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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier nicht - je oller, je doller! ;o)
Ein Mann auf dem Weg zu seinem 90.ten Geburtstag. Er, der sein ganzes Leben immer für den Liebesakt gezahlt hat, möchte sich seinen letzten Traum erfüllen. Eine Jungfrau zum Geburtstag und seine alte Freundin Rosa, Bordellbesitzerin ihres Zeichens und lange Weggefährtin, erfüllt ihn diesen bislang unerfüllten Traum. Der alte Mann erkennt im...
Veröffentlicht am 14. Mai 2007 von Marlene Pfefferminz

versus
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sentimental und kitschig
Als Fan von Garcia Marquez, der viele seiner Romane bewundert, aber schon seine Memoiren (Leben, um davon zu erzählen) ziemlich schwatzhaft fand, finde ich diesen Roman (der eher eine Novelle ist) sehr sentimental. Natürlich kann Garcia Marquez immer noch schön und routiniert erzählen, aber die Geschichte, um die es hier geht ("Der alte Mann und das...
Am 23. Dezember 2004 veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier nicht - je oller, je doller! ;o), 14. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Erinnerung an meine traurigen Huren (Taschenbuch)
Ein Mann auf dem Weg zu seinem 90.ten Geburtstag. Er, der sein ganzes Leben immer für den Liebesakt gezahlt hat, möchte sich seinen letzten Traum erfüllen. Eine Jungfrau zum Geburtstag und seine alte Freundin Rosa, Bordellbesitzerin ihres Zeichens und lange Weggefährtin, erfüllt ihn diesen bislang unerfüllten Traum. Der alte Mann erkennt im hohen Alter und am Ende seiner Tage, wie unwichtig Sex ist und er lernt zu lieben, aber ohne das schöne, junge Mädchen zu entjunfern. Er sieht mit den Augen der Liebe und erkennt die Schönheit und die Vollkommenheit der Jugend. Für ihn nun unerreicht.....

Wirklich schön geschrieben über das Alter, die Jugend, die Sehnsucht und die Liebe. Ein kurzes Büchlein, leider nur 160 Seiten. Die geöffnete Tür auf dem Buchdeckel finde ich persönlich auch noch sehr gut gewählt. Eine Empfehlung für dieses schöne Buch! :o)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Sexualität ist ein Trost, wenn die Liebe nicht reicht.", 5. Dezember 2010
Manchmal reicht ein kleiner Satz, und man ist stundenlang beschäftigt: "Sexualität ist ein Trost, wenn die Liebe nicht reicht." Neben Neil Jordans "Schatten" und Erika Pluhars "Reich der Verluste" ist die "Erinnerung an meine traurigen Huren" für mich DAS Buch des Jahres 2005. Man denkt jeden Gedanken des alten Mannes mit, man hört seine Musik, riecht, schmeckt, fühlt mit ihm. Das ist ganz, ganz große Erzählkunst, und Márquez schafft es wie üblich, den Spannungsbogen zu halten. Pathetisch, ja, aber er fällt nie ins Weinerlich-Sentimentale ab. Er philosophiert über die Liebe und das Leben - große Begriffe, an denen schon manch ein Autor gescheitert ist, literarisch gesehen. Die Geschichte ist klassisch. Eine krasse Macho-Phantasie. Ein Mann, 90 Jahre alt und keineswegs ein Träumer, lernt sehr spät die Liebe kennen. Die Angebetete: eine jungfräuliche Kindshure von 14 Jahren. Márquez hüllt die Gefühle des alten Mannes in eine wortgewaltige Poesie und bleibt dabei ganz "echt", authentisch. Der Latino-Charme, feurig-heiß, fegt durch die Sätze, Seiten und Kapitel. Eine schwermütige Sehnsucht, die nicht wie ein Ballast wirkt, sondern beflügelt und schwer zu beschreiben ist. Ausführlich beschreibt er, was für Musik sein Protagonist hört - Bach, Bruckner -, was er riecht, wie er denkt und fühlt. Was mich u. a. ausserordentlich berührte, war die Zärtlichkeit und die Unschuld, in die Márquez diese Liebesgeschichte tauchte. Der alte Mann, zunächst auf käufliche Lust aus, rührt das Mädchen nicht an. Er beobachtet es im Schlaf, tupft ihr mit einem Handtuch den Schweiss ab, singt und liest ihr vor, ent- bzw. verführt sie in seine Welt - und kehrt dabei selbst zurück in seine Jugend, blüht zum ersten Mal wahrhaftig auf, liest und begreift die Bücher von früher neu. Nostalgie pur, ein sanfter Schmerz, der jedoch belebt. Das Lesen - okay: das Zuhören! - tut so wohl, verhilft dem müden Lebensmut zum Jahresende regelrecht zu einem beschwingten Höheflug. Um es kurz zu machen und zum Schluss zu kommen: Ich kann dieses Buch bzw. das Hörbuch nur allerwärmstens empfehlen. Allen, die das Leben lieben, die Liebe - oder einfach nur brillant geschriebene Bücher.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachliche Kunst, 10. Dezember 2006
Von 
Andreas Camino (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erinnerung an meine traurigen Huren (Taschenbuch)
Eine kurze aber derart eindringliche Geschichte, die ich einfach empfehlen muss.
Die Handlung ist interessant, macht aber nicht das Besondere aus. Márquez gelingt es mit seiner sprachlichen Kunst und Ausdrucksfähigkeit eine Geschichte zu erzählen, die sich vordergründig nur mit der Erinnerung des alten Manns und seiner Faszination gegenüber dem jungen Mädchen beschäftigt. Nach Abschluss der Lektüre geht einem jedoch auf, wie aktuell und treffend seine Gedanken und Beschreibungen sind. Diese Geschichte ist viel mehr, es sind so intensive Worte und Bilder über Liebe, Vergänglichkeit, Familie, Zukunft, Trauer und das Leben. Einfach ein Genuß, genießen Sie jeden Satz und jedes Bild.
Márquez ist zu Recht Nobelpreisträger.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden ..., 2. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Erinnerung an meine traurigen Huren (Taschenbuch)
Was ist paradoxer? Der Wunsch eines 90-jaehrigen Mannes, die Nacht mit einer 19-jaehrigen Jungfrau zu verbringen oder der Umstand, das sich ein 90-jaehriger in eine 19-jaehrige verliebt?
Angesichts dessen, was uns ueber das Alter (die Jugend), die Liebe und die Moral vorgegaukelt wird, wohl beides.
Die Hauptperson des Romans lebt sein eigenes Leben. 90 lange Jahre. In Einsamkeit. Und in Bordellen. Liebe hat er nie erfahren, bis zu dem Tag, als er zum wiederholten Male ein Bordell aufsucht und nach einer 19-jaehrigen Jungfrau ruft, mit der er die Nacht verbringen will. Doch es kommt anders, er ruehrt die Frau nicht an und verliebt sich in sie, als er sie die Nacht ueber beobachtet. Dieses Gefuehl der Liebe wiederfaehrt ihm das 1. Mal in seinem Leben und veraendert ihn. Er faengt an, das Leben zu geniessen und Ansprueche zu stellen, an sich selbst und seine Umwelt. Doch es ist fast zu spaet und aufgrund seines Alters geradezu tragisch, mit dem Leben fast 90 Jahre gewartet zu haben. Darueber kann auch nicht die neu gewonnene Freude hinwegtaeuschen und die Illusion, den 100. Geburtstag noch erleben zu wollen. Die zurueckliegende Einsamkeit und die verpassten Chancen koennen nicht mehr geaendert werden und muessen aufgrund der spaeten Liebe doppelt schmerzen. Dennoch ist das Leben zu kurz, um sich mit dem Vergangenen zu belasten und Chancen abzutun. Denn mit dem Tod endet das Leben und dem Wunsch auf ein erfuelltes Leben wird auch durch das Alter keine Grenze gesetzt. Ein Pladoyer fuer ein erfuelltes Leben bis zum letzten Atemzug, orientiert an eigenen Regeln und Moralvorstellungen, solange diese niemanden verletzen, frei von allen gesellschaftlichen Manipulationsversuchen. Erst dann haben wir die Stufe des Menschseins erreicht. Und damit sollten wir anfangen, je frueher, desto besser ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kraft "verhinderter" Liebe, 14. Mai 2007
Von 
MyandMar - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erinnerung an meine traurigen Huren (Taschenbuch)
Ein typischer Márquez? Ich muss gestehen, ich weiß es nicht, da es mein erstes Buch von ihm ist (ich weiß... Bildungslücke ;-), habe aber bereits ein zweites in meinen nächsten zeitnahen Leseplänen verankert). Aber eines weiß ich jetzt, dieses Büchlein mit seinen 160 groß bedruckten Seiten ist es wert, sich ihm einen Nachmittag lang hinzugeben.

Mit genau 514 Frauen hat der Protagonist dieses Romans in seinem Leben bislang geschlafen. Er hat Buch darüber geführt, seit er mit dreizehn von "jenem unentrinnbaren Zwang geknechtet" wurde. Und bezahlt hat er sie alle, ob sie es wollten oder nicht. Der Erzähler schildert emotionslos den Status quo seines Daseins kurz vor seinem neunzigsten Geburtstag. Er ist Journalist und alleinstehend, ein Einzelgänger, der es gewohnt ist, sein Geld im örtlichen Bordell auszugeben.
Für die Nacht seines neunzigsten Geburtstags will er sich einen besonderen Wunsch erfüllen: eine liebestolle Nacht mit einer Jungfrau. Rosa Cabarcas, die Besitzerin des Bordells, besorgt ihm eine Vierzehnjährige, die sie ihm zu Gefallen drapiert. Der alte Mann verbringt eine Nacht mit dem Mädchen ohne es zu berühren. Er tut nichts, als die Schlafende zu beobachten. Was ihm geschieht, ist ein Wunder: Zum ersten Mal in seinem langen Leben empfindet er Liebe.

Dieses Mädchen löst in dem alten Mann nie zuvor erlebte Gefühle aus. Eigentlich weiß er kaum etwas von ihr und so stellt er sie sich so vor, wie er es gerne haben würde; sogar den Namen Delgadina denkt er sich für sie aus. Zunächst ist sie eine Projektionsfläche für seine Gedanken, doch die Schlafende kehrt das scheinbar um und wird zum Spiegel, der ihn dazu bringt, sich selbst zu verstehen. Alles in seinem Leben ändert sich in bemerkenswerter Weise, die selbst der Öffentlichkeit nicht verborgen bleibt. Seine, seit Jahrzehnten, in der lokalen Sonntagszeitung erscheinenden Kolumnen - die eher langweilig daher kamen und nur aus Respekt vor seiner langen Betriebszugehörigkeit noch erscheinen - werden leidenschaftlich und sind bald nicht mehr aus der öffentlichen Wahrnehmung wegzudenken.

Das Ende dieser bezaubernden Geschichte (eigentlich eine Novelle und kein Roman) hält Garcia Márquez bewusst in der Schwebe: Von einer Bekannten erhält der Protagonist am Ende lediglich den Rat, um das junge Mädchen zu kämpfen. Das "wahre Leben", so erfahren wir auf der letzten Seite, hat er nach seinem 90. Geburtstag entdeckt und daraus so viel Energie geschöpft, dass er sich schon auf seinen Hundertsten freut.

Ich bin sehr angetan von diesem Buch. Gabriel García Márquez erzeugt eine geheimnisvolle Stimmung, der ich mich nie entziehen konnte und wollte.

Es geht hier nicht um die Geschichte eines alten Mannes, der sein spätes Glück bei einer jungen Frau bzw. bei einer mädchenhaften Liebesdienerin findet. Es ist eine Geschichte, die trotz aller Euphorie und Lebensfreude, die der Alte plötzlich erfährt, alles andere ist, als ein Lobgesang auf das Alter oder jenen berüchtigten späten zweiten Frühling.

Vielmehr handelt es sich um eine zutiefst melancholische Geschichte, eine Geschichte um Sehnsucht und Einsamkeit, eine Geschichte vom verzweifelten und zum Scheitern verurteilten Versuch, die verpassten Gelegenheiten eines langen Lebens aufzuholen. Sie handelt von der Liebe des Lebens überhaupt, den Tod eingeschlossen - im Grunde genommen eine Geschichte um das große Ganze.

Man begibt sich in eine Sphäre von prallem, wirklichem Leben voller Hitze, weißer Leinenanzüge, einprägsamer Namen und Familienreliquien, offener Türen in kühlen Räumen alter Häuser, Bücher und Zeitungen, Geräusche, Baumwollkleider, Musik, Straßen, Innenhöfe, Stille und Rosen. Es liegt eine geheimnisvolle Poesie über der grellen Handlung ausgebreitet. Im Licht der untergehenden Sonne werfen selbst kleine Dinge große Schatten.

Wie offen und dennoch poetisch García Márquez über teils tabuisierte Themen (z.B. Liebe im Alter) schreibt und sich dabei ironisch und melancholisch, herzlich und bitter, kraftvoll und zerbrechlich zum Ausdruck bringt, ist für mich hohe Kunst. Die Verbindung von Novelle und Bericht, das Poetische und das Realistische nebeneinander, sein persönliches Bekenntnis zu einem erfüllten Leben und zum Glück (auch wenn es spät kommt), wirkt anrührend und tröstlich zugleich.

Fazit:
"Erinnerung an meine traurigen Huren" ist für mich eine (sehr gelungene) Metapher auf ein Leben, was sich seinem Ende zuneigt und die dafür plädiert, auch noch die letzten Gelegenheiten zu nutzen, um es zu erfüllen.
Ein literarisches Kleinod, ein perfektes, kleines Kunststück, eine hinreißende Erzählung ist es, die Márquez hier vorlegt.
Viel kann man finden in diesem leisen Buch - und eines vor allem: den Hochgenuss bereichernder Lektüre - "Erinnerungen an meine traurigen Huren" ist "ein vertrauter philosophisch-philanthropischer Gaumenschmaus fürs Gehirn".

Aufs knappste beschränkt offenbart es trotzdem eine sinnliche Sprachgewalt. Er zeichnet das Wesentliche mit einigen unscheinbaren Linien - fast so wie in Skizzen alter Meister.

Ich schließe mich dieser gelesenen Meinung uneingeschränkt an:
"Seine gezähmte Fabulierlust verdichtet die Sprache bis zur lakonischen Einfachheit. Márquez genügen wenige Worte, um einen Kosmos anzudeuten."
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alter Mann sucht Sex mit blutjungem Mädchen, 8. Januar 2005
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Der Protagonist ist ein betagter, mittelmäßiger Journalist, der noch vereinzelt Beiträge in der kleinen Stadtzeitung abliefert. Zu seinem neunzigsten Geburtstag schenkt sich dieser alte Mann, der sein ganzes Leben nur käufliche Liebe kannte, ein ganz besonderes Präsent. Die Bordellmutter Rosa Cabarcas, die ihm in den letzten Jahrzehnten immer bei der Suche nach attraktiven Frauen erfolgreich behilflich gewesen ist, soll ihm eine Jungfrau ins Bett legen. Mit dieser will er dann eine libertine Nacht verbringen. Rosa findet die zarte Delgadina, die in einer Knopffabrik in einer namenlosen Stadt Kolumbiens arbeitet. Der alte Mann verliebt sich in das junge Mädchen. Aus der Begierde wird starke Zuneigung, schließlich Liebe. Er betrachtet das Mädchen im Schlaf, ohne sie wirklich zu berühren. Eine platonische Liebe treibt ihn eines Tages in die Verzweiflung, als Delgadina verschwunden ist.
Sexuell hatte er nie Probleme mit seiner Manneskraft, denn die Frauen die er bezahlte wussten worauf es ankommt. Mit Zwanzig begann er ein Verzeichnis anzulegen, in dem er Namen, Alter, Ort und weitere Umstände seiner Frauenbekanntschaften notierte. Bis zu seinem Fünfzigsten waren es immerhin fünfhundertvierzehn Frauen mit denen er mindestens einmal zusammen gewesen war. Und nun im Alter von neunzig Jahren kommt er zu der Erkenntnis:" Sexualität ist nur ein Trost, wenn die Liebe nicht reicht". Und auf der verzweifelten Suche nach der Angebeteten durchlebt er nun alle Höhen und Tiefen. Er wird von der panischen Angst zermartert, ein anderer habe möglicherweise das vollendet was er schließlich durch seine Liebe verhindert hat.
Der Literaturnobelpreisträger Márquez schreibt auch diesen Roman in seinem unverkennbaren, faszinierenden Stil. Er gibt uns zu verstehen, dass es auch im hohen Alter nie zu spät für einen viel versprechenden Neubeginn ist. Der Roman befasst sich mit dem Alter, den Erinnerungen und Erkenntnissen eines alternden Bordellgängers, der sich zum Liebhaber wandelt .Dabei wird ihm die grenzenlose Armseligkeit seines bisherigen Lebens so erschreckend deutlich.
Ein großartiges Buch, sicher kein fröhliches Buch, aber ein Buch das wieder bewegt und begeistert, und den Wunsch weckt nicht nur diesen Roman, sondern auch alle anderen Romane und Erzählungen dieses besten „Schriftstellers spanischer Sprache" wieder und wieder zu lesen. Man möchte das Buch nicht wieder aus der Hand legen.
Ich bin hingerissen von diesem neuen Buch des großartigen kolumbianischen Schriftstellers, auf das wir so lange warten mussten. Es ist von einer wunderbaren Stimmigkeit, ein Herz anrührender Roman über das Alter, in dem es keine Geheimnisse mehr geben darf, und wo man alles sagen darf.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sentimental und kitschig, 23. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Als Fan von Garcia Marquez, der viele seiner Romane bewundert, aber schon seine Memoiren (Leben, um davon zu erzählen) ziemlich schwatzhaft fand, finde ich diesen Roman (der eher eine Novelle ist) sehr sentimental. Natürlich kann Garcia Marquez immer noch schön und routiniert erzählen, aber die Geschichte, um die es hier geht ("Der alte Mann und das Mädchen") ist banal und lässt den kritischen Leser ziemlich kalt. Der 90-jährige im Bordell, das noch unberührte Mädchen, eine Analphabetin, liegt nackt vor ihm, aber es schläft fest und wacht nicht auf; dann schläft er ein usw. Für ihn ist es -man höre und staune!- die grösste -und einzige echte- Liebe seines Lebens, die anzurühren er sich nicht wagt. Jetzt erst schreibt er, der Journalist, wunderbare Sonntagskommentare. Dann geschieht ein Mord im Milieu und das Mädchen verschwindet. Der Alte ist -man kann es kaum glauben- furchtbar verzweifelt. Am Ende setzt er sie als seine Erbin ein und die Bordellmutter verspricht, sich um die Kleine ("dieses arme Geschöpf ist ganz närrich vor Liebe zu dir")zu kümmern. Wirklich rührend. Jetzt kann der nun 91-Jährige in Frieden seine Augen schliessen.
Wenn der Autor nicht Garcia Marquez hiesse und viele schöne Romane verfasst hätte,für die er zu Recht den Nobelpreis erhielt, würde man wohl kein Aufheben über dieses Werk machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwiegespalten und dennoch begeistert., 9. Mai 2011
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Ein sehr zwiespältiges Buch. Einerseits unheimlich poetisch, gefühlvoll, anrührend, andererseits derb, pädpphil und unter der Gürtellinie. Trotzdem haben dieses Buch und der Sprecher mich verzaubert und bezaubert. Kaum ein Autor kann wohl von sich behaupten ein solches Sprachgefühl und Erzähltalent zu besitzen. Trotz der durchaus hier und da abstoßenden Thematik ist es faszinierend dem alternden Protagonisten bei seinem Weg zur absoluten und hingebungsvollen Liebe zu diesem jungen Mädchen, weg von seinen früheren rein käuflichen Gespielinnen.
Hier und da ist das Hörbuch aus meiner Sicht ein wenig ungut gekürzt, aber dennoch durchaus ein gelungener Hörgenuß.
Die Sprechleistung von Hanns Zischler ist absolut gut, sehr schön gibt er dem liebeskranken alten Herrn seine Stimme und erzählt hinreißend von Liebe, Sehnsucht, Alter und Traurigkeit.
Ich bin begeistert.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes kleines Buch!, 5. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Gestern gekauft und sofort gelesen. Wollte es eigentlich verschenken.
Was bei anderen Schriftstellern vielleicht peinlich anmuten könnte (alter Mann verliebt sich in junges Mädchen), gerät bei Marquez zu einer poetischen und kraftvollen Metapher über die Liebe. Schöner kann man darüber nicht schreiben und Schöneres nicht lesen. Mehr als empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bittersüßes Konfekt, 29. Dezember 2004
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Es ist ein kleiner Roman diesmal, etwa einer Novelle ähnlich, doch mehr noch ein Bekenntnis, das der nun doch alternde Autor mit dem Protagonisten uns vor Augen hält.
Es ist ein von Schönheit, von genauer Beobachtung und von Humor begleiteter Bericht aus dem Leben eines alten Mannes, wie wir es in etwa aus der Novelle von Italo Svevo her kennen, wo der alte Mann und das junge Mädchen aufeinander zustreben.
Wir kennen das auch von anderen historischen Gemälden her, denn die Bibel ist voll davon und die große Literatur steht nicht hintan mit diesem Thema ("Das Bad der Bethsabe", "Der alte Mann und das Meer", "Senilita" u.a.).
Ja, aber dies hier, es ist dann doch mehr als das, was man bisher gelesen hat und die Behutsamkeit, das Beobachten, das humorvoll beschriebene Drumherum, die Naturbetrachtungen auch, der Sinn des Lebens im allgemeinen, das alles gibt zusammen mit der Erzählkunst des beliebten Autors ein derart schönes Gemälde, das man beglückt wird.
Was will man/frau mehr?
Einfach entzückend!
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Erinnerung an meine traurigen Huren
Erinnerung an meine traurigen Huren von Gabriel García Márquez (Taschenbuch - 16. November 2006)
EUR 9,99
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