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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben zeigt seine widerwärtige Fratze
Bunny Munroe (allein der Name ist schon absurd) verkauft Kosmetik von Tür zu Tür. Dabei hilft er den Frauen, ihr desillusioniertes und trauriges Leben, mit Sex ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten. Als sich seine eigene Frau vor Kummer umbringt nimmt er seinen Sohn (Bunny junior) mit auf seine Handlungsreisen. Das Kind bleibt im Auto während der Vater...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2011 von www.totenstill.com

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hier und da ein paar Anätze, doch leider nicht mehr ...
Ich mag Nick Cave, schon seit Jahren bin ich großer Verehrer seiner Musik, seiner Lyrik. Das erste Buch hat einen ewigen Platz in meinem Bücherregal erhalten. Bunny Munro wird dieses leider nicht zu gute kommen. Die Geschichte ist einfach und schnell erzählt, die Spannungsbogen wird aufgebaut und es mangelt nicht an skurrilen Personen.
Hier und da...
Veröffentlicht am 3. August 2010 von Icke


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In was für einer Welt wir leben, in was für einer unglaublichen Welt!, 15. Februar 2013
Von 
HeikeG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
"Eine Fantasievorstellung ist eine Situation, die sich im Kopf eines Einzelnen abspielt und nicht der Realität entspricht, sondern bestimmte Wünsche oder Ziele dieser Person zum Ausdruck bringt. Fantasievorstellungen drehen sich häufig um Situationen, die unmöglich oder sehr unwahrscheinlich sind." Diese Worte liest Bunny Junior in seiner über alles geliebten Enzyklopädie, die er auf den Touren mit seinem Vater stets bei sich hat und aus der der neunjährige Junge sein unerschöpfliches Wissen bezieht.

Fantasien entwickelt der Spross genauso wie sein Vater, doch unterscheiden sich diese enorm. Träumt sich ersterer seine Mutter, die sich das Leben nahm, weil sie die Exzesse ihres Gatten einfach nicht mehr ertrug, wieder ins reale Leben zurück, frönt Senior seinen ausschweifenden sexuellen Imaginationen, bei denen er es jedoch nicht lässt, sondern diese hemmungs- und zügellos in die Realität umsetzt. Seine Triebe beherrschen ihn gar so weit, dass er sich während der kirchlichen Trauerfeierlichkeit eindeutige Handlungen mit einigen anwesenden Freundinnen seiner Frau vorstellt, diese masturbierend auf der Toilette auslebt und dadurch beinahe zu spät zur Beisetzung kommt.

Mit Bunny Munro hat der 1957 in Australien geborene und heute in Brighton, England, lebende charismatische Frontman der "Bad Seeds" - Nick Cave - eine widerliche Figur in Szene gesetzt. Trinkend, randalierend und unfähig für Zärtlichkeiten taumelt der Handelsvertreter für Schönheitsprodukte von Frau zu Frau, um seine animalischen Triebe auszuleben. Seinen Sohn nimmt er, aus Mangel an Betreuungsmöglichkeiten, auf diesen "Beutezügen" mit und lässt ihn schon mal einige Zeit allein im Auto sitzen. "Du bist der Starke.", flüstert Bunny Juniors imaginierte Mutter dem Jungen ins Ohr, um ihm seine Angst zu nehmen. "Dein Vater kann dir nicht helfen. Er ist ein für alle Mal verloren." Denn wie es der Titel schon verrät, steuert Bunny Munro geradewegs auf sein Ende zu. "Für einen kurzen Augenblick begreift er vage, dass die seltsamen Einbildungen, Heimsuchungen und Erscheinungen der letzten Tage Geister seiner eigenen Trauer sind, die ihn in den Wahnsinn treiben. Er weiß sicherer als sonst irgendwas, dass sie ihn sehr bald umbringen werden."

Nick Cave hat im wahrsten Sinne des Wortes ein Extremwerk geschrieben, brutal, amoralisch, schockierend, gleichzeitig aber auch mit unglaublich leisen, stillen Tönen. Vor allem die Liebe des den Namen eigentlich kaum verdienenden Vaters zu seinem Sohn wird auf subtile, aber sehr wirkungsvolle Art herausgearbeitet und in Szene gesetzt. Die Bibel mit ihren Texten über Schuld und Erlösung sowie Schönheit und Schmerz stand ihm, wie in seinen Songtexten, wohl mehrfach Pate. In Form eines Roadmovies - der Text war ursprünglich als Drehbuch angelegt - zeigt Cave die dunkelste Seite des Lebens in schonungsloser Offenheit: ein Gradmesser des Zerfalls. Dabei türmt er langsam eine nebulöse große Wand vor dem Leser auf, die die Grenze zwischen Wirklichkeit und Traum verwischt.

Fazit:
Er habe in Bunny Munro ein Monster erschaffen wollen, sagt Nick Cave in einem Interview über seinen Romanhelden. "Am Anfang erscheint er noch ganz lustig, man könnte ihn fast mögen. Aber je mehr man über ihn weiß, desto deutlicher wird, dass absolut nichts Lustiges an diesem Typen ist." Wütend, erschreckend, ja schockierend ist der Text des Sängers, Songwriters und Autors, aber auch bewegend und zutiefst liebevoll. Ein Buch, das sicherlich die Meinungen spalten wird. Lesenswert ist es dennoch. Vielleicht auch gerade in Anbetracht seines neu erschienenen, großartigen Albums "Push the sky away".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie wohl A. Lavigne dieses Buch findet?:o), 7. Juni 2011
Zum Inhalt ist ja schon das Wichtigste geschrieben worden, deshalb spare ich mir die Wiederholung und gebe nur meine subjektive Meinung wieder.
Irgendwie hatte ich während des gesamtem Buches das Gefühl, das habe ich alles schon mal gelesen. Wer sich die Bücher von Chuck Palahniuk oder Irwin Welsh mal zu Gemüte geführt hat wird vielleicht wissen, was ich meine.
Bunny Munro ist ein echt kranker Zeitgenosse, den man nicht sympathisch finden kann. Ist auch nicht weiter schlimm, denn auch Bücher über Antihelden können interessant sein. War dieses hier aber leider nicht. Nach der x-ten Erwähnung v. Avril Lavignes Geschlechtsteilen fragte ich mich so langsam, was das ganze soll. Und da ist der Knackpunkt, das alles hat schlicht und ergreifend keinen Sinn. Es gibt keinen Hook und keine Stelle in dem Buch wo ich dachte, krass, das hätte ich so jetzt nicht erwartet. Deshalb begann ich mich ab der Hälfte furchtbar zu langweilen und ich las es nur zu Ende weil ich hoffte, da kommt noch was. Weil dem nicht so war, gibts nur 2 Sterne von mir. Nick Cave macht definitiv grandiose Musik, aber das Schreiben sollte er doch besser lassen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ich fand es schwer, auf dieser Welt ein guter Mensch zu sein.", 16. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Bunny Munro: Roman (Taschenbuch)
Was will mir Nick Cave wohl mit diesem Buch sagen?
Wollte er eine sozialkritische Milieustudie abliefern?
Wollte er seine pornographische Phantasie darlegen?
Wollte er eine ( negative) pädagogische Anleitung versuchen?
Das Buch hat mich alles gleichzeitig: angeekelt, verwirrt, gelangweilt, fasziniert.
Spätestens nachdem man Bunny senior kennenlernen durfte, kommt man zu der Erkenntnis:
Bunny hatte nie eine Chance - und er nutzte sie auch nicht!
Und zum Schluss stelle ich mir die Frage, ob es ein Typ wie Bunny Munro ( triebgesteuert, egoman)verdient,dass man sich so lange (ein ganzes Buch lang) mit ihm beschäftigt?
Vielleicht, denn aufhören zu lesen konnte ich nicht.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Muss man nicht lesen, 4. November 2009
Nach dem das letzte Buch (Und die Eselin sah den Engel) von Herrn Cave vor langer Zeit erschienen ist, kaufte ich mir das neue sofort.
Was soll ich dazu sagen: ich habe es mehr oder weniger schnell durchgelesen; es ist gut erzählt, aber:
wenn man alle Sätze die um männliche und weibliche Sexualorgane gehen, Avril Lavigne und Kyle und dazu noch den Satz: "er zündete sich eine Lambert&Butlers mit seinem Zippo an" herausstreicht, bleibt relativ wenig zum lesen übrig. Worum geht's, steckt irgendwo eine "Message" im Buch? Nein. Die Idee: Handelsvertreter reist mit seinem Sohn umher" ist eigentlich ganz gut, auch die "Nebenhandlung" von einem "Irren" könnte eigentlich eine ganz gute Zutat sein, es ist gut geschrieben, aber irgendwas fehlt.
Mein Fazit: Trotzdem, dass N. Cave damit kokettiert, sein letztes Buch (Und die Eselin sah den Engel) sei unter Drogeneinfluss geschrieben, ist es um Längen besser. Aber vielleicht erschließt sich mir der Sinn des (neuen) Buches auch noch nicht.
Man kann es lesen, aber man muss es nicht gelesen haben, selbst als Nick Cave Fan nicht.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Porträt eines niveaulosen, sexbesessenen Chauvinisten mit politisch unkorrektem Humor, 18. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Bunny Munro (Audio CD)
Bunny Munro ist verklärter Weiberheld, der zwar als Vertreter von Kosmetikartikeln den undankbarsten Job der Welt hat, der aber perfekte Chancen für Seitensprünge liefert. Diese Liederlichkeit von Bunny ist allerdings auch der Grund, warum seine Frau Selbstmord begeht, und neben etlichen Anschuldigungen auch deren herzigen, neun Jahre alten Sohn Bunny jr. zurücklässt. Bunnys Welt aus Sex und noch mehr Sex bricht völlig zusammen, und er beschließt zu seiner alten Form zu finden, in dem er wieder auf Vertreterroute geht. Mit seinem Sohn in Schlepptau, der ja von ihm lernen soll.

Um eines gleich klar zu machen: Die Inhaltsangabe klingt nach einer umfangreichen Betrachtung von ernsten Themen, und ja, diese Selbstläuterung von Bunny Munro wird man auch erleben, allerdings nicht auf die Art und Weise, die der Leser vielleicht erwartet. Bunny ist nämlich vor allem eines: Derb, frech und ein absolut niveauloser, schwanzgesteuerter Chauvinist. Und diese Haltung merkt man in jeder einzelnen Zeile des Buches. Das kann am Anfang durchaus das Leseerlebnis etwas schmälern, und mich würde zu gerne interessieren, was Frauen von Munros Gedankengängen halten. Wenn man allerdings das erste Sechstel des Buches durch hat, und sich an den eigenwilligen Ausdruck gewohnt hat, hat man mit Bunnys unmöglicher Art und seinem Hang, in jeder Frau einen potentiellen Beischlafpartner zu sehen durchaus seine Freude. Politisch total unkorrekt, aber immerhin eine "Typisch Bunny"-Freude. Und das spricht auch für das Buch. Bunny Munro ist trotz seiner Unmöglichkeit ein Charakter, zu dem man schnell Zugang findet. Vielleicht auch deshalb, weil er wirklich ALLE schlechten Eigenschaften vereint, von denen man selbst vielleicht einen Bruchteil besitzt. Dadurch entsteht das absolut klischeefreie Porträt des Protagonisten ziemlich schnell und sicher, und jede kommende Aktion erwartet man genau so von ihm. Bis er sich immer mehr und mehr bewusst wird, dass er seine verstorbene Frau vermisst.

In Bunnys Welt, die seine Arbeitskollegen und Freunde auf die gleiche Art teilen, steht nur ein Pfeiler der Normalität: Bunny jr., der clevere, in seine Enzyklopädie vertiefte Sohn. Er allein bewahrt einen gewissen Grad an Niveau und hält seinen Vater für den genialsten Mann der Welt. Und es ist beeindruckend, wie Bunny versucht, dieses Bild vor seinem Sohn zu wahren.

Bis zum psychedelisch-philosophischen Ende, das mir leider nicht ganz so gut gefallen hat, entpuppt sich Nick Caves Buch als spaßiges und herrlich-derbes Roadmovie mit Comiccharakter. Wer sämtlichen Anstand über Bord wirft wird seinen Spaß haben, alle anderen werden schon nach dem ersten Kapitel aufgeben.

Das Hörbuch wird übrigens von Blixta Bargeld gelesen, Nick Caves ehemaligem Gitarristen bei den Back Seeds und Frontmann der Einstürzenden Neubauten. Und die Performance seiner Kratzstimme macht das ganze zu einem absoluten Hörgenuss. Allein ein paar Nick Cave Tracks als gelegentliche Musikuntermalung hätten noch gefehlt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen und ein Hase sieht die Engel...., 23. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schwierig zu sagen ob ich diese Buch weiterempfehlen würde...

Man kann es recht schnell durchlesen, aber bei mir hat es einen unbefriedigten Nachgeschmack hinterlassen. Warum?
Ich glaube weil meine Erwartung zu hoch waren.
Das Debut Von Nick Cave als Schriftsteller "und die Eselin sah den Engel" hat mich umgehauen und ich habe es seit dem mindestens sieben oder achtmal gelesen (Jetzt, wo ich das neue Buch beendet habe, kann ich es gleich wieder anfangen).
Was er in seinem Erstling alles richtig und zu einem Klassiker für mich gemacht hat, die poetische Sprache, der morbid-böse Humor, voll mit Anspielungen auf religiöse Themen...als das hab ich vermisst.
Auch war es mir nich möglich mich richtig mit dem Hauptcharkter zu identifizieren - irgendwie bleibt alles nur oberflächlich. Und das Ende war auch nich wirklich überraschend (okay...warauf die Geschichte hinausläuft sagt ja auch schon der Titel).

Trotzdem is es kein schlechtes Buch - der Charakter ist interessant gestaltet und manchmal entdeckt man hier und da auch eine schöne Formulierung.
Deswegen nur bedingt empfehlenswert.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Hype um ... na ja, um Nick Cave halt, 29. Dezember 2009
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Ich habe Nick Caves erstes Buch (noch) nicht gelesen, kann deshalb keine Vergleiche ziehen, aber ich finde, dieses Buch ist in jedem Fall eine zweischneidige Angelegenheit. Angefüllt mit literarischen Umschreibungen von Trauer, Tod und dem Versuch damit fertig zu werden, sowie teils wunderbarer, teils etwas deplatziert wirkender Metaphern, will Cave hier seinem Gusto als hervorragender Geschichtenerzähler (was er als Musiker definitiv ist) gerecht werden.
Auf der anderen Seite stehen banale Wiederholungen ein und desselben Themas, wo man irgendwann nicht umhin kommt zu glauben, dass es Herrn Cave doch an etwas wie der Begabung für ganze Geschichten mangelt. Denn was in einem Song durchaus seinen Reiz haben kann, nämlich die exakte Wiederholung einzelner Worte oder Sätze wirkt im Buch, geschieht es in der Masse wie hier, irgendwann ermüdend und schlicht dumm.

So bleibt am Ende des gut 300 Seiten langen Buchs, für das man wirklich wenig Zeit aufwenden muss, neben der Erkenntnis, dass sich hier jemand berühmtes quasi fachfremd versucht hat (okay, nicht zum ersten Mal), der schale Beigeschmack, dass dieses Manuskript unter Umständen unveröffentlicht geblieben wäre, hätte nicht eben jener Nick Cave diese Geschichte zu Papier gebracht.
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4.0 von 5 Sternen Ein Bagalut auf seltsamer Odyssee, 19. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Bunny Munro: Roman (Taschenbuch)
Nick Cave ist nicht nur ein einzigartiger Musiker, sondern auch ein betörender Schriftsteller – das steht fest. Natürlich bringt er seine maroden Männerphantasien zu Papier, natürlich wäre das alleine zu wenig. Doch manchmal wird Cave auch ganz traurig, ganz berührend und kann mit nur wenigen Worten die Essenz des Lebens erfassen.

Da wird die eigentliche Geschichte fast zur Nebensache: Ein schmieriger Kosmetik-Vertreter muss erleben, dass seine Gattin beherzt und selbstbestimmt aus dem Leben scheidet. Nun muss er seinen väterlichen Pflichten nachkommen und gondelt mit dem Sohnemann und Vertreterkoffer an den Küsten Britanniens entlang – immer auf der Suche nach willfährigen Hausfrauen, die ihm nicht nur seine Kosmetika abkaufen ...
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4.0 von 5 Sternen Lügen und Selbstbetrug, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Bunny Munro: Roman (Taschenbuch)
Muss ich zu Nick Cave noch was sagen? Der Musiker lebt heute Brighton. Am bekanntesten wurde er wohl durch seine Zusammenarbeit mit Kylie Minogue. Es lohnt sich, auch einmal bei Youtube in seine anderen Werke reinzuhören.
Er schrieb auch "Und die Eselin sah den Engel"

Bunny ist Kosmetikverkäufer. Er verkauft mit süßen Worten Cremes und Wässerchen an den Haustüren Südenglands. Und nur zu gerne legt er seine Kundinnen auch mal flach. Tja, so ist es. Er ist ein Fremdgeher der übelsten Sorte und seine Frau, die das genau weiß, entschließt sich dazu, sich das Leben zu nehmen.
Nun ist Bunny allein, allein mit seinem Sohn Bunny Jr. Aber irgendwie muss es für die beiden weiter gehen und so machen sie sich auf den Weg. Bunny versucht seinem Jungen alles über den Job des Verkaufens beizubringen, soweit es der Alkoholdunst zulässt, der ihn stets umgibt. Dabei lernt der Junge eine Menge und der Leser auch. Denn vor der Wirklichkeit kann man nicht fliehen.

Das Buch hat mich mitgenommen. Es hat mich emotional tief berührt, denn diese Geschichte ist so wahr und ehrlich, obwohl sie von Lügen und Selbstbetrug handelt, dass man ihr nicht entkommen kann. Nick Cave schreibt mit hämmerndem Bass, mit jaulendem Gitarrensolo und mit flüsternder Stimme.
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5.0 von 5 Sternen Super Buch, Pflichtkauf...., 21. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Bunny Munro: Roman (Taschenbuch)
Aufgrund einiger negativer Kritiken hier, habe ich lange überlegt ob ich das Buch überhaupt lesen soll. Jetzt muss ich aber sagen, das ich es auf keinen Fall bereut habe. Top!
Ich kann die negativen Kritiken auch in keinster Weise nachvollziehen. Wem bei dem Buch nur 'Sexismus, Drogen, flache Handlung usw...' einfallen, wird dem Autor nicht gerecht. Da fragt man sich ob das Buch, die Lebensgeschichte, eines oberflächlich Starken, aber im inneren total verwundbaren,hilflosen Vaters eigentlich verstanden wurde. Ich finde die Geschichte spannend, an einigen Stellen auch rührend,traurig... Nach dem Selbstmord seiner Frau, versucht Vater mit Sohnemann im Gepäck, durchs Land zu tingeln, und sein bisheriges Leben gekonnt zu verdrängen. Schon alleine die Überforderung der Hauptfigur, sich jetzt alleine um seinen Sohn zu kümmern, die langsame Annäherung, 'sehr interessant geschrieben'.
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Der Tod des Bunny Munro: Roman
Der Tod des Bunny Munro: Roman von Nick Cave (Taschenbuch - 1. Juni 2011)
EUR 9,99
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