosa ist nichts für Leser, die Spannung und Aktion suchen. In seinem Werk stehen nach seinen eigenen Aussagen nicht originelle Inhalte im Mittelpunkt, die von der Qualität des Textes ablenken, sondern die Art, wie erzählt wird. Für Liebhaber der Sprache gehört Peter Stamm zum modernen deutschsprachigen Kanon. Empfehlen möchte ich auch seine Romane "Agnes", "An einem Tag wie diesem" und "Sieben Jahre".
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am 7. Juni 2002
Ich habe noch keinen Roman gelesen, bei dem sich Anfang und Ende so aehnlich waren und in dem sich doch etwas veraendert. Ich kenne kaum ein Buch, dessen Figuren so abstrakt gezeichnet sind und trotzdem leben. Allen voran Kathrin, die Zoellnerin. Sie war fuer mich nie ganz da, aber auch nie ganz weg. Und: Kaum ist man drin in der Geschichte, ist man schon wieder heraus. Ich werde wenig mitnehmen aus ihr, doch dieses Wenige werde ich lange behalten.
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am 28. Februar 2003
Ein großartiger Roman von beeindruckender Schlichtheit. Peter Stamm kommt in seiner Erzählung über Kathrine ohne viel "schmückendes Beiwerk" aus. Aus einfachen, kurzen Sätzen ergibt sich auf nur 187 Seiten ein klares und eindringliches Bild über das Leben der Zöllnerin in ihrer kargen, kalten Heimat hoch im Norden.
Die einsame, verschneite und eher unwirtliche Landschaft spiegelt das Seelenleben und Empfinden der Hauptperson wider.
Der Autor macht Lust auf mehr! Weiter so!
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am 14. Januar 2013
Interessantes Buch über die Schwierigkeit sich für die Liebe zu entscheiden und auch zu erkennen wo sie auf einen zukommt.Die Sprache ist sehr klar und bei der Hauptfigur ist man oft sprachlos, was sie so anstellt und wie lange sie etwas aushält.
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am 12. November 2001
Zweifellos ist Stamm ein begnadeter Erzähler und besitzt einen trockenen, minimalistischen Schreibstil, der einen faszinieren kann. Dass es am Nordkap oben kein Honigschlecken ist, wissen die meisten; doch wer ist in der Lage durch eine derart kurze und knappe Sprache ein so intensives Bild einer kalten Landschaft zu zeichnen?
Nur, was da im hohen Norden abläuft, ist etwas zu banal, um darüber eine ganzen Roman zu schreiben. Aber vielleicht ist es auch eher eine Erzählung. Kathrine, die Protagonistin flieht die Enge der weiten Lanschaft, hat aber keine Chance und findet schliesslich wieder zurück. Wieso sie letztlich wieder zurückkehrt, ist so klar nicht. Ihr einziges, zurückgelassenes Kind, kann es wohl nicht sein. Die Beziehung zu diesem bleibt meist im Dunkeln und der Autor hätte die Figur des Kindes, das im Übrigen meist so genannt wird, auch weglassen können. Wäre ihr dänischer Wunsch-Lover etwas geschickter zu Werke gegangen, hätte sie vielleicht den Weg zurück nicht so schnell gefunden. Jedenfalls vermochte der Autor bei mir das Interesse für die Sorgen und Probleme der Kathrine nicht wirklich zu wecken.
Eine kleine Randbemerkung zum Schluss: Während in Deutschland das Buch der Schweizers Peter Stamm in den Himmel hochgelobt wurde (vgl. M.Reich-Ranicki), fiel es in den Schweizer Medien fast ausnahmslos durch.
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am 29. April 2014
"Ungefähre Landschaft" war nach "Agnes" mein zweiter Roman von Peter Stamm. Anfangs habe ich etwas gebraucht, um mich in die nüchtern, emotionslos und distanziert dargestellte Welt von Kathrine hineinzufinden. Bei "Agnes" hatte ich das nicht so empfunden. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen. Nach und nach hat mich Kathrines Geschichte gefesselt. Die Atmosphäre ist spürbar und plastisch trotz des schmucklosen Schreibstils. Die Sprache ist präzise, kein Wort zuviel. Ein ungewöhnliches Buch, das mich teils fasziniert, aber auch manchmal befremdet. Ich freue mich auf meinen dritten Stamm-Roman! (Off-Topic: Ich war übrigens bei zwei unterschiedlichen Lesungen von Stamm und kann diese nur empfehlen: Eine guter Vorleser und eine beeindruckende, sympathische und angenehme Persönlichkeit.)
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am 5. November 2001
Es gibt nur wenige Bücher, die ich nicht mehr aus der Hand lege. Bei Peter Stamm ist es nun schon zum dritten mal passiert. Ein Leichtlesebuch mit schwerer Kost. Man friert mit, man fühlt den Schnee um die Nase und irgendwie ist es im Leseraum auch bei hellster Beleuchtung zu dunkel - die detaillose und doch genaue Sprache versetzt einen ins Dunkel des nördlichsten Norwegens. Die Sprache läßt der Phantasie freien Lauf - Kopfkino entsteht; und auch als männlicher Leser versetzt man sich in die Frau und ahnt die europäischen Gesellschaftproblematik der normalen Bevölkerung. Ein Weihnachtstip zum Verschenken für die dunkle Jahreszeit - für einen melancholischen Moment und natürlich zum Selberlesen.
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