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57 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr liebenswertes Portrait des Schriftstellers und seiner Stadt
Wer sich hier einen spannenden Roman erwartet, der wird enttäuscht sein. Vielmehr ist dieses Werk ein Eintauchen in das Istanbul früherer Jahre. Ausgezeichnet dargestellt wird die Stadt anhand vieler Fotos, welche mich eines ums andere faszinierten.
In diesem Buch wird Istanbul dargestellt, wie man es sicher in keinem Reiseführer finden kann. Alte...
Veröffentlicht am 9. November 2008 von R. Wagenhofer

versus
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant aber antrengend zu lesen
Ich liebe Istanbul und habe mich deswegen sehr über dieses Buch gefreut, als es mir geschenkt wurde. Ich habe durch das Buch viel neues und interessantes erfahren, und fand den speziellen Blickpunkt von einem echten Istanbuler ansprechend. Aber was hab ich mich durch das Buch gequält, vor allem am Anfang. Nach den ersten 100 Seiten geht es besser. Ich weiss...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2010 von I.B.


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57 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr liebenswertes Portrait des Schriftstellers und seiner Stadt, 9. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Wer sich hier einen spannenden Roman erwartet, der wird enttäuscht sein. Vielmehr ist dieses Werk ein Eintauchen in das Istanbul früherer Jahre. Ausgezeichnet dargestellt wird die Stadt anhand vieler Fotos, welche mich eines ums andere faszinierten.
In diesem Buch wird Istanbul dargestellt, wie man es sicher in keinem Reiseführer finden kann. Alte osmanische Villen sowie unzählige verfallende Ruinen schmücken den Text. Dieser wirkt eher beschreibend als erzählend.
Aber nicht nur die Stadt steht im Mittelpunkt, sondern auch Pamuks Kindheit und Jugend, Familienprobleme und Gesellschaftsansichten.
Mir hat das Buch gut gefallen, es war angenehm zu lesen und nie langatmig
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Understatement ist der Trick des Buches, 10. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Pamuk beginnt, indem er ganz banal über seine Kindheit erzählt und das Ganze auch noch mit Schnappschüssen aus dem Familienalbum illustriert. Im Folgenden wechseln Familienanekdötchen mit essayistischen Berichten über Istanbulansichten des 19. Jahrhunderts oder Lokalgrößen des Istanbuler Kulturlebens von anno dazumal.
Erst nach 200 Seiten, wenn alle politikfixierten Leser unweigerlich vergrault sind, lässt er die Katze aus dem Sack: Natürlich war das bewusst politisch, dass er die finanziellen Verhältnisse seiner Familie, ihre konkreten Lebensgewohnheiten und Ansichten offen darlegt. Er erzählt exemplarisch von sich, um aufzuklären, wie das soziale Leben in Istanbul funktioniert. Die spielerischen Ausflüge in die Kulturgeschichte nutzt er dabei elegant, um historisch wie sozial über das Fallbeispiel seiner Familie hinauszuweisen.
Diese aufklärerische Absicht findet in der zweiten Hälfte des Buches auch in die Kapitelüberschriften Eingang: "Eroberung oder Fall? Die Türkisierung Konstantinopels" oder gleich darauf "Religion". Immer aber verankert er allgemeinere Aussagen im eigenen Erleben. Zum Beispiel erwähnt er unter "Türkisierung" zwar die Zwänge des NATO-Mitglieds Türkei und ihrer Regierung in den fünfziger Jahren angesichts der Zypernkrise, ihr Schwanken zwischen Kuschen vor dem Westen und heimlicher Aufhetzung der eigenen Bevölkerung. Aber das ist nicht das Thema, das ist nur notwendige Hintergrundinformation. Das Thema ist, was dann tatsächlich in Istanbul los war und was er erlebt hat: die antigriechischen Pogrome. Oder er schildert seine pubertätstypischen Verrenkungen in Bezug auf die Religion (Wie streng soll man den Ramadan einhalten?), und plötzlich spürt man, das ist ja gar nicht allein sein Problem, das ist ja die Widersprüchlichkeit der ganzen Gesellschaft in religiösen Dingen.
Und überhaupt: "Fremd in einer ausländischen Schule" heißt eine der schönsten Kapitelüberschriften. Aber wer ist hier gemeint? Orhan Pamuk oder Istanbul? Oder die ganze Türkei? Für diese mehrdeutigen Überschriften liebe ich dieses Buch. Denn sie zeigen den Sinn, den es überhaupt hat, über Politik nachzudenken: Ich lebe in der Welt, und deshalb möchte ich wissen, wie sie ist.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant aber antrengend zu lesen, 9. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Ich liebe Istanbul und habe mich deswegen sehr über dieses Buch gefreut, als es mir geschenkt wurde. Ich habe durch das Buch viel neues und interessantes erfahren, und fand den speziellen Blickpunkt von einem echten Istanbuler ansprechend. Aber was hab ich mich durch das Buch gequält, vor allem am Anfang. Nach den ersten 100 Seiten geht es besser. Ich weiss nicht, ob's an der Uebersetzung liegt, oder an Pamuk's Schreibstil, aber ich fand es mitunter wirklich anstrengend zu lesen - zu lange verworbene Sätze mit Bindeworten an unmöglichen Stellen oder fehlend, viele Wiederholungen, etc. Ich musste häufig Sätze 2-3 mal lesen bis ich den Sinn begriffen habe, und ich bin nicht jemand der nur leichte Urlaubslektüre liest. Das Ganze wird aber zum Glück durch häufig interessante Geschichten gerettet.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Orhan Pamuk Istanbul, 9. Dezember 2009
Von 
Mag Gudrun Meddeb (Wien-Tunis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Orhan Pamuks Erinnerungen an Istanbul sind eine Liebeserklärung an die Stadt, die dem Leser nicht nur die Geschichte und Kultur dieser Stadt näherbringt, sondern ihm auch Einblick in eine Welt ermöglicht, die ihm vielleicht bisher verschlossen blieb. In einer Zeit, die von Minarett-Verboten und Islamophobie gekennzeichnet ist, ist dieses Buch vielleicht ein kleiner Beitrag zu einem umfassenderen Verständnis einer anderen Kultur, die nicht nur von fundamentalistischen Islamisten, sondern vor allem auch von weltoffenen, areligiösen Menschen gekennzeichnet ist, die jene Grundwerte vertreten, die wir Europäer so gerne als unsere Werte bezeichnen und dabei vergessen, dass es sich um universelle Werte handelt.
Orhan Pamuk begleitet uns auch durch seine Kindheit und Jugend und wartet dabei mit wunderschönen und berührenden Geschichten auf. Es ist diese Mischung aus persönlichen Erinnerungen und grosser Kultur, die dieses Buch so lesenswert und liebenswert machen.
Ein empfehenswertes Buch, nicht zuletzt auch aufgrund der Sprache, die von Gerhard Meier meisterlich in die die deutsche Sprache übersetzt wurde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Hüzün" - Melancholie - Tristesse (S109), 25. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Orhan Pamuk entführt uns Leser in das Istanbul seiner Kindheit, seiner Jugend, und seiner frühen Erwachsenenjahre. Ohne Zweifel war Pamuk in eine reiche Familie gehobenen Standes geboren worden. Er stellt uns die Mitglieder seine Familie vor, die große Verbundenheit zu seiner Mutter, die unterschiedlichen Stadtviertel, die seine Familie durchwohnt hatten, nachdem das große Vermögen des unternehmerischen Großvaters bis auf den letzten Cent durchgebracht war.

Er macht uns vertraut mit "Hüzün", der großen Melancholie der Stadt am Bosporus, der Scheide zwischen Europa und Asien und dem Zwiespalt zwischen stolzer Sehnsucht nach dem orientalischen Erbe und der aufbrechenden politischen Europäisierung in der Verehrung Atatürks.

"Die Verwestlichung hat mich und Millionen von Istanbulern in die Lage versetzt, unsere eigene Vergangenheit "exotisch" zu finden". S278

Die Identifikation der Stadt über den Bosporus wird deutlich in der wiederholten Darstellung, der Frachter, die tutend an der Stadt vorüberfuhren, der Tanker, die plötzlich in Brand geraten waren und Öl in die Meerenge ausgegossen hatten, oder der vielen wunderschönen Villen aus Holz, die an beiden Ufern des Bosporus, Jahr um Jahr in Flammen aufgegangen waren, weil ihre Besitzer sie nicht mehr beheizen konnten. Begleitet von Schaulustigen und Gaffern.

Pamuk stellt uns wiederholt die Schriftsteller Istanbuls vor, die Idole seiner Jugend. Er setzt nicht den Stift zur Zensur an, wenn er sich seiner jugendliche Leidenschaft fürs Malen, seiner erste Liebe, der ehelichen Probleme der Eltern erinnert oder das wenig religiöse Leben beschreibt.

"Es war aber in unserer Familie auch damit nicht sonderlich weit her, und da nichts Tiefgehendes die Religion vollwertig ersetzte, glich bei uns die seelische Landschaft eher einem tristen farnüberwucherten Grundstück, auf dem nur noch Gerümpel lagert, seitdem man die alten Villa darauf erbarmungslos abgerissen hat." S209

Diese "Erinnerung an eine Stadt" eignet sich ausgezeichnet als Begleiter auf einer Istanbul Entdeckung, verlangt dabei allerdings Muße. Die Erzählungen über sein Leben, seine Familie, den Bosporus und die einzelnen Stadtteile habe ich sehr genossen, den Passagen über Melling, Kemal, Nerval, Tapinar oder Flaubert's Kampf gegen die Syphilis wurde ich doch überdrüssig.

"Wenn der Preis für ein Leben in Istanbul der "Hüzün" war, dann wollte ich mich diesem unausweichlichen Schicksal so schnell wie möglich ergeben, um meine Ruhe zu haben." S400
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Porträt einer melancholischen Geliebten, 2. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Orhan Pamuks Buch über "Istanbul, Erinnerungen an eine Stadt", in der der Literaturnobelpreisträger von 2006 geboren wurde und heute nach langer Abwesenheit wieder lebt (und arbeitet) ist eine intime und melancholische Liebeserklärung an eine große Kulturmetropole. Pamuks Buch ist ein ungeheuer geistreiches Buch, das von einer ruhig fließenden, klassischen Sprache, aber auch von orientalischem Bilderreichtum und einer unendlich lebhaften Welt von Zwischentönen lebt.

Nach dem Ende des Osmanischen Reiches, das mit dem Ende des Ersten Weltkriegs zusammenfiel, und nach einer Zwischenepisode unter dem "Vater der Türken", Kemal Pascha, genannt Atatürk, war das mächtige Byzanz, die Hauptstadt des griechisch-oströmischen Reiches, neben Rom die erste Megapolis und erste Kosmopolis der Weltgeschichte, war das spätere prächtige Konstantinopel und heutige Istanbul über einen langen Zeitraum hinweg, geprägt durch dramatische politische Turbulenzen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Militärdiktaturen, in einen Dornröschenschlaf versunken, aus dem es erst in den letzten zwei oder drei Jahrzehnten langsam wieder aufgewacht ist.

Heute ist Istanbul wieder eines der bestimmenden Kulturzentren jenseits von Paris, Berlin, Wien und Rom, und es kann mit allen von diesen mithalten. Seine Schönheiten ziehen jeden magisch in den Bann, der sich vom orientalischen Zauber, aber auch vom kultureuropäischen Flair der Stadt zwischen Bosporus und Goldenem Horn begeistern lassen will. Für jeden, der die Stadt an der Grenze zwischen Europa und Asien schon kennt, die zu allen Zeiten der Weltgeschichte ihren sehr eigenen Platz im Zentrum des jeweiligen Geschehens eingenommen hatte, bleibt sie ein Ort heimlicher, oder auch offen zur Schau getragener Sehnsucht. Man könnte es auch das "Heimweh des Weltbürgers" nennen. Für jeden, der sich dem Charme der Weltstadt Istanbul erst jetzt öffnet, wird sich die Begegnung ebenfalls als eine besonders langlebige Freundschaft erweisen, weil niemand sich dem Charme seiner märchenhaften Geheimnisse jemals wieder entziehen kann.

Wie jede wahre Kulturmetropole in der ganzen Welt ist auch Istanbul eine im tiefen Kern melancholische, geheimnisvolle und, jenseits vom geschäftigen Lärm und scheinbar allgegenwärtigen Chaos, stille Schöne, die ihre Liebhaber nicht durch grelle Töne und Farben, sondern durch verhaltene, verborgene, erst auf den zweiten Blick erkennbare, hingetuschte Feinheiten für sich einnimmt. Wie sie entweder alte, immer noch elegante, sehr kultivierte, auch vielleicht ein bißchen verschrobene, Damen auszeichnen. Oder aber sehr junge Mädchen, denen ihre zukünftige, von alter und gewachsener Kultur geprägte Schönheit schon unübersehbar auf den Leib geschrieben ist.

All das bietet Istanbul. Und das nicht erst seit gestern, sondern immer schon. Für den einen oder anderen mag das eine ganz neue Betrachtungsweise sein, die er der Stadt zwischen Orient und Okzident, der Stadt der Türken, die sich in Berlin und Kreuzberg doch scheinbar durch alles mögliche andere, aber nicht vordergründig durch Kultur und feine Melancholie, auszeichnen, unbedingt nicht zugetraut hätte. Wer also wirklich interessiert daran ist zu erfahren, wer die Türken sind, woher sie kommen und vor allem: was sie mit Europa immer schon gemein hatten und immer noch haben, sollte sich von Orhan Pamuk mitnehmen lassen auf seiner Reise in die Erinnerungen einer (seiner) Stadt, die, wie alle Kulturmetropolen der Welt, Gemeinsamkeiten widerspiegelt, die allen gehören, nicht nur den Türken, aber vor allem diesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen er scheitert an seinen eigenen Zielen, 23. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Das Buch habe ich mir lange gewuenscht. Sein Preis sinkt nicht, spricht fuer die innige Beziehung der Leser zu diesem Buch. Oder? Irgendwann dann realisiert und erwartungsvoll zu lesen begonnen.

Der Autor, der sich als profunder und letztlich professioneller Traeumer im besten Sinne darstellt, erhebt ein simples aber anspruchsvolles Ziel zu seinem Ziel: Die von ihm erzaehlten Geschichten muessen sich in der Phantasie des Lesers abspielen, die Bilder muessen im Gehirn des Lesers entstehen. Bravo, so geht grosses Kino im Kopf.

Als haette er es geahnt, dass er dabei schlicht versagt, so streut er grosse Mengen schoener und sicher rarer Photographien von Istanbul in sein Buch (Taschenbuchausgabe!). Na toll! Das braucht man auch, den die abgehackte, den Zusammenhang immer nur muehselig herstellende Erzaehlweise bringt keine Bilder im Kopf hervor. Die deskriptive, emotionssterile Beschreibung aneinandergereihter Sachverhalte ohne innere Klammer ist sowas von phantasielos, es ist einfach nur bemueht.
Dabei geraet das seitenweise Wiederholen der immer selben, variationslosen Begriffe (z.B. sein "Schwarz Weiss") in zahllosen Satzvariationen zu einem nervtoetenden Abwarten auf irgendetwas neues, spannenderes oder verbindendes oder persoenliches oder .... nichts kommt.
Bemueht aber nicht erreicht.

Nein, sein Ziel, ein lebendiges Bild zu erzeugen, von was auch immer, das verfehlt er gruendlich.

Literaturnobelpreis? Irgendwo auf dem Weg von dem Skript zum Leser ist hier alles Faszinierende verloren gegangen. Da ist jede Betriebsanleitung spannender.

Kann ich keinem in dieser Form und Ausgabe empfehlen.

/d
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oh mein Istabul..., 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gelesen, als ich für zwei Monate in Istanbul war, weil ich gehofft habe, etwas in die Stadt eintauchen zu können. Dies ist Pamuk zumindest teilweise auch gelungen.

Er beschreibt teilweise sehr eindrucksvoll, wie sich Stadtviertel im Laufe der letzten 150 Jahre verändert haben. Er erzählt, wie er in Istanbul aufgewachsen ist, was er in der Stadt erlebt. Das ist sehr kurzweilig, spannend und macht Spaß.

Immer, wenn es um Hüzün, der Meleancholie, die die Stadt angeblich ausströmt, geht, wird es sehr langatmig. Leider auf midestens 200 der knapp über 400 Seiten. Es scheint fast so, als wenn Pamuk diese Melancholgie durch Aneinanderhängen von immer längeren Schachtelsätzen auf den Leser übertragen will. Nur sind Langeweile und Melancholie leider zwei unterschiedliche paar Schule. Man möchte dem Autor zurufen: Ohan, sattel auf und dann mit Galopp auf und davon. Zwar versucht er Beispiele anzufügen, dass auch andere Schriftstellerkollegen dem Hüzün erlegen waren und wie diese Melancholie letztlich zustande kommt. Man gewinnt aber zunehmend doch den Eindruck, dass er seine eigene Schwermütigkeit auf seine Schriftstellerkollegen projeziert.
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2.0 von 5 Sternen Sehr schwer zu lesen, 13. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Mit hohen Erwartungen bestellt - wenn man die Türkei seit 32 Jahren als Urlaubsland liebt und sich auch für die Kultur interessiert, ist Orhan Pamuk ein "Muss". Aber welche zähen Sätze sind dort zu meistern - ab und an ganze fünf oder sechs Zeilen lang. Man verirrt sich in den Satzkonstruktionen wie in einem Dschungel...
Hut ab vor dem Mann, der das aus dem Türkischen ins Deutsche übersetzt hat. Fand die Lektüre sehr schwer...
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4.0 von 5 Sternen Der türkische Pumuckl macht Freude, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt (Taschenbuch)
Orhan Pamuk, von einigen der "türkische Pumuckl" genannt, erzählt seine ganz persönliche Istanbul-Geschichte. Natürlich spricht er uns alle, die wir schon einmal oder öfter in Istanbul waren, damit auf seine eigene, bescheiden-charmante Art an. Das Buch macht Freude.
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Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt
Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt von Orhan Pamuk (Taschenbuch - 1. September 2008)
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