Kundenrezensionen


39 Rezensionen
5 Sterne:
 (28)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr liebevoll und lustig geschrieben!!!! lesenswert!
Eine wundervolle Familiengeschichte, die immer wieder überrascht! Sie ist überhaupt nicht stereotypisch, so wie die üblichen Bücher über Migrantenfamilien in Deutschland. Die überzeugenden Charaktere sind so ehrlich und liebevoll gezeichnet und vermitteln über eine unheimlich persönliche Perspektive ein Stück...
Veröffentlicht am 17. September 2010 von TeaTime

versus
11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schublade auf - Schublade zu!
Tja. Offenbar ist es nicht nur uns hässlichen Deutschen gegeben, unreflektiertes Vorurteilsdenken auszusprechen und zu verbreiten...

Ich darf mal eben die Hauptinhalte des Werks zusammenfassen:

Alle Politiker ab den Grünen in die linke Richtung sind gut. Alle anderen sind Arschlöcher (nicht meine Wortwahl, sondern die des Autors) oder...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2012 von Ninchen


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr liebevoll und lustig geschrieben!!!! lesenswert!, 17. September 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
Eine wundervolle Familiengeschichte, die immer wieder überrascht! Sie ist überhaupt nicht stereotypisch, so wie die üblichen Bücher über Migrantenfamilien in Deutschland. Die überzeugenden Charaktere sind so ehrlich und liebevoll gezeichnet und vermitteln über eine unheimlich persönliche Perspektive ein Stück bundesrepublikanische Geschichte. Hier wird der Migrant in Deutschland nicht herabgesetzt, oder als "Fremder" mit all seinen Unterschieden dargestellt, sonder witzig, aus einer ganz andere Perspektive, die das Leben in Deutschland nicht als "Schicksal" abtut, sondern als gelebte Identität erzählt. Sehr spannend, authentisch und mit ganz viel Humor hinsichtlich der kleinen Unterschiede, die das multikulturelle Leben so aufregend machen!!!! Ein Buch was zum Verständnis zwischen den Kulturen beiträgt und nicht wie so manch anderes Buch, was eher Gräben gräbt, als zu vermitteln...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durch und durch begeistert!, 21. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
Alexandros Stefanidis ist es gelungen, eine unterhaltsame Familiengeschichte und eine interessante Portion deutsche Zeitgeschichte mit dem brandaktuellen Thema "Integration" zu vereinen, und dabei auch noch ein durch und durch unterhaltsames Buch zu schreiben.

Dabei bleibt "Beim Griechen" niemals Sachbuch oder gar Dokumentation, sondern ist vielmehr eine schonungslos offene und dennoch unglaublich herzliche und respektvolle Darstellung einer Lebensgeschichte - nämliche der seiner eigenen Familie.

Ich musste beim Lesen mehr als einmal Schlucken und mir sowohl das Lachen, als auch hin und wieder die Tränen verkneifen, denn in allen Zeilen diesen Buches spürt man den Respekt und die große Liebe, die der Autor seiner Familie und vor allem seinem Vater entgegenbringt.
Der letzte Satz steht hierbei sinngemäß für das ganze Buch und verdeutlicht den Stolz und Respekt, den der Sohn für seinen Vater - gerade wegen dessen Ecken und Kanten - empfindet.

Das dieses Buch daneben noch ein gutes Beispiel für die mehr als gelungene Integration von (ehemaligen) Gastarbeiterfamilien und die faszinierende Sicht einer "ausländischen" Familie auf die deutsche Gesellschaft ist, war für mich zwar teilweise nebensächlich, sollte aber dennoch nicht unerwähnt bleiben.

Ich sage: Hut ab und großen Respekt für ein tolles Buch!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Buch!, 21. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
Ich lese eigentlich sehr viele Bücher, am liebsten aber Thriller oder Krimis, Simon Beckett zum Beispiel, greife also eher selten zu Sachbüchern. Ich finde die meisten sind einfach fad und langweilig. Und Rezensionen schreibe ich auch nicht so gern. Aber eine Freundin gab mir den Tipp, dieses Buch von Alexandros Stefanidis zu lesen. Sie hat es überschwänglich gelobt und ich dachte: Okay, dann liest du's halt. Ich habe mir eigentlich nicht so viel davon erwartet. Es handelt von seiner griechischen Familie, die in Deutschland eine Taverne eröffnet, "DER GRIECHE". Die Geschichte beginnt im 2. Weltkrieg (mit dem Großvater, der von den Nazis an die Wand gestellt und vor den Augen der Familie erschossen wird), beschreibt die Ankunft der Familie in Deutschland (1963), die ersten Jahre als Gastarbeiter und erzählt von den Siebziger Jahren (RAF, Gründung der Grünen, etc.) bis hinein ins 21. Jahrhundert (11. September) eine Familienstory, die so liebevoll, gefühlig, turbulent, lustig und einfach hinreißend ist, dass ich oft so sehr gerührt war, dass ich weinen musste. Manchmal musste ich auch laut loslachen. Zum Beispiel bei den Szenen, die Stefanidis im Restaurant seiner Eltern beschreibt, wo viele Politiker (Willy Brandt, Petra Kelly, Joschka Fischer, Gysi, usw.) zu Gast waren und er und seine Geschwister als Kinder von Tisch zu Tisch gingen und die Pommes von den Tellern klauten oder Bestellungen bei ihrem Vater abgaben, die gar nicht stimmten! Die Geschichte hat so viele Erinnerungen in mir wachgerufen, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe. Ein großartiges Buch! Ich hab fast Lust, es gleich noch mal zu lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Wirt mit Gefühl, 12. November 2010
Von 
Markus Frost - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
Das Buch ist alles Mögliche, nur eines nicht: langweilig. Man kann es als zeitgeschichtliche Darstellung Deutschlands aus Sicht griechischer Einwanderer sehen, man kann es auch als Stück Familienchronik einer griechischen Familie sehen. Man kann es aber auch als Beitrag zur Integrationsdebatte betrachten. Oder als alles gleichzeitig.

Für mich selbst spielt das zwar durchaus eine Rolle, aber das Wichtigste ist es noch lange nicht. Flüssig, witzig und traurig geschrieben ist es (überwiegend) die Geschichte eines Mannes, der trotz aller Rückschläge eines nie aufgegeben hat: das positive ebenso wie pragmatische Denken: das Beste aus jeder Situation machen, so schlimm sie auch sein mag.

Und das stärkste von allem: Der Autor beschreibt unverblümt all die Schwächen seines Vaters Christoforos Stefanidis (des "Protagonisten, wenn man so will). Und bei all diesen Schwächen (oder gerade deshalb?) ist Christo ein sympathischer Mensch. Ein Mensch mit einem starken Gefühlsleben, der sich nicht nur für seine Mitmenschen interessiert sondern ihnen auch Mitleid und Trost spendet, wenn sie dies brauchen. Am Ende der Lektüre des Buches steht man aufgewühlt da, und das ganz sicher nicht wegen der zeitgeschichtlichen Ereignisse (so interessant sie auch sein mögen).

Wichtig zu erwähnen wäre auch noch, dass das Buch nicht nur ein Plädoyer für Toleranz sondern vor allem auch für Völkerverständigung ist. Eines weiß ich jedenfalls. Wenn ich das nächste Mal in ein griechisches Restaurant gehe, werde ich das mit ganz anderen Augen tun wie bisher.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen empfehlung, 21. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
ich bin kein großer rezensent, dennoch hier meine meinung. als ausländerkind der zweiten generation mit mittlerweile einem eigenen kind war ich an diesem thema wirklich sehr interessiert. ich muss sagen, einfach ein unglaubliches buch. ich wünschte ich hätte es schreiben können oder könnte eines in der art schreiben. ich habe viele parallelen zu der situation meiner eltern entdeckt, die auch mitte der sechsziger jahre nach deutschland kamen. es ist wie von jemand vorher geschrieben geschrieben, absolut nicht stereotyp. das ist das schöne an diesem buch. es gibt so viele situationen die ich selbst heute noch erlebe. absolut eine empfehlung. ich glaube es erweitert die sicht eines deutschen ebenso, wie es auch die sichtweise unserer nachfolgenden generation (en).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsch-Griechisches Meisterwerk, 4. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
Es gibt tausende Autoren und Schriftsteller, die ein Buch schreiben, aber im Grunde nichts zu erzählen haben: Tagebücher abgetakelter Schreiber (Sven Regener, "Meine Jahre mit Hamburg-Heiner", Logbücher), langatmige und nichts sagende Biographien prominenter Politiker ("Guttenberg. Eine Biografie"), zweifelhafte Sachbücher über den Euro (Hans-Olaf Henkel, "Rettet unser Geld"), über das "Glücklich-sein" ("Die zehn Geheimnisse des Glücks") oder diese halblustigen Erfahrungsberichte über italienische, türkische, französische oder polnische Eigenarten (Stefan Ulrich "Quattro Stagioni", Asli Sevinsim "Candlelight Döner"). Wir kaufen diese Bücher, weil wir hoffen, dass sie uns für einen Abend oder eine Woche aus unserem Alltag herausreißen. Unsere Regale sind voll davon, weil wir einem Werbeslogan vertraut ("Sehr empfehlenswert!" "Unbedingt lesen!"), einem Feuilletonisten geglaubt oder dem Tipp einer Freundin nachgegeben haben. Immer seltener passiert es uns, dass wir aus purem Zufall und mit glücklichem Händchen ein Buch aus dieser unübersichtlichen Auswahl an Schrottpapieren herauspicken, ein Buch wie dieses von Alexandros Stefanidis.

Stefanidis will nicht verschrecken, nicht gezwungen lustig sein und sich dadurch anbiedern, er presst nicht einen Kalauer nach dem anderen aus der Feder, bedient keine Klischees bis zum Umfallen, beschäftigt sich nicht mit vermeintlichen Trends und er analysiert nicht unseren Gemütsstand bis wir vor lauter gut gemeinten Ratschlägen Kopfschmerzen haben. Stefanidis will nur eins: Erzählen. Und das, ja, das macht er hervorragend.

Er erzählt die 50-jährige Geschichte einer griechischen Einwandererfamilie in Deutschland, seiner Familie. Im Mittelpunkt steht sein Vater Christo, ein lebensfroher, aufgeschlossener und unverwüstlicher Mann, der mit 24 Jahren von Griechenland nach Deutschland auswandert - mit hundert Drachmen in der Tasche. Natürlich kennt man solche Geschichten, denkt an die typische Gastarbeiter-Story vom armen, mittellosen Migranten... aber diese Geschichte läuft völlig anders. Sie hat mit der typischen Gastarbeiter-Story nichts zu tun. Im Gegenteil: Christo hat einen Traum. Aber zunächst: Er wächst in einem Waisenhaus in Thessaloniki auf, weil sein Vater von Truppen des Waffen-SS vor den Augen der Familie an die Wand gestellt und erschossen wird. Seine Mutter verstummt daraufhin. Im Waisenhaus erlernt er den Beruf des Zimmermanns, mit 17 erhält er seinen ersten Job: Er baut Kinosessel für das erste Kino Thessalonikis, wohnt mit vier gleichaltrigen Kollegen in einem Keller seines Arbeitgebers und muss mit 19 Jahren zum Militärdienst. Kurz darauf stirbt seine Mutter an gebrochenem Herzen. Das jedenfalls erzählt ihm eine Zigeunerin, die ihm sowohl die Vergangenheit erklärt als auch seine Zukunft weist: "Du wirst als alter Mann sterben", sagt sie ihm. "Viel Geld wird durch deine Hände fließen, aber du wirst nicht in der Lage sein, es zusammen zu halten." Er zahlt zwei Drachmen für die Wahrsagung, aber tippt sich dabei an die Stirn. Er glaubt der Zigeunerin nicht. Auch als sie sagt, er werde weit in die Fremde gehen und dort sein Leben verbringen, hält er alles für einen Schwindel. Und dennoch: Auf einem Tanzfest lernt er 1960 seine Frau Maria kennen, sie ist damals 16. Das ist die Zeit, in der zum ersten Mal überlegt auszuwandern, nicht nach Deutschland, sondern nach Brasilien. Aber sein Plan schlägt fehl...im November 1963 landet er samstags in Stuttgart, montags tritt er seine Stelle als Zimmermann bei Bosch an. Er wandert in jenes Land aus, das im Grunde die Zerstörung seiner Familie und seiner Kindheit auf dem Gewissen hat - und trotzdem...

Dies ist die Basis der Geschichte, die Alexandros Stefanidis, Christos Sohn, mit so viel Einfühlungsvermögen und einer Brise Humor erzählt, das einem Leser nur das Herz aufgehen kann. Aber es ist noch nicht einmal die anrührendste, nicht die amüsanteste und auch nicht die beste Passage des Buches. Die darauf folgenden 200 Seiten, auf denen es mal turbulent, mal hoffnungsfroh und oft auch tragisch zugeht, strotzen nur so vor lauter erzählenswerter Geschichten. Die meisten handeln von Christos wahr gewordenem Traum, dem eigenen griechischen Restaurant. Dieses Restaurant namens "Der Grieche" wird nicht nur zum Mittelpunkt der Stories um die Familie, es ist auch der Ausgangspunkt eines wilden Ritts durch die deutsche Geschichte der 70er und 80er Jahre. Willy Brandt kommt zum Gyros-Essen, spätere Mitglieder der RAF treffen sich dort, Siegfried Buback sitzt damals auch im Garten. Die Grünen feiern 1980 - in der Nacht ihrer Gründung - im "Griechen": Petra Kelly, Jürgen Trittin, Joschka Fischer, Jutta Ditfruth.

Vielleicht ist das die Stärke dieses Buches: Alexandros Stefanidis gelingt es, die Geschichte seiner Familie so eng und kontenreich mit der Geschichte Deutschlands zu verweben, dass einem das Herz überläuft und gleichzeitig die Spucke im Mund trocknet.
Vielleicht liegt die Stärke dieses Buches aber auch zwischen den Zeilen: Stefanidis nimmt kein Blatt vor den Mund, er erzählt gleichermaßen von den Stärken und Schwächen seines Vaters und macht ihn damit zu einer zutiefst menschlichen Person, die man als Leser schlicht lieb gewinnen muss. Ebenso verfährt er mit seiner Mutter Maria, seinen Brüdern Aristidis und Georgios und seiner Halbschwester Kitsa.

Ums kurz zu machen: Ich könnte hier seitenweise loben, aber dafür reicht der Platz nicht: "Beim Griechen" ist ein mit leichter Hand geschriebenes deutsch-griechisches Meisterwerk über das Leben (in Deutschland), das griechische Essen, die Politik, das Trinken, über Freundschaft und Familienzusammenhalt und über den Sinn des Lebens.
Wenn ich nur zehn Sterne vergeben könnte!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb, 20. September 2010
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
In den 70er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen, über Umwege und viele unerfreuliche Erfahrungen den Wunsch reifen lassen ein Restaurant zu eröffnen und bis zu einem geachteten Gastronomen seiner Stadt aufzusteigen ist doch beachtenswert. Dies ist die Geschichte der Familie Stefanidis die sich selbst immer treu geblieben ist, ehrlich und freundlich gegenüber ihren Gästen war und es schaffte die Griechische Küche perfekt dem Gast der sich wie in einer Familie aufgehoben fühlte, zu servieren. Es ist die Geschichte eines Gastarbeiters und seiner Familie, seine Sicht auf Deutschland, seine eigenen Probleme und die Probleme seines Gastlandes das ihn und seine Küche einerseits liebte, anderseits aber auch spüren ließ das er nicht vom gleichen Stamm war. Ein Schicksal das viele fleißige Gastarbeiter teilten und mit dem sie alle unterschiedlich umgingen.

BEIM GRIECHEN von Alexandros Stefanidis ist vom Sohn eben dieses Gastarbeiters geschrieben, er erzählt seine und die Geschichte seines Vaters, eines Griechen in Deutschland. Eines Griechen der bei Bosch anfing zu arbeiten, fast schon eingesperrt auf 30 Quadratmetern mit einem Türken, einem Italiener und einem Spanier und wo das Licht aus Kostengründen (?) früh ausgestellt wurde.

Sein Wunsch nach einem eigenen Restaurant war so stark, dass er ihn durchsetzte gegen alle Widerstände. Seine Gäste liebten ihn und auch wenn er oft umziehen musste und das Restaurant seinen Namen öfters änderte, so blieb er seinem Grundsatz doch treu und servierte immer nur beste griechische Küche und empfing seine Gäste wie Freunde und Familienmitglieder.

Das eine bekannte Grüne ihn einmal fast abgeworben hätte, mag man fast nicht glauben, doch es zeigt auf, dass er sein herz auf der Zunge trug.

Alles begann mit dem Restaurant EL GRECO, aus dem viele andere hervor gingen, doch die Familie Stefanidis war immer die Gleiche. Das Buch BEIM GRIECHEN von Alexandros Stefanidis bietet erstmals einen Blick auf die 70er, die 80er und die 90er aus Sicht eines geachteten Gastarbeiters, der nur das Beste für seine Familie wollte und dem es an Fleiß und Tatendrang nicht mangelte.

Empfehlenswert
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Authentische Familiengeschichte, 8. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
"Beim Griechen" ist ein ehrliches und sehr authentisches Buch über eine griechische Familie in Deutschland.
Der Autor, der heute Journalist bei der Süddeutschen ist, erzählt ungeschminkt die interessante
und wendungsreiche Geschichte seiner Familie, die Anfang der 70er Jahre nach Deutschland gekommen
sind und nach zähem Ringen schließlich die Konzession für ein Restaurant in Karlsruhe bekam.
Die Sprache des Authors ist einfach und ehrlich. Das Buch ist gleichzeitig eine kleine Reise durch 30 Jahre bundesdeutsche
Geschichte. Der Autor erinnert an politische Umbrüche und zentrale Wendungspunkte der BRD, die
er oft anhand der meist ziemlich ungeschminkten Meinung seines Vaters Revue passieren lässt.
Habe das Buch als sehr kurzweilig und interessant empfunden. Daher eine Empfehlung von mir.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tsatsiki, Ouzo und die Politik, 13. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
Tsatsiki, Ouzo und die Politik

Wer liebt sie nicht, die Berge von gegrilltem Fleisch, garniert mit Zwiebeln und Zitronen, dazu Tsatsiki, goldgelbe Pommes oder Reis in Tomatensoße ? Und als Nachtisch einen kühlen Ouzo ?

In den siebziger Jahren boomt der in Karlsruhe gegründete "El Greco". Ist er doch weit und breit der einzige Grieche in der Stadt. Und das gebildete Bürgertum schmunzelt wissend, wenn es sich einen Zeus- Spieß oder einen Artemis- Teller bestellt, während die einfache Bevölkerung eher die Fleischberge und die Gastfreundschaft zu schätzen weiß.

In den sechziger Jahren als Gastarbeiter eingereist, hat sich der fleißige Christoforos ein kleines finanzielles Polster geschaffen und eröffnet mit einer - durch viel Glück - bewilligten Lizenz das erste Lokal in der Fächerstadt. Die Frau kocht in der Küche, die beiden Söhne bleiben in Griechenland.

Erst der dritte Sohn Alexandros wächst in Deutschland auf und erlebt das "griechische Wohnzimmer", so nennt der das Lokal, mit staunenden Kinderaugen. Denn der Vater ist politisch aufgeschlossen. Und so wird mal so ganz nebenbei am 13. Januar 1980 die Gründung der GRÜNEN mit sämtlicher Parteiprominenz im "El Greco" gefeiert.
Politiker, Intellektuelle und Engagierte geben sich in der Ettlingerstrasse die Klinke in die Hand, der Laden brummt und alles könnte so schön sein.

Wäre da nicht die latente Ausländerfeindlichkeit, die Pachtverträge, die Konkurrenz, die unehelichen Kinder, die RAF, die Spielsucht und die übertriebene Hilfsbereitschaft des Vaters. So ist es ein ewiges auf und ab, Erfolg und Euphorie werden abgelöst von Enttäuschungen und Schuldenbergen.

Die vom Sohn des geschäftigen Wirts verfasste Biographie einer griechischen Taverne ist eine Familiensaga mit allen Fassetten. Spannend, witzig und kurzweilig erzählt Alexandros die familiären Begebenheiten und spart dabei nicht an Kommentaren und Fußnoten. Einziger kleiner Wermutstropfen: ein wenig mehr Distanz zur politischen Meinung des Vaters hätte dem Buch gut getan. So wird die Intervention der Nato im Kosovo- Konflikt als die Aufgabe des Pazifismus der Grünen bezeichnet. Dies entspricht zwar der Wahrheit, der Grund hierfür, das Massaker von Srebrenica, bleibt jedoch unerwähnt. Nichtsdestotrotz ist "Beim Griechen" eine schöne Lektüre für alle Freunde der gepflegten Unterhaltung und des bekömmlichen Anisschnapses. Jámas!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es fehlen die Worte für dieses wunderbare Werk !!, 29. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb (Taschenbuch)
Ich lese sehr gerne Bücher & das in den verschiedensten Richtungen. Einige Bücher langweilen, eine große Masse ist irgendwo zwischen gut und durchschnittlich, einige wenige sind sehr gut ..... und dann gibt es da zwei oder drei Bücher, bei denen du schon während des Lesens einen Zauber spürst, der auch weit nach dem Lesen anhält - dieses Buch gehört für mich zu dieser seltenen und besonderen Art !

Das Buch führt einen durch 60 Jahre deutscher Geschichte - vom zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit. Diese Geschichte ist allerdings "nur" der Rahmen anhand dessen Stefanidis die Geschichte seiner Familie erzählt - und das immer als unterhaltsamer Erzähler, welcher die deutschen & griechischen Eigenarten beschreibt -> und das auf eine wunderbare Art, die einen immer "mitnimmt" mit allen Gefühlen : Bewunderrung, Spaß und Traurigkeit !

Unverblümt und direkt werden die Stärken und Schwächen des Vaters von Stefanidis beschrieben (der eigentlichen Hauptperson). Und bei allen Schwächen ist sein Vater Christos eine so symphatische Person - oder gerade deshalb ?! Unglaublich schön und berührend ist auch die tiefe Liebe und Bewunderung des Sohnes zu seinem Vater, die immer wieder zu spüren ist !

Es kann noch so vieles über dieses Buch geschreiben werden - ich kann mich hier nur den Meinungen der anderen Rezensionen anschließen : Diese Buch ist ein Meisterwerk über das Leben, die Freundschaft, die Familie und über den Sinn des Lebens !

Gerade in der aktuellen Zeit, in der so ein intolerantes und falsches Bild über Griechenland gemahlt wird ist dieses Buch das beste Pläydoyer für Toleranz und Verständniss !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb
Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb von Alexandros Stefanidis (Taschenbuch - 1. September 2010)
EUR 8,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen