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Kundenrezensionen

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am 19. Mai 2015
Ein wundervolles Buch mit einer wundervollen Liebesgeschichte .
Das Buch wird aus der Sicht von Oscar Drai erzählt . Oscar verbringt seine Zeit am liebsten damit durch die einsamen Villenvirtel Barcelonas zu streifen . Eines Tages lernt er dort ein Mädchen kennen Marina und ihren Vater German , dass sich sein Leben von da an völlig verändern wird , ahnt Oscár zu diesem Zeitpunkt nicht !!
Marina und Oscar verbringen eine tolle und gefährliche Zeit im alten Barcelona , zwischen den alten Geheimnissen der Stadt und schaurigen Situationen , entdecken sie die wundervollste Liebe ihrer Zeit . Doch schon bald wird nichts mehr so sein wie es war , zwischen Krankheit , und dunklen Geheimnissen , versucht Oscar seine große Liebe zu retten .
Carlos Ruiz Zafón ist ein Gott unter den Autoren . Wie in allen seinen Büchern gibt es Sätze die man nicht oft genug lesen kann . Da sie so viel bedeuten und einfach alles in einer so verspielten Sprache wiedergeben , dass man nicht anderst kann als ein paar Tränchen zu verdrücken .
Marina ist eine wundervolle Liebesgeschichte zweier Menschen die das Leben leben und hoffen sich dabei nicht zu verlieren !!
Einfach wundervoll !!
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TOP 500 REZENSENTam 11. April 2011
Liest man den Buchrückentext genauer, stellt man fest, dass es sich um das erste Buch von Zafón handelt, in dem er ein magisches und geheimnisvolles Barcelona vor den Augen der Leser entstehen lässt. Wenn Verlage die ersten Bücher von Bestseller-Autoren nachsetzen, bin ich immer etwas skeptisch, denn oft sind diese Bücher einfach nicht so gut und es wird nur der Bekanntheitsgrad des Autors genutzt, um auch diese Erstlinge gut zu verkaufen, doch hier war meine Skepsis unangebracht.

Wie auch in "Der Schatten des Windes" und in "Das Spiel des Engels" ist es das Düstere und Geheimnisvolle von Barcelona, das den Autor gereizt hat und wieder sind seine Handlungsorte eher in den Schatten der Stadt zu finden. Sein Protagonist Óscar Drai lebt in einem Internat und durchstreift in seiner Freizeit die Stadt. Als er in ein vermeintlich verlassenes Haus eindringt, lernt er Marina und ihren Vater German kennen. Marina, die spürt, dass Óscar auf der Suche nach etwas Besonderem ist, führt ihn zu einem unheimlichen Friedhof, auf dem eine in schwarz gekleidete Frau regelmäßig ein Grab besucht. Kurz darauf werden die beiden von der Geschichte um diese Frau gefangen und geraten durch ihre Nachforschungen immer näher an ein lang gehütetes und gefährliches Geheimnis.

Sie stoßen auf die Spur eines geheimnisvollen Liebespaares und ihrer verhängnisvollen Hochzeit und erfahren von der unheilvollen Forschungsarbeit eines der einflussreichsten Männer der Stadt. Doch die Vergangenheit ist noch nicht abgeschlossen und sie greift nach denen, die ihr zu Nahe kommen...

Es ist eine faszinierende Atmosphäre, die Zafón wie ein dunkles Tuch so meisterhaft über seine Figuren und Orte ausbreitet. Düster und melancholisch schimmert die Vergangenheit immer wieder in die Gegenwart und nimmt langsam und bedrohlich Gestalt an.

Ich würde das Ganze eher als Jugendbuch ansehen, das mit mystischen Elementen aufwartet und eindeutig in Richtung Gruselroman tendiert, denn zum Leben erweckte Tote und andere unheimliche Begegnungen mit unwirklichen Gestalten finden sich zu Hauf.

Ab und zu kommen beim Lesen Vergleiche mit den unglücklichen Phantomen und Verdammten in anderen Büchern auf und manchmal meint man, die Figur, zu der alle Wege führen, habe es schon einmal in einer anderen Geschichte gegeben.

Mein Fazit: "Marina" ist spannend und unheimlich und manchmal auch für ein Jugendbuch etwas sehr brutal, aber niemals langweilig. Die Handlung wirkt an einigen Stellen ein wenig konstruiert und kommt einem bekannt vor. Insgesamt erreicht das Buch noch nicht ganz die Qualität, die man von "Der Schatten des Windes" kennt, aber es lässt sich gut lesen und enttäuscht nicht.
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am 23. Dezember 2011
Zafons Sprache ist wie immer: dicht und verführerisch. Wir schlendern mit ihm durch das alte Barcelona, nehmen teil an seiner abenteuerlichen Geschichte - und das ist dieses Mal auch der Kritikpunkt. Diese Geschichte ist zu abenteuerlich, zu abstrus, zu unlogisch. Ich war enttäuscht, Herr Zafon. Zu enttäuscht, um mehr Sterne zu verteilen.
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am 12. April 2011
Der Duft der Freiheit lockt den 15-jährigen Internatsschüler Óscar Drai im Barcelona der 70er Jahre auf die Straßen. Auf einem seiner Streifzüge lernt er Marina kennen, ein junges Mädchen, ebenso hübsch wie geheimnisvoll.
Schon bald verbindet die beiden nicht nur eine tiefe Freundschaft, sondern auch ein dunkles Geheimnis. Auf den Spuren Michail Kolweniks erkunden Marina und Óscar die Stadt und eine düstere Vergangenheit. Die Geschichte des ehemals einflussreichsten Manns Barcelonas ist rätselhaft, jede Spur wirft neue Fragen auf. Als die beiden die wahren Ausmaße der grausamen Geschichte erkennen, ist ihr eigenes Schicksal bereits so eng daran geknüpft, dass ein Ausweg unmöglich erscheint... Und welches Geheimnis umgibt die eigenwillige Marina? Das zarte, verletzliche Mädchen, das Óscars Leben für immer verändern wird?

Marina hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Wie immer schafft es Zafón, in nur wenigen Worten oder Sätzen ganze Städte, Persönlichkeiten, Szenarien zu skizzieren. Die Geschichte hat mich aufgesogen und erst nach Stunden wieder losgelassen, als ich schließlich die letzte Seite umgeblättert und das Buch, den Tränen nahe, weggelegt habe.
Den Tränen nahe? Ja. Denn abseits der erschreckenden und grausamen Geheimnisse Barcelonas, erzählt Marina auch eine wunderbare, tiefe Liebesgeschichte, die mich sehr berührt hat.
Zafóns Sprache zaubert Bilder, erschafft Welten, erzählt die Geschichte nicht nur, sondern erweckt sie zum Leben.
Seine Charaktere sind facettenreich, menschlich, eigenwillig. Sein Barcelona ist ein düsterer Schauplatz, geheimnisumwoben auf eine gleichsam furchteinflößende und faszierende Weise.
Die Geschichte Michail Kolweniks mag in der Tat grausam und realitätsfern sein, aber gerade dieses Fantastische liebe ich an Zafóns Romanen. Es bleibt immer geheimnisvoll und spannend, ein unerklärliches Phänomen, ein schreckliches Schicksal und von den Toten wiedererweckte verzweifelte Seelen.
Wer eine sanfte Liebesgeschichte erwartet, ist mit Marina nicht gut bedient.
Wer in eine fantasievolle Welt mit einer ordentlichen Portion Horror, viel Gänsehaut und einer wunderbaren Geschichte von Freundschaft und Liebe versinken will, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.
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am 20. April 2015
Óscar Drai ist Internatsschüler in Barcelona und liebt es alle Ecken der Stadt zu erkunden. Dabei trifft er auf das Mädchen Marina und schließt sofort Freundschaft mit ihr. Gemeinsam stoßen sie auf einen verwunschenen Friedhof, eine geheimnisvolle Dame in schwarz und immer wieder auf das Symbol eines schwarzen Schmetterlings.

Dieses Buch ist wirklich fulminant gestartet, hat einen ganz soliden Mittelteil und hat mich dann am Schluss durch eine hanebüchene, konstruierte „Auflösung“ regelrecht verärgert. Aber der Reihe nach.
Die Beschreibungen der Stadt sind wirklich hervorragend gelungen, man wandert mit den beiden Jugendlichen durch Barcelona und überlegt derweil schon mal, wann man wohl einen Trip dorthin in den Urlaubsplan quetschen könnte. Sehr detailreich schafft Zafón eine düstere, gruselige Atmosphäre, die dem Flair der Stadt trotzdem gerecht wird. Allgemein ist die Sprache in diesem Buch ganz wundervoll, märchenhaft und sanft. Das Buch liest sich oft wie eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte, z.B. erzählt Óscar, das xyz erzählt, dass abc damals gesagt hat usw. Beim ersten Mal fand ich das noch sehr schön gelöst, aber insgesamt kommt mir diese Schachtelmethode doch etwas zu oft vor und wirkt dann etwas bemüht. Die Lebensgeschichten der Personen werden nur langsam enthüllt und sind in den meisten Fällen etwas fantastisch angehaucht, auch das muss man mögen. So manches Geheimnis deckt der Autor erst am Schluss auf, obwohl man es als Leser doch schon sehr früh erraten kann. Da blieb dann bei mir der große Aha-Effekt aus. Das mag vielleicht daran liegen, dass Marina das Zwischenstück zwischen Zafóns Jugendbüchern und der Erwachsenenliteratur zu bilden scheint und somit doch noch eher auf jugendliches Publikum zugeschnitten wurde; manches wurde eben lieber überdeutlich dargestellt, damit es auch der letzte kapiert. Da wird lieber noch ein Gruselelement mehr draufgepackt, damit es auch wirklich gruselt, noch eine dramatische Entwicklung mehr etc. Insgesamt wäre mir ein etwas subtileres Vorgehen lieber gewesen.

Achtung Minispoiler
Absolut geärgert habe ich mich nicht nur über das Ende, sondern auch über den Arzt Dr. Shelley, dessen Figur ich nur als schlechten Witz auffassen kann. Shelley – Frankenstein – na, klingelts da beim einen oder anderen Leser? Falls das raffinierte unterschwellige Andeutung sein sollte ist die nicht sehr gelungen, Holzhammer trifft es eher.
Minispoiler Ende

Fazit: Insgesamt hat mich das Buch ganz gut unterhalten, aber wirklich begeistern konnte mich dieser laue Ausflug in die Grusel-Jugendbuchabteilung nicht.
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am 11. August 2013
„Würden die Leute auch nur ein Viertel so viel denken, wie sie reden, diese Welt wäre ein Paradies.“

Carlos Ruiz Zafóns Roman „Marina“ führt den Protagonisten Oscar, ein 15-jähriger Schüler eines Internats, durch die schummrigen Straßen Barcelonas. Bei seinen Streifzügen entdeckt er ein mysteriöses Haus, in welches er eindringt und vor Schreck einen wertvollen Gegenstand mitgehen lässt, nichtsahnend welch wertvolle Freundschaft aus diesem Akt der Verzweiflung aufkeimen wird. Reue treibt den Schüler zurück, doch die Hausbewohner Marina und deren Vater Germán nehmen ihn herzlich auf.

„Die Wahrheit findet man nicht, mein Junge. Sie findet einen.“

Marina weiht den jungen Oscar in Geheimnisse ein, die sie tief in den Untergrund der Stadt treiben. Bei ihren Abenteuern, die ins gruslig Phantastische abschweifen, festigt sich ihre Freundschaft. Anders als erwartet ist diese aufblühende Liebe jedoch nicht der Kern des Romans. Ebenso wenig ist Marina der Mittelpunkt der Handlung, es teilt sich vielmehr auf alle tragenden Handlungsträger auf. Lediglich im Schlussteil wird der Grund der Namensgebung für diesen Schauerroman erahnbar.
Inhaltlich muss nichts vorweggegriffen werden, denn der Autor bedient sich verschiedener Genre, sodass die Krimi-Komponente den Leser zum Weiterlesen schier zwingt und jegliches Vorwegnehmen die Spannung raubt.
Carlos Ruiz Zafón bedient sich zahlreicher Sprachbilder, die die Handlung in Düsternis tauchen. Flüssig zu lesen, doch zeitweilig lässt es dem Roman etwas an Logik fehlen. Erwähnungen wie Oscárs Internatsbesuch scheinen irrelevant, wo so gut wie nichts Wichtiges dort angesiedelt wird, aber fragt man sich beispielsweise, warum niemand den jungen Schüler für seine steten unerlaubten Ausflüchte sanktioniert. Doch das ist bei einem Phantasieroman schon verzeihlich.

Der Schlussteil wird emotional. Alle Rätsel sind gelöst, ein Geheimnis wird nun offenbart und die Liebe ist mal wieder märchenhaft romantisch.

„Ihre Gegenwart wurde so dringend, dass mich der Körper zu schmerzen begann. Ich verbrannte innerlich, und niemand und nichts konnte mir Erleichterung verschaffen. Ich wurde zu einer grauen Gestalt in den Gängen. Mein Schatten verschmolz mit den Wänden. Die Tage fielen wie welkes Laub.“

“Marina” bietet einen unterhaltsamen Snack, doch empfehle ich an dieser Stelle vielmehr das Meisterwerk “Schatten des Windes”, in welchem Carlos Ruiz Zafón eine Welt gelungen ist, die man nie wieder verlassen möchte. Ich las es in einer Nacht komplett durch.
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am 24. Januar 2013
Im tristen Barcelona am Anfang des 19.ten Jahrhundert lebt Oscar in einem Internat und nutzt seine wenige Freizeit, um die Straßen der unfreundlichen Stadt zu erkunden. Von einer wunscherschönen Stimme in den Bann gezogen betritt Oscar ein altes Grundstück, das von Marina und ihrem kranken Vater German bewohnt wird. Die Stimme, die von einem Plattenspieler stammt, gehörte einst Marinas Mutter, die früh verstarb.
Marina und Oscar streunen gemeinsam durch Barcelona und Marina zeigt ihrem neuen Freund einen versteckten Friedhof. Dort beobachten sie eine geheimnisvolle, Dame in schwarz, die vor einem Namenlosen Grab steht, Sie folgen ihr auf dem Nachhauseweg und stoßen so auf die mysteriöse Geschichte, des ehemaligen reichen Bürgers Michail Kolwenik, der vor Jahren in seiner Villa verbrannt ist.

Mir selbst hat die Geschichte sehr viel Spaß gemacht und die gruselige Komponente hat mich positiv überrascht. Durch das Talent Zafons, die Aura eines Ortes einzufangen und an den Leser weiterzugeben, konnte ich mich nicht nur vollkommen in die Geschichte hineinversetzen, sondern öffnete auch vorm zu Bett gehen, noch ein Fenster, um den modrigen Geruch verfaulten Fleisches aus meiner Nase zu bekommen.
Die Charaktere bestehen aus einer Mischung kindlicher Hoffnung und bedrückender Melancholie, die perfekt in die damals harte Zeit passen .
Diese kindliche Hoffnung überträgt sich auch auf den Leser, sodass man sich bis zum (eigentlich vorhersehbaren) Ende wünscht, dass die harte Realität ein Nachsehen hat und Oscar mit Marina ein langes und glückliches Leben zu zweit führen dürfen.
Was mich doch ein wenig gestört hat, war der Versuch des Verlages die Geschichte länger erscheinen zu lassen, als sie ist. Die Fans des Autors hätten das Buch auch mit 20 Seiten weniger gelesen, dazu wäre keine freie Seite zwischen jedem kapitel und eine groß gewählte Schrift nötig gewesen.

Trotzdem bekommt dieses Buch meine absolute Leseempfehlung!
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am 21. September 2011
Geht es Ihnen auch so? Ich habe den 'Schatten des Windes' verschlungen und das 'Spiel des Engels' wohlwollend zur Kenntnis genommen. Dann erschien "Marina".

Nachdem ich bei anderen Schriftstellern enttäuscht wurde, schaue ich zumeist auf das ursprüngliche Erscheinungsdatum des Buches und schleiche in jeder Buchhandlung um die Auslage.
Und siehe da, auch dieses Buch wurde eigentlich vor seinen beiden Welt-Bestsellern geschrieben. Als es mir beim sechsten Mal immer noch in den Fingern juckt, kaufe ich das Buch.

Zum Roman:

Der junge Held des Romans, Oscar Drai, lebt in einem Internat in Barcelona. Er streift gern durch die verwunschenen Villenviertel, und lernt dabei eines Tages Marina kennen. Er verliebt sich augenblicklich und wird über Umwege in eine Geschichte hineingezogen, die sein Leben verändern wird. Weitere Inhaltsangaben erspare ich mir, dazu erfahren Sie genug auf anderen Seiten.

Es geht um Liebe, Freundschaft, Familie, Wahrheit, Lügen und die Segnungen des Geldes. Das alles verpackt Zafon auf für ihn kurzen 350 Seiten. Und er macht es gut.

Ausgehend von seinen beiden Welt-Bestsellern, erwartete ich, wieder in eine dunkle, geheimnisvolle Atmosphäre gezogen zu werden. Und Zafon gelingt es auch hier, die dunklen Gassen, die verfallenen Villen oder verwunschene Friedhöfe vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Einzelne, wunderbare Sätze stechen immer wieder aus der Geschichte heraus. Mit Worte beschreiben ' das kann Zafon perfekt.

Oscar Drai und Marina werden lebendig, bewegen sich vor dem Text in der Luft und auch die Liebesgeschichte der beiden wird glaubhaft geschildert. Die Entwicklung von Oscar als Teenager ist gelungen und die Geschichte in der Geschichte (ein typisches Markenzeichen Zafons) gibt es auch wieder (wenn auch nicht nach meinem Geschmack).

Die Handlung hat mich nur bedingt angesprochen. Denn Zafon webt in seine Liebesgeschichte einen spirituellen und übersinnlichen Stil ein, der auf mich unglaubhaft wirkt. Das trifft nicht meinen Geschmack, aber vielleicht den ihren.

Für die Handlung wiederum spricht, dass ich bis zum Ende drangeblieben bin.

Zur Wertung:

Originalität: ***
Charakterzeichnung: ****
Handlung: ***
Sprache: *****
Humor: *
Gesamtwertung: 3,5 / 5
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am 22. August 2011
Bei "Marina" handelt es sich nicht um einen neuen Roman von Zafón, sondern es ist einer seiner ersten, der nur bisher nicht auf Deutsch erschienen war.

Schon das mysteriöse Cover macht einen neuen Leser auf dieses Buch aufmerksam.

Bereits auf den ersten Seiten war ich schon von Zafóns Sprache gefesselt. Er hat einfach so eine gewisse Art zu schreiben. Der Schreibstil in diesem Buch ist zwar recht einfach gehalten (anders als bei "Im Schatten des Windes"), aber die Wortwahl, seine Metaphern (Herz rast wie Kastagnetten) ziehen einen in den Bann.

Zunächst einmal liest sich das Buch auf den ersten Seiten wie ein leichter Liebesroman. Oscar, ein 15 jähriger Internatsschüler lernt auf seiner Erkundungstour durch das verlassene Villenviertel die gleichaltrige Marina kennen und verguckt sich in sie. Oscar hatte Marinas Vater die kostbare Taschenuhr unwillentlich gestohlen und beim Zurückbringen dieser Uhr begegnen sie sich das erste Mal. Oscar ist sofort von ihr fasziniert. Er lernt sie und ihren "kranken" Vater näher kennen und lieben. Er selbst hat nur wenig Kontakt zu seinen Eltern und da ergreift er die Chance in den Ferien diese lieber mit und bei seiner neuen Freundin zu verbringen als allein im Internat. Aus der Liebesgeschichte entwickelt sich im Verlauf des Buches allerdings immer mehr eine Detektivgeschichte, denn die 2 jungen Menschen decken ein Geheimnis auf über den ehemals reichsten Mann Barcelonas. Aber es gibt nicht nur ein Mysterium um den ehemals reichsten Mann Barcelonas, denn auch Marina hat ein Geheimnis. Mehr soll hier an der Stelle nicht verraten werden.

Das Buch liest sich flüssig und man kann kaum aufhören, da man endlich selbst das Geheimnis aufdecken möchte.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war die teils etwas holprige Übersetzung. Da war dann an der ein oder anderen Stelle einfach nur mal wortwörtlich übersetzt, aber so manches Sprichwort/ geflügeltes Wort lautet im Deutschen einfach manchmal anders.

Fazit: Tolles Buch mit minimalen Schwächen. Für jemanden, der es mag, wenn in Romanen Fiktion und Realität miteinander verwoben werden, so dass man kaum weiß, was real ist und was nicht. Ich spreche meine Kaufempfehlung aus, aber ich bin auch ein Fan von Zafóns Büchern.
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Óscar Drai, der in einem Internat in Barcelona lebt, erkundet in seiner spärlichen Freizeit am liebsten das verwunschene Villenviertel der Stadt. Auf einem seiner Streifzüge lernt er dabei ein faszinierendes Mädchen kennen ' Marina.

Ab sofort verbringt Òscar jede frei Minute mit Marina und ihrem Vater Germán, die in einer der alten Villen leben. Ein ungewöhnliches Abenteuer beginnt für Òscar und Marina, als sie eines Tages einer Dame in Schwarz folgen, denn diese führt die beiden auf die Spur von Michail Kolwenik ' dem ehemals reichsten Mann Barcelonas. Diesen umgibt ein düsteres Geheimnis und schon bald befinden sich Òscar und Marina in großer Gefahr. Darüber hinaus ist jedoch auch Marina nicht vollkommen aufrichtig zu Òscar' als dieser schlussendlich hinter ihr Geheimnis kommt, ist es schon längst zu spät'

Nachdem ich bereits drei Bücher von Carlos Ruiz Zafón gelesen habe, war ich natürlich auch wahnsinnig gespannt auf 'Marina' und hatte hohe Erwartungen an dieses Buch. Dieser Erwartungen wurden glücklicherweise auch erfüllt, denn sobald ich 'Marina' zu lesen begann, war ich ein weiteres Mal absolut begeistert.

Mit seinem außergewöhnlich poetischen Schreibstil schaffte es Zafón mich vom ersten Satz an wieder vollkommen in seinen Bann zu ziehen und entführte mich wieder in sein magisches Barcelona.

Natürlich legte ich das Buch jedes Mal nur sehr ungerne wieder aus der Hand, denn ich war wirklich in den Bann der Geschichte rund um Òscar und Marina gezogen. Carlos Ruiz Zafón schafft es einfach immer wieder mich hineinzuwerfen in ein Abenteuer, das einem buchstäblich den Atem raubt.

Weder düstere Geheimnisse, noch mysteriöse Geschehnisse und teilweise furchteinflössende Begegnungen kommen dabei zu kurz. Darüber hinaus spielen jedoch auch zwischenmenschliche Beziehungen immer wieder eine wichtige Rolle in Zafóns Geschichten' im Falle von 'Marina' natürlich die zarte, aber äußerst zerbrechliche Freundschaft zwischen Óscar und Marina.

Diese Mischung gepaart mit dem schon erwähnten absolut unverwechselbaren Schreibstil von Carlos Ruiz Zafón sind es schlussendlich auch, die diese Geschichte für mich zu einem vollkommen einzigartigem Erlebnis für mich machen. Und so kann ich dem Buch klarerweise auch nur 5 von 5 Sterne verleihen.
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