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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Holdrio!
Wenn ich mein Lieblingsbuch für dieses Jahr benennen sollte, müsste ich nicht lange überlegen. Ganz eindeutig wäre es "Die Karte meiner Träume", und das nicht nur weil ich den Protagonisten, einen kleinen, hochbegabten Jungen namens Tecumseh Sparrow Spivet - kurz T.S. - ins Herz gesschlossen habe, sondern auch weil es eine reine Freude ist, in der...
Veröffentlicht am 4. November 2009 von Stephen Crane

versus
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Halber Spaß
Was für eine wunderbare Geschichte! Und was für eine wunderbare Idee, die Geschichte des frühreifen Kartographen mit ebendiesen Karten auszustatten. Auch die Sprache bezaubert durch ihren Witz und ihre Einfühlsamkeit. Allerdings trifft dies alles nur auf den ersten Abschnitt des Buches zu, in dem die Welt des Knaben in der Wildnis von Montana vor uns...
Veröffentlicht am 30. März 2010 von Albert Müller


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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Holdrio!, 4. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume (Gebundene Ausgabe)
Wenn ich mein Lieblingsbuch für dieses Jahr benennen sollte, müsste ich nicht lange überlegen. Ganz eindeutig wäre es "Die Karte meiner Träume", und das nicht nur weil ich den Protagonisten, einen kleinen, hochbegabten Jungen namens Tecumseh Sparrow Spivet - kurz T.S. - ins Herz gesschlossen habe, sondern auch weil es eine reine Freude ist, in der Zeit von Internet und E-Books ein derart liebevoll gemachtes Buch in Händen zu halten. Es ist einfach ein sinnlicher Genuss, und dem Verlag gebührt für die liebevolle Ausstattung großes Lob. Ein Bucherlebnis, mehrfarbig gedruckt wie einst die "Unendliche Geschichte".
Anfangs war ich ein wenig skeptisch, als ich las, dass der Verfasser ein neues Wunderkind der amerikanischen Literatur sei, denn zu oft bin ich in solchen Fällen schon enttäuscht worden, und die hochgelobten Bücher waren nicht mehr als Eintagsfliegen.
Doch die Geschichte von T.S., dem genialen Zeichner, der vom renommierten Smithsonian Institute einen Preis verliehen bekommt und eingeladen wird, dort eine Rede zu halten (keiner weiß, dass der Preisträger ein Kind ist), wird kein Leser so schnell vergessen.
T.S. macht sich allein auf den gefährlichen Weg nach Washington - per Güterzug, in einem Wohnmobil, dem er, weil auf der langen Reise so einsam ist, einen Namen gibt.
Überhaupt fällt es ihm leichter mit Dingen zu kommunizieren als mit Menschen, deren Gefühlswelt ihm ein Rätsel ist, deren Gesichtsausdrücke er nicht zu deuten weiß.
Und weil ihn die ganze Welt so verwirrt, so unbegreiflich ist, hält er alle Eindrücke in Karten, Zeichnungen und Diagrammen fest, die die breiten Randspalten des Romans füllen.
In den Randspalten erfährt man auch die verstörende Geschichte vom Tod seines Bruders Layton, von seinen Schuldgefühlen, von seiner Angst, den Ansprüchen seines Vaters nicht zu genügen und nicht geliebt zu werden.
Auf der Fahrt quer durch den amerikanischen Kontinent erlebt T.S. seltsame Dinge. Er gerät in ein Wurmloch, entgeht nur mit Mühe einem Mordanschlag, wird gerettet von einem geheimnisvollen Vogelschwarm. Und dann ist da noch das Labyrinth von unterirdischen Gängen in Washington, eine mysteriöse Geheimgesellschaft. Larsen spielt mit den Verschwörungsphantasien eines Dan Brown, und er tut es auf meisterhafte Weise. Humorvoll, skurril, anrührend.
Und wer wissen will, warum ich der Rezension den Titel "Holdrio!" gegeben habe, der muss das Buch schon selber lesen. . .
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig und gleiches noch nicht gesehen..., 5. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume (Gebundene Ausgabe)
...so mein Fazit.
Lange habe ich mit diesem Buch geliebäugelt, habe es dann doch gekauft und bereue keinen Cent. Gleich habe ich noch nicht gesehen -ein mit solcher Liebe und Aufwand aufgemachtes Buch, mit Erläuterungen, traumhaften Zeichnungen, Verweisen, die aber alle zur Geschichte gehören - einfach wundervoll. Und damit eröffnet sich der sprunghafte Kosmos dieses kleinen hochbegabten, aber auch neunmalklugen Hauptdarstellers auf eine Weise, wie es Worte alleine nicht vermögen würden.

Allenfalls die "Stadt der träumenden Bücher" kommt in die Nähe in Ihrer liebevollen Aufmachung - ansonsten unvergleichlich und einzigartig.
Ich habe beim Lesen das Lächeln nicht aus dem Gesicht herausbekommen.

Es gibt Bücher, die kann man ausleihen, liest sie und gibt sie zurück. Und es gibt Bücher, die muß man unbedingt selbst besitzen, einfach, weil es ein schönes Gefühl ist. Dieses gehört dazu.
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67 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundschaft, Kindheit, Zuhausesein und die Schuld, 22. September 2009
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume (Gebundene Ausgabe)
Die Karten und Zeichnungen im Buch haben es mir angetan - auch die Geschichte von des 12jährigen Tecumseh Spivet ist besonders und gefühlvoll, wenn auch Schatten ihn und seine Vergangenheit umranken, seine Zukunft ist nicht glamourös, die Gegenwart geprägt von Einsamkeit und teilnahmslosen Menschen. Mit DIE KARTE MEINER TRÄUME von Reif Larsen wird uns ein einfaches und doch besonderes Leben gezeigt, mitten in Montana, das Leben eines kleinen Jungen, so jung und doch schon beladen mit Schuldgefühlen und dem Wunsch nach Freiheit.

DIE KARTE MEINER TRÄUME von Reif Larsen ist ein wirklich ungewöhnlicher Roman, schon alleine wegen der vielen Skizzen, Zeichnungen und Anmerkungen an den Rändern und teils über die gesamte Seite des Buches - es sind in Bild festgehaltenen Worte und Beweise unseres Protagonisten Tecumseh Spivet, welcher so angestrengt über die Welt und seine Umgebung sinniert, das es an ein Wunder grenzt, dass er nicht vor ein Auto läuft.

Ein wenig fühlt man sich fast abgelenkt durch die vielen Skizzen und Anmerkungen am Rande, denn zu verführerisch sind die Texte und Darstellungen. Doch man folgt der Geschichte, welche sich wie ein Ariadnefaden durch das Buch schlängelt und mit ihm unser kleiner Held Tecumseh Spivet.

Ob sein Vater Trinker ist, sei dann doch belanglos und ob er am Tode seines Bruders Layton Schuld hat, wollen wir gar nicht so genau wissen - der Weg ist das Ziel und die ist auch die Quintessenz des Buches, denn es ist eine Reise.

Die Reise führt Tecumseh Spivet nach Washington und das ist das wahre Wunder, denn wem er begegnet und was er erlebt ist die wahre Geschichte des Buches DIE KARTE MEINER TRÄUME.

Tecumseh Spivet ist ein Genie aber auch ein Kind und das macht es für seine Umgebung so schwer ihn zu begreifen - das er, obwohl niemand weiß was er tatsächlich ist, einen Preis in Washington annehmen soll - macht die Sache noch skurriler.

Man bewegt sich mit diesem kleinen Helden auf einer absonderlichen Bahn um seine Heimat Montana herum, erkennt und erlebt seinen Alltag, beginnt mit ihm die Reise anzutreten und erfährt mehr über die Welt als aus so manchem Reiseführer.

Mit DIE KARTE MEINER TRÄUME von Reif Larsen ist ein ganz außergewöhnliches Werk auf dem Buchmarkt erschienen - eine Reise ins Ich eines kleinen und doch außergewöhnlichen Jungen.

Sehr empfehlenswert!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Halber Spaß, 30. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume (Gebundene Ausgabe)
Was für eine wunderbare Geschichte! Und was für eine wunderbare Idee, die Geschichte des frühreifen Kartographen mit ebendiesen Karten auszustatten. Auch die Sprache bezaubert durch ihren Witz und ihre Einfühlsamkeit. Allerdings trifft dies alles nur auf den ersten Abschnitt des Buches zu, in dem die Welt des Knaben in der Wildnis von Montana vor uns aufblüht. Hier stimmt einfach alles: Die Gefühle des Zwölfjährigen korrespondieren mit seiner Gedankenwelt, die Figuren sind stimmig gezeichnet und alles bleibt umweht von einem Gefühl der Traurigkeit, die um den frühen Tod des jüngeren Bruders kreist, der aber nie konkret thematisiert wird. Sobald sich aber T.S. auf die Reise macht, gerät dieses wunderbar ausbalancierte Konstrukt aus den Fugen. Nun haben wir aber noch 300 Seiten vor uns. Plötzlich geschehen die abtrusesten Dinge und mit der Logik dürfen wir es nicht mehr so genau nehmen. Ständig gerät T.S. in völlig ausweglose Situationen, die aber allesamt rein zufällig spielend gemeistert werden. Die Absurdität dieser Reise gipfelt in einem Tötungsdelikt, der am Ende aber dann doch keiner gewesen sein soll (wie das?). Das Ende ist dann reiner Slapstick und der arme Reif Larsen scheint alles vergessen zu haben, was ihn zu Anfangs noch als einen Autor von großem Format auszeichnete. Was vordem von ergreifender Aufrichtigkeit zeugte, mündet nun in grotesken Verzerrungen. Ein Klischee jagt das andere und es scheint, als wäre es Larsen vor allem darum gegangen, das Ganze nur irgendwie an ein Ende zu bringen. Sollte man ein Diagramm dieses Buches zeichnen, dann führte der Weg geradewegs von den Höhen Montanas in die Niederungen von Washington DC. Leider.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Karten geben uns den Abstand, um unseren Platz in der Welt zu bestimmen.", 15. März 2012
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume (Gebundene Ausgabe)
Dass den Leser etwas Unkonventionelles erwartet, merkt man in dem Moment, wenn man das Buch im ungewöhnlichen Format und der außergewöhnlichen Aufmachung in die Hand nimmt.
Es springen einem zunächst Illustrationen, Skizzen, Grafiken und Diagramme ins Auge. Und das macht auch den Charme des Buches aus, das sich wegen all dieser Schaubilder nicht "mal eben" lesen lässt. Der Reiz liegt im Phantasievollen; das Buch hat einige Kuriositäten zu bieten, und lässt Raum für Neugierde.
Es gibt viel zu entdecken während man den jungen Helden Tecumseh Sparrow Spivet (der sich als einziger Tecumseh von allen anderen nur durch seinen zweiten Vornamen Sparrow unterscheidet) auf seiner Reise begleitet. Aufgewachsen ist T.S.Spivet in einem Ranchhaus in Montana. Von dort startet er in einem Güterzug einen Trip vom Westen in den Osten der USA zu einem wissenschaftlichen Kongress. Dabei hält er seine Gefühle und Gedanken über sein Umfeld, das er sehr präzise wahrnimmt, in kleinen Spiral-Notizbüchern fest. Die Zeichnungen sind seine Art, etwas Unsichtbares sichtbar macht. Er nimmt das Leben als Landkarte wahr, versucht Geschehnisse in Grafiken zu packen, zu ordnen. Das hilft ihm dabei, sich in der seltsam lockenden Welt der Erwachsenen zurechtzufinden.

Die umfangreichen Abbildungen sind ein reizvoller visueller Blickfang. Während sie anfangs den Lesefluss hemmen, gewöhnt man sich schnell daran, kreuz und quer zu lesen. Zuweilen wird es dennoch anstrengend, weil die Randnotizen chronologisch im Zusammenhang gelesen werden müssen, da sie Teil der Geschichte sind und die Handlung vorantreiben. Für mein Empfinden rauben die weitverzweigten Ausschmückungen der Handlung den Platz. Was den Zauber des Buches ausmacht ist also zugleich auch die Schwäche des Buches.

Fast spielerisch laviert sich T.S.Spivet mit einer Mischung aus kindlichem Gemüt und analytischen Fähigkeiten durch den Ernst des Lebens. Und dass sein Leben voller Ernsthaftigkeit steckt, wird schon bald klar. Seinen Bruder Layton, der viel zu früh durch einen Unfall gestorben ist, vermisst er sehr. Seine Mutter, die er distanziert nur Dr. Claire nennt, konzentriert ihre Aufmerksamkeit auf wissenschaftliche Arbeiten, vorrangig auf Käfer. Und sein Vater, ein wortkarger Rancher, ist dem Whiskey sehr zugetan und lebt ein Wildwest-Nostalgie, in die T.S. so gar nicht passt.

Die Seelenwelt des Jugendlichen ist bis zur Hälfte der Erzählung ausgezeichnet beschrieben und bebildert. Doch die anfangs realistische Abenteuerreise gleitet zusehends ins Fiktive ab. Was herzenswarm beginnt, endet haarsträubend.

Somit gebe ich für die kreative Idee und den kleinen Helden, den ich gerne in die Arme schließen würde, volle Punktzahl. Für die Handlung an sich und die inhaltlichen Längen ziehe ich allerdings jeweils einen Punkt ab.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wo ist das stimmige Ende ?, 30. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume: Roman (Broschiert)
Also auch ich hab das Buch mit einigen Erwartungen gekauft und angefangen zu lesen. Auf der einen Seite wirklich schön gemacht (Illustrationen), auf der anderen Seite verzettelt sich Reif Larsen meiner Ansicht nach viel zu sehr in den verschiedenen Geschichten und erzählt nichts wirklich ordentlich und stringent fertig.
Als ich das Buch fertig gelesen hatte, tat sich irgendwie ein Loch auf - da fehlt doch was - das kann doch nicht das Ende sein. Und - auch schon vielfach erwähnt - die Charaktere bleiben hohl und unfertig.
Fazit: die Illustrationen sind klasse, man hätte mehr draus machen können und warum das Buch überall in höchsten Tönen gelobt wird, kann ich nur daruf zurückführen, dass es eben mal wieder was anderes war von der Aufmachung - mehr aber defintiv nicht.
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60 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wundervolles und einzigartiges Buch!!!!, 7. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume (Gebundene Ausgabe)
Als ich Reif Larsens Buch kaufte, war ich zuerst etwas skeptisch, ob das nicht einfach wieder so ein hochgelobtes Wunderding ist, das man schnell wieder vergisst, aber als ich anfing zu lesen, wurde ich ganz schnell vom Gegenteil überzeugt. Bereits das erste Kapitel ist so hinreißend, anrührend, witzig, und das allertollste ist: so geht es weiter. Der Autor sprüht vor Ideen, die Zeichnungen und Randbemerkungen unterstreichen in geniale Weise den Text, man taucht ein in die wunderbare Welt des T.S. Spivet, der einem total ans Herz wächst. Ich kann das Buch allen nur empfehlen: es ist große Kunst und tolle Unterhaltung gleichzeitig! Absolut UNVERGESSLICH!!!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein liebevoll gestaltetes Buch, jedoch mit einigen Längen., 9. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume: Roman (Broschiert)
Die Karte meiner Träume, geschrieben von Reif Larson weckte mein Interesse als ich es das erste Mal sah, aufgrund seines Covers. Beim Durchblättern des Buches, ohne den Inhalt zu kennen, fielen mir sofort die vielen Zeichnungen und Bilder auf, die das Buch enthält und die mich neugierig machten. Also musste ich es mir kaufen, ohne den Inhalt wirklich zu kennen. Bereue ich diese Entscheidung ? Definitiv nicht. Neben der liebevollen Gestalung des Autors, ist die eigentliche Geschichte auch ein schönes Leseerlebnis. Es geht um einen kleinen jungen namens T.S. Spivet, der auf einer Ranch in Monatana mit seiner Familie lebt. Doch anstatt ein typischer Cowboy zu sein, ist er ein Wissenschaftler, der sich vor allem für das Zeichnen von allem möglichen interessiert und sich selbst als Kartograph bezeichnet. Mit dem rauen Landleben kann er nicht viel anfangen und seine Wissbegierigkeit kennt keine Grenzen. Sein Vater, ein Rancher, der mit Wissenschaft nichts am Hut hat, interessiert sich kaum für die ungewöhnlichen HobbyŽs seines Sohnes. Seine Mutter Dr. Clair, die selbst Wissenschaftlerin ist, ist eher mit ihrer eigenen Forschung interessiert. Eines Tages erhält T.S. jedoch einen Anruf, der sein bisheriges Leben total verändert. Er soll nach Washington reisen und einen Vortrag halten über eine seiner Arbeiten. Wie kann es sein, dass ein 12 jähriger Junge in WIssenschaftlichen Magazinen veröffentlich wird ? Ganz einfach. Ein Freund der Mutter, ebenfalls Wissenschaftler, erkannte sehr früh sein Potenzial und reichte T.S. Arbeiten ein, welche dann auch in mehreren Zeitschriften veröffentlicht wurden. Jedoch geschah dieses mit einer kleinen Notlüge, da niemand weiß, dass es sich um die Arbeit eines kleinen Jungen handelt sondern angenommen wird, es müsse ein Arbeitskollege des Wissenschaftlers sein.

T.S. erhält also einen Anruf und entschließt, nach Washington zu fahren. Und in einer Nacht und Nebelaktion, packt er seinen Koffer, steigt auf einen Güterzug auf und macht sich alleine auf in die Ferne. Eine Reise in ein unbekanntes Abenteuer entsteht und ob er jemals an seinem Ziel ankommt ? Das wird hier nicht verraten.

Neben den schönen Darstellungen, die die Geschichte mit Hintergrundinformationen füttert und man somit einen tieferen Einblick in die Familiengeschichte und T.S. Gedankenwelt erlangt ist eine tolle Idee. Jedoch muss ich sagen, dass ich das Buch nicht sofort verschlungen habe, sondern es oft weglegen musste, da es mich nicht so fesselte wie andere Bücher. Es hat an einigen Stellen gewisse Längen und der Spannungsbogen wird häufig abgeschnitten. Allerdings muss ich sagen, dass es sich trotzdem lohnt es bis zum Schluss zu lesen, da zum Ende hin die SPannung wieder aufgegriffen wird und man sich mitlerweile mit dem kleinen Jungen aus Montana angefreundet hat und wissen will, wie seine Reise denn nun endet. ALles in allem , ein schönes Buch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine gute Idee allein macht noch kein gutes Buch, 2. Mai 2011
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume: Roman (Broschiert)
Tecumseh Sparrow Spivet ist zwölf und ein ungewöhnlich intelligentes, geradezu besessenes Kind. Er kartographiert, zeichnet, etikettiert, ordnet und fertigt Statistiken von allem an, was ihm über den Weg läuft. Gefühle hat er keine, er fühlt nur eine Verbundenheit zu seinen Forschungsobjekten. Seine Eltern sind genauso seltsam wie er - warum eine promovierte Entomologin einen unartikulierten Farmer heiraten sollte, bleibt mir verschlossen. Auch diese Charaktere besitzen keine Wärme, kein Gefühl. Die Idee, die Welt des Jungen über seine Aufzeichnungen zu erschließen und diese am Rand der Seiten als Notizen darzustellen, finde ich nach wie vor charmant. Doch der Geschichte fehlt die Geschichte. Das Problem ist hier sogar noch größer als bei meinem letzten Versuch mit ungewöhnlich intelligenten und fixen Jungs, "Extrem laut und unglaublich nah". Meiner Meinung nach hat ein gutes Buch vier wirklich wichtige Aspekte: eine gute Idee, eine spannende Geschichte, runde Charaktere und Glaubhaftigkeit. Bis auf die gute Idee finde ich hier nichts...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lieblingsbuch, 15. Oktober 2010
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Karte meiner Träume: Roman (Broschiert)
Es gibt Bücher, die muss man einfach besitzen, statt sie nur auszuleihen. Denn es gibt Bücher, die man mehrmals lesen will, die man um sich haben will, die man immer wieder aus dem Regal ziehen und aufschlagen will. Es gibt Bücher, die werden zu Lieblingsbüchern. 'Die Karte meiner Träume' ist solch ein Buch. Und es hat in meinem Regal seinen Platz bei den ganz besonderen Büchern.
Besonders ist dieses Buch zum einen wegen seiner liebevollen und außergewöhnlichen Ausstattung. Die Seiten sind voller Randnotizen, Hinweisen, Erklärungen und vor allem Zeichnungen. Wie man einen Maiskolben schält, welche Gesichtsausdrücke der Vater hat, Landkarten und vieles mehr.
Besonders ist aber auch die Geschichte, die im Buch erzählt wird.
Tecumseh Sparrow Spivet lebt auf einer Ranch in Montana, direkt an der Kontinentalscheide. Seinen zweiten Vornamen hat er bekommen, weil während seiner Geburt ein Spatz ans Fenster geflogen und gestorben ist. Das Skelett liegt auf seinem Schreibtisch.
So etwas ist nicht normal? T.S. Spivet ist ja auch kein normaler Junge. Er ist 12, hochbegabt und ein genauer Beobachter seiner Umgebung. Seine Beobachtungen notiert und zeichnet er in verschiedenfarbige Notizbücher, die drei Wände seines Zimmers füllen.
Auch seine Mutter ist nicht gerade das, was man unter einer normalen Mutter versteht. Sie ist Wissenschaftlerin, hat sich auf der Suche nach einem unentdeckten Insekt aber vom normalen Wissenschaftskomplex abgekoppelt und verbringt die Tage meist nichtansprechbar in ihrem Arbeitszimmer.
Dann gibt es noch eine Schwester, die ein oberflächlicher Teenager ist, und einen Bruder, der sich in der Scheune erschossen hat. Letzteres wird in der Familie konsequent totgeschwiegen, und T.S. fühlt sich für den Tod seines Bruders verantwortlich.
Der einzige normale Mensch in dieser Familie ist der Vater, ein äußerst bodenständiger Farmer, der Westernfilme liebt.
Die Zeichnungen und Landkarten, die T.S. anfertigt, sind so gut, dass sie im Smithsonian Institute ausgestellt und in renommierten Wissenschaftszeitschriften abgedruckt werden. Dort weiß man allerdings nicht, wie jung er ist. Deshalb wird ihm für seine außergewöhnliche Arbeit ein Preis verliehen, verbunden mit einer Anstellung. Er soll zur Laudatio nach Washington, D.C. kommen.
Was nun? Alles aufklären und zuhause bleiben? Oder hinfahren und wenigstens einmal das berühmte Smithsonian sehen?
T.S. macht sich auf den Weg. Allein, ohne jemanden davon zu informieren, mit wenig Geld und als Hobo, also als heimlicher Mitfahrer auf Güterzügen. Er hat Glück und erwischt einen Waggon mit einem Wohnmobil.
Auf der langen Fahrt kann er in Ruhe seine Studien fortsetzen und in dem Notizbuch seiner Mutter lesen, die sich mit der Geschichte einer Vorfahrin beschäftigt.
T.S. erreicht Washington, aber was passiert ihm nicht alles unterwegs: Er gerät in ein Wurmloch, wird tätlich angegriffen und schwer verletzt, wird von einem Spatzenschwarm gerettet, bekommt mit einer Geheimgesellschaft zu tun'
All das ist wunderbar und warmherzig geschrieben, immer verbunden mit den Randnotizen und Zeichnungen, und das Ende ist wirklich herzerwärmend. Es ist unmöglich, T.S. nicht in sein Herz zu schließen. Und die ganze Familie gleich mit.
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Die Karte meiner Träume: Roman
Die Karte meiner Träume: Roman von Reif Larsen (Broschiert - 1. Oktober 2010)
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