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4.0 von 5 Sternen Sprache - Kultur - Man selbst
Von vielen Rezensenten wird der Autor für seine gestelzt wirkende, gewollte und nicht gekonnte Sprache kritisiert. Das Faszinierende ist, wer ihn schon einmal selbst erlebt hat, der weiß, der Mann denkt und spricht wirklich so, das muss er sich nicht im dunklen Kämmerlein aus den Fingern saugen und ein ums andere Entwurfsblatt zerknüllt in den...
Veröffentlicht am 26. Februar 2012 von Wolfgang Reusch

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Elegant - er kann nicht anders
Die Enden der Welt
So oft ist Roger Wilhelmsen im TV nicht mehr zu sehen (obwohl er mittlerweile von der totalen, freiwilligen Abstinenz wieder abgekommen ist), aber wenn - dann höre ich ihm stets sehr gerne zu, wenngleich ich seine Gedankengänge nur schwer (wenn überhaupt) nachvollziehen kann. Für mich Armselige gehört er eindeutig in die...
Veröffentlicht am 7. Februar 2012 von AmyMeint


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Elegant - er kann nicht anders, 7. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Die Enden der Welt
So oft ist Roger Wilhelmsen im TV nicht mehr zu sehen (obwohl er mittlerweile von der totalen, freiwilligen Abstinenz wieder abgekommen ist), aber wenn - dann höre ich ihm stets sehr gerne zu, wenngleich ich seine Gedankengänge nur schwer (wenn überhaupt) nachvollziehen kann. Für mich Armselige gehört er eindeutig in die Kategorie "Genie", damit ist er so ziemlich das Gegenteil von mir; trotzdem ist es mir völlig wurscht, ob ich ihm bei seinen Sprachexkursen nun ständig folgen kann oder nicht. Manche seiner Sätze in diesem Reisebuch sind ebenso einfach wie genial - immer wieder aber blitzt durch, wie ihn die Vergänglichkeit des Lebens und die Bedeutungslosigkeit des Einzelnen in der Masse - und gleichzeitig die verzweifelten Bemühungen jedes Individuums, ein bißchen Glück, ein klitzekleines bißchen Bedeutung in der Welt (sei es in Minsk oder in Patagonien) zu erfahren, umtreibt. Ich glaube sowieso, das ist sein Grundthema. Dieser Zwiespalt - einerseits ist der Mensch nichts, andererseits doch wieder für sich selbst das Universum. Das bewegt ihn, und dieser unlösbare Zwiespalt spiegelt sich jedem zweiten Satz wieder - voller Wehmut, Heiterkeit, Melancholie.
Sein Buch unterhält nicht; ich glaube auch nicht, daß Unterhaltung R.W.'s Intention ist. Aber das Buch macht Lust auf Reisen und gleichzeitig Lust, daheimzubleiben - eben, weil die Welt überall anders und doch immer gleich ist.
Manche Schicksale in dem Buch unterhalten und berühren dann doch: Allein deshalb lohnt sich die Lektüre, die eine schwere ist - aber bestimmt nicht geprägt von der Eitelkeit des Autors. Er kann einfach nicht anders. Er liebt die Worte und kleidet sie in Eleganz - das ist ihm angeboren.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sprache - Kultur - Man selbst, 26. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Taschenbuch)
Von vielen Rezensenten wird der Autor für seine gestelzt wirkende, gewollte und nicht gekonnte Sprache kritisiert. Das Faszinierende ist, wer ihn schon einmal selbst erlebt hat, der weiß, der Mann denkt und spricht wirklich so, das muss er sich nicht im dunklen Kämmerlein aus den Fingern saugen und ein ums andere Entwurfsblatt zerknüllt in den Papierkorb werfen.

Was für mich sehr offenbar geworden ist: Der Autor ist ein zutiefst einsamer Mensch, der gefangen ist in seiner unbestreitbaren Intellektualität. Ich denke, er hat mit den Enden der Welt das Ende seiner selbst gesucht - und hie und da gefunden. Von daher ist dieses Buch für mich eher ein Psychogram der Intelligenzija - eine sterbende Gattung in der multimedial, oberflächlichen, schnellen Welt.

Mit dieser Suche nach sich selbst aus einer gewissen intellektuellen Verlorenheit heraus kann ich mich persönlich identifizieren, weswegen mich das Buch anspricht. Sprachlich ist es teilweise mehr als kurios, aber ein anerkennendes Lächeln über so manche Chiffre kann man sich kaum verkneifen - am Fenster des 20. Stocks kleben wie ein Herbstblatt - das ist manchmal, wie wenn ein kleines Kind, das seine Welt entdeckt, die Erwachsenen auf das Wunderbare im Offensichtlichen aufmerksam macht.

Für wen ist dieses Buch zu empfehlen? Schwierig. Für Grübler und Menschen, die noch hinreichend Platz in ihrem Kopf haben, um sich mit dieser Reise zu sich selbst zu befassen - abseits der eigenen Reise. Nichts für den Durchschnitt - ohne herablassend sein zu wollen. Es bedarf eines besonderen Geisteszustandes, um dieses Buch schätzen zu können - und vielleicht hilft auch ein Glas Wein dabei, oder zwei oder drei ... ;-)
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57 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hilflos und überfordert am Ende seiner Sprache, 18. Juli 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Es gibt in meiner Bibliothek nur zwei Bücher, die ich angefangen und nach weniger als hundert Seiten aus der Hand gelegt habe: "Feuchtgebiete" und "Die Enden der Welt". Denn Willemsens Buch trieft: vor eitlem Bildungshochmut, Selbstgefälligkeit und der schlichten Unfähigkeit, mit Sprache umzugehen. Und ich weiß auch nicht, wem man dieses Geschreibsel schenken könnte, denn keinen Menschen hasse ich so sehr, als daß ich ihm dieses Buch antun möchte.
Eigentlich wollte ich W. nach "Deutschlandreise" eine zweite Chance geben, auch wenn bereits dieses Buch platzt: nämlich vor Verachtung und Schnöseligkeit denen gegenüber, die nicht das Glück (in Willemsens Fall: die untragbare Bürde?) einer fundierten Bildung hatten. Doch auch diese zweite Chance hat W. vertan.
Bereits nach vier Kapitel ist man sicher, daß der Autor ohne seine vorherige selbstgefällige TV-Präsenz wohl niemals einen Verlag gefunden hätte. Nun, nachdem diese Katastrophe eingetreten ist, hätte man W. zumindest jemanden gewünscht, der ihm Hochmut und bis zur Schmerzgrenze überdrehte Bilder weglektoriert hätte.
Ich erwarte beileibe nicht von jedem Autor, dass er mich mit seinen Sätzen bereichert, beschenkt, beglückt. Aber wenn W einen Satz beginnt, dann bringt er ihn auch mit gnadenloser Verbissenheit zuende und damit vollends um die Ecke. Ein Beispiel: "Vielleicht wäre er aus dem Warten hinausgereist..." Starker Satz, starkes Bild, das hat Swing! Aber W wäre nicht W, würde er dieses zarte Pflänzchen nicht sofort mit den Siebenmeilenstiefeln seines brünftigen Intellekts niedertrampeln, denn weiter geht's ansatzlos: ...dem Schweigen, der freien Bewegung, dem geborgten Selbstverlust, einem anderen Zeitgefühl entgegen."
Da ist vom "milchigen Teint" nepalesischer Frauen die Rede...Wenn, dann doch wohl "Milchkaffee", denn Kathmandu liegt doch nicht in Nordfinnland, lieber W!
Die "Enden der Welt"? Nein, eher hilflos am Ende der sprachlichen Möglichkeiten! Wie schon in "Deutschlandreise" sonnt sich der Autor im Schein seiner Sprache - die eben immer nur Schein bleibt: Kalt und ohne Anteilnahme, Empathie wird immer nur geheuchelt.
Lieber Mitrezensent - nichts gegen Bielefeld, bitte! Aber um im Bild zu bleiben: W.s Versuch eines Buches stößt auf wie ungebackener Kuchenteig aus der Großküche eines bekannten ostwestfälischen Backwarenherstellers: teigig, süßlich, ungeordnet, unverdaulich.
Einzig eine Passage lohnt, läßt uns deswegen mit Lachtränen vergnügt grinsend zurück, weil der Autor dort genau die Munition liefert, die man gegen dieses Büchlein zum Einsatz bringen kann. Ein Eigentor, wenn W. im Kapitel "Gibraltar: Das Nonplusultra" zu seiner Mitreisenden sagt, es gelänge ihr nicht, auch nur hundert Meter zu reisen, ohne insgeheim mit jeder Sehenswürdigkeit am Straßenrand zu konkurrieren. Und da W den Eindruck vermittelt, als fühle er sich in puncto Intellekt und süßlich-unfähiger Sprachverquastung konkurrenzlos, möchte man ihm raten, fortan besser daheim zu bleiben; Denn sonstgeht er immer wieder an allen Weltwundern nur vorbei. Wer sich selbst für interessanter hält als die Länder, die er bereist; wer sich für besser und intelligenter als die Menschen hält, denen er begegnet, der sollte die Welt nicht mit einem "Reisebuch" behelligen, sondern Tagebuch schreiben, dann aber sicherstellen, dass die Nachkommen es bloß niemals finden.
Wortreich bleibt W doch nur sprachlos und armselig. "Die Enden der Welt"? Nein - eher das Ende der Sprache! W. nervt so sehr, daß man noch nicht einmal mehr Mitleid mit ihm haben möchte.
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284 von 333 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eitel und schlampig, eine Unverschämtheit dem Leser gegenüber, 18. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Ich habe nur das letzte Kapitel gelesen, das Nordpol-Kapitel, und war darüber richtiggehend konsterniert.

Ich kenne die handelnden Personen und vor allem die Orte in diesem Kapitel. Willemsen verwechselt auf diesen wenigen Seiten: Roald Amundsen mit Frederick Cook, die Bering- mit der Barentssee, verlegt Svalbard etwa 2000 Kilometer weit nach Osten (auf dieser Reise kommt man niemals nach Svalbard) und das Polarmeer bis nach Murmansk, er zitiert das russische Dobraye utra (guten morgen) als Dobre uta, verwechselt das patagonische Inlandeis mit Packeis (!), verlegt eine der größten Expeditionen, die jemals in der Antarktis stattgefunden haben, die Transantarctica, in die Arktis, und verwechselt am Ende sogar die ganze Arktis mit der Antarktis.

Dies ist keine künstlerische Freiheit, es sind entschieden zu viele und allesamt überaus peinliche Fehler. Peinlich insbesondere deshalb, weil er gerade in der Nordpol-Geschichte die Reisenden kritisiert, die so sinnentleert dahinreisen und nicht kapieren, wo sie eigentlich sind. Aber das hat er, wie es scheint, auch nicht.

Die Gegend, eine so wertvolle, respekteinflößende Gegend, die er da bereist, dient ihm zu nichts anderem, als schöne, eitle Worte auf ihr abzustellen. Das Eis, irgendein Eis, ist nur die Kulisse. Und damit benimmt er sich exakt genau so, wie die Reisenden, über die er sich so hoch stellt. Willemsens Eitelkeit ist gepaart mit einem geradezu schockierenden Bildungsmangel - oder wie sonst kann man das Verwechseln eines Roald Amundsen mit Frederick Cook nennen? Wenn man über den Nordpol schreibt?

Warum soll man dieses Buch lesen: Um eitle Satzgebilde eines Herrn Willemsen zu hören, der sich beim Schmieden schöner Sätze besser gefällt als bei der handwerklichen Kontrolle seiner Fakten? Der dem Leser nur zeigen will, was er für schöne Gebilde bauen kann, und ihm dabei einen totalen, entschuldigung, Schmarrn erzählt? Es tut mir leid, aber wer sich als so eloquenter, alleswissender Weltmann darstellt wie Willemsen in diesem Buch, der sollte schon auch den Unterschied zwischen der Arktis und der Antarktis kennen, zumal er in einer davon rumgondelt. Oder worauf gründet sich seine Expertise?

Ebenso wie der Region würde Willemsen auch dem Leser etwas mehr Respekt schulden, der es durchaus verdient hätte, dass man beim Schreiben kurz mal nachschaut, ob das Meer, durch das man fährt, nun Bering- oder Barentssee heißt, abgesehen davon dass ich es wie gesagt schockierend finde, dass er das nicht sowieso mitbekommen hat, wenn er schon dort war. Da muss man seine Ohren schon sehr verschließen auf dem Schiff.

Ein so schlampig recherchiertes und auch lektoriertes Buch ist mir selten untergekommen. Eine einzige Luftblase. Ich ärgere mich richtig.
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Stil und Inhalt fraglich, 8. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Willemsen beschreibt 22 Ziele. Manche Beschreibungen sind gut, manche schwach. Als jemand, der selbst weit in der Welt herumgekommen ist, hatte ich mir von dem Buch mehr versprochen.

Das schlimmste Kapitel ist Hongkong, in dem er nur beschreibt, dass er sich in seinem Hotelzimmer aufhält und ansonsten jeden Tag zur Post geht, weil er auf eine postlagernde Sendung wartet, die nicht ankommt.

Viel zu häufig schreibt er über Rotlichtviertel, als ob das das Interessanteste an einem Ziel ist. Vielleicht soll Sex den Verkauf des Buches ankurbeln. Oder zieht es ihn immer wieder genau dahin?

Besonders schlimm ist der Stil. Eine blumenreiche oder bildliche Sprache kann interessant zu lesen sein. Aber bei Willemsen klingt es oft gewollt, aber nicht gekonnt:

"Der Wind streicht über die leere Fläche, auf der wir stehen wie zusammengefegt."

"Das Mädchen kichert, dass es von den Marmorwänden perlt."

"Also zurück in den 20. Stock des Hotels, wo ich an der Fensterfront des Fensters klebe wie ein Herbstblatt."

"Die spanischen Bäuerinnen riefen uns manchmal vor die Pyramiden mit ihren Honiggläsern, und wir bewunderten sie theatralisch wie das große Geschäft von Kleinkindern."

"So besuchten wir die örtliche Kirche und staunten hinein in die orchideenartig aufgefaltete Blutwunde des Herre Christ, die die Gläubigen in ihre Meditation einbeziehen."

Das Beste an dem Buch ist, dass alle 22 Kapitel völlig unabhängig sind. So kann man das Lesen unterbrechen und sich zwischendurch mit einem anderen Buch beschäftigen. Ich habe mich durch die 540 Seiten durchgekämpft, weil es auch immer wieder gute Beschreibungen gab. Über die Stilblüten musste man eben möglichst schnell hinweggehen.

Willemsen ist Literaturprofessor in Berlin. Man glaubt es kaum.
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pädagogisch nicht wertvoll, 31. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich selbst als Individualreisender viel herumgekommen bin und hoffte, von Herrn Willemsen neue, anregende Perspektiven aufgezeigt zu bekommen. Was für eine Enttäuschung ! Am Anfang war ich noch ganz amüsiert von mancher Charakterbeschreibung und Sprachakrobatik. Doch letztlich offenbart sich die ganze Arroganz, der Voyeurismus und Defätismus des Autors, was nur Frustration entstehen läßt. Wir lernen, dass man in Nepal Kinder gern überfährt, wenn es für die Kostenerstattung beim Verkehrsunfall nützlich ist. Aha. Er tritt ans Bett eines wildfremden Sterbenden in Minsk, Weißrußland, geht in ein chilenisches Gefängnis, in einen nach Vulkanausbruch abgesperrten Ort, in ein ekelhaftes Bordell in Bombay. Was zum Teufel hat er dort zu suchen ? Nichts, es sei denn, er möchte sich am Elend anderer weiden und sich seiner eigenen Überlegenheit vergewissern. Die Freude daran, in die Fremde zu reisen, schöne Dinge zu sehen, andere Kulturen kennenzulernen und nebenbei einen besseren Blick auf die Heimat zu gewinnen, all das kommt nicht vor. Im Grunde erfährt man sehr wenig über die Orte, und das Wenige ist auch noch oftmals falsch, wie vorherige Rezensenten bereits festgestellt haben. Entweder ist er wirklich nie dort gewesen, oder er hat vor lauter philosophischer Lästerei von den Ländern wenig mitbekommen. Den erheblichen Zeitaufwand, den dicken Wälzer zu lesen, sollte man sich besser sparen. Er ist es nicht wert.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dieses Buch nervt, 7. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Taschenbuch)
Schade, ich hatte mir von diesem Buch viel erwartet. Das Konzept hatte mein Interesse geweckt. Gerne hätte ich das Buch bereits nach dem ersten Kapitel weggelegt. Aber ich wollte dem Autor nicht Unrecht tun und habe mich daher bis ganz zum Schluß durchgekämpft. Das Lesen war ermüdend und langweilig. Satzkonstruktionen wie "während der apokalyptische Reiter der Langeweile am wolkenlosen Himmel heranzieht und..." Nein, für mich geht das so nicht. Das Leben ist zu kurz, es warten zu viele andere gute Bücher darauf gelesen zu werden. Ich halte es hier sinngemäß mit Christa, der Reisegefährtin in der zweiten Geschichte "...meine Neugier hat sich erschöpft...Du hast sie erschöpft...aber nimm's nicht persönlich..."
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65 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gekünstelt, 5. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Ich wundere mich über das positive Echo dieses Buches. Hier ist mir passiert, was mir ganz selten passiert: Ich habe das Buch nach den ersten 50 Seiten zur Seite gelegt und gesagt "Das wars". Die manierierte Sprache und seine Selbstgefälligkeit ist mir dermaßen auf den Geist gegangen, dass ich negative Gefühle bekam. Seine gestelzte Sprache und seine Vergleiche sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass ich mich frage, wie das der Autor macht. Beispiel: "Der Himmel ... (was könnte ich schreiben?... ist grau? ist wolkig? ist bedeckt? ah, jetzt hab ich es)...trägt Wühltischmode". (S. 42) "Der kleine Ort ... besteht aus Andenken mit Meerblick." (S. 46) "Und während der apokalyptische Reiter der Langeweile am wolkenlosen Himmel heraufzieht..." (S. 46) "Sie referierte ihr Leben, wie die Posten auf einem Einkaufszettel: nicht vergessen." (S. 43)
Und so geht es weiter, Seite für Seite, Satz für Satz. Ändert sich etwas nach Seite 50? Sollte ich weiterlesen und mich an den Stil gewöhnen, trotz Bauchschmerzen? Ich glaube eher, wir passen nicht zueinander, der Herr Willemsen und ich. Soll es ja geben, keine Liebe auf den ersten Blick. Und dabei verfolge ich seine Kariere schon seit den Talkshows auf Premiere, die wirklich gut waren. Aber sein Buch mag ich nicht. Meine Lehre: kaufe ein Buch nur, wenn du mindestens 10 Seiten davon z.B. im Internet gelesen hast!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Erde ist eine Scheibe, 6. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Der Ursprung des Daseins ist die Bewegung. Reisen ist Bewegung. Aus der kombinatorischen Gesetzmäßigkeit folgt nun zwangsläufig, dass man auf Reisen letztlich auch zu sich selbst finden kann.
Zum Glück will Roger Willemsen in seinem neuen Buch "Die Enden der Welt" nicht (nur) auf diese magere Erkenntnis hinaus, sondern setzt sich dem Reisen an sich aus, um eine viel interessantere Beobachtung zu machen; die Orte, die in manchen Fällen Ziel seiner Reise waren, in manchen Fällen eben auch nicht, verändern den Reisenden selbst, während er in ihnen verweilt - sich auf ihre ganz eigenen Riten und Gebräuche einlässt, die Eigentümlichkeiten und Unterschiede zu seiner eigenen Lebenswelt kennenlernt.
Diese Orte und Momente sind die von Willemsen so genannten "Enden der Welt", an denen ein wahrer Umbruch zu Tage tritt zwischen persönlichen und erlebten Ansichten und Einstellungen.

Sei es am Totenbett eines abgekämpften Mannes in Minsk oder in einer asiatischen Opiumhöhle, Willemsen versteht es, dem Leser die Konfrontation mit der eigenen Innenwelt aufzuzeigen, und genauso gelingt es ihm zeitgleich diese Orte, von denen man vermutlich die wenigsten überhaupt kennt, vor dem inneren Auge aufleben zu lassen. Dies hilft vor allem immer dann, wenn Willemsen in intellektuelle Manierlichkeit verfällt und sein Lästern über Massentourismus durch höfliches Überlesen leider nicht mehr möglich ist. Ein bißchen mehr Sachbuch hätte an manchen Stellen sicher gut getan, auch wenn man die lebendigen Erfahrungsberichte keinesfalls als Äquivalent zum Reiseführer sehen sollte, sondern vielmehr als eine unwiederholbare, nicht übertragbare Auseinandersetzung mit der Wirkung eines Ortes auf einen Besucher.

"Die Enden der Welt" ist also nicht weniger als ein Weckruf an alle, sich in Bewegung zu setzen, und ebenso ist es eine Einladung an alle sich bereits in Bewegung Befindlichen, ihr ganz persönliches Weltende zu finden.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Buch der Anregungen - Die Enden der Welt, 9. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Enden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch wird hier sehr unterschiedlich bewertet. Zum einen werden ihm geografische und historische angelastet zum anderen eitle Wortwahl. Anders wiederum ist seine Wortwahl gefühlvoll und gehoben bzw. das Buch eine gute Anregung über die Enden dieser Welt nachzudenken.

Sicherlich sind Ungenauigkeiten jedweder Art sehr ärgerlich und rechtfertigen eine deutlich schlechtere Bewertung als meine. Letztlich ist und bleibt dieses Buch aber eine Anregung sich doch einmal Gedanken über die Enden dieser Welt (geografisch,historsich, politisch, gesellschaftlich,...usw.) Gedanken zu machen. Tatsächlich ist mir aufgefallen, dass ich selten bei einem Buch so viele Anregungen vielfältigster Art erhalten habe. Das liegt wohl daran, dass die Enden der Welt eben genauso vielfältig sind und dem wird Willemsen durchaus gerecht. Ob in der Reise ansich oder an einem bestimmten Ort ob im Gefühl, in der Architektur im Verhalten der Leute, die er Beobachtet (die Aufzählung ließe sich weit fortsetzen); Willemsen lässt einem das Ende nicht langweilig werden und findet es immer wieder irgendwo. An diesem Punkt angelangt ist es mir eigentlich auch egal ob Arktis oder Antarktis, ja selbst wenn er einen eisigen Ort erfunden hätte um diesen darzustellen; wäre dies einer gelungenen Beschreibung eines Endes abkömmlich? Ich versuche eigentlich Ungenauigkeiten zu vermeiden und ärgere mich selbst über diese, aber in diesem Buch sind sie mir eigentlich egal, da sein Mehrwert eben nicht in der Präzision der Fakten liegt.

Fazit: Ein wundervolles, einfühlsames und absolut wechselhaftes Buch, das einem das fremde Ende genauso wie das Bekannte zeigt und es schafft, was glaube ich sehr wichtig ist, nicht abschließend zu sein. Dieser Anspruch wär vermessen. Einen Stern abzug gibt es für hin und wieder aufkommende Langatmigkeit und die schon angesprochene Ungenauigkeit. Beides aber aus meiner Sicht nicht gravierend. Das Buch lässt sich übrigens durch die Kapitel sehr gut dosiert genießen, obschon ich es an einem Wochenende durchlas. Seitengröße und Text pro Seite (Zeilenlänge) empfinde ich als äußerst angenehm. Schöner Einband.
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Die Enden der Welt
Die Enden der Welt von Roger Willemsen (Taschenbuch - 26. Januar 2012)
EUR 10,99
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