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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Viele Berater verderben den Sex"
Es geht nicht immer nur um Sex, auch in diesem Buch nicht. Bevor sich die Autorin Sigrid Neudecker dem "Mythos vom perfekten Sex" widmet, setzt sie auf den ersten 150 Seiten zum gesellschaftlichen Rundumschlag an: Sie macht einen Streifzug durch unsere Gesellschaft und wie sich diese im Laufe der letzten Jahre (nicht zum Besten) entwickelt hat. Vor allem geht es dabei um...
Veröffentlicht am 31. August 2009 von Kärntnerin

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Artikel hätte mir durchaus gereicht
2009 stieß ich in der »Zeit« auf einen Artikel von Frau Neudecker unter dem Titel »Wenn Lust zum Muss wird« und fand ihre Kritik an der Besessenheit mit Sex, der wir heutzutage hilflos ausgesetzt sind, sehr erfrischend. Vor ein paar Wochen habe ich mir endlich das Buch gekauft, von dem ich mir eine ausführlichere Darstellung der im Artikel vertretenen...
Veröffentlicht am 3. Januar 2012 von Norbert Norrell


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Artikel hätte mir durchaus gereicht, 3. Januar 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie war ich?: Der Mythos vom perfekten Sex (Broschiert)
2009 stieß ich in der »Zeit« auf einen Artikel von Frau Neudecker unter dem Titel »Wenn Lust zum Muss wird« und fand ihre Kritik an der Besessenheit mit Sex, der wir heutzutage hilflos ausgesetzt sind, sehr erfrischend. Vor ein paar Wochen habe ich mir endlich das Buch gekauft, von dem ich mir eine ausführlichere Darstellung der im Artikel vertretenen Ansichten versprach. Leider war das Buch in dieser Hinsicht extrem ettäuschend.

Von Anfang an beklagt sich die Autorin darüber, wie es heutzutage ist und wie es dagegen »früher«, d. h. vor der sexuellen Revolution der 1960er, war. Nach Neudecker soll früher angeblich alles insgesamt viel besser gewesen sein als heute, und selbst an den Stellen, an denen sie zugibt, dass die sexuelle Revolution doch auch positive Änderungen nach sich gezogen hat (z. B. die vermehrte Toleranz gegenüber Homosexuellen), klingt sie so wenig überzeugend, dass man sich bei der Lektüre dabei ertappt, sich zu fragen, ob jene Erfolge den allgemeinen Sittenverfall tatsächlich wert waren. Der Ton der Autorin ist dabei so jämmerlich, dass er ab einem gewissen Punkt einfach unausstehlich wird, selbst wenn man Neudecker teilweise zustimmen möchte.

Dass das Buch seinen Unterhaltungswert aus eben jenen Geschichten erhält, die es anprangern will, stimmt voll und ganz und macht das Buch weniger glaubwürdig. Wieso sind in einem Buch, das den heutigen Umgang mit Sex kritisieren will, ganze Kapitel mit Paris Hiltons angeblich mieser Blasenkunst und derartigem überfüllt?

Letztendlich ist dieses Buch einfach nutzlos und überflüssig. Dem, was ich im Artikel las, nämlich dass wir uns von dem Zwang zum Sex befreien sollen, hat das Buch gar nichts hinzugefügt, wenn nicht eine gewisse Abneigung gegen die Autorin. Einen Blog zu führen und ein sinnvolles Buch zu schreiben, sind anscheinend sehr unterschiedliche Tätigkeiten und man sollte sich nicht so einfach von der einen zur anderen trauen, auch wenn das Thema dasselbe ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mut zum Durchschnitt, 28. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Wie war ich?: Der Mythos vom perfekten Sex (Broschiert)
Es empfiehlt sich, das Buch von hinten zu beginnen: im letzten Absatz schreibt die Autorin "Mut zum Mittelmaß!". Und sie hält sich zumindest selbst an ihre Worte (ob beim Sex, ist mir nicht bekannt - aber beim Schreiben definitiv) - Durchschnittlich humorvoll, durchschnittlich informativ, weder neu noch spannend. Zeitweise hat man das Gefühl, eine alte Tante beklagt den Verfall der Zeiten und Sitten und hat nur noch in Erinnerung, dass früher alles besser war (zumindest wagt sie es im Gegensatz zu alten Tanten, die Dinge beim Namen zu nennen). Das Buch ist nur etwas für Leute, die immer noch glauben, dass die Fotos auf Magazin-Covers die Wirklichkeit widerspiegeln, sonst schade um die Zeit ...
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Viele Berater verderben den Sex", 31. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Wie war ich?: Der Mythos vom perfekten Sex (Broschiert)
Es geht nicht immer nur um Sex, auch in diesem Buch nicht. Bevor sich die Autorin Sigrid Neudecker dem "Mythos vom perfekten Sex" widmet, setzt sie auf den ersten 150 Seiten zum gesellschaftlichen Rundumschlag an: Sie macht einen Streifzug durch unsere Gesellschaft und wie sich diese im Laufe der letzten Jahre (nicht zum Besten) entwickelt hat. Vor allem geht es dabei um den Einfluss von Fernsehen und Internet. Den Begriff Intimsphäre scheint man heutzutage nur mehr vom Hörensagen zu kennen, denn jeder erzählt jedem alles, egal ob er ihn kennt oder nicht. Regelmäßig wird man mit intimen Bekenntnissen seines Gegenübers zwangsbeglückt, obwohl man es eigentlich "gar nicht so genau wissen wollte."
Alles wird heute öffentlich gemacht - egal ob Bikinifotos auf Facebook oder Privatpornos. Denn: Was Stars und Möchtegern-Sternchen können, das können "wir" auch. Immer mehr Menschen machen dann dies und jenes - von der Schönheitsoperation angefangen bis zum Gruppensex und die, die es noch nicht machen, beginnen sich dann zu fragen, ob sie denn normal sind, weil sie nicht tun, was aber anscheinend alle anderen machen. Viele machen es dann, "weil es ja alle machen".

Durch Beiträge in Zeitschriften, durch Bücher oder auch durch TV-Reportagen wird man zusätzlich verunsichert.
Studien und Umfragen werden so "hingebogen", dass sich der Otto-Normalbürger dann wieder seine Gedanken macht, ob er eigentlich normal ist, und will seinen Körper oder sein sexleben aufrüsten. Makel werden erzeugt, wo eigentlich keine sind. Uns wird eingeredet, wie minderwertig unsere Körper doch sind und natürlich gibt es die passenden Mittelchen und OPs, die dem Problem zu Leibe rücken.
Doch nicht nur unsere Körper müssen optimiert werden, sondern auch der Sex.

In Kapitel 5 erreicht Sigrid Neudecker endgültig das Bett, genauer gesagt, den "Optimierungswahn im Bett" (so die Überschrift), obwohl es im Kapitel davor im Prinzip auch um dieses Thema geht.
Heutzutage kann man nicht einfach nur Sex haben...im Hinterkopf hat man zig Vorgaben, wie guter Sex auszusehen hat. Aber: Gut reicht nicht. Das Motto ist: Gut, besser und am besten perfekt! Wer will denn bitte normalen Sex, fragt sich die Autorin - natürlich mit ironischem Unterton. Uns wird eingeredet, dass wir, wenn wir nicht jedes Mal den "Megaorgasmus" haben und nicht mindestens drei Stellungen pro Liebesakt probiert haben, auf keinen Fall ein glückliches Sexualleben haben können. Da müsse man sehr aufpassen, dass der Partner sich nicht jemand anderes sucht, mit dem er dann den perfekten Sex haben kann. Denn: Jeder will ihn, den besten Sex seines Lebens.
Auf Zeitschriften-Covers liest man dann vom "Sex-Check" und unweigerlich beginnt man sich zu fragen, ob man nicht mehr Schwung in seinem Liebesleben bräuchte und ob man zu wenig oft Sex hat. Und schon haben die, die mit ihrem Liebesleben eigentlich zufrieden sind, ein Problem.
Sigrid Neudecker schreibt: "Wenn man nur ein einziges Mal den Gedanken zugelassen hat, man könnte vielleicht wirklich mehr aus seinem Sexleben machen, sieht man ab diesem Zeitpunkt überall nur noch Sex. Geileren Sex. Abwechslungsreicheren Sex. Auf jeden Fall besseren Sex, als man möglicherweise selbst gerade hat."

Im sechsten und letzten Kapitel führt die Autorin die Leser "zurück auf Start", zurück zum "normalen" Sex. Ihre Erkenntnisse sind dabei nichts Neues, da steckt nur gesunder Menschenverstand drin: Sie rät, sich auf seine eigenen Bedürfnisse zu besinnen und etwas nur dann zu tun, wenn man es selbst auch tun will und nicht, weil es alle anderen (vermeintlich) auch tun. Sie appelliert, den eigenen Körper so zu akzeptieren wie er ist und sich nicht von den Medien und der Pharmaindustrie wer weiß was vorschwindeln zu lassen. Wenn jemand glücklich und zufrieden ist mit einmal Sex in der Woche und das in Missionarsstellung, dann solle man sich nicht einreden lassen, man müsse keine Ahnung wie oft und in keine Ahnung welchen Stellungen und mit keine Ahnung welchen Hilfsmitteln, empfiehlt die Autorin.

Fazit: Es sind also keine weltbewegenden, neuen Weisheiten, die in diesem Buch stecken. Man darf sich auch kein wissenschaftlich elaboriertes Buch mit entsprechendem Vokabular erwarten. Es handelt sich vielmehr um eine unterhaltsame Lektüre, bei der man sich an so machen Stellen dabei ertappt, dass man das auch schon getan oder gedacht hat, beziehungsweise, dass man nur zustimmend nicken kann.

Sigrid Neudecker hält uns und unserer Gesellschaft den Spiegel vor. Sie stellt an den Pranger, wie leicht wir uns einreden lassen, was uns Spaß macht und was wir brauchen. Dabei wissen wir doch eigentlich selbst am besten, was uns gut tut und uns gefällt.
Das Buch ist herrlich ironisch geschrieben, teils auch satirisch, wirklich amüsant und unterhaltsam. Die Autorin hält uns schonungslos den Spiegel hin, wobei sie sich aber nicht ausnimmt - ihre Selbstironie ist sehr erfrischend.
Mir hat's sehr gefallen, auch wenn die Feststellung, dass unsere Hemmschwelle immer weiter sinkt, ein paar Mal zu oft vorkommt und Neudecker es insgesamt mit dem Sezieren des Sexmythos vielleicht etwas übertreibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufruf zu weniger Leistungsdruck im heimischen Schlafzimmer, 7. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Wie war ich?: Der Mythos vom perfekten Sex (Broschiert)
Vielleicht sind wir auch nicht ganz unschuldig daran: Zahllose Zeitschriften, Ratgeber und TV-Magazine versuchen uns zu erklären, wie Sex noch besser wird. Pseudowissenschaftliche Studien zu Sexhäufigkeit, Schwanz- und Schamhaarlänge oder optimalem Brustumfang dringen ins Unterbewusstsein und säen dort Selbstzweifel. Wären wir ohne diese fragwürdigen Ideale vielleicht einfach glücklich mit unserer Hausmannskost?
Sigrid Neudecker, die sich für ihr Sexblog auf Zeit.de durch die absurdesten Erotikmeldungen wühlt, plädiert für eine Rückbesinnung. Schließlich verhinderten solche Vorstellungen nur ein entspanntes Ausleben der ganz persönlichen Wohlfühl-Sexualität. Auch die allgegenwärtigen, nur mit Photoshop erreichbaren Schönheitsideale stehen einem freundschaftlichen Körperbewusstsein im Wege.
Wenn man diesem Buch etwas vorwerfen kann, dann ist es, dass sein Unterhaltungswert genau von den Skandalgeschichten zehrt, die Neudecker anprangert. Ansonsten können wir den Aufruf zu weniger Leistungsdruck im heimischen Schlafzimmer nur aus tiefstem Herzen begrüßen.
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Wie war ich?: Der Mythos vom perfekten Sex
Wie war ich?: Der Mythos vom perfekten Sex von Sigrid Neudecker (Broschiert - 5. August 2009)
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