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210 von 225 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genau hinschauen!
"Marina" ist ein guter Roman: spannend, mitreißend und geheimnisvoll erzählt er mehr als nur eine Liebesgeschichte. Doch "Marina" ist nicht das, was ich erwartet habe.
Im Vorwort zu diesem Roman spricht Zafón davon, dass dieses Buch sein liebstes sei, dessen Veröffentlichung ihm aber den meisten Verdruss beschert habe, da aus ihm etwas gemacht...
Veröffentlicht am 10. April 2011 von Ailis

versus
106 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schade
Ich würde niemals behaupten, dass Zafon in der Lage ist, ein schlechtes Buch zu schreiben. Aber wenn sein nächstes und übernächstes Buch genauso gestrickt ist wie "Spiel des Engels" und "Marina", dann möchte ich behaupten, dass er entweder immer wieder die alten Strickmuster anwendet, oder dass ihm nichts mehr einfällt. "Schatten des Windes"...
Veröffentlicht am 28. Mai 2011 von Hermine, "mina2010"


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erinnerungen an längst vergessene Träume, 7. August 2011
Von 
Chaostante - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was seht ihr auf einem Friedhof?
Alte Gräber, verwelkte Blumen, Ruhe und Stille?
Marina sieht Erinnerungen hunderter Menschen, Leben, Gefühle, Illusionen, vergessene Träume, zu viele Enttäuschungen und Irrtümer. All das wird für immer fest gehalten.

Der Internatsschüler Oscar lernt Marina kennen, als er ihrem Vater die versehentlich gestohlene Uhr zurück bringt.
Auf die Frage warum er in das Haus eingebrochen sei, stammelt er "Ich bin kein Dieb. Es gibt für alles eine Erklärung. Wenn ich es gewagt habe, in ihr Haus einzudringen, dann, weil ich glaubte, es sein unbewohnt.."

«Ende der siebziger Jahre war Barcelona eine Fata Morgana von Boulevards und engen Gässchen, wo man alleine beim Betreten eines Hausflurs oder eines Cafés dreißig oder vierzig Jahre in die Vergangenheit zurückreisen konnte. In dieser magischen Stadt verliefen Zeit und Erinnerung, Geschichte und Fiktion wie Aquarelle im Regen. Dort war es, wo Kathedralen und aus Fabeln entsprungene Häuser im Klang von nicht mehr existierenden Straßen die Kulisse zu dieser Geschichte bildeten.»
[«Marina» von Carlos Ruiz Zafón; S. 13]

Es war das Geheimnisvolle, die Aura des Hauses, die ihn angezogen hat. Genauso geht es ihm auch mit Marina. Sie verabreden sich für den nächsten Tag und gehen zu einem alten Friedhof. Dort sehen sie eine schwarz gekleidete Frau, sie kommt jeden Sonntag um 10 Uhr, um eine Rose auf das Grab zu legen. Das Grab ist nicht im Register eingetragen und auf dem Grabstein steht kein Name.
Sie verfolgen die Frau und landen in einem alten Gewächshaus in dem schon lange keine Blumen mehr geblüht haben. Und erleben ein mörderisches Abenteuer, das sie nicht mehr loslässt. Sie scheinen verfolgt zu werden, sogar nach ihrem Leben wird getrachtet.
Trotzdem lässt sie die Geschichte, auf die sie gestoßen sind, nicht los und sie beginnen einen längst vergessenen Fall zu lösen.

Ich muss gestehen, dass ich bisher zu Carlos Ruiz Zafón keinen Zugang gefunden habe. Dieses Buch belehrt mich eines Besseren. Der Schreibstil ist wunderbar, die Sprache stilecht. Schon der erste Absatz zieht den Leser in die Tiefen des Buches und man ist erst bereit aufzutauchen, wenn der letzte Satz geschrieben ist.
Die Vergleiche der Sprachvielfalt "Mein Puls - Kastagnetten" sind witzig und mystisch zugleich. Das Buch ist eine Mischung aus Krimi, Mysteriethriller und Liebesroman.

Carlos Ruiz Zafón führt uns in sein geliebtes Barcelona und schafft es eine magische, wie auch düstere Atmosphäre aufzubauen. Wer schon mal in Barcelona war, wird noch tiefer in dieses Buch einsinken können.

Besonders froh war ich, dass der Autor seine sonst üblichen detailverliebten Beschreibungen auf ein Minimum reduziert hat. Die Protagonisten waren so für mich sehr viel greifbarer als im Bestseller des Autors 'Der Schatten des Windes'.
Ich konnte bei 'Marina' eine Verbindung herstellen und die Protagonisten, ob gut oder böse, wirken trotz des mystischen Themas so lebensnah und real.

Ich würde "Marina" als Jugendbuch empfehlen und für jeden, der bisher mit dem Autor nichts anfangen konnte. Ich hoffe nun auf weitere Werke von Carlos Ruiz Zafón, die in diese Richtung gehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düster und Geheimnisvoll, 30. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der in einem Heim aufwachsende Junge Oscar Drai streift gerne durch das alte Barcelona und geht häufig auf Entdeckungstour. Bei einer dieser Touren trifft er das gleichaltrige Mädchen Marina, das mit ihrem Vater in einer der alten Villen lebt. Aus dieser Begegnung entwickelt sich bald eine Freundschaft.

Marina bringt Oscar zu einem alten Friedhof, auf dem sie schon eine Weile eine merkwürdige alte Dame , die ganz in schwarz gekleidet ist , beobachtet. Diese Dame umgibt ein mysteriöses Geheimnis. Neugierig geworden, wollen die beiden Jugendlichen der Sache auf den Grund gehen und werden in das Abenteuer ihres Lebens gezogen. Seltsame, beunruhigende Dinge geschehen und Oscar gerät immer mehr in Gefahr. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis.

Ich habe dieses Buch schon vor einer Weile gelesen, habe mit der Bewertung aber gewartet, da ich mir erst einmal selbst darüber klar werden wollte, wie ich das Buch einordnen soll. Auf der einen Seite fand ich es sehr spannend, aber andererseits hat mich die äußerst gruselige und schaurige Handlung schon fast abgestoßen, sodass ich mich das ein oder andere Mal gefragt habe, ob ich das Buch wirklich zu Ende lesen soll. Die Neugier hat schließlich gesiegt und insgesamt war es auch nicht schlecht.

Die Sprache ist einfach, ja fast schon schlicht und die Schrift ist relativ groß gewählt. Manchmal könnte man meinen, ein Jugendbuch vor sich zu haben. Dagegen spricht meines Erachtens jedoch die ziemlich düstere Gruselgeschichte. Auch kommt meiner Meinung nach von den Persönlichkeiten der Hauptprotagonisten nicht genug herüber. Man erfährt nicht wirklich viel über deren Leben und Charakter.

Mich hat das Buch insgesamt etwas ratlos zurückgelassen, da ich mich des öfteren gefragt habe, was das Ganze soll. Allerdings werde ich es nicht so schnell vergessen, da ich doch irgendwie immer wieder mal darüber nachdenken muss. Mir fällt es schwer, ob ich es zur Lektüre weiterempfehlen soll oder nicht. Am besten jeder bildet sich sein eigenes Urteil darüber.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zafons Anfänge, 13. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Der 15-jährige Oscar streift eines Abends durch das Barcelona der 1970er Jahre und entdeckt eine abgelegene und scheinbar verlassene Villa. Er kann dem Haus nicht widerstehen, tritt ein und entdeckt eine Taschenuhr. Aufgeschreckt durch ein Geräusch, verlässt er das Haus und nimmt die Uhr mit. Aufgrund seiner starken Gewissensbisse will er die Uhr seinem Besitzer am nächsten Tag zurückgeben. Im Garten der Villa empfängt ihn die hübsche gleichaltrige Marina. Sie bringt ihn zu ihrem Vater, dem die Uhr gehört. Dieser verzeiht ihm den kurzem "Diebstahl" und lädt Oscar ein, Zeit mit ihm und seiner Tochter zu verbringen. Marina führt Oscar nun zu einem versteckten Friedhof, auf dem sie eine geheimnisvolle Frau in schwarz an einem namenlosen Grab beobachten. Die beiden folgen ihr und von nun an soll nichts mehr sein wie zuvor. Und was hat es mit dem schwarzen Schmetterling auf sich, der sie scheinbar verfolgt?

Eigene Meinung:
Bei Zafon möchte ich immer ein kleines Büchlein dabeihaben, in das ich die tollen Sätze, ja fast schon Weisheiten schreiben kann, die nahezu auf jeder Seite zu finden sind. Selten gelingt es einem Autor, den Leser von Beginn an zu fesseln, mit einer bildhaften Sprache zu verzaubern und die Figuren so lebendig werden zu lassen, dass man am Ende meint, neue Freunde gefunden zu haben.
Auch bei "Marina" steht wieder eine Liebesgeschichte im Vordergrund, die dramatischer nicht sein könnte. Der Gruseleffekt und die komplexe Geschichte, die Marina und Oscar aufdecken, tut ihr Übriges. Für Zafon Einsteiger und Fans definitiv empfehlenswert.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ganz schwach, Finger weg!, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hatte mich sehr auf "Marina" gefreut, die Kritiken und Rezensionen sind positiv, desweiteren mag ich Zafons "Spiel des Engels" sowie "Schatten des Windes". Ich nahm das Buch mit in den Urlaub, dies war letztendlich auch der einzige Grund es fertig zu lesen, ich komme im fernen Ausland an kein anderes deutschsprachiges Buch heran.
Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass "Marina" in keinster Weise an Zafons Bestseller heranreichen kann.
Der 15 Jahre alte Oscar benimmt sich selten wie ein Teenager,besteht extreme Situationen im Stile eines Top Agenten, die Story soll schaurig sein,vermischt mit mystery Elementen, die an Groschenromane erinneren. Die Handlung wurde von meinen Vor- Kritikern mehrmals beschrieben,kein Grund sie zu wiederholen. Wobei ich mich frage, ob dies nicht alles Angestellte des Fischer Verlages sind!? Um das geht es wohl hier doch: einen alten Ladenhueter neu zu vermarkten!
Gut, ich bin selbst schuld, auf solch einen Klappentext hereinzufallen, aber ob sich der Herr Zafon damit einen Gefallen tut, "Schreibversuche seinenes Karrierestartes" aufzuwaermen, sei dahingestellt.
Schade, hinausgeworfenes Geld, verschwendete Zeit. Der Show Down im Abwasserkanal Barcelonas ist schlicht lachhaft, wie der Hauptprotagonist mit seinen 15 Jahren zum Revolver mit Silberkugeln greift und abstruse Kreaturen bezwingt, ist bezeichnend peinlich wie der ganze Roman
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Gerüst zum Buch "Der Schatten des Windes", 16. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ein sehr großer Fan von dem im Jahr 2001 erschienen Weltbestseller "Der Schatten des Windes".
Unglaublich und wundervoll dieser Roman, also dachte ich, dann wird wohl "MARINA" ungefähr gleich sein.
- Aber dem war leider nicht so. -

"MARINA" ist im Jahr 1999 erschienen und man erkennt deutlich die parallelen zwischen den beiden Romanen.
Wer "Der Schatten des Windes" zuerst gelesen hat, wird von dem "aussagelosen" Werk "Marina" enttäuscht sein.
Marina liest sich wie ein Buch ohne festen Charakter, ohne Sog und Spannung.
Hier und da sind einige gute Passagen mit tieferen Aussagen zu finden; im Vergleich zu seinem Weltbesteller doch eher sehr selten.

Man hat das Gefühl, Carlos übt mit diesem Buch den großen Wurf. Er versucht sich auszuprobieren und spinnt eine kleine Liebesgeschichte um auferstandene Kreaturen... Eine Story die jeder Abiturient im Deutsch-Leistungskurs sich auch ausdenken könnte.

Es war taktisch klug, Marina erst nach "Der Schatten des Windes" zu veröffentlichen, da sonst Marina wohl wirklich in den Hafen der Bedeutungslosigkeit versunken wäre.

Für Jungendliche sicher eine Empfehlung wert, für Erwachsene die "Der Schatten des Windes" liebten - nicht zu empfehlen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur ein Schatten des W...., 9. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
kaum ein Autor hat mich in meinem Leben so begeistert wie Zafon`. Der Schatten des Windes ist unübertroffen eines meiner Lieblingsbücher und dieses Faktum sorgt dafür, dass alle seine Neuerscheinungen ziemlich schnell bei mir eintrudeln. Allerdings setzt sich nach der Lektüre von "Marina" mehr und mehr die Enttäuschung bei mir durch.
Die Crux dieses Buches ist, dass es keiner Zielgruppe zu zuordnen ist. Für eines seiner Jugendbücher ist es zu brutal und enorm düster. Die blumig-märchenhafte Machart allerdings schreckt allerdings ältere Leser ab, die etwas Ernsthafteres erwartet hatten. Zafon`Erzählstil ist packend und unübertroffen. Er zeichnet wunderbare Bilder und entführt seine Leser wirklich in das geheimnisvoll Barcelona.
Soweit so gut- Allerdings bin ich der Meinung, dass bei der Ausarbeitung seiner Geschichte nicht genug Mass gehalten wurde. Zuviel Traumhaftes zwischen Schmetterlingen, Puppen-Cyborgs, alten Theatern und einer Teenagerliebe. Auch auf die Gefahr hin, dass ich dem Autor unrecht tue: Für meinen Geschmack war der Harry-Potter-Faktor einfach zu hoch.
Ein weiteres Manko für Zafon`Kenner- Man gewinnt den Eindruck, dass die vom Autor gezeichnete Welt begrenzt und eingeschränkt ist und sich Zafon immer wieder aus den gleichen Schubladen bedient. Der Traum von Barcelona, der noch im schatten des Windes unfassbar einnehmend war verblasst. Mich beschlich immer mehr das Gefühl, dass ich vieles schon gehört hätte....einige Motive schon da gewesen wären...
FAZIT: Das ist Meckern auf hohem Niveau! Gut erzählt-Schöne Bilder die Geschichte dieses JUGENDBUCHES funktioniert. Allerdings fällt dem großen Zafon nichts Neues ein und so verliert sich "Marina" schnell in Belanglosigkeit
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Geschwurbel, 1. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Marina. Roman (Taschenbuch)
Mag sein, dass das Buch Freunden von Fantasy und Schauerroman gefällt. Dazu gehöre ich nicht. Ich fand das schwurbelige Pathos und die Gruselelpassagen dieses Buches sehr kitschig und nervig und kann das Buch deshalb nicht weiterempfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen netter Pausensnack, 11. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Marina. Roman (Taschenbuch)
„Würden die Leute auch nur ein Viertel so viel denken, wie sie reden, diese Welt wäre ein Paradies.“

Carlos Ruiz Zafóns Roman „Marina“ führt den Protagonisten Oscar, ein 15-jähriger Schüler eines Internats, durch die schummrigen Straßen Barcelonas. Bei seinen Streifzügen entdeckt er ein mysteriöses Haus, in welches er eindringt und vor Schreck einen wertvollen Gegenstand mitgehen lässt, nichtsahnend welch wertvolle Freundschaft aus diesem Akt der Verzweiflung aufkeimen wird. Reue treibt den Schüler zurück, doch die Hausbewohner Marina und deren Vater Germán nehmen ihn herzlich auf.

„Die Wahrheit findet man nicht, mein Junge. Sie findet einen.“

Marina weiht den jungen Oscar in Geheimnisse ein, die sie tief in den Untergrund der Stadt treiben. Bei ihren Abenteuern, die ins gruslig Phantastische abschweifen, festigt sich ihre Freundschaft. Anders als erwartet ist diese aufblühende Liebe jedoch nicht der Kern des Romans. Ebenso wenig ist Marina der Mittelpunkt der Handlung, es teilt sich vielmehr auf alle tragenden Handlungsträger auf. Lediglich im Schlussteil wird der Grund der Namensgebung für diesen Schauerroman erahnbar.
Inhaltlich muss nichts vorweggegriffen werden, denn der Autor bedient sich verschiedener Genre, sodass die Krimi-Komponente den Leser zum Weiterlesen schier zwingt und jegliches Vorwegnehmen die Spannung raubt.
Carlos Ruiz Zafón bedient sich zahlreicher Sprachbilder, die die Handlung in Düsternis tauchen. Flüssig zu lesen, doch zeitweilig lässt es dem Roman etwas an Logik fehlen. Erwähnungen wie Oscárs Internatsbesuch scheinen irrelevant, wo so gut wie nichts Wichtiges dort angesiedelt wird, aber fragt man sich beispielsweise, warum niemand den jungen Schüler für seine steten unerlaubten Ausflüchte sanktioniert. Doch das ist bei einem Phantasieroman schon verzeihlich.

Der Schlussteil wird emotional. Alle Rätsel sind gelöst, ein Geheimnis wird nun offenbart und die Liebe ist mal wieder märchenhaft romantisch.

„Ihre Gegenwart wurde so dringend, dass mich der Körper zu schmerzen begann. Ich verbrannte innerlich, und niemand und nichts konnte mir Erleichterung verschaffen. Ich wurde zu einer grauen Gestalt in den Gängen. Mein Schatten verschmolz mit den Wänden. Die Tage fielen wie welkes Laub.“

“Marina” bietet einen unterhaltsamen Snack, doch empfehle ich an dieser Stelle vielmehr das Meisterwerk “Schatten des Windes”, in welchem Carlos Ruiz Zafón eine Welt gelungen ist, die man nie wieder verlassen möchte. Ich las es in einer Nacht komplett durch.
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4.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle, 4. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Kindle Edition)
Was war das jetzt?
Ich bin hin- und hergerissen. Erwartet hatte ich eine spannende, tiefgründige, psychologisch vielschichtige Geschichte über eine Beziehung.
Bekommen habe ich einen spannende, abenteuerlichen, vor Fantasie und unerwarteten Wendungen strotzenden Thriller. Ein tolles Buch um aus dem Alltag zu entfliehen, aber für mich zu sehr auf die äußere Handlung und zu wenig auf psychologische Spannung konzentriert.
Vieles wirkt doch sehr konstruiert, an den Haaren herbeigezogen und auch naiv.
Die Beziehung der beiden jungen Protagonisten tritt hinter all die abenteuerlichen Geschehnisse und Verwicklungen viel zu sehr zurück und erst am Ende des Buches spielt sie eine tragende und anrührende Rolle.
Für mich ist dies keine Roman für Erwachsene, sondern eher ein - als solches aber großartiges - Jugendbuch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Marina" - Roman alter Schule mit kleinen Patzern, 24. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Erster Satz: “Marina sagte einmal zu mir, wir erinnerten uns nur an das, was nie geschehen sei.”

Marina ist ein junges Mädchen, das ohne Mutter, aber bei seinem Vater aufwächst, sie ist nie zur Schule gegangen. Alles was sie an Wissen benötigt, hat ihr Vater sie gelehrt. Ihr begegnet der junge 15 Jahre alte Oscar, ein Internatsschüler, der sich in Marina verliebt. Er ist es auch, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt.
Eher zufällig stolpern sie in seltsame Ereignisse hinein. Eine verschleierte Person, albtraumhafte Kreaturen, zerstümmelte Marionetten und ein Geheimnis das es zu ergründen gibt, sorgen für Spannung im Stile der alten Horrormeister wie Bram Stoker, Edgar Allan Poe und Mary Shelley. Letzter Name findet sich als Dr. Maria Shelley sicherlich nicht zufällig im Buch wieder.

Der Roman liest sich zu Beginn wie eine zarte Liebesgeschichte, eine adjektivlastige Sprache unterstützt die Handlung und passt hier sehr gut. Doch als Marina und Oscar versuchen die Geheimnisse aufzudecken, ertappe ich mich, dass ich an Die Drei ??? denke und fühle mich eher in einem Jugendroman versetzt, was zwar zur Sprache passen mochte, aber nicht zu dem vielversprechenden Anfang und der Tatsache, dass Marina und Oscar viel älter wirken. Die Liebesgeschichte wird nicht intensiviert und nur noch oberflächlich behandelt. Erst am Ende wird darauf wieder eingegangen. Stetige Rückblicke und Erzählungen der von Marina und Oscar befragten Personen werden bis zum Ende hin schneller und lassen die Perspektive von einer ICH-Person in die nächste wechseln. An einigen Stellen stolperte ich über “Schnittfehler”, es fehlten anscheinend Sätze, die dem Lektorat oder der Übersetzung zum Opfer gefallen sein könnten oder nie dagewesen sind – so oder so, das hemmte den Lesefluss. Der Roman scheint in drei Abschnitten unterteilt. Anfang, Mitte, Ende. Zusammen hängen aber nur Anfang und Ende. Die Mitte steht für sich allein. Das letzte Drittel des Romans vergaloppiert sich in haarsträubende Geschichten, denen leider die Klasse der eben genannten Horrormeister fehlt. Zu viel Frankenstein, zu wenig Zusammenhänge. Das ist schade, denn die erste Hälfte und auch die Aussicht auf einen wunderbaren Gruselroman der alten Schule hat mir ausnehmend gut gefallen.

Ich muss mich für meine Meinung bei Carlos Ruiz Zafón entschuldigen, denn in seinem Vorwort berichtet er, dass “Marina” sein ehrgeizigster und persönlichster Roman sei, den er 1996/97 geschrieben hat. Doch ich selbst weiß, wie es sich als Schriftsteller anfühlt, wenn der Leser nicht das Gleiche darin sieht und erkennt wie derjenige, der den Roman verfasst hat. Vergessen Sie das alles, es ist nur meine dumme, subjektive Meinung, Señor Zafón.

Noch ein letztes Wort zum Klappentext: “Marina” ist mystisch und gruselig. Ein Horrorroman der alten Schule. Davon steht auf dem Klappentext jedoch nichts. Vielmehr wird von großen Gefühlen – negative wie positive – und über Ereignisse berichtet, die Oscars und Marinas Leben verändern werden. Wer daraus resultiert, einen spannenden Liebesroman mit Verwirrungen und Verstrickungen zu lesen, an dem am Ende alles gut wird, dürfte von “Marina” mehr als enttäuscht sein. Hier hätte der Verlag ein bisschen mehr Informationen zur gruseligen Handlung preisgeben dürfen.

Fazit: Trotz aller Kritik habe ich “Marina” gern gelesen.

Carlos Ruiz Zafón
Marina
Roman
S. Fischer Verlag, 2011
Der Roman ist als Hardcover, Taschenbuch und eBook erhältlich.
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Marina. Roman
Marina. Roman von Carlos Ruiz Zafón (Taschenbuch - 12. November 2012)
EUR 9,99
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