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54 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plaedoyer fuer Menschlichkeit ... nichts fuer einen Bohlen
Oberflaechlich betrachtet handelt das Buch von der Liebe eines Deutschen zu einer an HIV erkrankten Kambodschanerin, die er in seinem Urlaub kennengelernt hat. Es beschreibt die Lebensumstaende in Kambodscha, weist auf die Bedeutung der Familie beim taeglichen Kampf ums Ueberleben hin, zeigt die Rolle des Einzelnen im kambodschanichen Sozialgefuege auf und outet die...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2009 von faustino888

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett
An dem Bericht über die Entwicklung dieser Liebe gefällt mir, dass die Geschichte glaubhaft ist. Die sachliche Berichterstattung über die verschiedenen Ereignisse wird in dieser Ausführlichkeit allerdings auch etwas langweilig, so genau wollte ich die Gedanken und Erlebnisse eines zuerst sehr unreifen jungen Mannes nicht geschildert bekommen, dies in...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2012 von Nora Buchsbaum


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54 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plaedoyer fuer Menschlichkeit ... nichts fuer einen Bohlen, 26. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Oberflaechlich betrachtet handelt das Buch von der Liebe eines Deutschen zu einer an HIV erkrankten Kambodschanerin, die er in seinem Urlaub kennengelernt hat. Es beschreibt die Lebensumstaende in Kambodscha, weist auf die Bedeutung der Familie beim taeglichen Kampf ums Ueberleben hin, zeigt die Rolle des Einzelnen im kambodschanichen Sozialgefuege auf und outet die Backpacker und Rucksacktouristen als die wahren Neckermaenner unserer Zeit, die sich in den weltweit bekannten "Alternativ-Ghettos" treffen, in diesen ausnahmslos verweilen und oftmals jegliche Auseinandersetzung mit der heimischen Kultur ebenso verneinen, wie es die von ihnen so verschmaehten Pauschaltouristen tun.
Doch das Buch ist weitaus mehr. Ein Plaedoyer fuer mehr Menschlichkeit. Ein Plaedoyer fuer Menschlichkeit! Es beschreibt eine Entwicklung, die eines jungen Mannes hin zum jungen Menschen, der sich seiner (unserer?) Verantwortung stellt und nicht, wie ueblich, die Augen vor der Realitaet schliesst, um ihr spaetestens dann zu entkommen. Er uebernimmt Verantwortung fuer den Menschen, in den er sich verliebt hat ... trotz des niederschmetternden Urteils AIDS". Er stellt sich dieser Verantwortung, stellt sich seiner Freundin, aber auch sich selbst, was um so bemerkenswerter ist, da es der schwierigste und oftmals schmerzhafteste Prozess ist, dem sich ein Mensch unterziehen kann.
B. Pruefer vollzieht einen Wandel. Vom ehemals passiven Mitlaeufer zu einem Mann, der Entscheidungen trifft und diese auch umsetzt. Er reflektiert sein (bisheriges) Leben in Deutschland mit all den verbundenen Werten, Normen und Verhaltensmustern, um zu der Erkenntnis zu gelangen, so auf keinen Fall weitermachen zu wollen. Oftmals unverbindliche und nur auf den eigenen Vorteil bedachte in Deutschland praktizierte Beziehungen sind nicht mehr das, was er sucht und braucht. Pruefers Situation, sein ungewoehnliches Handeln, seine kritische Auseinandersetzung mit Deutschland aber auch mit sich selbst aus der kambodschanischen Distanz heraus laesst den Leser nicht unberuehrt und wirft Fragen auf, die zwangslaeufig zu eigener Betroffenheit fuehren muessen. Bei all seinen Ausfuehrungen vermeidet es der Autor, mit erhobenen Zeigefinger auf die anderen (und uns) zu zeigen. Deutschland und Kambodscha sind nicht zu vergleichen, weder schlecht noch gut ... einfach anders. Den Unterschied machen die Menschen und ihre Handlungen, hier wie da.
Pruefers persoenliche Veraenderung ist faszinierend, sein Buch ist voller Lebensweisheit und macht betroffen, zeigt uns unsere eigenen Schwaechen auf. Dennoch macht es Hoffnung, auf eine Welt, in der wir uns nicht mehr verstecken, sondern uns unserer Verantwortung bewusst werden und anfangen, selbstbestimmt zu handeln. Ich waere froh, nur 10% der Courage zu besitzen, die Pruefer aufweist.
Ein Buch, das zur Pflichtlektuere bestimmt ist.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann man nicht mehr aus der Hand legen, 3. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem ich den daran angelehnten Film "Same Same but different" gesehen habe. Das Thema hat mich sehr fasziniert und da Bücher meist mehr Hintergründe hergeben als ein Film, wollte ich es unbedingt lesen. Ich war schon vorher vom Film schwer beeindruckt und nachdem ich das Buch gelesen habe, muss ich sagen es ist sehr gut umgesetzt.

Die Story besser gesagt das Leben von Benjamin und Sreykeo ist trotz der Tragik sehr offen und überhaupt nicht kitschig beschrieben. Es gehört eine Menge Mut dazu die Lese so tief in sein Ich und seine Beziehung sehen zu lassen!

Fazit: Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für Asien, bi-kulturelle Beziehungen oder einfach außergewöhnliche Schicksale interessiert. Die Mischung aus Liebe und den Lebensverhältnissen in Kambodscha macht es sehr interessant. Ich habe sowohl über den Film als auch über das Buch sehr lange nachgedacht. Ich kann es daher nur wärmstens empfehlen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend, realitätsnah, fantastisch wie die Liebe, 2. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Wer schon lange keine schöne und extrem berührende Liebesgeschichte mehr gelesen hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es ist absolut faszinierend, wie realitätsnah und ergreifend Benjamin Prüfer die Geschichte seines Lebens erzählt. Aus eigener Erfahrung (selbst verlobt mit einer Kambodschanerin) kann ich sagen, dass er das Land Kambodscha sehr detailliert und ehrlich beschreibt, ohne Übertreibungen oder Effekthaschereien. Gleichzeitig versteht er es mit einfachen Worten, die uns Europäern so fremd vorkommende Mentalität dieses faszinierenden Volkes, das so unendlich viel Leid die letzten Jahrzehnte überstehen musste, uns näherzubringen. Mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt er die Höhen und leider vielen Tiefen dieser "unmöglichen Beziehung". Ein Buch, das mir selbst auch immer viel Mut gemacht hat, meinen Weg durchzuziehen gegen die Widerstände von Behörden hier und in Kambodscha, gegen die Meinung der eigenen Familie und von Freunden.
Auch nach dem vierten oder fünften lesen des Buches bin ich immer wieder fasziniert, zu Tränen gerührt und kurz darauf schafft es Benjamin Prüfer, einen herzhaft lachen zu lassen.
Auch wenn es kitschig klingen mag, Prüfer bringt es fertig, wie kaum ein anderer die Liebe in wundervolle Worte zu packen und einen daran teilhaben zu lassen. Ein Buch, das Mut macht und unheimlich viel Hoffnung gibt, auch wenn es hoffnungslos erscheint. Fantastisch! Mehr kann man von einem Buch nicht erwarten.
Absoluter Lesetipp!!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar schönes Buch !, 14. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Nun, ich weiß gar nicht was ich noch sagen soll; ich schließe mich völlig den lobenden Rezensionen an. Ich habe das Buch gerade beendet, und diese Story (es ist eigentlich keine Story, sondern eine reale Begebenheit des Autors) hinterlässt viele Gedanken bei mir, sie veränderte sogar meine Sichtweise auf viele Dinge. Ich verschlang das Buch geradezu, Benjamin Prüfer schreibt in einer schlichten, aber sehr präzisen Weise, die sich gut zum Lesen eignet und auch recht angenehm ist. Viele Schilderungen lösen beim deutschen Leser Verwunderung aus und wirken auch ziemlich lustig, genauso gibt es gefühlvolle und tragische Begebenheiten, die auch dementsprechend auf den Leser wirken - Prüfer's guter Schreibweise sei Dank.
Jedenfalls saß ich -nach Beenden der letzten Seite- eine ganze Weile da und dachte mir "Wow, was ein Buch...unglaublich, was die beiden da durchlebt haben". Das Buch ist einfach derart wunderbar, schön, tragisch, und ehrlich, dass ich es ganz klar zu den Favoriten aller je von mir gelesenen Bücher zähle. Ich möchte nicht viel drumherum reden (da auch bereits genügend Rezensionen vorhanden sind), sondern einfach nur die allgemein positive Auffassung der Rezensenten bestätigen, und meine Empfehlung für dieses wunderbare Buch aussprechen.
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4.0 von 5 Sternen wahre Liebe kennt keine Grenzen, 28. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Das Buch ist sehr gut und spannend geschrieben, so daß ich es sehr schnell durchgelesen habe. Als außenstehender Beobachter habe ich anfangs geschwankt zwischen "Warum tut der sich das an?" und "Der Mann hat Charakter und steht zu seiner Liebe!" Letzteres war auch mein Urteil am Ende des Buches.
Ich denke, daß dieses Buch ein echtes Plädoyer für die Menschlichkeit und Liebe ist. Besonders beeindruckend fand ich, wie Benjamin Prüfers eigene Familie zu ihrem Sohn und Bruder steht. - Es ist ein schönes Buch, deshalb 4 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Einfach nur bezaubernd, 13. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Ein wundervolles Buch, das ich nicht mehr weglegen konnte. Eine ergreifende Liebesgeschichte ohne jeglichen Kitsch. Kann ich nur empfehlen! Dank an den Autor!
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5.0 von 5 Sternen Die Geschichte über wahre und ehrliche Liebe!!!, 20. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Scheint ein sehr ehrliches Buch über wahre Liebe und Zusammengehörigkeit zu sein, wünsche den beiden alles erdenkliche Gute und möge ihre Liebe ewig andauern sowie als auch Ihr Leben!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
An dem Bericht über die Entwicklung dieser Liebe gefällt mir, dass die Geschichte glaubhaft ist. Die sachliche Berichterstattung über die verschiedenen Ereignisse wird in dieser Ausführlichkeit allerdings auch etwas langweilig, so genau wollte ich die Gedanken und Erlebnisse eines zuerst sehr unreifen jungen Mannes nicht geschildert bekommen, dies in einer recht einfachen Sprache. Das lieblose Abschreiben des Textes vor dem Druck ist eine Zumutung für den Leser, es sind zu viele kleine Fehler in dem Text (Fischer Taschenbuch April 2009).
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben schreibt die besten Geschichten?!, 6. Februar 2011
Von 
lesezimmerchen (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Benjamin Prüfer reist als junger Mann auf einem Selbstfindungstrip nach Asien. Dort begegnet er Sreykeo, einer Kambodschanerin und verliebt sich in sie. Nach und nach wird aus einer unverfänglichen Liebschaft eine Beziehung mit Höhen und Tiefen, mit Problemen und Misstrauen.
Eines Tages erhält er die Nachricht, die sein Leben verändert: Sreykeo ist HIV-positiv. Für beide beginnt eine schwere Zeit, die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt und Benjamin muss eine Entscheidung treffen zwischen der Verantwortung für Sreykeo und seinem eigenen Leben' doch was ist sein Leben ohne Sreykeo?

Die Geschichte von Benjamin Prüfer und seiner Sreykeo habe ich persönlich dort gelesen, wo sie zum ersten Mal niedergeschrieben wurde: In der Zeitschrift Neon.
Seit dem habe ich sie nie ganz vergessen, als mal ein Fernsehbericht kam, wusste ich sofort, worum es geht, als das Buch erschien, wollte ich es haben und die Entstehung des Filmes habe ich ebenfalls verfolgt.
Ich kann nicht sagen, woher diese Faszination oder einfach dieses Interesse kommt. Vielleicht, weil es hier trotz aller Widrigkeiten eine besondere Liebesgeschichte gibt?
Weil die Geschichte zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man nur will? Weil die Liebe siegt? Weil es noch Menschen gibt, die Verantwortung übernehmen?
Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass der Bericht mich damals berührt hat.
Nein, so kitschig, wie es klingt, ist diese Geschichte ganz und gar nicht. Nicht so aufgebläht, nicht so pathetisch, nicht gar so sehr den Zeigefinger schwingend. Sie ist echt. Und das macht sie besonders.

Anderen mag das, was geschehen ist, kitschig, einigen anderen vielleicht sogar banal vorkommen.
Und vielleicht ist es das auch. Vor allem aber zeigt es die seltsamen Wege, die das Leben manchmal geht.

Das Buch ist schonungslos. Benjamin Prüfer nimmt kein Blatt vor den Mund und berichtet von all den Abgründen, in die er geblickt hat. Von den Fehlern, die begangen wurden.
Von Streits und Tränen, von Dreck, Elend und Leid. Von Verrat und Verzweiflung. Von den Verhaltensweisen, die man manchmal an den Tag legt, um andere zu schützen, Verhaltensweisen, die Außenstehenden übertrieben oder anmaßend vorkommen.
Und das nimmt der Handlung das mystische, aber nicht ihren Zauber. Es ist ein wenig so, als würde man ein Kissen auf die Fensterbank legen und die Nachbarschaft beobachten, nur dass es irgendwie intensiver ist.
Bei alldem kommt manchmal die Frage auf, ob es nicht anmaßend oder beschämend ist, sich so stark in das Privatleben anderer einzulesen, ob das Buch nicht etwas zu voyeuristisch ist. Nein, das ist es nicht. Diese Geschichte möchte erzählt werden ' die Moral mag jeder für sich selber daraus finden.

Bei seinen Erzählungen findet der Autor leider immer wieder Entschuldigungen für seine Handlungen, auch wenn diese Fehler waren. Das mag nur natürlich sein, denn immerhin gab es Gründe, aus denen er sich so entschieden hat. Aber es schwingt immer ein klein wenig eine Rechtfertigung mit, die nicht immer passend oder nötig ist.

Ein kleiner Kritikpunkt wäre noch zu erwähnen: Als jemand, der sich (gezwungenermaßen) stark mit dem HI-Virus auseinander gesetzt hat und als Mann mit einer HIV-positiven Frau an seiner Seite sollte es ihm doch daran gelegen sein, eine Trennung zwischen einer HIV-Infektion und einer AIDS-Erkrankung zu zeigen. Auch wenn das theoretisch bekannt ist und zumindest aus dem Zusammenhang auch klar wird, was gemeint ist, so ist im allgemeinen Sprachgebrauch beides gleich gesetzt, was medizinisch falsch ist.
Prüfer führt im Buch auf, ab wann von AIDS gesprochen wird, schafft somit ein Bewusstsein auch für eine sprachliche Trennung, erwähnt dann aber in einem Kontext, in dem es um positive Testergebnisse geht, die Phrase einer AIDS-Erkrankung und verwischt die geschaffenen Grenzen somit selber wieder.

Zusammenfassend lässt sich nur sagen, dass man hier ein besonderes Buch in den Händen hält. Eines, das sprachlich im Mittelfeld anzusiedeln ist und dessen Geschichte aus einem Hollywoodfilm zu stammen scheint. Dass es eben nicht so ist und dass einer der beiden, die das alles erlebt haben, aus seiner Sicht und in seinen Worten berichtet, macht vieles greifbar.
Ob einem das Buch gefällt oder nicht, mag daran liegen, inwiefern man bereit ist, sich auf die Schicksale anderer einzulassen.
Lesenswert ist es in jedem Fall und sei es nur um einem zu zeigen, wie das Leben spielen kann.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch ist nicht schlecht, auch wenn sich der Autor verrennt, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe (Taschenbuch)
Eigentlich eine anrührende Geschichte, wenn da nicht die vielen Moralkeulen im Buch wären, die der Autor immer wieder schwingt. Sehr nervend, wie er seine Geschichte als die besondere Ausnahme darstellt und alle anderen Beziehungen auf Suggerdaddy-Niveau abkanzelt. Dabei haben die meisten ähnlich gelagerten Beziehungen irgendeine Verbindung zur Prostitution und Prüfer kann sich noch so sehr dagegen sträuben, er hätte bei seiner Reise nie eine Frau ohne Verbindung in dieses Milieu kennengelernt. Das wäre nur möglich gewesen, wenn er einer Asiatin hier in Europa begegnet wäre. Prüfer hat deshalb kein Recht, seine Beziehung als "besser" darzustellen.
Wenn man über diese Stellen aber hinweg sieht, ist das Buch lesenswert und der Schreibstil erlaubt auch ein Eintauchen in die Welt Kambodschas.
Mehr als 2 Sterne sind für das Gesamtwerk aber nicht drin.
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Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe
Wohin Du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe von Benjamin Prüfer (Taschenbuch - 4. März 2009)
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