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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer hat Angst vor Senior Bolano?
Ich nicht mehr. Angeregt durch den soeben statt findenden 2666er-Hype und nach dem Lesen der Erzählung 'Labyrinth' in einer Lateinamerika Anthologie wagte nun endlich auch ich mich an einen Roman des Chilenen (der bis vor einem Jahr das war was man einen Geheimtipp nennt) heran.

Gleich mal vorweg ' Wahnsinn!!!! Bolano schreibt wunderbar, in der Weise die...
Veröffentlicht am 24. März 2010 von Jess Sinclair

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Freakartikel über literarische Nachtschattengewächse
Im Vorfeld einer Chilereise habe ich den vorliegenden Roman gelesen. Bolanos Opus Magnus „2666“ hatte mich stark beeindruckt, außerdem interessierte mich die im Klappentext angesprochene Allende-Pinochet-Thematik. Was hat es mit diesem Buch auf sich?
Der Roman beginnt während der Präsidentschaft Salavdor Allendes in den Jahren 1971 und...
Vor 6 Monaten von euripides50 veröffentlicht


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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer hat Angst vor Senior Bolano?, 24. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne: Roman (Taschenbuch)
Ich nicht mehr. Angeregt durch den soeben statt findenden 2666er-Hype und nach dem Lesen der Erzählung 'Labyrinth' in einer Lateinamerika Anthologie wagte nun endlich auch ich mich an einen Roman des Chilenen (der bis vor einem Jahr das war was man einen Geheimtipp nennt) heran.

Gleich mal vorweg ' Wahnsinn!!!! Bolano schreibt wunderbar, in der Weise die ich gerne als 'Kein Wort zu viel und kein Wort zu wenig' bezeichne.

Der Roman beginnt mit einem Rückblick ein paar Jahre vor Pinochets Putsch in Chile und ab nun folgt der Leser den Spuren des sadistischen Carlos Wieder ' charmanter Poet in linken Studentenkreisen unter der Regierung Allende und später von allen verehrter Pilot (der mit seinem Flieger Gedichte in den Himmel schreibt [genauso wie es hier steht]) und Liebling der High Society im Pinochet Regime.

Und schon im ersten Kapitel ist man an das Buch gefesselt denn mit einem schwer zu beschreibenden Paukenschlag (schwer zu beschreibend aber genial wie selten zuvor von mir wo gelesen) führt der Autor den Leser in die rechtsextreme Zeit die ab dem 11. September 1973 Chile beherrschte.

Carlos Wieder ist ein Sadist der in manchen Rückblicken irre Züge zeigt ' doch das bedrückende an dem Roman und der Figur dieses Faschisten ist: dass er in keiner Weise Geisteskrank ist! Carlos Wieder ist einer von diesen vielen Teufeln dieser Zeit.

Roberto Bolano verliert sich dabei nicht in historischen Daten und Fakten, 'Stern in der Ferne' ist ein packender Roman (ich las ihn an einem Tag) und das ideale Buch für Bolano Einsteiger, da es mit knapp unter 200 Seiten in jedem Fall eine einfachere Kost ist als die beiden Ziegelsteine '2666' und 'Die wilden Detektive' (die ich mir nun aber doch auch zu Gemüte führen werde ;-) ) .
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chile im Umbruch..., 20. Juli 2010
Von 
Franziska Huhnke "buecherchaos" (Gütersloh, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne: Roman (Taschenbuch)
Roberto Bolano ist ein Erzähler, der nicht ein Wort zuviel benutzt, aber auch nicht ein Wort zu wenig. Die Geschichte, die er hier heranspinnt, beschreicht den Faschisten Carlos Wieder. Im Chile des Jahres 1973, in dem gerade ein großer Umbruch stattfindet, gibt es viele Dichter, die über die Literatur nachdenken oder sie praktizieren. Der Erzähler selbst wird nachdem Pinochets Schatten über das Land fällt, wie viele andere ins Gefängnis geworfen. Dort wird er Zeuge, wie ein Flugzeug Wörter in den Himel schreibt. Es ist klar, dieser Mensch wird etwas verändern'

Im Laufe des Buches verspürte ich den Drang zu googeln, weil Bolano sich in Aufzählungen von Dichtern dieser oder der Zeit davor verliert und ich nicht dumm bleiben wollte. So etwas hat ein Buch noch nie bei mir geschafft. Dieses frühe Meisterwerk, ich nehme diese Worte nur in den Mund, da ich sie auch wirklich vergebe, spielt mit der Macht eines einzelnen Dichters. Dabei wird dieser Dichter, eher zu einem Monster, dass die damalige Zeit zusätzlich dunkel überschattet. Die Einblicke in das Leben der gehetzten und verratenen ist so brutal und doch nüchtern beschrieben, dass der Leser nicht merkt, wie drastisch der Überlebenskampf damals gewesen sein muss.

Eindrucksvoll auf wenigen Seiten wird eine ganze Lebensgeschichte erzählt, die mehr Menschen in Chile berührt, als ich es für möglich gehalten hätte. Carlos Wieder ist ein bösartiger Dämon in seiner Zeit, der töten ohne Moral und trotzdem erst sehr viel später die Quittung dafür erhält.

Ich sträubte mich '2666' zu lesen, der schwere des Buches wegen, aber nun gibt es keinen Weg mehr daran vorbei, denn wie Bolano mit der Sprache erzählt, dass ist eine Kunst, die ich nicht vergessen möchte. Trotz Hype und allem wünsche ich diesem Buch viele Leser, als Einstiegsdroge in die lateinamerikanische Literatur oder Bolano ist es sehr zu empfehlen.

Bald erscheint der Roman 'Lumpenroman' bei Hanser Erscheinungsdatum: 16. August 2010!

Ansonsten verweise ich natürlich noch mal auf '2666'.

Da 'Stern in der Ferne' auf dem letzten Kapitel von 'Naziliteratur in Amerika' verweist, hier der Tip: Das Buch wird auch neu aufgelegt und erscheint bei Fischer am 11. November 2010.
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5.0 von 5 Sternen der stachel sitzt tief im fleisch, 1. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne: Roman (Taschenbuch)
bolano schreibt wie tollwütig, und die schemenhafte figur, die er hier umreißt, bietet einen schaurigen kontrast dazu in seiner kühlen art, unter der sich eine ebenbürtige tollwut verbirgt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch zum nachdenken, 27. April 2011
Von 
Artemis (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne: Roman (Taschenbuch)
Inhalt: Chile Anfang der siebziger Jahre, zu Beginn der Militärdiktatur. Ein Student, der aus politisch motivierten Gründen inhaftiert wurde, sieht im Gefangenenlager wie ein Flugzeug über den Himmel kreist und Verse an den Himmel schreibt. Später findet er heraus, dass dies sein früherer Kommilitone Carlos Wieder (damals hieß er noch Ruiz-Tagle) war. Wieder wird durch seine aeropoetischen Auftritte zum Aushängeschild der Militärdiktatur. Der Student ist gleichzeitig fasziniert und angeekelt von Wieder, der nicht nur ein Instrument der Diktatur ist sondern auch ein Verbrecher, der Menschen tötete. Doch ist Wieder wie ein Gespenst, das man nicht greifen kann und seine Spur verliert sich immer wieder. Erst im spanischen Exil auf betreiben eines ehemaligen chilenischen Polizisten beginnt der Student durch Studium von Literaturzeitschriften die Verfolgung von Wieder. Doch die Frage ist, wird es ihm gelingen das Gespenst zu finden.

Persönlicher Eindruck: Das Buch war für mich sehr interessant. Doch, um es vorwegzunehmen, man sollte sich ein Lexikon bzw. den Computer an die Seite stellen, da man ein ums andere Mal, Personen, Ausdrücke oder auch geschichtliche Details nachschlagen sollte. Mir persönlich hat dieser Aspekt des Buches gut gefallen, da man sich durch die Nachforschung noch intensiver mit dem Buch auseinandersetzt. Zur Geschichte selbst kann ich sagen, dass ich sie sehr ansprechend fand. Man kann sich gut vorstellen, dass es einen Wieder zur Zeit Pinochets wirklich gegeben hat. Auch steht Wieder für mich persönlich für die Emporkömmlinge, die ihre Chancen nutzen, um während einer Militärdiktatur nach oben zukommen. Ohne darüber nachzudenken wem sie dienen und darüber hinaus selbst zu Verbrechern werden, um nach oben zukommen.

Fazit: Ein sehr literarisches Buch, das einen zum Nachdenken und Nachforschen anregt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vor 2666, 11. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne: Roman (Taschenbuch)
leider wurde dieses gute Buch (scheinbar irrtümlich) auch mit nur einem Stern bewertet.
Schade! Ich kann den 5 Stern Rezension nämlich nicht viel hinzufügen, als das, dass auch jene die von der 2666er Schwarte ein wenig angefressen sind, weil die Erwartungen doch zu hoch waren, mal dieses Buch Bolanos probieren sollten und somit dem Chilenen eine zweite Chance geben könnten.
Das vorliegende Werk ist geprägt von Roberto Bolanos wunderbarer Prosa, in keinem Fall langweilig, sondern im Gegenteil, man kann das Buch nicht mehr aus der Handlegen, vor Spannung und Entzetzen. Der Stoff ist nicht trocken und auch für Leser die an Geschichte weniger interessiert sind so rübergbracht, wie eine gut erzählzte Geschichte sein sollte.
Ich könnte mir vorstellen, wenn mal jemand auf die Idee käme Bolano zu verfilmen, dass gearde dieses Buch es wäre das als Vorlage herhalten müsste.

So soll nun diese Rezension in erster Linie dazu dienen den Durchschnitt der Bewertungen aufzubessern, sodass aus dem Einen oben genannten vielleicht mal nur noch ein Stern n der Ferne wird.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Freakartikel über literarische Nachtschattengewächse, 22. Januar 2014
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne: Roman (Taschenbuch)
Im Vorfeld einer Chilereise habe ich den vorliegenden Roman gelesen. Bolanos Opus Magnus „2666“ hatte mich stark beeindruckt, außerdem interessierte mich die im Klappentext angesprochene Allende-Pinochet-Thematik. Was hat es mit diesem Buch auf sich?
Der Roman beginnt während der Präsidentschaft Salavdor Allendes in den Jahren 1971 und 1972. Ein Kreis junger Geisteswissenschaftler zwischen 17 und 23 Jahren diskutiert in zwei Literaturkreisen über Gedichte, Revolution und die Morgenröte einer neuen Zeit. Der Erzähler, ein achtzehnjähriger Jungdichter und sein Freund Bibiano besuchen das Seminar von Juan Stein, andere sitzen bei Diego Soto. Der einzige, der an beiden teilnimmt ist der geheimnisvolle und gut aussehende Autodidakt Ruiz-Tagle, der seine Texte nicht vorlesen will, in den sich aber die Frauen des Kreises, vor allem die beiden begabten und schönen Zwillinge Veronica und Angelica Garmendia verlieben. Als der Pinochet-Putsch ausbricht, werden viele der linken Dichter verhaftet, die beiden Schwestern werden in ihrem Haus unter Mitwirkung von Ruiz Tagle bestialisch ermordet.
Während seiner Haft in der Nähe von Conception beobachtet der junge Icherzähler vom Gefängnishof aus, wie in ein Jagdflieger beginnt, konservative Gedichtzeilen in den chilenischen Himmel zu schreiben. Dieser Flieger mit Namen Carlos Wieder entpuppt sich als kein anderer als Ruiz Tagle, der dem neuen Regime als literarisches Aushängeschild dient, während es andere Dichter ins Exil treibt. Auch der Icherzähler muss Chile verlassen und wird nur noch über seinen Freund Bibiano über die Vorgänge in Chile auf dem Laufenden gehalten. Juan Stein, der Mentor des ersten Literaturkreises, ein vermeintlicher Neffe eines bedeutenden russischen Generals, tingelt als Reisender in Revolution durch die Welt und wird irgendwann einmal erschossen – oder auch nicht, denn andere Quellen behaupten, er sei in Valdivia an Krebs gestorben. Sein Freund und Partner, der Literaturwissenschaftler Diego Soto emigriert, verbürgerlicht, wird wohlhabend und schließlich auf dem Bahnhof von Perpignan ermordet. Es folgt eine völlig losgelöste Erzählsequenz über einen schwulen Künstler ohne Arme, der mit dem Mund malt und von dem alle rätseln, wie er sich den Hintern abwischt, ehe die Geschichte zu Carlos Wieder zurückkehrt, der inzwischen in Chile immer berühmter geworden ist. Er ist in die Antarktis geflogen, hat im Gewitter weitere Gedichte in den Himmel geschrieben und eine Fotoausstellung in seinem Schlafzimmer organisiert , bei der er seinen geschockten Gäste Bilder von grausamen politischen Morden an Linken zeigt. Im nächsten Kapitel verschwindet Wieder, er löst sich gleichsam auf, wird hier und gesehen und scheint sich in obskuren Zeitschriften unter anderen Namen zu Wort zu melden. Die Jahre vergehen, Nachrichten von seinem Tod machen die Runde, und nach der Wiedereinführung der chilenischen Demokratie beginnen sich Juristen und Literaten mit Wieders Verstrickungen in die politischen Morde der Putschära zu beschäftigen. Inspektor Romero, ein unter Allende berühmter Kriminalbeamter, macht sich auf die Suche nach Wieder und überreicht zu diesem Zweck dem Icherzähler in Barcelona einen Wust von Literaturzeitschriften, die dieser auf Spuren von Wieder hin untersuchen soll. Leider lässt der Autor den Leser an dieser Suche durch die abgedrehtesten Provinzen der Avantgardeliteratur in aller Ausführlichkeit teilhaben, so dass man sich ganze Kapitel lang durch den schrägsten Schund (vgl. die sogenannte „Barbarische Literatur“ auf S. 153) quälen muss. Schließlich identifizieren Romero und der Icherzähler Carlos Wieder unter dem Namen R.P. English als Kameramann eines Pornofilmes und spüren ihn gemeinsam nach einigen Umwegen in einem Vorort von Barcelona auf, wo er von Romero im Auftrag eines reichen Chilenen getötet wird.
Aber Vorsicht. Diese geraffte Zusammenfassung erweckt einen kompakteren Eindruck vom Handlungsverlauf als er sich in dem vorliegenden Buch tatsächlich darbietet. Auch wenn ich mir jetzt den Zorn der gesamten Bolano-Fangemeinde zuziehe: im Unterschied zu "2666", das ich für ein epochales Werk halte, ist dieses Buch quälend langweilig und absolut zerfasert. Abgesehen von ganz wenigen gelungenen Passagen (S. 58 Auslassungen über die Stille) plagt der Autor den Leser mit Literaturmüll und Banalitäten, als gäbe es Zeilengeld für Nebensätze und Einschübe. Das halbe Buch besteht aus der Aufzählung bedeutungsloser Avantgardeliteraten, die entweder an Krebs sterben, verschwinden oder den klassischen Gutmenschentod sterben ( Diego Soto wird von Neonazis erschlagen, als er einer wehrlosen Frau zu Hilfe eilen will). Keine Wirklichkeit des Landes, kein Spannungsbogen, keine psychologisch ausgeleuchteten Gestalten, es war zum Verzweifeln. Über Chile konnte ich aus dem vorliegenden Buch rein gar nichts lernen, und ich bezweifle auch, dass ein Durchschnittschilene mit diesem Freak Artikel für literarische Nachtschattengewächse etwas anfangen kann Der einzige, der mir noch abgedrehter vorkommt als der Autor, ist der SPIEGEL-Rezensent, der dieses Buch im Klappentext allen Ernstes zum „frühen Meisterwerk“ erklärt
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen menschenjagd, 24. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne: Roman (Taschenbuch)
mir stellt sich immer mehr die frage: nach wem oder was jagte bolano zeit seines lebens / seiner schriftstellerischen karriere hinterher?
wieder die suche des einen und die jagd der/des anderen.
was der eine zu ergründen sucht, kann dem anderen eben die beute sein.
auch in diesem roman zieht bolano erst enge kreise, weitet sich dann vor allem in der geografie und schlägt doch irgendwann in form sehr prägnant umrissener nebendarsteller zu.
anfangs ist dieses buch nicht ganz flüssig zu lesen( zahlreichste namen von dichtern hageln auf den leser ein), doch mit zunehmender seitenzahl erschliesst sich einem auch ganz unbewusst der bogen.
ein sehr spannendes ende versöhnte mich am ende mit dem anfang.
einzig einen negativpunkt muß ich angeben, dieser betrifft allerdings den verlag:
den namen einer hauptfigur auf dem buchrücken falsch zu schreiben und noch weitere schreibfehler im buch selbst, zeugen nicht gerade vom besten lektorat.
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3 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?Niemand, niemand!, 25. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Stern in der Ferne (Taschenbuch)
Doch Roberto Bolano hat. Der schwarze Mann kommt nicht aus dem kollektiven Unterbewusstsein, heisst nicht Hannibal Lector und verfügt über übermenschliche Fähigkeiten; der schwarze Mann ist Faschist. Und manchmal ist er auch Dichter. So wie die figuren in seinem Buch "Der Stern in der Ferne".
In diesem Buch geht es um die Verbindung von Kunst und Faschismus. Oder auch das Verschwinden der Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf den Feldern der Kunst und der Politik.
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Stern in der Ferne: Roman
Stern in der Ferne: Roman von Roberto Bolano (Taschenbuch - 9. März 2010)
EUR 8,95
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