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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Terror der Tradition
50-er Jahre, Ostanatolien, eine Kleinstadt. Halid, ein Eisenbahnbeamter, dessen Vorfahren (wie auch die seiner Frau) aus dem Kaukasus stammen, hat eine "Hundebrut" (so nennt er seine Frau und seine 5 Kinder) zu versorgen. Er ist arbeitsscheu, dafür tritt er in der Öffentlichkeit umso selbstbewusster auf. Seine Familie tyrannisiert er; seine Frau schlägt er...
Veröffentlicht am 2. Januar 2007 von Mag Wolfgang Neubacher

versus
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sensibel, aber monoton
Leyla ist ein ganz normaler Teenager in einem türkischen Dorf. Sie hat drei Schwestern, einen Bruder, diverse Freundinnen und Nachbarn. Allerdings tyrannisiert der gewaltige Vater ("der Mann meiner Mutter") die Familie, insbesondere die Frauen. Religiös motivierte Unterjochung, Mädchen, die darauf getrimmt werden, die ihnen vom Islam bzw. der Gesellschaft...
Veröffentlicht am 14. Juni 2009 von Wirtshausberater


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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Terror der Tradition, 2. Januar 2007
Von 
Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Gebundene Ausgabe)
50-er Jahre, Ostanatolien, eine Kleinstadt. Halid, ein Eisenbahnbeamter, dessen Vorfahren (wie auch die seiner Frau) aus dem Kaukasus stammen, hat eine "Hundebrut" (so nennt er seine Frau und seine 5 Kinder) zu versorgen. Er ist arbeitsscheu, dafür tritt er in der Öffentlichkeit umso selbstbewusster auf. Seine Familie tyrannisiert er; seine Frau schlägt er permanent - und sie erduldet es. Stolz ist er - wenn überhaupt - auf seine beiden Söhne Djengis und Tolga; seine 3 Töchter Yasmin, Selda und Leyla - aus Sicht der letzteren wird der Roman erzählt - verachtet er.

Die beiden älteren Mädchen warten darauf, geheiratet zu werden (die einzige Möglichkeit, dem Familientyrannen zu entfliehen) - aber tatsächlich will Leyla, die jüngste Schwester, als erste heiraten. Natürlich ist der Vater damit nicht einverstanden. Es ist nicht der erste Strauß, den Leyla mit ihrem Vater auszufechten hat...

Zaimoglu siedelt seinen Roman in einer archaischen Gesellschaft irgendwo in Ostanatolien an (auch wenn sich der Schauplatz gegen Ende des Romans ändert). Die Welt in dieser Gesellschaft wird von den Männern dominiert; die Frauen werden unterdrückt und geschlagen - im besten Fall erkämpfen sie sich ein paar kleine Freiheiten. Im Prinzip hassen sich die beiden Geschlechter. Der Schein ist alles; eine Kommunikation findet nicht statt. Am Ende steht die Resignation - oder (wie in diesem Buch) ein Neubeginn...

Eine großartige Famileinsaga von einem Autor, der zwar in der Türkei geboren ist, aber schon als Kleinkind nach Deutschland kam - und auch auf Deutsch schreibt.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar poetisch - schonungslos direkt, 27. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Gebundene Ausgabe)
Diese Buch hat mich total begeistert. Es ist meiner Meinung nach keine leichte Kost. Der Stil war für mich ungewohnt - sehr blumig, aber nachdem ich ein paar Seiten hinter mir gelassen habe, kam ich gut damit klar und fand ihn wunderbar poetisch. Und dies obwohl das Thema alles andere als harmonisch ist. Schonungslos und knallhart schildert Feridun Zaimoglu das Leben im Anatolien der 50er Jahre. Als Tochter eines arbeitsscheuen, brutalen und menschenverachtenden Vaters ist das Leben nur selten ein Freund. Trotz aller Poesie schafft es Zaimoglu Leylas Geschichte authentisch und z. T. grausam dem Leser nahe zu bringen. Für mich ein Meisterwerk!
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51 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epiker türkischer Familiengeschichte, 17. April 2006
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Gebundene Ausgabe)
Fünfhundert Seiten lang zieht sich die Frage, wann wird das Monstrum sterben, durch den neuen Roman von Feridun Zaigmoglus, einem der interessantesten deutschen Gegenwartsautoren. Er gehört seit über zehn Jahren zu den produktivsten, bekanntesten und auch erfolgreichsten deutschen Autoren und hat sich den Ruf erschrieben, ein nicht ganz „unkerliger" Autor zu sein. Jetzt schreibt er aus der Perspektive eines Mädchens am Anfang, dann einer heranwachsenden Frau. Eine Identitätskrise?
Der Prolog des Buches schildert ein Szenario, wo ein Rudel Wölfe, auf offenem Gelände Jagd auf einen Menschen macht und endet mit den Sätzen:" Wie kann man nur seine Unschuld opfern, das man sich in der Not den Wölfen hingibt. Der Fraß heiligt diese Tiere". Und der Roman endet dann mit den Sätzen von Leyla, die mittlerweile in auf dem Bahnhof München angekommen ist und sagt:" Ich werde den Wolf streicheln und er wird vielleicht nicht in die Hand beißen, die ihm über das Rückenfalle fährt".
Die Geschichte beginnt Anfang der 50 er Jahre, in einer nicht näher benannten Kleinstadt in Anatolien. Leyla wächst als jüngstes von fünf Geschwistern in einer anatolischen Kleinstadt auf. Ihre Schwestern Yasmin und Selda sind die meiste Zeit damit beschäftigt Aussteuer zu sticken, die beiden Brüder Djengis und Tolga , zwei komplexe Charaktere, wissen nicht genau, ob sie in die Fußstapfen des „Patriarchen" treten sollen, oder sich doch lieber der Romantik hingeben sollen. Ihr Leben, das ihrer Mutter, der Schwestern und der Brüder besteht vor allem aus Armut, Not, Gewalt und endloser Demütigung. Tradition, Ahnenglaube, all diese ehernen Gesetze haben noch Gültigkeit. Nicht nur gegen sie muss die Familie ankämpfen, sondern gegen den sehr dominanten, streitsüchtigen, gewalttätigen „Nährvater" Halid. Dieser Sadist schwängert die älteste Tochter, schlägt die Familiemitglieder grundlos und bedroht alle mit dem Tod.
Die Frauen sind alle sehr stark und in sich ruhend, obwohl das alle sehr schwierig ist. Ihnen ist in der Hierarchie nur ein bescheidener Platz zugewiesen. Leyla ist eine Frau die nicht aufgibt. Sie hätte allen Grund zu scheitern, sie hätte allen Grund nachzugeben, aber sie kämpft, erobert Freiheiten, die sie jedoch dann wieder zu verlieren scheint. Doch alles Unglück in der Familie rührt vom inzwischen arbeitslosen „Nährvater" her. Seine Frau betrügt er bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Die Söhne verfangen sich in komplizierten Verbindungen. Ehebruch, obwohl mit Todesgefahr verbunden, ist an der Tagesordnung. Und in dieser Situation sehnen sich die Töchter nach einem rettenden Helden, der sie aus dem häuslichen Elend befreit.
Leyla verliebt sich in einen Mann, der als der „Schöne" beschrieben wird. Ihr Leben ist voller Desillusionierung. Sie lernt den Reden der Männer keinen Glauben zu schenken. In ihrer Umgebung wird sie als westlich gekleidete „Schminkmaus" bezeichnet, sie raucht, geht nationalistisch konservativem Gedankengut nach, träumt vom modernen „elektrischen Leben". Sie glaubt an „den einen Gott", hasst die Politik, ist von dem starken Aberglauben ihrer Umgebung angewidert. Sie ist eigentlich in ihrem ganzen Leben mit einem absurden Optimismus ausgestattet. Und Leyla hat nur ein Ziel, sie will dem Vater entkommen. Sie möchte weg von diesem Tyrannen, diesem Despoten. Sie nennt ihren Vater nicht Vater, sondern Mann von meiner Mutter.
Sie heiratet Metin, doch ziemlich schnell nach der Hochzeitsnacht bringt er Leyla wieder zu ihrer Familie zurück. Man weiß nicht genau warum. Metin ist nicht nur ein höflicher Gemahl, sondern ein notorischer Ehebrecher. Natürlich ist die romantische Leyla enttäuscht, lässt sich aber von all diesen Rückschläge nicht beirren.
Die Familie geht zunächst nach Istanbul. Und da schildert der Autor ziemlich drastisch, wie diese Provinzanatolier in der Stadt Istanbul scheitern. Natürlich hat man diese Dörfler schief angeguckt, wollte sich von ihnen nicht die schöne Stadt Istanbul verschandeln lassen. Aber sie sind schließlich geblieben und haben ihre „Schönheit" eingebracht.
Leyla, eine einfache Frau aus dem Volk, geht durch so viele Härten, Männer versuchen sie immer wieder, aus welchem Grunde auch immer, von ihrem Weg abzubringen, man versucht ihr die Luft zum atmen zu nehmen. Sie hat sich entschieden einen Mann zu lieben, der sie enttäuscht hat, sie hat Kraft, sie hat Phantasien, sie hat Schönheit, sie hat Träume. So wie das einerseits als Hohelied des Autors für seine Heldin Leyla zu verstehen ist, so will er diese Hochachtung auch auf all die zehntausend Frauen der ersten Generation übertragen wissen, denn er ist davon überzeugt, dass die Geschichte der Einwanderung in Deutschland eine Geschichte des Erfolgs und des Glücks, trotz aller Härten und Misserfolge, ist
Metin sieht für seine Familie keine Zukunft in der Türkei, wandert in die Bundesrepublik aus. Schon bald holt er die blutjunge, zwanzigjährige Leyla und ihre Mutter nach Deutschland. Sie hat inzwischen einen Sohn, der nur „der Sohn" genannt wird. Sie finden sich schnell zurecht, lernen ihre neue Heimat lieben.
Der Autor, als „kultivierter Krawallmacher" bekannt, ist als ruhiger Geschichtenerzähler, für seinen Roman aus der angespannten Situation der Gegenwart in die Vergangenheit zurückgekehrt. Er hat mit seiner Mutter, seinen Tanten und den Müttern von Freunden und Bekannten gesprochen, um dieses Buch aus der weiblichen Perspektive eindrucksvoll schreiben zu können. Es ist nicht nur ein Familienepos, sondern einen Hommage an die Müttergeneration, an die wunderbaren, starken Frauen der Einwanderergeneration, die in ihrem Dulden eine riesige Größe und Stärke entwickelt haben.
Der Autor erzählt die Vorgeschichte der ersten Generation türkischer Einwanderer und leistet damit einen entscheidenden Beitrag, um die Situation der Türken in Deutschland zu verstehen. Er erklärt uns die Welt und die Geschichte, aus der die damaligen türkischen „Gastarbeiter" gekommen sind. Die Welt, die der Autor persönlich gar nicht kennen gelernt hat, konnte er auf Grund umfangreicher Recherchen liebevoll und gewissenhaft rekonstruieren. Er hat in diesem Buch nichts anders gemacht, als all das Gute wie das Böse mit den Augen einer Frau zu sehen, mit den Augen von Leyla. Der Autor beweist wieder einmal eine große Kunstfertigkeit mit der Einfühlung in seine Figuren, denn Leyla ist eine in jeder Hinsicht glaubwürdige Figur.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Aufbruch wohin?, 12. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Taschenbuch)
"Leyla" von Feridun Zaimoglu schildert die Lebensgeschichte einer jungen Frau, beginnend in der Türkei der 50er Jahre, bis zu einem Alter Anfang 20, als sie sich mit ihrem ersten Sohn auf den Weg macht, um in Deutschland zu leben. Der Vater bringt sich mit windigen Geschäften mehrfach um die Existenzgrundlage, wird straffällig und zur Rechenschaft gezogen. Das hindert ihn nicht an der Tyrannei seiner Familie gegenüber. Aus den Zwängen heraus verschlägt es die Familie aus der Kleinstadt nach Istanbul, wo man einer Lebenslüge des Vaters auf die Spur kommt. Leyla will aus eigener Entscheidung heraus heiraten, setzt ihren Willen durch und gerät nicht an den feinsten Ehemann, der letztlich nach Deutschland vorausgeht. Leyla folgt. Ob im unbekannten neuen Land besseres wartet, bleibt ungewiss.
Der Beginn -in szenischen Erinnerungen eines Kleinkindes reflektiert und stilistisch so umgesetzt - war zunächst für mich kein leichtes Unterfangen, auch wenn es künstlerisch nachvollziehbar ist. Flüssiger wurde der Erzählstil im Heranwachsen des Mädchens und ab da lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Die heimliche Stärke der Frauenfiguren, wie Leyla, ihrer vielgeschundenen Mutter, der Schwestern oder auch der faszinierende Manolya ist auffällig. Die männlichen Protagonisten wie Vater, Brüder und Ehemann kommen nicht so gut weg.
Komik,Tragik und Härten eines Lebensweges, immer mit der unbezähmbaren Lebensfreude der Protagonistin, werden zusammengewirkt in einem erneut bedeutsamen Stück deutscher Sprachkunst, das mir unbedingt lesenswert war.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sensibel, aber monoton, 14. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Taschenbuch)
Leyla ist ein ganz normaler Teenager in einem türkischen Dorf. Sie hat drei Schwestern, einen Bruder, diverse Freundinnen und Nachbarn. Allerdings tyrannisiert der gewaltige Vater ("der Mann meiner Mutter") die Familie, insbesondere die Frauen. Religiös motivierte Unterjochung, Mädchen, die darauf getrimmt werden, die ihnen vom Islam bzw. der Gesellschaft zugedachte Rolle der Haushälterin und immer untertänigen und beischlafenden Ehefrau zu erfüllen. Ein weitverbreitetes Phänomen, zumindest wiederholt Feridun Zaimoglu es ungezählte Male. Nach dreihundert Seiten Alltagshandlung zieht Leyla dann mit 21, falls ich's richtig behalten habe, nach Istanbul, um dort einen doppelt so alten Herren zu ehelichen.

Zaimoglu ist sprachlich sorgfältig, hat einen sehr flüssigen, beinahe poetischen Stil. Jedoch gehen direkte und indirekte Rede, erzählte Handlung für meinen Geschmack zu sehr ineinander über, und auch die verschiedenen Perspektiven werden sprachlich nicht auseinandergehalten. - Wobei Leylas Sicht nicht ganz glaubwürdig ist, zumindest habe ich bei ihr auf den ersten vierhundert Seiten das Ego vermisst, ein zumindest gelegentliches Aufbegehren. Die Alltagshandlungen reihen sich davor weitgehend spannungsfrei aneinander, so dass es schwer fällt, innerlich dabeizubleiben, und ich hätte beinahe die wenigen Schlüsselszenen überlesen. - Wie die, in der Leyla auf bemerkenswert unschuldige Weise entjungfert wird.

Von 500 Seiten "Leyla" hatte ich die Geschichte einer Frau erwartet, die gegen die mittelalterlichen Zwänge kämpft, aus ihrer Rolle ausbricht, damit auch in anderen Figuren Brüche offenlegt. Trotz des guten, aber zu knappen Schlusses bleibt eine zwar äußerst einfühlsam geschriebene, aber insgesamt monotone Dokumentation der gesellschaftlichen Fesseln auf dem Land in der Türkei.
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4.0 von 5 Sternen Pflichtleküre, 13. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Taschenbuch)
Es war eine Pflichtlektüre für die Schule. Die Geschäftsabwiklung war zügig und reibungslos, der Preis war OK. Das Buch selbst war OK.
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4.0 von 5 Sternen Sprachliche Brillianz, 29. September 2012
Von 
André Aschwanden (Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Taschenbuch)
Zaimoglu schreibt wunderbar - Lesen wird zum Genuss: von den sorgfältigen Beschreibungen bis hin zu den einzigartigen Wortschöpfungen. Das Porträt des Lebens in Anatolien und Istanbul, die Darstellung des grausamen Patriarchen und die mitreissende Beschreibung der Familienbiografien sind sehr gut gelungen. Einzig der Neubeginn der Protagonistin in Deutschland hätte gerne noch ausgeführt werden können.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zwischen Religion und Weltoffenheit, 28. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Taschenbuch)
Leyla wächst als Jüngste von fünf Kindern in einer sehr konservativen Familie in einer Kleinstadt im Osten der Türkei zur Zeit der 50er Jahre auf. Ihr Alltag ist geprägt von einer streng religiösen Erziehung, sowie den Launen Ihres selbstgerechten Vaters. Halid, ein Taugenichts auf ganzer Linie, gibt der Familie eine Absurdität nach der nächsten vor, um sie bei jeder Gelegenheit hart zu strafen. Die Familie ist ständig hin und her gerissen zwischen Gehorsam und Rebelion. Trotz der geringen Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit erkennt Leyla die Ungerechtigkeit Ihres Vaters. Sie hägt die Hoffnung, dass das Leben mehr für sie zu bieten hat.

Gut raus gearbeitet finde ich den inneren Konflikt, den Leyla führt zwischen der ihr als Frau zugeteilten erzkonservativen religiösen Rolle und der Fähigkeit einen gewissen Weitblick fürs Leben zu entwickeln. Fraglich ist, ob eine Person, die ihr lebenlang beschimpft, geprügelt und nieder gemacht wird, wirklich in der Lage ist, so selbstbewusst und offen durch das Leben zu gehen.

Sprachlich bedient der Autor durchaus das Metier in dem er sich befindet. Spannend ist auch die am Rande aufgewiesene Entwicklung Istanbuls.

Allerdings endet das Buch doch etwas düster, Leyla hat nicht wirklich etwas erreicht und ihre Zukunft bleibt ungewiss.
Alles in Allem aber ein lesenswerter Roman.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leyla, 26. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Gebundene Ausgabe)
Diese Buch erzählt sehr eindringlich, wie eine Familie unter einem Tyrannen zu leiden hat. Aus Gründen der Erziehung und falscher Scham, gelingt es weder der Mutter noch den Kindern sich vom Vater zu lösen. Am meisten Freiheit nimmt sich Leyla, die jüngste Tochter. Doch auch ihr Leben wird dadurch nicht wirklich besser.

Allerding merkt man leider doch ein bischen, dass dieses Buch von einem Mann geschrieben wurde. Denn auch wenn er sich von seiner Mutter und seinen Tanten viele Informationen geholt hat, es fehlt doch so ein kleines bischen die persönliche Erfahrung. Da es aber nur wenige Frauensachen sind, spielt es nicht wirklich eine Rolle.
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3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch!, 30. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Leyla: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zaimoglu at his best, möchte man sagen.

Wenn auch ein wenig sperrig zu Beginn, so empfiehlt es sich doch sich auf Zaimoglus manchmal ungewöhnliche Prosa einzulassen. Nach spätestens hundert Seiten ist man gefangen, von Sprache und der Geschichte Leylas. Spannend, tragisch und erotisch bis zur letzten Seite!
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Leyla: Roman
Leyla: Roman von Feridun Zaimoglu (Taschenbuch - 12. Dezember 2007)
EUR 9,95
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