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64 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein faszinierendes Buch mit einem flammenden Plädoyer für die Evolution
Neil Shubin ist Paläontologe und so wäre das Schreiben dieses faszinierenden Buches eigentlich nicht seine Sache gewesen. Aber eines Tages musste er für einen Kollegen an der Universität einspringen, der einen Anatomiekurs für Medizinstudenten halten sollte. Während der Vorbereitung auf diesen Kurs und während seiner Unterrichtsstunden...
Veröffentlicht am 15. Juni 2008 von Winfried Stanzick

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Den inneren Fisch erkennen und den Haien eine Hand geben
Inhalt:
Der Paläontologe Neil Shubin erzählt in 'Der Fisch in uns' von der Geschichte unseres Körpers, von verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen den unterschiedlichen Arten und darüber, wie unser Körper so wurde, wie er heute ist.

Der Leser kann hier einiges über die Entwicklung der Zähne, der Hände, des...
Veröffentlicht am 21. Januar 2012 von sabatayn76


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64 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein faszinierendes Buch mit einem flammenden Plädoyer für die Evolution, 15. Juni 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Neil Shubin ist Paläontologe und so wäre das Schreiben dieses faszinierenden Buches eigentlich nicht seine Sache gewesen. Aber eines Tages musste er für einen Kollegen an der Universität einspringen, der einen Anatomiekurs für Medizinstudenten halten sollte. Während der Vorbereitung auf diesen Kurs und während seiner Unterrichtsstunden fiel Shubin auf, dass er dafür als Paläontologe einen entscheidende Vorteil mitbrachte: er kannte seit langem die Baupläne von urzeitlichen Fischen und Reptilien.

Und so entstand in seinem Kopf die Idee für dieses Buch, das er zu einem flammenden Plädoyer und Bekenntnis zur Evolution gestaltet. Ohne mit einem einzigen Wort einzugehen auf die zum Teil heftige Debatte, die in den USA zwischen den Befürwortern und den Kritikern der Evolutionstheorie ( Kreationisten) entflammt ist, und zum Beispiel im letzten Jahr in Hessen in die aktuelle Schuldebatte eingeflossen ist.

Neil Shubin nimmt seine Leser mit auf eine auf weite Strecken sogar sehr unterhaltsame wissenschaftliche Reise durch die 3,5 Jahre alte Geschichte unseres Körpers. Er lässt diese Geschichte auf einer einsamen Insel in der Arktis beginnen, wo er ein Fossil findet, das für ihn den Übergang von den Fischen zu den Landtieren bezeichnet. Er nennt dieses Tier, das sowohl Schuppen und Flossen, als auch Ellenbogen und Handgelenke besaß, den Tiktaalik, und wird mit diesem Fund weltberühmt. Die zahlreichen Bilder, mit denen er sein Buch illustriert hat, sind faszinierend und stützen überzeugend seine These der Evolution. Er erklärt, wie die ersten und einfachsten Lebewesen aufgebaut waren und funktionierten und zeigt immer wieder auf, dass alle höheren Tiere einschließlich des Menschen immer nur komplexere Varianten dieser einfachen Baupläne waren. Shubin gelingt es, seine eigene Faszination über dieses Wunder der Evolution auch sprachlich auf seine Leser zu übertragen.

Der legt am Ende ein anspruchsvolles Buch aus der Hand, dem es gelungen ist, ihn tief in die Materie einzuführen, ohne dass es ihm langweilig oder gar unverständlich wurde. Der agnostische Leser wird sich bestätigt fühlen, und der an einen Schöpfergott glaubende Leser ebenfalls, dem ein solches Wunder kein Zufall zu sein scheint.

Obwohl Shubin, wie gesagt, mit keinem einzigen Wort auf die religiöse Dimension des Themas eingeht ( vielleicht interessiert sie ihn nicht), bietet das Buch ein Fülle von Stoff für die immer noch aktuelle Debatte, die auch in Ansätzen in unseren Schulen geführt wird, und bei der man nicht zulassen sollte, das religiös-ideologische Positionen die Oberhand gewinnen.
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52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvoll und faszinierend: unsere Entwicklungsgeschichte von Einzeller bis heute und die Folgen, 20. Juni 2008
Die Financial Times schrieb ueber dieses Buch: "Wenn sie die Evolutionsgeschichte des Menschen und anderer Tiere verstehen wollen dann brauchen sie nur diese ausgezeichnete Monographie zu lesen." (meine Uebersetzung)
Das mit dem 'Evolutionsgeschichte verstehen' ist natuerlich
etwas hoch gegriffen aber Shubin gelingt es in faszinierender und zugleich
humorvoller Weise den Leser zu begeistern. Die Verwandtschaft zwischen Menschen und Affen ist ja schon so ein alter Hut dass es, ausser einer gläubigen Minderheit, niemand mehr anzweifelt und keinen mehr vom Hocker reist. Shubin aber öffnet geht viel weiter und viel gruendlicher zurueck. Zeigt wie viele verschiedene Wissenschaftszweige alle unabhängig voneinander die Evolutionstheorie stuetzen und vor allem auch welche enorme Erkärungsgewalt die Evolutionstheorie besitzt. So berichtet er beispielseweise, nachdem er die Evolution unseres Körperbaus skizziert hat und dabei auch neueste Forschungserkenntnisse beschreibt, wie Krankheiten damit erklärt werden können.
Trotz einiger Fachbegriffe ist das Buch auch fuer einen biologischen Laien wie mich leicht zu lesen. Daher wuerde ich ungefähr wie obiges Zitat folgendes sagen: Wenn sie heuer auch nur ein einziges Buch ueber Evolution lesen wollen, es sollte diese sein. Und wenn sie von Evolution nichts wissen wollen dann sollten sie dieses Buch GLEICH ZWEIMAL LESEN.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie die Evolution den Menschen formte, 22. September 2009
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers (Taschenbuch)
Manche halten den menschlichen Körper ja für die perfekte Konstruktion eines allmächtigen Schöpfers oder zumindest für den unbestrittenen Höhepunkt der Evolution.
Neil Shubin zeigt in seinem Buch dagegen, dass wir mit Fischen, Reptilien, Insekten und sogar Würmern mehr gemeinsam haben, als wir oft wahrhaben wollen.

Viele eigenartige Konstruktionen - beispielsweise der Verlauf mancher Nerven - sowie Schwachstellen des Körpers - etwa unsere Neigung zu Schluckauf oder Eingeweidebrüchen - lassen sich nur erklären, wenn man nachvollzieht, wie er im Laufe der Evolution geformt wurde.

Shubin geht verschiedene Körperteile - Knochen, Zähne, Augen und viele mehr - nacheinander durch und untersucht ihre Entstehung. Er stützt sich dabei auf Fossilien, Untersuchungen der Embryonalentwicklung sowie genetische Analysen.
Daneben lässt er auch immer wieder Erlebnisse aus seinem Leben als Wissenschaftler einfließen.

So entsteht eine allgemein verständliche, interessante Übersicht über die Herkunft vieler Merkmale, die den Menschen ausmachen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Parallelen zwischen Mensch und Tier, die sein Herkommen aus dem Tierreich aufzeigen..., 28. Dezember 2009
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers (Taschenbuch)
Neil Shubin ist Paläontologe und entdeckte mit 2 Kollegen 2004 im hohen Norden der Ellesmere-Insel Kanadas in 375 Millionen Jahre alten Gesteinsformationen ein Fossil, daß zwischen Fischen und einfachen Landbewohnern aufgrund sich entwickelnder Gliedmaßen eingestuft werden konnte. Den Inuit zuliebe, in deren Gebiet es gefunden wurde, nannten sie es "Tiktaalik" (großer Süßwasserfisch). In diesem preisgekrönten Buch beschäftigt sich Shubin nicht nur mit der Entdeckungsgeschichte dieses Fossils, sondern erschließt in vielen Parallelen aus der vergleichenden Anatomie wie auch Molekularbiologie und Genetik unser menschliches Herkommen aus den vergangenen Jahrmillionen der Entwicklung tierischen Lebens. Ob es die Entwicklung unserer Mitochondrien aus einzelligen Bakterien betrifft, oder die Umwandlung der Kieferknochen zu Gehörknöchelchen oder des Innenohrs aus dem Seitenlinienorgan der Fische - allerorten können wir den "Fisch in uns", d.h. Relikte oder Zeugnisse der Evolution unserer Zellen, Gewebe und Organe feststellen, nicht nur mit den Mitteln der Paläontologie, sondern auch mit denen der Genetik und Molekularbiologie. Ein tolles Buch, das staunen lässt, mit welchen Kunstgriffen Mutter Natur vorhandene Lösungen immer weiter abwandelt, um neue Arten und Lebewesen hervorzubringen aus dem Erbe der Vorgänger. (28.12.09)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Den inneren Fisch erkennen und den Haien eine Hand geben, 21. Januar 2012
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers (Taschenbuch)
Inhalt:
Der Paläontologe Neil Shubin erzählt in 'Der Fisch in uns' von der Geschichte unseres Körpers, von verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen den unterschiedlichen Arten und darüber, wie unser Körper so wurde, wie er heute ist.

Der Leser kann hier einiges über die Entwicklung der Zähne, der Hände, des Gehirns, des Körperbaus, über Sehen, Hören und Riechen sowie über Neuroanatomie, Genetik, Evolution und Paläontologie lernen.

Mein Eindruck:
'Der Fisch in uns' liest sich einfach, und dem Autor gelingt es, Sachverhalte gut verständlich zu beschreiben. Allerdings empfand ich Neil Shubin bisweilen als zu schwafelig und als zu sehr auf eigene Expeditionen und Befunde fokussiert. Hier werden häufig viele Kleinigkeiten zum Besten gegeben, die dafür gesorgt haben, dass ich das eigentlich so spannende Thema manchmal als langatmig empfand. Aufgefallen ist mir zudem, dass der Autor bei anderen Themen oft vage und oberflächlich bleibt.

Mein Resümee:
Neil Shubin ist kein so guter Erzähler wie Richard Dawkins, und schaffte es mit 'Der Fisch in uns' nicht, mich durchweg zu unterhalten und zu fesseln.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Fisch in uns- einfach der Hammer!!!, 19. September 2010
Dieses Buch habe ich (Evolutionsinteressierter) als Buchpreis von meiner Schule bekommen und es hat mich nach langer Zeit mal wieder motiviert ein Buch zu lesen. In den Sommerferien habe ich das Buch förmlich verschlungen. Es setzt keinerlei fachspezifische Kenntnisse voraus und ist super verständlich geschrieben. Dennoch vermittelt Neil Shubin unheimlich viel Wissen, welches durchaus über das übliche Stoffgebiet der gymnasialen Oberstufe hinausgeht und welches er gekonnt mit eigenen Erfahrungen darstellt, welche er in zahlreichen Expeditionen gesammelt hat. Hier erhält man einen etwas anderen Einblick in die Entstehung des Lebens und unseres Körpers. Neil Shubin schildert z.B. den harten Forscheralltag oder wie er seine größte Entdeckung gemacht hat. Weiterhin ist geht er auf die Suche von unserem inneren Fisch bis hin zu unserer inneren Seeanemone. Ich bin total fasziniert von diesem Werk. Es ist einfach erstaunlich zu sehen, wie bestimmte Teile unseres Körpers aus primitiveren Formen entstanden sind und wie komplex unsere Vergangenheit wirklich ist.

Absolute Kaufempfehlung für alle, die mehr darüber erfahren wollen, wie unser Körper entstanden ist oder wie hoch der Verwandtschaftsgrad zwischen uns und anderen Tieren, wie z.B. Fischen, ist.
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48 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tiefe Einblicke aber auch viel Eigen-PR und Ungenauigkeiten, 24. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers (Taschenbuch)
Sträuben sich schon die viele Menschen dagegen, dass sie mit Affen eng verwandt sind, so müsste ihnen das Buch von Neil Shubin noch größeres Unbehagen bereiten: Der Fisch in uns weist an vielen Stellen nach, wo unsere "Design-Kompromisse" herkommen, die uns sogar krank machen können. Denn die evolutionäre Vergangenheit hat viele Merkmale hervorgebracht, die für Fische sehr nützlich, für Menschen aber weniger geeignet sind. Shubin beschreibt viele spannende Punkte der menschlichen Evolution am Beispiel von Zähnen, Körperbau aber auch Geruchssinn, Sehen und Höhren. Soweit ist das Buch sehr interessant und ein Augenöffner.
Leider nervt die Art und Weise, wie Shubin seine eigene Rolle in den Vordergrund rückt. Unbenommen hat er mit dem Fund von Tiktaalik einen wichtigen Baustein der Paläontologie hinzu gefügt, aber die gezwungen wirkenden Einstiege in viele Kapitel mit einer persönlichen Befindlichkeit ist doch etwas zu viel des Guten. Dazu kommt, das oberflächlich und falsch recherchierte Daten den Eindruck aufkommen lassen, dass man sich auf den restlichen Inhalt nicht immer verlassen kann (z.B. heißt der auf S. 228 zitierte Forscher Robert Neel in Wahrheit James Neel und die von J. Neel 1962 publizierte Hypothese hat er selbst 1998 uminterpretiert - dies wird von Shubin aber nicht rezipiert). In der Summe also ein ganz interessantes Buch, aber mit etwas Vorsicht zu genießen.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers, 8. Mai 2008
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Sind wir Fische? Nein, doch wir waren einmal Fische! Die Evolution, ein Lobgesang auf sie, zeigt uns immer wieder wie wir uns aus einfachen Einzellernn zu komplezxeren Lebewesen entwickelt haben und es ist faszinierend zu sehen, wie der Autor Neil Shubin in DER FISCH IN UNS auf unterhaltsame und doch lehrreiche Art uns genau dies offenbart und vor uns eine grandiose Geschichte ausbreitet.

Ein gutes Buch, denn so sollte Biologieuntericht sein, spannend, faszinierend und mit dem gewissen Esprit in der Präsentation der Fakten.

Der Autor des Buches ist kein Mediziner, er beschäftigt sich mit der Fruehgeschichte des Lebens und doch macht er es so spannend, als höre man einem Mediziner zu, welcher einem die Besonderheiten des eigenen Organismus erklärt.

Woher kommen unsere Zähne? Wie sind sie entstanden und was hat das mit Haien zu tun? Warum haben wir Schluckauf und was hat eine Kaulquappen uns voraus? Wie entstand die Hand und gibt es Fische mit Händen?

Das Buch gibt faszinierende Einblicke in die Evolution und den Aufbau des menschlichen Körpers. Es erklärt eine Menge Ungereimtheiten und zeigt auf warum wir so sind wie wir sind.

In DER FISCH IN UNS zeigt uns der Autor Neil Shubin wie spannend Forschung und Wissen sein kann, ein grandioses Sachbuch, sehr lehrreich und unterhaltsam in einem - ein grosser Wurf fuer alle Leser, welche unsere Herkunft besser verstehen wollen.

Sehr empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einblicke durch Querverbindungen, 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers (Taschenbuch)
Mir macht dieses Buch besonders viel Spaß, weil es die Augen für Zusammenhänge öffnet, und nicht einfach nur Fakten auflistet. Warum entstanden Vielzeller erst nach Milliarden von Jahren? Weil in der Athmosphäre der Sauerstoff fehlte. Was befindet sich eigentlich zwischen den Zellen? Die Grundsubstanz, von der auch bei Heilpraktikern gerne die Rede ist (Pischinger). Warum können wir Farben sehen, präsentiert sich uns die Welt quasi in Technicolor? Weil die Umwelt irgendwann nicht mehr nur grün war, weil die Pflanzen bunt wurden. Und so weiter! Mir offenbart sich eine Einsicht nach der anderen. Allerdings ist der Satzbau manchmal umständlich, was die Verständlichkeit des Textes manchmal beeinträchtigt. Aber der Spannung schadet das überhaupt nicht. Ja, dieses Buch ist spannend!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bemerkenswert, aus welch verschiedensten Komponenten anderer Arten sich der Mensch zusammensetzt, 9. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers (Taschenbuch)
Ein großes weiteres Banner für das Bestreben der Evolutionsbefürworter ist es, dass Neil Shubin mit seinem brillanten Werk vor die wirren Thesen der Kreationisten stellt. Der Entdecker eines Bindeglieds zwischen Landlebewesen und Fisch belegt anhand zahlreicher Beispiele, wie im Zuge der Entwicklung höherer Lebensformen etliche Eigenschaften und physiologische Besonderheiten bis in den Menschen überdauern konnten.
Wobei für Fische, Reptilien oder Vögel sinnvolle und vorteilhafte Spezialisierungen sich in einem Primatenkörper durchaus rächen können. So gibt es dadurch bedingt diverse Achillessehen und Konstruktionsfehler, wie die Tendenz zu Eingeweidebrüchen und Schluckauf, die schlecht konzipierten Bahnen einiger Nerven und generell einige nicht optimiert scheinende Konstruktionen im menschlichen Körper. Viele Zivilisations- und konventionelle Krankheiten sind bedingt durch die vielfältigen Einflüsse hunderter Jahrmillionen, in denen leider mitunter nicht immer nützliche Geschenke größtenteils ausgestorbener Urahnen lauern.
Die Illustrationen und Zeichnungen, anhand derer die Entwicklung der Spezialisierung einer ursprünglich ganz anderen Art in ihrem Verlauf bis zur finalen Platzierung im Menschen aufgezeichnet wird, verdeutlichen diese wundersame Spielart der vergehenden Zeit auf anschauliche Weise. Wobei bei einigen der Darstellungen schon das eine oder andere Augenreiben vonnöten sein kann, um die Herleitung, auf die man von selbst niemals gekommen wäre, als Fakt auf sich wirken zu lassen. Es zeigt sich, wie über schier unermesslich viele Modifikationen Fähigkeiten aus komplett differenten Lebensumgebungen an die speziellen, den momentanen Bedürfnissen des „Genwirts“(Eigenkreation) optimal entsprechenden, Gegebenheiten angepasst werden.
Als Anschauungsobjekte dienen Insekten, Fische, Reptilien und Würmer, deren verschiedenste Körperteile wie Augen, Knochen, innere Organe, Zähne und Kiemen in ihrer Metamorphose zu Komponenten anderer Lebensformen dargestellt wird. Die Forschungs- und Thesengrundlage bilden genetische Analysen, Fossilien sowie Studien der Embryonalentwicklung. Speziell mit letzterer lässt sich, wie jedes werdende Elternteil zu berichten weiß, auf atemberaubende und vor der Genialität der Natur in Ehrfurcht erstarren lassende Weise, unser artübergreifender Genpool darstellen. So entstand aus den Seitenlinienorganen der Fische das menschliche Innenohr, aus Kieferknochen Gehörknöchelchen und aus einzelligen Bakterien die Mitochondrien.
Speziell die Mikroebene samt Viren und Bakterien, in der die ersten primitiven Lebensformen entstanden, birgt in anderer Hinsicht noch mehr bisher unerforschte, spannende Erkenntnisse. Denn die winzigen Lebensformen waren nicht nur die Grundlage alles Lebens, sondern stiegen auch viel später ein weiteres Mal mit nachhaltiger Wirkung in die Gestaltung der Ökosphäre ein. Wie weit viele unserer körperlichen Funktionsweisen, DNA, Stoffwechsel und Vererbung von Bakterien und Viren beeinflusst und modifiziert wurden, lässt sich vom momentanen, in den Kinderschuhen steckenden, Stand der Forschung aus betrachtet schwer seriös einschätzen. Es gibt diesbezüglich viele Theorien und nur rare, strittige Beweise, was für kommende Generationen von Wissenschaftlern einen Freibrief für den Eintritt in eine neue Welt der Forschung darstellt. Denn wo jetzt größtenteils nur anhand offensichtlicher, an Skelett oder Organen nachweisbaren Spuren urzeitlicher Ahnen eine Verbindung bewiesen werden kann, wird den Paläontologen des 21. und 22. Jahrhunderts ein Bündnis mit Biologen und Biochemikern beschieden sein. Und in dessen Gefolge werden noch wesentlich beeindruckendere Details, nicht nur darüber wie einzelne Fragmente unserer Physis erschaffen wurden, ans Tageslicht kommen. Sondern bis zu einzelnen Zellen und deren Funktionsweisen hin wird sich ein endlos verzweigter Stammbaum auftun, an dessen vorläufigen Ende der Mensch steht.
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