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Kundenrezensionen

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am 2. August 2011
Ein lesenswertes, aufrüttelndes und - wie kann es anders sein - in der Mediendiskussion unterbewertetes Buch. So etwas gehört in die oberen Klassenstufen der Schule sowie auf die Agenda der Hochschulen.
Dort im Übrigen auch wegen der kritischen Analyse des sozialwissenschaftlichen Schreibstils, der Wünsche offen lässt. So werden Zahlen und Tabellen präsentiert, die mitunter veraltet oder in ihrer Aussagekraft beschränkt sind, weil aus dem größeren Zusammenhang gerissen. Doch die Argumentationsketten stimmen: Klima, Metakrise,shifting Baselines, Versagen der nationalen Politik und der internationalen Kooperation, Notwendigkeit des Handelns.
Ja, liest denn das keiner?
Dr. Achim Hoffmann
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Was uns fehlt ist eine Geschichte über den ökologischen Umgang mit Energie, die Aufbruchstimmung erweckt und nicht Verzicht proklamiert, zitieren Leggewie & Welzer den Züricher Umweltphysiker Dieter Imboden. Diese attraktive Geschichte ' soviel vorweg ' liefern die beiden Autoren nicht, sondern versorgen uns stattdessen mit einer komprimierten Zusammenstellung der Fakten zum drohenden Klimawandel und dessen mögliche Folgen. Das bedrohliche Zukunftsbild, das sie entwerfen, wird verschärft durch eine desillusionierende Diagnose der Leistungen unserer Demokratie: Parteienstaat und und repräsentative Demokratie erweisen sich demnach als ungeeignet, adäquat und mit dem nötigen Tempo den Herausforderungen zu begegnen. Die Diagnose ist nicht neu. Interessanter ist die Frage, welche Auswege uns Leggewie und Welzer weisen aus ihrem Katastrophenszenario, das sie mit der Zitierung einschlägiger Literatur zu belegen suchen.
'Bürger auf die Barrikaden' lautet ihre Erfolgsformel, die sie peinlicher Weise von einem Vertreter des Arbeitskreises 'Neue soziale Marktwirtschaft' entleihen müssen. Doch anders als dieser stellen sie sich eine 'APO 2.0' vor: '...ohne eine Renaissance der Protestkultur wird es angesichts unserer Gegenwarts- und Zukunftsprobleme nicht schnell genug mit den notwendigen Veränderungen gehen' argumentieren sie und fordern eine 'Kulturrevolution des Alltags' ' ebenfalls ein Begriff, der angesichts der Assoziationen mit Maos Terror ungute Gefühle erweckt. Könnte es sein, dass die beiden Autoren (Jahrgang 50 und 58) in ihrem Denken selbst einer kulturellen Tradition verhaftet sind, die es zu überwinden gilt? Ihre Formel, nur mehr Demokratie kann den Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft bringen, ist zwar zuzustimmen, ob aber tradierte Formen des Protestes dafür geeignet sind, wage ich zu bezweifeln. Dabei legen sie mit ihrem Hinweis auf die Nutzung der 'Weisheit der Vielen' eine vielversprechende Spur: Bürger/innen sind, wie sie an vielen Beispielen zeigen, kompetenter als Politiker und Wissenschaftler meinen. Die Krise der Demokratie kann nur überwunden werden und die Herausforderungen des Klimawandels nur bewältigt werden, wenn wir Bürger/innen an einem gemeinschaftlichen Zukunftsdiskurs über die Gesellschaft, die wir wollen, beteiligen (Verfahren und Methoden: Burow 2000 Ich bin gut, wir sind besser: Erfolgsmodelle kreativer Gruppen). Und nicht nur das: Politik muss sich öffnen für neue Formen eingreifender Zukunftsgestaltung, die das Wissen und das Engagement der Vielen nutzen. Nicht mehr Wissen allein, fördert veränderte Haltungen, sondern dieses Wissen muss mit konkreten Praxisprojekten und neuen sozialen Demokratietechniken verbunden sein. Die fehlende Zukunftsgeschichte, über eine zukunftsfähige und lebenswerte Gesellschaft kann nur gemeinsam, mit allen Beteiligten entwickelt werden. Und dies geht nur in einem Wechsel von Aktion und Reflexion. Nur wenn die Beteiligten sich aus ihrer Ohnmachtshaltung befreien und die Kreuzchendemokratie so weiter entwickeln, dass sie Zukunftsgestaltung nicht deligieren, sondern selbst eingreifen, besteht auch eine Chance, dass die Wünsche der Vielen Wirklichkeit werden. Leggewie und Welzer zeigen, dass es bei der Bewältigung des Klimawandels um nichts weniger als die Erneuerung unserer in die Jahre gekommenen und erstarrten Demokratie geht.
Fazit: Leggewie & Welzer liefern eine komprimierte Übersicht über Klimafolgen und Denkanstöße für eine Kultur der Nachhaltigkeit sowie für die Weiterentwicklung der Demokratie.

Prof. Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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am 18. November 2009
Die beiden Autoren stellen die Bedrohungen für die Welt, wie wir sie (noch) kennen, sachlich dar, überzeichnen nicht und schaffen gerade dadurch Betroffenheit. Man fühlt sich in eigenen Beobachtungen und Erfahrungen bestätigt, die man aber so noch nie zu Ende gedacht und auf den Punkt gebracht hat. Der Handlungsdruck für alle, für Bürger, Politik und Wirtschaft, wird dargestellt und aus Fakten abgeleitet. Die Frage, ob unsere Demokratie diesen Handlungsdruck in die dringend erforderlichen Handlungen umsetzen kann, wird optimistisch mit den "Chancen der Demokratie" beantwortet. Dieses Buch ist nicht nur lesenswert, sondern Pflichtlektüre.
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Stehen wir nun vor einem dramatischen Wandel oder haben wir noch Zeit bis 2100, wenn der Meeresspiegel um 1,40 angestiegen ist und die Deutschen Nordseeinseln überspült hat? Im Buch DAS ENDE DER WELT, SO WIE WIR SIE KANNTEN von Claus Leggewie & Harald Welzer stellen sich die Autoren den aktuellen Fragen nach weltweiten Ressourcen, Klimawandel und sozialem Sprengstoff. Werden sich die Krisen zu einer Katastrophe auftürmen oder ist alles bloß Meinungsmache oder vielmehr Panikmache? Das Plädoyer für eine neue Art und Form des Wirtschaftens, auch innerhalb der kleinsten Zelle, der Familie, halte ich für sinnvoll, doch es wird ebenso schwer umzusetzen sein, wie eine Erneuerung der Demokratie von unten, so wie es die Autoren ebenfalls propagieren.

Das Buch DAS ENDE DER WELT, SO WIE WIR SIE KANNTEN von Claus Leggewie & Harald Welzer ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Diskussion um Umwelt, Globalisierung und Klimaerwärmung in einen breiten Kontext gefasst werden muss. Gerade diese aktuellen Themen sind es die mehr und mehr auch die Demokratie in Europa und der Welt bedrohen und es sind wieder einmal wir selbst, welche sich den Ast auf dem sie sitzen, absägen.

Es wird dafür und dagegen argumentiert, die einen sagen, die Energiereserven reichen noch für Jahrhunderte, andere argumentieren die Pole schmelzen ab und das Ende der Welt ist nahe. Also entweder sind wir im Endzeitszenario oder es wird schon nicht so schlimm.

Das allerdings insbesondere Politiker sehr ratlos reagieren, wenn man sie zu ihren Entscheidungen befragt und das sie maßgeblich daran mitarbeiten die Erde für die nachfolgenden Generationen unbewohnbar zu machen - herrscht leider nur eins vor - Schweigen.

Die finanziellen Gegenüberstellungen im Buch DAS ENDE DER WELT, SO WIE WIR SIE KANNTEN von Claus Leggewie & Harald Welzer auf Basis von Investments und Rettungspaketen verdeutlichen ganz schnell das wir in einer Katastrophe stecken und es nicht merken!

Wie viele hundert Milliarden Euro wurden für die Rettung von Hypo Real Estate ausgegeben? Es war zuviel und anscheinend doch notwenig, denn ich denke das ansonsten das gesamte deutsche Finanzsystem geplatzt wäre...

Dennoch müssen unsere nachfolgenden Generationen dafür abzahlen, bei einem durchschnittlichem Abtrag wäre unsere derzeitige Krise in 138 Jahren abbezahlt - aber nicht von uns sondern von den Kindern unserer Enkel - vielen Dank dafür!

Das Buch ist ein guter Indikator für die aktuelle Diskussion um Klima, Zukunft und die Chancen einer restrukturierten Demokratie in den nächsten Jahrzehnten und eine gute Grundlage sich weiter in dieses Thema einzulesen.

Empfehlenswert!
33 Kommentare|88 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2011
Die Idee, die die Autoren haben, ist ganz gut und wichtig. Nämlich die aktuelle Situation unserer Welt darzustellen und eine massive Änderung von Verhalten und Gesellschaft einzufordern. Für die Idee gibt es schon einmal einen Basisstern. Den zweiten dafür, dass dieses Buch vielleicht jemand brauchen kann, der bisher die Diskussion zu diesem Thema kaum verfolgt hat und dringend einen Einstieg braucht. Aber auch dieser würde am Ende des Buches recht ratlos dastehen, denn alle Kapitel bleiben erschreckend an der Oberfläche des Problems.

In den ersten drei Kapiteln versuchen sich die Autoren an einer Bestandsaufnahme. Leider merkt man schnell, dass sie in weiten Teilen bei anderen Autoren abgeschrieben haben. Zum Konzept der "Meta-Krise" und der Überforderung des marktwirtschaftlichen Systems findet sich eine deutlich bessere Darstellung bei Grenzen des Wachstums 3. Zum Thema des Umgangs von Kulturen mit langsamen und/oder selbsterzeugten Änderungen der Umweltbedingungen wird so offen auf Kollaps verwiesen, dass ich jedem empfehle, besser das Original zu lesen. Und zu Entstehung und Folgen des Klimawandels sollte niemand Probleme haben, ein gutes Buch zu finden (z.B. Leben im Treibhaus)

Das Buch hätte jetzt natürlich durch einen intelligenten Lösungsansatz "gerettet" werden können. Leider bleibt es da in allgemeinen Betrachtungen stecken. Dass es sehr schwierig ist, alle Länder dieser Erde unter einen Hut zu bekommen, erfährt man täglich aus den Nachrichten. Dass es Möglichkeiten gibt, durch eigenes Engagement in einzelnen Bereichen etwas zu ändern ist ebenfalls nicht wirklich neu. Und dazu, wie man durch Änderungen im täglichen Verhalten die Belastung der Umwelt verringern kann, kann man die Ratgeber auch kaum zählen. Und diese sind dann auch meist deutlich konkreter (man mag von 50 einfache Dinge... halten was man will, aber eine Sammlung klarer Tipps ist es erstmal). Die Rolle von Medien und Werbung blenden die Autoren z.B. fast vollkommen aus. Die einzige Idee, zur Änderung der Gesellschaft verbirgt sich hinter dem Schlagwort "APO 2.0", und selbst diese Idee ist nicht neu.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. April 2015
Ein im Jahre 2009 erschienenes aufrüttelndes Buch über die immer noch nicht ausreichend ergriffenen Massnahmen zur Eindämmung der Emissionen und der damit unausweichlich drohenden globalen Klimakatastrophe.

Leggewie und Welzer legen die Fakten dar und beleuchten daneben, warum der Weg vom Bewusstsein bis zum Handeln leider ein weiter ist, sowohl bei den Einzelnen wie auch bei den Gesellschaften und erst recht im internationalen Geflecht, wo es keine Weltregierung gibt, die verbindlich Grenzen bei un-nachhaltigem Handeln auferlegen könnte. Beide Autoren wollen deshalb das Demokratie-Verständnis bessern, um darüber mehr Einfluß des Einzelnen innerhalb grüner Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO’s) zu ermöglichen.

Dieser basis-demokratische Ansatz ist sicher neben umweltbewusstem Handeln im persönlichen Bereich wichtig und begrüßenswert. (26.04.15)
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am 6. Januar 2013
Wer mit der Nachhaltigkeit Ernst machen will, findet hier viele Anregungen. Jedoch kein Buch für Jedermann (leider ein Übermaß an Fremdworten)!
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am 5. April 2014
Die beiden Autoren vermitteln in ihrem Buch Grundkenntnisse zum derzeitigen Stand in der Diskussion um den Klimawandel. Dabei betonen sie zu Recht die kulturelle Dimension, die der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und vielen Umweltproblemen zugrunde liegen. Gerade die Grenzen des auf ständigem Wachstum basierenden kapitalistischen Wirtschaftssystems machen einen kulturellen Wandel hin zu einem nachhaltigen Lebensstil erforderlich, der am besten in Gruppen von Gleichgesinnten eingeübt werden kann.

Das Buch ist streckenweise sehr interessant und spannend zu lesen, es enthält aber auch manch langatmige Passagen - hier hätte man durchaus knapper formulieren können.
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am 15. Dezember 2010
Aufmerksam wurde ich auf Professor Welzer durch seine Auftritte in Talkshows. Er vertritt interessante Ansichten, aber reicht es für ein ganzes Programm?
Im Buch baut sich zunächst mit der aktuellen Situationsanalyse ein Spannungsbogen auf, um abrupt zu enden. Chancen für die Demokratie? Eine rhetorische Frage. Wir sind alle Osterinsulaner. Der letzte Baum wird gefällt. Zumal die erforderliche Entscheidungsfähigkeit demokratischer Gremien zur Diskussion gestellt wird.
Die Botschaft lässt sich (böswillig) auf den meiner Ausgabe beiliegenden Aufkleber verkürzen: "APO 2.0 - Change Agent"
Richtiger Ansatz. Ohne Änderung des Bewusstseins geht es nicht. Darum gehört das Buch auch nicht auf den Nachtschrank der Kanzlerin, sondern konsequenterweise an die Basis, also in jeden Haushalt. Den Rückbezug auf die außerparlamentarische Opposition halte ich jedoch für bedenklich. Die Folge wären überspitzt formuliert Revolution und Rübe ab. Das hatten wir doch schon.
Wie auch immer, wer verzichtet nun auf den nächsten Flugurlaub und seinen SUV?
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am 18. März 2010
Eine wirklich neue These ist in dem Buch nicht zu finden. Vielmehr präsentieren die Autoren das, was seit 40 Jahren andere Leute besser und zwingender begründet und dargestellt haben, dies aber mit dem Gestus, nunmehr etwas Neues zu sagen. Ein (wie im Ankündigungstext versprochen) "Plädoyer für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit" kann das Buch schon deshalb nicht sein, weil die Autoren hierzu über überhaupt kein ausgearbeitetes Konzept verfügen. Insgesamt merkt man, dass die Autoren (allerdings äußerst PR-erprobte) Neulinge in der Klimadebatte sind und jetzt letztlich noch schnell auf den Klimazug aufzuspringen versuchen.
55 Kommentare|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden