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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2011
Oooo, London war so toll. Oooo, warum muss mein Mann mich herbringen? Ooooo, wie liebe ich ihn (und meine Kinder), dass ich mir sowas antue. Landleben ist doof, nur in der Stadt toben der Bär und das wahre Leben. Was ist nur aus der Frau, die ich einmal war, geworden? Dick, fett, hässlich ist sie geworden. Und Schuld haben der Ehemann, die Kinder und das Leben auf dem Land. Wo es nur Leute gibt, die sich für Garten, Schafe und die Jagd interessieren.
Wie gut, dass ich so witzig bin. Dass ich aus jeder Depression eine Pointe schnitzen kann. Guckt mal, Leute, sogar im größten Elend bewahre ich meinen Humor. Und wenn mir gerade nichts witziges passiert, sorge ich dafür, dass das, was nicht passiert, sich wenigstens witzig anhört.

Drei Kinder im Abstand von je zwei Jahren, zwei Umzüge, ein Haus, das gerade umgebaut wird, Eltern, die täglich kränker und siecher werden, der Ehemann beruflich immer auf Achse. Natürlich ist das Chaos vorprogrammiert. Und natürlich hören sich die Begebenheiten eines solch chaotischen Lebens von außen lustiger an als sie für den Betroffenen selbst sind. Nicht wenige der beschriebenen Situationen lassen den Leser schmunzeln oder laut lachen (vor allem, wenn man ähnliche kennt). Doch irgendwann hat sich der Witz totgelaufen - ist es wirklich noch amüsant, wenn die Erzählerin zum dritten Mal mit leerem Benzintank auf der Straße liegenbleibt? Oder auf jeder fünften Seite irgend welche Schlüssel verlegt? Oder schon wieder nachts aufstehen muss, weil ein Kind kotzt?

Durch die kurzen Tagebucheintragungen lässt sich das Buch flott und leicht herunterlesen, bietet passagenweise nette Unterhaltung. Aber das wars schon. Wie es nach 2 Jahren zu Judiths Umschwung kommen konnte, wurde mir nicht ganz einsichtig.
Aus der Perspektive eines personalen unbeteiligten Erzählers hätte mir der Roman besser gefallen.
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am 17. August 2009
Bei diesem Buch handelt es sich eigentlich um das Internet-Tagebuch der Autorin, die tatsächlich mit 2 3/4 Kindern von London in ihr Ferienhaus in den Norden Englands zieht. Man begleitet Judith und ihre Familie aus der ihr ganz eigenen Sicht über einen Zeitraum von 2 Jahren und erfährt eine ganze Menge über sie, ihre Familie und ihr Leben. Auf den ersten fünfzig Seiten steht noch sehr das Heimweh nach London im Vordergrund und ich dachte mir: was hat sich diese Frau da eigentlich angetan? Mit drei kleinen Kindern in eín Haus, das noch umgebaut werden muss, der Ehemann geht weiterhin seiner Tätigkeit in London nach und ist nur selten in seiner "Traumumgebung" - warum macht sie das? Und wie schafft sie es alles, da sie sich zudem auch noch um ihre Eltern kümmert - die Mutter ist blind und zeitweise arbeitet.

Doch dann geht man einfach mit ihr mit, erlebt kleine und ganz alltägliche Geschichten rund um die neuen Nachbarn, die Kinder mit allem was dazu gehört. Man bekommt das Gefühl, man hört einer Freundin zu, die nicht mehr in der Nähe wohnt und von ihrem Alltag berichtet. Interessant dabei, dass grundsätzlich keine Namen benutzt werden, die Kinder sind nach Alter klassifiziert, die Erwachsenen nach Eigenschaften oder Herkunft. Das personalisiert sie zum Teil deutlicher als Namen und gibt der Geschichte Witz. Wenig schreibt sie, selbst wenn sie ziemlich am Boden ist, weil alles nicht so läuft wie es soll über die Beziehung zu ihrem Mann. Da wird keine schmutzige Wäsche gewaschen und ein Beziehungsdrama entworfen.

In diesem Roman der in Tagebuchform geschrieben ist kann sich eigentlich jede Frau, die eine gute Ausbildung und Beschäftigung hat(te), nicht ganz früh Kinder bekommen hat, ein Haus gebaut hat und nun Familie, Alltag und auch noch Arbeit unter einen Hut bringen möchte wiedererkennen. Das ist nicht hingebungsvoll, das ist ganz normaler täglicher Wahnsinn in einer Familie und da ist noch etwas: ganz ganz viel Liebe - und das macht den Charme dieses Buches aus.

Übrigens schreibt die Autorin weiterhin ihren Blog - es lohnt sich mal reinzugucken!
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am 27. Juli 2010
Was passiert, wenn man sich von seinem geliebten Ehemann dazu überreden lässt auf das Land zu ziehen? Was urspränglich als Wochenend- und Feriendomizil geplant war, wird zum ständigen Wohnsitz der hochschwangeren Wahl-Londonerin mit ihren zwei kleinen Kindern. Der Ehemann, der doch so gern auf's Land wollte, verbringt der Arbeit wegen mehr Zeit in London und überlässt seiner Grosstadtfrau das häusliche Niederlassen.

Das Buch - ursprünglich ein Blog - beschreibt die zweieinhalb Jahre, die das Ehepaar sich gegeben haben um mit der neuen Wohnsituation vertraut zu werden. Danach sollen die Karten neu gemischt werden und man will entscheiden, ob der Versuch Landleben geglückt ist oder man wieder zurück nach London zieht.

Die einzelnen Tagesaufzeichnungen beschreiben ganz alltägliche Probleme einer - eigentlich allein erziehenden - Mutter, welche versucht neue Freundschaften zu knüpfen, den Luxus der Grosstadt nicht ganz so sehr zu vermissen, mehrere Umzüge zu bewältigen, einen Hausausbau zu beaufsichtigen, sich um ihre betagten Eltern zu kümmern und sich mit dem Älterwern anzufreunden. Auf recht witzig-ironisch, manchmal schon satirische Art und Weise sind ihre Gedanken fest gehalten. Man kann regelrecht ihre Verzweiflung und Erschöpfung spüren. Wahrscheinlich kann jede Mutter von mehreren kleinen Kindern die nicht nur stummen Vorwürfe an ihren Mann nachvollziehen, der sich wohl doch ein wenig zu oft aus dem Staub macht.

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Ich persönlci hätte es aber gern zeit gleich als Blog lesen wollen.
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am 19. März 2012
Judith lebt in London, doch Ihr Mann hat einen Traum von einem Haus auf dem Lande. Lange Zeit wehrt sie sich dagegen, doch endlich willigt sie ein und sie ziehen aufs Land. Judith kommt mit dem Landleben einfach nicht gut klar und versucht sich einzuleben. Es passieren ihr viele Missgeschicke, wie z.b. dass der Tank mehrfach mitten auf der Fahrt einfach leer ist und schuld ist, wie soll es anders sein.. der Mann.

Die Erzählweise ist sehr fließend und hat auch einen Hauch schwarzen Humors. Sehr unterhaltsam geschrieben. Es haut einen nicht vom Hocker, denn es passiert nichts wirklich wirklich aufregendes. Alles wird leider nur sehr oberflächlich - wie man es vielleicht in einem Tagebuch schreiben wrid - beschrieben. Daher taucht man nicht wirklich in die Geschichte ein, sondern bleibt einfach als Leser ganz oben auf der Oberfläche und amüsiert sich darüber, dass immer der Mann Schuld sein soll, wenn mal der Tank leer ist. Judith scheint einfach immer alles gerne auf ihren Mann zu schieben und das ist nicht immer fair. Trotz allem eine sehr unterhaltsame geschichte mit wenig Tiefgang.

Fazit:

Eine nette Lektüre für zwischendurch.
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am 15. August 2010
Ein kurzer Einblick...
3Ich hatte nach der Leseprobe etwas mehr erwartet.Und auch das Cover verspricht etwas mehr "Farbe" in der Geschichte,

Es sind verschiedene Begebenheiten und Vorfälle aufgezählt,in kurzen Abschnitten,mit Datum versehen...der Vorteil man muß nicht alles auf einmel lesen.kann das Buch zwischendurch weglegen.

Mir wurde jedoch viel zu viel von der Mutter,dem pendelnden EheMann und Personen ohne Namen...die dann auch sehr unpersöhnlich rüberkamen ,erzählt.

Eben ein Tagebuch,das über den ganz normalen Alltagswahnsinn erzählt.

Mir fehlte teilweise der Zusammenhang bzw. die Durchgänigkeit in der Geschichte.

Jedoch hat das Buch ein gewisse Leichtigkeit ,die Probleme und Sorgen sind nicht unrealistisch,man kann sich hineinversetzen.Es gibt viele Frauen denen es genauso oder ähnlich geht.vielleicht macht es ja einigen Hoffnung.

Ein Buch das man nicht lesen muß,aber lesen kann....mehr für Zwischendurch.

Zumindest kein Buch bei dem die Lesezeit verlorene Zeit gewesen wäre.
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am 29. Juli 2010
Judith zieht ihrem Mann zu gefallen, hochschwnager, mit bereits 2 Söhnen und Katze nach Northumberland. Erst sollte es nur ein Wochenendhaus sein, aber daraus wird immer mehr.

Von ihrem Mann ist sie etwas enttäuscht. Er will unbedingt auf'auf dem Land leben und statt dessen verzieht sich tage- oder wochenlang in die von Judith geliebte Großstadt London und lässt sie mit den drei Kindern allein. Die Jungs haben es teilweise nicht leicht, einer wird in der Schule gemobbt. Mit dem Baby klappts auch nicht gerade reibungslos. Um ihrem Frust ein wenig zu entkommen, beginnt sie einen Blog zu schreiben, wo sie ihr tristes Leben beschreibt und sich wenig Freunde damit macht.

Insgesamt eine nette Geschichte, aber auch relativ öde. Ständige Wiederholung, wie trist es auf dem Land ist, wie toll London war. Ständig ist der Tank leer, oder der Schlüssel verschwunden. Irgendwann nervt es. Kein Buch, dass ich weiterempfehlen würde.
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am 9. August 2010
Die ersten 30 Seiten fand ich das Buch noch richtig gut. Denn diese Blog-Erzählung fand ich sehr gut. Doch irgendwann denkt man sich jetzt ist aber gut, gibt's noch was anderes, ausser eine Mutter die dauernd ihrem alten Leben nachheult. Dem tollen Leben in London, oder sie bleibt irgendwo liegen weil ihr Mann nicht tanken war. Wie wärs mal mit `selbst ist die Frau`.
Ich musst da an alle Mütter denken die ich kenne die können doch auch alle einen Rückblick schreiben über die letzten 2 Jahre, der würde bei den meisten dann genauso aussehen.
Also ich finds selbst als Urlaubslektüre zu langweilig. Ich würde mir das Buch nicht mehr kaufen und Rate auch jedem anderen sich ein anderes aus dem Regal zu nehmen.
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am 16. September 2011
Ich mag Bücher mit selbstironischen Frauen, die einen Spruch nach dem anderen ablassen á la B.Jones. Wer hat da nicht seinen Spass? Aber mit diesem Buch ist klar, dass das eben nicht jedem vorbestimmt ist. Kaum drückt man sich etwas zu lange ohne geeigneten Gag aus, wird aus der Selbstironie Gejammer. Das ist leider das Schlimmste, was so einem Buch passieren kann. Der Lesespass stirbt im Bruchteil einer Sekunde. Das Rumgenörgel der möchte-gern starken Frau ist nicht mehr ertragbar. Man möchte die Protagonistin anschreien: "Krieg den Hinter hoch und das Maul auf. Das kann doch nicht sein! Du hast selbst Schuld!" Ab dem Moment hat die Autorin keine Chance mehr, eine Wendung beizuführen.
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am 13. September 2013
Das Buch ist mir in der Buchhandlung ins Auge gefallen, der Klappentext klang vielversprechend, zumal ich grade selbst von der "Zurück-aufs-Land-Welle" mitgerissen wurde.

Um mit dem Positiven anzufangen: der Schreibstil ist wirklich schön und ich würde mir wünschen, die Autorin könnte sich dazu hinreissen lassen, einen Roman zu schreiben oder einen Krimi. Schreiben ist ihr Beruf, daher darf man das vielleicht auch erwarten. In diesem Punkt zumindest enttäuscht das Buch nicht.

Leider ist der Text eine Aneinanderreihung von Blogeinträgen, so dass es in dem Sinn keine Handlung gibt und auch keine Spannung aufgebaut wird. Mit Ausnahme der Frage, ob sie am Ende der zwei Jahre entscheiden wird dort zu bleiben oder nicht. Die Entscheidung fällt, die Begründung dafür fehlt jedoch, so dass ich am Schluss das fahle Gefühl hatte, dass sie einmal mehr einfach nur das tut, was man von ihr erwartet.

Zum Inhalt. Die Menschen haben alle keine Namen, vermutlich aus Rücksichtnahme, da die Erlebnisse ja real sind. Das ist zwar nachvollziehbar, macht aber das Lesen manchmal etwas zäh und lässt die Gestalten weniger greifbar werden. Hatte ich anfangs noch Mitgefühl für ihre schwere Situation, aus dem gewohnten und heiss geliebten Londoner Umfeld herausgerissen zu werden und sich nun allein mit drei Kindern auf dem Land behaupten zu müssen, so gleitete dieses Gefühl bald ab und machte einem anderen Platz: Fremdschämen. Man wird unfreiwillig zum Voyeur ihres Selbstmitleids. Bleibt die Hoffnung, dass sie vom Stilmittel der Uebertreibung reichlich Gebrauch gemacht hat und es in Wahrheit nur halb so schlimm war.

Die eigene Hilflosigkeit so offen zur Schau zu stellen, mag eine Art Hilferuf gewesen sein. Mit der Zeit wird klar, dass der Blog von den Menschen im Dorf mitgelesen wird. Einige scheinen auch zu reagieren, aber offenbar ist es schwer, an die Autorin heranzukommen, weil sie eine "Ich schaff das schon allein!"-Mauer umgibt. Diese hält sie an einigen Stellen sogar ihrem Mann gegenüber aufrecht, was erstaunlich ist. Manches ist nur schwer nachvollziehbar, wie zum Beispiel die Tatsache, dass sie ständig ohne Benzin im Tank dasteht. Hat das Auto denn keine Tankuhr? Das kann ja mal passieren, aber beim vierten oder fünften Mal hat man schon den Eindruck, da braucht jemand dringend professionelle Hilfe. Und wieso ist überhaupt ihr Mann für das Auftanken zuständig, der doch sowieso nie da ist?

Fazit: Ein Buch, das manchen Frauen, die in einer ähnlichen Situation stecken, vielleicht Mut machen kann und ihnen das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Alle anderen wird es wahrscheinlich wenig begeistern. Trotzdem: gut geschrieben, deshalb 3 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 31. Mai 2013
Judith ist 42, erfolgreich, eine Powerfrau, glücklich verheiratet und Mutter von einem zweijährigen und vierjährigen Sohn. Aktuell ist sie mit einer Tochter schwanger, als ihr Mann sich immer mehr wünscht von London weg in den Norden zu ziehen. Dort haben sie ein Ferienhaus und er möchte es als dauerhaften Wohnsitz. Um ihren Mann glücklich zu machen, stimmt sie zu. Doch es gefällt ihr alles gar nicht. Dreck, keine Freunde und eigentlich will sie wieder zurück nach London. Vom23. August 2005 bis zum 31. Dezember 2007 schreibt Judith ihre Eindrücke des Landlebens in einem Blog- agebuch auf. Diese Einträge wurden zusammengefasst in diesem Buch veröffentlicht.

'''o0o Meine Meinung o0o'''
„Stadt, Land, Schluss“ warum nicht. Das dachte ich mir, als meine Mutter es mir geschenkt hat. Ab und an braucht der lesende Mensch mal seichte Unterhaltung und warum nicht etwas alltägliches, wie das Landleben. Ein solcher Umzug bietet schließlich jede Menge Unterhaltung, Pannen und Ärgernisse. Durch ein anderes Werk, wusste ich, wie ein solches Blog-Buch umgesetzt werden kann. Ich muss zwar zugeben, dass ich es erst auf den zweiten Blick entdeckt hatte, aber dafür hat mich die Idee von den Eingewöhnungsproblemen gepackt.

Meine Erwartungen an das Buch waren gar nicht so groß.Ich wollte einfach unterhalten werden, aber das hat die Autorin nicht geschafft. Da bei einem solchen Buch keine Spannung oder Romantik aufkommt, muss der Humor wirklich vortrefflich sein. Zumindest möchte ich mich unterhalten fühlen. Sicherlich hat die Autorin ihren ganz speziellen Humor und mit diesem schafft sie das eine oder andere Schmunzeln zu erzeugen, aber bei einem Werk von 350 Seiten, sind 10 Schmunzler in meingen Augen dürftig.

Obwohl ich weiß, dass es sich um eine Umsetzung des Blog-Tagebuches handelte, hatte ich den Wunsch oder besser gesagt die Hoffnung, dass sie es als kleine Geschichte tarnt. Stattdessen wirft sie in der Tat mit Blog-Tagebuch-Einträgen um sich. Dadurch entsteht keine Geschichte und kein roter Faden, sondern man bekommt eine völlig merkwürdige Aneinanderreihung von Gedanken und Alltag-Erlebnissen präsentiert. Manchmal sind riesigen Sprünge in den Gedanken und Lücken in den Tagen. Manchmal ist das ja nicht schlimm, aber es gibt Passagen, wo man sich fragt, was in der Zwischenzeit passiert ist, was aus einer anderen Situation geworden ist und ähnliches.

Man mogelt sich durch die Seiten und irgendwann kommt man nach 100 Seiten zur Erkenntnis, dass man eigentlich gar nichts über die Schreiberin weiß. Äußerlich ist sie mir genauso fremd, wie die Namen ihrer Kinder. Zum Beispiel nennt sie ihre Söhne immer, der zweijährige und der vierjährige. Der Name ihrer Tochter ist an eine Freundin angelehnt und in freudiger Erwartung möchte man ihn lesen, aber vielleicht hatte meine Brille auch bei diesem Wort einen Schmutzfleck oder einen Schlieren, sodass ich ihn übersehen habe. Stattdessen durfte ich mir anhören, wer alles ihre Scheide gesehen hat, wie man sich als werdende Mutter fühlt und wie schwer doch alles ist. Ich bin selbst Mama und kann nicht bestätigen, dass ich auch nur eine Minute Zeit hatte über meine Frisur oder meine Scheide nachzudenken. Da hätte sie doch lieber Namen nutzen sollen, als solche flachen Dinge einzubauen, um witzig zu sein. Manchmal ist es ohne Namen wirklich schwer zu wissen, von wem sie redet. Irgendwann habe ich es aufgegeben mir zu merken, wer welche Person ist oder sein könnte.

Normalerweise lese ich gerne solche leichten Werke und kann sie auch oft nicht aus der Hand legen, aber hier war es egal. Egal wo man das Buch unterbrochen hat, man fand sofort wieder rein, auch wenn man gar nicht wusste, wo man pausiert hat. Ja, manchmal muss ich die letzten 10 Zeilen lesen, um wieder richtig drin zu sein.Hier war das egal, denn die Tagebucheinträge waren ja oft ohne Zusammenhang und dementsprechend war es nicht so tragisch. Hat einen Vorteil, weil man wirklich mal auf Klo lesen kann oder wenn die Kinder beschäftigt sind, aber der Nachteil ist, dass man die Lust an dem Buch verliert.

Das Hauptproblem ist in meinen Augen, dass in ihrem Auswandererleben, wie ich es spaßhaft nenne, nicht viel passiert, und da kann auch nicht der Versuch von Humor helfen. Es gibt eine Menge an Dingen, die passieren können, aber hier passiert nichts. Das Kind kommt in der Großstadt, oft flüchtet die Dame des Hauses vor der Situation und es ist einfach langweilig. In meinen Augen als Blog vielleicht ganz nett, aber mehr auch nicht.
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